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NAS - Advanced für 6+ Festplatten mit Erweiterungsmöglichkeit

NAS - Advanced für 6+ Festplatten mit Erweiterungsmöglichkeit

Unser Advanced - NAS ist für alle gedacht, denen unser NAS - Basic Vorschlag mit bis zu 4 Festplatten nicht reicht.

Ich selbst war auf der Suche nach einem neuen NAS, dass 6 Festplatten in einem Raid-6 Verbund auf OpenMediaVault-Basis bereitstellt. Nach einigen herumexperimentieren wurde klar, dass dieses Vorhaben nur schlecht mit einem Bay-Trail Prozessor - Intels aktuell kleinster Plattform - zu realisieren ist. Daher basiert unser NAS - Advanced auf der Haswell-Refresh Architektur.



CPU, Mainboard und Arbeitsspeicher

Voraussetzung war ein günstiges Mainboard, welches von sich aus 6 SATA-Ports zur Verfügung stellt. Da heutige Festplatten nicht durch einen SATA-3G Port limitiert werden und ich keinen Intel Fake-Raid einsetzen möchte, sondern einen Software-Raid, fiel meine Wahl auf das ASRock Mod B85M Pro3 im Micro-ATX Layout.

Das Sockel 1150 Mainboard kann zwar alle aktuellen Intel Haswell und Intel Haswell-Refresh Prozessoren aufnehmen, mich hat allerdings nur der (beinahe) kleinste Intel Prozessor für den Sockel 1150 interessiert: der Intel Celeron G1840 (2x 2,8GHz, 53W TDP), den man für knapp 40 Euro als Boxed-Version (also inklusive CPU-Lüfter) bekommt.

Lasst euch von der mit 53W angegebenen TDP nicht abschrecken: Auch dieses NAS ist sehr Energieeffizient. Im Idle verbraucht das System ohne Datenfestplatten nur ca. 15W - 5W mehr als unser Basic-NAS.

Im Vergleich zwischen dem Intel Bay-Trail J1900 und dem Intel Celeron G1840 sieht man, dass der Celeron ca. 30% schneller arbeitet. Wirklich notwendig ist dies nicht, da auch der Bay-Trail Prozessor schon die maximale Bandbreite in einem Gigabit Netzwerk nutzen kann. Der Vorteil der Haswell Architektur liegt vor allen an den zur Verfügung stehenden PCI-E Lanes und den zusätzlichen SATA-Ports.

Der Intel Celeron G1840 reicht also vollkommen aus und ist bei voller Bandbreite (1Gbit ~120MB/s) nur zu 20-30% ausgelastet. Da das Mainboard selbst über 6 SATA Ports verfügt, kann man sich einen zusätzlichen Controller sparen (selbst ein 2x SATA Controller verbraucht ca. 1W Energie). Wem 6 SATA Ports nicht ausreichen, der kann den PCI-E 3.0 x16 Slot (max. 15.754 MB/s Bandbreite) nutzen um einen zusätzlichen Controller - auch ein Hardware-Raid ist denkbar - zu verbauen.

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Das ASRock Mod B85M Pro3 ist trotz des geringen Preises von 60 Euro gut ausgestattet. Es kann bis zu 4 DDR3-1333 (oder höher) Arbeitsspeicher aufnehmen. Bitte beachtet, dass der Intel Celeron maximal DDR3-1333 nutzen kann. Beim Einbau von schnelleren Arbeitsspeicher wird dieser automatisch auf DDR3-1333 eingestellt. Für OpenMediaVault werden mindestens 2GB Arbeitsspeicher benötigt, besser sind allerdings mindestens 4GB.

