[bild 1]

Nachdem wir mit unseren NAS-Basic und NAS-Advanced Anleitungen den Linux / FreeBSD Bereich abdecken, haben wir immer wieder Anfragen bekommen, die eine NAS-Anleitung auf Windows 10 Pro Basis angefragt haben.

Microsofts neustes Betriebssystem bietet dabei nicht nur den Vorteil der besonders einfachen Handhabe, sondern ist auch Technisch gut. Zum Beispiel wird (aktuell exklusiv) die Intel Speed-Shift Technologie unterstützt. Andere Betriebssysteme benutzen die so genannten P-States um die Taktfrequenz des Prozessors festzulegen. Hinweis: Linux unterstützt seit Mai 2016 mit Kernel 4.6 nun auch die Speed-Shift Technologie.

Windows 10 mit Intel Speed-Shift übergibt diese Aufgabe direkt an den Prozessor, der nun selbst über die ideale Taktfrequenz entscheidet. Dies geht deutlich schneller als wenn das Betriebssystem die Taktfrequenz selbst festlegt. Um Intel Speed-Shift unter Windows 10 nutzen zu können, muss ein Intel Skylake Prozessor vorhanden sein.

[title]Mainboard und Prozessor[/title] Als Prozessor dient auch in dieser Anleitung der Intel Pentium G4400 mit 2 Kernen und 3,3 GHz, der immer noch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis besitzt. Er gehört zur neusten Intel Skylake Architektur und ist Dank 14nm Fertigung sehr effizient. Außerdem unterstützt er die AES-Verschlüsselung per AES-Ni Hardwarebeschleunigung.

Wer mehr Leistung benötigt, kann auf das gleiche Mainboard auch alle Intel Core i3/5/7 Prozessoren der aktuellen Skylake Architektur verbauen. Ideal eignet sich zum Beispiel der Intel Core i3-6100 sowie der kleinste 4-Kerner Intel Core i5-6400.

Beim Mainboard ist unsere Wahl diesmal auf das MSI H170M PRO-VDH gefallen, welches uns 6 SATA Ports zur Verfügung stellt und den Intel RAID unterstützt. SATA Express sowie 3 PCIe Slots (1x x16, 2x x1) bieten uns die Möglichkeit das NAS später zu erweitern.

[bild 2] [table] [tr][td]Chipsatz[/td][td]Intel H170[/td][/tr] [tr][td]DDR4[/td][td]4 Bänke, max. 64GB, DDR4-2133 Non-ECC[/td][/tr] [tr][td]SATA 3[/td][td]6[/td][/tr] [tr][td]SATA Express[/td][td]1x (16Gb/s). Belegt 2 SATA3 Anschlüsse[/td][/tr] [tr][td]LAN[/td][td]Realtek RTL8111H (WOL fähig)[/td][/tr] [tr][td]USB 3.0[/td][td]4 + 2 (Front)[/td][/tr] [tr][td]USB 2[/td][td]2 + 4 (Front)[/td][/tr] [tr][td]PCIe 3.0[/td][td]1x x16, 2x x1[/td][/tr] [tr][td]Audio[/td][td]HD 7.1, Realtek ALC887[/td][/tr] [/table] [title]Bios[/title] Das Bios des MSI H170M PRO-VDH ist modern und einfach zu bedienen. Wake-Up Einstellungen für WOL und PCIe-Geräte sind vorhanden, XMP-Profile des Arbeitsspeichers werden unterstützt. [gallery_8] [title]Gehäuse und Netzteil[/title] Für das Gehäuse haben wir zwei Klassiker herausgesucht. Optimal ist unserer Meinung nach das Fractal Design Define R5 geeignet, welches neben der Schalldämmung auch noch eine eingebaute Lüftersteuerung besitzt. Mitgeliefert werden zwei leise 140mm Lüfter, die ausreichen um 8 Festplatten ideal zu kühlen. Die Kühlung der Festplatten ist in einem NAS besonders wichtig. Mit 5,25 Zoll zu 3,5 Zoll Adaptern lassen sich maximal 10 Festplatten im 3,5 Zoll Format verbauen. [bild 6,75]

Der schwedische Hersteller hat das Define über mehrer Generationen hinweg optimiert und bietet daher ein wirklich perfektes Gehäuse. Die hohe Verarbeitungsqualität hat allerdings ihren Preis: mit fast 110 Euro ist das Gehäuse nicht gerade billig.

Nicht ganz so gut, dafür aber mit 40 Euro deutlich günstiger ist der Xigmatek Asgard Midi-Tower, der 7 3,5 Zoll Festplatten aufnehmen kann. Mit 5,25 zu 3,5 Zoll Adaptern lässt sich die Anzahl auf 11 Festplatten im 3,5 Zoll Format erhöhen.

[bild 7,70]

Bei der Kühlung ist der Xigmatek Asgard Midi-Tower nicht ganz so gut aufgestellt wie das Fractal Design Define R5 und bietet nur einen 120mm Lüfter. An der Rückseite darf auf Wunsch ein weiterer Lüfter verbaut werden, der allerdings nicht im Lieferumfang enthalten ist.

Für beide Gehäuse empfehlen wir ein Be quiet! BN140 System Power 7 mit 300 Watt. Das Netzteil ist unser Preis-Leistungs-Sieger. Der verbaute 120mm Lüfter ist fast lautlos, zudem besitzt das Netzteil die 80+ Bronze Zertifizierung (87% Wirkungsgrad). Die tiefen Schlafzustände der neuen Intel Prozessoren C6 und C7 werden unterstützt. Das Netzteil besitzt 4 SATA 15-Pin Stromanschlüsse, die aber per Y-Adapter erweitert werden können.
-[bild 8]-
Unsere Alternative ist das be quiet! 400W Pure Power 9, welches nochmal etwas effizienter und leiser arbeitet. Es besitzt ein Kabelmanagement und kostet mit rund 60 Euro knappe 25 Euro mehr als unsere erste Wahl.

[title]Festplatten[/title] Für ein NAS eignen sich Festplatten, die speziell für dieses Szenario hergestellt wurden. Am beliebtesten sind hier die Western Digital Red sowie Seagate NAS Festplatten. Je größer die Kapazität der Festplatten, desto effizienter (pro TB Speicherplatz) sind die Festplatten. Daher empfehlen wir immer möglichst große Kapazitäten zu kaufen und dafür dann weniger Festplatten (z.b. lieber 2x 8TB als 4x 4TB). [bild 5]

Wir haben uns hier für die Western Digital Red 8TB Festplatten entschieden. Diese verfügen über das RAID-Feature TLER, welches bei einem Festplattenfehler den RAID-Controller benachrichtigen kann und sich so weitere Zeit für eine Fehlerkorrektur erkauft. In der Praxis bedeutet dies für den Benutzer eine erhöhte Stabilität (diese Festplatten werden bei einem Fehler nicht sofort aus dem RAID-Verbund entfernt).

Der Intel RAID unterstützt in diesem System maximal 6 Festplatten. In einem RAID5 Verbund (1 Paritätsfestplatte) stehen so maximal 40 TB (ca. 36 TB netto) zur Verfügung. Das sollte auch für größere Datensammlungen ausreichen.

[title]Zusammenbau der Hardware[/title] Der Zusammenbau der Komponenten ist auch für Anfänger kein Problem. Der Prozessor wird in den Mainboard-Sockel gesteckt, danach wird der CPU-Kühler aufgesteckt. Wärmeleitpaste wird keine benötigt, da der mitgelieferte CPU-Kühler bereits über ein Wärmeleitpad verfügt. [bild 9]

Danach muss nur der Arbeitsspeicher eingesteckt werden sowie die Festplatten und das Netzteil angeschlossen werden. Die Kabel passen immer nur in die korrekten Buchsen, daher kann hier auch kein Kabel falsch angeschlossen werden.

Hinweis: Für diesen Test haben wir die Komponenten nicht in ein Gehäuse eingebaut.

[title]Installation von Windows 10 Professional[/title] Die Installation von Windows war noch nie so einfach wie unter Windows 10: es müssen nämlich keine Treiber manuell nachinstalliert werden, Windows 10 erkennt die Hardware automatisch und installiert die benötigten (und recht aktuellen) Treiber selbstständig.

