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NAS Advanced 3.0 mit Kaby-Lake 4-Thread Pentium, 6x SATA und M.2

NAS Advanced 3.0 mit Kaby-Lake 4-Thread Pentium, 6x SATA und M.2

Die mittlerweile dritte Version unserer Anleitung für ein mittelgroßes bis großes NAS bietet gegenüber dem Vorgänger neben 30% Mehrleistung auch die Möglichkeit eine M.2 Festplatte als Systemdatenträger einzubinden. Die 6 SATA Ports arbeiten nun alle im aktuellsten SATA3/6G-Standard.

Eigentlich ist die neue Kaby-Lake Architektur nur eine kleine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger, Skylake. Neben im Mittel 200 MHz mehr Taktfrequenz und der Tatsache das Kaby-Lake nun HEVC (h.265) endlich in Hardware verarbeitet ist die Leistung pro Takt identisch zu Skylake. Gewinner sind die neuen Pentium Prozessoren, die nun Hypertheading unterstützen und so über 4 logische Prozessoren verfügen (anstatt 2 im Vorgänger). Zusammen ergibt das im Intel Pentium G4560 ca. 30% Mehrleistung im Vergleich zum älteren Intel Pentium G4400.

Einziger Wermutstropfen: den Consumer-Prozessoren (Celeron, Pentium, Core i3/i5/i7) hat Intel die ECC-Speicherunterstützung entzogen. Allerdings war für ein ECC-fähiges System auch in der Vergangenheit immer ein Mainboard mit teurem Intel C-Chipsatz erforderlich.

Für unsere NAS Advanced Anleitung ist dies also kein Nachteil. Daher haben wir als Prozessor den Intel Pentium G4560 gewählt, der auf 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher zurückgreifen darf.



CPU, Mainboard und Arbeitsspeicher

Beim Mainboard haben wir diesmal wieder zum kleinsten Intel Chipsatz, dem B250M gegriffen. Das Gigabyte GA-B250M-DS3H bietet 6 SATA-Ports der neusten Generation sowie einen M.2 Slot und fasst bis zu 4 Arbeitsspeichermodule, die mit einer maximalen Geschwindigkeit von DDR4-2400 operieren. Damit lassen sich auf Wunsch bis zu 64GB Arbeitsspeicher verbauen. Bis zu 3 Monitore lassen sich über HDMI 1.4, DVI-D und VGA gleichzeitig anschließen.


NAS Advanced 3.0 mit Kaby-Lake 4-Thread Pentium, 6x SATA und M.2

6x SATA 6G - max. 550MB/s pro Port
1x M.2 inkl. PCIe 3.0 x4 Support für SATA und PCIe SSDs
AES-Ni - Beschleunigung von Ver- und Entschlüsselung
Vt-x, Vt-d - Virtualisierungsfeatures
4x USB 3.0 + 1x Front-USB 3.0
2x USB 2.0 + 2x Front-USB 2.0
1x Gigabit LAN (Realtek RTL8111H, Wake-On-Lan, Wake-On-Wan, 802.3az EEE, PXE)
1x HDMI, 1x DVI + 1x VGA Display
1x PCIe 3.0 x16, 2x PCIe 3.0 x1

Der Intel Pentium G4560 unterstützt die AES-Ni, also die Ver- und Entschlüsselung von Daten via AES in Hardware. Dadurch können nahezu ohne Leistungsverlust auf Wunsch die Daten auf dem NAS verschlüsselt werden. Die Prozessorauslastung beträgt bei einem 115 MB/s Datentransfer über das Netzwerk ca. 12-15%.

Wem die 6 SATA Ports nicht ausreichen, der kann den PCI-E 3.0 x16 Slot (max. 15.754 MB/s Bandbreite) nutzen um einen zusätzlichen Controller - auch ein Hardware-Raid ist denkbar - zu verbauen. Dem Mainboard liegen zwei SATA-Kabel bei. Wer mehr Festplatten anschließen möchte, benötigt weitere SATA Kabel wie z.B. 3x deleyCON SATA 3 Kabel 0,5m für aktuell 6 Euro.



