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UniFi AP-AC-LR und UniFi AP-AC-Pro - W-Lan Access Points im Test

UFOs gesichtet: wir testen die beiden W-Lan 802.11ac Access Points UniFi AP-AC-LR und UniFi AP-AC-Pro im Detail und klären ob sich diese auch für das professionelle Heim W-Lan eignen.

W-Lan gehört heute zum Alltag, egal ob in der Firma oder zu Hause. Umso nerviger ist es, wenn sich die Geräte nur sehr langsam zum W-Lan Netzwerk verbinden, langsame Transfergeschwindigkeiten erreichen oder sporadisch vom W-Lan getrennt werden.

Ubiquiti Networks mit Firmensitz im kalifornischem Silicon Valley hat es sich zur Aufgabe gemacht den Markt für professionelle W-Lan Hardware umzukrempeln. Die UniFi Access Points zielen dabei auf den Einsatz in Firmen und professionellen Heimanwendern.

Durch den geringen Preis (ca. 30-50% günstiger als vergleichbare Konkurrenzprodukte) und durch die ausgeklügelte Controller Software haben die Produkte von Ubiquiti Networks in Windeseile auch Deutschland erreicht und stauben von Kunden und Presse Bestwertungen ab. Zeit für uns auch einen Blick auf die futuristisch anmutenden Access Points zu werfen.

UniFi AP-AC-LR und UniFi AP-AC-Pro - W-Lan Access Points im Test



Was ist überhaupt ein Access Point ?

Access Points bieten einen Zugangspunkt zum W-Lan Netzwerk und können durch den mehrfachen Einsatz das W-Lan in größeren Gebäuden oder Häusern mit mehreren Stockwerken flächendeckend bereitstellen. Dabei lassen sich deutlich bessere Ergebnisse als z.B. mit W-Lan Repeatern erreichen.

Gegenüber W-Lan Repeatern besteht allerdings der Nachteil, dass jeder Access Point durch ein Netzwerkkabel mit dem Netzwerk verbunden sein muss. Geräte können automatisch von Access Point zu Access Point wechseln, je nachdem welcher Access Point gerade die beste Empfangsqualität bietet.



Unterschied UniFi AP-AC-LR zu UniFi AP-AC-Pro

Auch wenn die beiden Access Points von Ubiquiti Networks auf den ersten Blick sehr ähnlich aussehen, gibt es doch einige Unterschiede. Der UniFi AP-AC-LR erreicht durch seine Drei-Polaritäts Antenne eine maximale Reichweite von 183 m, während der schnellere UniFi AP-AC-Pro maximal 122 m weit sendet.

Der UniFi AP-AC-Pro besitzt anstatt einem Gigabit-Netzwerkport gleich zwei, außerdem ist ein USB 2.0 Port vorhanden, der aktuell aber nur für den Anschluss eines Lautsprechers (z.B. für Durchsagen in einer Schule) oder zum Laden eines USB-Gerätes genutzt werden kann.

Auch in der sonstigen Ausstattung sowie dem Energieverbrauch gibt es deutliche Unterschiede (siehe nachfolgende Tabelle).
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UniFi AP-AC-LRUniFi AP-AC-Pro
Max. Speed 2.4 GHz450 Mbits450 Mbits
Max. Speed 5 GHz867 Mbits1.300 Mbits
Max. Speed Insgesamt1.320 Mbits1.750 Mbits
2.4 GHz TX/RX MIMO3x33x3
5 GHz TX/RX MIMO2x23x3
Max. Sendeleistung 2.4 GHz24 dBm22 dBm
Max. Sendeleistung 5 GHz22 dBm22 dBm
Max. Reichweite183 m122 m
Gigabit LAN1x2x
USB 2.0 Port01x
Clients / AP200200
EinsatzortIndoorIndoor + Outdoor
Durchmesser17,6 cm19,7 cm
PoE Injektor24V 0.5 A = 12 W48V 0.5A = 24 W
Max. Verbrauch6.5 Watt9 Watt
Aktueller Preis97 Euro140 Euro

Quelle: UniFi AC Datenblatt



Lieferumfang

Im Lieferumfang befinden sich neben den Access Points selbst noch die zugehörigen PoE (Power-over-Ethernet) Injektoren (UniFi AP-AC-LR: 12W, UniFi AP-AC-Pro: 24W). Die Access Points werden durch das Netzwerkkabel mit Strom versorgt, so dass ein Verlegen eines zweiten Stromkabels entfällt.

