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NAS Basic 3.0 mit passiv gekühltem Apollo Lake 4-Kern Prozessor

NAS Basic 3.0 mit passiv gekühltem Apollo Lake 4-Kern Prozessor

Für das NAS - Basic 3.0 nutzen wir wieder ein Mainboard von ASRock. Konkret handelt es sich um das ASRock J3455-ITX, welches mit einem neuen Intel Apollo Lake Vierkern Prozessor ausgestattet ist. Im direkten Vergleich zur Vorgängerarchitektur auf Braswell Basis ist der Intel Celeron J3455 ca. 20-25% schneller. Der Geschwindigkeitsgewinn resultiert aus einer deutlich besseren IPC, den Takt konnte Intel zum Vorgänger sogar noch leicht reduzieren. Dies macht sich positiv im Energieverbrauch bemerkbar.

Die neue Intel HD Graphics 500 basiert auf Intels 9. GPU-Generation die bereits in den Skylake Prozessoren verbaut wurde. Wichtiger Unterschied: h.265 (HEVC) wird nun auch in 10bit voll via Hardware berechnet, ebenso Googles freier VP-9 Codec. Dazu hat ASRock einen HDMI 2.0 Port verbaut, der 4k @ 60 Hz ermöglicht.



CPU, Mainboard und Arbeitsspeicher

Das ASRock J3455-ITX besitzt 4 SATA-Ports der neusten Generation sowie einen kleinen M.2 Slot, welcher für die Aufnahme einer W-LAN Karte gedacht ist. Die 2 Arbeitsspeicherbänke können mit DDR3L-1600/1866 bestückt werden. Maximal sind 16GB Arbeitsspeicher möglich.

NAS Basic 3.0 mit passiv gekühltem Apollo Lake 4-Kern Prozessor

4x SATA 6G - max. 550MB/s pro Port
1x M.2 für W-LAN
AES-Ni - Beschleunigung von Ver- und Entschlüsselung
Vt-x, Vt-x EPT, VT-d - Virtualisierungsfeatures
2x USB 3.0 + 1x Front-USB 3.0
2x USB 2.0 + 2x Front-USB 2.0
1x Gigabit LAN (Realtek RTL8111GR, Wake-On-Lan, Wake-On-Wan, 802.3az EEE, PXE)
1x HDMI 2.0, 1x DVI + 1x VGA Display
1x PCIe 2.0 x1

Der Intel Celeron J3455 unterstützt die AES-Ni, also die Ver- und Entschlüsselung von Daten via AES in Hardware. Dadurch können nahezu ohne Leistungsverlust auf Wunsch die Daten auf dem NAS verschlüsselt werden.

NAS Basic 3.0 mit passiv gekühltem Apollo Lake 4-Kern Prozessor

Theoretisch lassen sich die 4 SATA Ports durch den vorhandenen PCIe 2.0 x1 Slot um weitere 2-4 Ports erweitern, indem man zu einem PCIe-SATA-Controller wie der Syba PCI-Express-Controller-Karte greift. Aus unseren Erfahrungen in der Praxis ist davon aber abzuraten, die kleinen Boards kommen teilweise nicht mit der internen Adresszuweisung an zu viele SATA-Endgeräte klar und verursachen unter Umständen kritische Lese- oder Schreibfehler. Wir raten daher aktuell vom Einsatz von mehr als 4 SATA-Festplatten auf den Apollo Lake Mainboards ab.



Systemfestplatte - SSD über SATA / M.2 über USB 3

Wir hatten in der Vergangenheit häufig spezielle USB-Sticks mit haltbaren SLC-Speicherzellen empfohlen, da sich normale USB-Sticks mit MLC-Zellen nicht als Datenträger für ein Betriebssystem eignen, denn diese MLC-Zellen nutzen sich sehr schnell ab. Teilweise sind solche Sticks nach 1-2 Wochen Einsatz schon defekt.

Zu den teureren SLC-Sticks möchten wir euch aber nicht mehr raten, da doch einige Erfahrungsberichte in unserem Forum zeigen, dass auch die SLC-Sticks im Dauereinsatz zu schnell kaputt gehen. In meinem Heim-NAS werkelt ein SLC-Stick zwar schon knapp 2 Jahre ohne Probleme, vielleicht habe ich aber bisher einfach nur Glück gehabt.