Systemfestplatte - SSD über SATA / M.2 oder USB 3

Das Mainboard verfügt über einen M.2 Slot, der SSDs via SATA oder PCIe bis zu PCIe 3.0 x4 ansprechen kann. Achtung: verbaut man eine SATA-SSD in den M.2 Slot, wird automatisch der letzte SATA-Port deaktiviert, da die Intel Consumer Mainboards maximal 6 SATA Geräte gleichzeitig unterstützen. Nutzt man hingegen eine moderne (aber auch teurere) PCIe SSD, kann man zusätzlich alle 6 SATA-Ports für Datenfestplatten nutzen.

Wir hatten in der Vergangenheit häufig spezielle USB-Sticks mit haltbaren SLC-Speicherzellen empfohlen, da sich normale USB-Sticks mit MLC-Zellen nicht als Datenträger für ein Betriebssystem eignen, denn diese MLC-Zellen nutzen sich sehr schnell ab. Teilweise sind solche Sticks nach 1-2 Wochen Einsatz schon defekt.

Zu den teureren SLC-Sticks möchten wir euch aber nicht mehr raten, da doch einige Erfahrungsberichte in unserem Forum zeigen, dass auch die SLC-Sticks im Dauereinsatz zu schnell kaputt gehen. In meinem Heim-NAS werkelt ein SLC-Stick zwar schon knapp 2 Jahre ohne Probleme, vielleicht habe ich aber bisher einfach nur Glück gehabt.

In einem NAS möchte man sich die wertvollen SATA-Ports für die Datenfestplatten nicht durch eine Systemfestplatte blockieren, also habe ich nach einer Lösung gesucht und diese in einem M.2 USB 3.0 Adapter (siehe Anleitung) gefunden.

Konkret empfehlen wir hier die 32GB Transcend MTS400 SSD mit SATA Controller, die in einem speziellen USB 3.0 M.2 Stick Gehäuse steckt. Leider ist das Gehäuse mit 20 Euro fast genauso teuer wie die 32GB große SSD, lässt sich aber später auch noch wiederverwenden. Die gleiche SSD lässt sich im SATA-Modus auch im M.2 Slot des Mainboard nutzen, wenn euch 5 SATA Ports reichen.

Möchtet ihr den M.2 Slot nicht nutzen, empfehlen wir als Alternative eine kleine SATA SSD wie die Transcend TS32GSSD340K (32GB). Die günstigste Lösung ist es allerdings die kleine 32GB Transcend MTS400 SSD in den M.2 Slot den Mainboards einzubauen.

Wie oben bereits erwähnt könnt ihr aber auch eine reine PCIe-SSD in den M.2 Slot des Mainboards verbauen. Dann stehen euch alle 6 SATA Ports für Datenfestplatten zur Verfügung. Diese Lösung ist die teuerste, da PCIe-SSDs meist erst ab 128 GB Kapazität angeboten werden. Für OpenMediaVault reichen aber schon 16 GB völlig aus.



Das richtige Gehäuse

Hier kommt quasi jedes Micro-ATX kompatible Gehäuse mit einer guten Festplattenkühlung in Frage. Da wir unsere NAS Anleitungen nun seit mehreren Jahren anbieten, haben wir hier ziemlich viel Erfahrung sammeln können. Wir bleiben bei unseren beiden Empfehlungen, die wir schon seit der ersten Version dieser Anleitung empfehlen.


Fractal Design Define R5
Mein Favorit ist immer noch das Fractal Design Define R5 für rund 110 Euro. Mich hat das Gehäuse durch seine Möglichkeit überzeugt 8 Festplatten (3,5 Zoll) unterzubringen, die von 2 140mm Lüftern optimal gekühlt werden. Zudem habe ich bisher schon dutzende dieser Gehäuse verbaut welche alle eine absolut super Verarbeitung hatten.

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Das Fractal Design Define R5 verfügt über eine eingebaute Lüftersteuerung (5/7/12V) an die maximal 3 Lüfter angeschlossen werden können. Die beiden beiliegenden 140mm Lüfter sind angenehm leise.


