Eigenbau NAS zwischen 'NAS Advanced 2.0' und 'NAS für 12-16 HDDs'

  • Hallo werte NAS-Enthusiasten,


    mein aktuelles NAS ist randvoll und nicht mehr sinnvoll erweiterbar, ein neues muss her. Und wenn ich schon Geld ausgebe, darf es auch schöner, besser, schneller und toller werden. ;-) Aber in ein paar Design-Punkten bin ich noch unentschieden und würde gerne eure Meinungen dazu hören.


    Aktuelle Situation:
    Aufgaben:
    Datengrab und Zugriff von PCs und Raspberry (RaspBMC) im lokalen Netzwerk (SAMBA)
    Software:
    Debian Linux
    Software RAID 5 per mdadm
    Hardware:
    ASUS C60M mit integrierter CPU (AMD 2*1 GHz)
    1*4GB DDR3-RAM
    Systemplatte: 64BG SSD (SanDisk)
    Datenplatten: 4x3TB (3xWD Red, 1xSeagate)
    Netzteil: 450W 80+ Gold (overpowered, flog hier aber noch rum)
    Standort:
    Arbeitszimmer -> Optik ziemlich egal, Lautstärke nicht ganz egal


    Nachdem die Platten randvoll sind, und ich ein IBM ServeRAID (M1015) ums verrecken nicht ans Laufen bekommen habe, soll jetzt der Schnitt zu einem neueren System mit größeren Platten und mehr Aufgaben gemacht werden. Dank der weiten des Internets und vor allem dieser Seite hier, habe ich mich in den letzten Tagen mit jeder Menge Informationen vollgesaugt und versucht, aus dem Input ein mir geeignet erscheinendes System zu skizzieren. Basis ist hierbei das 'NAS Advanced 2.0', wobei ich modular bleiben und am Ende bei 8-12/14/16 Platten landen möchte, daher auch Input aus dem 'NAS für 12-16 HDDs'.


    Hier daher das Konzept für mein neues Design, welches ich gerne auf eure Hinweise hin anpasse. Offene Fragen kommen hinterher:


    Neues System
    Aufgaben:
    Wie gehabt: Datengrab + SAMBA-Zugriff im lokalen Netz
    Neu: Backups per Rsync, Modular erweiterbar, Owncloud (Zugriff über DynDNS), evtl. kleine Datenbank für XBMC
    Verschlüsselung ist nicht notwendig, virtuelle Maschinen bisher nicht geplant


    Software:
    (ist natürlich Geschmacksfrage, aber hier habe ich mich - glaube ich - halbwegs festgelegt)
    OpenMediaVault
    Software RAID6


    Hardware:
    (hier bin ich noch nicht festgelegt, halte Skylake aber für sinnvoll)
    Board: ASUS B150M-K D3 (*)
    CPU: Intel Pentium G4400
    RAM: 8GB? Mehr? (**)
    Systemplatte: Vorhandene SSD
    Netzteil: Vorhandenes Netzteil
    Gehäuse: Erstmal das vorhandene
    Datenplatten: WD Red, erstmal 4-6, später bei Bedarf nachrüsten. Größe: (***)
    Controller: Noch unentschieden, z.B.: DeLOCK 89384, PCIe 2.0 x2 oder HP H221 Host Bus Adapter, PCIe 3.0 x8? (****)



