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Günstiger Office PC mit SSD und Windows 7 auf Bay-Trail Basis

Intels neue Bay Trail Plattform bietet sich für den Bau eines günstigen Office-PCs aufgrund des günstigen Preises und geringen Stromverbrauches geradezu an. Damit der Office PC auch Fit für das Jahr 2014 ist, setzen wir bei der CPU auf den neuen Intel Celeron J1900 (4x 2,0GHz, Turbo bis 2,43GHz, 2MB Cache, 10W TDP) der direkt auf das ASRock Q1900-ITX Mainboard montiert ist und passiv gekühlt wird.

Eine SSD Festplatte unterstützt ein zügiges Arbeiten. Aber unser Office PC soll nicht nur schnell sondern auch leise und sparsam sein. Als Mainboard wählen wir das ASRock Q1900-ITX weil es sehr großzügig ausgestattet ist und so die Nachteile eines Bay-Trail Systemes egalisiert.

So packt ASRock z.B. deutlich mehr USB 3.0 und SATA-Ports auf das Mainboard, von letzteren sind ganze 4 (2x SATA2 und 2x SATA3) vorhanden - obwohl die Bay-Trail Plattform eigentlich nur 2xSATA2 unterstützt. Möglich wird dies durch den Einsatz eines zusätzlichen SATA-Controllers von ASMedia.

Dank eines HDMI und eines DVI Anschlusses sind auch 2 FullHD Monitore kein Problem für das System. Zusätzlich verfügt das ASRock Q1900-ITX über einen mini PCI-E Slot (42mm), der z.B. eine W-LAN Karte aufnehmen kann.

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Technische Daten

ASRock Q1900-ITX
ATX-StandardMini-ITX
CPUIntel Celeron J1900 (4x 2,0GHz, Turbo bis 2,43GHz, 2MB Cache, 10W TDP)
Arbeitsspeicher2x DDR3/DDR3L-1333 SO-Dimm, Dual-Channel, max. 16GB
KühlungPassiv
SATA2x SATA2 (Intel), 2x SATA3 (ASMedia)
USB2x USB 3.0 (+USB 3.0 Header), 2x USB 2.0 (+ 2x USB 2.0 Header)
Video1x HDMI, 1x DVI, 1x VGA
AudioRealtek ALC892 7.1 Channel
Netzwerk1x Gigabit LAN (Realtek RTL8111GR), Energieeffizient nach 802.3az, PXE, Wake-on-LAN
PCI-EPCI-E 2.0 x1 (500MB/s), 1x mini-PCI-E Slot 42mm
Preis75 Euro

Wie man sieht sind wirklich alle benötigten Anschlüsse in mehr als ausreichender Anzahl auf dem ASRock Q1900-ITX vorhanden. Eine dedizierte Grafikkarte kann das Mainboard allerdings aufgrund der Limitierung des PCI-E 1x Slots nicht aufnehmen.



Geschwindigkeit

Die Bay-Trail Plattform ist noch relativ neu und viele wissen nicht so recht was sie vom Atom-Nachfolger (der ja eher nicht so schnell war) halten sollen. Hier mal ein kleiner Geschwindigkeitsvergleich:

Intel Celeron J1900Intel Celeron N2820Intel Core i3-4010UAMD A4-5000
Taktfrequenz4x 2,00GHz2x 2,13GHz2x 1,70GHz4x 1,50GHz
Turbo2,43 GHz2,39 GHzNeinNein
Cache2 MB1 MB3 MB2 MB
Fertigung22nm22nm22nm28nm
TDP10W7,5W15W15W
ArchitekturBay TrailBay TrailHaswellKabini
CB 11.5 Einkern0,450,380,650,38
CB 11.5 Mehrkern1,750,801,841,44
CB 11.5 iGPU7,75,512,713,1
Passmark CPU1759112724561907
Geekbench 3 Einkern9618961650823
Geekbench 3 Mehrkern3180156035502414
Geschwindigkeit95%43%100%78%

Wie man sieht braucht sich der Intel Celeron J1900 in unserem Vergleich nicht einmal vor der schnellsten CPU, dem Intel Core i3-4010U verstecken, der nicht einmal 10% schneller ist. Leistungsmässig reicht der Intel Celeron J1900 völlig aus um alle Aufgaben in einem Office-PC oder einem HTPC zu bewältigen.

