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ASRock DeskMini 110 im Test - Der günstige und flexible Mini-PC

Mit dem ASRock DeskMini 110 veröffentlicht ASRock das erste Produkt auf Basis des neuen Mini-STX Formfaktors welcher auch als 5x5 (Inch) Plattform beworben wird. Herausgekommen ist ein kompaktes Gehäuse welches über ein externes Netzteil mit Energie versorgt wird.

Der Mini-PC wird mit fertig montiertem Mainboard geliefert, der Käufer muss nur noch einen Prozessor, DDR4-So-Dimm Arbeitsspeicher sowie einen (oder mehrere) Datenträger einbauen. Genau hier liegt auch der große Vorteil der Plattform: im Gegensatz zu z.B. Intels NUC Plattform ist man hier sehr flexibel, schließlich lassen sich alle Sockel 1151 Prozessoren bis zu einer TDP von 65W verbauen.

ASRock DeskMini 110 im Test - Der günstige und flexible Mini-PC

Das bedeutet, dass man eine riesige Auswahl an Prozessoren hat, welche von einem Zweikern Intel Celeron G3900 bis zu einem Intel Core i7-6700 mit 4 Kernen und Hyperthreading reicht.



Kompatible Prozessoren mit max. 65W TDP


ProzessorBeschreibungCinebench R15 MC
Intel Celeron G39002x 2.8 GHz213 Punkte (100%)
Intel Pentium G44002x 3.3 GHz251 Punkte (118%)
Intel Core i3-61002x 3.7 GHz, Hyperthreading392 Punkte (184%)
Intel Core i5-64004x 2.7 GHz, Turbo bis 3.3 GHz497 Punkte (233%)
Intel Core i7-67004x 3.4 GHz, Turbo bis 4.0 GHz, Hyperthreading816 Punkte (383%)

Wie man sieht ist die Leistungsspanne riesig und für jeden Anwendungsfall ist ein geeigneter und kompatibler Prozessor vorhanden. Der Intel Core i7-6700 leistet dabei fast das 4-fache des schwächsten Prozessors für den Sockel 1151, dem Intel Celeron G3900.

Zum Vergleich folgt eine kleine Auflistung typischer Mini-PC Prozessoren und deren Leistung wie man sie z.B. in Intels NUC oder Zotacs ZBox findet.

ProzessorBeschreibungCinebench R15 MC
Intel Celeron N30502x 1.6 GHz, Turbo bis 2.16 GHz67 Punkte (31%)
Intel Pentium N37004x 1.6 GHz, Turbo bis 2.4 GHz145 Punkte (68%)
Intel Core i3-6100U2x 2.3 GHz, Hyperthreading251 Punkte (118%)
Intel Core i5-6200U2x 2.3 GHz, Turbo bis 2.8 GHz, Hyperthreading290 Punkte (136%)
Intel Core i7-6500U2x 2.5 GHz, Turbo bis 3.1 GHz, Hyperthreading302 Punkte (142%)

Da in den meisten Mini-PCs nur Prozessoren mit einer maximalen TDP von 15W verbaut werden, ist der Leistungsvorsprung des ASRock DeskMini 110 mit einer starken CPU wirklich beachtlich. Zugegeben: die Intel NUCs sind maximal halb so groß wie das DeskMini 110. Wer aber deutlich mehr Leistung sucht und dabei ein etwas größeres Gehäuse in Kauf nimmt, für den ist das ASRock DeskMini 110 ideal.



Mini-STX vs. Mini-ITX

Auf dem ersten Blick sieht der Unterschied zwischen einem Mini-STX und einem Mini-ITX Mainboard gar nicht so groß aus. Tatsächlich ist ein Mini-STX Mainboard (Kantenlänge 12,7 cm) 25% kleiner als ein Mini-ITX Mainboard (Kantenlänge 17 cm).