Zusätzlich werden 2 unterschiedliche Schraubentypen (je 4 Stück) sowie eine Montageplatte und die Wand-/Deckenhalterung selbst mitgeliefert. Positiv ist hier zu vermerken, das Ubiquiti Networks jeweils einen PoE Injektor beilegt.

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Installation und Zweck des UniFi Controllers

Die meisten W-Lan Access Points oder Router besitzen eine Weboberfläche über die der Access Point dann konfiguriert wird. Das ist bei den UniFi Produkten von Ubiquiti Networks anders. Hier wird die Konfigurationssoftware (Controller genannt) auf einem PC (Windows, Linux oder MacOS) installiert und von dort aus alle W-Lan Geräte verwaltet. (Downloadseite UniFi)

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Wir haben den UniFi Controller unter Windows 7 ausprobiert. Die (kostenlos erhältliche) Software wird wie ein ganz normales Programm installiert. Anschließend kann man über die Software die Konfiguration der Access Points über einen Browser vornehmen. Anzumerken ist, dass die Software momentan nur in englischer Sprache verfügbar ist.

Die Software muss nicht durchgehend laufen, sondern nur dann wenn man eine Änderung an der Konfiguration vornehmen möchte.



Erstinstallation mit dem Assistenten

Beim ersten Start der Software hilft ein Assistent beim festlegen der Grundeinstellungen. Hier wird ein W-Lan Netzwerk mit WPA2-PSK Verschlüsselung festgelegt sowie ein Administrator Zugang erstellt. Außerdem lassen sich über den Assistenten sofort alle Access Points einbinden.

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Alternativ kann man auch von einem vorhandenen Backup alle Einstellungen einspielen. Die Einstellungen können später jederzeit angepasst werden.



Der UniFi Controller

Nach beenden des Assistenten kann man sich jederzeit mit dem angelegten Administrator Zugang anmelden. Die Software ist recht logisch aufgebaut, allerdings unterscheidet sie sich von den bekannten Router-Oberflächen etwas. Fachbegriffe werden nicht erklärt, hier merkt man, dass sich die Ubiquiti Networks Produkte eher an fortgeschrittene Anwender richten.

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Die Standardkonfiguration ist allerdings recht gut, daher muss man sich nicht zwangsläufig mit allen Einstellungen auseinandersetzen. Wir gehen im Laufe des Tests aber auf nahezu alle Fachbegriffe ein und erklären wo es Sinn macht Änderungen vorzunehmen.

Ein physikalischer Standort gilt in der Software als "Site". Es lassen sich mehrere Sites erstellen und aus der Software heraus konfigurieren.

Neben offenen W-Lan Netzwerken wird auch die veraltete WEP-Verschlüsselung sowie WPA in Personal und auch WPA Enterprise mit Radius Server unterstützt. Gerade WPA Enterprise findet man bei vielen Routern / Access Points nicht. VLANs können genauso wie verschiedene W-Lan / Benutzergruppen festgelegt werden.

Jeder Access Point kann bis zu 4 verschiedene SSIDs (W-Lan Netzwerke) bereitstellen und insgesamt 200 Clients versorgen. Die Netzwerkschnittstellen können dabei sehr vielseitig eingestellt werden.