Anschlüsse
- HDMI, DVI, VGA D-SUB
- 4x USB 2.0 (+2 USB 2.0 Header)
- 2x USB 3.0 (+1 USB 3.0 Header)
- 4x SATA 6G (max. ~550MB/s)
- 2x SATA 3G (max. ~275MB/s)
- 1x Gigabit LAN (Realtek RTL8111GR, Wake-On-Lan, Wake-On-Wan, 802.3az EEE, PXE)

Zudem verfügt das Mainboard über einen HD-Audio und einen TPM-Header. Wer sich für die Sicherungsfunktion TPM interessiert, dem sei unser Artikel TPM einrichten und sinnvoll nutzen ans Herz gelegt. In meinem NAS wird TPM allerdings nicht genutzt.

Hinweis: Achtet beim Kauf darauf, dass das Mainboard wirklich 6 SATA-Ports besitzt, es gibt eine leicht abgewandelte Version mit nur 4 SATA Ports! Dem Mainboard liegen nur 2 SATA Kabel bei. Wenn ihr mehr als 2 Festplatten anschließen möchtet, müsst ihr noch weitere SATA Kabel zukaufen.

Der Intel Celeron G1840 unterstützt Dual-Channel Arbeitsspeicher. Ich setze allerdings nur ein 4GB DDR3-1600 Modul im Single-Channel Modus ein, die Bandbreite des Arbeitsspeichers beträgt hier noch vollkommend ausreichende 10.905 MB/s. Ich empfehle hier z.B. den Kingston KVR16N11S8/4 4GB DDR3-1600 CL11 für 39 Euro, der mit 1.5V Spannung auskommt.



Systemfestplatte - SSD oder SLC-Stick empfehlenswert

Um möglichst keinen der 6 SATA-Ports mit einer System-SSD zu belegen, greife ich auf einen USB-Stick mit SLC-Speicherzellen (wichtig!) wie den WINKOM-USB 3.0 Memory-Stick 16 GB oder den Mach Xtreme MX-ES series MXUB3SES als Systemdatenträger zurück. Dazu bietet sich der SODIAL(R) 8 Zoll USB 3.0 20-Pin (knapp 4 Euro) an, damit man den USB-Stick in das Gehäuse verfrachten kann.

Leider sind USB-Sticks mit SLC-Speicherzellen recht selten und teuer. Warum dies so ist und wo der Unterschied zu einem normalen MLC-USB-Stick ist, könnt ihr hier nachlesen: USB mit SLC-Speicherzellen als Systemfestplatte - Ein SSD Ersatz ?.

Als Alternative - wenn ihr z.B. nicht alle 6 SATA-Ports für Datenfestplatten benötigt - empfehle ich eine kleine SSD wie die Intel SSDSA2CT040G310 (40GB).



Das richtige Gehäuse

Hier kommt quasi jedes Micro-ATX kompatible Gehäuse in Frage. Ich benutze mein bereits vorhandenes Fractal Design Gehäuse, welches es bereits in einer leicht überarbeiteten Version gibt: Fractal Design Define R5. Mit 115 Euro ist das Gehäuse aber recht teuer. Mich hat das Gehäuse durch seine Möglichkeit überzeugt 8 Festplatten (3,5 Zoll) unterzubringen, die von 2 140mm Lüftern optimal gekühlt werden.

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Zudem verfügt das Gehäuse über eine eingebaute Lüftersteuerung (5/7/12V) an die maximal 3 Lüfter angeschlossen werden können. Die beiden beiliegenden 140mm Lüfter sind wirklich sehr leise.

Wem das Fractal Design Define R5 zu teuer ist, dem empfehle ich den Xigmatek Asgard Midi-Tower, dem mit nur 37 Euro wirklich eine günstige Lösung ist und 7 3,5 Zoll Festplatten aufnehmen kann.

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Netzteil

Bei einem NAS für 6 oder mehr Festplatten empfehle ich ein richtiges ATX-Netzteil und keine Pico-PSU, wie wir sie in unserem NAS - Basic Vorschlag empfehlen. Der Grund ist, dass normale ATX-Netzteile erst ab einem bestimmten Leistungsbereich (meistens größer 35W) wirklich effizient arbeiten. Bei der Verwendung von 6 Festplatten wird unser System knapp 50W mit aktiven Festplatten verbrauchen.