Diese Verkleinerung ist doch schon ziemlich beachtlich, denn auf der Platine ist der Platz derart knapp, das ASRock z.B. die beiden SATA-Anschlüsse auf die Rückseite verlegen musste.

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Verbaut ist Intels kleinster Chipsatz für Skylake, H110. Dieser ist zwar von der Anbindung her limitiert, dafür aber sparsam. Der größte Nachteil ist, dass der Chipsatz nur 6 PCIe-Leitungen (2.0) bietet und sich daher schnelle Schnittstellen, wie etwa eine M.2 SSD nicht vernünftig anbinden lassen.

Trotzdem bietet das Mainboard eine M.2 Schnittstelle mit voller PCIe 3.0 x4 Anbindung, denn ASRock benutzt hier einfach die 16 PCIe 3.0 Leitungen des Prozessors, die sonst meistens für die Anbindung einer externen Grafikkarte genutzt werden. Da in das kleine Gehäuse keine externe Grafikkarte passt, sind die 16 PCIe-Leitungen des Prozessors frei für andere Schnittstellen.

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Das ASRock DeskMini 110 kann gleichzeitig 2 Bildschirme über HDMI, DisplayPort und VGA versorgen. An der Front befinden sich 2 USB 3.0 Ports, davon einer vom Typ-C. Rückseitig ist ein USB 3.0 und ein USB 2.0 Port sowie eine 1 Gbit Intel-LAN (I219V) Schnittstelle vorhanden. Ein zusätzlicher, interner USB 2.0 Header ermöglicht in Verbindung mit einem DELOCK Kabel USB Pinheader die Verlegung eines USB-Sticks in das Innere des Gehäuses. Auf Wunsch lässt sich eine M.2 W-Lan Karte nachrüsten, es sind 3 Bohrungen für Antennen an der Rückseite vorbereitet.

PortMax. AuflösungHDCP
HDMI 1.44096x2160 @ 24 Hz / 3840x2160 @ 30 HzJa
DisplayPort 1.24096x2304 @ 60 HzJa
VGA D-Sub1920x1200 @ 60HzNein




Externes 120-Watt Netzteil

Das mitgelieferte 120-Watt Netzteil (19V, 6.32A) ist mit einer Kantenlänge von 14,5 x 6 x 3,5 cm schon etwas größer. Qualitativ macht das Netzteil zwar einen guten Eindruck, uns ist während des Tests allerdings ein Spulenfiepen aufgefallen, welches bis zu einer Entfernung von ca. 1 m hörbar ist.

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Gehäusekonzept

Das 15,5 x 15,5 x 8 cm kleine, schwarze Gehäuse sieht äußerlich wie ein ATX-Netzteil aus. Die Frontblende aus schwarzem Kunststoff wirkt neutral und fasst zwei sehr kleine LEDs. Während die Power-LED durchgängig blau leuchtet, blinkt die HDD-LED in orange nur bei Festplattenaktivität. Das ASRock die LEDs sehr klein dimensioniert hat sehen wir definitiv als Vorteil, denn so stören die LEDs nicht.

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Die Verarbeitungsqualität des Gehäuses ist ordentlich und für den Preis angemessen. Das Mainboard sitzt auf einem Schlitten der nach hinten herausgezogen werden kann, nachdem zwei kleine Schrauben auf der Rückseite entfernt werden.

ASRock hat das Gehäuse so dimensioniert, dass der Intel Boxed-Standardkühler verbaut werden kann. Dies ermöglicht eine preisgünstige Kühlung, denn die Kühlkörper liegen den Prozessoren in der Boxed-Version bei, die meist maximal 3-5 Euro teurer ist als der Prozessor ohne Kühlkörper. Die Kühlung der Komponenten ist dabei durch viele Luftschlitze im Gehäuse optimal gelöst.