Noch bis Juli 2016 kann man Windows 10 zudem über einen Trick für einen sehr günstigen Preis von ca. 35 Euro erwerben. Dazu wird eine MAR-Refurbished Lizenz von Windows 7 Professional erworben. Dieser Lizenzschlüssel ist bis Juli 2016 auch für die Installation von Windows 10 Pro geeignet. Weitere Informationen zu den MAR-Lizenzen haben wir [ilink=anleitung-340-windows_10_pro_legal_fuer_35_euro_kaufen__so_gehts]hier zusammengefasst[/ilink].

Nach Juli 2016 kann man Windows 10 Pro via Amazon auch schon für 40-50 Euro erwerben. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Verkäufer ein Echtheitszertifikat (Certificate of Authenticity, COA) beilegt. Wir empfehlen für ein NAS die Professional Version von Windows 10, die eine erweiterte Netzwerkfreigabe sowie andere nützliche Features im Netzwerk besitzt.

[title]Intel RAID unter Windows 10[/title] Um unter Windows 10 einen Festplatten-Verbund (RAID) zu erstellen, gibt es zwei Möglichkeiten: einmal über Microsofts Windows Speicherplätze und einmal über Intels Rapid-Storage Technologie (Intel RAID).

Während die Windows 10 Speicherplätze komplett unabhängig von der Hardware agieren, setzt die Intel Rapid-Storage Technologie einen Chipsatz mit Intel C, H oder Z-Chipsatz voraus. Daher haben wir uns in dieser Anleitung für das MSI H170M PRO-VDH mit Intel H-Chipsatz entschieden.

[bild 3] [title]Alternativ: Windows Speicherplätze[/title] Alternativ kann man die Windows Speicherplätze benutzen. Schon in Windows 8 hat Microsoft die Storage Spaces, zu Deutsch „Speicherplätze“ integriert. Diese stehen nun auch – nahezu unverändert – allen Windows 10 Benutzern zur Verfügung. Vor Windows 8 waren die Speicherplätze nur auf den Server Betriebssystemen von Microsoft enthalten. Mit den Windows Speicherplätzen stellt Microsoft den Benutzern einen eigens entwickelten Software-RAID zur Verfügung.

Durch die Verbreitung von Raid-Systemen und sicherlich auch durch die starke Linux Konkurrenz die mit mdadm (Linux Software-RAID) ein sehr mächtiges Raid-Werkzeug besitzt, war Microsoft nun gezwungen dieses Server Feature auch Endbenutzern zur Verfügung zu stellen.

[bild 4]

Neben einer Spiegelung aus zwei Festplatten (Raid 1) wird auch der einfache Zusammenschluss mehrerer Laufwerke (JBOD) zur Kapazitätssteigerung ohne Parität unterstützt. Zusätzlich beherrscht die Software auch einen Verbund von mindestens 3 Laufwerken im Raid 5 oder mindestens 5 Laufwerken im Raid 6 (Drei-Wege-Spiegelung). In einem Raid 6 Verbund können bis zu 2 Festplatten ausfallen ohne das ein Datenverlust auftritt.

Da der Intel RAID unserer Meinung nach klare Vorteile bei Benutzung und Geschwindigkeit gegenüber den Windows Speicherplätzen bietet, benutzen wir in dieser Anleitung den Intel RAID.

[title]Intel RAID – Schritt-für-Schritt Konfiguration[/title] Wichtig ist erstmal, das im Bios des Mainboards die SATA Ports auf den RAID-Modus eingestellt werden. Dies sollte unbedingt noch vor der Installation von Windows 10 erfolgen.

Der Intel RAID unterstützt die RAID-Modi 0, 1, 10 und 5. Interessant für ein NAS sind vor allem RAID 1 und RAID 5. Ein RAID 1 spiegelt dabei eine Festplatte 1:1 auf eine zweite, d.h. das eine der beiden Festplatten ausfallen kann ohne das es zu einem Datenverlust kommt. RAID 5 benötigt 3 bis 6 Festplatten. Die Parität wird über alle Festplatten gebildet und nimmt immer die Größe einer Festplatte ein.

D.h. das ein RAID 5 am effizientesten arbeitet, wenn 6 Festplatten angeschlossen werden. Hier steht dann Netto eine Kapazität von 5 Festplatten zur Verfügung, während bei der Verwendung von 3 Festplatten die Kapazität von 2 Festplatten zur Verfügung steht.

Ein RAID 5 Verbund lässt sich zudem später einfach erweitern, indem eine weitere Festplatte (bis zu einem Maximum von 6 Festplatten) angeschlossen wird. Die neue Festplatte muss dann nur in der Intel RST Software dem Verbund hinzugefügt werden.

Um einen neuen RAID-Verbund zu erstellen, muss die Intel Rapid Storage Software gestartet werden. Ist diese nicht bereits gestartet (Icon in der Taskleiste), lässt sich diese über das Startmenü starten. Über die „Erstellen“ Schaltfläche lässt sich die RAID-Einrichtung (siehe Bilderstrecke) starten.

[gallery_1] Je nach Anzahl und Kapazität der Festplatten kann die Erstellung mehr als 24 Stunden dauern. Es sollte hier die Option „Initialisierung“ ausgewählt werden. Dabei wird jeder Sektor des RAID Verbundes von der Software überprüft.

Erst wenn die Initialisierung erfolgreich abgeschlossen wurde, sollte eine Partition auf dem RAID-Verbund erstellt werden. Tipp: während der Initialisierung ist es hilfreich den Windows 10 Energiesparmodus in der Systemsteuerung zu deaktivieren. Am einfachsten gelangt man zu den Energieoptionen, indem man im Startmenü einfach „Energieoptionen“ eingibt.

In den Einstellungen der Intel Rapid Storage Software sollte der Cache-Modus auf „Write-Back“ gestellt werden. Damit gehen im Falle eines Stromausfalls zwar Daten im Zwischenspeicher verloren, allerdings erhöht sich mit dieser Einstellung die Schreibgeschwindigkeit enorm.

[title]RAID-Verbund partitionieren und formatieren[/title] Um nun eine Partition auf dem RAID-Verbund zu erstellen, gibt man im Startmenü „Computerverwaltung“ ein. Hier navigiert man nun zum Punkt „Datenträgerverwaltung“ und initialisiert den RAID-Verbund mit einer GPT-Partitionstabelle.

Hier lässt sich auch die Größe der Zuordnungseinheit festlegen. Während Einsteiger sehr gut mit den Standardeinstellungen beraten sind, passen Profis die Streifen- und Zuordnungseinheitengröße manuell aneinander an. Dazu haben wir bereits vor einiger Zeit [ilink=anleitung-219-intel_rapid_storage__beste_kombination_aus_stripe_und_clustergroesse]eine Übersicht erstellt[/ilink].

[gallery_2]

Im Anschluss daran lässt sich der neue Datenträger nun per Rechtsklick „Neues einfaches Volume“ partitionieren und formatieren. Der Vorgang dauert ca. 1-2 Minuten. Danach steht der RAID-Verbund wie eine normale Festplatte zur Verfügung.

[title]Benachrichtigung bei Festplattenausfall konfigurieren[/title] Läuft ein NAS erstmal, überprüft man den Status der Festplatten meist nicht sehr häufig. Dies macht nichts, denn das kann die Intel Rapid Storage Software auch selbstständig. Dazu muss die Protokollierung in den Einstellungen aktiviert werden. [bild 17]

Leider hat es Intel immer noch nicht geschafft hier eine Möglichkeit zu schaffen, ein Login und Passwort für den SMTP Server zu hinterlegen. Denn nahezu jeder externe SMTP Server verweigert die Verbindung ohne gültige Logindaten. Es gibt hier einen Workarround, den wir euch hier vorstellen.

Dazu setzen wir ein kostenloses Tool mit dem Namen „SMTPAuth“ ein. Dieses ist schon etwas älter und noch nicht wirklich kompatibel zu Windows 10. Daher benutzen wir den Windows Kompatibilitätsassistenten um die Software in einem kompatiblen Modus auszuführen.

Zuerst installiert ihr die Software SMTPAuth ([link ziel=“https://sourceforge.net/projects/smtpauth/files/latest/download]Download[/link]). Nach der Installation öffnet ihr die Windows Systemsteuerung und wählt den Punkt „Programme“ aus. Unter „Programme und Features“ klickt ihr auf „Programme ausführen, die für vorherige Versionen von Windows entwickelt wurden“.