Wir benutzen seit längerem Netzteile von Be quiet. Für dieses NAS empfehle ich das Be quiet! BN140 System Power 7. Das kleine 300W-Netzteil ist vollkommend ausreichend. Die Effizienz wird mit guten 87% angegeben, alle gängigen Schutzschaltungen wie Überhitzungsschutz, Überstromschutz, Überspannungsschutz, Unterspannungsschutz sowie ein Kurzschlussschutz sind vorhanden. 36 Euro kostet das Be quiet! BN140 System Power 7 - 300W aktuell.

Das Netzteil besitzt 4x SATA-Power, für 6 Festplatten sind also 2x Wentronic Internes Stromadapterkabel (SATA Kupplung auf 2x SATA Stecker) für je 2,59 Euro erforderlich.



Festplatten

Das wichtigste in einem NAS sind natürlich die Festplatten. Bei mir kommen 6 Festplatten vom Typ Western Digital Red mit je 6TB zum Einsatz, diese Festplatten eignen sich durch eine auf NAS-Systeme optimierte Firmware besonders gut für unser System. So unterstützen die WD Red Festplatten z.B. TLER (Time-Limited-Error-Recovery). Diese Funktion sorgt durch eine Kommunikation mit dem Raid-Controller für eine höhere Stabilität.

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Western Digital gibt 3 Jahre Garantie auf die NAS-Serie. Der Preis liegt aktuell bei rund 42 Euro pro TB Kapazität.



Zusammenbau

Egal für welches Gehäuse ihr euch entscheidet - der Zusammenbau ist denkbar einfach. Der Prozessor wird in den Sockel des Mainboards gesetzt, der beiliegende CPU-Lüfter muss danach nur aufgesteckt werden und rastet in den 4 Löchern des Mainboards ein. Wärmeleitpaste muss nicht installiert werden, da der Intel CPU-Lüfter bereits ein Wärmeleitpad besitzt.

Selbst wenig versierte Anwender sollten die Komponenten in unter einer Stunde zusammenbauen können. Besondere Bios-Einstellungen müssen nicht vorgenommen werden, das System ist nach dem Zusammenbau direkt einsatzbereit.

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Vergleich der NAS-Betriebssysteme

Ihr könnt auf diesem NAS ein Betriebssystem euer Wahl installieren. Auch Windows 8.1 oder Windows 10 (Preview Version) sind möglich, da Microsoft ab Windows 8 mit den Windows Storage Spaces einen eigenen Software-Raid ermöglicht. Windows Home Server ist aktuell nur noch schwer oder gebraucht zu bekommen, ist aber auch eine gute Möglichkeit.

OpenMediaVaultFreeNAS
Basis OSDebian 7 (Wheezy)FreeBSD 9.3
Raid-LevelJBOD, 0, 1, 5, 6, 100, 1, Raid-Z (5), Raid-Z2 (6), Z3
DateisystemeExt3, Ext4, XFS, JFSZFS, UFS
Arbeitsspeichermin. 2GBmin. 8GB
BedienungWeboberfläche, KonsoleWeboberfläche, Konsole
SchwierigkeitEinfachFortgeschritten
AnleitungJa, vollständigJa, vollständig


Ich verwende in meinem NAS - Advanced Vorschlag das Betriebssystem OpenMediaVault welches auf ein aktuelles Debian Linux setzt. Dadurch ist es fast unbegrenzt erweiterbar und die Bedienung ist über eine Weboberfläche sehr einfach.

Eine vollständige Schritt-für-Schritt Anleitung zur Installation von OpenMediaVault findet ihr auch bei uns.