Gastnetzwerke können ohne Authentifizierung, mit einem simplen Passwort, durch einen Hotspot oder einen externen Portalserver realisiert werden. Neben der Gültigkeitsdauer der Session kann eine URL festgelegt werden, auf die die Clients nach erfolgreicher W-Lan Anmeldung weitergeleitet werden. Gäste können untereinander isoliert und in der Bandbreite eingeschränkt werden.

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Es lassen sich beliebig viele Administratorkonten erstellen. Es lässt sich zudem ein Mail-Server festlegen, damit die Access Points Fehler per E-Mail an Administratoren senden können. Ein Backup der Netzwerkkonfiguration wird automatisch alle 7 Tage auf den Access Points gespeichert und kann auf Wunsch jederzeit als komprimierte Datei heruntergeladen werden.



Neuen Access Point hinzufügen und konfigurieren

Sind die Grundeinstellungen festgelegt, lassen sich alle erkannten Geräte aus der Software heraus einzeln konfigurieren und auch aktualisieren. Sofern festgelegt halten sich die Access Points aber auch automatisch auf dem neusten Stand.

Bindet man neue Geräte in das Netzwerk ein, so müssen diese in der Controller Software adoptiert (freigeschaltet) werden.

UniFi AP-AC-LR und UniFi AP-AC-Pro - W-Lan Access Points im Test
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Allen Geräten darf man einen Namen geben um diese später einfach zu identifizieren. Außerdem wird übersichtlich die IP-Adresse, der Status sowie Modellname und Version angezeigt.

Features wie "Airtime Fairness" (Erklärung weiter unten), die Bandsteuerung, Netzwerkeinstellungen des Lan-Ports, W-Lan Einstellungen sowie Funkkanäle und Funkleistung lassen sich individuell für jeden Access Point festlegen.

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RF-Map

Manuell lässt sich ein sogenannter RF-Scan ausführen. Dieser ermittelt die Belegung aller verfügbaren Funkkanäle und zeigt diese auf Wunsch über einem Grundriss (Bilddatei) oder einer Google Maps Karte an. So lassen sich in Firmenumgebungen die idealen Standorte für die Access Points einfach ermitteln. Die Access Points lassen sich auf der Karte wie gewünscht positionieren.

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Unsere Tests ergaben, dass man im roten bis gelben Bereich eine ordentliche W-Lan Abdeckung hat. Im grünen bis blauen Randbereich lassen Signalstärke und maximal mögliche Transfergeschwindigkeit rapide nach.



Ubiquiti Cloud

Auf Wunsch kann man sich kostenlos bei Ubiquiti Networks registrieren um weitere Features sowie Zugang zu den Foren zu erhalten. Für die meisten dürfte dies aber nicht notwendig sein, wir haben keinerlei Nachteile ohne Registrierung feststellen können.

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W-Lan Roaming / Zero-Handoff

W-Lan Roaming, auch Zero-Handoff genannt, ermöglicht es dem Client nahtlos zwischen zwei Access Points zu wechseln ohne das die Verbindung dabei abbricht. W-Lan Roaming wird komplett auf Access Point Seite realisiert, der Client hat darauf keinen Einfluss.

Für W-Lan Roaming müssen allerdings folgende Bedingungen erfüllt sein:
  • Alle Access Points müssen auf dem gleichen Kanal operieren
  • Alle Clients müssen auf dem gleichen Kanal operieren
  • Die SSID der Access Points bzw. des W-Lan Netzwerkes müssen identisch sein

Der Nachteil von W-Lan Roaming ist, dass alle Access Points und Clients auf dem gleichen Kanal funken, was in Netzwerken mit mehreren Teilnehmen die Geschwindigkeit des Netzwerks deutlich verlangsamt. Man sollte sich daher Gedanken machen, ob man W-Lan Roaming wirklich benötigt. Bei wenigen W-Lan Clients kann dies allerdings ohne größere Probleme auch gut funktionieren.