    Fragen

    • Geht irgendwas davon nicht sinnvoll?
    • (*) Zum Board: Lohnt es sich für 5€ Aufpreis das ASUS B150M-K mit DDR4-RAM zu nehmen?
      Oder stattdessen für ebenfalls 5€ Aufpreis das ASUS B150M-C D3 mit 'All Solid Capacitors'? Das hat aber auch noch anderen Schnickschnack und könnte deutlich mehr Strom verbrauchen, oder?
    • (**) RAM: Bisher reichen meine 4GB vollkommen, brauchen Owncloud oder MySQL-Datenbank viel RAM? Würde einfach einen 8er-Riegel reinpacken, hätte aber auch kein Problem mit mehr.
    • (***) HDDs: Ja, Größer ist natürlich besser, vor allem, da der Preis/TB bei den Reds nahezu unabhängig davon ist. Aber die 8TB sind heliumgefüllt, vor denen habe ich Angst. Meine Physikkentnisse sagen mir, dass die nicht ewig halten können (Helium diffundiert durch Wände) und wenn die nach drei-vier Jahren reihenweise ausfallen wäre das ziemlich doof...also eher 6TB?
    • In diesem Zusammenhang: Lohnt sich der 30%-Aufpreis von 'normalen' HDDs auf die WD Reds? Gibts da Erfahrungswerte? Wenn nur eine 'zu früh' kaputt geht, fahre ich mit einfachen Platten immer noch günstiger, bei mehr Defekten würden sich die Reds lohnen...
    • (****) Controller: Ich brauche nur einen SATA-Controller, muss kein RAID können. Ist PCIe x2 beim DeLock ein arger Flaschenhals? Reine Datenraten müssen gar nicht so hoch sein (da wird die Gegenstelle immer ausbremsen), aber das RAID sollte schon sauber durchlaufen, auch falls da irgendwann 8 Platten dranhängen...ansonsten nehme ich hier sehr gerne Vorschläge für gute Controller entgegen (will aber keine 600 € für einen guten RAID-Controller ausgeben)
    • Für den Normalbetrieb dürfte das 450W-Netzteil überdimensioniert sein. Aber was ist, wenn im Vollausbau nach dem Aufwachen 12-16 Platten gleichzeitig anlaufen wollen? Was brauchen anlaufende Platten kurzfristig an Strom?
    • OpenMediaVault 2 oder 3?
    • Weitere allgemeine Anmerkungen?


    Anmerkungen
    - Wenn ich >1000 Euro für Platten ausgebe, kommt es mir auch 50-100 Euro fürs System nicht an. Wenn es sinnvoll ist, wird es gekauft!



    Also, bitte nehmt meine Kommentare und Fragen auseinander, ich bin lieber dumm gewesen und lerne, als dass ich dumm sterbe. ;-)
    Danke schonmal,
    Jonas.

  • Zum einen sollte man sich im klaren sein, das alles Consumer Festplatten sind.
    Jetzt kommen wir zu dem begriff Non-recoverable read errors per bits read von 10 ^ 14


    Das bedeutet, das du in einem normalem Raid5 & 6 einen nicht korrigierbaren lese Fehler alle etwa 12tb bekommst.
    Allein schon das einrichten eines Raid 5 mit 12 4tb Platten wird somit nicht klappen, von einem Rebuild sprechen wir nichtmal.


    Für dich sind z.b. ZFS oder Snapraid sehr Interessant, beides ist binnen sekunden verfügbar. Und nicht erst nach tagen wenn das Raid fertig initialisiert ist.




    In diesem Zusammenhang: Lohnt sich der 30%-Aufpreis von 'normalen' HDDs auf die WD Reds? Gibts da Erfahrungswerte? Wenn nur eine 'zu früh' kaputt geht, fahre ich mit einfachen Platten immer noch günstiger, bei mehr Defekten würden sich die Reds lohnen...

    Meine Wd Reds sind quasi lautlos, sehr kühl, und ausreichend schnell, mein gbit Netzwerk ist langsamer. Alternativ geh auf HGST Nas Platten, die drehen mit 7200 U/min, werden aber auch deutlich wärmer. Bei mir sind es etwa 15-20°C. Eine aktive kühlung ist erforderlich. Meine älteste WD Red Platte ist derzeit bei 43.000 Betriebsstunden, und noch ohne Fehler.





    (**) RAM: Bisher reichen meine 4GB vollkommen, brauchen Owncloud oder MySQL-Datenbank viel RAM? Würde einfach einen 8er-Riegel reinpacken, hätte aber auch kein Problem mit mehr.

    Ich bekam erst mit 8gb Ram vollen Gbit Speed beim Kopieren. Für Filme habe ich nun 16gb verbaut, platte lädt Film in den Ram, und geht danach wieder schlafen, spart strom.