Stromverbrauch und Wake-On-Lan

Ein wichtiger Punkt bei einem NAS oder Home-Server ist der Stromverbrauch. Daher sind alle von uns ausgewählten Komponenten sehr sparsam:

SituationVerbrauchBemerkung
Standby, WakeOnLan aktiv1,6W(Suspend-to-Ram)
Im Betrieb (ohne Festplatte)15W
Im Betrieb (mit 6 ruhenden WD Red 6TB Festplatten)37W
Im Betrieb (mit 6 aktiven WD Red 6TB Festplatten)54,5W


Wir benutzen in diesem Vorschlag das Wake-On-Lan Feature des Mainboards. OpenMediaVault verfügt über ein Plugin mit dem Namen "AutoShutDown". Dieses Script prüft anhand von speziellen Kriterien ob das NAS automatisch in den Standby-Modus wechseln soll. Ihr könnt z.B. euer Netzwerk alle 5 Minuten nach Clients wie PCs, Notebooks oder Mediaplayer scannen lassen. Ist kein Client mehr aktiv, so wechselt das NAS in den Standby.

Windows, Linux oder Mac Clients oder Mediaplayer z.B. mit Kodi (XBMC) können das NAS dann bei Gebrauch selbst aus dem Standy aufwecken. Dies passiert alles vollautomatisch! Ihr werdet gar nicht merken, dass euer NAS im Standby war. Mit dieser Methode lässt sich eine große Menge an Energie einsparen.

Die vollständige Konfiguration zu Wake-On-Lan und AutoShutDown findet ihr auch in der Installationsanleitung von OpenMediaVault.



Interner Raid-Benchmark

Wir haben dieses NAS mit 6 Festplatten vom Typ Western Digital Red 6TB bestückt und in einem Raid6 betrieben. Die interne Geschwindigkeit wurde dann mit dem Linux Benchmark hdparm durchgeführt:

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Häufige Fragen rund um OpenMediaVault

Da wir eigentlich alles wichtige bereits in unserer Installationsanleitung von OpenMediaVault beantwortet haben, fasse ich mich hier kurz.

Frage: Ist der Raid später erweiterbar ?
Antwort: Ja (Raid 0,5,6)

Frage: Kann man den Raid bei einem Festplattenausfall wiederherstellen ?
Antwort: Ja, defekte Festplatte austauschen und die Wiederherstellungsfunktion in OMV benutzen.

Frage: Kann man den Systemdatenträger austauschen ohne Daten auf dem Raid zu verlieren ?
Antwort: Ja, der Raid ist unabhängig vom Systemdatenträger.

Frage: Kann man die Hardware (CPU, Mainboard, Arbeitsspeicher) austauschen, ohne Daten auf dem Raid zu verlieren ?
Antwort: Ja, der Raid ist unabhängig von der verwendeten Hardware.

Frage: Ich habe Probleme mit der Installation von OMV (Grub-Bootloader)!
Antwort: Der OMV Systemdatenträger muss als erstes Laufwerk angeschlossen sein (/sda). Alle Datenfestplatten sollten während der Installation abgeklemmt werden.



Zusammenstellung

Hier haben wir alle Komponenten noch einmal zusammen aufgelistet.

KomponenteNamePreis
ProzessorIntel Celeron G1840 (2x 2.8GHz)40 Euro
Prozessor (alternativ)Intel Core i3-4150 (2x 3.5GHz, HT, AES)117 Euro
MainboardASRock Mod B85M Pro360 Euro
ArbeitsspeicherKingston KVR16N11S8/4 4GB DDR3-1600 CL11 1.5V39 Euro
System-StickMach Xtreme MX-ES series MXUB3SES44 Euro
System-Stick (alternativ)WINKOM-USB 3.0 Memory-Stick 16 GB40 Euro
System-SSD (alternativ)Intel SSDSA2CT040G310 (40GB)40 Euro
NetzteilBe quiet! BN140 System Power 736 Euro
GehäuseFractal Design Define R5115 Euro
Gehäuse (alternativ)Xigmatek Asgard Midi-Tower37 Euro

Zubehör (optional)SODIAL(R) 8 Zoll USB 3.0 20-Pin4 Euro
Zubehör (ab 5 Festplatten)SATA Kupplung auf 2x SATA Stecker3 Euro