Günstiger Office PC mit SSD und Windows 7 auf Bay-Trail Basis
Auch die Windows 7 Leistungsmessung bescheinigt unserem Gespann eine gute Leistung.

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Verschlüsselung von Daten mit Truecrypt (Benchmark)

Das Verschlüsseln von Daten kommt immer mehr in Mode und gerade bei etwas schwächeren CPUs bricht schon bei einer normalen AES 256bit Verschlüsselung die Geschwindigkeit ziemlich ein. Daher haben wir uns entschieden den neuen Intel Celeron J1900 auch in TrueCrypt zu testen.

Auf eine AES-Hardwarebeschleunigung kann der J1900 nicht zurückgreifen und erreicht daher nur 264MB/s. Diesen Part meistert ein AMD Athlon 5350 (Kabini) dank AES-Hardwarebeschleunigung deutlich besser und erreicht mit 1,2GB/s einen fast 6x so hohen Wert wie das Bay-Trail System (siehe Test des Athlon 5350 auf einem ASRock AM1H-ITX).

Günstiger Office PC mit SSD und Windows 7 auf Bay-Trail Basis

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Die Geschwindigkeit beim Lesen bzw. Schreiben in einen Truecrypt Container, der mit AES verschlüsselt ist, kann sich sehen lassen: Der Prozessor erreicht 112MB/s über das Netzwerk und ist dabei nur zur Hälfte ausgelastet.



Bay Trail - Mehr als nur ein Atom - Remake

Die Intel Atom Prozessoren haben bei Kennern keinen so guten Ruf. Intel hatte diese in der Vergangenheit sehr Stiefmütterlich behandelt. Haupteinsatzzweck waren die mittlerweile fast verschwundenen Netbooks sowie kleinere Server. Gerade die Netbook Varianten waren dabei ziemlich langsam.

Die ARM-CPUs in Smartphones und Tablets wurden zunehmend stärker und verbrauchten im Vergleich zu den alten Atoms nocheinmal deutlich weniger Energie. Daher hatte sich Intel dafür entschieden die Atom Prozessoren komplett neu zu entwickeln, heraus kam die Bay Trail Plattform mit Silvermont Kernen, die alle möglichen Einsatzzwecke abdecken sollen (Heimanwender, Tablets, Smartphones, Notebooks und Server).

Das Verhältnis zwischen Leistungs und Energieaufnahme - auch "Performance per Watt" genannt - ist sogar besser als bei Intels aktueller Haswell-Architektur.

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Eine CPU kann über bis zu 4 Silvermont Kerne verfügen. Wie auch bei Intels neuer Haswell Architektur kommen auch in den Bay Trail Prozessoren Tri-Gate Transistoren zum Einsatz, die die Leistungsaufnahme deutlich reduzieren. Die CPUs verfügen teilweise über einen Turbo-Modus, der die Geschwindigkeit der CPUs noch einmal beschleunigen kann.



Ein Gehäuse im Mini-ITX Format

Das Mainboard passt zwar in alle ITX-Gehäuse, also auch in größere, ich bevorzuge aber kleinere Gehäuse wenn dies Sinn macht. Da hier kaum Wärme abgeführt werden muss ist dies kein Problem.

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Für mich eine gute Wahl: Das CoolerMaster Elite 120 Advanced Mini-ITX Gehäuse bietet einen 5,25 Zoll Slot für einen DVD oder BluRay-Brenner oder per Adapter auch für eine 3,5 Zoll Festplatte. Zusätzlich kann das Gehäuse weitere 3 3,5 oder 2,5 Zoll Festplatten aufnehmen.

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Reichhaltiges Zubehör: Coolermaster knausert nicht

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Der 120mm Front-Lüfter kann über die wirklich gute Lüftersteuerung des ASRock Q1900-ITX vernünftig dosiert werden. Wir haben hier den CPU-Lüfter im Level 1 (langsamste Einstellung) bei ca. 420 Umdrehungen die Minute betrieben. Der Lüfter ist dann ebenso wie das Silent-Netzteil aus 10-15cm Entfernung nicht mehr zu hören.

