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HP Microserver Gen 8 im Test - 4-Bay NAS im günstigen Komplettpaket

Der HP Microserver Gen 8 erfreut sich großer Beliebtheit. Bewaffnet mit einem passiv gekühlten 2-Kern Intel Celeron G1610T und 2GB ECC Arbeitsspeicher ist er eine gute Alternative zu den Fertig-NAS Systemen von Synology, QNAP und co. Mit seinen kleinen Abmaßen von 23 x 22 x 25 cm empfiehlt er sich nicht nur für kleine Firmen sondern auch - auch aufgrund des günstigen Preises von aktuell 330 Euro - für den privaten Einsatz.

Dabei setzt HP auf durchaus professionelle Hardware: so ist z.B. der Intel C204 Serverchipsatz verbaut, der es dem Intel Celeron G1610T erlaubt ECC Arbeitsspeicher anzusprechen. ECC Arbeitspeicher kann selbständig Single-Bit Fehler beheben, die z.B. bei einem Defekt oder bei zu hohen Temperaturen entstehen können. Die 4 Laufwerksschächte sind von vorne zu erreichen und werden von einem 140mm Lüfter gekühlt.

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Sogar Platz für ein internes DVD / Bluray 5,25 Zoll Slim-Laufwerk ist vorhanden, der Platz lässt sich aber auch mit einer 2,5 Zoll Festplatte oder SSD besetzen. Zudem sind intern ein USB 2 und ein Micro-SD Kartenslot vorhanden. Leider ist nur der USB Port bootfähig, zudem kann nicht vom internen SATA-Port gebootet werden wenn der Raid-Controller deaktiviert wurde (AHCI-Modus).

Dies lässt sich zwar mit einem kleinen USB-Stick mit Linux Bootloader als Hilfe austricksen, denn dann darf auch von der SSD gebootet werden. Allerdings ist dies für uns durch den Mehraufwand nicht ideal gelöst.



Lieferumfang

Um den wirklich fairen Verkaufspreis zu erreichen, musste HP an einigen Punkten ein bisschen sparen. So verfügt der HP Microserver Gen 8 z.B. über eine iLO 4 Management Schnittstelle, diese ist allerdings in einem sehr eingeschränkten Modus nur bis zum Bootvorgang zu gebrauchen. Wer die Schnittstelle zur Installation des NAS ohne Monitor benutzen möchte, benötigt eine HP iLO Advanced Lizenz für 40 Euro.

Ebenso verhält es sich mit dem HP Dynamic Smart Array B120i Raid-controller, der in der Standardausführung nur die Raid Modi 0, 1 und 10 beherrscht. Auch dieser lässt sich mit einer ca. 150 Euro teuren Lizenz aufrüsten und kennt dann auch die Raid Modi 5 und 6.

Da die meisten Benutzer aber einen Software-Raid unter Windows, Linux oder FreeBSD benutzen, wird die Lizenz meist nicht benötigt. Die HP iLO Advanced Lizenz kann aber auch im privaten Umfeld nützlich sein. Neben dem NAS selbst liegt ein Stromkabel, eine CD und eine Kurzanleitung bei. Das Netzwerkkabel hat sich HP gespart.



Gehäuse und Innenleben

Das Gehäuse selbst besteht aus Stahlblech und ist für die geringe Größe recht schwer. Die Frontblende lässt sich mit einem Riegel blockieren, so dass von Außen kein physikalischer Zugriff auf die 4 Festplattenschächte möglich ist.

Die Arbeitsspeicherbänke, der USB und MicroSD-Slot sowie der PCIe 2.0 x16 Slot lassen sich bereits durch die Demontage der Außenwand einwandfrei erreichen.

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Nur wer die gesockelte CPU aufrüsten möchte - dies ist nämlich ohne Probleme möglich - muss das Mainboard ausbauen. Naja - ausbauen auch nicht, denn HP hat sich eine ziemlich geniale Lösung für das Mainboard einfallen lassen: es sitzt auf einer Schublade, die sich nach hinten herausziehen lässt.

Dazu müssen zunächst 5 Kabel abgezogen und anschließend ein rückwertiger Bügel heruntergedrückt werden - auch hier muss nicht geschraubt werden!

