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ASRock N3700-ITX Test und Vergleich mit dem ASRock N3150-ITX

ASRock N3700-ITX Test und Vergleich mit dem ASRock N3150-ITX

Mit dem ASRock N3700-ITX haben wir uns den größeren Brudes des bereits Ende Juli getesteten ASRock N3150-ITX genauer angeschaut. Das ASRock N3150-ITX konnte uns damals überzeugen. Wir wollen auch klären ob sich die rund 25 Euro Mehrpreis gegenüber dem kleinen Bruder lohnen.

Wie auch bei den Vorjahresmodellen (damals noch auf Intels Bay-Trail Basis), ist auch hier der einzige Unterschied der verbaute Prozessor. Während das ASRock N3150-ITX auf einen Intel Celeron N3150 setzt, verbaut ASRock beim größeren Modell den Intel Pentium N3700.

Der Pentium taktet dabei trotz identischem Basistakt von 1,6 GHz durchgehend mit seinem maximalen Turbo-Takt von 2,4 GHz, also ca. 300 MHz mehr als der Intel Celeron N3150 der im Turbo auf knapp 2,1 GHz limitiert ist. Durch den Taktunterschied ergibt sich ein Geschwindigkeitsplus von etwa 13% (siehe Vergleich).

Im direkten Leistungsvergleich hat sich zwischen der neuen in 14nm gefertigten Braswell Architektur und dessen Vorgängerarchitektur Bay-Trail kaum etwas getan. Im Vordergrund stand eine starke Erhöhung der Grafikleistung und ein Ausbau des Featuresets.

So unterstützen die neuen Braswell Prozessoren jetzt auch im Heimbereich die AES-Ni und können Daten via AES in Hardware ver- und entschlüsseln, was im Vergleich zum Vorgänger zu einer dreimal so hohen Geschwindigkeit führt (817 MB/s vs. 265 MB/s zwischen dem ASRock N3150-ITX und dem ASRock Q1900-ITX). Statt DDR3(L)-1333 wird nun DDR3(L)-1600 unterstützt, die beiden SATA-Ports sind zudem Dank SATA3 nun doppelt so schnell.



Mainboard mit neuem Braswell Prozessor

Das ASRock N3700-ITX verfügt über 6 USB 2.0 und 4 USB 3.0 Anschlüsse, wovon aber nur 2x USB 2.0 und 4x USB 3.0 direkt über die I/O-Blende nutzbar sind. Möchte man den USB 3.0 Header zum Anschluss von Front-USB 3.0 benutzen, entfallen 2 rückseitige USB 3.0 Ports.

Zudem finden sich 4 SATA3 Ports, von denen zwei direkt an die Intel CPU angebunden sind und weitere zwei über einen ASMedia ASM1061 Controller. Alle Ports unterstützen NCQ, AHCI und Hot-Plug.

ASRock N3700-ITX Test und Vergleich mit dem ASRock N3150-ITX

NCQ optimiert dabei die Anfragen die an die angeschlossenen Festplatten vom Betriebssystem geschickt werden und kann so die Zugriffszeit und Geschwindigkeit erhöhen. AHCI ist seit Jahren obligatorisch und beschreibt einen Komunikationsstandard der in den nächsten Jahren durch NVMe abgelöst wird. Bei Hot-Plug dürfen SATA-Festplatten auch während des Betriebes an oder abgestöpselt werden.

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Neu gegenüber dem Vorgängermodell ist die Möglichkeit nun 3 Monitore digital an die Grafikeinheit anzubinden, welche jetzt übrigens den HEVC h.265 Codec in Hardware dekodieren kann. Das Vorgängermodell ASRock Q2900-ITX konnte nur mit 2 Monitoren gleichzeitg umgehen wovon einer nur via VGA angesprochen werden konnte.

Über den mPCIe Slot darf bei Bedarf wieder eine W-Lan Karte nachgerüstet werden. In Frage kommen hier die Intel Dual Band WIRELESS-AC 3160 mit 433 Mbps für 11 Euro oder die schnellere Intel Dual Band Wireless-AC 7260 mit max. 867 Mbps für 24 Euro.

