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ASUS J3455M-E - das erste Intel Apollo Lake Mainboard

ASUS hat mit dem ASUS J3455M-E das erste Mainboard vorgestellt welches mit einem Intel Apollo Lake Prozessor daherkommt. Apollo Lake soll im umkämpften Einstiegssegment die Braswell Prozessoren ablösen und über eine deutlich höhere Leistung als die Vorgängergeneration verfügen.

Konkret verbaut ASUS einen Intel Celeron J3455 (4x 1.5 GHz, Turbo bis 2.3 GHz, 10W TDP). Auch wenn noch keine konkreten Informationen vorliegen, rechnen wir mit einer Leistungssteigerung von etwa 20% zu Braswell. Erreicht wird dies durch eine höhere IPC-Leistung und höhere Taktraten. Im direkten Vergleich Intel Celeron J3455 vs Intel Celeron J3160 ist der neue Prozessor rund 23% schneller.

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Ausstattung

Viel hat sich leider bei der Ausstattung nicht getan. Statt 4 PCI-E 2.0 Leitungen darf Apollo Lake nun auf 6 PCI-E 2.0 Leitungen zurückgreifen, was aber immer noch viel zu wenig ist um neumodische Schnittstellen, wie etwa M.2 effektiv anzubinden (bei Intels größeren Skylake und Kaby-Lake Prozessoren wird M.2 in der Regel mit 4 PCI-E 3.0 Leitungen angebunden).

Auch bei den Anschlussmöglichkeiten hat sich kaum etwas getan. HDMI 2.0 ist immer noch nicht möglich, was eine TV-Ausgabe von 4K @ 60 Hz via HDMI unmöglich macht, das Maximum ist hier immer noch 3840 x 2160 @ 30 Hz. Es werden 4 USB 3.0 Ports unterstützt sowie 2x SATA3. Mainboards mit mehr als zwei SATA-Ports müssen also wie auch bei der Vorgängerarchitektur wieder auf Zusatzschips (etwa von ASMedia) zurückgreifen.

Mit dem Realtek ALC887-VD2 ist immerhin ein moderner 8-Kanal Audiochip verbaut. Das ASUS J3455M-E verfügt über 2 Arbeitsspeicherbänke, die mit maximal 8GB DDR3-1866 (total: 16GB) bestückt werden dürfen. Neben den AES-Ni Verschlüsselungsfeatures (die schon mit Braswell unterstützt wurden) hat Intel mit VT-x, VT-x EPT, VT-d zumindest alle gängigen Virtualisierungsfunktionen freigeschaltet.



iGPU

Die Apollo Lake Prozessoren werden wie Braswell im 14nm Verfahren gefertigt und verfügen über die Intel iGPU der 9. Generation, die bereits in den Skylake Prozessoren verbaut ist und über 12 Ausführungseinheiten verfügt. Ob Apollo Lake Prozessoren den neuen HEVC-Codec (h265) wie Skylake nur in 8bit oder auch in 10bit vollständig in Hardware dekodieren kann, ist noch nicht bekannt.



TDP

Aufgrund der höheren CPU- und GPU-Leistung hat Intel die CPUs aus der 6W-TDP Klasse in die 10W Klasse verschoben. Das die Prozessoren ohne GPU-Last aber wirklich mehr verbrauchen ist unwahrscheinlich, der Kühlkörper des ASUS J3455M-E unterscheidet sich nicht von denen die andere Hersteller bei Braswell Mainboards einsetzen.



Fazit

Mehr CPU- und GPU-Leistung Leistung bei (sehr wahrscheinlich) gleichem Verbrauch. Mehr hat Apollo Lake bisher anscheinend nicht zu bieten. Interessant wird ob der neue HEVC-Codec auch in 10bit komplett in Hardware dekodiert wird. Durch die zusätzlichen Virtualisierungsfunktionen empfiehlt sich zumindest ein Einsatz in Mini-Servern.

Wir versuchen so schnell wie möglich dieses oder ein ähnliches Apollo-Lake Mainboard zu organisieren und werden dann einen ausführlichen Test veröffentlichen.



10 Kommentare

Von Stefan am 11.11.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Andreas: Du hast Recht, vielen Dank ich habe den Text berichtigt.