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Die 4 Schrauben des passiven Heatsinks der CPU können mit einem mitgeliefertem Imbusschlüssel (T15) gelöst werden. Darunter befindet sich der Intel Celeron G1610T der schon etwas älteren Ivy Bridge Architektur für den Sockel 1155. Er kann sich z.B. durch einen i3-Prozessor mit AES-Ni oder durch einen Intel Xeon E3 mit bis zu 4 Kernen plus Hyperthreading austauschen lassen. Da der passive Heatsink nur für eine TDP von 35W ausgelegt wird, muss ggf. ein aktiver Lüfter nachgerüstet werden.

Dies ist allerdings nicht ganz so einfach, denn das Mainboard besitzt keine herkömmlichen 3 bzw 4 Pol Lüfteranschlüsse. Es gibt hier z.B. die Möglichkeit den Strom direkt vom SATA-Power des 200 Watt starken Netzteiles abzunehmen. Da sich ein CPU-Upgrade aber in den meisten Fällen nicht lohnen dürfte, gehen wir hier nicht näher darauf ein.

Die standardmäßig verbaute CPU stammt wie geschrieben aus der schon etwas in die Jahre gekommenen Ivy Bridge Architektur. Der Intel Celeron G1610T ist ein auf 2,3 GHz taktreduziertes Modell, welches dem passiven Kühlkörper geschuldet ist. Leistungsmässig liegt dieser allerdings immer noch auf Augenhöhe mit den aktuellen Braswell CPUs wie unser CPU-Vergleich verrät. Dafür ist die Effizienz aber nicht mehr so gut, darauf gehen wir später noch genauer ein.



Inbetriebnahme und Bios

Der Vorteil des HP Microserver Gen 8 ist, dass dieser komplett zusammengebaut und einsatzbereit geliefert wird. Mit zwei Rändelschrauben lässt sich bei Bedarf die U-förmige Gehäusewand entfernen und legt den Blick auf das Innenleben frei.

Das Bios ist - typisch für Server - nicht schön und nicht vergleichbar mit dem Bios eines Mainboards für den privaten Gebrauch. Dafür lässt sich im Bios des HP Microservers wirklich viel einstellen. Die äußeren USB-Ports oder auch der Aus/Ein Knopf lassen sich z.B. im Bios deaktivieren.

Hier lässt sich auch der HP Raid Controller in den AHCI Modus versetzen, in dem die Festplatten via SATA an das Betriebssystem durchgereicht werden.

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Das Bios J06 gibt es in 2 Versionen. Das bei uns vorinstallierte Bios war auf den 11/09/2013 datiert und enthält damit alle wichtigen Fehlerbehebungen des Microservers. Am 06/06/2014 ist eine neue Revision des Bios J06 erschienen, die die Lüftergeschwindigkeit im AHCI Modus verringern soll.

Wir haben beide Versionen ausprobiert, konnten aber keinen wirklich großen Unterschied feststellen. Das Bios-Update kann unter Windows, Linux oder per USB-Boot Stick durchgeführt werden. Das Bios Update haben wir nach der Installation von OpenMediaVault direkt in Linux durchgeführt. Das Update benötigt nur rund 30 Sekunden und erfordert im Anschluss einen Neustart des Servers.

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Bios Download

Das neuste Bios für den HP Microserver Gen 8 ist bei HP etwas schwer zu finden, daher haben wir hier alle verfügbaren Updates aufgelistet.

OSVersionDownload
Update aus Linux06/06/2014 J06 Rev ACP023766.scexe
Update aus Windows06/06/2014 J06 Rev ACP023765.exe
MS-Dos USB-Boot06/06/2014 J06 Rev ASP66986.exe




Flexibilität und Anschlüsse

Ein ganz großer Pluspunkt des HP Microserver Gen 8 ist die Vielzahl an Features und Aufrüstmöglichkeiten. So lässt sich der 2GB große Arbeitsspeicher gegen maximal 2 Speicher a 8GB, also 16GB, erweitern. Es wird zwingend unbuffered ECC Arbeitsspeicher benötigt, Registered ECC Arbeitsspeicher ist inkompatibel. Entweder greift man hier zu HP Speicher (häufig Kingston) oder direkt zu den deutlich günstigeren Kingston KVR16E11/8 ECC Arbeitsspeicher.

