Sicherer surfen im Netz: Einfacher Schutz für wichtige Lebensbereiche

Kinder müssen im Internet geschützt werden.

Das Internet ist ein faszinierendes Medium. Mit Social Media, Jobbörsen, Partnerbörsen, Online-Magazinen, Gaming und Streaming-Plattformen sowie zahlreichen weiteren Portalen ist es inzwischen für viele Menschen längst zu einem zweiten Zuhause geworden. Zweifellos gibt es hier auch gewisse Risiken, die sich mit sinnvoller Vorbeugung und geeigneten Sicherheitsmaßnahmen entschärfen lassen. In fünf Bereichen ist das besonders wichtig:

Guter Schutz für die eigenen Finanzen 

Geld spielt im Netz eine bedeutende Rolle. Schließlich können wir in Online-Shops einkaufen, Cashback-Rabatte einbuchen, Lotto spielen und Glücksspiel-Einsätze tätigen, Abonnements für Streamingdienste verwalten und unsere gesamten Finanzen per Online-Banking verwalten.

Wo finanzielle Daten so leicht verfügbar sind, gibt es selbstverständlich auch ein gewisses Risiko für Missbrauch und Betrug. Hinter manchem Angebot kann sich eine Kostenfalle verbergen und bei einigen Anbietern ist das Eintragen von Bankdaten über ungesicherte Verbindungen praktisch ungeschützt vor dem Zugriff Fremder. 

Umso wichtiger ist es, nicht in solche Fallen zu tappen. Es lohnt sich, bei der Inanspruchnahme neuer Angebote stets auch die kleingedruckten Zeilen zu lesen und darauf zu achten, ob ein Anbieter eine gute Reputation genießt. Echte Bewertungen von Internetnutzern können diesbezüglich bereits recht aufschlussreich sein, denn immer mehr Menschen achten auf guten Verbraucherschutz. 

Sowohl in Online-Shops als auch bei Streamingdiensten und Vergnügungsseiten ist ein genauerer Blick in jedem Fall empfehlenswert, bevor Zahlungen getätigt werden. Vor allem bei sensiblen Freizeit-Aktivitäten muss der Verbraucher genauer hinschauen und nicht nur auf Bewertungen vertrauen. So sollte das beste Online Casino für sichere Spieleinsätze beispielsweise

  • sichere Zahlmethoden wie PayPal, 
  • eine gesicherte Verbindung, 
  • ein vollständiges Impressum 
  • und eine gültige Lizenz besitzen.

Diese Details sind, abgesehen von der Lizenz, für nahezu alle Anbieter im Web wichtig und stellen auf der Suche nach zuverlässigen Seiten gute Indikatoren dar. Bei Glücksspielen ist eine EU-Lizenz aber ein muss, damit der Anbieter von entsprechenden Behörden geprüft werden kann.

Die eigene Identität im WWW solide beschützen 

Nicht nur Geld direkt kann im Internet eine begehrte Ware sein. Auch persönliche Daten abseits von Kontoinformationen sind reizvoll, denn mit ihnen können sich Betrüger bei manchen Diensten anmelden und Bestellungen oder Buchungen unter falschem Namen vornehmen. Für Betroffene von Identitätsdiebstahl ändert sich im privaten Leben zunächst nichts. Dass sich jemand ihrer Daten ermächtigt hat, kommt oft erst dann ans Licht, wenn plötzlich nicht-nachvollziehbare Rechnungen im Briefkasten liegen oder der Gerichtsvollzieher klingelt.

Umso wichtiger ist es, dass es gar nicht erst soweit kommt. Für den Schutz der eigenen Identität im Netz sehr bedeutend ist es, für das Surfen oder auch den Versand von Mails sichere Anwendungen zu nutzen. Ein sicherer Browser und ein modernes Mailprogramm, welche so gestaltet sind, dass ein unerwünschter Zugriff sehr schwer ist, sollten zum Standard gehören. Zusätzlich können Antivirus-Software, regelmäßige Scans und ein genauer Blick auf eventuelle Phishing-Versuche helfen, die eigenen Daten vor Zugriffen zu bewahren. 

Phishing-Mails sind beispielsweise solche, die vorgeblich von einer Bank oder einem Onlineshop kommen und um Verifikation der persönlichen Informationen bitten. Wer dem Link in der Mail folgt und dann seine Daten einträgt, hat sie unwissentlich den Betrügern in die Hände gespielt. Daher lautet eine goldene Regel: Keine Links in Mails anklicken, sondern die betreffende Website lieber manuell aufsuchen. Dann haben Betrüger keine Chance.