Ein normales ATX-Netzteil kann auch verbaut werden, in unserem Fall ein Be quiet! System Power 7 mit 300W. Es würde aber auch ein Netzteil mit 75W ausreichen, mehr wird unser System selbst mit 4 Festplatten nicht verbrauchen.



Windows 7 oder Ubuntu Linux 14 ?

Die meisten werden sehr wahrscheinlich Windows 7 oder Windows 8.1 bevorzugen. Doch wer sich auch mit Linux anfreunden kann, kann noch etwas Geld sparen. Zwar kostet Windows 7 aktuell nur noch rund 35 Euro - aber Linux ist eben kostenlos erhältlich.

Günstiger Office PC mit SSD und Windows 7 auf Bay-Trail Basis

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Wir haben Ubuntu Linux 14 Desktop kurz angetestet. Dazu haben wir uns die Ubuntu Desktop 64bit (Download) heruntergeladen und mit Hilfe des Tools Universal-USB-Installer-1.9.5.2 auf einen USB-Stick kopiert. Von diesem USB-Stick haben wir Ubuntu dann auf der SSD installiert. Die Installation dauert knapp 10 Minuten.

Positiv: Die Installation ist einfach und vor allem bringt Linux alle Treiber mit, so dass keine Treiber mehr von Hand installiert werden müssen - gerade für Anfänger eine gute Sache.

Negativ: Über das 1Gbit Netzwerk konnten wir Daten nur mit ca. 44MB/s (Windows 7 schafft 115MB/s) transferieren - also nur etwas mehr als ein Drittel. Ob dies an der SMB-Freigabe oder an einem schlechten Netzwerktreiber liegt konnten wir nicht feststellen.



Stromverbrauch

Wir vergleichen hier unser System mit der aktuellen Intel NUC mit dem Intel Celeron N2820 sowie der Zotac ZBox AQ01 in der ein AMD A4-5000 werkelt. Bitte beachtet, dass es sich hier um Systeme handelt die deutlich unflexibler sind als der Office PC in dieser Anleitung (z.B. weniger Festplatten-Slots und SATA-Ports) und daher auch etwas weniger verbrauchen.

ASRock Q1900-ITXIntel NUC DN2820FYKHZotac ZBox AQ01
Verbrauch Idle15,5W5W6W
Verbrauch Last (Prime95)21,8W9W18W
Verbrauch CineBench R11.5 Mehrkern21,8W8W
Verbrauch WinRar 5 x64 - Rar Kompression Max10W
Verbrauch VLC 2.1.3 1080p Video8W
Verbrauch OpenElec (XBMC Menü)7-8W10W
Verbrauch OpenElec 1080p Video9-12W10-11W
Verbrauch Standby2W0W0W

Einzig die relativ hohen 2W im Standby sind unschön, alle anderen Verbrauchswerte können sich definitiv sehen lassen, zumal der Office PC mit dem ASRock Q1900-ITX mehr als doppelt so schnell wie die Intel NUC DN2820FYKH ist.



Unsere Einkaufsliste

Hier nochmal alle genutzten Komponenten die benötigt werden um den Office-PC nachzubauen:

KomponenteBeschreibungPreis
CPU+MainboardASRock Q1900-ITX75 Euro
GehäuseCoolerMaster Elite 120 Advanced48 Euro
ArbeitsspeicherCrucial CT51264BF160BJ 4GB DDR3L-1600 (1,35V)34 Euro
NetzteilBe quiet! BN140 System Power 7 - 300W31 Euro
SSDSamsung 840 Evo Series 120GB (bis zu 500MB/s lesen, 400MB/s schreiben)69 Euro
Summe257 Euro

Zusätzlich wird eine Windows 7 Lizenz benötigt, am günstigsten sind aktuell die Windows 7 Professional 64bit. Wir empfehlen auf jeden Fall die Installation der 64bit Version.



Fazit

Für aktuell rund 257 Euro plus Windows 7 Lizenz bekommt man einen schnellen, kleinen, leisen und sparsamen Rechenknecht. Dieser Preis ist mit einem Haswell Prozessor kaum zu erreichen. 9W im Idle sind für ein flexibles System sehr gut, wir können hier immerhin bis zu 4 Festplatten einbauen oder einen DVD/BluRay Brenner.