Theoretisch können auch mPCI SATA Karten eingebaut werden, die dann allerdings durch die Anbindung von PCIe 2.0 x1 auf 500 MB/s begrenzt sind und zudem einen aktiven Controller besitzen müssen, da ein einfacher SATA-Adapter nicht mit PCIe angesprochen werden kann. Zudem muss die Karte dem Half-Size Format mit einer maximalen Länge von 42mm entsprechen. Wir hatten bereits im letzten Jahr eine mögliche Verwendung von aktiven SATA-Erweiterungskarten im mPCIe Slot getestet.


MainboardHDMIDisplayPortDVIVGA
ASRock N3700-ITX1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--
ASRock Q2900-ITX1x 1.3
1920x1200 @ 60Hz
--1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
1x D-Sub
1920x1200 @ 60Hz


Neben der neuen internen "Gen8" Grafik mit 16 Ausführungseinheiten (Bay-Trail: 4 Ausführungseinheiten) kann der Braswell Prozessor nun auch mit DDR3/DDR3L-1600 umgehen, bei den Bay-Trails war bei DDR3/DDR3L-1333 Schluss. Die PCIe Anbindung ist weiterhin auf PCIe 2.0 x4 begrenzt.

Hier ist neben der Prozessorleistung ein zweiter Vorteil des Intel Pentiums N3700 zu erwähnen: er besitzt 4 Ausführungseinheiten mehr als der Intel Celeron N3150 (16 vs. 12). Zudem taktet die Grafikeinheit immerhin 100 MHz höher (700 zu 600 MHz). Beides resultiert in einer höheren Grafikleistung des Pentiums. Wie stark diese nachher ausfällt haben wir weiter unten beschrieben.



Testsystem

Zwei 4GB DDR3L-1600 So-Dimm (1,35V) von Kingston (KVR16LS11/4) ergänzen unser ASRock N3700-ITX und ermöglichen uns den Dual-Channel Modus zu nutzen. Der Dual-Channel Modus bewirkt nicht nur eine Erhöhung der Speicherbandbreite sondern beschleunigt auch die Grafikleistung, da diese auch von der Speicherbandbreite abhängig ist. Um einen direkten Vergleich zu ermöglichen, haben wir alle Benchmarks im Single-Channel und im Dual-Channel Modus durchgeführt.

Achtung: Wir haben im Testverlauf mehrere Arbeitsspeicher-Modelle ausprobiert und nur die Kingston KVR16LS11/4 liefen im Dual Channel Modus. Bei allen anderen Modellen wie z.B. den beliebten Crucial CT51264BF160BJ verweigerte das Mainboard seinen Dienst. Im Single Channel Modus liefen durchgehend alle von uns getesteten Arbeitsspeicher.

Als Systemfestplatte setzen wir auf eine aktuelle Samsung 850 Pro mit 256GB die wir an einen Intel SATA3-Port angeschlossen haben (2 SATA3 Ports werden über die Southbridge an den Prozessor angebunden, 2 weitere SATA3 Ports über einen ASMedia 106x Controller). Der ASMedia Controller ist ziemlich verbeitet und auch nicht schlecht, erfahrungsgemäß sind die eigenen SATA3-Ports aber noch einen Tick schneller.

Ein internes ATX-Netzteil wäre für die beiden Systeme etwas überdimensioniert, weswegen wir uns für einen PicoPSU-90 Spannungswandler (90W) für 33 Euro und für ein Salcar 60W Trafo Transformator Netzteil mit 5,5mm/2,5mm Buchse für knapp 14 Euro entschieden haben.

Positiver Nebeneffekt ist, dass das ganze System komplett passiv gekühlt wird und auch das Netzteil keinen Laut von sich gibt.