Folgt dann dieser Bilderstrecke:
[gallery_3]

Nun müssen wir SMTPAuth starten und konfigurieren:
[gallery_4]

In der Intel RST Software gebt ihr unter „Voreinstellungen – E-Mail“ als SMTP-Host nun „localhost“ ein, d.h. das euer NAS als SMTP-Server fungiert. Nun gebt ihr noch eure Absender E-Mail-Adresse und einen Empfänger ein. Testet die Einstellungen unbedingt. Hat alles geklappt, solltet ihr eine E-Mail mit der Nachricht „Ihre E-Mail-Konfiguration zum Empfang von Benachrichtigungen wurde bestätigt.“ bekommen haben.

[bild 18] [title]Regelmäßige Überprüfung des RAID konfigurieren[/title] Die Intel RST Software kann den RAID-Verbund in regelmäßigen Abständen automatisch prüfen und ggf. vorhandene Fehler beheben. Dies lässt sich unter „Voreinstellungen – Planer“ konfigurieren. Eine monatliche Überprüfung scheint uns für den privaten Gebrauch ausreichend zu sein.

Beachtet, dass die Überprüfung ähnlich lange wie eine Initialisierung dauert, d.h. bei einem größeren Verbund auch mal mehr als 24 Stunden.

[bild 29] [title]Freigaben erstellen[/title] Ist die Konfiguration abgeschlossen, kann man den RAID-Verbund im Netzwerk freigeben. Die Freigaben sollten für einen bestimmten Benutzer gelten, der am besten nur eingeschränkte Rechte für den Computer besitzt. Daher erstellen wir uns erstmal einen neuen Benutzer.

Im Startmenü gibt man dazu „Weitere Benutzer“ ein und klickt dann auf „Weitere Benutzer hinzufügen, bearbeiten oder entfernen“. Danach folgt ihr der nachfolgenden Bilderstecke.

[gallery_5]

Ist der neue Benutzer erstellt, können wir nun eine Freigabe für diesen Benutzer einrichten. Dazu erstellt ihr auf dem RAID-Verbund einfach einen Ordner euer Wahl den ihr dann freigebt. Ihr könnt natürlich auch mehrere Ordner freigeben oder gleich die ganze Festplatte.

Per Rechtsklick auf den Ordner „Eigenschaften“ und dann im Reiter „Freigabe“ findet ihr die „Erweiterte Freigabe“. Hier klickt ihr auf „Berechtigungen“ und entfernt erstmal die Gruppe „Jeder“ aus der Liste. Anschließend fügt ihr dann den zuvor erstellten Benutzer ein. Es können natürlich auch mehrere Benutzer hinzugefügt werden.

Die Freigabe ist nun in eurem Netzwerk unter „Computername\Freigabenname“ erreichbar.

[gallery_6] [title]Einbinden der Freigabe auf einem Windows Client[/title] Wie man die eben erstellte Freigabe nun benutzen kann, zeigen wir an einem zweiten Windows 10 Computer. Die Freigabe kann aber auch auf Windows 7/8, Linux oder MacOS Computern genutzt werden.

Im Explorer / Arbeitsplatz des Computers wählt man nun „Netzlaufwerk verbinden“ aus. Je nach Einstellung des NAS ist dieses im Netzwerk für jedermann sichtbar oder auch nicht. Wichtig ist, dass „Verbindung mit anderen Anmeldeinformationen herstellen“ angehakt ist.

Es erscheint beim ersten Verbindungsversuch dann ein Anmeldefenster. Hier gibt man den Namen des NAS gefolgt mit dem Benutzernamen sowie das dazu gehörige Passwort ein. Es bietet sich auch an diese Anmeldedaten abzuspeichern da man diese sonst nach einem Neustart des Computers erneut eingeben muss.

[gallery_7] [title]Remote-Zugriff konfigurieren[/title] An einem NAS ist meistens kein Monitor angeschlossen. Der Zugriff erfolgt meist via Remote. Windows 10 bietet dafür die Steuerung per Remotedesktop von einem Windows, Linux oder MacOS Client an. Der Remotezugriff muss zunächst auf dem NAS aktiviert werden. Dazu einfach im Startmenü „Remotezugriff“ eingeben und dann auf das Ergebnis „Remotezugriff auf diesem Computer zulassen“ klicken.

-[bild 44]-

Über die Schaltfläche „Benutzer auswählen“ lassen sich nun die Benutzer auswählen die sich per Remote auf das System einwählen dürfen. Wir benutzen hier den gleichen Benutzer, den wir für die Freigabe eingerichtet haben.

Hinweis: da es sich bei Windows 10 nicht um ein Serverbetriebssystem handelt, darf immer nur ein Benutzer gleichzeitig auf dem System angemeldet sein. Eine Remotesitzung unterbricht daher einen eventuell lokal angemeldeten Benutzer.

[title]Geschwindigkeit[/title] Die Geschwindigkeit ist stark vom RAID-Modus abhängig. Unserer RAID 1 Verbund aus zwei Western Digital Red 8TB Festplatten erreicht knapp 200 MB/s beim Lesen und 170 MB/s beim Schreiben von großen Dateien.

Im Gigabit Netzwerk wird die volle Geschwindigkeit von 110-115 MB/s erreicht, dabei ist das System in etwa zu 10-20% ausgelastet.

[table] [tr][td][b]Zugriff[/b][/td][td][b]Geschwindigkeit[/b][/td][td][b]Auslastung[/b][/td][/tr] [tr][td]Lesen[/td][td]110-115 MB/s[/td][td]10-20%[/td][/tr] [tr][td]Schreiben[/td][td]110-115MB/s[/td][td]10-20%[/td][/tr] [/table] [title]Energieverbrauch[/title] Den Energiebedarf des Systems haben wir mit einem Voltcraft Energy Logger 4000 ermittelt. Das Betriebssystem war dabei auf einer Samsung 850 Pro SSD installiert. Es reicht hier aber auch eine Samsung 850 EVO absolut aus. [table] [tr][td][b]Situation[/b][/td][td][b]Verbrauch[/b][/td][/tr] [tr][td]Standby, WOL aktiv[/td][td]3,0 W[/td][/tr] [tr][td]Windows 10 Desktop, keine Datenfestplatten[/td][td]18,5 W[/td][/tr] [tr][td]Windows 10 Desktop, 2x Western Digital Red 8TB (RAID 1)[/td][td]26,3 W[/td][/tr] [/table] [title]Liste aller Komponenten[/title] Hier eine Auflistung der von uns benutzten / empfohlenen Komponenten. Bei mehr als 2 Festplatten werden zusätzliche SATA-Kabel (Daten) benötigt. Bei mehr als 4 Festplatten werden zusätzliche SATA-Kabel (Strom) benötigt. [table] [tr][td][/td][td][b]Produkt[/b][/td][td][b]Preis[/b][/td][/tr] [tr][td]Prozessor[/td][td]Intel Pentium G4400, 2x 3,3 GHz[/td][td]{Intel Pentium G4400}[/td][/tr] [tr][td]Prozessor (alternativ)[/td][td]Intel Core i3-6100, 2x 3,7 GHz + Hyperthreading[/td][td]{Intel Core i3-6100}[/td][/tr] [tr][td]Prozessor (alternativ)[/td][td]Intel Core i5-6400, 4x 2,7 GHz[/td][td]{Intel Core i5-6400}[/td][/tr] [tr][td colspan=3] [/td][/tr] [tr][td]Mainboard[/td][td]MSI H170M PRO-VDH[/td][td]{MSI H170M PRO-VDH}[/td][/tr] [tr][td]Arbeitsspeicher[/td][td]Crucial CT8G4DFD8213 8GB DDR4-2133 1.2V[/td][td]{Crucial CT8G4DFD8213}[/td][/tr] [tr][td colspan=3] [/td][/tr] [tr][td]System-SSD[/td][td]SanDisk SSD PLUS 120GB[/td][td]{SanDisk SSD PLUS 120GB}[/td][/tr] [tr][td]System-SSD (alternativ)[/td][td]Kingston SV300S37A/120GB[/td][td]{Kingston SV300S37A/120GB}[/td][/tr] [tr][td]System-SSD (alternativ)[/td][td]120GB Samsung 850 EVO[/td][td]{120GB Samsung 850 EVO}[/td][/tr] [tr][td colspan=3] [/td][/tr] [tr][td]Daten-Festplatten[/td][td]Western Digital Red[/td][td]ca. 42 Euro pro TB[/td][/tr] [tr][td]Daten-Festplatten (alternativ)[/td][td]Seagate NAS[/td][td]ca. 41 Euro pro TB[/td][/tr] [tr][td colspan=3] [/td][/tr] [tr][td]Gehäuse[/td][td]Fractal Design Define R5[/td][td]{Fractal Design Define R5}[/td][/tr] [tr][td]Gehäuse (alternativ)[/td][td]Xigmatek Asgard Midi-Tower[/td][td]{Xigmatek Asgard Midi-Tower}[/td][/tr] [tr][td colspan=3] [/td][/tr] [tr][td]Netzteil[/td][td]Be quiet! BN140 System Power 7, 300W[/td][td]{Be quiet! BN140 System Power 7}[/td][/tr] [tr][td]Netzteil (alternativ)[/td][td]Be quiet! 400W Pure Power 9[/td][td]{Be quiet! 400W Pure Power 9}[/td][/tr] [tr][td colspan=3] [/td][/tr] [tr][td]SATA-Kabel (Strom)[/td][td]InLine SATA Strom-Y-Kabel SATA[/td][td]{InLine SATA Strom-Y-Kabel SATA}[/td][/tr] [tr][td]SATA-Kabel (Daten)[/td][td]3x deleyCON SATA 3 Kabel 0,5m[/td][td]{3x deleyCON SATA 3 Kabel 0,5m}[/td][/tr] [tr][td colspan=3] [/td][/tr] [tr][td]Windows 10 Professional[/td][td]über Win 7 Pro MAR Lizenz[/td][td]{Win 7 Pro MAR Lizenz}[/td][/tr] [/table] [title]Fazit und Alternativen[/title] Ein Windows 10 NAS mit Intel RAID ist einfach einzurichten und auch für NAS-Einsteiger geeignet. Da man nahezu alle Windows Anwendungen verwenden kann ist das NAS sehr flexibel oder kann auch als Office-PC eingesetzt werden. Gerade wenn man sich den Umgang mit Linux nicht zutraut kann Windows 10 daher eine gute Wahl sein.