Festplatteneinbau

In das ASRock DeskMini 110 lassen sich insgesamt 3 Festplatten einbauen. Neben der M.2 Schnittstelle in voller Länge ist im Gehäuse noch Platz für 2 Festplatten / SSDs im 2,5 Zoll Format. Diese werden mit zwei mitgelieferten SATA-Kabeln mit der Rückseite des Mainboards verbunden.

Rückseitig ist dazu ein Langloch vorhanden, damit man die Festplatten anschließen kann ohne das Mainboard auszubauen. Dies funktioniert gut. Während eine SATA-Festplatte sehr einfach in die Halteeinrichtung einzuklicken ist, muss man für die Befestigung der zweiten SATA-Festplatte das Mainboard aus dem Gehäuse entfernen. Auch dies ist aber relativ einfach durch das Lösen von 4 Schrauben zu bewerkstelligen.

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Während die M.2 SSD (es werden nur PCIe-SSDs mit AHCI oder NVMe unterstützt) vom Prozessorkühler mitgekühlt wird, erreicht die beiden SATA-Festplatten auf der Mainboardrückseite kein Luftstrom. Zudem hat das Gehäuse unten keine Luftschlitze. Die Temperaturen unserer Samsung 850 Pro blieb aber trotzdem immer im grünen Bereich, kritisch wird es wohl nur bei konventionellen Festplatten die dort ggf. zu warm werden. Hier hätten wir uns zumindest ein paar Luftschlitze gewünscht.

Positiv anzumerken ist, dass es absolut keine Boot-Probleme mehr mit M.2 SSDs gibt, unabhängig davon ob diese einen AHCI oder NVMe Controller besitzen.



SATA und M.2 Performance

Die SATA und M.2 Performance ist wie erwartet sehr gut. Mit der Samsung 950 PRO haben wir im CrystalDiskMark Benchmark bis zu 2.281 MB/s erreicht, was eine Bestätigung dafür ist, dass ASRock den M.2 Slot wirklich per PCIe 3.0 mit 4 Leitungen angebunden hat (sonst wären maximal 2.000 MB/s via PCIe 2.0 x4 möglich gewesen).

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Festplattelt. Hersteller (Lesen)lt. Hersteller (Schreiben)Erreicht (Lesen)Erreicht (Schreiben)
Samsung 850 Pro (SATA)550 MB/s520 MB/s560 MB/s513 MB/s
Samsung 950 PRO (M.2)2.200 MB/s900 MB/s2.281 MB/s958 MB/s




Bios

Das moderne Bios kann in einem "Easy Mode" und einem "Advanced Mode" benutzt werden, bei letzterem sind dann deutlich mehr Einstellmöglichkeiten vorhanden, während sich der "Easy Mode" an Anfänger richtet.

Direkt über das Bios kann dann bei eingestecktem Netzwerkkabel das Bios-Update auf die aktuellste Version vorgenommen werden (Internet-Flash). Auch sonst vermissen wir im umfangreichen Bios keine Einstellmöglichkeiten.

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Negativ ist uns aufgefallen, dass in der Default-Konfiguration weder Intels SpeedShift (P-States Verwaltung direkt über den Skylake Prozessor) aktiviert, noch die richtige Spannung für unseren Arbeitsspeicher eingestellt war (1.35V statt 1.2V), obwohl im Bios das XMP Profil korrekt angezeigt wurde. Auch die erweiterten C-States waren deaktiviert. Im Summe ergeben die Einstellungen einen Mehrverbrauch im Leerlauf von ca. 1 Watt (siehe Abschnitt Energieverbrauch).



Windows 10

Installiert haben wir auf dem ASRock DeskMini 110 das Betriebssystem Windows 10, aber auch Debian Linux 8 und Ubuntu Linux 16.04 funktionieren tadellos. Mit einer Samsung 850 Pro SSD benötigt der Mini-PC nicht einmal 12 Sekunden bis zum Windows 10 Anmeldebildschirm. Schon der "kleine" Intel Pentium G4400 reicht für ein flüssiges Arbeiten in Windows 10 vollkommen aus. Wer anspruchsvollere Anwendungen benutzt, greift einfach zu einem Intel Core i3-6100 oder größer.