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Das Mainboard verfügt über eine dedizierte Matrox G200eH Grafikkarte und kann daher auch CPUs ohne interne Grafikeinheit aufnehmen, dazu zählen etwa die Intel Xeon E3 Prozessoren. Als Grafikausgang steht ein VGA Ausgang zur Verfügung.

Alle 5 USB 2.0 Anschlüsse des HP Microserver Gen 8 sind bootfähig, allerdings lässt sich die Reihenfolge nicht manuell festlegen, was bei der Installation von OpenMediaVault via USB-Stick wirklich nervig und mit einigen rumprobieren verbunden war. Die 2 externen USB 3 Ports sind nicht bootfähig.

Zusätzlich verfügt der HP Microserver Gen 8 über gleich 2 1Gbit HP Ethernet 332i Netzwerkschnittstellen, hinter denen sich Broadcoms NetXtreme Karten verbergen die beide WOL (Wake-On-Lan) fähig sind. Ein drittes Netzwerkkabel kann bei Bedarf an die HP iLO 4 Management-Karte angeschlossen werden. In den internen PCIe 2.0 x16 Slot kann z.B. ein Hardware-Raid Controller (Low-Profile) gesteckt werden.

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Einbau der 3,5 Zoll Festplatten

Der HP Microserver Gen 8 bietet Platz für 4 Festplatten im 3,5 Zoll Format. Diese werden mit 4 Schrauben in den mitgelieferten Einbaurahmen geschraubt. Wer eine oder mehrere 2,5 Zoll Festplatten verbauen möchte, muss zu einem speziellen 2,5 zu 3,5 Zoll Adapter wie dem ICY Dock MB882SP-1S-2B greifen.

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Eingebaut werden können Festplatten mit bis zu 6TB Größe, wir vermuten das auch 8TB Festplatten möglich sind, können dies aber nicht selbst nachprüfen. Die 4 Slots sind mit SATA3 (Slot 1+2) bzw. mit SATA2 (Slot 3+4) angebunden, das der Intel C204 Chipsatz nur 2 SATA3 Ports anbinden kann. Für die Geschwindigkeit von 3,5 Zoll Festplatten ist dies eh unerheblich. Die Nummerierung der Slots geht von Links (Slot 1) nach Rechts (Slot 4).



Stromverbrauch

Der Stromverbrauch fällt mit 22W im Idle in etwa 5W höher aus als bei einem gleichwertigen NAS mit aktueller Haswell Technik und Intel C206 Serverchipsatz. Die C204/C206 Serverchipsätze verbrauchen sowieso etwas mehr als ihre Desktopbrüder und Features wie Raid-Controller oder Management-Schnittstellen fordern eben ihren Tribut, da z.B. für die Management-Funktionen ein kleines, eigenständiges Sub-System dauerhaft aktiv ist.

Dennoch stufen wir den Stromverbrauch noch als akzeptabel ein, ein Eigenbau NAS mit Serverchipsatz und ähnlichen Featureset kostet immerhin mindestens das Doppelte des HP Microservers.

SituationStromverbrauch
Ausgeschaltet5,5W
Ruhemodus5,5W
OpenMediaVault Idle ohne Festplatten22W
OpenMediaVault Idle mit 3 ruhenden WD Red 3TB Festplatten (WD30EFRX)34,2W

Ruhend bedeutet, dass die Festplatten angeschaltet und betriebsbereit sind. Das Advanced Power Management für tiefere Schlafzustände ist deaktiviert.



Temperatur und Lautstärke

Positiv überrascht haben uns die durchweg niedrigen Temperaturen des Systems. Der passiv gekühlte Prozessor erhitzt sich unter OpenMediaVault bei einer Raumtemperatur von 24°C kaum - maximal 45°C konnten wir messen.

Am wichtigsten ist aber eine gute Kühlung der Festplatten. Auch hier konnte der HP Microserver Gen 8 voll überzeugen, mehr als 34°C konnten wir nie messen, meist lag die Temperatur der Festplatten sogar darunter.

