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ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

In diesem Test des ASRock J3455-ITX werfen wir nicht nur ein Auge auf die Leistung des kleinsten Intel Vierkerners auf Apollo Lake Basis, sondern ermitteln auch wie er sich im direkten Vergleich zu seinem größeren Bruder, dem ASRock J4205-ITX schlägt (Test des ASRock J4205).

Während der im ASRock J4205-ITX verbaute Pentium Prozessor eine maximale Taktfrequenz von 2,6 GHz erreicht, ist beim Intel Celeron J3455 bei 2,3 GHz Schluss. Der detaillierte Blick auf die Technischen Daten der beiden Prozessoren offenbart noch einen weiteren Unterschied: die integrierte Intel HD Graphics taktet mit 0,75 GHz etwas niedriger (0,8 GHz beim J4205) und besitzt statt 18 nur 12 Ausführungseinheiten.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test


Das ASRock J3455-ITX nutzt wie auch das ASRock J4205-ITX Intels neue Apollo Lake Prozessoren, die eine komplette Neuentwicklung gegenüber der Vorgängerarchitektur darstellen. Insgesamt sind die neuen Prozessoren bei gleichem Takt ca. 20-25% schneller als Prozessoren auf Braswell Basis.

AES-Ni zum Verschlüsseln von Dateien via Hardware wird wie auch bei der Vorgängerarchitektur unterstützt. Die neue Intel HD Graphics 500 basiert auf Intels 9. GPU-Generation die bereits in den Skylake Prozessoren verbaut wird. Wichtiger Unterschied: h.265 (HEVC) wird nun auch in 10bit voll via Hardware berechnet, ebenso Googles freier VP-9 Codec. Das kann bei den größeren Intel Prozessoren erst die gerade vorgestellte Kaby Lake Architektur, Skylake musste hier passen.



Mainboard mit HDMI 2.0 und ansonst identischer Ausstattung

Das ASRock J3455-ITX verfügt über 6 USB 2.0 und 4 USB 3.0 Anschlüsse, wovon aber nur 2x USB 2.0 und 2x USB 3.0 direkt über die I/O-Blende nutzbar sind. Damit ist die Ausstattung identisch zum ASRock J4205-ITX.

Die Front-USB 3.0 Ports dürfen parallel zu denen in der I/O-Blende verwendet werden, so dass am Ende wieder 4 USB 3.0 Ports zur Verfügung stehen. Zudem finden sich 4 SATA3 Ports, von denen zwei direkt an die Intel CPU angebunden sind und weitere zwei über einen ASMedia ASM1061 Controller. Alle Ports unterstützen NCQ, AHCI und Hot-Plug.


ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test


Das Highlight des neuen Mainboards ist der HDMI 2.0 Anschluss, der eine Auflösung von 4K x 2K (4096x2160) @ 60Hz ermöglicht. Dabei unterstützen Intels neue Apollo Lake Prozessoren offiziell HDMI 2.0 gar nicht.

ASRock bedient sich hier eines Tricks, den Intel selbst schon bei der Intel NUC6i7KYK angewendet hatte: ein spezieller Display-Port Chip versorgt den HDMI-Port mit Daten. Zusammen mit der Fähigkeit alle neuen Codecs in Hardware zu berechnen, eignet sich das ASRock J3455-ITX daher ideal als Mediaplayer der nahezu alle Medien flüssig in 4K-Auflösung über HDMI ausgeben kann.

Es lassen sich insgesamt 3 Monitore zeitgleich und digital an die Grafikeinheit anzubinden. Über den M.2 Slot darf bei Bedarf eine W-Lan Karte nachgerüstet werden. In Frage kommt hier z.B. die Intel Dual Band Wireless 8260 mit max. 867 Mbps für 17 Euro.

MainboardHDMIDisplayPortDVIVGA
ASRock J3455-ITX
(Apollo Lake)
1x 2.0
4096x2160 @ 60Hz
--
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
1x D-Sub
2048x1536 @ 60 Hz
ASRock J3710-ITX
(Braswell Refresh)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--
ASRock N3700-ITX
(Braswell)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--


Neben der internen "Gen9" Grafik mit 12 Ausführungseinheiten kann das Mainboard mit DDR3/DDR3L-1866 umgehen. Damit limitiert ASRock den Prozessor unnötig, denn theoretisch können die neuen Apollo Lake Prozessoren auch mit DDR4-2400 Arbeitsspeicher umgehen. Die PCIe Anbindung hat sich von PCIe 2.0 x4 (Braswell) auf PCIe 2.0 x6 nur geringfügig verbessert.



