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WD Red NAS Festplatten mit 10TB und niedriger Leistungsaufnahme

WD Red NAS Festplatten mit 10TB und niedriger Leistungsaufnahme

Mit der WD Red 10 TB stellt Western Digital die bisher größte Ausbaustufe der NAS-Festplattenserie vor. Um 10 TB in das 3,5 Zoll Gehäuse zu quetschen, nutzt Western Digital erstmals in der WD Red Serie eine Heliumfüllung. Dadurch reduziert sich vor allem die Leistungsaufnahme im Idle von 5,2 Watt (8 TB Modell) auf geringe 2,8 Watt.

Gerade im privaten Bereich sind gute Idle-Werte wichtiger als Last-Werte, denn die Zeit in der sich die Festplatte im Idle befindet, ist meistens deutlich größer als unter Last. Zusätzlich zur gesenkten Energieaufnahme steigt die maximale Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Festplatte auf 210 MB/s (8TB Modell: 178 MB/s).

Western Digital spendiert der neuen 10 TB Festplatte außerdem einen im Vergleich zum 8 TB Modell doppelt so großen Zwischenspeicher von nun 256 MB. Die Geschwindigkeit soll so gerade bei kleineren Dateien nicht mehr so stark einbrechen. Davon dürfte auch die Geschwindigkeit im RAID profitieren. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Platter liegt unverändert bei maximal 5400. Die Lautstärke sowie andere technische Daten bleiben unverändert.

ModellMax. GeschwindigkeitCacheVerbrauch (Idle)Verbrauch (Last)
WD Red 10 TB - WD100EFAX210 MB/s256 MB2,8 W6,2 W
WD Red 8 TB - WD80EFRX178 MB/s128 MB5,2 W6,4 W
WD Red 6 TB - WD60EFRX175 MB/s64 MB3,4 W5,3 W
WD Red 4 TB - WD40EFRX150 MB/s64 MB3,3 W4,5 W
WD Red 3 TB - WD30EFRX147 MB/s64 MB2,7 W4,1 W

Datenblatt WD Red

Die WD Red Serie richtet sich an kleine bis mittelgroße Firmen sowie Privatanwender, die die Festplatten im 24/7 Betrieb nutzen möchten. Aber auch als normales Datengrab sind die WD Red Festplatten zu empfehlen. Western Digital gibt eine MTBF von 1.000.000 Stunden an und gewährt auf die Festplatten der WD Red Serie 3 Jahre Garantie. Die etwas teureren WD Red Pro Festplatten verfügen über eine Garantie von 5 Jahren.

Alle Festplatten verfügen über TLER (Time Limited Error Recovery), welches die Stabilität in einem RAID-Verbund erhöht, da die Festplatte nur eine begrenzte Zeit versucht eine Datei bei einem Lese- oder Schreibfehler zu verarbeiten. Gelingt es der Festplatte nicht die Datei zu Lesen/Schreiben, kann diese den RAID-Controller bzw. das Betriebssystem (Software-RAID) über den Zustand informieren. Meistens korrigiert dann der Software-RAID einen Lesefehler automatisch (sofern redundante Daten vorliegen, z.B. in einem klassischen RAID 1 oder RAID 5/6 Verbund). Die Seagate NAS Festplatten verfügen mit ERC über ein identisches Feature.

Für Deutschland gibt Western Digital auf ihrer Webseite eine Verfügbarkeit der 10 TB Festplatten ab Anfang Juni 2017 an. Der Preis dürfte langfristig bei WD Red typischen 42 Euro pro TB liegen (420 Euro pro 10 TB Festplatte). In den ersten Wochen sind etwas höhere Preise nicht ungewöhnlich.

Da der Preis pro TB am Ende identisch zu den kleineren Modellen ist, lohnt es sich meistens wenig Festplatten mit dafür größtmöglichster Kapazität zu verbauen. Dies senkt neben Lautstärke und Leistungsaufnahme auch die Ausfallwahrscheinlichkeit, die mit jeder weiteren verbauten Festplatte deutlich ansteigt.