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Bei der Lautstärke sind wir hin- und her-gerissen. Für einen Server ist der HP Microserver Gen 8 nicht zu laut, eventuell sogar leise. Für eine Wohnzimmer-Lösung finden wir das mit einem 140mm und einem kleinen 40mm Lüfter gekühlte System aber doch zu laut. Wer also plant das neue NAS neben die Couch zu stellen, sollte nach einem anderen NAS oder einem anderen Stellplatz ausschau halten.



Netzwerk-Geschwindigkeit und Wake-On-Lan

In OpenMediaVault kamen wir mit einem Raid5 Verbund aus 3 Western Digital Red 3TB Festplatten auf Transferraten von 106MB/s (Schreiben) und 96MB/s (Lesen) zwischen dem NAS und einem Windows 7 Client mit schneller SSD.

Die Werte sind gut und OpenMediaVault typisch. Mit der Installation eines 8GB großen Arbeitsspeichers lassen sich diese noch leicht verbessern. Auch leistungsstärkere Systeme erreichen bei 110-115MB/s ihr Limit was u.a. dem Overhead im TCP Protokoll geschuldet ist.

Der Intel Celeron G1610T ist während eines 1Gbit Transfers zu maximal 45% ausgelastet. Leider beherrscht die CPU kein AES-Ni, also das hardwarebeschleunigte Ent- bzw. verschlüsseln von Daten via AES.

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Wie bereits erwähnt basieren die beiden HP Ethernet 332i Netzwerkkarten auf Broadcoms NetXtreme und unterstützen neben PXE auch Wake-On-Lan, Jumbo Frames und Teaming. Wer die beiden Netzwerkkarten bündeln möchte, benötigt allerdings einen Switch der dies auch unterstützt.

Wake-On-Lan funktionierte in unseren Tests einwandfrei, allerdings unterstützt der HP Microserver Gen 8 keinen S3 (Standby) Modus. D.h. das NAS kann sich nur in den Ruhemodus schlafen legen und benötigt rund 2,5 Minuten bis es nach einem WOL-Befehl wieder aktiv ist. Ein NAS mit Standby-Funktion benötigt dafür nur rund 10 Sekunden.

Ähnlich wie auch bei vielen anderen Mainboards mit Serverchipsatz ist auch der HP Microserver eher für einen 24/7 Betrieb ausgelegt. Dies zeigt sich auch in der recht langen Startzeit des Systems: erst nach 1 Minute und 47 Sekunden ist der Server Boot-Bereit, ein vollständiger Neustart aus OpenMediaVault dauert 2 Minuten und 23 Sekunden. Das können Desktop-Boards natürlich viel schneller, da diese z.B. keine Management-Schnittstelle initialisieren müssen.



ILO 4 Management Interface

Wie erwähnt verfügt der HP Microserver Gen 8 über eine ILO 4 Management Schnittstelle. Diese ist auch bei ausgeschaltetem Server über ein Webinterface von jedem aktuellen Browser aus aufrufbar. Zusätzliche Software wird für den Webzugriff nicht benötigt, wer die Remote Console benutzen möchte, benötigt eine aktuelle Installation der Java Runtimes.

Das ILO 4 Webinterface ist übersichtlich aufgebaut und reagiert sehr schnell. Die Default Login Daten können dem rückseitig angebrachtem Etikett des Servers entnommen werden. Im Webinterface lassen sich viele technische Daten des Servers, wie etwa der verbaute Prozessor oder auch detaillierte Informationen über die Systemtemperatur auslesen.

Viele Features sind allerdings erst nach der Aktivierung einer separaten HP iLO Advanced Lizenz verfügbar. Dann lässt sich via Java Remote Console auch ein komplettes Windows oder Linux ohne den Anschluss eines Monitors via Remotezugriff vornehmen. Der Server kann auch aus der ILO heraus per Remote gestartet oder heruntergefahren werden.

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Shopping-Liste

Hier haben wir nochmal alle Komponenten aus diesem Artikel für euch aufgelistet.