Als Alternativen empfehlen wir unser [ilink=anleitung-313-nas_eigenbau_2015_fuer_4_hdds_mit_intels_braswell_und_aes_ni]NAS – Basic für 4 Festplatten[/ilink] bzw. [ilink=anleitung-332-nas_advanced_2.0_mit_skylake_pentium_prozessor_und_6x_sata]NAS – Adavanced für 6 Festplatten[/ilink]. Hier setzen wir auf eine Webbedienung via OpenMediaVault welches auf Debian Linux basiert.

75 Replies to “6-Bay NAS mit Windows 10 und Intel RAID”

  • einName says:

    Hallo,
    was könnt Ihr zur Lautstärker der 8TB RED sagen?
    Habe mehrfach gelesen das diese, im Gegensatz zu den 6TB Platten sehr laut seins sollen.
    Danke für die Rückmeldung.

  • Stefan says:

    @einName: Es stimmt das die 8TB Version etwas lauter ist als z.B. die 6TB Variante. Die großen Festplatten haben eine ziemliche Masse im Gehäuse, dementsprechend sind die Festplatten auch lauter im Betrieb.

  • Zechenkind says:

    Guten Abend,

    kann ich die obige Beschreibung auch auf das „NAS- Basic für 4 HDDs“ anwenden?
    Ich habe nämlich das NAS heute zusammengebaut, war aber noch nicht an der Software. Ich habe mich zwar schon mit OpenMediaVault angefreundet, aber vllt ist Win10 doch ein Alternative??!

    Danke und Gruss aus dem Pott

  • tom says:

    Mich würden ein paar mehr Infos zu Speed Shift im Linux Kontext (–> HWP) interessieren… so ganz exklusiv bzw. funktional scheint das bei Windows nämlich auch nicht zu sein.

    Ich habe dazu folgendes gefunden:
    http://www.computerbase.de/2015-11/speed-shift-hoehere-skylake-effizienz-mit-update-fuer-windows-10/ (der Kommentar/die „Ergänzungen aus der Community“ sind sehr interessant)

    http://www.heise.de/open/artikel/Kernel-Log-Was-3-19-bringt-4-Treiber-2534708.html
    http://www.heise.de/ct/artikel/Die-Neuerungen-von-Linux-4-6-3197968.html#nav__a__2

    Oder auch
    http://www.heise.de/ct/artikel/Die-Neuerungen-von-Linux-4-6-3197968.html#nav_noch_mehr__8
    ist interessant, wenn auch nicht direkt passend

    Habt ihr mal versucht unter OMV HWP zu verwenden/zu aktivieren?
    Nehmt ihr mit Sysfs zusätztliche Anpassungen vor um den Stromverbrauch noch zu beeinflussen?

  • Stefan says:

    @Zechenkind: Mit dem NAS Basic ist kein Intel RAID möglich. Daher kannst Du die Anleitung so nicht umsetzen. Du müsstest dann auf die Windows Speicherplätze ausweichen. Daher würde ich beim NAS Basic zu OpenMediaVault raten.

  • Stefan says:

    @tom: Danke für die Info bezüglich der Linux-Unterstützung von SpeedShift seit dem Kernel 4.6. Dieser ist ja erst vor wenigen Tagen veröffentlicht worden. Unter OMV war der von mir aktuellste Kernel der 4.3 Backports. Speedshift wird aber erst seid 4.6 unterstützt – muss ich mal testen. Manuell aktiviere ich über Sysfs nie etwas, weil das immer sehr intensiv getestet werden muss, und nicht auf jedem System funktioniert.

  • Mark says:

    Hi auch!

    Ihr unterscheidet nicht zwischen Win10 und Win10-Pro. Das kann Eure Leser vor Probleme stellen.

    Wenn es bei Win10 wie beispielsweise bei Win7-HomePremium ist, dann unterscheidet die Dateifreigabe keine Benutzer: Jeder kann alles sehen! Für einen Single-Haushalt mag das klar gehen. Für ein Familien- oder WG-NAS eher nicht. Die Unterscheidung zwischen den Nutzer geht meines Wissens erst ab Pro, sofern sich das mit Win10 nicht geändert hat.

    Wer nur bei Dateifreigaben bleibt, für den mag die Lösung interessant sein. Es reicht ja dann wirklich, nur die Betriebsnudel aufzuspielen. Allerdings erscheint dafür das NAS aber nicht ausgelegt. Wer also mehr Serverdienste nutzen will, wird aufrüsten. Und das wird dann zur Pflegeorgie.

    Nicht vergessen sollte man, dass Desktop-Wins die Verbindungszahl limitieren. Und das kann schnell erreicht sein. Nehmen wir mal eine Familie: Notebook für Mama und Papa, zwei Rechner für die Sprösslinge, zwei Medienspieler, diverse Smartphones und Tablets…

    Mark

  • Stefan says:

    @Mark: Du hast Recht, darauf hatte ich bei unserer Testversion (natürlich Pro) gar nicht drauf geachtet. Ich werde daher die Pro-Version empfehlen und den Artikel anpassen.

  • Besucher says:

    Schöner Artikel, mich würde nur noch interessieren ob man bei den Windows Storage Places bzw. beim Intel Raid auch ReFs als Dateisystem auswählen kann. Dürfte dann ja eine Alternative zu ZFS darstellen. oder?

  • Stefan says:

    @Besucher: Teste ich nachher! Update: ReFS unterstützt Microsoft aktuell nur in Zusammenhang mit den Speicherplätzen. Es gibt einen Registry-Hack der ReFS auch für normale, einzelne Festplatten aktiviert. Allerdings wird von der Benutzung über einen Mirror (RAID1, sicher auch RAID5) abgeraten. [link=http://www.makeuseof.com/tag/try-resilient-file-system-windows/]Quelle[/link].

  • M@tze says:

    Ich habe mal eine Frage, was jetzt nur indirekt mit dem Artikel zu tun hat (Intel RST), aber vielleicht hat jemand noch eine Idee was ich machen kann oder wo ich suchen sollte.