Dank Bay Trail Quad-Core ist das System angenehm schnell und durch die passive Kühlung auch sehr leise. Selbst in unseren Benchmarks blieb das System immer sehr kühl, der Prozessor blieb immer unter 65°C.

Auch die sehr gute Lüftersteuerung des ASRock Q1900-ITX muss gelobt werden - immer wieder schön zu sehen wie gut die Lüftersteuerungen der Hersteller heutzutage sind - noch vor 2-3 Jahren war dies nicht selbstverständlich. Die vielen Aufrüstmöglichkeiten sowie die Möglichkeit sowohl 1,35V (DDR3L) als auch 1,5V (DDR3) Arbeitsspeicher zu verbauen machen das Mainboard zum aktuell attraktivsten Bay-Trail Board.



29 Kommentare

Von Stefan am 12.01.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Kofler Klaus: Du hast dir schon ein gutes Mainboard herausgesucht. Folgende Möglichkeiten:

- ASRock Q1900-ITX mit einer PicoPSU-90 oder
- ASRock Q1900DC-ITX oder
- Intel NUC DN2820FYKH mit einem externen USB-DVD-Laufwerk

Die oben genannte PicoPSU-90 benötigt eine 12V Quelle. Ich weiß nicht was dein AKKU hergibt ? Am sparsamsten (aber auch nur halb so schnell wie die Q1900er Boards) ist aber die Intel NUC DN2820FYKH, die zieht nur 5W im Leerlauf. Wie sich die Systeme allerdings bei Spannungsschwankungen verhalten kann ich nicht sagen.

Von Kofler Klaus am 12.01.2015
Besucher

Hallo!

Erstmal ein großes Lob an euere Homepage, bin ein fleissiger lesen euere XBMC Beiträge.
Durch den Artikel mit dem Stromspar PC hoffe das ihr mir weiterhelfen könnt.
Bin auf der suche nach einen Office PC am Segelboot (für meinen Schwiegervater)
Solar und große Akkus sind vorhanden. Wie sieht es mit Spannungsschwankungen aus? Das ASRock Q1900DC-ITX läuft ja von 9-19 volt. Kann ich das direkt anschliessen?
Welche Komponenten könnt ihr noch empfehlen? System soll möglichst klein (aber mit optischen LW) und lautlos(Lüfters) sein und wenig Strom verbrauchen.

Vielleicht könnt Ihr mir ja weiterhelfen
Vielen Dank und schöne Grüße
Klaus Kofler

Von Stefan am 12.10.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@DerDa: Laut ASRock Homepage sind es 16GB. Getestet habe ich allerdings nur mit 8GB.

Von DerDa am 12.10.2014
Besucher

Wie kommt ihr eigentlich drauf das der 16GB ram verträgt? Laut Intel-HOmepage sind nur 8GB

Von Stefan am 11.06.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@hectore: Mit Standby ist der richtige Standby (S3) Modus gemeint. Im Power-Off (S5/S6) Modus verbraucht das System 0W (angezeigt, wird im Endeffekt bei ( 0,1W liegen). Also alles ganz normal für ein aktuelles System.

Von hectore am 11.06.2014
Besucher

Ist ja alles in allem ein schmuckes Teilchen. Was ich mich frage ist, wie die 3W Verbrauch im Standby-Betrieb zusammenkommen. Ist damit der Standby-Modus von Windows gemeint, oder wenn die Kiste komplett heruntergefahren ist, also Power-Off? Das wäre ja eigenartig. Gibt es hier irgendwelche Hinweise, was den Strom zieht?

Von Aydin am 25.05.2014
Besucher

Eigentlich sollte alles passen da der Netzteil ist "unterwegs" in der selber Gehäuse mit dem
"ASRock AD2700-ITX, NM10" und 2.5" HDD+BluRay (slim).
Alerdings habe nur die Spannungen gemessen, und die passen. Aber ob liefert an bestimmte Augang auch genug Ampere weiss ich nicht. Nur dass das ding ist 100 Watt.

Von Stefan am 25.05.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Aydin: Also ich habe grade nochmal geguckt, selbst beim Starten zeigt mir das Messgerät immer unter 30W an. Es kommt aber auch darauf an, wie sich die 100W deines Netzteiles zusammensetzen, es gibt ja 3 Spannungsklassem: 3,3V/5V/12V. So hat das ein 300W beQuiet Netzteil zwar 300W, aber maximal 264W auf 12V bzw. max. 103W auf 3,3+5V.