    Für den Normalbetrieb dürfte das 450W-Netzteil überdimensioniert sein. Aber was ist, wenn im Vollausbau nach dem Aufwachen 12-16 Platten gleichzeitig anlaufen wollen? Was brauchen anlaufende Platten kurzfristig an Strom?

    450W könnten sogar noch zu klein sein, vergiss nicht, 450W ist auf 12V, 3,3V und 5V zusammengerechnet bezogen.
    Anlaufende Platten können bis zu 1,8A ziehen, 12Vx1,8A=21.6W
    21.6W x 16 Platten =345,6W nur auch der 12V Seite.

    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas


    Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges

  • Hallo Sc0rp und Joogie,


    danke für eure Antworten.


    Zitat von Sc0rp

    - wieviele (gleichezeitige) Clients hast du/musst du versorgen?

    Typischerweise 1-2, ich würde sagen maximal 3 (z.B. zweimal Filmdaten, einmal Musik). Keine wirklich großen Datenmengen, der Rechner muss auch nicht dekodieren, sondern nur die Daten liefern, die der Raspberry oder PC dann verarbeitet. Ich besitze zwar einen 4k-Monitor, aber noch kein Bildmaterial dafür, also maximal FullHD. Spontan würde ich schätzen, 100 MBit sollten locker reichen.


    - muss es unbedingt ein ASUS sein?

    Nein, überhaupt nicht. Ich habe mich nur an den hier im Forum vorgeschlagenen Boards orientiert. Zu Hause wechsele ich wild zwischen Asus und AsRock hin und her, aber würde auch andere Empfehlungen gerne annehmen.


    Zum einen sollte man sich im klaren sein, das alles Consumer Festplatten sind.
    Jetzt kommen wir zu dem begriff Non-recoverable read errors per bits read von 10 ^ 14


    Das bedeutet, das du in einem normalem Raid5 & 6 einen nicht korrigierbaren lese Fehler alle etwa 12tb bekommst.
    Allein schon das einrichten eines Raid 5 mit 12 4tb Platten wird somit nicht klappen, von einem Rebuild sprechen wir nichtmal.


    Für dich sind z.b. ZFS oder Snapraid sehr Interessant, beides ist binnen sekunden verfügbar. Und nicht erst nach tagen wenn das Raid fertig initialisiert ist.

    Danke für den Einwand. UREs sind mir durchaus bekannt, allerdings halte ich diese bisher nur bei RAID5 wirklich für kritisch. Korrigiere mich bitte, falls ich falsch liege, aber solange die Festplatte mir einen URE meldet und ich noch die Parity-Informationen habe, sollte doch noch alles in Ordnung sein. Erst wenn ich ein Rebuild starten muss und in einem degraded RAID5 unterwegs bin, habe ich ein Problem, oder?
    Vor allem, falls ich regelmäßig ein Scrub machen würde.
    Wenn mich meine Statistikkenntnisse nicht vollkommen im Stich lassen, sollte die Wahrscheinlichkeit von zwei zeitgleichen UREs auf zwei Platten bei 10^(-14)^2 = 10^(-28) liegen, oder?


    ZFS scheidet für mich aus, da ich modular bleiben und nachträglich Platten hinzufügen möchte. Ich stelle mir vor, z.B. mit 5x6TB zu starten, und erst wenn die voll werden, nochmal 2-3 Platten dazu zu packen...


    Meine Wd Reds sind quasi lautlos, sehr kühl, und ausreichend schnell, mein gbit Netzwerk ist langsamer. Alternativ geh auf HGST Nas Platten, die drehen mit 7200 U/min, werden aber auch deutlich wärmer. Bei mir sind es etwa 15-20°C. Eine aktive kühlung ist erforderlich. Meine älteste WD Red Platte ist derzeit bei 43.000 Betriebsstunden, und noch ohne Fehler.

    Du hast mich überzeugt, es werden die Reds werden. Sind zwar was teurer, machen dafür aber hoffentlich weniger ärger.


    Zitat von Joogie

    Ich bekam erst mit 8gb Ram vollen Gbit Speed beim Kopieren. Für Filme habe ich nun 16gb verbaut, platte lädt Film in den Ram, und geht danach wieder schlafen, spart strom.