In einem NAS möchte man sich die wertvollen SATA-Ports für die Datenfestplatten nicht durch eine Systemfestplatte blockieren, also habe ich nach einer Lösung gesucht und diese in einem M.2 USB 3.0 Adapter (siehe Anleitung) gefunden.

Konkret empfehlen wir hier die 32GB Transcend MTS400 SSD mit SATA Controller, die in einem speziellen USB 3.0 M.2 Stick Gehäuse steckt. Leider ist das Gehäuse mit 20 Euro fast genauso teuer wie die 32GB große SSD, lässt sich aber später auch noch wiederverwenden. Dazu empfiehlt sich noch der SODIAL(R) 8 Zoll USB 3.0 20-Pin Adapter, damit lässt sich die USB-Festplatte dann in das Gehäuse verfrachten und stört nicht.

Möchtet ihr lieber eine gewöhnliche SATA-Festplatte für das Betriebssystem benutzen, empfehlen wir als Alternative eine kleine SATA SSD wie die Transcend TS32GSSD340K (32GB). Für OpenMediaVault reichen auch schon 16 GB völlig aus.



Das richtige Gehäuse

Für ein NAS ist eine gute Kühlung der Datenfestplatten sehr wichtig. Daher empfehlen wir mit dem Cooler Master Elite 120 Advanced oder dem Fractal Design Core 500 zwei Mini-ITX Gehäuse die jeweils mit einem 140mm Lüfter ab Werk ausgerüstet sind. Dies kommt auch der Kühlung des Mainboards zu Gute, denn der Apollo Lake Vierkern Prozessor wird auf dem ASRock J3455-ITX passiv gekühlt.


Cooler Master Elite 120 Advanced
Gut und dabei noch recht günstig ist das Cooler Master Elite 120 Advanced, welches insgesamt 4 3,5 Zoll Festplatten aufnehmen kann (eine davon im 5,25 Zoll Slot mit Adapter). Der 140mm Lüfter sitzt in der Front und kühlt so 3 der Datenfestplatten ideal.

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Fractal Design Core 500
Eine gute Alternative ist das Fractal Design Core 500, in welches auch 4 3,5 Zoll Festplatten verbaut werden können. Wie auch beim Cooler Master Elite 120 Advanced können hier 3 Festplatten direkt und eine vierte Festplatte mittels Adapter im 5,25 Toll Slot verbaut werden.

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Netzteil

Möchte man ein kleines und sparsames NAS bauen ist ein internes ATX-Netzteil meistens nicht sinnvoll. Wir empfehlen bei solch sparsamen PCs dann eine PicoPSU-90 mit einem externem 60 oder 70W Netzteil. Bei geringen Lastzuständen sind nämlich selbst sehr effiziente ATX-Netzteile recht ineffizient. Das hatten wir in der Vergangenheit bereits getestet.

Mit einer PicoPSU-90 mit externem Netzteil wie dem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil lassen sich ca. 5 Watt einsparen im direkten Vergleich mit einem internen Markennetzteil. Netter Nebeneffekt eines externen Netzteiles: es ist absolut geräuschlos, während interne ATX-Netzteile in dieser Preisregion immer aktiv gekühlt werden.

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Nicht wundern: die PicoPSU-90 nutzt nur einen ATX-20 Stecker, die 4 zusätzlichen Anschlüsse dienen der redundanten Stromversorgung, welche bei kleineren System nicht benötigt wird.



Festplatten

Das wichtigste in einem NAS sind natürlich die Festplatten. Wir verwenden Festplatten des Typs Western Digital Red mit 8TB, diese Festplatten eignen sich durch eine auf NAS-Systeme optimierte Firmware besonders gut für unser System. So unterstützen die WD Red Festplatten z.B. TLER (Time-Limited-Error-Recovery). Diese Funktion sorgt durch eine Kommunikation mit dem Raid-Controller für eine höhere Stabilität. Alternativ kann man Festplatten der Seagate NAS Serie nutzen, die über ein vergleichbares Featureset verfügen.

