Audioaufnahme: Ausrüstung und Datenverarbeitung

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Was ist der erste Schritt für hochwertige Audioaufnahmen?

Zuerst sollten Sie einen Raum mit guter Akustik schaffen. Eine Schallisolation der Wände ist für die Soundqualität zuträglich.


Welche Hardware wird benötigt?

Neben der Standardausrüstung Mikrofon, Kopfhörer und PC zeigen ein Audio-Interface und ein Vorverstärker große Wirkung.


Wie wird die Audioaufnahme am besten bearbeitet?

Es gibt kostenlose Audio-Editors in hoher Qualität. Damit können Sie die Audiodaten bearbeiten und Fehler bereinigen.



Aufgenommen ist ein Tonschnipsel schnell einmal. Schließlich bietet mittlerweile so gut wie jedes Handy, ob iPhone, Android oder ein anderes System, die Möglichkeit zur Audioaufnahme. Doch Aufnahme ist nicht gleich Aufnahme, und für bestimmte Ansprüche ist eine sorgfältigere Audioaufzeichnung und Verarbeitung nötig, als ein Handy sie liefern kann.

Wir stellen in unserem Überblick die Grundlagen der hochwertigeren Tonaufnahme vor, damit Ihre Audioprojekte eine solide Basis für weitere Bearbeitung haben.

1. Audioaufnahmen in Auftrag geben ist besser als minderwertiger Sound

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Ein professionelles Tonstudio bietet andere Möglichkeiten als ein Heimstudio.

Eine saubere Tonspur ist für Audioprojekte das Maß aller Dinge. Ob Podcasts, Synchronisation, Erklärvideos oder allgemeine Content-Creation, das Angebot ist meist so hoch, dass schlechter Ton, aufgenommen mit dem Handy-Mikrofon oder einem Headset, für viele Menschen bereits ein Abschalt-Grund ist.

Hat man nicht das nötige Equipment und weder Platz, Zeit noch Mittel zur Beschaffung, sollte man die Audioaufnahme besser aus der Hand geben. Auch hier ist das Angebot hoch. Synchronsprecher mit eigenem Tonstudio können Aufträge für Voiceover annehmen und ausführen. Sogar hochwertige Projekte wie Hörspiele oder internationale Aufnahmen lassen sich durch Native Speaker auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse abstimmen.

Eigene Audioaufnahmen müssen zuerst einmal ansatzweise an die Qualität von professionellen Studios herangebracht werden. Dabei reicht es nicht aus, einfach ein teures Mikrofon zu kaufen. Beim Equipment sind einige spezialisierte Produkte erforderlich oder empfohlen.

2. Welches Equipment braucht man für gute Audioaufnahmen?

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Ein vollständig ausgekleideter Raum ist nicht unbedingt erforderlich, doch Maßnahmen zur Dämmung sollten auf jeden Fall ergriffen werden.

Ein oft unterschätzter Kernteil der Ausrüstung ist kein Produkt, das man einfach nachbestellen kann, sondern der Raum, in dem man aufnimmt. Bei einer ungünstigen Raumakustik liefert auch ein gutes Mikrofon nicht unbedingt bessere Resultate als ein iPhone oder Android-Phone in idealem Umfeld.

2.1. Der richtige Raum für Aufnahmen

Am besten geeignet ist ein kleiner Raum, etwa eine Abstellkammer. Diesen können Sie schallisolieren, zum Beispiel mit Schaumstoff oder Teppichen. Zudem sollte im Zimmer nicht zu viel Hall verursacht werden. Ein komplett isolierter, toter Klang ist jedoch auch nicht erwünscht.

Tipp: Polstermöbelstücke oder Vorhänge können dabei helfen, ein Hallen im Raum zu reduzieren.

Wichtig ist zusätzlich, dass der PC oder Laptop, der für die Audioaufnahme verwendet wird, nicht im Aufnahmeraum selbst steht. Besonders bei einem kleinen Raum können der Ventilator oder andere Störgeräusche hörbar sein.

2.2. Die benötigten Produkte

Kombi-Geräte

Manche Produkte beinhalten mehrere der benötigen Funktionen, etwa ein Interface mit Vorverstärker. Dies erleichtert für Einsteiger die Frage der Kompatibilität von Geräten.

Mit dem bearbeitenden Computer ist auch bereits das erste notwendige Produkt genannt:

  • PC - der Computer bietet zur Verarbeitung wesentlich mehr Möglichkeiten als Ihr iPhone oder Android. Er stellt die Basis bei der Tonaufnahme dar. Ob Mac oder ein Windows-10- oder Windows-11-PC ist nicht allzu entscheidend, nur sollte die aktuelle Software bei guter Leistung genutzt werden können. Eine gute Soundkarte wertet die Audioaufnahmen qualitativ enorm auf.
  • Mikrofon - bietet besseren Sound als die in iPad, Macbook oder Handy integrierten Mikrofone. Ein Mikrofonständer ist empfehlenswert, zudem ein Pop-Filter, welcher beim Aufnehmen unerwünschte Frequenzen aussortiert.
  • Kopfhörer - je besser der Klang, desto akkurater können Sie die Aufnahmen abstimmen und überprüfen.
  • Audio-Interface - die Schnittstelle zwischen Computer und den Aufnahmegeräten. Das Interface ist eine externe Soundkarte, beides ist daher nicht nötig.
  • Vorverstärker - verstärkt die in der Regel zu schwachen Signale des Mikrofons.
  • Software - hier muss üblicherweise kein Geld gelassen werden, außer Sie benötigen spezielle Zusatzfunktionen. Es gibt eine große Auswahl an kostenlosen Programmen, die eine Aufzeichnung in hoher Qualität gewährleisten. Audacity ist gemeinhin als der Klassiker unter den Programmen bekannt. Da die Software für professionelle Aufnahmen konzipiert ist und eine hohe Funktionalität bietet, ist der Einstieg aber auch nicht leicht.

3. Ein hochwertiger Audio-Editor ist für die Bearbeitung notwendig

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Für die erste Audioaufnahme können Editor-Programme einschüchternd sein, es gibt jedoch zu den gängigsten zahlreiche Tutorials online.

Gutes Equipment nimmt bereits viel Arbeit ab. Trotzdem ist Audiobearbeitung unumgänglich. Rudimentäre Bearbeitungen können selbst simple Online-Voice-Recorder durchführen, meistens in gängigen Formaten wie mp3. Doch für höhere Ansprüche brauchen Sie ein eigenes Programm.

Der Audio-Editor sollte möglichst viele Formate unterstützen, damit Sie nicht mehrere Editoren brauchen, wenn Sie einmal in einem anderen Format aufnehmen. Darüber hinaus ist eine Unterstützung von VST, also virtueller Studiotechnologie, zu empfehlen, wenn Sie mit Musikaufnahmen arbeiten. Dadurch können etwa Features einer anderen Software genutzt werden.

Die Bearbeitung geht dann über das Schneiden und Kopieren hinaus. Ein Audio-Editor erlaubt das Splitten und Ändern von Tonspuren, sowohl, um zur Aufnahme hinzuzufügen als auch, um Fehler bei der Audioaufnahme herauszufiltern. Dadurch sind Sie nicht darauf angewiesen, jede Aufnahme perfekt abzuschließen.

Die Wahl des Programms ist dabei teilweise abhängig von dem vorhanden Betriebssystem. Software wie Ocenaudio oder Audacity ist nicht nur für Windows 10 oder andere Windows-Systeme erhältlich, sondern auch für Mac und Linux. Informieren Sie sich ausgiebig über ein Programm, bevor Sie sich in die Bedienung einarbeiten.

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