6x3TB im Raid 5 mit Intel RST

Die heute zu bewältigenden Datenmengen werden immer größer und so ist es auch kein Wunder, dass die Festplatten immer größer werden. Bis zu 4 Terrabytes fässt heute eine 3,5 Zoll Festplatte. Da bei mir schon länger ein Raid-Upgrade bevorstand, habe ich es heute in die Tat umgesetzt.

Allerdings habe ich zu 6 Seagate ST3000DM001 (Barracuda 7200.14) Festplatten à 3 Terrabyte gegriffen, was theoretisch 18 TB an Rohdaten ergibt. Da ich bei so einer großen Menge an Daten aber keinen Datenverlust riskieren möchte, habe ich mich für ein Raid 5 Verbund entschieden. Dies bedeutet, dass ich aber nur 15 TB an Speicherplatz benutzen kann, die restlichen 3 TB werden für Paritätsinformationen benutzt.

Zum Einsatz kommen die Festplatten in meinem Eingenbau NAS für unter 350 Euro. Dieses verfügt über den Intel ICHR onBoard-Raid-Controller. Seit dem letztem Sommer kann dieser auch mit Festplatten ) 2TB umgehen. Ich benutze nicht die neusten Treiber (Stand Ende Oktober 2011), trotzdem funktionierte alles auf Anhieb.

Nach 4 Clicks ist der Raid dann auch schon erstellt. Der Raid-Controller muss den Festplatten-Verbund nun noch vollständig initialisieren. Dabei kann man aber schon mit dem Raid arbeiten, diesen partitionieren und formatieren. Lediglich die Performance ist noch limitiert. Die Initialisierung kann je nach Größe und Controller-Typ einige Stunden bis Tage dauern (bei mir dauerte der komplette Vorgang ca. 24 Stunden).

Ich habe den Raid per Windows Datenträgerverwaltung partitioniert (GPT-Table) und formatiert. Im NTFS Format bleiben mir real noch fast 14.000 Gigabytes oder 13,6 Terrabytes an Speicherkapazität. Im Betrieb kann später 1 Festplatte ausfallen und im Betrieb gegen eine neue getauscht werden, ohne das Daten verloren gehen.

Die Größe der Zuordnungseinheit hat übrigens keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Raids. Die korrekte Einstellung dient dazu den Overhead, also Informations- und Zuordnungsdaten, möglichst gering zu halten. Bei einer durchschnittlichen Dateigröße ) 8GB empfiehlt sich eine Zuordnungsgröße von 16KB (dies ist bei mir der Fall), bei Dateien ) 16GB sollte man 32KB nehmen und )32GB letztenendlich 64KB. Stellt man die Zuordnungseinheit zu groß für seine Daten ein, ensteht zu viel Overhead und der maximal verfügbare Speicherplatz verringert sich unnötig.

Wer sich ausgiebig über die existierenden Raid-Modi und deren Vor- und Nachteile informieren möchte, dem empfehle ich meinen Artikel über den Aufbau diverser Festplatten-Raids.

Und hier liefere ich mal ein paar Benchmarks nach, damit Ihr euch ein bisschen die Geschwindigkeit eines Raid-5 Verbundes vorstellen könnt. Der erste Screenshot von HDTune zeigt die beeindruckende Lesegeschwindigkeit, vor allem die Burst-Rate (Transfer von Daten in und aus dem Festplatten-Cache - in meinem Raid 384MB) ist mit fast 2,5 GB/s enorm hoch:

Der zweite Benchmark wurde mit dem ATTO Disk Benchmark durchgeführt, der auch die Schreibgeschwindigkeit testet. Diese fällt Raid-5 typisch ca. halb so hoch aus wie die Lesegeschwindigkeit (da hier die Paritätsinformationen mitgeschrieben werden müssen):