KomponenteNameBemerkungPreis
NASHP Microserver Gen 8Intel Celeron G1610T330 Euro

ArbeitsspeicherKingston KVR16E11/8 8GB ECC DDR3-160050 Euro

System-USBMach Xtreme MXUB3SES-8G 8GB SLC20 Euro
System-USB (alternativ)Mach Xtreme MXUB3SES-16G 16GB SLC38 Euro

DatenfestplattenWestern Digital WD20EFRX NAS 2TBTLER92 Euro
DatenfestplattenWestern Digital WD30EFRX NAS 3TBTLER116 Euro
DatenfestplattenWestern Digital WD40EFRX NAS 4TBTLER159 Euro
DatenfestplattenWestern Digital WD50EFRX NAS 5TBTLER225 Euro
DatenfestplattenWestern Digital WD60EFRX NAS 6TBTLER248 Euro

DatenfestplattenSeagate ST2000VN000 NAS HDD 2TBERC87 Euro
DatenfestplattenSeagate ST3000VN000 NAS HDD 3TBERC90 Euro
DatenfestplattenSeagate ST4000VN000 NAS HDD 4TBERC140 Euro

ZubehörICY Dock MB882SP-1S-2B 2,5 zu 3,5 Zoll Adapter0 Euro




Fazit

Der HP Microserver Gen 8 ist ein gutes NAS mit der Möglichkeit 4 Festplatten aufzunehmen. ECC Arbeitsspeicher ist in dieser Preisklasse sonst nicht erhältlich, daraus resultiert ein Plus an Datensicherheit bzw. Integrität. HPs Strategie eine günstige Basis zu verkaufen, die sich im Bedarfsfall kostenpflichtig aufrüsten lässt finden wir gut: so zahlt jeder nur das was er auch wirklich benötigt.

Der Serverchipsatz und die alte Ivy Bridge Prozessorarchitektur fordern ihren Tribut, ein aktuelles 4-Bay NAS mit Intels Braswell Basis, z.B. unsere in etwa gleich teure NAS - Basic 2.0 Bauanleitung verbraucht im Mittel ca. 10W weniger. Bei 24/7 Betrieb sind das immerhin fast 24 Euro im Jahr (10 [w] / 1000 [wh] * 24 [h] * 365 [t]). Allerdings muss dieses NAS dann auch selbst zusammengebaut werden - der HP Microserver Gen 8 wird betriebsbereit geliefert.

Auch wenn der HP Microserver Gen 8 keinen Standby Modus unterstützt, lässt sich trotzdem ein AutoShutDown und Wake-On-Lan unter OpenMediaVault realisieren, das NAS braucht dann mit 2,5 Minuten aber deutlich länger bis es wieder einsatzbereit ist.

Warum sich der HP Microserver Gen 8 so großer Beliebtheit erfreut, können wir verstehen. Auch wenn wir selbst eher die Eigenbau-NAS Typen sind, macht man mit dem kleinen und chicen Microserver nichts falsch. Das dieser sogar ECC Arbeitsspeicher mitbringt ist in dieser Preisklasse die Seltenheit und ein großer Pluspunkt. Gerade NAS Einsteiger, die ein kleines und flexibles System suchen, sind mit dem HP Microserver sehr gut bedient.

Wer sich den Eigenbau eines NAS zutraut oder Alternativen zum HP Microserver Gen 8 sucht, dem empfehlen wir unsere stets aktuelle NAS Übersicht.


35 Kommentare

Von Ascanier am 19.08.2016
Besucher

Hallo Stefan,

schade, FreeNAS gefiel mir von der Oberfläche her sehr gut.

Dann versuche ich´s mal mit OpenMediaVault.

Muss mich auch erstmal in Linux einarbeiten, hatte mal auf einem Netbook Xubuntu drauf, mit der Konsole arbeiten ist aber nicht so mein Ding und durch meinen uregelmäßigen Schichtdienst hab ich auch nur wenig Zeit für eine intensive Beschäftigung.

Der HP Microserver soll bei mir als NAS und als Archiv für Filme und Serien dienen.
Mal sehen, wie´s mit der Einrichtung klappt. Einen PC, zur unteren Etage, will ich per WLAN verbinden.
Die anderen und einen Mediaplayer per LAN.
Wird bestimmt eine Fummelei, bis alles läuft.