Xigmatek Asgard
Wem das Fractal Design Define R5 zu teuer ist, dem empfehle ich den Xigmatek Asgard Midi-Tower als günstigere Lösung. Dieser kann sieben 3,5 Zoll Festplatten aufnehmen die von einem 120mm Lüfter gekühlt werden. Zumindest 4 Festplatten können so ausreichend gekühlt werden, ggf. muss dann noch ein zweiter Lüfter zugekauft werden.

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Netzteil

Bei einem NAS für 6 oder mehr Festplatten empfehlen wir ein richtiges ATX-Netzteil und keine Pico-PSU, wie wir sie in unserem NAS - Basic Vorschlag empfehlen. Der Grund ist, dass normale ATX-Netzteile erst ab einem bestimmten Leistungsbereich (meistens größer 35W) wirklich effizient arbeiten. Bei der Verwendung von 6 Festplatten wird unser System knapp 50W mit aktiven Festplatten verbrauchen.

Da das Gigabyte GA-B250M-DS3H über einen 12V P8-Stecker verfügt (und nicht mit nur einem P4-Stecker bootet), empfehlen wir entweder das be quiet! BN240 System Power 8 80+ 400W oder das etwas schwächere aber qualitativ geringfügig hochwertigere be quiet! Pure Power 10 - 350W.

Die Effizienz der beiden Netzteile wird mit guten 87% angegeben, alle gängigen Schutzschaltungen wie Überhitzungsschutz, Überstromschutz, Überspannungsschutz, Unterspannungsschutz sowie ein Kurzschlussschutz sind vorhanden.

Beide Netzteile unterstützen die Intel C6/C7 Energiesparzustände und besitzen 5x SATA-Power. Für 6 Festplatten ist also noch ein Wentronic Internes Stromadapterkabel (SATA Kupplung auf 2x SATA Stecker) für 2,59 Euro erforderlich.



Festplatten

Das wichtigste in einem NAS sind natürlich die Festplatten. Wir verwenden Festplatten des Typs Western Digital Red mit 8TB, diese Festplatten eignen sich durch eine auf NAS-Systeme optimierte Firmware besonders gut für unser System. So unterstützen die WD Red Festplatten z.B. TLER (Time-Limited-Error-Recovery). Diese Funktion sorgt durch eine Kommunikation mit dem Raid-Controller für eine höhere Stabilität. Alternativ kann man Festplatten der Seagate NAS Serie nutzen, die über ein vergleichbares Featureset verfügen.

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Western Digital gibt 3 Jahre Garantie auf die NAS-Serie. Der Preis liegt aktuell bei rund 43 Euro pro TB Kapazität. Generell macht es immer Sinn weniger Festplatten mit hoher Kapazität zu kaufen als viele Festplatten mit geringer Kapazität, denn die Ausfallwahrscheinlichkeit nimmt mit der Anzahl der Festplatten überproportional zu.



Zusammenbau

Egal für welches Gehäuse ihr euch entscheidet - der Zusammenbau ist denkbar einfach. Der Prozessor wird in den Sockel des Mainboards gesetzt, der beiliegende CPU-Lüfter muss danach nur aufgesteckt werden und rastet in den 4 Löchern des Mainboards ein. Wärmeleitpaste muss nicht installiert werden, da der Intel CPU-Lüfter bereits ein Wärmeleitpad besitzt.

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Selbst wenig versierte Anwender sollten die Komponenten in unter einer Stunde zusammenbauen können. Besondere Bios-Einstellungen müssen nicht vorgenommen werden, das System ist nach dem Zusammenbau direkt einsatzbereit.

Wir hatten Probleme mit den Kingston HyperX HX424C15FBK2/8 Modulen, sofern wir den Dual-Channel Modus mit zwei Modulen gleichzeitig nutzen wollten. Das Mainboard verweigerte teilweise den Start. Daher empfehlen wir zwei Module vom Typ Crucial CT2K4G4DFS824A 8GB DDR4-2400. Diese funktionieren auch im Dual-Channel einwandfrei. Wer 5 Euro sparen möchte greift zu den etwas niedriger getakteten Crucial CT2K4G4DFS8213 8GB DDR4-2133 Modulen, die ansonsten identisch sind.