Bios

Das ASRock UEFI Bios ist gut strukturiert. Besonders das automatische Bios-Update direkt aus dem UEFI heraus ist einfach und komfortabel. Für das ASRock N3700-ITX war zum Testzeitpunkt die Version 1.20 die Neuste. Da hier noch einige Kinderkrankheiten des Braswell Boards behoben wurden ist ein Update auf die aktuellste Bios Version empfehlenswert.

Wie bei fast allen ASRock Mainboards muss für das WOL Feature die Option "PCIE Devices Power on" aktiviert werden". Die ist vor allem für NAS Systeme interessant und funktioniert zuverlässig.

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Neu ist ein das so genannte "Power Gear". Hier lässt sich neben dem "Normal Mode" auch ein "Eco Mode" bzw. "Sport Mode" auswählen. Während sich die Leistung im "Normal Mode" nicht vom "Sport Mode" unterscheidet, wird im "Eco Mode" die maximale Taktfrequenz im Mehrkernbetrieb reduziert.

Für uns erschließt sich der Sinn des Eco Mode allerdings nicht, da das System dann dementsprechend länger rechnen muss - das wird in der Praxis eventuell sogar mehr Energie verbrauchen als im Normal Mode. So haben wir im Cinebench R15 Mehrkern Benchmark zwar 9% Energie eingespart, die Leistung lag dabei aber ganze 20% unter den zwei anderen Modi. Wir halten Power Gear daher für eine nette Spielerei - einen echten Nutzen konnten wir nicht erkennen. Identisch verhält sich dies übrigens beim kleinen Bruder, dem Intel Celeron N3150 auf dem ASRock N3150-ITX.



Netzteil - Intern oder Extern ?

Möchte man einen kleinen und sparsamen PC bauen ist ein internes ATX-Netzteil meistens nicht sinnvoll. Wir empfehlen bei solch sparsamen PCs dann eine PicoPSU-90 mit externem 60 oder 70W Netzteil. Bei geringen Lastzuständen sind nämlich selbst sehr effiziente ATX-Netzteile recht ineffizient. Das hatten wir in der Vergangenheit bereits getestet.

Mit einer PicoPSU-90 mit externem Netzteil wie dem Salcar 60W Trafo Transformator Netzteil lassen sich ca. 4-6 Watt einsparen im direkten Vergleich mit einem Be quiet! BN140 System Power 7 mit 300 Watt.

Allerdings ist die Anschaffung dann 13 Euro teurer und bei 8 Stunden Benutzung pro Tag (~12W) dauert es bei einem Strompreis von 0,3 Euro pro Kilowattstunde dann fast 1,5 Jahre bis sich die Mehrinvestition rein rechnerisch lohnt. Da die Nutzungsdauer aber bei den meisten bei mehr als 1,5 Jahren liegt empfehlen wir trotzdem die etwas teurere Variante.

Netter Nebeneffekt eines externen Netzteiles: es ist absolut geräuschlos, während interne ATX-Netzteile in dieser Preisregion immer aktiv gekühlt werden.

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Nicht wundern: die PicoPSU-90 nutzt nur einen ATX-20 Stecker, die 4 zusätzlichen Anschlüsse dienen der redundanten Stromversorgung die bei kleineren System nicht benötigt wird.



Windows 7: Keine Empfehlung

Die neuen Braswell Boards können nicht mit einem Standard- Windows 7 Installationimage installiert werden, da die USB-Ports während der Installation nicht funktionieren. Auch ein PS2-Adapter schaffte hier keine Abhilfe. Das Problem taucht sowohl über den normalen USB-Boot als auch über UEFI auf.

ASRock hat uns dazu erklärt, dass die neuen Braswell Boards USB schon per xHCI ansteuern. Da Windows 7 noch keinen nativen xHCI Support besitzt, muss vor der Installation von Windows das Installationsimage manuell mit den xHCI USB 3 Treibern versehen werden. Dies betrifft das ASRock N3050-ITX, das ASRock N3150-ITX und auch das ASRock N3700-ITX. Der genaue Vorgang ist in der Anleitung ab Seite 25 beschrieben.