DatenfestplattenWestern Digital Red, Preis je TB Kapazität42 Euro

SummeGünstigste Zusammenstellung ohne Datenfestplatten251 Euro



Fazit

Unser NAS - Advanced bekommt man ohne Datenfestplatten bereits ab 250 Euro - Preislich identisch mit unserem Basic NAS. Wo liegen die Unterschiede ? Unser Basic NAS verbraucht ca. 5W weniger Energie. Dafür kann es nur 4 Festplatten anbinden und verfügt nicht über einen PCI-E 3.0 x16 Slot. Der Prozessor in diesem Vorschlag ist zudem rund 30% schneller und damit sicherlich zukunftssicherer - zumal sich der Prozessor hier austauschen lässt und nicht wie beim Basic NAS fest verlötet ist.

Beide Vorschläge basieren auf aktueller Hardware die wenig Energie verbraucht. Wer etwas mehr Flexibilität und Leistung sowie die Möglichkeit 6 Datenfestplatten zu verbauen möchte, der greift zum NAS - Advanced. Alle anderen sind auch mit dem Basic NAS sehr gut beraten.



133 Kommentare

Von Stefan am 30.04.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Willi: Der H81 Chipsatz ist etwas schlechter als der B85 Chipsatz (weniger PCIe-Lanes, weniger USB 3 Ports, weniger Features), der Energieverbrauch soll aber laut Intel identisch mit dem des B85 Chipsatzes sein. Ob das Mainboard aber wirklich reibungslos läuft kann ich dir nicht sagen.

Von Willi am 29.04.2016
Besucher

Erst mal vielen Dank für eure Arbeit. Für mich sehr hilfreich. Ich werde jetzt eurer Hardware-Empfehlung folgen. Nur die doch vielen negativen Bewertungen für das MB B85M 3/4 Pro irritieren mich etwas. Ich hatte bis jetzt immer gute Erfahrungen mit Asus-MBs.

Darum meine Frage: Was haltet Ihr von Asus-H81M-C mit rd. 60€ auch nicht teurer als das B85M 3Pro ?

Muss ich ggf. mit höherem Energieverbrauch rechnen?

Von Stefan am 05.12.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Janek: Hmm könnte funktionieren. Allerdings ist sicherlich ein Risiko vorhanden falls während der Migration ein Fehler / Problem auftritt. Mach mal vorher am besten ein Backup deiner wichtigsten Dateien.

Von Janek am 05.12.2015
Besucher

Danke für die schnelle Antwort...was sagst du dazu:

http://ewams.net/?date=2013/05/02&view=Converting_RAID5_to_RAID6_in_mdadm

Nicht seriös?

LG

Janek

Von Stefan am 05.12.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Janek: Wenn eine Festplatte aussteigt, muss diese nicht zwangsläufig defekt sein. Am besten die Festplatte mal mit einem Tool wie CrystalDiskInfo durchchecken.

Einen Raid 5 kannst Du nicht zu einem Raid 6 konvertieren. D.h. Du musst den Raid6 komplett neu aufbauen und deine Daten woanders zwischenlagern. Generell ist ein Raid6 mit 6 Festplatten (also 2 Paritäten) doch ziemlich sicher.

Eine andere Lösung wäre z.B. SnapRaid oder eben 2-3 Raid1. Würde dir aber zum Raid6 aus 6 Festplatten raten.

Von Janek am 05.12.2015
Besucher

Hallo,

mein NAS entspricht genau deiner Empfehlung...nur mit 6x3TB (4xWD Red; 2x Seagate NAS) im Raid5-Verbund.

Nun ist nach ca. 2000h eine der WD Reds aus dem Raid-Verbund raus und das System nun degraded...