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Western Digital gibt 3 Jahre Garantie auf die NAS-Serie. Der Preis liegt aktuell bei rund 43 Euro pro TB Kapazität. Generell macht es immer Sinn weniger Festplatten mit hoher Kapazität zu kaufen als viele Festplatten mit geringer Kapazität, denn die Ausfallwahrscheinlichkeit nimmt mit der Anzahl der Festplatten überproportional zu.



Zusammenbau

Egal für welches Gehäuse ihr euch entscheidet - der Zusammenbau ist denkbar einfach. Da der Prozessor bereits auf dem Mainboard verbaut ist, muss nur noch der Arbeitsspeicher sowie die PicoPSU-90 eingesteckt werden.

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Selbst wenig versierte Anwender sollten die Komponenten in unter einer Stunde zusammenbauen können. Besondere Bios-Einstellungen müssen nicht vorgenommen werden, das System ist nach dem Zusammenbau direkt einsatzbereit.

Beim Arbeitsspeicher greift ihr am Besten zu Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4), denn das Mainboard ist bei der Speicherauswahl sehr kritisch und macht teilweise im Dual-Channel Modus mit anderen Speicherchips Probleme.



Vergleich der NAS-Betriebssysteme

Ihr könnt auf diesem NAS ein Betriebssystem euer Wahl installieren. Auch Windows 8.1 oder Windows 10 sind möglich, da Microsoft ab Windows 8 mit den Windows Storage Spaces einen eigenen Software-Raid ermöglicht.

OpenMediaVaultFreeNAS
Basis OSDebian 8FreeBSD 9.10 / 10 Beta 2
Raid-LevelJBOD, 0, 1, 5, 6, 100, 1, Raid-Z (5), Raid-Z2 (6), Z3
DateisystemeExt3, Ext4, XFS, JFSZFS, UFS
Arbeitsspeichermin. 4GBmin. 8GB
BedienungWeboberfläche, KonsoleWeboberfläche, Konsole
SchwierigkeitEinfachFortgeschritten
AnleitungJa, vollständigJa, vollständig


Wir verwenden in diesem NAS Vorschlag das Betriebssystem OpenMediaVault welches auf einen Debian Linux Unterbau setzt. Dadurch ist es fast unbegrenzt erweiterbar und die Bedienung ist über eine Weboberfläche sehr einfach. Das System ist kompatibel mit OpenMediaVault 2.x (Final) und mit OpenMediaVault 3.x (Beta). Die Startzeit des NAS dauert mit einer SSD nur ungefähr 30 Sekunden, aus dem Standby erwacht das NAS binnen 1-2 Sekunden.

Eine vollständige Schritt-für-Schritt Anleitung zur Installation von OpenMediaVault findet ihr auch bei uns.

Achtung: Die Installation dauert auf diesem System extrem lange (ca. 1 Stunde). Das liegt daran, dass der während der Installation genutzte Kernel die neuen Apollo Lake Prozessoren noch nicht richtig unterstützt. Nach der Installation steht dann direkt ein aktueller Kernel 4.9 zur Verfügung. Dann läuft das System fehlerfrei.

Eine gute Alternative ohne Startschwierigkeiten ist Ubuntu Server 16.10, der die neuen Apollo Lake Prozessoren bereits von Haus aus unterstützt. Eine umfangreiche Anleitung für die NAS-Installation von Ubuntu Server 16.10 findet ihr auch bei uns.



Stromverbrauch und Wake-On-Lan

Ein wichtiger Punkt bei einem NAS oder Home-Server ist der Stromverbrauch. Daher sind alle von uns ausgewählten Komponenten sehr sparsam. Als Betriebssystem haben wir OpenMediaVault in der Version 3.0.59 (Kernel 4.8) genutzt.

SituationVerbrauchBemerkung
Ausgeschaltet, kein Betriebssystem2,9W
Ausgeschaltet, aus OMV2,4W
Standby, WakeOnLan aktiv2,6W(Suspend-to-Ram)
Im Betrieb (ohne Festplatte, Idle)9W

Wir benutzen in diesem Vorschlag das Wake-On-Lan Feature des Mainboards. OpenMediaVault verfügt über ein Plugin mit dem Namen "AutomatischHerunterfahren". Dieses Script prüft anhand von speziellen Kriterien ob das NAS automatisch in den Standby-Modus wechseln soll. Ihr könnt z.B. euer Netzwerk alle 5 Minuten nach Clients wie PCs, Notebooks oder Mediaplayer scannen lassen. Ist kein Client mehr aktiv, so wechselt das NAS in den Standby.