Das Privatleben zum Safe-Space machen 

Keine Frage: Im Netz können wirklich gute Freundschaften entstehen. Auch die große Liebe findet sich immer öfter in Online-Partnerbörsen. Es ist folglich nicht verwerflich oder falsch, anderen Menschen online zu vertrauen und mit ihnen zu kommunizieren. Lediglich was den Grad der Offenheit betrifft lohnt es sich, behutsam vorzugehen. Wer viel preisgibt und beispielsweise die eigene Adresse, den Arbeitgeber oder die private Handynummer verrät, macht sich angreifbar für Stalking. 

Vorsicht bei Dating Apps: Bevor Sie sich mit Fremden treffen, informieren Sie eine gute Freundin oder einen guten Freund.

Vorsicht bei Dating Apps: Bevor Sie sich mit Fremden treffen, informieren Sie eine gute Freundin oder einen Freund.

 

Besser ist es daher, Informationen lieber etwas schwammiger zu halten, bis eine echte Vertrauensbasis vorhanden ist. Mehrere erste Treffen im realen Leben und im öffentlichen Raum helfen dabei, das Gegenüber besser einschätzen zu können.

Tipp fürs erste Blind Date: Wer ein Date online vereinbart, sollte am besten einen Screenshot von den Nachrichten machen und einer vertrauten Person geben. Dann ist das Gefühl beim Treffen gleich noch etwas besser und es gibt eine Möglichkeit, im Zweifel die Reißleine zu ziehen. 

Wer sich in der Kommunikation mit einer anderen Person nicht wohl fühlt, muss sich im Übrigen nicht verpflichtet fühlen, die Verbindung weiterhin aufrechtzuerhalten. Es ist vollkommen in Ordnung, Distanz aufzubauen, oder einen Kontakt gänzlich abzubrechen. Wie auch im echten Leben sollte dieser Schritt nur auf respektvolle und freundliche Weise geschehen. 

Ungewollten Werbefluten einen Riegel vorschieben

Stapeln sich die Briefe, Prospekte, Flugblätter und Kataloge gemeinsam mit Test-Bleistiften und -Kugelschreibern unaufhörlich auf der Kommode neben der Tür, wird es dringend Zeit, etwas dagegen zu tun. 

Ein häufiger Grund für Massen an Werbung im eigenen Briefkasten ist der Verkauf von Adressdaten im Netz. Betroffene machen das nicht selbst. Oft war die Anmeldung bei einem Newsletter oder die Eintragung des eigenen Unternehmens in ein Branchenverzeichnis der Startpunkt. Es kann sogar sein, dass Einwohnermeldeämter Adressen veräußern. Hiergegen lässt sich dann praktisch nichts unternehmen, es sei denn der Gesetzgeber schiebt dem einen Riegel vor.

Was jedoch funktioniert, ist die Flut etwas einzudämmen. Die Verbraucherzentrale merkt an, dass ein Aufkleber mit der Aufschrift „Bitte keine Werbung!“ zwar nicht reicht, es dafür jedoch weitere Maßnahmen gibt. Es ist möglich, Unternehmen den Versand von Werbung an die persönliche Adresse zu verbieten. Diesen Schritt zu gehen, ist meist nicht aufwändig und verschafft dem Briefkasten vor der Tür endlich wieder Luft. 

Ganz besonders auf Kindersicherheit achten

Das Internet ist heute schon jungen Menschen zugänglich. Online-Games, Streamingdienste und soziale Plattformen bilden einen immer bedeutenderen Bereich des Privatlebens von Jugendlichen. Für Eltern ist es daher umso wichtiger, ihre Kinder gut und umfassend über die Risiken des Internets aufzuklären und ihnen einen sicheren Umgang damit zu vermitteln. Wer sich selbst nicht auskennt, sollte entsprechende Bildungsangebote in Anspruch nehmen. Diese gibt es oft seitens der Schulen oder auch bei Volkshochschulen und Jugendeinrichtungen. 

Ein wichtiges Learning für Eltern ist dabei: Auf Betrug hereinzufallen oder einen Fehler zu machen, kann passieren und ist meist nicht den Nutzern anzulasten. Auch Erwachsene können unversehens in eine ärgerliche Falle tappen. Daher äußern sich Experten zum Thema Cyber-Grooming ebenfalls verständnisvoll:

„Die Schuld liegt aber auch in solchen Fällen ausschließlich beim Täter oder bei der Täterin. Dies sollten Eltern und Fachkräfte Kindern und Jugendlichen unbedingt zu verstehen geben.“ 

Gemeinsam können Familien dann viel über das Internet lernen und sich immer sicherer bewegen. Der positive und offene Umgang mit Risiken schützt zusätzlich vor Heimlichkeiten und stärkt das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kind. 

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