Bios

Die zum Testzeitpunkt aktuellste Version 1.10 lief stabil, das Bios war ASRock typisch klar strukturiert, die Einstellmöglichkeiten sind aber auf ein Minimum reduziert. Alle wichtigen Basiseinstellungen wie z.B. Energiesparstufen oder Wake-On-Lan lassen sich aber festlegen. Besonders hervorzuheben ist die Bios-Update Funktion via Internet. ASRock erlaubt hier das Update des Bios direkt per Funktion aus dem Bios heraus, was sehr komfortabel ist.

Wie bei fast allen ASRock Mainboards muss für das Wake-On-Lan (WOL) Feature die Option "PCIE Devices Power on" aktiviert werden". Diese ist vor allem für NAS Systeme interessant und funktioniert zuverlässig.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Bereits seit Braswell findet sich die "Power Gear" genannte Funktion im Bios. Hier lässt sich neben dem "Normal Mode" auch ein "Eco Mode" bzw. "Sport Mode" auswählen. Während sich die Leistung im "Normal Mode" nicht vom "Sport Mode" unterscheidet, wird im "Eco Mode" die maximale Taktfrequenz im Mehrkernbetrieb reduziert.

Für uns erschließt sich der Sinn des Eco Mode allerdings nicht, da das System dann dementsprechend länger rechnen muss - das wird in der Praxis eventuell sogar mehr Energie verbrauchen als im Normal Mode. So haben wir im Cinebench R15 Mehrkern Benchmark zwar 9% Energie eingespart, die Leistung lag dabei aber ganze 20% unter den zwei anderen Modi. Wir halten Power Gear daher für eine nette Spielerei - einen echten Nutzen konnten wir nicht erkennen.

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Möchte man z.B. Linux installieren empfiehlt es sich im Bios das CSM (Compatibility Support Module) zu aktivieren. Ansonsten bootet das Mainboard ausschließlich im UEFI Modus.



Testsystem

Wir nutzen im ASRock J3455-ITX beide Arbeitsspeicherbänke und haben zwei 4GB DDR3L-1600 So-Dimm (1,35V) Riegel von Kingston (KVR16LS11/4) verbaut. So kommen wir in den Genuss des Dual-Channel Modus, der vor allem die Leistung der Prozessorgrafik deutlich erhöht.

Wie der größere Bruder erwies sich auch das ASRock Mainboard beim Einsatz von Dual-Channel Arbeitsspeicher als sehr zickig, daher empfehlen wir hier die Kingston KVR16LS11/4, die sich als sehr zuverlässig und kompatibel erwiesen haben. Diese Erfahrung haben wir auch schon mit den Braswell Mainboards gemacht.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Als Systemfestplatte setzen wir auf eine aktuelle Samsung 850 Pro mit 256GB die wir an einen Intel SATA3-Port angeschlossen haben (2 SATA3 Ports werden über die Southbridge an den Prozessor angebunden, 2 weitere SATA3 Ports über einen ASMedia 106x Controller). Der ASMedia Controller ist ziemlich verbeitet und auch nicht schlecht, erfahrungsgemäß sind die eigenen SATA3-Ports aber noch einen Tick schneller.

Ein internes ATX-Netzteil wäre für die beiden Systeme etwas überdimensioniert, weswegen wir uns für einen PicoPSU-90 Spannungswandler (90W) für 25 Euro und für ein Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit 5,5mm/2,5mm Buchse für knapp 13 Euro entschieden haben. Das System ist dann komplett Lüfter- bzw. lautlos.



Netzteil - Intern oder Extern ?

Möchte man einen kleinen und sparsamen PC bauen ist ein internes ATX-Netzteil meistens nicht sinnvoll. Wir empfehlen bei solch sparsamen PCs dann eine PicoPSU-90 mit einem externem 60 oder 70W Netzteil. Bei geringen Lastzuständen sind nämlich selbst sehr effiziente ATX-Netzteile recht ineffizient. Das hatten wir in der Vergangenheit bereits getestet.