Windows, Linux oder Mac Clients oder Mediaplayer z.B. mit Kodi (XBMC) können das NAS dann bei Gebrauch selbst aus dem Standy aufwecken. Dies passiert alles vollautomatisch! Ihr werdet gar nicht merken, dass euer NAS im Standby war. Mit dieser Methode lässt sich eine große Menge an Energie einsparen.

Die vollständige Konfiguration zu Wake-On-Lan und AutoShutDown findet ihr auch in der Installationsanleitung von OpenMediaVault.

Wir haben das Automatische Herunterfahren des NAS mehrfach getestet und es funktioniert mit der hier verwendeten Hardware einwandfrei. Die WOL-Funktionalität ist immer aktiv und muss daher im Bios nicht aktiviert werden.

Wichtig ist, dass im "AutomatischHerunterfahren" Plugin in den erweiterten Optionen folgende Zeile eingegeben wird:

TEMPPROCNAMES="-"

Vergisst man diese Konfiguration, wechselt das NAS nicht in den Standby und bleibt dauerhaft aktiv. Das Verhalten des Plugins lässt sich jederzeit über die Systemprotokolle nachvollziehen und ggf. anpassen.



Lautstärke

Durch die passive CPU-Kühlung und das passive, externe Netzteil ist das NAS System angenehm leise. Den Gehäuselüfter kann man auf Wunsch im Bios des Mainboards einstellen. Damit wird das System im Leerlauf nahezu unhörbar. Allerdings können sich die Datenfestplatten (je nach Anzahl) zu einem recht lauten Geräusch zusammenaddieren.



Häufige Fragen rund um OpenMediaVault


Da wir eigentlich alles wichtige bereits in unserer Installationsanleitung von OpenMediaVault beantwortet haben, fasse ich mich hier kurz.

Frage: Ist der Raid später erweiterbar ?
Antwort: Ja (Raid 0,5,6)

Frage: Kann man den Raid bei einem Festplattenausfall wiederherstellen ?
Antwort: Ja, defekte Festplatte austauschen und die Wiederherstellungsfunktion in OMV benutzen.

Frage: Kann man den Systemdatenträger austauschen ohne Daten auf dem Raid zu verlieren ?
Antwort: Ja, der Raid ist unabhängig vom Systemdatenträger.

Frage: Kann man die Hardware (CPU, Mainboard, Arbeitsspeicher) austauschen, ohne Daten auf dem Raid zu verlieren ?
Antwort: Ja, der Raid ist unabhängig von der verwendeten Hardware.

Frage: Ich habe Probleme mit der Installation von OMV (Grub-Bootloader)!
Antwort: Der OMV Systemdatenträger muss als erstes Laufwerk angeschlossen sein (/sda). Alle Datenfestplatten sollten während der Installation abgeklemmt werden.



Zusammenstellung

Hier haben wir alle Komponenten noch einmal aufgelistet.

KomponenteNamePreis
Mainboard inkl. CPUASRock J3455-ITX, 4x 1.5 GHz, 2.3 GHz Turbo91 Euro
Mainboard inkl. CPU (alternativ)ASRock J4205-ITX, 4x 1.5 GHz, 2.6 GHz Turbo118 Euro

Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4)27 Euro

System-Stick GehäuseUSB 3.0 M.2 Stick20 Euro
System-Stick SSD32GB Transcend MTS40035 Euro
System-SSD (alternativ)Transcend TS32GSSD340K (32GB)39 Euro

DC-WandlerPicoPSU-9025 Euro
NetzteilSalcar 72W Trafo Transformator Netzteil13 Euro

Netzteil (alternativ)be quiet! Pure Power 10 CM - 400W61 Euro

GehäuseCooler Master Elite 120 Advanced47 Euro
Gehäuse (alternativ)Fractal Design Core 50058 Euro