Debian Linux 8 (OpenMediaVault 3.0.48)

Da sich das ASRock DeskMini 110 auch als Plattform für einen kleinen Server / NAS eignet, haben wir auch OpenMediaVault 3.0.48 (Debian Linux 8) installiert.

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Booten lässt sich das ASRock DeskMini 110 übrigens auch ohne Monitor. Als Systemdatenträger unter Linux haben wir unseren selbst gebauten USB 3.0 Stick mit M.2 SATA SSD genutzt (siehe Anleitung).



Benchmarks

Keine Überraschungen gab es bei den Benchmarks, hier erzielt das ASRock DeskMini 110 mit unserem Intel Pentium G4400 durchweg gute Ergebnisse und ist im Cinebench R15 Mehrkern Durchlauf sogar 9% schneller als unser Ergebnis im CPU-Vergleich, welches mit einem ASUS B150M-K D3 (mit DDR3 Arbeitsspeicher) erzielt wurde.

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Im AIDA64 Stabilitätstest wurde das System (Standard-Kühlrichtlinie) auch nach 30 Minuten nicht wärmer als 50°C. Dabei drehte der Prozessorkühler gelangweilt seine Runden. Dies hängt mit dem installierten Prozessor zusammen, ein Intel Core i7-6700 wird natürlich wärmer als ein kleiner Zweikern-Prozessor.

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Video-Wiedergabe

Das Abspielen von Videos auch mit modernen Codecs bereitet dem System keinerlei Probleme. 4k-Material mit h265 (HEVC) Codec spielt der Intel Pentium G4400 mit maximal 40% Auslastung ab. Skylake Prozessoren beherrschen neben h264, VC-1 und AVC auch die neuen Codecs h265 (HEVC) in 8bit und Google's freien VP9 Codec.

Wer h265 (HEVC) in 10bit benötigt, muss auf die neuen Intel Kaby-Lake Prozessoren warten. ASRock hat uns gegenüber bestätigt, dass schon die aktuellste Bios Version 1.5 die zukünftigen Prozessoren unterstützt. Die Kaby-Lake Desktop-Prozessoren werden Anfang 2017 erwartet.

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Wer 4k @ 60 Hz via HDMI ausgeben möchte, muss zu einem DisplayPort zu HDMI Adapter greifen, wie dem Club 3D DisplayPort 1.2 auf HDMI 2.0 für ca. 33 Euro.



Kühlung und Lautstärke

Die Intel Boxed-Lüfter sind heute deutlich leiser als noch vor einigen Jahren und Dank PWM-Steuerung direkt über das Bios benötigt man auch keine zusätzlichen Tools wie z.B. SpeedFan mehr.

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Neben den fertigen Kühlrichtlinien "Standard" (Default), "Silent", "Performance" und "Full Speed" lässt sich über das "Customize" Profil eine eigene Drehzahlkurve nach Temperatur (T1, T2, T3, T4, Critical) festlegen. Obwohl die "Standard" Richtlinie schon ziemlich gut ist, lässt sich die Lautstärke des CPU-Kühlers so noch etwas reduzieren.

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Die Kühlung unseres Intel Pentium G4400 war durch das luftige Gehäuse perfekt, die Lautstärke blieb dabei immer im Rahmen und war gut auszuhalten. Aus ca. 2-3 Metern ist das System im Leerlauf auch in ruhigen Umgebungen nicht zu hören, wirklich "Silent" ist das System aber nicht.