Bios

Das Bios des Gigabyte GA-B250M-DS3H ist recht modern und einfach mit Maus und Tastatur zu bedienen. Persönlich gefällt mir das Bios von ASRock, ASUS und MSI deutlich besser, aber auch im Gigabyte Bios findet man alle wichtigen Einstellmöglichkeiten.
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Vergleich der NAS-Betriebssysteme

Ihr könnt auf diesem NAS ein Betriebssystem euer Wahl installieren. Auch Windows 8.1 oder Windows 10 sind möglich, da Microsoft ab Windows 8 mit den Windows Storage Spaces einen eigenen Software-Raid ermöglicht.

OpenMediaVaultFreeNAS
Basis OSDebian 7 (Wheezy)FreeBSD 9.3
Raid-LevelJBOD, 0, 1, 5, 6, 100, 1, Raid-Z (5), Raid-Z2 (6), Z3
DateisystemeExt3, Ext4, XFS, JFSZFS, UFS
Arbeitsspeichermin. 2GBmin. 8GB
BedienungWeboberfläche, KonsoleWeboberfläche, Konsole
SchwierigkeitEinfachFortgeschritten
AnleitungJa, vollständigJa, vollständig


Wir verwenden in diesem NAS - Advanced Vorschlag das Betriebssystem OpenMediaVault welches auf einen Debian Linux Unterbau setzt. Dadurch ist es fast unbegrenzt erweiterbar und die Bedienung ist über eine Weboberfläche sehr einfach. Das System ist kompatibel mit OpenMediaVault 2.x (Final) und mit OpenMediaVault 3.x (Beta). Die Startzeit des NAS dauert mit einer SSD nur ungefähr 30 Sekunden, aus dem Standby erwacht das NAS binnen 1-2 Sekunden.

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Eine vollständige Schritt-für-Schritt Anleitung zur Installation von OpenMediaVault findet ihr auch bei uns.



Stromverbrauch und Wake-On-Lan

Ein wichtiger Punkt bei einem NAS oder Home-Server ist der Stromverbrauch. Daher sind alle von uns ausgewählten Komponenten sehr sparsam. Als Betriebssystem haben wir OpenMediaVault in der Version 3.0.59 (Kernel 4.8) genutzt.

SituationVerbrauchBemerkung
Ausgeschaltet, kein Betriebssystem1,4W
Ausgeschaltet, aus OMV1,0W
Standby, WakeOnLan aktiv1,5W(Suspend-to-Ram)
Im Betrieb (ohne Festplatte, Idle)17W
Im Betrieb (mit 2 ruhenden WD Red 8TB Festplatten)27W
Im Betrieb (mit 2 aktiven WD Red 8TB Festplatten)30W

Wir benutzen in diesem Vorschlag das Wake-On-Lan Feature des Mainboards. OpenMediaVault verfügt über ein Plugin mit dem Namen "AutomatischHerunterfahren". Dieses Script prüft anhand von speziellen Kriterien ob das NAS automatisch in den Standby-Modus wechseln soll. Ihr könnt z.B. euer Netzwerk alle 5 Minuten nach Clients wie PCs, Notebooks oder Mediaplayer scannen lassen. Ist kein Client mehr aktiv, so wechselt das NAS in den Standby.

Windows, Linux oder Mac Clients oder Mediaplayer z.B. mit Kodi (XBMC) können das NAS dann bei Gebrauch selbst aus dem Standy aufwecken. Dies passiert alles vollautomatisch! Ihr werdet gar nicht merken, dass euer NAS im Standby war. Mit dieser Methode lässt sich eine große Menge an Energie einsparen.

Die vollständige Konfiguration zu Wake-On-Lan und AutoShutDown findet ihr auch in der Installationsanleitung von OpenMediaVault.

Wir haben das Automatische Herunterfahren des NAS mehrfach getestet und es funktioniert mit der hier verwendeten Hardware einwandfrei. Die WOL-Funktionalität ist immer aktiv und muss daher im Bios nicht aktiviert werden.

Wichtig ist, dass im "AutomatischHerunterfahren" Plugin in den erweiterten Optionen folgende Zeile eingegeben wird:

TEMPPROCNAMES="-"

Vergisst man diese Konfiguration, wechselt das NAS nicht in den Standby und bleibt dauerhaft aktiv. Das Verhalten des Plugins lässt sich jederzeit über die Systemprotokolle nachvollziehen und ggf. anpassen.