Trotzdem berichten Besucher von uns, dass die Befolgung der Anleitung zwar ermöglicht Windows 7 zu installieren, nach der Installation fehlen dem Betriebssystem die USB xHCI Treiber allerdings wieder. Diese müssen dann mit einer PS2-Tastatur nachträglich installiert werden. Da dies ein zeitaufreibendes und kompliziertes Vorgehen ist, können wir die Benutzung von Windows 7 aktuell nicht auf den Braswell Boards empfehlen.



Arbeiten in Windows 10

Für Office Arbeiten wie Word, Excel oder Outlook sowie zum Surfen reicht der Intel Pentium N3700 voll aus. Auch einfache Photoshop Tasks können noch ausreichend schnell bewältigt werden, spätestens beim Einsatz von Filtern stößt dieser allerdings an seine Grenzen. Wer täglich mit Photoshop arbeitet sollte daher eher zu einem Prozessor aus Intels Core i Serie greifen.

Das kleinere ASRock N3150-ITX ist zwar nur 13% langsamer, aber auf die Mehrleistung des Intel Pentiums möchte man ungern verzichten zumal auch die Grafikeinheit schneller arbeitet, wovon man auch in Anwendungen wie Adobe Photoshop profitiert da hier einige Berechnungen in der Grafikeinheit verlagert werden.

Der Intel Pentium N3700 ist für den normalen Anwender eine gute Wahl und zudem sehr sparsam. Ein Office Rechner mit geringen 10 Watt Verbrauch im Idle ganz ohne zusätzliche Bios Tweaks. Selbst bei maximaler Auslastung stehen nie mehr als 25 Watt auf dem Messgerät.

Windows 10 lässt sich übrigens genau wie Windows 8.1 probemlos und ohne Änderungen am Installationsimage via UEFI-Boot auf den Braswell Mainboards installieren.



CPU-Z, Cinebench 11.5 (64bit) / R15, Prime95

Schon in unserem Test des ASRock N3150-ITX haben wir festgestellt, dass Intel die reine CPU-Leistung nicht erhöht hat. Augenmerk lag hier auf der deutlich stärkeren Grafikeinheit und einer leicht verbesserten Energieeffizienz. Die Leistung der 4-Kerner liegt eben auch schon im Bereich von Intels kleineren Haswell 2-Kern-Prozessoren - hier scheint man sich keine Konkurrenz aus dem eigenen Haus schaffen zu wollen.

Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger des Intel Pentium N3700, dem Intel Pentium J2900, ist der Nachfolger sogar 6-8% langsamer was an einer geringen Verringerung der maximalen Taktfrequenz (2,4 zu 2,67 GHz) liegt. Durch diese Verringerung konnte Intel die TDP des Prozessors von 10 auf nun 6W absenken. Merkbar ist dies aber nicht, beide Prozessoren können problemlos passiv gekühlt werden.

BenchmarkASRock N3700-ITXASRock N3150-ITX
Cinebench 11.5 Einkern0,470,41
Cinebench 11.5 Mehrkern1,781,55
Cinebench R15 Einkern3835
Cinebench R15 Mehrkern145126
Cinebench R15 OpenGL iGPU (Single Channel)12,9 fps12,4 fps
Cinebench R15 OpenGL iGPU (Dual Channel)16,8 fps16,1 fps

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Beim Einsatz von 2 Arbeitsspeichermodulen erhöht sich der maximale Durchsatz um 30%. Bei den großen Haswell-Prozessoren bringt das deutlich mehr: hier sind Zuwächse von bis zu 100% (also einer Verdopplung) möglich. Trotzdem ist der Unterschied auch bei Braswell messbar (aber nicht spürbar).

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Videowiedergabe h264 / h265 bis 4K

Während ffmpeg (und damit der VLC Player sowie das Kodi Mediacenter) noch nicht die per Hardware beschleunigte Wiedergabe von Videos mit HEVC (h265) Codec unterstützt, beherrscht PowerDVD 15 in der "Ultra Edition" dies bereits.