MfG, Ascanier

Von Stefan am 19.08.2016
Technikaffe.de Team

1548 Beiträge
@Ascanier: SLC-Sticks funktionieren nicht oder nur eingeschränkt mit der aktuellen FreeNAS 9.x Version. Entweder installierst Du Linux (OpenMediaVault) oder Du benötigst einen anderen Stick. Die Datenfestplatten benötigst Du zur Installation noch nicht.

Von Ascanier am 18.08.2016
Registrierter Benutzer

4 Beiträge
Hallo Stefan,

ich habe versucht, auf dem HP FreeNAS vom USB-Stick am externen USB 2.0-Port auf einen USB-Stick Mach Extreme MX-ES 16 GB im internen USB-Port zu installieren.
Die HDD`s sind noch nicht installiert.
Der MX-ES wird im Installationsmenü auch angezeigt, beim Klick auf OK erfolgt keine Installation.
Anzeige: You need to select at least one disk

MfG, Ascanier

Von Ascanier am 18.08.2016
Besucher

Hallo Stefan,

ich habe versucht, auf den HP ohne eingebaute HDD´s FreeNAS auf den im internen USB-Port eingesteckten USB-Stick von einem 2. USB-Stick am Gehäuse-USB 2.0-Port zu installieren, gelang mir aber nicht.
Funktioniert die Installation nur mit eingebauten HDD`s ?

Danke.

Von Stefan am 05.07.2016
Technikaffe.de Team

1548 Beiträge
@Thorsten: Ich weiß jetzt nicht wie schnell dein W-Lan ist, aber hier wird sicherlich der Grund sein. Verbinde dein Client wenn möglich mal testweise mit einem LAN-Kabel bzw. teste von einem Client aus dem Netzwerk (ohne W-Lan).

Von Thorsten am 05.07.2016
Besucher

Hi,
Seit gestern bin ich ebenfalls fertig mit der Einrichtung meines MGen8 G1610T.
Eingebaut ist nur der Originalarbeitsspeicher (4GB), die original CPU, EIne 250GB SanDisk X100s im ODD-Schacht (angeschlossen an den HDD-Schacht 4, da mir der passende Poweradapter für den Stromanschluss oben fehlte (wird geliefert)).
Weiterhin sind in Bay 1 und 2 je eine 4TB Seagate NAS HDD (neu).

Als OS habe ich Openmediavault 3 installiert, welches laut Rezensionen mittlerweile ziemlich stabil laufen soll (bis auf ein paar Plugins).

Die Festplatten laufen im Raid 1 (Raideinstellung: Mirror).

Nun liegt aber die Schreibgeschwindigkeit von einem Windows 7 Client (SSD) auf den Server gerade mal bei max. 8MB/s, wie kann das sein?

DIe Verbindung ist Microserver (-LAN-Kabel-> Router (-WLAN-> Windows 7 Client.
Der Router steht keine 10 Meter vom PC entfernt und die WLAN-Anbindung ist exzellent, daher gehe ich davon aus, dass das die Verbindung nicht so stark ausbremsen sollte.

Kann mir hier jemand weiterhelfen? Für durchschnittlich 5MB/s laufe ich lieber mit einer externen Festplatte zwischen den Geräten hin und her, als einen Server zu kaufen :/

Viele Grüße

Thorsten

Von zeipet am 04.04.2016
Besucher

der 120i Controller lässt sich nicht mit de, FBWC 512MB Module bzw Lizenz erweitern, da der Slot dazu fehlt.

Von Stefan am 11.03.2016
Technikaffe.de Team

1548 Beiträge
@Sergej: Mit viel Basteln vielleicht. Es ist ein eigenes Design daher passt es nicht zu 100%.

Von Sergej am 11.03.2016
Besucher

Kann man bei HP Gen8 das Mainboard auch gegen ein anderes Mini-ITX Mainboard tauschen?
Wie zum Beispiel ASRock N3700-ITX. Mir ist bewusst das dieses Mainboard mit N3700 von der Leistung her schwächer wäre und der Festplattenanschluss anders ausgeführt werden muss. Ist es vom Gehäuse her möglich?