Wir empfehlen die Western Digital Red Festplatten aufgrund ihrer guten Standzeit schon länger für unsere NAS-Bauanleitungen, z.B. für das NAS Basic 3.0 (bis 4 Festplatten) oder das NAS Advanced 3.0 für bis zu 6 Festplatten.



5 Kommentare

Von wahli am 03.06.2017
Registrierter Benutzer

6 Beiträge
Noch eine weitere Erklärung für 7 Plattern:
Bei der 8TB sind es 6 Plattern.
6 Plattern x 30MB pro Platter = 180 MB/s

Für die 10TB gilt dann folglich:
7 Plattern x 30MB pro Platter = 210 MB/s

Und evtl. lege ich mir diese bald zu :-)

Von wahli am 03.06.2017
Registrierter Benutzer

6 Beiträge
Helium hat weniger Widerstand und dadurch sinkt der Idleverbrauch deutlich.

Hier steht, dass die 10TB Gold 7 Plattern hat:
https://www.computerbase.de/2016-08/wd-gold-hdd-10-tbyte-helium/
Ich nehme daher an, dass es auch bei der normalen HD so ist.

Von Stefan am 19.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Loïc: Ja Du scheinst Recht zu haben, dann frage ich mich allerdings wie der große Verbrauchsunterschied zu Stande kommt ?!

Von Robert am 19.05.2017
Besucher

Als reines Datengrab sicherlich nicht schlecht, doch eine Vollbefüllung dauert in der Praxis wohl mindestens einen ganzen Tag... (selbst bei sehr unwahrscheinlichen ständigen 200MB/s komme ich auf 14h oder habe ich mich verrechnet?) Doch an ein regelmässiges Backup oder gar an einen RAID5/6 rebuild mag ich da lieber nicht denken. Schon gar nicht, wenn in dieser Zeit irgendein Fehler auftritt.

Bin ausserdem auf der Suche nach der Anzahl der "Platter" https://en.wikipedia.org/wiki/Hard_disk_drive_platter
Steht leider nicht mehr im Datenblatt. Habt Ihr dazu vielleicht Informationen?

Die Platter-Database rml527.blogspot.com/2010/10/hdd-platter-database-western-digital-35_9792.html
ist leider etwas veraltet und liefert nur Einträge bis zur 6 TB WD RED, die mit 5 x 1,2 TB Scheiben angegeben ist. Wenn man jetzt von 1,2 oder 1,3 TB je Platter als derzeitig technologisch machbar ausgeht komme ich auf Werte zwischen 10/1,2=8,3 bzw. 10/1,3=7,7 ... also höchstwahrscheinlich 8 Scheiben.

Und mir stellen sich hier noch zwei weitere Fragen: 1. Welche Auswirkungen von mehr Platter = mehr mechanische Schreib-Leseköpfe = höhere Fehler- bzw. Ausfallwahrscheinlichkeit und -gefahr gibt es real oder ist das nur noch hypothetischer Natur? 2. Gibt es denn mittlerweile verlässliche Langzeiterfahrungen zur Haltbarkeit von Helium-Laufwerken? Nur das Helium erlaubt ja die hohe Datendichte und garantiert die Funktion des Laufwerks. Trotzdem kann das Gas aber jederzeit, ohne das man es merkt, entweichen.. und über die Dauer der Zeit (hat da jemand Erfahrungen?) tut es das sowieso!

Von Loïc am 19.05.2017
Registrierter Benutzer

49 Beiträge
Hallo Stefan.
Meine Wissens nach waren die 8TB Modelle auch schon mit Helium befüllt.
Mir fiel eine vom Sofa auf den Boden und erlitt einen Riss in der Aluminiumabdeckung. Sie war danach tot. SMART gab Helium-Verlust als Ursache an. Nichts mehr war zu retten! Zum Glück ist der WD-Support sehr kullant und ich erhielt unter Garantie eine Neue^^.

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Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.