Selbst h265 4K Videos laufen bei unter 10% CPU-Auslastung absolut flüssig, der Intel Pentium N3700 taktet sich während der Wiedergabe sogar auf 0,5 GHz herunter (2,4 GHz wären mit Turbo theoretisch möglich). Der ältere h264 Codec wird natürlich auch in Hardware dekodiert und läuft ebenso absolut flüssig. Hier ist es übrigens egal ob ein oder zwei Arbeitsspeichermodule benutzt werden.



Ältere i7 Prozessoren ohne Hardwaredekodierung benötigen rund 3Ghz bei 100% Auslastung um das gleiche Video flüssig abzuspielen. Der kleine Braswell tut dies quasi im Schlaf und reicht als Mediaplayer CPU absolut aus. Dazu muss allerdings die Abspielsoftware in der Lage sein die Dekodierung via Hardware durchzuführen. Man darf davon ausgehen, dass auch ffmpeg bzw. Kodi bald diese Unterstützung bieten.



4K HTML5 / YouTube

Es läuft. Allerdings nur in Microsofts Browser Edge - dieser spielt Videos bis 4k @ 25 (Trailer) flüssig ab bei einer CPU-Last von 50-100%. Googles Chrome war (Stand 07.10.2015) nicht in der Lage 4K Videos flüssig wiederzugeben. 1080p lief aber auch in Googles Browser flüssig.

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Microsoft Edge (v20.10240)Google Chrome (v45.0.2454)
1080p (FHD)Flüssig, CPU 25-70%Meist flüssig, CPU 85-100%
2160p (4K)Flüssig, CPU 60-100%Ruckelt / nicht flüssig




AES Verschlüsselung unter TrueCrypt 7.1a

Wie oben bereits erwähnt verfügen die Braswell Prozessoren nun über die AES-Ni Hardwarebeschleunigung. Dies macht sich in einer Verdreifachung der Ent- bzw. Verschlüsselungsgeschwindigkeit bemerkbar. Damit eignen sich die neuen Braswell Prozessoren auch für den Einsatz in NAS-Systemen in denen Verschlüsselung eine Rolle spielt. Der Arbeitsspeicher (Single oder Dual Channel) macht hier keinen Unterschied.

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Temperatur

Der passive Kühlkörper reicht Dank der kleinen TDP von 6W aus um das ASRock N3700-ITX kühl zu halten. Bei 21°C Raumtemperatur erreichte die Kerntemperatur auf dem Windows Desktop maximale 47°C, bei Volllast unter Prime95 LargeFFTS blieb die Kerntemperatur dauerhaft unter 60°C - ein sehr guter Wert. Die Vorgängerarchitektur wird mit maximal 65°C nur unwesentlich wärmer, im Idle liegt die Temperatur ca. 5°C höher als beim neuen Braswell Pendant.



Stromverbrauch

Hier haben wir den Stromverbrauch unseres Testsystems in verschiedenen Situationen vermerkt. Gemessen haben wir den Energieverbrauch mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.

SituationASRock N3700-ITXASRock N3150-ITX
Ausgeschaltet (PicoPSU, nach 5min gemessen)3,1W3,1W
Standby mit WOL (PicoPSU, nach 5min gemessen)3,4W3,5W
Standby mit WOL (PicoPSU, nach 300min gemessen)2,7W2,7W
Standby mit WOL (be Quiet System Power 7 300W, nach 5min gemessen)3,0W-
Standby mit WOL (be Quiet System Power 7 300W, nach 300min gemessen)1,6W-
Win 8.1 Desktop Single Channel-11,3W
Win 10 Desktop Single Channel (PicoPSU)10,3W-
Win 10 Desktop Dual Channel (PicoPSU)11,3W-
Win 10 Desktop Single Channel (be Quiet System Power 7 300W)16,7W-
Win 10 Desktop Dual Channel (be Quiet System Power 7 300W)17,5W-



Fazit

Das ASRock N3700-ITX ist ein würdiger Nachfolger der schon sehr guten Bay-Trail Mainboards. Während die reine CPU-Leistung nicht erhöht wurde, hat Intel den Fokus auf zusätzliche Features wie AES-Ni oder die schnellere Anbindung des Arbeitsspeichers gesetzt.