Mit einer PicoPSU-90 mit externem Netzteil wie dem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil lassen sich ca. 4-6 Watt einsparen im direkten Vergleich mit einem be quiet! BN256 300W System Power B8 80+ Netzteil. Allerdings ist die Anschaffung dann 14 Euro teurer und bei 8 Stunden Benutzung pro Tag (~12W) dauert es bei einem Strompreis von 0,3 Euro pro Kilowattstunde dann fast 1,5 Jahre bis sich die Mehrinvestition rein rechnerisch lohnt. Da die Nutzungsdauer aber bei den meisten bei mehr als 1,5 Jahren liegt empfehlen wir trotzdem die etwas teurere Variante.

Netter Nebeneffekt eines externen Netzteiles: es ist absolut geräuschlos, während interne ATX-Netzteile in dieser Preisregion immer aktiv gekühlt werden.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Nicht wundern: die PicoPSU-90 nutzt nur einen ATX-20 Stecker, die 4 zusätzlichen Anschlüsse dienen der redundanten Stromversorgung, welche bei kleineren System nicht benötigt wird.



Windows 10

Für Office Arbeiten wie Word, Excel oder Outlook sowie zum Surfen reicht der Intel Celeron J3455 voll aus, ein Unterschied zum ASRock J4205-ITX lässt sich nicht feststellen. Auch einfache Photoshop Tasks können noch ausreichend schnell bewältigt werden, spätestens beim Einsatz von Filtern stößt dieser allerdings an seine Grenzen. Wer täglich mit Photoshop arbeitet sollte daher eher zu einem Prozessor aus Intels Core i Serie greifen.

Der Intel Celeron J3455 ist für den normalen Anwender eine gute Wahl und zudem sehr sparsam. Ein Office Rechner mit geringen 9 Watt Verbrauch im Idle ganz ohne zusätzliche Bios Tweaks. Selbst bei maximaler Auslastung stehen nie mehr als 23 Watt auf dem Messgerät.

Windows 7 wird offiziell nicht mehr unterstützt, da bereits beim Vorgänger der verbaute XHCI-Controller nur mit einem abgeänderten Windows 7 Installationsimage korrekt installiert werden konnte. Aufgrund des neuen Prozessors muss man bei LibreELEC 7 aktuell noch zu einer Alpha/Beta Version greifen und auch OpenMediaVault 3 Beta (Debian 8) funktioniert noch nicht einwandfrei mit den Apollo Lake Prozessoren.



Benchmarks

Zwischen dem Intel Celeron J3455 und dem Intel Pentium J4205 gibt es in den Benchmarks nur geringe Geschwindigkeitsunterschiede. Im Cinebench R15 ist der Intel Celeron J3455 bei CPU und GPU-Berechnungen knapp 10% langsamer als sein großer Bruder.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Konnten die Vorgänger auf Braswell Basis trotz einer geringeren TDP von 6,5 Watt den Turbotakt im Ein- und Mehrkernbetrieb noch dauerhaft halten, ist bei dem Intel Celeron J3455 im Mehrkernbetrieb bei 2,2 GHz Schluss, dies gilt auch wenn nur ein Kern belastet wird. Der Intel Pentium J4205 taktet mit 2,4 GHz unter Belastung aller Kerne, im Einkernbetrieb sind 2,4 bis 2,6 GHz möglich.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Der AIDA64 Stabilitätstest verlief wie schon beim Intel Pentium J4205 ohne Probleme, die CPU erwärmt sich hier auf maximal 66°C (Kerntemperatur). Der Passive Kühlkörper wird maximal 50°C warm.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Durch die AES-Beschleunigung des Prozessors erzielt der Intel Pentium J3455 1,3 GB/s im Truecrypt Benchmark (J4205: 1,4 GB/s). Der Intel Pentium J3710 (Braswell) schaffte hier 1,0 GB/s.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test




Video-Wiedergabe

Das Abspielen von Videos auch mit modernen Codecs bereitet dem System keinerlei Probleme. 4k-Material mit h265 (HEVC) Codec spielt der Intel Celeron J3455 mit maximal 35% Auslastung ab. Alle abgespielten Videos liefen stets ruckel- und fehlerfrei.

Apollo Lake Prozessoren beherrschen neben h264, VC-1 und AVC auch die neuen Codecs h265 (HEVC) in 8 und 10bit sowie Googles freien VP9 Codec. Damit bietet die Plattform Unterstützung für alle modernen Codecs. Während 8bit-Material maximal auf eine Palette 16,7 Millionen Farben (256 Farbabstufungen aller Grundfarben) zurückgreifen kann, sind es bei 10bit-Material 1,07 Milliarden Farben (1024 Farbabstufungen aller Grundfarben).

Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 8bit
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Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 10bit - 140 Mbps Max UHD Bandbreite
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Kodi 17.0 Beta - h264 @ 2160p (4K)
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Bei der Videowiedergabe konnten wir keinen Unterschied zum ASRock J4205-ITX feststellen, weder die auf 12 reduzierten Ausführungseinheiten noch die geringere Taktfrequenz des Prozessors scheinen sich hier negativ auszuwirken. Die maximale Auslastung liegt mit 35% in der Spitze um ca. 5% höher als beim Intel Pentium J4205.



Kühlung und Lautstärke

ASRock verwendet zur Kühlung des Intel Celeron J3455 den gleichen, passiven Kühlkörper wie auch bei den Vorgängern. Obwohl die TDP von 6,5 auf nun 10 Watt angestiegen ist, reicht dieser Kühlkörper aus um den Prozessor ausreichend zu kühlen. Verglichen mit dem ASRock J4205-ITX bleibt das System ca. 3-4 Grad kühler.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test


Da sich auf dem Mainboard kein aktiver Kühlkörper befindet und auch kein Spulenfiepen hörbar ist, agiert das System somit komplett lautlos. Es kommt auf den Verwendungszweck und das gewünschte Gehäuse an ob man zu einem aktiven Gehäuselüfter greifen sollte. Für ein NAS empfiehlt sich z.B. immer eine Kühlung der Datenfestplatten, da Festplatten Temperaturempfindlich sind.



Energieverbrauch

In unserem Testsystem ist ein Intel CeleronJ3455 sowie 2 4GB große DDR3L-Arbeitsspeichermodule (1.35V) von Kingston (KVR16LS11/4) sowie eine 256GB große Samsung 850 Pro verbaut. Die PicoPSU-90 wird von einem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit Energie versorgt.

Zusätzlich haben wir unsere Messwerte aus dem Test des ASRock J4205-ITX gegenübergestellt. Durch die etwas kleinere Grafikeinheit und den reduzierten Takt ist das System ca. 10% langsamer, dafür aber bei maximaler Auslastung auch rund 30% sparsamer !

SituationASRock J3455-ITXASRock J4205-ITX
Windows 10 - Ausgeschaltet2,4 W2,4 W
Windows 10 - Standby2,6 W2,6 W
Windows 10 - Desktop / Leerlauf (Bios-Defaults)8,2 W8,2 W
Windows 10 - Maximale Auslastung22,4 W32,5 W
Windows 10 - Kodi 17.0 Beta h265 HEVC Max13,1 W18,0 W



Fazit

Das ASRock J3455-ITX hat sich im Test so verhalten wie man es erwarten darf: knapp 10% langsamer als das ASRock J4205-ITX und dabei ca. 20 Euro günstiger. Positiv fällt der um 30% geringere Energiebedarf unter maximaler Last auf, bei niedrigen Taktraten sind die Apollo Lake Prozessoren also nochmal deutlich effizienter. Auch bei der Wiedergabe eines h265 HEVC @ 2160p (4K) 10bit Videos mit 140 Mbps Bandbreite in Kodi 17.0 Beta liegt der Energiebedarf des Systemes 30% unter dem des ASRock J4205-ITX.

Gegenüber der Vorgängerarchitektur auf Braswell Basis leisten die Apollo Lake Prozessoren 20-25%, die interne Grafikeinheit sogar durchgängig 25% mehr. Dabei konnte Intel auch die Energieaufnahme im Leerlauf um ca. 3 Watt verbessern.

Zusätzlich beherrschen die neuen Apollo Lake Prozessoren nun Dank aufgebohrter Gen. 9 Intel Grafik auch h265 (HEVC) 10bit sowie Googles VP9 Codec komplett in Hardware und geben so alle modernen Medien auch in 4K-Auflösung flüssig wieder. Außerdem ist die Videoausgabe nun endlich auch via HDMI 2.0 (4K @ 60 Hz) möglich. Das ASRock dafür einen DisplayPort 1.2 auf HDMI 2.0 Konverterchip verbauen musste, zeigt das Intel dieses Thema massiv verschlafen hat. Zum Glück hat ASRock hier mitgedacht und war sich der Notwendigkeit von HDMI 2.0 auf dieser Plattform bewusst.

Wer sich einen modernen Mediaplayer zusammenbauen möchte und dabei auf zukunftssicherheit Wert legt, der macht mit dem ASRock J3455-ITX defintiv nichts falsch. Auch All-In-One Systeme (z.B. NAS und Mediaplayer in einem System) sind Dank der 4 SATA3-Ports problemlos mit dem neuen ASRock J3455-ITX realisierbar. Allerdings muss dazu zuerst sichergestellt sein, dass Linux die neuen Apollo Lake Prozessoren voll unterstützt.