    Und zwar ist mir letztens aufgefallen, dass mein Raid1 unter Windows 10 Prof. nur noch einen sehr mageren Durchsatz bietet. Unter Windows 8.1 Prof. lief das alles noch ganz geschmeidig ab. W10 wurde durch Update aufgespielt, also keine saubere Neuinstallation, läuft aber sonst ohne Probleme. Mein System besteht aus Samsung SSDs, 1 x 830 256GB System, 1 830 256GB Games, 2 x 830 Pro 512GB im Raid1 für Daten (Bilder, …). Backups liegen auf meinem OMV NAS im Netz. Die ersten 2 SSDs sind an 6Gb Ports angeschlossen, für die Daten SSDs waren nur noch 3Gb Ports übrig, laufen also mit Handbremse. Der CrystalDiskMark gibt für das Raid 300MB lesend aus (2 x 150MB, da parallel von beiden Platten gelesen wird) und 88MB schreibend, was ich schon schlecht finde – 25MB bei 4k Daten, was normal sein sollte. Kopiere ich aber nun Daten (intern oder extern) auf das Raid, bricht der Durchsatz nach wenigen Sekunden auf 1-3MB ein?!?

    Jemand eine Idee, woran das liegen könnte?

    Der Raid und die einzelnen SSDs werden im RST als in Ordnung eingestuft, im DrystalDiskInfo sind auch die SMART Daten alle gut. Meiner Meinung nach lief das Raid unter Windows 8.1 noch richtig schnell, da ich es mehrmals als Zwischenpuffer für grössere Datenimages benutzt habe und mir dieser Einbruch aufgefallen wäre. Den RST Treiber habe ich aktualisiert, hat nichts gebracht. Falls ich das System neu aufsetzen sollte, wäre es sinnvoller die W10 Speicherplätze statt des Intel RST zu nutzen?

  • Stefan says:

    @M@tze: Hört sich für mich so an als ob sich der Schreibcache deaktiviert hat. Schau mal ob der Cache auf „Write-Back“ steht.

  • Reflexion says:

    Wenn der Intel Pentium G4400 schon nur ~18,5 Watt verbraucht… dann wüsste ich gerne mal was der Intel Celeron G3900 noch an Strom benötigt, wenn man sich da den Intel Pentium N3700 daneben hält, ist die Stromersparnis wohl kaum noch wahrzunehmen, erst recht wenn man die schnellere „Abfertigung“ beim G3900/G4400 daneben hält. Auch vom Preis her ist der Intel Pentium N3700 nicht mehr sehr viel günstiger in der Anschaffung. ASRock H110M-ITX (~60€)+G3900(40€) und die Kiste beherrscht schon 4k 10bit dec. Oo. ^^

  • Stefan says:

    @Reflexion: Ein kleiner Unterschied ist ja noch da aber der kleine Braswell hat noch den Vorteil das er passiv kühlbar ist.

  • M@tze says:

    Danke, Stefan. Ich schau heute Abend mal…

  • Markus says:

    Da ihr immer noch das R5 (vermutlich zurecht) empfehlt, meine Frage: Was haltet ihr vom H440 V2 von NZXT? Ich finde es ehrlich gesagt genial als Servergehäuse. Sehr schlicht. Bis zu 11 Festplatten. Keine störenden 5,25″ Schächte, die man mit Adapter umfunktionieren muss. 3 vorinstallierte Lüfter in der Front, die perfekt alle Festplatten belüften. Ein PWM Hub zur Steuerung aller 4 Lüfter. Also ich habe das Teil sehr günstig bekommen und bin wirklich begeistert. Oder hat das R5 irgendwelche Vorteile aus eurer Sicht?

  • Stefan says:

    @Markus: Das NZXT H442 ist ein super Gehäuse. Hab es zwar selbst noch nicht verbaut, macht aber einen guten Eindruck. Der Preis ist dann allerdings nochmal ein Stück höher als beim Fractal Design Define R5.

  • Chris says:

    6-Bay NAS mit Windows 10 und Intel RAID vs. NAS Advanced 2.0

    Ich möchte ein zeitgemäßes NAS bauen und erstmal mit OMV betreiben.
    Sollte ich das Windows 10 NAS bauen und mit OMV betreiben, weil es die aktuellere Anleitung ist?

    Beim Windows 10 NAS können statt dem G4400, auch alternativ der i3-6100 und i5-6400 eingesetzt werden welche Vorteile bringen mir diese Prozessoren im Detail?

    Sind diese Prozessoren auch alternativ beim NAS Advanced 2.0 einsetzbar und was wären ihre Vorteile?

    Vielen Dank

  • Stefan says:

    @Chris: Die Hardware der beiden Zusammenstellungen ist sehr ähnlich, beide Anleitungen basieren auf der neusten Intel Skylake Architektur. Der größte Unterschied ist, dass das Mainboard im Windows 10 NAS einen Intel RAID Controller verbaut hat.

    Theoretisch lässt sich auch die Windows 10 NAS Zusammenstellung mit OMV betreiben, dann ist der RAID Controller aber überflüssig weil unter OMV das Linux-Software-RAID zum Einsatz kommt. Für welche der beiden Zusammenstellungen Du dich entscheidest, liegt bei dir bzw. welches Betriebssystem Du lieber verwendest.

    Auch im OMV NAS kannst Du den Intel Core i3-6100 bzw. den Intel Core i5-6400 verbauen, die über mehr Power verfügen. Auch das hängt von deinen Vorlieben ab bzw. was Du alles mit dem NAS vorhast.

  • tom says:

    Linux Software-RAID vs. Intel RAID Controller

    Kann man diese beiden Varianten über Vor- und Nachteile voneinander abgrenzen?
    Ein richtiges Hardware RAID ist das von Intel ja auch nicht…

    Kann man das Intel RAID unter Linux überhaupt betreiben – und macht das Sinn?

  • Stefan says:

    @tom: Die beiden Varianten sind sich in Bezug auf Stabilität und Leistung ziemlich ähnlich. Ich persönlich benutze den mdadm Linux Software-RAID nun schon seit mehreren Jahren (ohne Probleme). Unter Linux würde ich also direkt zum mdadm greifen, der Intel RAID ist dann eher was für Windows. Benutzen könntest Du ihn aber auch unter Linux.

  • Chris says:

    Warum hat das Windows NAS 3W und das NAS Advanced 2.0 nur 1,1W im StandBy?

    Liegt das am RAM oder am Netzteil?

  • Stefan says:

    @Chris: Liegt am Mainboard.

  • M@tze says:

    Hallo Stefan,

    bin endlich mal dazu gekommen, meine Cache Einstellungen zu checken. Der Cache ist auf Write-Through eingestellt, Write-Back ist ausgegraut (nicht aktivierbar).

  • M@tze says:

    Halle Stefan,

    bei mir ist write-through eingeschaltet, write-back ist invertiert dargestellt, also nicht anwählbar (aus welchem Grund auch immer). Mir ist noch eingefallen, kann es auch daran liegen, dass das TRIM Kommando im Raid nicht funktioniert? Der Raid läuft schon eine Weile und vorher hatte ich da Festplatten verbaut, wo das Problem mit TRIM nicht aufgetreten wäre…

    Wäre zwar komisch, da CrystalDiskMark trotzdem normale Benchmarks abliefert?!

  • Stefan says:

    @M@tze: Das mit der Cache Einstellung ist komisch (das Write-Back ausgegraut ist). TRIM funktioniert im Intel RAID schon seit 4-5 Jahren.

  • Malte says:

    Hallo,

    gibt es im Vergleich z.B. zu OMV Kompromisse die ich eingehe, wenn ich Windows als Betriebssystem auf ein NAS betreibe? Ich denke an die zahlreichen Updates von Windows oder Sicherheit (z.B. Verschlüsselungstrojaner). Ich würde gerne Windows installieren, habe aber bedenken das Linux sicherer ist.

    Wie ist Eure Meinung?
    Grüße
    Malte

  • tom says:

    Können das Linux Software RAID und der Intel RAID Controller denn genauso wie ein Hardware RAID mit entsprechenden Festplatten besser kommunizieren um einen stabileren RAID Betrieb zu ermöglichen?

