Intel NUC D54250WYK im Test unter Windows 7 und OpenElec

Mit dem Test der Intel NUC D54250WYK schauen wir uns diesmal die bisher stärkste Intel NUC an. Die stärkste NUC bringt einen Intel Core i5-4250U CPU (2x 1,3GHz, HT, Turbo bis 2,6GHz) mit und kann 2 DDR3L-SoDimm Speichermodule mit 1,35V aufnhemen. Auf die beiden kleineren NUCs (Intel NUC DN2820FYKH mit Bay Trail Prozessor und Intel NUC D34010WYK mit einem Intel Core i3-4010U) gehen wir in diesem Test auch ein.

Der größte Unterschied zur Intel NUC D34010WYK mit dem Intel Core i3-4010U (2x 1,7GHz, HT) ist der Turbo-Modus. Im direkten Vergleich des Intel Core i5-4250U und des Intel Core i3-4010U kann sich der Core i5 Prozessor mit ca. 20-25% vom kleineren Bruder absetzen, auch die interne Intel HD Graphics 5000 ist rund 20% schneller als die Intel HD Graphics 4400 des Core i3.

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Anschlüsse


Die Intel NUC D54250WYK ist super modern ausgestattet. So kann der Mini Display Port 1.2 (neuster Standard) die 4K-Auflösung (3840×2160) ausgeben, aktuell allerdings (wie fast alle Grafikkarten) nur mit 30Hz, die Bandbreite des Mini Display Ports wäre theoretisch auch für 4K in 60Hz ausreichend, dies wird aber aktuell nicht durch Intel unterstützt. Ein Nachreichen via Treiber wäre daher möglich.

Der Mini Display Port unterstützt auch die Anbindung von zwei Monitoren mit bis zu 2x 2560×1600 Pixeln bei 60Hz via Daisy Chain. Hierbei wird Monitor 1 an die Intel NUC angeschlossen und der Zweite Monitor wird vom ersten Monitor versorgt. Der DELL U2414H (Testbericht) unterstützt dies zum Beispiel.

HDMI wird auch unterstützt und zwar in Form eines Mini-HDMI 1.4a, der bei der Intel NUC D54250WYK maximal 1920×1200 bzw. 1920×1080 bei 60Hz ausgeben kann, das reicht für FullHD. Ich finde es persönlich etwas schade, dass Intel hier nicht einen normalen HDMI-Port verbaut, so benötigt man wieder einen Adapter, der zwar nicht teuer aber meiner Meinung nach unnötig ist.

Sowohl der Mini-HDMI 1.4a als auch der Mini Display 1.2 Port unterstützen die Ausgabe eines 7.1 Audiosignals. Ansonsten gibt es Standardkost auf gehobenen Niveau: Insgesamt 4 USB 3.0 Ports (2x vorne, 2x hinten) von denen 2 auch bootfähig sind sowie 1x Gigabit LAN (Intel). Auf der Vorderseite befindet sich ein Infrarot-Empfänger der MCE kompatibel ist sowie eine Kopfhörer/Mikrofon-Buchse.

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Unterschied D54250WYK zu D54250WYKH


Die Intel NUC D54250WYKH ist höher und erlaubt den Einbau einer zusätzlichen 2,5 Zoll Festplatte/SSD. Als Vergleich habe ich einmal die Intel NUC DN2820FYKH neben die i5-NUC gestellt, damit der Unterschied deutlich wird (das Gehäuse ist bis auf die Anschlüsse identisch zur H-Version der i3/i5 NUCs). In Zahlen: die Intel NUC D54250WYK ist 3,7cm, die Intel NUC D54250WYKH 5,3cm hoch. Ansonsten sind die Abmasse identisch.

Die rund 1,6cm höhere H-Version kostet in etwa 10 Euro mehr. Mit dabei ist dann auch die interne Aufnahme für die 2,5 Zoll Festplatte oder SSD:

Die H-Version ist allerdings kaum verfügbar, ich muss auch zugeben, dass ich die flache Version bevorzugen würde, da diese optisch noch mehr hermacht. Die flache Version haben wir daher auch getestet.