Ein deaktiviertes W-Lan Roaming (Standardeinstellung) bedeutet nicht, dass Clients den Access Point nicht frei wechseln können. Dies muss dann allerdings Clientseitig erfolgen. Zero-Handoff wird aktuell nur von den älteren UniFi Produkten unterstützt, die AC-Produkte unterstützen dies noch nicht.



Empfangsfeldstärke / Received Signal Strength Indication (RSSI)

Ausnahme: wenn auf den Access Points eine minimale RSSI (Received Signal Strength Indication = Empfangsfeldstärke) festgelegt ist, können Clients ab einem bestimmten dBm (Dezibel Milliwatt) Leistungspegel automatisch vom Access Point getrennt werden, was den Client dann zwingt sich zu einem anderen (besseren) Access Point zu verbinden. Die optimale Einstellung der RSSI erfordert allerdings viel Fingerspitzengefühl und ist daher für Anfänger nur eingeschränkt zu empfehlen.



Kanalbreite / Very High Throughput (VHT)

Maximale Transfergeschwindigkeiten im W-Lan Netzwerk erreicht man nur mit einer sehr großen Kanalbreite. VHT steht daher für "Very High Throughput", also größtmöglichem Datendurchsatz. Moderne Access Points unterstützen eine Kanalbreite von 20/40 und 80 MHz, wobei die Reichweite bei kleinen VHT-Werten geringfügig besser ist.

Auch hier muss man sich den Einsatzzweck seines W-Lans gut überlegen: bei wenigen Clients, wie zum Beispiel in einem Heimnetzwerk, macht ein VHT von 80 Sinn um den Clients die maximal mögliche Übertragungsgeschwindigkeit anzubieten. In Netzwerken mit vielen Clients wird einzelnen Clients sowieso nicht die maximale Bandbreite zur Verfügung gestellt, daher benutzt man hier einen VHT-Wert von 20 bis 40.

Außerdem hat die Kanalbreite einen Einfluss auf die Störanfälligkeit der Access Points. Hat man viele Access Points auf engem Raum installiert, ist eine kleinere Kanalbreite sinnvoll, damit sich die Access Points nicht gegenseitig stören.

UniFi AP-AC-LR und UniFi AP-AC-Pro - W-Lan Access Points im Test
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Unterschied VHT40 (Standardeinstellung, obere Abbildung) gegen VHT80. Dem Client steht anstatt 433 Mbits (VHT40) mit einem VHT Wert von 80 dann 867 Mbits brutto zur Verfügung.

Ein gutes Tool zum Analysieren des W-Lan Netzwerkes ist übrigens der inSSIDer 4, der in der kleinen Personal Edition 20 USD kostet. Er zeigt Signalstärke und maximal mögliche Übertragungsraten aller empfangenden W-Lan Netzwerke an und hilft so den idealen Installationsort eines Access Points zu ermitteln.



Airtime Fairness

Die UniFi Access Points unterstützen das Airtime Fairness Feature. In einem normalen W-Lan Netzwerk senden und empfangen Clients immer abwechselnd und reihum. Dadurch bremsen langsame Clients aufgrund der höheren Transferzeit die schnelleren Clients aus. Gerade in Netzwerken mit einigen dutzend Clients kann sich dies extrem negativ auf die Gesamtperformance des Netzwerkes auswirken.

Airtime Fairness gesteht schnelleren Clients die gleiche Zeit zu wie langsameren Clients. Da diese in der gleichen Zeit deutlich mehr Daten senden und empfangen können, werden diese nicht so stark durch andere Clients ausgebremst. Das Feature eignet sich daher in Netzwerken mit vielen gleichzeitig aktiven Clients.



Maximale Sendeleistung in Deutschland nicht erlaubt

In Deutschland ist die maximale Sendeleistung in Innenräumen auf 20 dBm (0,2 Watt) beschränkt (siehe Bundesnetzagentur). Der UniFi AP-AC-LR verfügt aber über eine maximal mögliche Sendeleistung von 24 dBm. Steht die Ländereinstellung auf "Deutschland", wird diese gedrosselt um den hier geltenden Richtlinien zu entsprechen.