    ERC / TLER / CCTL heißen die Techniken bei den unterschiedlichen Festplattenherstellern laut eurem anderen Artikel. Oder auch speziellere Firmware Funktionen. Alles nur mit einem Hardware RAID Controller nutzbar?

  • Stefan says:

    @Malte: In meinen Augen ist Linux immer noch sicherer. Selbst wenn man den NAS-Benutzer nur im Standardbenutzer-Modus laufen lässt, ist das System nicht sicher gegen den von dir erwähnten Verschlüsselungstrojaner. Andererseits wirst Du ja auf dem NAS so gut wie nicht arbeiten sondern mit der Netzwerkfreigabe. Hier ist dann eh dein Client die „Sicherheitslücke“, denn besagter Trojaner verschlüsselt auch Netzwerkfreigaben – unabhängig ob nun Linux oder Windows die Freigabe hostet.

  • M@tze says:

    Sorry für Doppelpost, mir hatte es nach dem ersten Post den Browser zugeknallt und ich war nicht sicher ob er den noch abgeschickt hat.

    Ich hatte gestern auch mal nach TRIM im Intel Raid gesucht und hatte dazu recht widersprüchliche Aussagen gefunden. Es soll zwar seit Jahren funktionieren, allerdings nur im Raid 0, nicht im Raid 1 wie ich es betreibe. Gestern Abend habe ich mal mit der WinHex Methode (http://www.ssdblog.de/2012/08/24/neue-methode-zum-feststellen-ob-trim-funktioniert/) getestet, ob die Blöcke wieder per TRIM gelöscht werden. Auf meiner System und Spiele SSD war das der Fall, alle Blöcke waren nach löschen der Datei mit „0“ überschrieben. Auf dem Raid war die Datei noch auffindbar, also alle Blöcke waren noch original vorhanden. Also gehe ich davon aus, dass es ein TRIM Problem ist.

    Ich werde die Woche mal den RAID neu einrichten und formatieren und die Daten aus dem Backup neu aufspielen. Mal schauen ob die Leistung dann wieder normal wird…

  • Stefan says:

    @M@tze: Ja seitens Intel wird nur RAID 0 genannt. Wie es sich bei RAID 1/5 verhält ist nirgendwo zuverlässig beschrieben. Wenn TRIM bei deinem RAID 1 nicht funktioniert ist das natürlich nicht der optimale Zustand, die „Garbage Collection“ der SSDs ist heute aber schon ziemlich gut und kann ein fehlendes TRIM schon ziemlich gut selber ausgleichen. Hier kommt es dann aber eben auch auf die SSDs an (Hersteller, Alter, Firmware Version).

  • Stefan says:

    @tom: Auch zu TLER gibt es seitens Intel keine zuverlässige Antwort. Während Hardware-RAIDs meistens TLER / ERC / CCTL unterstützen, tun dies Software-RAIDs meistens nicht, diese lassen die Festplatte dann auf „Hold“ bis diese den Fehler korrigiert hat.

    Vorteil: Die Festplatten timen nicht aus (werden also nicht aus dem Verbund entfernt), Nachteil: Performance-Einbrüche bei einem Fehler während der Korrektur. Der Linux Software-RAID (mdadm) setzt die Festplatten ziemlich sicher auf „Hold“, beim Intel RAID ist es nicht beschrieben ob TLER greift oder die Festplatte selbst für das Timeout zuständig ist. Vorzeitig aus dem RAID entfernt wird die Festplatte auf keinen Fall.

  • Markus says:

    Ich bin in Sachen NAS-Eigenbau ein ziemlicher Super-DAU, aber beim Lesen des Artikels kam mir sofort der Gedanke: Windows PC hat man ja schon, also (wie) kann man beides mit einem Rechner erschlagen?

    Also zwei Funktionen mit einem Gerät (geplant i5-6600+GTX970+256MBSSD+1TBHDD+8GBRAM)
    1. Gamer mit gleichzeitiger NAS-Funktion (3 zusätzliche REDs für RAID5)
    2. NAS ohne Gaming Funktionen (zum Stromsparen)

    Funktion 1 stelle ich mir zumindest so vor, dass ich die vorhandene Hardware verwende und das von euch beschriebene NAS aufsetze.

    Funktion 2 soll zum Stromsparen eingesetzt werden und wird quasi dann benutzt, wenn der Gamer nicht im Einsatz ist.
    Dazu sollte dann z.B. der Windows-Nutzer gewechselt werden oder neu gestartet werden und zwar mit einer Konfiguration, so dass z.B. die Grafikkarte keinen Strom zieht, die Leistung(saufnahme) der CPU begrenzt wird und die 1TBHDD nicht erkannt wird und keinen Strom zieht.

    Ist sowas möglich bzw. überhaupt sinnvoll?

  • Stefan says:

    @Markus: Das ist meiner Meinung nach nicht umsetzbar. Zum einen hast Du dann halt dementsprechend potente Hardware (CPU, Mainboard, Netzteil, Grafikkarte) verbaut, die sich nicht einfach im Verbrauch „drosseln“ lassen. Nur beim CPU könntest Du die Taktrate (dann via Bios) reduzieren, was allerdings auch keinen Einfluss auf den Energieverbrauch hat (die CPU würde dann zwar pro Zeiteinheit weniger verbrauchen, aber dafür dementsprechend länger an einer Aufgabe rechnen).

    Daher eher ein separates und sparsames NAS (was auch deutlich sicherer ist, weil Viren so im schlimmsten Fall nur auf dem Client laufen würden und nicht auf dem NAS, welches ja nur eine Netzwerkfreigabe zur Verfügung stellt) und den Gaming-PC nur dann an wenn er wirklich benötigt wird.

  • Markus says:

    @Stefan: Danke für deine Einschätzung. Kann deine Einwände verstehen.

    So schnell lass ich nicht locker 😉 Hier noch ein paar Bemerkungen:
    – Viele NBs drosseln die Leistung der CPU und GPU um Laufzeit zu erhöhen
    – Wenn man die NAS des Gamers in eine Virtuelle Maschine steckt, müsste die Virengefahr wesentlich verringert sein.
    – Wenn man die Grafikkarte im Gerätemanager deaktiviert, sollte sie kaum mehr Strom ziehen.

    Aber das sind nur meine spinnerten Einfälle.
    Tolle Sache, dass ihr im Forum immer ratzfatz Fragen beantwortet. Super!!!

    Bis zum nächsten Mal
    Markus

  • Stefan says:

    @Markus:

    – Das Drosseln der Leistung macht eben nur Sinn wenn sich das System im Leerlauf befindet. Dann lässt sich in der Tat etwas Energie sparen. In der Praxis und bei einem System mit etwas Last sieht das dann aber etwas anders aus.

    – Nur weil Du im Gerätemanager eine Komponente (auf Softwareebene) deaktivierst, spart das noch keine Energie. Gerade dedizierte Grafikkarten lassen sich nur kompliziert abschalten, so weit ich weiß wird das auch nur in Notebooks (NVIDIA Optimus) unterstützt – da bin ich mit aber unter Windows 10 nicht mehr ganz sicher.

    – Virtuelle Maschine ist sicherlich etwas sicherer, der Schutz ist trotzdem bei physikalisch getrennten Systemen besser.

  • Mike says:

    Hallo Stefan,
    erstmals danke für die informativen und hilfreich Anleitungen!

    Möchte mir auch ein Win-NAS bauen (Z97, i5 CPU – hab ich beides schon herumliegen).
    Mich nerven die zwangsweisen Updates auf Win10, würde daher gern bei Win7 Pro bleiben – steht aus Deiner Sicht sicherheitstechnisch was dagegen?
    Welche Security-Tools würdest Du installieren (Anti-Verschlüsselungssoftware, Anti-Virensoftware usw???)

  • Stefan says:

    @Mike: Windows 7 kannst Du problemlos nutzen. Da es ja ein NAS ist würde ich vielleicht eine Antiviren-Software installieren. Das hängt natürlich auch immer davon ab was Du mit dem NAS machen möchtest.

  • Bardi says:

    Hallo,

    Ist das Board in Kombination mit einem i3 Prozessor ECC fähig?
    Der Artikel sagt „nein“. Ich wollte das Board bestellen und bin dabei auf folgende Seite gestoßen: https://www.alternate.de/MSI/H170M-PRO-VDH-Mainboard/html/product/1225667 . Dort steht, dass es ECC unterstützt. Ist dies ein Fehler?