Vielleicht liegt da bei deinem Netzteil das Problem. Bei Intels neuer NUC ist z.B. nur ein 36W Netzteil bei.

Von Aydin am 25.05.2014
Besucher

Wurde geschrieben dass
"Es würde aber auch ein Netzteil mit 75W ausreichen, mehr wird unser System selbst mit 4 Festplatten nicht verbrauchen.".
Bei mir startet nicht einmal mit dem eingebaute im Cupid2 Gehäuse "DC to DC Power Board 100 W", ohne irgendaws zu anschliessen (nur ein Speicherriegel-an A1)!
Mit eine 350 Watt ATX Netzteil schon.
Kann es ein dass der Board im Betrieb braucht weniger aber mehr als 100Watt um zum hochfahren?

Von Stefan am 23.05.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@NASPlaner: Ich werde das heute nochmal in Truecrypt testen. Vielen Dank für Ihre Mühe bei der Aufklärung :) !

Update: Sie hatten Recht, die AES Berechnung erfolgt komplett per Software. Ich werden den Artikel daraufhin anpassen! Danke nochmal für die Recherche.

Von NASPlaner am 23.05.2014
Besucher

Stammt Ihr Intelzitat aus http://www.intel.de/content/www/de/de/architecture-and-technology/advanced-encryption-standard--aes-/data-protection-aes-general-technology.html ? Dort heißt es unter Funktionsweise: "Durch die Implementierung einiger verarbeitungsintensiver Teilschritte des AES-Algorithmus in der Hardware verbessern und beschleunigen die Intel AES-NI die Ausführung der AES-Anwendung." Das deute ich derart, daß die beschleunigenden AES New Instructions nur verwendet werden können, wenn entsprechende Hardware in der CPU vorhanden ist.

Etwas in der Art gab es doch bereits in grauer IT-Steinzeit bei VIA mit PadLock: http://de.viatech.com/de/initiatives/padlock/ . Damals war dann softwareseitig ein spezieller Treiber vonnöten, um die Einheit nutzen zu können (in Linuxkerneln seit 2.6.11 enthalten).

Vielleicht ist die Dokumentation zu Truecrypt hilfreich: http://www.truecrypt.org/docs/hardware-acceleration . Dort heißt es "[...] TrueCrypt uses hardware-accelerated AES on computers that have a processor where the Intel AES-NI instructions are available." Gäbe es nun eine Art AES-light-Hardwareunterstützung, müßte doch auch dafür ein Instruktionssatz definiert sein, um diese für Software zugänglich zu machen. Dazu konnte ich jedoch bisher keine Informationen ausfindig machen.

In der Truecryptdokumentation wird beschrieben, wie man die Verwendung der Hardwarebeschleunigung deaktiviert, unter Settings ) Performance findet sich wohl eine Option "Accelerate AES encryption/decryption by using the AES instructions of the processor". Nach einem Neustart läuft AES dann komplett in (Open-Source-)Software. Damit müßte dann doch im konkreten Fall ein Unterschied meßbar sein, falls der J1900 tatsächlich AESbeschleunigende Hardware enthalten sollte?

Von Stefan am 23.05.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@NASPlaner: Danke für ihre Ergänzungen. Das der Intel Celeron J1900 kein AES-NI (New Instructions) unterstützt ist korrekt. Dies bedeutet meiner Ansicht nach aber nicht, das keine Hardwareunterstützung vorhanden ist. Bei Intel findet sich folgendes Zitat:

"Im Vergleich zum Advanced Encryption Standard (AES) nutzt der neue Befehlssatz der Intel® AES-NI einen verbesserten Algorithmus, der die Datenverschlüsselung in Intel® Xeon® Prozessoren und Intel® Core™ Prozessorreihe beschleunigt."

Also müsste der Intel Celeron J1900 doch AES via Hardware unterstützen, nur eben nicht den noch schnelleren AES-NI Satz oder liege ich da falsch ?

