Da die Frage in letzter Zeit hÀufig aufkommt, zeigen wir euch hier wie ihr die Systemfestplatte von OpenMediaVault nachtrÀglich partitionieren könnt. OpenMediaVault benötigt eigentlich weniger als 2 GB an Speicherplatz, nimmt aber in der Standardkonfiguration stets die komplette Festplatte in Beschlag.
Dies lĂ€sst sich leider nicht wĂ€hrend der Installation Ă€ndern. Allerdings gibt es eine einfache Möglichkeit die PartitionsgröĂe der Systemfestplatte zu Ă€ndern und eine zweite Partition zu erstellen auf welcher dann Daten abgelegt werden können. Dazu wird ein freier USB-Stick benötigt, der aber nur temporĂ€r benötigt wird.
Es gibt mehrere Methoden, ich habe mich fĂŒr die meiner Meinung nach einfachste entschieden und benutze die GParted Live Linux CD via USB. Alternativ könnt ihr die ISO natĂŒrlich auch einfach auf eine CD brennen falls euer NAS ĂŒber ein optisches Laufwerk verfĂŒgt.
Benötigte Software
â W32DiskImager (Windows)
â GParted Live Image
Backup erstellen
Bevor ihr Festplatten umpartitioniert solltet ihr wenn möglich zur Sicherheit ein Backup der Systemfestplatte vornehmen. Wenn es sich um einen USB-Stick handelt, könnt ihr diesen einfach 1:1 kopieren.
Erstellen der GParted Live CD
Die GParted Live CD ist ein sehr schlankes Debian Linux mit der Partitionierungssoftware GParted. Ladet euch die oben genannte Software herunter. AnschlieĂend installiert und startet ihr den W32DiskImager.
Navigiert nun zu dem Speicherort der GParted Live ISO und stellt den Dateifilter in W32DiskImager auf *.*.
Mittels des Write Buttons könnt ihr die ISO dann auf einen USB Stick aufspielen. Alle Daten die auf dem USB-Stick waren gehen dabei verloren. Der USB-Stick muss mindestens eine KapazitÀt von 1 GB haben.
Booten mit der GParted Live CD
Fahrt nun euer OpenMediaVault NAS herunter und steckt den eben erstellten USB-Stick ein. Alternativ könnt ihr natĂŒrlich auch den OpenMediaVault SystemdatentrĂ€ger in einen anderen Computer einbauen und auf diesem die GParted Live CD benutzen.
Bootet nun von diesem USB-Stick. Eventuell möchte euer Mainboard von einer anderen Festplatte oder einem anderen Stick booten, das könnt ihr einmalig aber ĂŒber das Boot-MenĂŒ (meist F11) ĂŒberschreiben.
Ihr solltet nun den Boot-Screen von GParted sehen. Belasst die Einstellungen beim Standard und drĂŒckt einfach ENTER. Ihr werdet nun nach einer Keymap gefragt. Da wir sonst keine Texteingaben vornehmen, könnt ihr den Standard âDont touchâ belassen. Als Sprache wĂ€hlt ihr anschlieĂend 10 (German).
Nun werdet ihr noch nach der Auflösung eures Monitors gefragt, gebt hier einfach 0 ein, dann wÀhlt GParted selbststÀndig die Auflösung.
Nach einer kurzen Startzeit von unter einer Minute solltet ihr nun einen Linux Desktop mit wenigen Tools sehen, die Software GParted wird automatisch gestartet.
Die OpenMediaVault Festplatte partitionieren
In GParted wĂ€hlen wir nun erstmal oben rechts die richtige Festplatte bzw. den richtigen USB-Stick aus â je nachdem worauf OpenMediaVault bei euch installiert ist. Wie man sieht ist mein OpenMediaVault USB-Stick komplett zugeordnet, benutzt sind aber nur knapp 1,5 GB.
Nun klicken wir die erste Partition per Rechtsklick an und wĂ€hlen GröĂe Ă€ndern aus. Die zweite Partition benutzt OpenMediaVault ĂŒbrigens fĂŒr die Auslagerungsdatei, diese solltet ihr so belassen wie sie ist.