Von Stefan am 04.02.2016
Technikaffe.de Team

1548 Beiträge
@Ingo: Die beiden Geräte sind halt schwer miteinander vergleichbar. Der HP Microserver Gen 8 ist Mini-ITX und hat 4 von außen erreichbare Einschübe. Der ML v2 ist ein Desktop Tower (ca. doppelt so groß) und die 4 EInschübe sind nur von innen erreichbar.

Von Ingo am 04.02.2016
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Moin

den wollte ich auch erst - als Nachfolger für den n40l,
aber der gen8 hat ja alte ivy bridge
hab mir den ML10 v2 geholt, der ist gerade überall im Angebot, ab 165,-
und bin am aufrüsten...
Also wer recht viel Leistung und Aufrüstbarkeit (zb. SAS Controller) sucht, findet beim Nachfolger des Gen8
eine günstige Plattform, bei der sich das selbstbauen kaum lohnt - insb. das iLO Tool ist echt gut

Gruß Ingo

Von Moritz am 08.01.2016
Besucher

@Stefan

Exakt das war meine Frage .... Meinte gelesen zu haben dass allfällige zusätzliche Addons dann nicht auf dem Stick sondern auf der 1. HD landen. Aber so ist es natürlich klasse :)

Von Stefan am 07.01.2016
Technikaffe.de Team

1548 Beiträge
@Moritz: Was meinst Du denn mit "Erweitere" ? Auf dem Stick ist das komplette OMV Betriebssystem (Debian Linux) enthalten inkl. alle Addons / Programme und Änderungen.

Von Moritz am 07.01.2016
Besucher

Wenn ich einen USB Stick als Installationsziel für OMV wähle und im Laufe der Zeit OMV erweitere, wo speichert er das? Auch auf dem Stick?

Meine irgendwo gelesen zu haben das er dann alles auf eine HD schmeisst und auf dem Stick nur das "Basissystem" läuft

Von Stefan am 16.12.2015
Technikaffe.de Team

1548 Beiträge
@Jonas: Ist vernachlässigbar. Solange der Stick dann auch die maximale USB2-Geschwindigkeit von rund 30MB/s mitmacht wirst Du keinen Unterschied in der Bedienung bemerken. Alleine die Startzeit wird geringfügig länger sein.

Von Jonas am 15.12.2015
Besucher

Hallo,

wie verhält es sich perfomancemäßig, wenn der interne USB 2 Port mit SLC Stick als Systemdatenträger für OMV genutzt wird? Habe bedenken das USB 2 das System unnötig ausbremst oder ist das zu vernachlässigen? USB 3 Port oder SATA wäre doch sicher besser oder?

Danke Jonas

Von Stefan am 29.10.2015
Technikaffe.de Team

1548 Beiträge
@JayJay: Die Angelegenheit ist ziemlich frickelig, hier findest Du eine Anleitung.

Von JayJay am 28.10.2015
Besucher

Hallo Leute,

erstmal Danke für dieses Reviews!

Nun habe ich aber eine Frage bezüglich der Erstellung des Bootloaders auf einem usb stick. Ich bekomme es einfach nicht hin, dass Openmediavault vom ODD Port booten will... Bin hier langsam am verzweifeln... Kann mir eventuell einer eine Schritt für Schritt Anleitung erstellen, wie ich den Bootloader richtig erstelle um von der SSD booten zu können, im AHCI Modus.

Schonmal Danke im Vorraus.

Von Keth am 21.09.2015
Besucher

Hallo,

es gibt ein neues eEinstiegsmodell mit 4GB ECC Ram statt 2 und 4x Sata 6G Port statt 2 :-)

Von Stefan am 31.08.2015
Technikaffe.de Team

1548 Beiträge
@ur63: Die Lizenz zur Erweiterung auf einen Raid5 enthält einen eigenen Speicher (512MB), den man zunächst einbauen muss. Danach beherrscht der Raid-Controller dann Raid5. Gemacht haben wir dies aber nicht, daher kann ich dir auch nur das beschreiben was im Technischen Datenblatt und der Anleitung beschrieben ist.

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.