Energieverbrauch

In unserem Testsystem ist ein Intel Pentium G4400 sowie 2 4GB große DDR4-Arbeitsspeichermodule (1.2V) von Kingston (HX421S13IBK2/8) sowie eine 256GB große Samsung 850 Pro verbaut. Als Kühler kommt der Intel Standard-Box Kühler zum Einsatz. Der Verbrauch im ausgeschalteten Zustand sowie im Standby ist mit anderen Prozessoren identisch. Der Verbrauch im Leerlauf ist auch mit größeren Prozessoren wie einem Intel Core i7-6700 nur minimal höher (max. 1 Watt).

SituationVerbrauch
Windows 10 - Ausgeschaltet0,4 W
Windows 10 - Standby1,0 W
Windows 10 - Desktop / Leerlauf (Bios-Defaults)14,4 W
Windows 10 - Desktop / Leerlauf (SpeedShift, C-Sates, 1.2V DDR4)13,5 W
Windows 10 - Maximale Auslastung55,0 W

Debian Linux 8 (OMV 3) - Ausgeschaltet0,4 W
Debian Linux 8 (OMV 3) - Standby1,0 W
Debian Linux 8 (OMV 3) - Leerlauf mit Monitor (SpeedShift, C-Sates, 1.2V DDR4)12,1 W
Debian Linux 8 (OMV 3) - Leerlauf ohne Monitor (SpeedShift, C-Sates, 1.2V DDR4)11,2 W




Galerie


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Komponenten in diesem Test

ArtikelPreis
ASRock DeskMini 110153 Euro
Prozessor
Intel Celeron G3900, 2x 2.8 GHz40 Euro
Intel Pentium G4400, 2x 3.3 GHz67 Euro
Intel Core i3-6100, 2x 3.7 GHz, Hyperthreading119 Euro
Intel Core i5-6400, 4x 2.7 GHz, Turbo bis 3.3 GHz192 Euro
Intel Core i7-6700, 4x 3.4 GHz, Turbo bis 4.0 GHz, Hyperthreading352 Euro
Arbeitsspeicher
8GB Kit Kingston HX421S13IBK2/8, DDR4-2133, 1.2V77 Euro
16GB Kit Kingston HX421S13IBK2/16, DDR4-2133, 1.2V128 Euro
4GB Kingston KVR21S15S8/4 DDR4-2133, 1.2V31 Euro
8GB Kingston KVR21S15D8/8 DDR4-2133, 1.2V62 Euro
SATA SSD
250GB Samsung 750 EVO99 Euro
500GB Samsung 750 EVO147 Euro
250GB Samsung 850 EVO95 Euro
500GB Samsung 850 EVO159 Euro
Samsung 850 Pro 256GB135 Euro
Samsung 850 Pro 512GB243 Euro
M.2 SSD
256GB Samsung MZ-V5P256BW 950 PRO206 Euro
512GB Samsung MZ-V5P512BW 950 PRO336 Euro
Zubehör
Club 3D DisplayPort 1.2 auf HDMI 2.0 Adapter 4k @ 60 Hz34 Euro
DELOCK Kabel USB Pinheader3 Euro
FLIRC IR-USB-Dongle34 Euro



Fazit

Das ASRock DeskMini 110 zeigt wie man die neue 5x5 Plattform gut umsetzen kann. Positiv sticht hier die Kompatibilität zum Intel Boxed-Lüfter sowie die clevere Anbindung des M.2 Slots hervor. Auch die Kühlleistung ist durch das luftige Gehäuse sehr gut.

Vor allem die große Flexibilität bei der Prozessorauswahl (und ggf. späteren Aufrüstens) sowie die Möglichkeit 3 SSDs bzw. Festplatten zu verbauen findet man bei so kompakten Systemen sonst nicht.

Durch die Skylake-Prozessoren (und Kompatibilität zu den Anfang 2017 erwarteten Kaby-Lake Prozessoren) sind auch neue Video-Codecs wie HEVC (h.265) bzw. Google's VP9 kein Problem. Skylake beherrscht HEVC (h.265) allerdings nur in 8bit, während Kaby-Lake dann auch 10bit unterstützt.