    Danke!

  • Bernd says:

    Ist es möglich mit zwei Platten im Raid 1 Betrieb anzufangen und dann bei einer weiteren Platte auf Raid 5 zu gehen oder muß man sich von Beginn an für Raid 1 oder 5 entscheiden und mit entsprechender Anzahl Platten beginnen ?

  • Stefan says:

    @Bernd: Das Mainboard ist NICHT ECC-fähig, dafür wird ein Intel „C“ (Server) Chipsatz benötigt. ECC-Ram passt zwar rein, die ECC-Funktionalität lässt sich aber mit diesem Board nicht benutzen.

    Raid1 zu Raid5 Migration ist mit dem Intel RST meines Wissens nach nicht möglich. Du müsstest also mit 3 Festplatten im Raid5 starten.

  • Steffen says:

    Hallo.

    Ich habe mir fast das gleiche Setup zusammengebaut, dass hier vorgestellt wurde (bis auf das Gehäuse, Netzteil, RAM, Festplatte…). Ich habe auch die neusten Treiber von der Website von MSI gezogen und installiert. Das System rennt soweit prima. Nur das WOL mag nicht. Ich habe die BIOS Einstellungen belassen und im Geräte-Manager beim Netzwerktreiber das Aufwachen mit und ohne „Magic Paket only“ aktiviert. Wenn der Rechner im Standby ist, mag er aber nicht aufwachen, wenn ich ihn über mein Laptop im Netzwerk aufwecken will.

    Der Rechner hängt über 1Gbit/s Netzwerkleitung an einer Fritz!Box 6490. Kann mir jemand vielleicht helfen?

    Danke im Voraus.

  • Stefan says:

    @Steffen: Im Bios muss der Punkt „Wake on PCIe“ aktiviert werden.

  • Markus says:

    Was passiert eigentlich mit den Daten, wenn das Mainboard = RAID-Controller hops geht?
    Sind dann die Daten Matsch oder nimmt man einfach ein neues beliebiges Mainboard und stöpselt die Platten wieder ran?

  • Stefan says:

    @Markus: Du benötigst dann ein (beliebiges) neues Mainboard mit Intel RAID. Die Daten sind dann natürlich noch da.

  • Markus says:

    @Stefan: danke für die schnellen Antworten

  • Basti says:

    Hi Stefan, erstmal super Artikel,
    Plane einen Miniserver zu bauen, darauf soll Plex laufen (max. 2 simultane Streams), Backupdienst und kleine Usenetautomationen a la Sonarr, Couchpotato und Sabnzb.
    Ich will auf jeden Fall die Low Budget Schiene fahren und Stromsparend unterwegs sein.
    1. Ist deine Konfiguration dafür potent genug?
    2. Ist ein Intel Celeron G3920 nicht die bessere Wahl? 5€ billiger als der Pentium G4400 und knappe 300 Passmark Punkte mehr?! Und dazu dann zB das Gigabyte B150M-D2V für ca. 50€ und 6 SATA Anschlüssen?

    Viele Grüße,
    Basti

  • Stefan says:

    @Basti: Der Celeron kann gar nicht schneller sein als der Pentium, da es sich um exakt die gleiche Architektur handelt und der Celeron eine niedrigere Taktfrequenz hat ([link=https://technikaffe.de/cpu_vergleich-intel_pentium_g4400-559-vs-intel_celeron_g3920-623]Pentium G4400 vs. Celeron G3920[/link]). Der Pentium ist ca. 12% schneller als der Celeron. Daher würde ich diesen behalten. Zum Mainboard kann ich nichts sagen, da ich es noch nicht da hatte (WOL / Stromverbrauch usw.).

  • Basti says:

    @Stefan: danke für die rasche Antwort, das hatte mich auch stark gewundert, aber dann war die andere Seite Müll, hätte ich mal gleich euren cpu vergleich genutzt, der ist Top;)

  • Zak says:

    Hihi,

    habe hier das Gigabyte GA-B150M-D3H DDR3 mit einer G4400 CPU und nerPicoPSU 90. Das System hat eine Leistungsaufnahme unter debian stretch mit Boxed-Kühler, 2x4GB Ram und einer Samsung 850 evo 250GB -nach Powertop Optimierung – 6,2 Watt idle. Zum Vergleich mit einer be quiet SFX 300 PSU sind es auch nur 9,1 Watt idle.

  • Stefan says:

    @Zak: Danke für deinen Erfahrungsbericht, der niedrige Idle Wert liegt dann an der PicoPSU und PowerTop (hierzu kommt auch nochmal eine Anleitung von mir in der Zukunft).

  • Mario says:

    Hallo

    Wie kann ich Windows 10 auf einer SSD installieren?
    Windows kann bei mir nur auf einem RAID Verbund installiert werden nachdem ich den Controller auf RAID gestellt habe.

    Danke für deine Hilfe

  • Stefan says:

    @Mario: Ich nehme an deine SSD hängt ganz normal an einen der Mainboard-SATA Ports. Der Modus „RAID“ ist dann genau der richtige. Hier kannst Du dann auch einzelne Festplatten bzw. SSD anschließen und ganz normal nutzen.

  • NASnoob says:

    Kann ich den NAS dann im Heimnetzwerk einbinden und ohne Probleme per TV zugreifen?

  • Dennis says:

    @NASnoob:

    Sofern dein TV direkt auf Eine Netzwerkfreigabe von Windows zugreifen kann, selbstverständlich.

  • NASnoob says:

    Ich habe mir nun ein System ähnlich deines aufgebaut. Klappt auch alles wunderbar, nur habe ich bei der Wiedergabe von Full-HD mkv´s das Problem, dass diese nach ca 25 minuten anfangen zu hängen.

    Der TV lädt dauernd nach und Bild steht. Ich habe zugriff über Twonky Server.

    Vielen Dank

  • Stefan says:

    @NASnoob: Das kann mehrere Ursachen haben, z.B. ein Router der in den Standby geht oder so. Vielleicht magst Du mal bei uns im Forum nachfragen, vielleicht hat da jemand eine Idee.

  • Daniel says:

    Hallo Stefan,

    vielen Dank für die tolle Anleitung! Beim Lesen des Artikels haben sich mir noch die folgende beiden Fragen ergeben und ich würde mich sehr freuen wenn du die Zeit finden könntest diese zu beantworten.

    1. Du hast ja schon geschrieben, dass ein RAID 5 Verbund auch nachträglich noch erweiterbar ist. Ist ein RAID 5 Verbund allerdings auch nachträglich ohne Datenverlust initialisierbar? Hintergrund der Frage ist, dass ich eigentlich aufgrund der Tatsache, dass (wenn ich das richtig Verstanden habe) immer alle Festplatten in einem RAID Verbund zusammen hochfahren ich eher dazu tendiere die Festplatten einzeln zu betreiben (aufgrund des deutlich erhöhten Stromverbrauchs). Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass ich vielleicht später meine Meinung ändern will. Kann ich dann mehrere der Datenfestplatten zu einem Raid 5 Verbund initialisieren ohne alle meine Daten auf diesen Festplatten zu verlieren?

    2. Die regelmäßige Überprüfung des RAID Verbunds mit dem Intel RST Tool scheint eine sehr sinnvolle Sache zu sein. Kann ich mit dem Intel RST Tool allerdings auch Festplatten einzeln (also ohne Raid Verbund) regelmäßig überprüfen lassen, sodass ich z. B. sofort eine E-Mail bekomme wenn eine der SMART-Werte nicht mehr i. O. ist?

    Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meine Fragen!

    Viele Grüße,
    Daniel

  • Stefan says:

    @Daniel: Bei einem RAID5 kannst Du die Daten EINER Festplatte mitnehmen, die Daten auf den anderen Festplatten gehen beim Aufbau des RAID 5 verloren.

    Die Überprüfung dient nur der RAID Struktur und geht nur mit einem RAID-Verbund. S.M.A.R.T. Werte werden soweit ich weiß von der Software nicht ausgelesen.

  • Gregor says:

    Hallo, ich habe eine kurze Frage: Bei der Erstellung des Intel Raid gibt es im Bild oben noch eine 5. Option neben RAID 0, 1, 5 und 10. Flexible Datensicherheit (Wiederherstellung). Was bedeutet das?