Wir zeigen in unserer neuen Anleitung wie man Ubuntu Linux Server 16.10 installiert und die wichtigsten NAS Grundfunktionen über ein Webinterface konfiguriert. Ubuntu Linux Server 16.10 funktioniert im Gegensatz zu Debian 8.6 Linux auch mit Apollo Lake Systemen einwandfrei.

Den Testbericht des größeren Bruders mit Intel Pentium J4205 Prozessor findet ihr hier.



Komponenten in diesem Test

Hier haben wir noch einmal alle von uns verwendeten Komponenten zusammengefasst.

KomponenteNamePreis
MainboardASRock J3455-ITX 90 Euro
Mainboard (Alternativ)ASRock J4205-ITX 117 Euro

Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4)je 27 Euro

SSDSamsung 850 Pro 256GB137 Euro

SpannungswandlerPicoPSU-9025 Euro
Externes NetzteilSalcar 72W Trafo Transformator Netzteil13 Euro
Internes Netzteil (alternativ)be quiet! BN256 300W System Power B8 80+34 Euro

Gehäuse (Mini-ITX)Cooler Master Elite 120 Advanced47 Euro
ATX-BlendeATX Blende schwarz, aus eloxiertem Aluminium15 Euro
ATX-Blende (alternativ)ATX Blende silber, aus eloxiertem Aluminium15 Euro




62 Kommentare

Von Omen am 22.04.2017
Besucher

Habe das J3455-M gekauft mit win 10 und kodi 17.1 ! Läuft alles super nur wie aktiviere ich HDR 10 bit ?

Von MeisterOek am 20.04.2017
Besucher

@Trick

Weißt du mit welchen/r Linix-Distribution/en HD-Tonformate laufen?
Oder geht das bisher nur mit Windows?

Von Dennis am 05.04.2017
Technikaffe.de Team

1045 Beiträge
@Trick:

Unter LibreELEC läuft mit den Apollo Lake Prozessoren noch kein HD-Audio.

Gruß
Dennis

Von Trick am 05.04.2017
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hallo,

ich habe mir das oben vorgestellte Board geholt, Libreelec läuft soweit auch super.
Leider habe bekomme ich es nicht hin das DTS-HD läuft... : (

Passthrough ist aktiviert und die HD Formate ausgewählt, aber es funktioniert nur normales DTS kein HD.

AV Receiver etc schließe ich aus weil mit anderer Hardware alles geht.
Habt ihr vielleicht eine Idee woran es liegen könnte.


Gruß TIm

Von DerBexucher1 am 04.04.2017
Besucher

@zottel456:
Welchen RAM benutzt du denn?
Das Board soll recht zickig mit RAM umgehen, der nicht explizit freigegeben wurde.

Von zottel456 am 25.03.2017
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
Das Problem sitzt wohl doch vor dem Gerät... :-(
Auch der Tausch des Mainboards hat leider keinen Erfolg gebracht.
Aber falsch bzw. zu wenig anschließen geht ja fast gar nicht.

Von Stefan am 22.03.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@zottel456: Dann wäre die nächste Überlegung das Mainboard umzutauschen, eventuell ist es defekt.

Von zottel456 am 22.03.2017
Besucher

Klappt leider auch nicht.

Von Stefan am 22.03.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@zottel456: Ich tippe auf den Arbeitsspeicher. Versuche mal mit nur einem Modul zu starten (sofern Du jetzt 2 Module installiert hast). Ansonsten einen anderen Arbeitsspeicher verwenden, die Mainboards sind da wirklich zickig.

Von zottel456 am 22.03.2017
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
Ich habe mir das J3455 für den NAS-Eigenbau 2017 gekauft (wie alle anderen Komponenten auch) bekomme das Mainboard aber nicht gestartet. Die Lüfter vom Gehäuse gehen an und die Lampen, aber das BIOS startet nicht. Verbindung zum Monitor per HDMI und der empfängt kein Signal. Was kann der Fehler sein?

Von Flo am 19.03.2017
Besucher

Mist... Ich habe mir das J4205-ITX gekauft... Nun werde ich es wohl wieder verkaufen und mir das J3455-ITX kaufen...