Lautstärke

Sowohl das Netzteil als auch der Intel Lüfter sind im Normalbetrieb sehr leise, der Lüfter kann bei Volllast ziemlich laut werden, das kommt aber im NAS Betrieb nie vor. In einem geschlossenen Gehäuse sind beide Komponenten dann ab 2 Meter Entfernung nicht mehr zu hören. Allerdings können sich die Datenfestplatten (je nach Anzahl) zu einem recht lauten Geräusch zusammenaddieren.



Häufige Fragen rund um OpenMediaVault


Da wir eigentlich alles wichtige bereits in unserer Installationsanleitung von OpenMediaVault beantwortet haben, fasse ich mich hier kurz.

Frage: Ist der Raid später erweiterbar ?
Antwort: Ja (Raid 0,5,6)

Frage: Kann man den Raid bei einem Festplattenausfall wiederherstellen ?
Antwort: Ja, defekte Festplatte austauschen und die Wiederherstellungsfunktion in OMV benutzen.

Frage: Kann man den Systemdatenträger austauschen ohne Daten auf dem Raid zu verlieren ?
Antwort: Ja, der Raid ist unabhängig vom Systemdatenträger.

Frage: Kann man die Hardware (CPU, Mainboard, Arbeitsspeicher) austauschen, ohne Daten auf dem Raid zu verlieren ?
Antwort: Ja, der Raid ist unabhängig von der verwendeten Hardware.

Frage: Ich habe Probleme mit der Installation von OMV (Grub-Bootloader)!
Antwort: Der OMV Systemdatenträger muss als erstes Laufwerk angeschlossen sein (/sda). Alle Datenfestplatten sollten während der Installation abgeklemmt werden.



Zusammenstellung

Hier haben wir alle Komponenten noch einmal aufgelistet.

KomponenteNamePreis
ProzessorIntel Pentium G4560 (2x 3,5GHz + HT)66 Euro
MainboardGigabyte GA-B250M-DS3H78 Euro

ArbeitsspeicherCrucial CT2K4G4DFS824A 8GB DDR4-2400 1.2V78 Euro
Arbeitsspeicher (alternativ)Crucial CT2K4G4DFS8213 8GB DDR4-2133 1.2V64 Euro
Arbeitsspeicher (alternativ)Kingston HyperX HX424C15FBK2/8 8GB DDR4-2400 1.2V75 Euro

System-Stick GehäuseUSB 3.0 M.2 Stick20 Euro
System-Stick SSD32GB Transcend MTS40035 Euro
System-SSD (alternativ)Transcend TS32GSSD340K (32GB)39 Euro

Netzteilbe quiet! BN240 System Power 8 80+ 400W40 Euro
Netzteil (alternativ)be quiet! Pure Power 10 - 350W49 Euro
Netzteil (alternativ)be quiet! Pure Power 10 CM - 400W61 Euro

GehäuseFractal Design Define R5102 Euro
Gehäuse (alternativ)Xigmatek Asgard Midi-Tower43 Euro
Gehäuse (alternativ)Cooler Master Elite 31037 Euro

Zubehör3x deleyCON SATA 3 Kabel 0,5m6 Euro
Zubehör (optional)SODIAL(R) 8 Zoll USB 3.0 20-Pin4 Euro
Zubehör (ab 6 Festplatten)SATA Kupplung auf 2x SATA Stecker3 Euro

DatenfestplattenWestern Digital Red, Preis je TB Kapazität43 Euro
Datenfestplatten (alternativ)Seagate NAS, Preis je TB Kapazität43-46 Euro

SummeGünstigste Zusammenstellung ohne Datenfestplattenca. 330 Euro



Fazit

Unser NAS - Advanced 3.0 ist Dank neuem Intel Pentium G4560 aus der Kaby-Lake Architektur deutlich schneller als unser bisheriger 2.0 Vorschlag. Das Gigabyte GA-B250M-DS3H kann bis zu 4 DDR4-2400 Arbeitsspeichermodule aufnehmen und verfügt über einen zusätzlichen M.2 Slot.