    Danke für die Info. Da RAM ja nun nicht soo teuer ist, werden es also 8-16 GB, wahrscheinlich eher 16. ECC ist eher eine Glaubensfrage, oder? Hatte ich noch nie, und noch nie das Gefühl gehabt, dass mir was fehlt...


    Netzteil:
    Danke für die Rechenbeispiele. Ich nehme mit: Für die ersten 8-10 Platten sollte mein Netzteil also reichen, danach sollte ich aufstocken.
    Was ist das Worst-Case-Scenario, falls das Netzteil nicht genug Leistung liefert? Läuft einfach nicht oder zerstört mir alles?


    Zu meinen anderen Fragen:

    • Würde einer von euch sich die Helium-Platten in sein NAS einbauen?
    • Wie sieht das mit dem Controller aus? Da hänge ich noch am ehesten vollkommen in der Luft und weiß nicht, was ich tun oder lassen sollte...

    Danke schonmal für eure Infos/Antworten,


    Jonas

  • Abend,
    ich werde mich mal durcharbeiten:

    Typischerweise 1-2, ich würde sagen maximal 3 (z.B. zweimal Filmdaten, einmal Musik).

    Das könnte mit 8GB RAM schon knapp werden, wenn du SnapRAID verwendest - du bist hier knapp an der Leistungsgrenze EINER Festplatte (3 Streams). Wenn du also zufällig alle drei Streams von derselben Festplatte holst, könnte es mit der kontinuierlichen Lieferung schon eng werden.
    Btw. hast du dir zum Thema Redundanz Gedanken gemacht?


    Wie sieht das mit dem Controller aus? Da hänge ich noch am ehesten vollkommen in der Luft und weiß nicht, was ich tun oder lassen sollte...

    Auch wenn das Zitat an der falschen Stelle eingefügt wurde - ja, da gibt es ausreichend Erfahrungswerte im Forum ;)
    Allen voran kann ich die Syba-Controller empfehlen, Die laufen nachgewiesenermaßen und gibt es als 4port und 8port Varianten - nicht alle sind direkt in D lieferbar. [definition=35,0]Amazon[/definition] regelt das aber.
    Aber Suchen hilft - auch hier im Forum ;)



    Danke für den Einwand. UREs sind mir durchaus bekannt, allerdings halte ich diese bisher nur bei RAID5 wirklich für kritisch. Korrigiere mich bitte, falls ich falsch liege, aber solange die Festplatte mir einen URE meldet und ich noch die Parity-Informationen habe, sollte doch noch alles in Ordnung sein. Erst wenn ich ein Rebuild starten muss und in einem degraded RAID5 unterwegs bin, habe ich ein Problem, oder?

    Da liegst du vollkommen richtig - was Joogie vergisst:
    a) sind Fehlerwahrscheinlichkeiten keine Fehlerhäufigkeiten
    b) trifft das auf jede Festplatte zu, unabhängig vom eingesetzten Dateisystem oder der eingesetzten Verbundtechnik - SnapRAID trifft das genauso.
    c) ist die Fehlerwahrscheinlichkeit im RAID5 für einen wirklich unkorrigierbaren Fehler noch ein wenig kleiner - immerhin braucht man mind. 3 Festplatten für RAID5, und man muss auch noch die Wahrscheinlichkeit der Gleichzeitigkeit mit einbeziehen (immer schön statistisch bleiben)
    d) muss man aufpassen, worauf man die "Non-recoverable read errors per bits read" bezieht, und wann die überhaupt eintreten ... können


    Ich werde mich da nicht weiter vertiefen - ich hatte bisher in keinem RAID-Verbund einen solchen Fehler, oder habe es nicht mitbekommen ... und bei einem Verbund aus 16 Platten ist man noch ein bischen weg vom statistisch wirksamen Einsatzbereich.