Nun mach ich mir natürlich Sorgen um meine Daten...Die Platte werde ich ersetzen lassen...Zusätzlich habe ich bereits eine neue WD Red 3TB bestellt. Da ich mich nun auch in Zukunft besser absichern will, plane ich auf ein RAID6 umzusteigen, bzw. dieses RAID5 zu einem RAID6 zu konvertieren.

Sehe ich es richtig, dass ich zunächst mein RAID5 rebuilden muss und erst dann irgendetwas weiteres machen kann oder gibt es andere Möglichkeiten?

Auch habe ich bei meinen Recherchen mit Sorge auf die Zukunft von RAID-Systemen geschaut, da die immer größeren Verbunde die Ausfallwahrscheinlichkeit in wirklich kritische Nähe rücken lässt...vor allem bei >15TB

Kannst du ein alternatives/ moderneres Verbund-Modell empfehlen wobei die Ausfallwahrscheinlichkeit nicht mit wachsender TB-Größe (enorm) steigt?

Danke im voraus!

Von Stefan am 07.11.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Jan: Ich verstehe nicht so ganz was Du meinst. Der Adapter kann die SATAs nicht so durchreichen glaube ich, d.h. der Raid wäre dann ja ein HW-Raid. Die Daten deiner bestehenden Festplatten im Software-Raid kannst Du dann nicht mit rübernehmen.

Von Jan am 06.11.2015
Besucher

Ich würde mein System gerne erweitern, lese auch immer von Sata Controllern für zusätzliche Festplatten. Kann ich stattdessen auch einen vorhandenen Adaptec ASR-5805 verwenden ohne mein Software RAID 6 zu verlieren?

Danke

Von Jörg am 23.10.2015
Besucher

@Stefan
Danke für den Link mit der Erklärung über die T-CPUs.

Von Stefan am 22.10.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Jörg:

1. Ja, Du kannst das ASRock B85M Pro4 verwenden, der Intel NIC hat in der Tat einen besseren Ruf
2. Die T-Varianten lohnen sich in der Regel nicht. Darüber habe ich auch schon einen Artikel verfasst.
3. Die Pico PSU-90 kannst Du mit einer onBoard CPU und 4 Festplatten verwenden. Bei einer Plattform auf Haswell Basis wird das aber schon relativ eng. Könnte funktionieren, garantieren kann ich das aber nicht.

Von Jörg am 21.10.2015
Besucher

Super Bauanleitung!
Habe aber noch drei Fragen, die mich beschäftigen.

1.Könnte man auch das ASRock B85M Pro4 nehmen?
Der dort für den LAN Anschluss verbaute Intel Chip ist mir irgendiwe sympatischer als der auf dem B85M Pro3 verbaute Realtek Chip.

2. Wie sieht es als CPU mit dem stromsparenderen Celeron G1840T aus?
Celeron G1840: 2,8GHz, TDP 53W
Celeron G1840T: 2,5GHz, TDP 35W
Die restlichen Daten der beiden CPUs sind gleich und die fehlenden 300MHz dürften doch nicht ins Gewicht fallen?!

3. Würde beim Ausbau mit 4 Festplatten das Pico PSU-90 als Netzteil noch reichen?

Von Stefan am 21.10.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Lutz: Der Vorteil des i3 in der Expert Version: er beherrscht AES-Ni (Beschleunigung bei Verschlüsselungstätigkeiten) und passt einfach preislich besser zu dem doch recht teurem Mainboard. Von der Leistung her reicht der Celeron dicke aus.

Von Lutz am 21.10.2015
Besucher

Vielen Dank für diesen Artikel und die gesamte Seite. Ihr seid im übrigen zur Konkurrenz viel übersichtlicher und eure Aussagen viel prägnanter. So macht es einfach Spaß, sich in eine neue Materie einzuarbeiten!

Ich spiele mit dem Gedanken, mir die Advanced-Version so oder so ähnlich nachzubauen.
Wie hoch ist der Einfluss der CPU bei solch einem System einzuschätzen? Ihr nehmt ja extra den Celeron, weil er dicke ausreicht und stromsparend ist. Wieso reicht er aber bei der Profi-Version nicht mehr aus? Oder anders gefragt: In welchen Szenarien braucht man mindestens oder zwingend eher einen i3?