Zubehör3x deleyCON SATA 3 Kabel 0,5m6 Euro
Zubehör (optional)SODIAL(R) 8 Zoll USB 3.0 20-Pin4 Euro
Zubehör (1x je Datenfestplatte)SATA Kupplung auf 2x SATA Stecker3 Euro

DatenfestplattenWestern Digital Red, Preis je TB Kapazität43 Euro
Datenfestplatten (alternativ)Seagate NAS, Preis je TB Kapazität43-46 Euro

SummeGünstigste Zusammenstellung ohne Datenfestplattenca. 255 Euro



Fazit

Klein, leise und sparsam ist auch die 3. Ausgabe unseres NAS - Basic Vorschlages. Durch den bereits verbauten Prozessor ist der Zusammenbau auch für Anfänger sehr einfach zu bewerkstelligen. Für OpenMediaVault oder auch Ubuntu Server 16.10 reicht ein 4GB Arbeitsspeichermodul bereits aus, wer noch etwas Reserven haben möchte dem empfehlen wir allerdings 2 Module. Dann kann man auch den Dual-Channel Modus nutzen der nochmal eine deutliche Steigerung der Speicherbandbreite bewirkt.

Etwas mehr Leistung lässt sich auch durch ein Upgrade auf das ASRock J4205-ITX erzielen. Der dort verbaute Intel Pentium Prozessor taktet im Turbo ca. 300 MHz höher und ist so im direkten CPU-Vergleich knappe 10 Prozent schneller.

Als Systemdatenträger empfehlen wir die USB 3.0 zu M.2 SATA Kombination die mit Hilfe des SODIAL(R) 8 Zoll USB 3.0 20-Pin Adapters direkt auf das Mainboard gesteckt wird. So bleiben alle 4 SATA Ports für Datenfestplatten erhalten. Wem auch 3 Datenfestplatten ausreichen, der kann mit dem direkten Einbau einer kleinen SSD wie der Transcend TS32GSSD340K (32GB) nochmal etwas Geld sparen.



81 Kommentare

Von sschnee am 26.06.2017
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
Ich habe dieses NAS ähnlich nachgebaut, weil ich gerade ein NAS brauchte. Es hat mich einfach angemacht ein besonders sparsames NAS zu haben. Und so ein kleines Dingen in einer Ecke fand ich auch gut.

Doch dann kam die Ernüchterung. Ich bin damit nicht glücklich geworden. Was mich so alles störte:

- Die Installation von Openmediavault dauerte auf dem ASRock J3455-ITX fast drei Stunden. Dann lief das System, aber langsam. Nachdem ich alle Updates inkl. neuem Kernel drauf hatte, kam nur noch Kernel panic. Ich habe das auch im zweiten Versuch nicht wirklich gut ans laufen bekommen.

- Das Mainboard hat nur 4 SATA-Anschlüsse, was so schon zu wenig ist. Und dann noch über USB booten ist echt eine Krücke. Aber es passt zum frickeligen Gehäuse Cooler Master Elite 120 Advanced (außen schick, innen nervtötend), welches auch nur Platz für 4 Platten (plus eventuell eine SSD) hat.

Ich habe dann Ubuntu 16.04.2 LTS Server mit 4.8er Kernel installiert. Dann noch eben OpenSSH drauf, die Laufwerke in fstab eingetragen, mit bind die passenden Ordner in entsprechende Userverzeichnisse einzelner User gemountet, manches in der rc.local passend "ro" remounted und ein proftpd drauf. Dann noch schnell Samba und ddclient (wegen dynamischer IP) und fast war die Sache fertig.

Das lief von Anfang an prima, aber leider stürzte der Rechner sporadisch nach 1-20 Stunden ab. Und hdparm versetzte die Platten trotz korrekter hdparm_config nicht ordentlich in den Ruhezustand nach 20 Minuten. Jetzt weiß ich nicht, ob Netzteil oder Mainboard eine Macke haben oder die sich nur nicht mögen, weil da ein normales ATX-Netzteil drinsteckt und das Board so wenig Strom verbraucht. Das muß ich noch ergründen.