Unser Testgerät - Ersteindruck


Die Verarbeitung der Intel NUC D54250WYK ist auf höchstem Niveau. Schon das Öffnen der liebevoll gestalteten Verpackung endet in einem zufriedenen Grinsen, spätestens dann wenn man zum ersten Mal die Intel-Melodie beim Öffnen der qualitativ hochwertigen Verpackung hört. Die Verpackung ist nämlich mit einem Lautsprecher und einem Lichtsensor ausgestattet.

Das Aluminiumgehäuse der NUC selbst ist silber-matt beschichtet und macht wirklich was her. Die Aufmachung erinnert ein bisschen an die Gehäuse von Apple. Einziges Manko: Der obere Plastikdeckel in schwarzer Hochglanzoptik sieht zwar schick aus, ist aber sehr empfindlich für Fingerabdrücke und auch Kratzer. Bei der Ersteinrichtung empfiehlt es sich daher die Schutzfolie noch nicht zu entfernen.

Arbeitsspeicher - was ihr beachten solltet


Wie bei allen NUC-Kits von Intel muss man Arbeitsspeicher und Festplatte selbst kaufen und einbauen, dies ist eigentlich sogar ein Vorteil, denn so kann man wirklich das kaufen was man möchte. In unserem Fall haben wir uns für 2x 4GB DDR3L-1333 Arbeitsspeicher von Crucial (CT51264BF1339J) mit 1,35V entschieden, da wir mit diesem Arbeitsspeicher sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Eine große Liste an kompatiblen Arbeitsspeicher für Intel NUCs findet ihr natürlich auch bei uns.

Bitte achtet beim Kauf darauf, dass es sich um DDR3L (Low Voltage) Module mit 1,35V handeln muss, 1,5V Module laufen nicht auf Intel NUCs!

Wir haben uns für 8GB Arbeitsspeicher in 2 Modulen entschieden, um den Dual-Channel Modus des Intel Core i5-4250U nutzen zu können. Damit steht uns beinahe die doppelte Speicherbandbreite zur Verfügung, und dies kann man bei der ein oder anderen Anwendung ziemlich deutlich spüren. Ich habe daher mal einen Benchmark in AIDA64 gemacht, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Im Dual Channel Modus erreicht der Intel Core i5-4250U gute 18GB/s beim Lesen und 20GB/s beim Schreiben in den Arbeitsspeicher. Zum Vergleich: Ein vollwertiger Intel Core i5-4570 mit zwei DDR3-1600 Modulen bringt es auf 24GB/s beim Lesen und 25GB/s beim Schreiben.

Möchtet ihr die Intel NUC D54250WYK einfach nur als Mediaplayer betreiben, reichen sogar 2GB Arbeitsspeicher. Sobald ihr die bisher stärkste NUC aber als Windows oder Linux PC benutzen möchtet oder es liebt auch mal ein Spielchen zu starten, empfehle ich den Griff zu 2 Modulen im Dual Channel. Den Dual Channel Modus müsst ihr übrigens nicht aktivieren, dies passiert automatisch.

Lieferumfang


Intel hat dazugelernt und legt neben dem externen 65W Netzteil von FSP nun auch das richtige Stromkabel mit dazu. Bei den ersten Auslieferungen der i3 und i5 NUC hatte sich Intel das Kabel noch gespart.

Zudem liegen noch Kurzanleitungen, ein Intel Core i5 Aufkleber und eine VESA 100×100 Halterung zur Montage der NUC an einen Monitor bei.

Erste Inbetriebnahme


Die Unterseite der Intel NUC D54250WYK ist mit 4 Kreuzschrauben befestigt und lässt sich mit einem normalen Schraubendreher leicht öffnen. Als Festplatte kommt bei uns eine 128GB große Crucial M550 SSD zum Einsatz, die via mSATA (6Gbps) angeschlossen wird. Diese mSATA Festplatte passt auch in die flache Version der NUC, in die höhere Version könnt ihr wie erwähnt zusätzlich noch eine 2,5 Zoll Festplatte verbauen.

Es ist auch noch ein zweiter mPCI-E Slot vorhanden, der WiFi-Ready ist, das bedeutet, das Intel bereits 2 Antennen (MiMo) verbaut hat. W-LAN wird aber nicht von Haus aus unterstützt, möchtet ihr W-LAN nutzen muss also noch eine W-LAN Karte her, hier empfehlen wir den Intel 2777324 Dual Band wireless Netzwerkadapter, der W-LAN im Standard 802.11ac mit 867Mbit/s sowie Bluetooth 4.0 unterstützt.

mSATA SSD vs. 2,5 Zoll SSD


Da wir eine mSATA SSD-Festplatte nutzen, wollen wir kurz noch auf diese eingehen um euch einen Eindruck zu vermitteln, ob eine SSD per mSATA auch wirklich keine Nachteile im Gegensatz zu einer per SATA3 angeschlossenen SSD mitbringt.