Gruß
Lutz aka der neue Selbstbau-NAS-Jünger

Von Stefan am 17.10.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Berni: Zu OMV (Debian Linux 7) kann ich dir sagen das der Adapter unterstützt wird. GGf. musst Du aber die Treiber von Highpoint manuell installieren.

Von Berni am 17.10.2015
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hi Folks...

Ich habe eine kurze Frage zu OMV bzw. Freenas

Da ich von eurem Bauvorschlag abweichend den High Point 2760 einsetzen mag
( habe ich noch von dem alten pc " über" ) an den 8x 3tb WD green sollen,
Ist die Frage kommt OMV mit dem COntroller klar brauche ich spezielle Treiber ?

Im alten Gerät war es ja nur Win7 mit ner Netzwerkfreigabe und Treiber kein Problem...
Vielen dank für eure Hilfe im Vorraus..

mfg. Berni

Von Stefan am 13.10.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Tim: Das mit den Ports in der Fritzbox kommt häufiger vor :)

Zu deinem anderen Fehler:
Über SSH oder die Konsole als Root mal folgendes ausführen:
apt-get clean
apt-get update
apt-get upgrade
apt-get -f install

Manchmal hilft das. Ansonsten mal im OMV Forum probieren.

Von Stefan am 13.10.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@berni: Ich würde bei dem Mainboard bleiben, ein PCIe 2.0 x16 Slot für den Controller ist ja vorhanden, die onBoard SATA Ports musst Du ja nicht nutzen. Viel Schnickschnack ist auf dem Mainboard nicht drauf, viel sparen kannst Du da nicht.

Von Tim am 12.10.2015
Besucher

Daran hat es gelegen, vielen Dank! Es sollten schon alle Ports freigeschaltet sein :-)
Ein weiterer Punkt wo ich noch Probleme habe sind die OMV-Extras unter Erweiterungen.
Ich bekomme immer folgende Fehlermeldung:

))) *************** Error ***************
Failed to execute command export LANG=C; export DEBIAN_FRONTEND=noninteractive; apt-get --yes --force-yes --fix-missing --allow-unauthenticated --reinstall install openmediavault-clamav 2)&1: Reading package lists...

Building dependency tree...

Reading state information...

Some packages could not be installed. This may mean that you have
requested an impossible situation or if you are using the unstable
distribution that some required packages have not yet been created
or been moved out of Incoming.
The following information may help to resolve the situation:

The following packages have unmet dependencies:
openmediavault-clamav : Depends: clamav-daemon ()= 0.98.1) but it is not installable
Depends: clamav-freshclam ()= 0.98.1) but it is not installable
E: Unable to correct problems, you have held broken packages.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Von berni am 12.10.2015
Besucher

Hi Folks….
Ich habe vor mir nach euren Vorschlag ein Nas aufzubauen….
Abweichend habe ich mich für ein Gehäuse von Silverstone DS380 entschieden
Da es auf einen Schlag 8 HDDs aufnehmen kann… gut Gekühlt wird und auch
schnuckelig klein dabei ist….
Da ich schon einen HighPoint 2720 Controller habe der den auch 8 x 3TB WD green
verpasst bekommt. Ist die Frage nach dem Mainboard Interessant…
Was könnt ihr mir Empfehlen ? da ich ja nicht auf so viele SATA intern angewiesen bin.
Ich wollte OMV laufen lassen..frage ist kann dort der 2720 eingebunden werden ?
Mfg. und thx im vorraus Berni

Von Stefan am 12.10.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Tim: Also über das Netzwerk solltest Du 110-115MB/s erreichen. Schau mal in deiner Fritzbox nach ob da unter Heimnetz - Netzwerk - Netzwerkeinstellungen alle Ports auf Power Mode (1Gbit) stehen!

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.