    WD Red's sind aber Pflicht - die bieten für den NAS-Einsatzzweck das beste P/L-Verhältniss und alle Features die man brauchen könnte. Ob du Helium-Drives kaufst, ist dir überlassen, werden aber wärmer trotz Helium. Es dürfen auf jeden Fall keine Drives sein, die SMR haben/machen! Ich empfehle die Redundanz in Abhängigkeit der Wichtigkeit der Daten plus ein (funktionierendes!) Backup und natürlich beim Einsatz von RAID eine USV. Bei deiner veranschlagten Verbundgröße wäre eine Teilung nicht schlecht (max. Verbundgröße 8x6TB RAID6) - aber über das Konzept können wir später noch dediziert sinnieren ;)



    Nein, überhaupt nicht. Ich habe mich nur an den hier im Forum vorgeschlagenen Boards orientiert. Zu Hause wechsele ich wild zwischen Asus und AsRock hin und her, aber würde auch andere Empfehlungen gerne annehmen.

    Dann empfehle ich hier ausdrücklich das bereits von Technikaffe.de getestete "[definition=52,0]ASRock E3V5 WS[/definition]" mit ECC-Speicher einzusetzen. Einfach aufgrund der Menge der geplanten Festplatten, das minimiert die Wahrschinlichkeit solcher Fehler auch nochmal. Zudem brauchst du eh ein großes Gehäuse für deine Platten, daher dürfte der Formfaktor egal sein. Weiterer Vorteil sind die PCIe-Slots: die x1 sind "flexible Slots", was bei ASRock bedeutet, sie sind hinten offen, man kann also auch x4/x8/x16-Karten reinstecken ;) - bietet für die Zukunft tolle Erweiterungsmöglichkeiten. Gleich EINEN 16GB-ECC-Riegel einbauen und später nachstecken.


    ECC ist keine Glaubensfrage, sondern Eine des Gesamtkonzeptes! Wenn man eine einfache Box baut, kann man getrost auf ECC verzichten - viele Dateisysteme korrigieren Lesefehler on-the-fly mittels des jedem Sektor beiwohnenden CRC-Feldes, deshalb bekommt man davon fast nix mit. Mittlerweile ist auch der Speicherschutz der meisten Betriebssysteme ausreichend robust, sodass man auch hier nix merkt. Wenn man allerdings eine große Box baut, deren Hauptaufgabe Dateibereitstellung ist, sollte man schon darüber nachdenken, ob man den Weg der Daten nicht absichert - immerhin passieren die meisten Daten den RAM mind. 2x. Richtig tricky wird es, wenn man einen Verbund anlegt (auch SnapRAID macht/ist ein Verbund), sprich mehrere Platten (wenn auch passiv) mit anspricht ...



    So, erstmal fertig!


    Sc0rp

  • Addon:


    - bei der CPU würde ich mind. auf einen i3-6100 gehen. Gerade bei deinem recht großen RAID6-Verbund darf es hier etwas mehr sein ;)
    - Software-RAID von Linux ist okay, gestandene Technik seit Jahren - und ein Build/Rebuild dauert nicht Tage, naja 6TB hatte ich noch nicht im RAID (zu arm :P), aber selbst wenn ich meine 8x3TB-R6-Zeit verdopple liege ich knapp unter 16h ... ist halt ein wenig CPU abhängig


    - ob du SW-RAID oder SnapRAID einsetzt, stelle ich ausdrücklich nochmal zu Disposition - wenn du deine Daten ordentlich verteilst (Musik auf eine Platte, Filme auf andere Platten, z.B.) könnten die Vorteile für SnapRAID überwiegen. Hier solltest du (mit unserer Hilfe) ein Konzept ausarbeiten - dann wird SnapRAID sicher auch eine gute Lösung für deine Box werden.


    Sc0rp

  • Ich bin von dem Vollausbau ausgegangen, also mind. 12 Platten. Aber mit normalem Raid5/6 ist Scorp dein Ansprechpartner, da brauch ich noch ein wenig nachhilfe^^
    Allein würde mich schon der Stromverbrauch abschrecken. Snapraid kannst du auch mit 2 Parity Platten oder mehr ausstatten, wie du magst.
    Der große vorteil ist halt die flexiblität, erweitern, kein Problem, Platte rein, formatieren, einbinden, fertig. Eine Sache von nichtmal 5min.
    Dann der Stromverbrauch, es läuft nur die Platte mit der gewünschten Datei. Klar für Dokumente/kleine Dateien und mehrnutzer benutzung ist es nicht gedacht.