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In der Ländereinstellung "USA / UnitedStates" operiert der UniFi AP-AC-LR mit einer um 20% erhöhten Sendeleistung, welche sich tatsächlich bemerkbar auf die Übertragungsgeschwindigkeiten auswirkt (siehe nachfolgende Tabelle).



Erreichte Übertragungsgeschwindigkeiten

Die Access Points liefen mit größtmöglicher Kanalbreite von HT40 (2,4 GHz) und VHT80 (5 GHz). Als Clients kamen je ein Notebook mit Windows 7 Pro und Windows 10 Pro zum Einsatz. Das Netzwerk läuft in der Ländereinstellung "USA" mit maximaler Sendeleistung.

AP-ModellClientAP TX/RXClient TX/RX3m Entfernung10m Entfernung
UniFi AP-AC-LRIntel AC 31652x21x138 MB/s [304 Mbits]38 MB/s [304 Mbits]
UniFi AP-AC-LRIntel AC 72602x22x262 MB/s [496 Mbits]54 MB/s [432 Mbits]

UniFi AP-AC-ProIntel AC 31653x31x138 MB/s [304 Mbits]36 MB/s [288 Mbits]
UniFi AP-AC-ProIntel AC 72603x32x251 MB/s [408 Mbits]49 MB/s [392 Mbits]

Ein sehr gutes Ergebnis: 57 - 70% der Bruttogeschwindigkeit konnten in der Praxis erreicht werden (Dateitransfer einer großen Datei).

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Stromverbrauch

Die UniFi Access Points arbeiten sehr effizient und sparsam. Da Access Points in der Regel 24 Stunden pro Tag laufen, sollte man den Energieverbrauch kritisch analysieren. Nicht nur für einen Enterprise-Access Point sind die Verbrauchswerte gut, auch in einem Heimnetzwerk kann sich der Stromverbrauch sehen lassen.

Verbrauch IdleVerbrauch LastNetzteil (PoE Injektor)
UniFi AP-AC-LR4,1 W5,7 W12 W (24V, 0.5 A)
UniFi AP-AC-Pro5,8 W8,2 W24 W (48V, 0.5A)




Fazit

Die UniFi W-Lan Produkte konnten uns im Test absolut überzeugen. Das Preis- Leistungsverhältnis ist sehr gut, man erhält ab 100 Euro pro Access Point eine Profilösung die auch Dank der Controller Software überzeugen kann. Hat man sich 1-2 Stunden mit der Software befasst, lassen sich neue Access Point binnen weniger Minuten in ein vorhandenes Netzwerk einbinden.

Die Übertragungsgeschwindigkeit und die Verbindungsbereitschaft der Access Points sprechen für sich. Einmal verbunden verbinden sich bekannte Geräte in weniger als einer Sekunde mit den Access Points. Abbrüche oder Einbrüche in der Verbindungsqualität konnten wir während des gesamten Tests nicht feststellen.

UniFi AP-AC-LR oder UniFi AP-AC-Pro ? Praktisch kein mobiles Gerät verfügt heute über 3x3 MiMo. MiMo steht für "Multiple-Input-Multiple-Output" und erlaubt es einem Client sich mehrfach zu einem Access Point zu verbinden um die Datenübertragungsrate zu steigern. Einzig PCIe-Erweiterungskarten für Desktop Computer sind mit 3x3 MiMo erhältlich. Wer daher wenig Clients einsetzt, der wird mit dem UniFi AP-AC-LR auf die gleiche maximale Übertragungsgeschwindigkeit pro Client kommen wie mit dem UniFi AP-AC-Pro. Letzterer spielt seine Stärken erst aus wenn mehrere Clients gleichzeitig viel Bandbreite benötigen.

So war in unserem Praxistest mit einem aktuellen Notebook mit Intel 2x2 MiMo der UniFi AP-AC-LR Dank höherer Sendeleistung (Ländereinstellung "USA") sogar etwas schneller als der UniFi AP-AC-Pro.