Auch die deutlich stärkere interne "Gen8" Grafik weiß zu überzeugen und glänzt Dank Dekodierung via Hardware mit einer absolut flüssigen 4K-Videowiedergabe (h264 + h265). Damit ist das ASRock N3700-ITX auch eine gute Wahl für einen zukunftssicheren Mediaplayer oder HTPC bis 4K @ 30Hz. Das funktioniert mit PowerDVD 15 in der teuren "Ultra Edition" schon jetzt sehr gut, ist aber in ffmpeg (Kodi, VLC) noch nicht verfügbar.

Und auch für einen kleinen Homeserver oder NAS können wir das ASRock N3700-ITX empfehlen, hier haben wir bereits eine Bauanleitung für das kleinere ASRock N3150-ITX welche 1:1 für das ASRock N3700-ITX übernommen werden kann.

Ob sich die 20% Mehrkosten zum ASRock N3150-ITX lohnen ? Das muss jeder individuell für sich entscheiden. Soll das Mainboard als Office PC oder für mehrere Aufgaben eingesetzt werden, raten wir zum ASRock N3700-ITX. Für den reinen Mediaplayer-Betrieb reicht der kleinere Bruder locker aus.

Zumindest im Idle auf dem Desktop ist Windows 10 übrigens noch einmal 1W sparsamer als Windows 8.1. Dabei sind Windows 7 und 8.1 von sich aus schon sehr sparsam (meist sogar etwas sparsamer als Linux).



Komponenten in diesem Test

Hier haben wir noch einmal alle von uns verwendeten Komponenten zusammengefasst.

KomponenteNamePreis
MainboardASRock N3700-ITX110 Euro
Mainboard (alternativ)ASRock N3150-ITX85 Euro

Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4)je 16 Euro

SSDSamsung 850 Pro 256GB115 Euro

SpannungswandlerPicoPSU-9033 Euro
Externes NetzteilSalcar 60W Trafo Transformator Netzteil14 Euro
Internes Netzteil (alternativ)Be quiet! BN140 System Power 7 mit 300 Watt36 Euro

Gehäuse (Mini-ITX)Cooler Master Elite 120 Advanced49 Euro
ATX-BlendeATX Blende schwarz, aus eloxiertem Aluminium15 Euro
ATX-Blende (alternativ)ATX Blende silber, aus eloxiertem Aluminium15 Euro



104 Kommentare

Von Stefan am 11.05.2016
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Thomas_LIS: Eventuell ist deine zusätzliche Festplatte für etwas höhere Temperaturen verantwortlich oder dein CPU-Kühler sitzt nicht korrekt auf. Trotzdem sind die Temperaturen noch ok, so heiß wird jedes passive Notebook mit Braswell Prozessoren auch.

Von Thomas_LIS am 10.05.2016
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Wenn ich meine Temperaturwerte mit den hier von euch veröffentlichten vergleiche (bei Volllast (60°C) , finde ich meine Werte doch schon enorm hoch. Ich habe die Temp.-Entwicklung weiterhin beobachtet und stelle im Windows Normalbetrieb 62-68°C fest, lasse ich auf dem 2. Monitor nebenher einen Livestream oder Skype laufen, steigt die Temperatur gar auf >85-92°C. Das sind mA. nach keine gesunden CPU Werte mehr.

Und ich habe überhaupt keine Ahnung wie es zu solch hohen Werten kommen kann. Das Aluminiumgehäuse ist ausreichend groß und außer 2 zwei Speichermedien (1x SSD, 1xHDD) und einem WiFi-Modul habe ich nichts drin verbaut, was den Temperaturanstieg mit verursacht haben könnte.
Überlege jetzt ernsthaft einen kleinen Kühler nachzurüsten, wenn auch sehr ungern, weil ich eigentlich ein unhörbares System zum Arbeiten haben wollte.