    - Software-RAID von Linux ist okay, gestandene Technik seit Jahren - und ein Build/Rebuild dauert nicht Tage, naja 6TB hatte ich noch nicht im RAID (zu arm :P), aber selbst wenn ich meine 8x3TB-R6-Zeit verdopple liege ich knapp unter 16h ... ist halt ein wenig CPU abhängig

    jetzt rechne mal 12 4tb oder gar 8tb. Auf über einen Tag kommst du mit sicherheit ;)


    Würde ich so einen Rechner bauen, mit dem Erwartetem Vollausbau, würde ich richtung Supermicro Mainboard gehen.
    X11SSL-CF
    Damit haste genug spielraum für deine Festplatten ohne zusätzliche Conroller, und du kannst ECC Ram nutzen.

    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas


    Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges

  • Tagchen,
    ich arbeite das mal ein wenig mehr auf, damit auch anderen Nutzer etwas mehr davon verstehen:

    Snapraid kannst du auch mit 2 Parity Platten oder mehr ausstatten, wie du magst.

    SnapRAID unterstützt mehr als zwei Paritätsplatten (bis zu sechs!) - du brauchst also deinen Anfangspool nicht zu teilen, sondern kannst fließend sowohl Datenplatten, als auch Paritätsplatten nachstecken. Grobe Richtung (Empfehlung): für 3-4 Datendisk eine Paritätsplatte einbauen ... wenn du mit sechs Festplatten startest solltest du also auch hier mit zwei Paritätsplatten starten.


    Wichtig am Unterschied zwischen SnapRAID und RAID ist zu verstehen, wann die Redundanz gebildet wird. Der Einsatz hängt also entschieden vom Einsatzzweck ab:
    - hat man stark flukturierende Daten (also häufiges schreiben / löschen / neuanlegen) wäre ein RAID vorzuziehen, weil hier die Redundanz "on-the-fly" gebildet wird
    - für Datengräber mit "planbaren" Änderungen (aka "ich lade heute mal 30GB hoch") ist SnapRAID der bessere Ansatz, weil es hier a) nicht um super wichtige Daten geht (der Upload könnte ja nach einem erfolgreichen SnapRAID-Sync erst auf der Quelle gelöscht werden) und b) kann man dann die Upload&Sync/Scrub-Aktionen in "arbeitsschwache" Zeiten verlagern


    Weitere Vorteile von SnapRAID:
    - es schont die Platten, die gerade nicht gebraucht werden (werden üblicherweise schlafen gelegt)
    - die Konfig ist recht flexibel - es lassen sich auch hier "Pools" bilden (zusätzliche Flexibilität durch Overlay-FS ala AuFS)
    - Einbindung neuer Platten ist nicht so zeitintensiv
    - das Dateisystem ist auch "alleine" lesbar (Standard wäre hier EXT4)
    - Sync (Berechnung der Partität(en)) und Scrub (Überprüfung der Parität(en)) sind planbar


    größter Nachteil von SnapRAID (wie schon erwähnt):
    - Performance bei Multi-User (Multi-Stream) könnte nicht ausreichend sein
    -> auch da könnte man evtl mit Flash-Cache dagegen wirken (derzeit bei Joogie in Prüfung :P)


    Sc0rp

  • Zweite Sause:

    Klar für Dokumente/kleine Dateien und mehrnutzer benutzung ist es nicht gedacht.