UniFi AP-AC-LR und UniFi AP-AC-Pro - W-Lan Access Points im Test

Als Alternativprodukt sei der Linksys LAPAC-1750 genannt, der in etwa die gleiche Zielgruppe anspricht, dafür aber mit 250 Euro doppelt so teuer wie der UniFi AP-AC-Pro ist.



33 Kommentare

Von Alexander am 01.02.2017
Besucher

@Hans:
Vielleicht hilft dir der folgende Artikel:
https://help.ubnt.com/hc/en-us/articles/205144590-UniFi-What-is-Zero-Handoff-

Aus persönlicher Erfahrung kann ich dir sagen, dass im Unifi Controller (läuft 24h auf Windows VM) immer wieder im Log ein Eintrag ähnlich zu folgendem auftaucht
User (ClientXY) roams from (AP1) to (AP2) from "channel 48(na)" to "channel 11(ng)" on "(SSID)"
Wobei die eingesetzten APs UAP-Pro sind und der CLient in diesem Fall ein MacBook Pro war. Eingesetzte Controller Software ist 4.8.20.

Was ich seit dem Einsatz der Geräte gelernt habe ist, dass man bei Vielem sparen kann, aber die eingesetzten Access Points gehören definitiv nicht dazu.

Von Stefan am 01.02.2017
Technikaffe.de Team

1824 Beiträge
@Hans:
zu 1: Ja Du kannst Deine Daten lokal behalten und auch auswerten.
zu 2: Ich kann dir nur sagen, dass bei mir zu Hause alle Clients (iPhone 6+7, MacBook, Tablets usw.) sich selbstständig den besten Access Point suchen. Der einzige Nachteil ist wohl, dass laufende Gespräche (z.B. Skype) abbrechen können wenn diese nicht gepuffert sind. Streams laufen bei mir z.B. ohne Unterbrechung weiter. Ich sehe daher keine Notwendigkeit für den ZeroHandoff.

Von Hans am 01.02.2017
Besucher

Hallo,
vielen dank für diesen ausführlichen Artikel.
Dieser hat mich wohl dazu "überredet" jetzt doch umzusteigen.
2 kurze Fragen hätte ich da aber noch:
1. Verstehe ich das richtig, dass man die Cloud nicht braucht und die Daten schon noch lokal bleiben? Also ich kann das Programm auf einem Rechner installieren, der ohnehin schon 24/7 läuft und dann darauf jederzeit zugreifen? Dadurch ist es auch möglich generelle Statistiken zu sehen (wie Traffic über einen bestimmten Zeitraum, etc.?)
2. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann unterstützen die neuen Geräte "Zero-Handoff" nicht mehr? Was ist der Sinn dahinter? Ich wollte diese Technik schon gerne verwenden. Das wäre mit der Grund, wieso ich überhaupt erst umsteige. Sollte ich jetzt also nach den älteren Geräten ausschau halten und diese dann (wohl gebraucht) kaufen? Verstehe nicht, wieso funktionen bei einem neuen Gerät gestrichen werden - kommen normalerweise nicht immer nur neue dazu? ;-)

Vielen dank im voraus
Freundliche Grüße

Von Stefan am 23.01.2017
Technikaffe.de Team

1824 Beiträge
@Alexander: Ich meine gelesen zu haben, dass es keine Pläne für die USB-Ports gibt.

Von Alexander am 23.01.2017
Besucher

Habe zwei der UAP-AC-Pro APs im Einsatz und meine wurden noch mit einem USB Port geliefert. Ideal wäre wenn man sie als USB Server (zum Mapping auf einen PC) nutzen könnte. Gibt es Infos ob und wenn ja, wie man diese Ports nutzen kann?