Gebt in das Feld Neue GröĂe nun die gewĂŒnschte GröĂe der Systempartition an. Ich habe hier 8192 MB (entspricht 8 GB) angegeben. Theoretisch reichen hier aber auch 4 GB aus. BestĂ€tigt die Ănderung.
GParted zeigt uns nun eine Vorschau des DatentrĂ€gers an (die eigentlichen Ănderungen sind noch nicht ausgefĂŒhrt). Klickt nun den von euch frei gegebenen Bereich per Rechtsklick an, der als nicht zugeteilt angezeigt wird.
Da wir den gesamten freien Bereich benutzen möchten, wĂ€hlt hier die maximale GröĂe (siehe rechts oben) aus und drĂŒckt anschlieĂend auf den Add Button. Als Dateisystem empfehlen wir ext4.
GParted zeigt euch nun wieder eine Vorschau die eure neue Partition mit einbezieht. Im unteren Teil der Software seht ihr ein Protokoll in dem angezeigt wird welche Aktionen auszufĂŒhren sind. Sind alle Angaben korrekt, klickt ihr in der Symbolleiste von GParted auf den grĂŒnen Haken (Apply).
Nach ein paar Sekunden / Minuten (abhĂ€ngig von eurem DatentrĂ€ger und Computer) solltet ihr in GParted nun die endgĂŒltigen Ănderungen sehen.
Die neue Partition in OpenMediaVault
Ihr könnt nun die GParted Linux Sitzung schlieĂen und den Computer herunterfahren. Startet das NAS mit dem neu partitioniertem DatentrĂ€ger neu und klickt auf den MenĂŒpunkt Dateisysteme. Ihr solltet nun eure neue Partition sehen. Diese mĂŒsst ihr nun noch Einbinden.
AnschlieĂend könnt ihr eure neue Partition nun fĂŒr Daten oder anderes benutzen.
Die Partitionierung ist ziemlich einfach und schnell gemacht und sollte auch von weniger versierten Anwendern in weniger als 15 Minuten erledigt sein.




Kannste auch bitte ein how to Seite machen. Wie man Festplatte unter OMV erstellt?
Danke Voraus
@Andy: Eine komplette Installations- und Konfigurationsanleitung zu OpenMediaVault [ilink=anleitung-255-installation_und_konfiguration_von_openmediavault_inkl._wake_on_lan]findest Du hier[/ilink].
Sehr hilfreich, vielen Dank! Genau das, was ich noch brauchte…
Hallo,
danke fĂŒr diesen interessanten Artikel. Ich hĂ€tte abweichend davon noch eine Frage:
Ich habe zuhause noch eine SSHD (500GB+8GB) und soweit ich weiĂ, mĂŒsste es unter Linux ja möglich sein beide Speicherarten getrennt zu formatieren, sprich eine Partition auf dem Flash einzurichten und eine auf der HDD. Vorteil wĂ€re, dass das System dann auf einer fast vollwertigen SATA-SSD liegt. Hat diesbezĂŒglich schon zufĂ€llig jemand Erfahrungen sammeln können? Kann die HDD in diesem Fall vielleicht sogar einen Spin-Down ausfĂŒhren?
Viele GrĂŒĂe,
Gregor
@Gregor: Soweit mir bekannt ist wird doch bei diesen Festplattentyp der Flashspeicher automatisch – also durch die Firmware der Festplatte verwaltet. In diesem Fall köntest Du dann nicht auf den Flashspeicher zugreifen bzw. diesen nicht manuell zuteilen.
Ja, das ist wohl richtig, ich habe es jedenfalls nicht geschafft mit Gparted darauf zuzugreifen. Schade, ich dachte ich hÀtte einmal gelesen, dass es unter Linux möglich sei auf den Flash SPeicher zu formatieren.
Hinweis, falls jemand auf die selben Probleme stöĂt, wie ich vorhin:
Der Link oben auf das GParted Live Image fĂŒhrt auf die 32Bit-Version, die auĂerdem mittlerweile veraltet ist.