Jedenfalls lief der Käse nicht richtig. Also habe ich das ganze nochmal neu gebaut. Diesmal in einem normalen gammeligen Gehäuse von Ebay, wo 5 Platten nebst Wechselrahmen locker reinpassten. Als Board kam ein ASUS B150M-K mit einem Celeron G3930, 4GB und billig-Kühler zum Einsatz. Unter dem Strich war das billiger. Die Platten habe ich einfach umgestöpselt. Nach dem Umzug musste ich nur die Netzwerkschnittstelle anpassen und alles lief. Das Teil rennt nun stabil und ist deutlich schneller. hdparm geht auch richtig. Die 5 Watt mehr Verbrauch nehme ich dafür in Kauf.

Nur mal so als Bericht.

Von Wolle am 25.06.2017
Besucher

Zu meinem letzten Post:
Seitdem ich die USV vom USB entfernt habe läuft auch die USB SSD zuverlässig.
...war einfacher als gedacht ;-)

Von Wolle am 23.06.2017
Besucher

Hallo,
ich habe mir das basic 3.0 NAS (FreeNAS R11.0) nachgebaut, verwende aber eine SSD an einem USB3.0 Adapter.

Leider bekomme ich 2x am Tag die Meldung: "xhci0: Resetting controller"
Das haut mir dann alle USB ports weg (Boot SSD und USV).

Hat hier jemand einen Tip ?
xhci kann man im Bios nicht deaktivieren.

Danke,
Wolle

Von Couchtomato am 17.06.2017
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich habe mir auf dieser Basis nun auch ein NAS zusammengestellt und die wichtigsten Teile bereits bestellt. Etwas verwundert war ich auch noch über den Standby (bei WOL) Stromverbrauch. Ich habe gelesen, dass die Meanwell GST Netzteile besonders stromsparend seien und mir hiervon eines bestellt. Vielleicht ist es hiermit noch etwas stromsparender?

Noch eine Frage, reicht eigentlich auch das PicoPSU-80 oder was spricht für das 90er. Eigentlich braucht man ja hier nicht wirklich den 12V P4 Stecker. Ist das 80er vielleicht noch einen Tick effizienter?

Die genannten kleinen Transcend SSDs sind leider gerade schwierig zu bekommen (lange Lieferzeiten). Gibt es hier vielleicht eine preiswerte und gleichermaßen zuverlässige Alternative?

Von Thomas am 14.06.2017
Besucher

Servus,

Ich hab mal zum Build eine wohl nicht unerheblich Frage. Ihr ratet von MLC Speicher in USB Sticks ab und empfehlt eine USB -> M.2 Lösung mit einer M.2 SSD, die ebenso MLC Speicher verwendet?

Gibts da wirklich einen Unterschied der Zellen auf der SSD zum USB Stick? Die Menge der möglichen Schreibzyklen ändern sich dadurch doch nicht.

Von itbastler am 13.06.2017
Besucher

Bin mal auf das Fractal Array R2 Mini ITX gespannt., ob das evtl. gut das o.g. ersetzen kann. Evtl auch ne Preisfrage.

Von NasEinsteiger am 07.06.2017
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Servus Stefan,

ein großes Lob für Eure Seite und Dankeschön für Eure Arbeit. Ich habe vor Euer Basic 3.0 Nas nachzubauen.
Das Nas wird nur für den privaten Gebrauch benutzt. Von daher würde ich es mit mit 2 (Raid 1) bzw. max. 3 HDD (Raid 5) ausrüsten. Jede HDD max. 4 TB (WD Red). Als Boot-Festplatte käme eine kleine SSD an den noch freien Sata-Port (Raid 5).
Ein bisschen ins Grübeln bringt mich beim Basic 3.0 Nas der "Standy, WakeOnLan aktiv"- Verbrauch mit 2,6W. Wie Du selbst öfters schreibst befindet sich ein Nas für den privaten Gebrauch doch sehr oft im Standby. Wäre dann für den privaten Gebrauch bei vergleichbarer Festplatten-Bestückung wie oben nicht Euer Advanced 3.0 Nas unterm Strich dann sogar sparsamer (Standby, WakeOnLan 1,5W)? Auch von der Lautstärke her bekommt man das Advanced 3.0 ja sehr leise hin, wie Du schreibst. Oder denkst Du, daß man mit einer Pico PSU 80 und einem sehr sparsamen Netzteil (Bickel BET-0600) noch ein Watt gegenüber PicoPSU 90 und Salcar 12V 72Watt Netzteil sparen kann.
Für die geplante HDD-Bestückung sollte ein Pico 80 mit 60Watt Netzteil ja auch reichen, oder?
Oder hat ASRock beim J3455-ITX Mainboard ein wenig gepatzt und ein nicht so effizientes Mainboard vom Stapel lassen?