    Dafür, wie oben schon erwähnt, evtl. Flash-Cache nehmen oder einplanen ;)


    jetzt rechne mal 12 4tb oder gar 8tb. Auf über einen Tag kommst du mit sicherheit

    Na, so funktioniert das aber nicht ;). Der RAID-Verbund wird ja auf allen Platten gleichzeitig erstellt, und nicht nacheinander. Der Unterschied meines 6x1,5TB (Seagate 5400er) RAID6 hat knapp 6h gedauert, gleiches System/Controller hat bei den 6x3TB WD Red 6:51hn gedauert. Wenn mir jmd 6x6TB borgt, checke ich das auch noch aus ;) - das könnte ich sogar sowohl mit HW-RAID als auch mit SW-RAID (Test-NAS) machen!.
    Hauptfaktoren sind der Festplattenspeed (extern) und die CPU bzw. Rechen-Leistung, da die WD Red ganz ordentlich performen (für 5.x00rpm) und man an der CPU-Leistung drehen kann, sollte sich die Zeit auch bei 6TB in Grenzen halten. Ich gehe davon aus, das die doppelte Parität (RAID6) auch im Linux-md-Treiber Multicore/Multithread kann/macht ... daher gibt es dadurch auch kaum größeren Zeitverzug.


    Würde ich so einen Rechner bauen, mit dem Erwartetem Vollausbau, würde ich richtung Supermicro Mainboard gehen.

    Das wäre natürlich nur konsequent, denn ein Ausbau mit 16 Platten ist schon kein Standard-NAS mehr ;). Der Unterschied zum ASRock besteht in mehr LAN-Schnittstellen, IPMI, 14 SATA-Ports und den SuperDOM-Ports. Ist aber eben preislich auch eine ganz andere Hausnummer ...


    Sc0rp

  • Das rausgesuchte X11ssl-cf gefällt mir persöhnlich recht gut, und der Preis, nunja 350€ sind kein Pappenstiel, aber dafür bekommt man ein grundsolides Board, ohne bastellei mit Controlern. Zukunftssicher mit skylake, ddr4 ecc unterstützung, 2 Onboard Lanbuchsen, und mehr als ausreichend Sata Ports. Ich für mich muß sagen, mir juckt es in den Fingern das ding zu Ordern und auf Skylake zu gehen mit Ram Vollausbau. SSD Caching ist zwar gut und schon, aber 64gb Ecc Ram gefallen mir deutlich besser ;)

    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas


    Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges

  • Das rausgesuchte X11ssl-cf gefällt mir persöhnlich recht gut, und der Preis, nunja 350€ sind kein Pappenstiel, aber dafür bekommt man ein grundsolides Board, ohne bastellei mit Controlern. Zukunftssicher mit skylake, ddr4 ecc unterstützung, 2 Onboard Lanbuchsen, und mehr als ausreichend Sata Ports. Ich für mich muß sagen, mir juckt es in den Fingern das ding zu Ordern und auf Skylake zu gehen mit Ram Vollausbau. SSD Caching ist zwar gut und schon, aber 64gb Ecc Ram gefallen mir deutlich besser ;)

    Eine etwas günstigere Alternative, könnte das X11SSH (mit C236 Chip) sein.
    Hat dann zwar keine SAS Anschlüsse, aber zusätzlich einen .m2-Anschluss, wenn man diesen benötigt (ist über PCIe angebunden).

  • Tagchen,

    Eine etwas günstigere Alternative, könnte das X11SSH (mit C236 Chip) sein.
    Hat dann zwar keine SAS Anschlüsse, aber zusätzlich einen .m2-Anschluss, wenn man diesen benötigt (ist über PCIe angebunden).

    Hmm, ich rechne mal durch:
    X11SSL-CF = 310€ / für 14 Ports -> für den Maximalausbau ist noch eine 4port SATA-Karte (35€) erforderlich + SATA-SSD in "normal" sagen wir 50€/128GB -> Summe 395€


    X11SSH = 242€ / für 8ports -> für den Maximalausbau ist noch eine 8port SATA-Karte (70€) erforderlich + M.2 SATA-SSD (die hier auch nur mit PCIe x2 angebunden ist) Billigste 70€/128GB -> Summe 382€


    Preislich ist das nicht wirklich ein Vorteil ... kommt eben auf die inneren Werte der Boards an ;)


    Sc0rp

  • 14 Ports sollen erstmal genutzt werden^^, ist dann der vollausbau in aussicht, kann man den controler nachstecken.
    Aber erstmal wäre reichlich reserve bei dem X11SSL-CF.


    Schade ist eigentlich das das Board noch kein 10gb Lan hergibt, das wäre optimal ;)

    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas


    Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges

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