Durch die recht schwache Grafikleistung der iGPU ist das System aber nicht für aktuelle Spiele geeignet. Wir sehen das Anwendungsgebiet des ASRock DeskMini bei Office-PCs und kleinen Heimservern oder als kleines 2-Bay NAS.

Negativ sind uns neben dem Spulenfiepen des externen 120-Watt Netzteiles nur die Default-Bios Einstellungen aufgefallen, die etwas Sparpotential des kleinen Systems verschenken. Die Eignung als Mediaplayer wird durch fehlende HDMI-CEC Unterstützung bzw. einen fehlenden IR-Port eingeschränkt. Hier muss man dann auf einen IR-Dongle wie z.B. FLIRC zurückgreifen.

PositivNegativ
PreiswertNetzteil mit Spulenfiepen
Sehr flexibelKein HDMI-CEC / IR
Gute KühlleistungW-Lan nicht mitgeliefert
M.2 Slot @ PCIe 3.0 x4
USB Typ C Anschluss




19 Kommentare

Von Stefan am 09.12.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@elco: Kann ich dir leider nicht sagen / habe ich nicht getestet.

Von elco am 08.12.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hi,

wird das Board auch vom ESXi Hypervisor 6.5 unterstützt ? Netwerkkarte etc ...

Danke für die Info.

Von tasar am 24.11.2016
Registrierter Benutzer

14 Beiträge
@Thomas, hab jetzt der Noctua NH-L9i verbaut, passt wunderbar da nur knapp 4 cm hoch und sehr leise, allerdings muss man das Board dafür ausbauen, weil der von unten verschraubt wird.
Der Intel geht nur bis rd 1100u/min runter, der Noctua bis rd. 650 und ist damit sehr leise. Lasse ihn aber trotzdem auf rd. 1400 laufen, weil dann die m.2 SSD auch noch etwas Luft abbekommt. Die SM951 wird nämlich sonst im normalen Desktop Betrieb schon um die 50° warm, nach einem Durchlauf Crystal Bench liegt sie bei über 70°.
Ist zwar nicht gerade billig der Noctua aber lohnt sich wenn man was leises mit guter Kühlung haben will.

Von Stefan am 15.11.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@DFFVB: Wenn dir 2x 2,5 Zoll als Datenfestplatten reichen, spricht nichts gegen die Verwendung als NAS.

Von DFFVB am 14.11.2016
Besucher

Nochmal blöd gefragt, das Ding eignet sich doch ziemlich gut um es bspw. als NAS zu verwenden? Bzw was spricht dagegen?

Von tasar am 05.11.2016
Registrierter Benutzer

14 Beiträge
Noch ein kleiner Nachtrag, damit ihr nicht auch was bestellt, was nicht passt: Und zwar hab ich mir eine m.2 Intel AC8265 Wlan Karte gekauft. Die Auswahl an m.2 Karten ist eh sehr überschaubar. Dazu hab ich mir dann auch gleich ein Antennenset geholt: http://www.ebay.de/itm/-/231818767255
Nur passen die Stecker des Sets nicht auf die Wlan Karte, die Intel Karte hat MHF4 Anschlüße und die sind auch wieder nicht so einfach zubekommen, zumindest wenn man mind. 20cm Kabel benötigt.
Früher war alles irgendwie einfacher...

Von tasar am 02.11.2016
Registrierter Benutzer

14 Beiträge
Auf der breiten Gitterseite, da kann man 2 kleine Bleche rausdrücken und dort wird das USB Duo dann festgeschraubt. Klar kann man es auch im Gehäuse baumeln lassen aber dachte es gibt da event. was passendes. Sieht man auch auf der HP von Asrock aber einzeln scheint es die wohl nicht zu geben.

Von Stefan am 02.11.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@tasar: Welchen Ausschnitt meinst Du genau ? Bei mir liegt der USB-Stick lose im Gehäuse bzw. ist mit einem Klebeband fixiert.