Vielen Dank!

Von Christoph am 06.06.2017
Besucher

Ich habe eine Frage zur Gehäuse Auswahl:

Kennt ihr ein Gehäuse das möglichst kompakt ist, und 2 HDDs aufnehmen kann, diese aber von außen über Wechselrahmen zugänglich sind?

Von Valen am 04.06.2017
Besucher

Hi, ich verfolge aus interesse schon eine lange Zeit deine Beiträge! Ehrlich, du machst eine echt gute Arbeit :)! Ich frage mich nur warum du immer auf den Intel Onboard Raid setzt und nicht auf Speicherpools in Windows (Wenn es ein Windows NAS ist). Ich selber bereue den weg zum IntelRaid da ich nun das Bios nicht mehr updaten kann (einmal versucht und der Raid wurde nicht mehr erkannt :( )..

Vielleicht hast du da nen Rat oder einen Weg das Bios zu updaten ;), den ich noch nicht kenne.

Wenn du mal wieder nen NAS baust (auf basis von Win und Linux) wäre vielleicht dieses MB sehr interessant
H270M-ITXac ---> http://www.asrock.com/mb/Intel/H270M-ITXac/index.us.asp

Für ein NAS/Server, bietet es wirklich viel Hardware (da es mitlerweile auch Home Router gibt die Link-Ag. zulassen. Interessant wäre natürlich auch der Stromverbrauch (Real) und der tatsächlich Nutzen ohne ServerOS(Win seitig).

VG und mach weiter so! =)

Von Stefan am 26.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Tobias: Ja der ist im Vergleich zur Kaby-Lake Plattform wirklich etwas höher. Woran das liegt kann ich so nicht beantworten, es könnte sich mit einem Bios Update noch verbessern (wir testen ja immer die neuen Mainboards mit in der Regel der ersten Bios-Version).

Von Tobias am 25.05.2017
Besucher

Hallo Stefan,

ich will mir Euer aktuelles Basic 3.0 NAS nachbauen. Etwas verwundert bin ich über den relativ hohen Strom- verbrauch von 2,6W im Zustand Standby, WakeOnLan aktiv. Das NAS Advanced verbraucht hier nur 1,5 Watt.
Hat dies mit Bios-Einstellungen zu tun? Läßt sich der Verbrauch durch ein Bios-Update beim J3455-ITX-Board reduzieren (verbesserte Unterstützung der C-States).

Vielen Dank!

Grüße
Tobias

Von marc am 21.05.2017
Besucher

Bei wem klappt mit OMV 3 der Samba-Zugriff. Habe 3.0.76 installiert und verzweifele beim SMB-Zugriff. Weder unter Windows-Netzwerk noch per Android taucht das NAS auf. Per Web-Gui bzw. Putty habe ich intern Zugriff auf das NAS. Habe Benutzer angelegt, Ordner für SMB freigegeben und viel im Internet gesucht, aber weiß nicht warum ich keinen Zugriff auf Ordner bekomme.

Habe in den letzten Wochen mit verschiedensten OS mich ausprobiert. Der Samba-Zugriff klappte in aller Regel, also muss vermutlich irgendeine Einstellung in OMV 3.0.72 (bzw. debian) fehlen oder falsch sein.

Wer hat eine Idee oder stand/steht vor gleicher Situation ?

Von Stefan am 18.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Mike11: Du kannst dafür dann OpenMediaVault 3.x benutzen, der Linux-SoftwareRAID verfügt seit Version 3.2.6-7 über SSD / TRIM Support.