Von Stefan am 02.05.2016
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Thomas_LIS: Die von dir genannten Temperaturen sind absolut normal und kein Grund zur Sorge. Bei ca. 100°C taktet sich die CPU automatisch herunter, alles unterhalb 90°C ist unbedenklich, im Office-Betrieb sind 60°C noch recht kühl.

Von Thomas_LIS am 02.05.2016
Besucher

Mein ungutes Gefühl hat sich leider bestätigt (vgl. unten), das N3700-ITX Mainboard gab nach nur 5 Monaten und zahlreichen temporären Ausfällen nun endgültig auf - im Betrieb schaltete es sich wiederholt ab und sendet seit dem kein Videosignal mehr.

Anstandslos von der FA Mindfactory Ersatz erhalten, doch dieser macht erneut Grund zur Sorge denn die Betriebs-Temperatur erscheint mir viel zu hoch. Ich habe CoreTemp unter Windows 10 mitlaufen lassen und erschrak über die gelieferten Daten:

Im Normalbetrieb (Office, Firefox, Email) steigt die Temperatur nach 1-2 Stunden Betrieb an auf

MB: 58-62°C / CPU: 56-60°C.

Spiele ich im Firefox Video-Inhalten oder Livestreams ab, steigt die Temperatur sogar an auf >80-84°C!
Deutlich zu hoch für ein rein passiv gekühltes System, zumal ich ganz ohne zusätzliche GPU/PCI auskomme.

Ist also doch kein leiser, passiv gekühlter Betrieb mit diesem Mainboard möglich?

Von Uli Langheinrich am 11.03.2016
Besucher

Ok, das werde ich dann tun. Ich danke Euch für die schnelle Antwort...

Von Stefan am 11.03.2016
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Uli Langheinrich: Das Update aus dem Bios heraus machen wir regelmäßig. Wenn das bei dir nicht funktioniert würde ich mich direkt an ASRock wenden.

Von Uli Langheinrich am 11.03.2016
Besucher

Hallo, ich möchte das Update direkt aus dem UEFI Bios heraus machen. Lt. ASROCK geht das, wenn man Windows 10 als Betriebssystem hat, nur so. Aber probiert habe ich es mit der entsprechenden Softwareroutine trotzdem. Mit dem Effekt - Bildschirm wird und bleibt dunkel, Rechner lässt sich nur nach ClearBIOS CMOS wieder starten.

Von Stefan am 10.03.2016
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Uli Langheinrich: Führst Du das Bios Update direkt aus dem Bios aus oder über eine Updater-Software unter Windows ?

Von Uli Langheinrich am 10.03.2016
Besucher

Guten Tag,
Ich habe einen Mini-PC aufgrund Eures Artikels (vielen Dank dafür) mit dem ASRock N3700-ITX konfiguriert und habe folgendes Problem: Es ist mir nicht möglich das UEFI-Bios zu flashen (Bios Vers. 1.30 auf 1.50). Mein Betriebssystem ist Windows 10 Pro. Sobald ich den Versuch starte, mit Instant Flash bzw. Internet Flash, friert das Bios ein. Ich kann dann nur mit Reset den Rechner neu starten. Vielleicht kann mir jemand Tipps geben, danke. Beste Grüße, Uli

Von Stefan am 18.02.2016
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Luckysh0t: Getestet haben wir nicht mir Windows 7 / Windows 2008 Server ohne Monitor. Mit dem neusten OpenMediaVault (Linux) und dem Workarround im Grub funktioniert das ASRock N3700-ITX allerdings jetzt einwandfrei.