Von tasar am 02.11.2016
Registrierter Benutzer

14 Beiträge
Hab mir -auch auf Grund des Test hier- das Teil jetzt gekauft und ist heute gerade gekommen. CPU ist ein i5-6500 geworden. Allerdings ärgere ich mich wieder ein wenig, dass ich die Stelle mit den USB 2.0 Header und Delock Adapter nur überflogen hab.
Ich dachte man könnte die beiden USB Ports in den dafür vorgesehenen Ausschnitt im Gehäuse stecken aber die baumeln ja leider nur im Gehäuse rum :(
Gibst da keine schönere Lösong, die man in den extra Ausschnitten besfestigen kann?

Totti

Von Stefan am 29.10.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@Thomas: Der Noctua passt meiner Meinung nach nicht, da die Kühler max. 5 cm hoch sein dürfen.

Von Thomas am 29.10.2016
Besucher

Toller Artikel! Der Lust macht den Rechner nachzubauen :-)
Ich würde den Intel Lüfter gerne durch einen NOCTUA NH-L9X65 ersetzen. Die Frage ist ob der Lüfter in das Gehäuse passt und ob er auch etwas leiser ist?
Laut Spezi ist der NOCTUA NH-L9X65 - 65 mm hoch und erzeugt zwischen 14,80–23,60 DB. Zum Intel Lüfter finde ich leider keine Werte ausser die Bezeichnung: Thermal Solution - E97379

Von Stefan am 28.10.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@Maik: Ja Du kannst auch andere Lüfter verbauen, der Platz ist allerdings recht eng bemessen

Von Maik am 27.10.2016
Besucher

Zum Anfang auch ein großes Lob von mir! Ihr macht echt einen Klasse-Job bei Technikaffe.de!!!
Ich komme immer wieder gerne auf die Seite zurück um einfach mal zu stöbern, oder konkret Informationen abzurufen.

Meine Frage zum Test: Ich plane den DeskMini 110 als Office-PC einzusetzen. Gibts die Möglichkeit andere CPU-Kühler anzubringen, damit man das System so leise wie möglich bekommt? Geplant ist das System unter bzw. auf dem Schreibtisch zu haben und deshalb sollte es so leise wie möglich sein.

Danke und macht weiter so!

Von Cantello am 25.10.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
@DFFVB: Genau meine Meinung, geht mir auch so.

Mal sehen, ob sich die kleine Box als Hackintosh gebrauchen lässt...

Von smack am 25.10.2016
Registrierter Benutzer

4 Beiträge
Wie immer sehr guter Bericht... Warte allerdings auf die Kabylake Prozessoren und hoffe das die nicht so teuer sind.. Will das Teil hauptsächlich als Mediaplayer nutzen....

Von Stefan am 25.10.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@Stefan: OMV 3 befindet sich noch immer in der Betaphase.

Von Stefan am 24.10.2016
Besucher

Wie immer ein klasse Artikel!

Ich hätte eine kleine Frage: ist für OMV 3 mittlerweile ein Final Release verfügbar, oder befindet sich das Projekt noch im Beta Stadium?

Besten Dank für die Antwort.

Von Stefan am 24.10.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@DFFVB: Danke für die Blumen! Ich hoffe, dass ich in der nächsten Zeit auch wieder etwas mehr Zeit für Technikaffe finde :)

Von DFFVB am 24.10.2016
Besucher

Technikaffe.de ist einfach der Hammer. Ihr postet zwar nicht viel, aber wenn, dann trifft es immer zu 100% mein Interesse. Seitdem ich euch im Abo habe (ca. sieben Monate), habe ich jeden Artikel gelesen.
Schön wie ihr auf die wichtigen Aspekte eingeht (M.2 SSD und Lautstärke). Top- weiter so Jungs.

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Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.