Von Stefan am 13.10.2016
Technikaffe.de Team

1824 Beiträge
@DFFVB: Nein, leider unterstützen die UniFi Produkte aktuell nur Single-User MIMO.

Von DFFVB am 12.10.2016
Besucher

@ Stefan / Technikaffe:

ich kann jetzt keine Infos darüber finden, ob das Ding MU MIMO ist oder SU MIMO ist?

Wenn ich das richtig interpretiere ist der PRO Mu MIMO und der LR SU MIMo?

Von DFFVB am 12.10.2016
Besucher

@ Mark:

P.S.: Mir ist noch gekommen, dass Du den TP vlt mit OpenWRT platt machen kannst und ihn darüber in den Repeater / Bridge Modus zu versehen

Von DFFVB am 12.10.2016
Besucher

Hi Mark,

Deine Ausführungen verwirren ein bisschen. Grundsätzlich solltest Du Dir über eine Sache im Klaren sein:

Ein AcessPoint ohne LAN Anschluss ist ein Repeater. Dieser teilt die verfügbare Bandbreite durch zwei (Down / Upstream). Dann wäre aber ein AP Verschwendung, und Du kannst Dir einen Repeater kaufen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, willst Du dann eine Wireless-Bride mit dem TP - Link aufbauen, in der Hoffnung, dass diese ggf. bessere Leistung bringt.... Aber auch hier bleibt es dabei, der TP-Link würde damit in einer Repaeter Funktion mit Ethernet Ausgang übergehen... Ob der TP-Link das kann? Ich bezweifle es. Fritzboxen können es wohl:

https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7270/wissensdatenbank/publication/show/1192_WLAN-Reichweite-der-FRITZ-Box-mit-einem-Repeater-vergroessern/

Schon mal an LAN über die Strom nachgedacht? Devolo?

Berichte gerne, wie Du Dein Problem gelöst hast.

Von Mark am 07.10.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hallo @all!
Folgende Situation: Ich betreibe zu Hause eine Fritzbox7490. Diese steht auf Grund des Telefonanschlusses im Altbau im 2.STock. im Wohnzimmer im 2.OG befindet sich ein TPLINK RE200 Repeater, der eher schlecht als Recht das WLAN Signal weitergibt. Die Signalstärke zur Basis gibt er mit 76% an, was ja nicht so schlecht ist. Im 1. OG habe ich einen TPLink TA-WL901 AP im USA modus. Ihr werdet nun vermutlich wissen, warum ich hier schreibe, denn die Performanz ist in Summe zwischen den Stockwerken eine Katastrophe. MIt Glück schaffe ich so 20-30 Mbit, was zur Folge hat, ich kann die Internetleitung von meinem Arbeitszimmer (1. OG) nicht voll ausnutzen (51Mbit).
Die Idee war nun:
- WLAN an der FritzBox ausschalten und einen AP (den -AR) per LAN an die FritzBox anschließen.
Soweit so gut. Mir ist es aber nciht möglich einen weiteren Access Point per LAN direkt mit der FritzBox zu verbinden. Ich bräuchte immer noch eine Wireless Brücke zwischen den IT Sytemen im Arbeitszimmer und der Fritz-Box. Nun habe ich irgendwo gelesen, dass die Ubiquiti APs auch ohne LAN Verbindung (begrenzt auf 4 STück) betrieben werden können, wenn mind. 1 AP per LAN verbunden ist.
Habt ihr noch Verbesserungsvorschläge? Ist mein Vorhaben realisierbar? Wie lassen sich die APs ohne LAN Verbindung betreiben (Initalsetup etc?)
Besten Dank euch!
Gruß
Mark

Von Stefan am 25.09.2016
Technikaffe.de Team

1824 Beiträge
@Michael: Ich habe noch keine Edimax Produkte verwendet, daher kann ich dir hierzu leider nichts sagen.

Von Michael am 25.09.2016
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Ist ein Gerätevergleich zu Edimax CAP1750 möglich?
Vielen Dank

Von Stefan am 18.09.2016
Technikaffe.de Team

1824 Beiträge
@Klaus: Der UniFi AP-AC-LR hat schon eine ziemlich gute Sendeleistung, vor allem in der USA-Einstellung (siehe Test). Deutlich besser als eine Fritzbox. Ob der Access Point allerdings bei dir auch im OG eine gute Leistung bringt kann ich einfach nicht sagen, dafür sind die Häuser einfach zu verschieden. Ich würde es probieren und notfalls zurückschicken.