Die nur 5,0 x 2,8cm kleine Crucial M550 sieht wirklich schnuckelig aus. Da wir keine 2,5 Zoll M550 haben, haben wir uns für einen Vergleich mit der Samsung 840 EVO 120GB entschieden, die ca. 6 Euro günstiger als die Crucial SSD ist.

Im CrystalDiskMark macht die kleine mSATA SSD eine verdammt gute Figur. Bei der 512K Schreibrate sowie in den 4K-Benchmarks kann sich die Crucial M550 deutlich von der Samsung 840 EVO absetzen. In Windows spürbar ist dies allerdings nicht, beide Festplatten gehören zu den aktuell angesagtesten SSDs.

Abschließend lässt sich also festhalten, dass eine mSATA Festplatte definitiv keinen Nachteil gegenüber einer per SATA3 angeschlossenen SSD hat. Möchtet ihr die i5-NUC als Mediaplayer mit z.B. OpenElec (XBMC) nutzen, dann könnt ihr zu der Kingston 30GB SSDNow mSATA greifen, die von der Größe her locker für eine OpenElec Installation mit mehreren tausend Filmen und Liedern ausreicht. Mit rund 33 Euro ist sie zwar etwas teurer als ein USB 3.0 Stick, ist dafür aber schneller und fest verbaut.

Bios


Das Intel Visual Bios der Intel NUC D54250WYK wirkt mittlerweile ausgereifter als noch in den ersten NUC-Tagen. Es ist einfach zu bedienen und sieht schick aus:

Lautstärke


Die i5-NUC wird Intel typisch mit einer doch recht deutlich hörbaren Lüftereinstellung von 50% Idle, 100% Max ausgeliefert. Diese Einstellungen haben wir für die Benchmarks zuerst belassen, da wir sehen wollten, welchen Einfluss die Lüfterdrehzahl auf die Wärmeentwicklung und auch auf die maximale Ausnutzung des Turbos hat.

Ergebnis: Bei einer Verminderung der Lüfterdrehzahl auf 20% Idle und 60% Max ist die maximale CPU-Temperatur in Benchmarks um 5°C auf maximal 81°C geklettert, Intel spezifiziert den Intel Core i5-4250U mit maximal 100°C bevor der Prozessor anfängt sich selbst herunterzutakten. Dies ist bei uns nicht vorgekommen und auch die Turbo-Ausnutzung war mit 2,3GHz bei allen 4 Threads bzw. 2,6GHz bei Nutzung von einem Kern identisch. Wem die NUC also zu laut ist, kann bedenkenlos die Lüfterdrehzahl runterschrauben.

Bei einer Lüfterdrehzahl von 20% im Idle ist die NUC aus 15cm Entfernung schon nicht mehr wahrnehmbar, bei 50% ist sie immer noch als ruhig einzustufen. Bei 100% ist sie auch aus 3m Entfernung noch deutlich hörbar.

Installation von Win 7 Professional 64bit


Die Installation von Windows 7 Professional ist einfach, hier muss auf nichts spezielles geachtet werden.

1. Windows Image herunterladen (wir haben Windows 7 Professional 64bit inkl. SP1 benutzt)
2. Bootfähigen USB-Stick erstellen
3. Inhalt des Windows Images auf den USB-Stick kopieren
4. Mit dem USB-Stick die NUC booten
5. Windows 7 installieren

Nach der Installation müssen natürlich alle Treiber installiert werden, Intel bietet für die Intel NUC D54250WYK ein Paket an, in dem alle Treiber enthalten sind, somit muss nur 1 Datei heruntergeladen werden. Dies könnt ihr im Intel Downloadcenter tun.

Das Paket ist für Windows 7 64bit etwa 521MB groß, die Downloadgeschwindigkeit auf der Intelseite ist zum Glück aber gut.