Von Mike11 am 17.05.2017
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hallo Stefan

ich hab so ein Apollo-Lake Board mit 4GB RAM und eine 500GB SSD dazu - würde gern Raid1 mit SSD only machen (also einfach eine zweite 500GB SSD besorgen) - der Speicherplatz genügt mir. SSD only, weil das NAS direkt unterm Schreibtisch steht und ich es leise haben möchte.
Welches OS würdest du dafür empfehlen? Man liest ja immer noch irgendwelche Horrorgeschichten, dass SSDs für NAS nicht geeignet sind (bspw. TRIM-support) und unzuverlässig seien usw.

Danke für die tolle Website und alle Mühe!

Von Stefan am 11.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Robin:

- Du kannst auch 2x 8GB benutzen, 2x4 ist eine Einstiegsempfehlung, allerdings reichen 8GB auch für größere Datenmengen aus.
- RAID 5 ist ideal mit 3/5 Festplatten, bei 4 Festplatten liegt die Geschwindigkeit aber dneke ich imme rnoch bei 300-350 MB/s also absolut ausreichend für 1Gbit LAN
- Die WD Red sind die besten bezahlbaren nicht Enterprise-Festplatten. An den Festplatten würde ich nicht sparen oder auch nicht der Lautstärke den Vorrang geben.

Von Robin am 10.05.2017
Besucher

Vielen Dank für die schöne Übersicht und den Guide! Für mich ist das Gebiet noch Neuland, deshalb drei Fragen:
-Wieso 2x 4GB RAM und keine 8GB? Wär soviel RAM Overkill für einen NAS?
-Zwecks Möglichkeit der Datenwiederherstellung habe ich an Raid5 gedacht, jedoch gelesen dass bei 4 Festplatten eine Writepenalty auftritt, also das Schreiben langsamer geht als bei 3 oder 5 Festplatten. Fällt das aus Erfahrung stark ins Gewicht?
-Mir ist ein leises System sehr wichtig und es wurde angemerkt, dass die Festplatten sich zu einem gewissen Lärmpegel addieren können. Habt ihr da etwaige Empfehlungen für möglichst leise Festplatten?

Liebe Grüße

Von Stefan am 08.05.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@blub646: Ich würde lieber zu einem Apollo Lake Board greifen, eine zweite NIC kannst Du ziemlich einfach / günstig nachrüsten.

Von blub646 am 07.05.2017
Besucher

Hi,

Kurze Frage, was hällt ihr von dem MB : http://www.gigabyte.se/Motherboard/GA-N3150N-D3V-rev-10#ov

Würde doch mit den " Gigabit Nics noch universeller sein oder? Ich weiß Pci statt PciE und Prozessor ist auch schwächer ... aber was wäre eure Meinung? Preis ist momentan der gleiche!

Von Micha am 06.05.2017
Besucher

Hi, muss auch mal wieder was fragen :-)
Habe mein Setup jetzt da und nutze das Fractal Gehäuse.
Da ja das Salcar Netzteil i.V. mit der PicoPSU genutzt wird überlege ich, das Netzteil hinten den A/C-Ausgang am Gehäuse mit doppelseitigem Klebeband zu befestien um von außen das Netzkabel anzuschließen Das Kabel was im gehäuse für ein "normales" Netzteil ist hab ich abgeschraubt.

Ist es okay, das Salcar-Netzteil direkt neben das Mainboard zu "kleben" oder ist das mit Blick auf Strahulng oder Wärme oder was auch immer bedenklich?

Wie habt ihr das gelöst?

Danke vorab!

Von Richard am 06.05.2017
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@Simon: Ich habe mir auch das Pico mit dem externen Netzteil gekauft. Ich habe einfach links unten die Buchse für den Kaltgerätestecker ausgebaut. Der wird ja bei einem externen Netzteil nicht gebraucht.

Ein andere Frage zur Befestigung der runden Buchse des Pico. Dort ist eine Lötnase, um Ground weiterzureichen. Nun ist das Gehäuse ja ohnehin nicht geerdet auf Grund des externen Netzteils. Ich habe die Buchse einfach mit der Mutter am mittleren (großen 3,5") Plattenkäfig festgeschraubt. Reicht das? Oder wie habt ihr das Kabel befestigt?

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Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.