Das System ist durch die freie Betriebssystemwahl sehr flexibel und kann später durch den PCIe 3.0 x16 Slot einfach aufgerüstet werden. In OpenMediaVault 3.0.59 Beta verbraucht das NAS im Leerlauf ohne Datenfestplatten geringen 17 Watt. Das ist 1 Watt weniger als unser NAS Advanced 2.0 mit Skylake Prozessor verbraucht hat.

Als Systemdatenträger empfehlen wir die USB 3.0 zu M.2 SATA Kombination oder den direkten Einbau der 32GB Transcend MTS400 in den M.2 Slot des Mainboards. Das Mainboard kann aber auch mit schnellen PCIe M.2 SSDs umgehen. Dann stehen wie bei der USB 3.0 zu M.2 SATA Kombination alle 6 SATA-Ports für Datenfestplatten zur Verfügung.



88 Kommentare

Von Stefan am 10.06.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Thomas: In das Aerocool EN52124 gehen auch 6 Festplatten.

Von Thomas am 10.06.2017
Besucher

Das Xigmatek Asgard Midi-Tower scheint nicht mehr lieferbar. Habt Ihr eine andere günstige Alternative?

Von Hanno am 08.06.2017
Besucher

Hi, habt ihr vielleicht noch Empfehlungen für kleinere Gehäuse für die hier vorgestellten Komponenten?

Von Tim am 29.05.2017
Besucher

Hallo,

hatte als Alternative zunächst eine interne Adapterkarte von PCIe auf SATA gedacht, z.B.
Sedna SSD-Adapter PCI-Express

Aber mittlerweile sind richtige SSDs mit PCIe-Interface so billig geworden, dass sich m.E. der ganze Adapteraufwand kaum noch lohnt:
Corsair CSSD-F120GBMP500 120GB.

Von Stefan am 29.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Tim: Eine Alternative zur 32GB Transcend MTS400 ist mir leider nicht bekannt (M.2 B-Key mit SATA Controller). Damit der Stick intern verbaut werden kann, benutze ich einen SODIAL(R) 8 Zoll USB 3.0 20-Pin.

Von Tim am 29.05.2017
Besucher

Hallo,

1) die SSD Transcend MTS400 ist nur schwer erhältlich, was wäre eine empfehlenswerte Alternative dazu?

2) die SSD in einen USB-Stick zu packen, der dann außen am Gehäuse hängt, finde ich etwas unschön.
Gibt es nicht einen internen USB 3.0 --> SATA-Adapter ?
Oder gibt es gar einen PCIe --> SATA-Adapter im M.2-Format ?

Von Stefan am 16.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Michael: Ja H170 / Z170 gehen auch, die H270 / Z270 sind aber neuer.

Von Michael am 16.05.2017
Besucher

Hallo Stefan,

noch mal eine Frage, Du hattest geschrieben, das man den H270 Chipsatz nehmen soll, weil der den Intel RAID unterstützt.
Macht das der H170 oder Z170 nicht auch?

Von Stefan am 15.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Michael: Dual Intel LAN bedeutet, dass zwei Netzwerkkarten (oder 2 Anschlüsse) auf dem Mainboard vorhanden sind. Bei weiteren Fragen hilft dir gern unser Forum weiter.

Von Michael am 12.05.2017
Besucher

Hallo Stefan,

ich meinte nicht zwei Karten, sondern zwei Anschlüsse.

Das habe ich gelesen:

Dual Intel® LAN

Users are able to connect two LAN cables to this motherboards rear I/O. Dual LAN with Teaming function enabled on this motherboard allows two single connections to act as one single connection for twice the transmission bandwidth, making data transmission more effective.
* Teaming is not supported with Windows® 10.

trifft das auf alle Boards mit zwei Anschlüssen zu?

Von Stefan am 12.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Michael: Ob 2 Netzwerkkarten was für dich bringen, musst Du natürlich entscheiden, Windows 10 kommt mit mehreren Netzwerkkarten ohne Probleme zurecht.