Was bei mir jetzt das Problem ausgelöst hat weià ich nicht (evtl. wegen 32Bit-Version auf 64Bit-System?).
Mein System ist ein ASRock N3700-ITX mit einer Kingston 120GB-SSD als Systemplatte.
Die Fehlermeldungen mit dem 32Bit-Iso in Version 0.23.0-2-i586 waren auf meinem System in mehreren DurchlĂ€ufen und ISO neu auf den Stick-spielen usw… immer wieder:
“ [ 6.298515] Failed to find cpu0 device node “
und dann 5 Zeilen spÀter:
“ [ 8.864367] overlayfs: missing workdir “
nach 1 Minute war dann der Schirm schwarz und keine weitere Reaktion.
Jedenfalls:
unter https://gparted.org/download.php findet man die derzeit aktuelle Version als 32Bit- oder 64Bit-Iso und mit der 64Bit-Iso hat es dann bei mir problemlos funktioniert.
Hallo,
Erstmal ein groĂes Dankeschön fĂŒr die diversen Artikel rund um OMV (kommt mir jetzt gerade sehr gelegen đ )
Jetzt habe ich eine Frage: Kann ich den hier gewonnenen HD Platz nachtrĂ€glich auch zu einem vorhandenen JBOD Verbund hinzufĂŒgen?
Meine Situation:
Selbstbau aus alten vorhandenen Teilen, 2 x 3,5″ 1TB HDD + 1 x 320GB 2,5″ & alles von verschiedenen Herstellern (Samsung, WD, Toshiba)
Ciao HansJ
@HansJ: Hmm kann ich dir leider nicht sagen – probier es einfach aus.
Hallo, wollte mich nur kurz fĂŒr die tollen openmediavault-Anleitungen bedanken! TOP!!! GruĂ Hoppel
Hey! Danke fĂŒr diesen und alle weiteren Artikel. Super Arbeit!
Nutze eine 120 GB System SSD und habe sie nach dieser Anleitung partitioniert. Nach der Partitionierung fĂ€hrt das System ganz normal hoch, nur mein NAS bekommt keine IP-Adresse mehr zugewiesen. Jetzt schon zum zweiten mal versucht, beim zweiten mal das gleiche Problem. OMV-Firstaid hilft nicht. Gibt es dafĂŒr eine logische ErklĂ€rung ohne weitere logs etc.? đ
@basti: Hmm nein eine wirkliche ErklÀrung fÀllt mir spontan nicht ein, das hat ja nichts mit den Partitionen zu tun ?!
Moinsen, danke fĂŒr die wirklich brauchbaren Anleitungen, nach denen ich mich weitgehend gehalten habe und mein NAS jetzt mit dem ASROCK N3150 ITX board aufgebaut ist. Als Systemplatte verwende ich eine 128 GB SSD (Cucial M4) und habe diese entsprechend der Anleitung partitioniert. Soweit so gut, nur sind leider die Schreibraten auf die SSD sehr langsam (15-20MByte/Sekunde). Lesen geht mit > 150 MByte/Sekunde relativ zĂŒgig. Habt Ihr eine Idee woran das liegen kann? Ich habe die gleichen Erfahrungen auch mit einer 64GB Sandisk Ultra II gemacht. Dabei ist das Schreiben sowohl auf die Systempartition als auch auf die zweite primĂ€re Partition sehr langsam (eine WD RED, die noch verbaut ist zeigt dieses Verhalten zum GlĂŒck nicht). Alle Partitionen sind mit ext4 eingeichtet. Danke schon mal im Voraus fĂŒr Anregungen und Ideen. VG.
Hallo, zunĂ€chst mal riesigen Dank fĂŒr diesen Artikel und die gesamte Seite, ein wunderbares Projekt von dem ich viel gelernt habe.