Von Andreas am 10.11.2016
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Leider ist euch ein Text- (oder Rechen-)fehler unterlaufen “Im direkten Vergleich Intel Celeron J3455 vs Intel Celeron J3160 ist der neue Prozessor rund 19% schneller.“

Tatsächlich ist der neue Prozesse um 23 % schneller [als der alte]. Bezugsgröße bei dieser Formulierung ist ja der alte, langsamere Prozessor. Ihr habt uns Bezugsgröße den neueren Prozessor genommen, was nicht zur Formulierung passt.

(Sorry, Falls ich euch das mehrmals schickte, ich bekomme immer einen Netzwerkfehler)

Von Stefan am 18.10.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Michael W.: ASRock verbaut laut Ct Recherche einen Zusatzchip, denn die CPU selbst kann definitiv kein HDMI 2.0. Laut Ct wird zudem HEVC in 10bit voll von Apollo Lake unterstützt.

Von Michael W. am 17.10.2016
Besucher

Bei Idealo ist das erste Board auffindbar und beim Händler auch verfügbar. Wo ich noch nicht ganz schlau draus werde ist warum Asrock bei machen J3455 Boards 4K 60 Hz über HDMI angibt und bei manchen nicht, beim J4205 aber wieder auch. Gibt kein Sinn, ausser die Boards unterscheiden sich durch hinzugelötete HDMI converter.
Leider ist noch kein Board verfügbar das normalen Ram nicht SO Dimm nutzt, ich hab noch zu viel Ram rumliegen hier um eines für SO Dimm zukaufen.

Von Stefan am 12.10.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Michael: Ja, so langsam geht es los. Erhältlich ist aber leider noch nix.

Von Michael am 11.10.2016
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yes yes yes :-)

J4205-ITX
http://www.asrock.com/mb/Intel/J4205-ITX/index.us.asp

Von Michael am 30.09.2016
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Seien wir mal ehrlich. Bis auf ein paar Tech-Demos und Sateliten Testsender wird für den Heimanwender nie und nimmer 4K 60Hz irgendwo genutzt werden bevor es nicht schon lange wieder 2-3 neuere Hardwareversionen des Boards gibt.
Mit einem Board wie diesem was 4K h265 und (vermutlich) 10bit dekodieren kann und bis 4K 30Hz ausgeben kann ist man bestens bedient um künftige 4K Rips zu schauen (in den Ländern in denen es erlaubt ist :-P ).
Ebenso wie das Potential der Bluray nie richtig genutzt wurde, im Gegenteil, das Bildergebnis wird aktiv und künstlich verschlechtert, führt man nun den Elektronikkonsumenten nun mit dem nächsten Hardwarewahn zu den Kassen heran und wird trotzdem das Potential von UHD Blurays nicht nutzen. HDMI 2.0 und 4K 60Hz wird fürs (Kodi-) Home Entertainment kein Mensch brauchen, das Board / die CPU Generation Apollo Lake wird für die nächsten Jahre alles bieten können wozu Kodi erschaffen wurde. 4K TVs bekommt man bald nachgeworfen (bzw. 4K Quellen sehen auch auf FHD Geräten gut aus), viele AVRs können schon seit 2014 4K bis 30Hz durchschleifen. Gerne hätte ich schon das J3710 genutzt, leider kann das nur 8bit decodieren.

Wenn es raus kommt und mit Libreelec harmoniert werde ich diese Generation auf jeden Fall kaufen. Als Server kann man auch Vorgängerboards nutzen wenn man die Virtualisierung nicht braucht

Von Stefan am 26.09.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Ray: Naja 20% sind schon nicht schlecht, der einzige spürbare Zuwachs sind aber die Virtualisierungsfeatures und hoffentlich die Fähigkeit HEVC in 10bit zu dekodieren. Letzteres ist aber wie geschrieben noch nicht bestätigt.

Von Ray am 26.09.2016
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bin gespannt, wie die Leistungssteigerung in der Praxis aussieht, ich denke aber kaum spürbar.

Von Falo am 26.09.2016
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Das hört sich alles sehr gut an ist zwar nur ein kleines Update aber in meinen Augen ein wichtiges.

Die 10 Watt TPD sind in meinen Augen auch nötig um überhaupt den Basistakt von 1,5GHZ des J3455 zu halten.
Mein J3160 mit seinen 6 Watt TPD schafft es nicht seinen Basis Takt zu halten wenn alle 4 Cores ausgelastet sind.
Damit sind die angeblichen 4 *1,6ghz Basistakt des J3160 etwas beschönigt.

Die offenen Frage ist halt die Verfügbarkeit und der Preis.

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.