Von Michael am 11.05.2017
Besucher

Hallo Stefan,

Ich hoffe ich gehe Dir mit meinen Fragen nicht auf die Nerven!!
Es gibt ja Motherboards mit 2xLan.
Bringt das was?
Kann Win10 das?
Bei einem Board habe ich gelesen, das Win10 das nicht unterstützt.

Von Stefan am 11.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Michael: Die neuen Mainboard haben eigentlich alle Wake-On-Lan, aber ich kenne natürlich nicht alle.

Von Michael am 10.05.2017
Besucher

Hallo Stefan,

Danke erst mal für die schnelle Info.
Da ich den Intel Raid verwenden möchte, muss ich also einen H270 Chipsatz nehmen.
Haben diese alle Wake on Lan, falls nicht woran kann man das erkennen?

Von Stefan am 10.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Michael: Wenn Du keinen RAID benötigst oder mit den Windows Speicherplätzen auskommst, kannst Du diese Hardware verwenden. Ansonsten ein Mainboard mit H270 Chipsatz, damit Du den Intel RAID hast.

Von Michael am 09.05.2017
Besucher

Hallo,

würde mir das beschriebene System gerne nach bauen.
Ich würde aber lieber Win10Pro als OS einsetzen wollen, kann man dann ja auch als Office oder Virtual-Rechner nutzen.
Sollte man an der Hardware irgendwas ändern, oder ist sie so gut genug?

Vielen Dank im vor raus.
Michael

Von Stefan am 08.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@cc: Wenn deine M.2 SSD schon im Bios nicht erkannt wird, scheint da was nicht zu stimmen. Bei meinem Gigabyte GA-B250M-DS3H hatte ich keine Probleme, die SSD hat sich wie jede andere Festplatte verhalten.

Von cc am 08.05.2017
Besucher

Wie bindet man denn eine M.2 SSD wie in obier Anleitung erwähnt als Systemdisk ein? Bei der Installation von OMV und auch im BIOS des Gigabyte H270N-WIFI Mainboards wird meine Intel p600 leider nicht erkannt.

Von Stefan am 07.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Peter: Auch die Pentiums sollten ECC-Support auf dem C232 Chipsatz haben. Von den Ergebnissen der Tools würde ich mich nicht verwirren lassen, die haben schon bei Skylake nicht vernünftig funktioniert. Es ist per Software meiner Erfahrung nach nicht verlässlich möglich eine Aussage zu treffen. Schlimmer noch: meist wissen selbst die Hersteller der Mainboards nicht wirklich, wie und ob ECC-Ram auf ihrer Hardware funktioniert. Ein Drama, deswegen habe ich ECC-Ram auch im privaten Bereich den Rücken gekehrt.

Von Peter am 07.05.2017
Besucher

Danke fuer den tollen Beitrag. (y)

Trotz leicht unsichere Faktenlage zum ECC Support der Kaby Lake Pentiums, habe ich es dennoch gewagt und mir einen G4600 bestellt. Dieser arbeitet auf einem Asus P10S-I (C232 Chipsatz) und sollte eigentlich n dieser Kombination ECC Ram unterstuetzen. Das Board brauchte ein BIOS Update um offiziell mit dem G4600 zusammenzuarbeiten. Mein System laeuft eigentlich problemfrei, aber: Bei der ECC Unterstuetzung bin ich mir nicht ganz so sicher:

Laut dem Tool dmidecode liegt ECC Unterstuetzung an, dies gilt wohl hauptsaechlich fuer die eigentlichen RAM-Module. Laut ecc_check (ein kleines Utility: https://github.com/rickyzhang82/ecc_check/blob/master/ecc_check.c) gibt es keine ECC Unterstuetzung fuer das Gesamtsystem. Klar, die Frage ist, wie genau sind solche Tools, vor allem auf aktueller Hardware.

Ich meine aber mal irgendwo gelesen zu haben, diese viele Boards trotz eigentlicher ECC Unterstuetzung des Prozessors diese ausschliesslich nur in Kombination mit einem XEON-CPU wirklich zur Verfuegung stellen. Leider konnte ich zu dem oben genannten Asus Board keine konkreten Informationen finden.

Vielleicht weiss jemand mehr dazu?

Tausend Dank,
Peter

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.