Von Dennis am 19.03.2017
Technikaffe.de Team

1045 Beiträge
@Flo:

Der Unterschied wird in etwa identisch sein. Allerdings wird der Verbrauch im Betrieb, durch das wesentlich schlankere Betriebssystem, noch mal ein ganzes Stück geringer sein. Ich schätze so 20-30%.

Gruß
Dennis

Von Flo am 19.03.2017
Besucher

Hallo,

sind beim Betrieb unter LibreELEC die Energieverbrauch-Unterschiede zwischen ASRock J3455-ITX und J4205-ITX ähnlich hoch wie hier beim Betrieb unter Windows aufgeführt?

Danke.

Von Stefan am 13.03.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@DerBexucher1: Danke für die gute Nachricht. Was mich allerdings wundert ist, dass der Fehler erst jetzt gefunden wurde, denn der Fehler existiert bereits seit 3 Jahren auch in den Vorgängermodellen. Die Überprüfung dürfte zudem recht aufwändig werden, denn teilweise trat ein Fehler erst nach mehreren Terrabytes an Transfer über den RAID auf.

Von DerBexucher1 am 13.03.2017
Besucher

Mein Ticket wurde seitens des Supports an die Entwicklungsabteilung der UEFI weitergegeben.
Dort fand man in der Tat einen Fehler im UEFI, der die Kompatibilität mit versch. RAID Controllern beeinträchtigt.
Es wurde daraufhin ein neues BIOS entwickelt (P1.10H), welches das Problem beheben soll.
Ich kann es leider nicht mehr testen, da ich das Board schon zurück geschickt habe.
Würde mich freuen, wenn das jemand bestätigen könnte, dann käme das Board nämlich wieder in die engere Auswahl.

Von DerBexucher1 am 10.03.2017
Besucher

@Technikaffe.de Team:
Ich habe es mit Storage Spaces versucht, aber die Geschwindigkeit war total unzufriedenstellend.
Im Write hatte er zwar 20MB/s allerdings mit ständigen Stopps. Ich schätze mal die durchschnittliche Übertragungsrate war eher im Bereich 500KB/s anzusiedeln.
Woran das lag, weiß ich nicht.
Den Cache zu vergrößern hat da Abhilfe geschaffen, aber alles auf Caching zu setzen ist mir zu risikoreich.
Habe das Board nun gegen ein Biostar N3150I getauscht. Die CPU ist zwar etwas langsamer, dafür funktioniert der 9650SE-4LPML RAID Controller mit einer PCIe x1 auf x16 Riser Card ohne Probleme.
Datenübertragungsgeschwindigkeit liegt bei konstanten 65MB/s. Zwar nicht ganz GBit, aber zufriedenstellend.
Woran das Problem zwischen J3455B und den versch. RAID Controllern herrührte, ist mir auch noch ein Rätsel.
Ich vermute ja immer noch ein UEFI Fehler beim Interrupt 19 bzw. Legacy BIOS Mode.
Aber der Support lässt einen gekonnt im Regen stehen und schiebt es darauf, dass die Controller eben x4 bzw. x16 mit 4 Lanes bräuchten. Wie man sieht, stimmt das nicht.

Von Dennis am 24.02.2017
Technikaffe.de Team

1045 Beiträge
@Willi:

Freut mich das jetzt alles läuft.

Gruß
Dennis

Von Willi am 24.02.2017
Besucher

@ Dennis
Hi Dennis, den Updater gibt es auch noch unter Utilitys bei Asrock. Hab ich heute gesehen. Leider funktioniert er nicht. Es gibt eine Fehlermeldung auf deutsch Verbindungsfehler. Aber ich habe vorher das letzte aktuelle BIOS eingespielt, und siehe da es geht jetzt alles inkl. Dolby Atmos. Ich gehe davon aus, dass deshalb auch die Fehlermeldung kommt, weil es über das Biosupdate schon gemacht wurde.
Gruß
Willi

Von Stefan am 24.02.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Korschan: Die Hardware kann es, es gibt nur derzeit noch Probleme mit der Software.

Von Korschan am 24.02.2017
Besucher

Hallo, danke für den tollen Bericht!

Ich habe mir nun extra das J3455-ITX Board gekauft um in den Genuss von 4k zu kommen. Bedauerlicherweise habe ich nun aus den Kommentaren heraus gelesen, das mit diesem Board gar keine HD-Ton-Ausgabe mit 4k Bild möglich ist. Stimmt das oder gibt es bereits eine Lösung?

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.