Ich wollte mich nur melden, weil ich das gleiche Problem wie basti habe. Ich nutze in meinem NAS eine Samsung 850 EVO als Systemfestplatte und wollte diese nun aufteilen, um sie auch fĂŒr Datenverwenden zu können. Sobald ich aber die PartitionsgröĂe mit GParted Ă€ndere, geht die Netzwerkverbindung verloren und kann auch nicht wieder hergestellt werden. Dabei spielt es keine Rolle, an welcher Stelle ich diese Unterteilung durchfĂŒhre (direkt nach der Installation oder nach der kompletten Einrichtung). Da ich nicht die ganze SSD fĂŒr die kleine Systeminstallation verwenden möchte, bleibt mir wohl nun nichts anderes ĂŒbrig, als doch noch einen USB-Stick zu beschaffen. Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp, woran es liegen könnte. Schade, dass man die PartitionsgröĂe nicht direkt wĂ€hrend der OMV-Installation Ă€ndern kann.
Vielen Dank nochmal fĂŒr eure Arbeit
Sascha
PS: Mein System entspricht bis auf das GehÀuse eurem Asrock N3700-NAS
Hi, auch ich möchte mich fĂŒr die vielen nĂŒtzlichen Tipps hier auf dieser Seite bedanken, die mir sehr geholfen haben, mein eigenes NAS mit OMV einzurichten und zu konfigurieren.
Ebenso wie basti und Sascha stoĂe ich jedoch auf dasselbe Problem, nachdem ich meine System-SSD mit gparted (v. 0.26.1-1-amd64) neu partitioniert habe. Nach dem Neustart bekommt mein Ethernet-Interface keine IP-Adresse per DHCP mehr zugewiesen.
Sowohl manuelle Ănderungen an /etc/network/interfaces und der Versuch, eine statische IP zuzuweisen, als auch die Konfiguration via omv-firstaid (egal was ich per omv-firstaid versuche zu konfigurieren, es bricht immer mit einer Fehlermeldung ab) brachten leider keine Abhilfe.
Auch wenn ich den Zusammenhang zwischen der Partitionierung und den anschlieĂenden Problemen mit OMV nicht wirklich nachvollziehen kann, so scheint es ihn ja doch irgendwie zu geben. Ich scheine ja nicht der Einzige mit diesen Problemen zu sein.
Falls irgendwer eine Idee, Tipps oder sogar die Lösung fĂŒr das Problem hat, ich wĂ€re fĂŒr alle Hinweise dankbar.
Viele GrĂŒĂe
Martin
Hallo, wollte ein Netbook als Owncloud nutzen und habe OMV auf der internen Platte installiert und danach die Platte nach Anleitung patitioniert. Hat alles funktioniert. Das System startet auch, aber die neue Patition mit ext4 wird nicht angezeigt. Auch mehrere Neustarts funktionieren nicht.
Hat jemand einen Tipp?
MfG Uwe
@Uwe: Hast Du die Partition korrekt eingebunden und initialisiert ?
Hallo und vielen Dank fĂŒr die unglaublich guten Beschreibungen…
Seit ich auf OMV3 umgestiegen bin kann ich die mit gparted hinzugefĂŒgte Partition (ext4) mmcblk3 nicht mehr unter OMV/Datenspeicher/Dateisysteme sehen. Mit OVM2.1 war dies noch möglich ?
Nach ErgÀnzung der /etc/fstab um die Partition mmcblk3 ist unter Debian die Partition ersichtlich und nutzbar, in meienm Fall Verzeichnis /OMVDat/
Hat jemand einen Tipp ?
System Odroid C1+ mit Debian 8 Minimal und 64gb MicroSD (UHS aktiviert in boot.ini)
Geht das nicht unter Windows mit Minitool? Laufwerk entnehmen, anschlieĂen, Live-CD machen etc., wĂ€re notfalls machbar, aber schneller dachte Ich geht es wenn Ich die System-SSD per USB-Adapter an den Windows-PC anschlieĂe.
Wird angezeigt, Ich kann die GröĂe aber nicht Ă€ndern. Das Fenster ist da, der Mauszeiger Ă€ndert sich, aber es lĂ€sst sich nicht verĂ€ndern.