Von NASPlaner am 23.05.2014
Besucher

Vielen herzlichen Dank für die Ergänzung der Truecryptmeßwerte. Das ist doch mal eine Ansage. Anders als beim Test mit FreeNAS, wo zusätzlich ZFS und RAID zu bedienen waren, reicht es also unter Win 7, um trotz des Truecrypteinsatzes die Netzwerkschnittstelle auszulasten.

Jetzt scheint mir Bay Trail doch wieder für mein Vorhaben geeignet. Geplant ist ein fileserver auf Ubuntu-Server-Basis, der die Ver- und Entschlüsselung mitübernimmt.

Etwas ist mir an der Artikelergänzung aufgefallen: "Truecrypt kann die Hardwarebeschleunigung des Celerons nutzen [...]" heißt es dort. Im screenshot des Truecryptbenchmarks (Bild 19) ist abweichend "Hardware-accelerated AES: N/A" zu lesen. Mein Kenntnisstand war bisher, daß nur die Bay Trails aus der Gruppe E3800 über hardwarebeschleunigtes AES verfügen, nicht jedoch der J1900. Intels (zugegeben zuletzt nicht immer fehlerfreie) Datenbank weist für ihn auch "AES New Instructions: No" aus: http://ark.intel.com/products/78867 . Reicht hier die reine Rechenleistung der vier Kerne aus, um die gezeigte Leistung bereitzustellen? Truecrypt nutzt nach eigener Angabe 4 threads. Auch die Transferraten aus der FreeNASMessung scheinen das Fehlen der Hardwarebeschleunigung zu bestätigen, wenn man Vergleichswerte für andere CPUs betrachtet: http://forums.freenas.org/index.php?threads/encryption-performance-benchmarks.12157/ .

Nochmal vielen Dank für den Ergänzungstest. Bin gespannt, wann erste Energiemeßwerte zu ASRocks Q1900DC-ITX im Internet auftauchen.

Von Stefan am 21.05.2014
Besucher

Hallo Stefan,

ich bin auf deinen Test gespannt. Hashwell CPUs haben laut den Infoseiten von Intel 7 Performance/Quality Settings, was davon bei Handbrake genutzt werden kann ist mir aus Mangel am Prozessor leider unbekannt. Bei meinem Core i5 2467M habe ich in den NightlyBuilds nur die Einstellung "Best Speed" und "Balanced".

Ich bin neugierig, was mit dem J1900 möglich ist. Vielen Dank schon mal für die Mühe.

Gruß Stefan

Von Stefan am 21.05.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Tester: Ja kann ich die Tage noch nachreichen.

Von Tester am 21.05.2014
Besucher

Hallo Stefan,
kommt noch ein Test mit openlec? Das Board könnte ja perfekt sein als Mediacenter.
gruß
Tester

Von Stefan am 19.05.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Stefan: Ich werde mit Handbrake testen und dann hier berichten.

Von stoffel am 19.05.2014
Besucher

Betreff: Linux Kompatibilität

Hi,

würde mich darüber sehr freuen.

Danke schon einmal für deine Bemühungen.

ciao
stoffel

Von Stefan am 19.05.2014
Besucher

Danke für die Antwort,

mir ging es jedoch eher um die Encoder-Funktionen die implementiert sind, auf den Intel-Seiten steht dazu leider nichts. Hier sind vor allem die Qualitätsstufen mit den aktuellen Core-Prozessoren hinzugekommen.
Evtl. kann man den Unterschied in Handbrake sehen, mein derzeitiger Prozessor ein Core i5 besitzt eine HD3000 Grafik, also die erste Implementierung von QuickSync. Hier gibt es nur zwei Einsstellungsmöglichkeiten in Handbrake. DIe neueren Generationen haben hier mehr Optionsmöglichkeiten auf Seiten der Geschwindigkeit und der Qualität..


Gruß

Stefan

Von Stefan am 19.05.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Stefan: QuickSync bedeutet das der Prozessor bestimmte Aufgaben (z.B. Abspielen einer MKV-Datei) mit deutlich geringerer Auslastung abarbeiten kann. Man kann aktuell sagen, dass jeder Bay-Trail oder Haswell Prozessor ohne Probleme h.264 Material mit Full-HD flüssig abspielen kann. Je potenter einer CPU sowieso schon ist, desto besser.

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.