Arbeiten in Win 7 - Geschwindigkeit


Dank der schnellen SSD Festplatte (Crucial M550 via mSATA) vergehen nicht einmal 20 Sekunden bis nach dem Drücken des Startknopfes der Windows 7 Desktop grüßt. Das Arbeiten in Windows 7 selbst ist sehr flüssig und subjektiv nicht von einem vollwertigen Core i5 Prozessor zu unterscheiden, auch größere Webseiten laden in Sekundenschnelle.


Mit 5,6 von 7,9 möglichen Punkten im Windows 7 Leistungsindex ist die Intel NUC D54250WYK ein schnelles und zuverlässiges Arbeitstier.

Leistungsaufnahme unter Win 7


Da die anderen NUCs alle weniger Leistung mitbringen, ist ein Vergleich natürlich schwer, trotzdem möchten wir euch den Energiehunger (bzw. die Diät) nicht vorenthalten. Ganz an die Energieeffizienz der Intel NUC DN2820FYKH kommt die i5-NUC zwar nicht heran, was allerdings auch kein Wunder ist, denn die Bay Trail CPUs haben ein etwas besseres Watt pro Leistung Verhältnis wie die Haswell CPUs, die dafür aber viel schneller sind.

Verstecken braucht sich die Intel NUC D54250WYK aber nicht, denn die gemessenen Verbräuche sind allesamt als sehr gut einzustufen.












Intel NUC D54250WYKIntel NUC DN2820FYKHZotac ZBox AQ01
Verbrauch Idle6W5W6W
Verbrauch Last (Prime95)34W9W18W
Verbrauch Windows 7 Leistungsmessung9-22W8-10W
Verbrauch CineBench R11.5 Mehrkern21W8W
Verbrauch WinRar 5 x64 - Rar Kompression Max18W10W
Verbrauch VLC 2.1.3 1080p Video10W8W
Verbrauch OpenElec (XBMC Menü)12W7-8W10W
Verbrauch OpenElec 1080p Video8-11W9-12W10-11W
Verbrauch Standby0W0W0W

Prozessorleistung


Der Vergleich zwischen dem Intel Core i5-4250U und dem Intel Core i3-4010U der nächst kleineren NUC hatte ich ja oben schon beschrieben. Dank des Turbos rechnet der i5 ca. 20-25% schneller als der i3. Wird nur 1 Kern belastet, taktet der i5 mit 2,6GHz, im Mehrkernbetrieb schwankt dann ja nach Anwendung die Taktfrequenz zwischen 1,9 und 2,3GHz, wobei meist wirklich 2,3GHz anliegen.

Im Vergleich zur kleinen Intel NUC DN2820FYKH rechnet die i5-NUC ungefähr 3x so schnell.

Benchmarks


Die i5-NUC muss sich natürlich unserem Mini-PC Benchmark Parcours stellen. Es überrascht wenig, dass der i5 Prozessor die Benchmarks allesamt mustergültig meistert. Die Haswell CPUs sind jetzt schon fast 1 Jahr auf dem Markt und werden in jeder Software unterstützt, d.h. die Hardware-Dekodierung funktioniert sowohl bei YouTube via Google Chrome als auch im VLC Media Player oder OpenElec. Die kleine NUC mit Bay-Trail Prozessor hatte bei YouTube noch Probleme.

YouTube 720p Video unter Windows 7 (via Google Chrome 35.0.1916.153 - 10% Auslastung, absolut flüssig):

YouTube 1080p Video unter Windows 7 (via Google Chrome 35.0.1916.153 - 13% Auslastung, absolut flüssig):



CPU-Z Screenshots des Intel Core i5-4250U bzw. des Arbeitsspeichers:



Im Cinebench R11.5 haben wir auf den Turbo geschaut: 2,3GHz im Mehrkern und 2,6GHz im Einkern Benchmark.






Auch der USB 3.0 Transfertest liefert Bestwerte. Als Stick kam dabei ein Transcend JetFlash 780 (siehe Testbericht) zum Einsatz. Die Leserate kratze dabei an der 200MB/s Marke.


Um eine 1,66GB große MKV-Datei zu packen (Rar-Format, Max. Kompression) benötigte die Intel NUC D54250WYK nur 3 Minuten und 10 Sekunden (8,9MB/s). Zum Vergleich: Die kleinste NUC mit Intel Celeron N2820 Prozessor benötigte satte 11 Minuten und 50 Sekunden was 2,4MB/s entspricht. Die ZBox nano AQ01 mit AMD A4-5000 Prozessor (4x 1,5GHz) benötigte 5:09 (309 Sekunden, 5,5MB/s), ein Intel Pentium G3220 (2x 3,0GHz, Haswell) brauchte 3:04 (184 Sekunden, 9,24MB/s).