Von Klaus am 16.09.2016
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Hallo Stefan,

ich bin auf der Suche nach einer vernünftigen Wifi Lösung. Habe das Problem, dass bei uns im Haus sich alles im Keller befindet. Dort steht auch eine alte Fritzbox 32xy. LAN Kabel sind im Haus keine verlegt und lassen sich nachträglich auch nicht mehr ohne riesen Aufwand verlegen.

Frage: Wenn ich so ein Ubiquity Unifi AC Pro im Keller an das DSL Modem hänge, meinst du es schafft dann eine Ausstrahlung des Hauses (1,5 Geschosse, kein Palast, sicherlich locker im 120 Meter Range des Access Points). Die derzeitige Fritz Box schafft es mit Ach und Krach ins Obergeschoss.

Noch ne Frage: kann man die Unifi APs auch als Repeater nutzen? Vermutlich nicht. Gibt es da von Ubiquiti Geräte?

Ich nutze übrigens Ubiquity (Bullet Titanium) als WLAN Empfänger für Wlan Netzwerke auf meinem Segelboot. Tolles Gerät. Ich habe noch Wlan wenn schon alle anderen an Land in die Bar müssen :-).?

Von Harry am 02.09.2016
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Ich habe auch zwei AP in der eigenen Wohnung im Einsatz. Auf Grund der Bauweise der Wohnung reichte ein einfacher Router nicht aus. Daher habe ich nach einer guten Lösung gesucht und bin auf zwei Ubiquiti APs für je 60 Euro gekauft. Sind schon älter, kosteten 60 Euro pro Stück, liefern aber bis zu 150 Mbit, was zum Surfen und Videostreaming ausreicht. Alles andere läuft bei mir ohnehin über LAN. Die neueren Systeme können deutlich mehr und sind bereits für 70 Euro zu haben. Die Unifi Controller SW lässt sich prima in einer Linux-VM installieren. Perfekt auf einem NAS mit Virtualisierungsfunktionalität. Kann ich nur weiterempfehlen, das System läuft seit über einem Jahr ohne ein einziges Problem!

Von Stefan am 02.09.2016
Technikaffe.de Team

1824 Beiträge
@Marcell: Unsere Notebooks haben sich direkt in das 5 Ghz Netz eingewählt. Warum das bei dir nicht klappt ist mir nicht klar.

Von Marcell am 01.09.2016
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Das Teil ist nun auch bei mir angekommen.. danke für den Tipp.... der Ersetz nun meinen Draytek AP
Die Einstellungsmöglichkeiten sind super.
Aber.. hat es schon jemand hinbekommen, dass sich die Geräte selbstständig ins 5G Netzwerk loggen?
ich brauche beides also 2G und 5G wegen meines Druckers. Wenn ich mich mit der SSID einlogge, komme ich meist nur ins 2G Netz, obwohl ich schon Prefered oder Balanced in "Band Steering" ausprobiert habe.
Nur der manuelle Override in der SSID für das 5G Band funktioniert immer zu 100%

Von Stefan am 28.08.2016
Technikaffe.de Team

1824 Beiträge
@zambanini: Habe ich im Abschnitt ergänzt, danke.

Von zambanini am 27.08.2016
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zero hand off geht mit den AC geräten nicht, nur mit den alten. sollte im artikel beruecksichtig werden.

Von Stefan am 24.08.2016
Technikaffe.de Team

1824 Beiträge
@Peter: Ich vermute aufgrund dem Aufbau der Antenne die Deckenmontage.

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.