    Danke und viele Grüße
    Gregor

  • Stefan says:

    @Gregor: Zitat aus dem Benutzerhandbuch von Intel:

    Flexibler Datenschutz (Recovery) ist ein Merkmal der Intel® Rapid Storage Technology Software. Recovery erweitert die Funktionalität von RAID 1 um mehrere Merkmale, die dem Benutzer das Spiegeln der Daten auf ein bestimmtes Wiederherstellungslaufwerk erleichtern. Mit Recovery kann der Benutzer beispielsweise festlegen, wie das Recovery-Volume aktualisiert wird: ständig (Standardeinstellung) oder auf Anforderung. Recovery ermöglicht außerdem das An- und Abdocken des Computers, wenn sich das zweite Laufwerk im Schacht der Dockingstation befindet.

  • Stobli says:

    Hallo,
    super Artikel und hört sich sehr gut an. Jedoch würde ich gerne noch einige Infos haben.

    Man kann ja unter Windows 10 pro Hyper-V installieren und VM´s betreiben.
    -Gibt es eine Möglichkeit die VM´s als Snapshot z.B. auf einem anderem NAS zu sichern ?
    -Wie löst ihr z.B. im einem RAID1 die Backup Situation ?
    – Wäre es möglich auch hier Snapshots extern zu speichern?

    Danke für eure Hilfe

  • Stefan says:

    @Stobli: Natürlich kannst Du Snapshots auch extern (z.B. auf einem NAS) auslagern. Das machen wir bei uns in der Firma auch so. Die Erstellung erfolgt dabei erstmal lokal (damit die Maschine schnellstmöglichst wieder online/aktiv ist) und wird dann nach der Erstellung automatisiert (z.B. über FTP) auf ein NAS übertragen.

  • Stobli says:

    @Stobli: Natürlich kannst Du Snapshots auch extern (z.B. auf einem NAS) auslagern. Das machen wir bei uns in der Firma auch so. Die Erstellung erfolgt dabei erstmal lokal (damit die Maschine schnellstmöglichst wieder online/aktiv ist) und wird dann nach der Erstellung automatisiert (z.B. über FTP) auf ein NAS übertragen.

    Wie geht das?
    Finde ich diese Version in Hyper-V ?

  • Stefan says:

    @Stobli: Du musst die Snapshots doch nur von deinem gewählten Speicherort an das NAS z.B. via FTP senden.

  • Chris says:

    Hallo Stefan,

    beherrscht Windows 10 NAS eigentlich auch den selben Schlafzustand wie OMV „AutomatischHerunterfahren“ oder muss man da was speziell einrichten, installieren, etc.?

    LG Chris

  • Stefan says:

    @Chris: Nein unter Windows benötigst Du dafür eine Software wie z.B. [link=https://www.green-it-software.com/?lang=de]Lights-Out[/link]. Kostenpunkt knapp 20 Euro.

  • Daniel says:

    Hey Stefan,

    noch ein kleiner Tipp um den ohnehin schon guten Stromverbrauch noch etwas zu optimieren: Ich würde im BIOS den HD-Audio Controller deaktivieren, da man diesen i. d. R. für ein NAS nicht braucht (es sei den man verwendet ihn zeitgleich auch als Abspielgerät). Das spart nochmal 1-2 Watt, sodass man bei einem Idle Verbrauch von ~16,7 Watt landet.

    Viele Grüße,
    Daniel

  • Tenzing Moagei says:

    Hallo,

    erstmal tolle Anleitung! Funktioniert auch soweit alles, bis auf die E-Mail Weiterleitung an Google mittels SMTPAuth…
    Kann mir hier vielleicht jemand mit den Einstellungen weiterhelfen.
    Ich benutze Win 10 pro Build 1703 und habe SMTPAuth im Kompatibilitätsmodus installiert.
    Frage 1: Wie kann ich das Programm beenden um Änderungen in den Einstellungen vorzunehmen? Will ich das Prog öffnen, bekomme ich die Meldung, dass das Prog kein 2. mal geöffnet werden kann, im Taskmanager finde ich das Prog leider nicht.

    Frage 2: was muss ich im SMTPAuth einstellen um die Weiterleitung der Mail an eine gmail Adresse zu realisieren? Ist das hier das Zauberwort: „aspmx.l.google.com“?

    Frage 3: Macht es Sinn, Lights-Off anzuwenden? Bzw. die gesamten Energieeinstellungen aus dem Beitrag: „6-Bay Eigenbau NAS mit Windows 7/8/Home Server und Intel Raid“?

    Danke und Grüße,
    Tenzing Moagei

  • Michael says:

    Hallo Stefan,

    Ich habe eine Frage zur EMail-Benachrichtigung:
    bei mir erscheint nur:“Testsatus Läuft“, seid mehr als 10min.
    Was kann ich falsch gemacht haben?

    Gruß
    Michael

  • Sepp says:

    Hi,
    Die Technik hat ja schon wieder viele neue Produkte am Markt. Hast für die Artikel eine Auffrischung da es Beispielsweiße das Netzteil nirgends mehr gibt.
    Super Bericht!!! Danke!

  • psychodennis89 says:

    Hallo Leute, mich würde mal interessieren, ob Intel RST quasi ein Hardware oder Software Raid darstellt und warum man den Raid modi vor der Windows installation erstellen soll wenn auf der system ssd nur windows drauf ist, hat jemand Erfahrung mit xpenology oder 25 -35 watt TDP CPU???

    un kennt jemand ein Board im itx oder M-atx vormal mit celeron CPU z.b. 6, 10, o. 15 Watt TDP und m.2 32 G/Bit Anschluss (bis min. 80 mm länge) ????

  • Alex1966 says:

    Hallo TechnikaffeTeam

    Ich habe mir ein NAS ähnlich Euren Beispiel erstellt, mit aktueller Hardware:
    – Celeron G3930
    – ASRock H270M Pro4
    – 2 x 4GB GSkill DDR4 2400
    – SSD Samsung 850 SSD 500
    – 2x Seagate NAS 4 TB und 1x WD red 4 TB im RAID 5

    Mein Problem ist die Performance ich bekomme im Schnitt zwischen 10 – 20 MB/s, also weit weg von dem waas GBit-Lan kann.

    Was könnte die Ursache sein?
    Änderungen der Cache-Einstellung en im RST-Manager verändern diese so gut wie nicht, liegt es evtl. an den unterschiedlichen Plattentypen?

    viele Grüße
    Alexander

  • KrumholzHJ says:

    Lieber Stefan, danke für den Top-Artikel und die Anleitung. Ich habe meinen Windows-PC entsprechend umgebaut und installiert, alles läuft bestens. Bekanntlich kommt Appetit beim Essen und so wollte ich gerne mein RAID5 Festplatten-Cluster als 10 TB-Festplatte D:{bs} – WIN1064Pro ist auf C:{bs} auf einer 250GB SSD installiert – auch aus dem Internet erreichen. Ich habe eine eigene Domäne, mit DynDNS und einem Wildcard-Zertifikat und so dachte ich, ich habe WIN1064Pro, dann aktiviere IIS (Internet Information Services) mit WebDAV Funktion und aktiviere den WebDAV-Zugriff. Nun habe ich schon viel gegoogelt und Anleitungen probiert, ich bekomme es aber nicht hin. Kannst Du mir entweder einen Link mit einer funktionierenden Anleitung nennen oder zusammenstellen? Das wäre echt perfekt, denn dann könnte ich meine kleine Synology ins EBAY geben! Danke im Voraus Hans-Joachim

  • Servar says:

    RAID-Systeme sind dafür bekannt das sie bei Ausfall von einer oder mehrerer Festplatten einen Datenverlust vermeiden, was ja bemerkenswert ist. Ist ein solches System jedoch nicht eher nur etwas für große Unternehmen, als für Privathaushalte? Die Kosten diesbezüglich sind sicherlich für einen Ottonormalverbraucher unerschwinglich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

CPU Vergleich

Technikaffe.de

Wir von Technikaffe.de schreiben über Mini-PCs, XBMC / Kodi Mediaplayer und NAS. Spezialisiert haben wir uns vor allem auf sparsame Hardware. Bei Fragen und Feedback kontaktiert uns gerne über die Kommentarfunktion, wir lesen täglich mit und antworten in der Regel binnen 24 Stunden.