VLC 2.1.3, Hardware Dekodierung eines 1080p Filmes - 21% Auslastung, absolut flüssig



Ein normales 1080p (FullHD) Video mit 12,5MBps über den Windows Media Player - 23% Auslastung, absolut flüssig



Der 1080p Härtetest: Das Testvideo hat satte 40MBps und läuft absolut flüssig bei ca. 37% Auslastung.



4K-Videos laufen bei einer Auslastung von ca. 40-45% auch einwandfrei:

Die i5-NUC unter OpenElec als Kodi Mediaplayer


Alle Videos laufen einwandfrei unter OpenElec mit Kodi. OpenElec ist quasi ein kleines Linux, auf dem nur Kodi (ehemals bekannt als XBMC) läuft, eine Software um Multimediadateien abzuspielen. Die Oberfläche lässt sich sehr fein anpassen, es gibt viele Addons von den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender bis hin zu YouTube.


Skin Aeon NOX. Für OpenElec 5 sind aktuell knapp 20 verschiedene Skins verfügbar. Diese lassen sich direkt in Kodi herunterladen und installieren.

Download von OpenElec 5 inkl. Kodi


OpenElec 5 ist (Stand Januar 2015) nun als Final Version OpenELEC Stable - Generic x86_64 Version:5.0.0 (Download) erschienen.

Nach dem Download der OpenElec Software entpackt man diese und führt die Datei create_livestick.exe aus, die einen Assistenten startet um einen bootfähigen USB-Stick für die Installation von OpenElec zu erstellen.


Ihr benötigt insgesamt 2 USB-Sticks: Der erste kann ruhig ein älterer, langsamer USB-Stick sein, den ihr via Assistenten für die Installation benutzt. Dieser wird nach der Installation nicht mehr benötigt. Auf den zweiten USB-Stick wird dann OpenElec permanent installiert. Hier empfehlen wir einen schnelleren USB-Stick, wie z.B. den Poppstar Flap, als Größe reichen hier auch für eine sehr große Mediensammlung 16GB aus.

Alternativ könnt ihr auch das Diskimage herunterladen und z.B. mit dem Tool UNetBootIn (Download) auf den Stick kopieren. Dann benötigt ihr nur einen USB-Stick.

Infrarot mit Fernbedienung unter OpenElec


Der eingebaute IR-Empfänger funktioniert unter OpenElec 5 Out-of-the-box - es müssen also keinerlei Treiber oder Einstellungen vorgenommen werden. Mit einer Logitech Harmony oder auch der One For All URC-7960 ist auch das Einschalten aus dem ausgeschalteten Zustand kein Problem.

HDMI-CEC


Was ist HDMI-CEC ? CEC steht für Consumer Electronics Control und ist ein HDMI Standard mit dem Geräte die miteinander über HDMI verbunden sind Informationen austauschen können. Verbindet man seinen TV mit dem Mediaplayer per HDMI, und schaltet dann den TV ein, wird der Mediaplayer automatisch mitgestartet und der TV auf den richtigen AV-Eingang (HDMI) geschaltet, identisch verhält sich das Ganze beim Ausschalten.

Zusätzlich werden alle Tasten der TV-Fernbedienung (in meinem Beispiel, dass kann auch eine andere Fernbedienung sein) an die aktuell aktive Quelle (z.B. Kodi) weitergeleitet, Kodi lässt sich dann mit der TV-Fernbedienung bedienen (z.B. Play, Pause, Pfeiltasten, Enter, Zurück usw.). Das CEC-Protokoll kann bis zu 15 Geräte gleichzeitig verbinden. Das Ganze ist dann wirklich sehr komfortabel.

Die Intel NUC D54250WYK unterstützt HDMI-CEC wie bisher alle NUCs und ZBoxen leider nicht. Es ist aber möglich CEC per externen Adapter nachzurüsten, die beste Möglichkeit hierfür ist der externe Pulse-Eight HDMI-CEC Adapter inkl. Versand für ca. 47 Euro. Diesen HDMI-CEC Adapter haben wir hier getestet.