Von Luckysh0t am 17.02.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Super Test, ich dacht mir so das ist eine bessere Alternative zu einem AM1 Homeserver, dann liest man den Artikel und stößt unweigerlich über die USB Probleme etc..Da mein OS Windows Server 2008 sein wird, dürften sich da ähnliche Probleme ergeben wie bei Win 7 oder ? Und der Monitorlose Betrieb scheint ja auch nicht so reibungslos zu funktionieren-

Sind das nun Boardspezifische oder SoC "Probleme" ?
Bleibt also doch nur der AM1 übrig, da ich auf AES nicht verzichten möchte, oder gibts noch Alternativen ?
Mal abgesehen von den Avoton Atom boards ^^

MfG

Lucky

Von richimaint am 05.02.2016
Besucher

@Stefan
Es lag daran, dass ich den Monitor nicht angeschaltet hatte und ich per Remote auf dem Rechner war.
Per direkt Zugriff auf dem Rechner wurde mir dann alles richtig angezeigt.

Von Stefan am 04.02.2016
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@richimaint: Sofern dein Monitor angeschlossen ist, ist das ja keine Remote-Sitzung. Ist auf jeden Fall merkwürdig, notfalls Windows nochmal neu installieren.

Von richimaint am 04.02.2016
Besucher

@Stafan/Technikaffe.de Team

Also ich habe den aktuellen Treiber deinstalliert.
Neu gestartet und dann den Intel HD Grafik Treiber N-Serie "win64_153804.exe" installiert.
Und wieder neu gestartet...
Es hat sich nichts geändert.???
Kann es sein, dass ich Remote auf den Rechner zugreife?

Von Stefan am 04.02.2016
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@richimaint: Ja da fehlt ein Treiber, am Besten nochmal die VGA Treiber deinstallieren und aktuelle aus dem Intel Downloadcenter installieren.

Von richimaint am 04.02.2016
Besucher

Morgen,
ich habe auch das ASRock N3700-ITX mit Win7 64.
Wenn ich bei AIDA64 den GPGPU Benchmark öffne, fehlt mit der Haken bei GPU.
Dort steht "No OpenCL-capable-GPU-Device was found".
Aktuelle VGA Treiber installiert..

Danke

Von Stefan am 01.02.2016
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Max Freitag:

1. ist über die Konsole möglich. Stichwort "rtcwake"
2. ist mir nicht bekannt wie das gehen könnte, da eben beim Zugriff nicht immer ein Wake-On-Lan Paket gesendet wird.

Von Max Freitag am 31.01.2016
Besucher

Zwei Punkte sind mir noch unklar und in meinen Augen sinnvoll wenn es um ein NAS geht:

1. Die Behandlung von Shutdown (S5) in Verbindung mit dem automatischen Wiederhochfahren, d.h. Autoshutdown z.B. jeden Tag ab 22.00 Uhr und wieder einschalten jeden Morgen ab 07:00 Uhr bzw. auch unterschiedlich je nach Wochentag. Das Autoshutdown-Plugin vermag ja nur herunter zu fahren wenn keine Verbindung mehr zum NAS besteht und jedes Mal ein WOL zu senden ist auch etwas mühsig. Gibts da nichts Buildin?

2. Kann man unter Windows irgendwie darauf reagieren, dass das NAS hochfährt, sobald man auf die Netzwerkfreigaben im Explorer klickt?

Von Stefan am 26.01.2016
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Thomas_LIS: Schau mal im Bios unter den "Wake On" Eigenschaften nach, vielleicht haben die sich nach dem Bios Update deaktiviert ?

Von Thomas_LIS am 25.01.2016
Besucher

Probleme nach UEFI-Update 1.3 - 1.5

Folgende Probleme treten seit dem Update auf:
- keinerlei Reaktion auf Maus/Tastatur im Win10-Standby Betrieb, Reaktivierung nur über Powerchalter möglich
- gestern sogar mehrere Bootvorgänge gescheitert, kein Videosignal - nicht einmal UEFI-Menü möglich. Abhilfe: mehrfach komplett vom Strom getrennt aber erst nach 2-stündiger Zwangspause lief das System (mit Hinweis auf mehrere fehlerhafte Bootversuche) an.

Benutze den PC hauptsächlich beruflich, hab jetzt aber ein ungutes Gefühl.
Wo könnte ich bei der Fehleranalyse/-suche ansetzen?

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.