Technische Daten











ProzessorIntel Core i5-4250U (2x 1,30 GHz, HT, Turbo bis 2,6GHz, 15W TDP)
Arbeitsspeichermax. 16GB DDR3L-1600 (1,35V)
GrafikkarteIntel HD Graphics 5000 @ 1GHz
Festplatte1x mSATA (6Gb/s), (nur H-Version: 1x SATA3 (6Gb/s) 2,5 Zoll)
Funkvorbereitet, mPCI-E Slot und Antennen sind vorhanden
Anschlüße1x Mini Display Port 1.2, 1x Mini-HDMI 1.4a, 1Gbit LAN, 4x USB 3.0, IR-Empfänger, Stereo-Klinke
Abmessungen11,7 x 11,2 x 3,7cm
Preis312 Euro

Vergleich mit Alternativen
















Intel NUC D54250WYKIntel NUC DN2820FYKIntel NUC D34010WYK
CPUIntel Core i5-4250UIntel Celeron N2820Intel Core i3-4010U
ArchitekturHaswellBay-Trail-THaswell
Leistung100%32%75%
Verbrauch Idle5W5W6W
Verbrauch Video10W8-13W9W
W-LANkann nachgerüstet werden802.11n (150MBits)kann nachgerüstet werden
Arbeitsspeicher2x DDR3-1600 (1,35V)1x DDR3-1066 (1,35V)2x DDR3-1600 (1,35V)
FestplattemSATA3SATA2mSATA3
Eignung Windows***********
Eignung OpenElec***************
DatumQ4/2013Q1/2014Q4/2013
Preis312 Euro125 Euro250 Euro

Shopping-Liste



















ArtikelPreis
Intel NUC D54250WYK312,00 Euro
Arbeitsspeicher
2GB Crucial CT25664BF160B DDR3L-1600, 1.35V21,00 Euro
4GB Crucial CT51264BF160BJ DDR3L-1600, 1.35V35,50 Euro
4GB Crucial CT51264BF1339J DDR3L-1333, 1.35V36,00 Euro
8GB Crucial CT8G3S160BM DDR3L-1600, 1.35V77,00 Euro
USB-Stick
16GB Integral Fusion Mini USB 3.0 (140MB/s lesen, 10MB/s schreiben)12,00 Euro
16GB SanDisk Cruzer Extreme USB 3.0 (150MB/s lesen, 75MB/s schreiben)23,00 Euro
32GB Integral Fusion Mini USB 3.0 (140MB/s lesen, 20MB/s schreiben)24,00 Euro
32GB SanDisk Cruzer Extreme USB 3.0 (180MB/s lesen, 110MB/s schreiben)35,00 Euro
SSD-Festplatte
30GB Kingston 30GB SSDNow mSATA (280MB/s lesen, 220MB/s schreiben)33,00 Euro
128GB Crucial CT128M550SSD3 M550 mSATA (493MB/s lesen, 366MB/s schreiben)83,00 Euro
120GB Samsung MZ-MTE120BW mSATA (481MB/s lesen, 417MB/s schreiben)78,00 Euro

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Fazit


In der aktuell stärksten NUC verbaut Intel mit dem Intel Core i5-4250U einen schnellen und sparsamen Prozessor. Die NUC ist ideal als Office-PC und HTPC geeignet. OpenElec mit Kodi läuft flüssig und schnell, bleibt dabei für einen Core i5 Prozessor zudem sehr sparsam.

Wenn ihr nur einen Mediaplayer für Kodi sucht und auf die 4K-Auflösung erstmal verzichten könnt, schaut euch die kleinste NUC, die Intel NUC DN2820FYKH (Testbericht) an, denn die kann OpenElec genauso gut wie die große i5-NUC.

Möchtet ihr etwas mehr ist die i5-NUC eine sehr gute Wahl. Intel verbaut hier aktuelle Hardware in einem sehr gut verarbeiteten Gehäuse. Der Arbeitsspeicher kann im Dual-Channel Modus betrieben werden und die Geschwindigkeit unter Windows ist wirklich sehr gut.






[b]Positiv[/b][b]Negativ[/b]
Booten von USB 3.0 Port möglichPreis
Eingebauter IR-Empfänger
Schnell, sparsam und Leise

Letztes Update: Januar 2015 von Stefan, Bemerkung: OpenElec Version 5 Links und Text angepasst.