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4-Bay NAS mit externem Netzteil, AES-Verschlüsselung und FreeNAS

In dieser Anleitung zeige ich euch wie ihr ein günstiges NAS mit AES-Verschlüsselung und FreeNAS aufbauen könnt. Dieses NAS kann bis zu 4 Datenfestplatten aufnehmen. Es nutzt das ZFS-Dateisystem von FreeNAS und unterstützt damit Raid 0 (Stripe), Raid 1 (Mirror), Raid 5 (RaidZ) und Raid 6 (RaidZ2).

Bei der Verwendung von 4 Festplatten würde ich zu einem Raid5 (RaidZ) Verbund raten, hier darf dann eine der 4 Festplatten ausfallen ohne das ein Datenverlust auftritt. Dafür steht dann aber nur die Kapazität von 3 Festplatten zur Verfügung. In meinem Beispiel verwende ich 4 Western Digital Red 3TB Festplatten, abzüglich Parität und ZFS-Dateisystemüberhang bleiben am Ende rund 7,8TB zur Verfügung, in Windows wären es bei Verwendung von NTFS mit 8,1TB etwas mehr.

Dafür bietet das ZFS-Dateisystem einen sehr großen Vorteil gegenüber einem normalen Raid-System: Es kann zwischen freien und belegten Datenblöcken unterscheiden. Ein Rebuild eines normalen 18TB Raid5-Verbunds bei dem 1TB an Daten belegt sind dauert an einem Software Raid Controller z.B. rund 48 Stunden, an der gleichen Hardware mit ZFS dauert ein Rebuild nur 4 Stunden, da hier nicht alle Blöcke berücksichtigt werden müssen.

Als Nachteil von ZFS ist anzumerken, dass sich ein Raid-Verbund später nicht mehr erweitern lässt. Dies ist zwar offensichtlich möglich, dabei besteht dann aber für die neu hinzugefügten Festplatten keine Parität mehr. D.h. man muss sich von Anfang an Gedanken machen wieviele Festplatten man einsetzen möchte.

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Die eingebaute AES-Verschlüsselung von FreeNAS ist sehr einfach zu aktivieren, hier muss nur 1 Haken während der Raid-Erstellung gesetzt werden, ein eigenes Passwort kann dann später vergeben werden. Da kleine Prozessoren ohne AES-Ni (Hardwarebeschleunigung) unter AES sehr einbrechen (der neue Intel Celeron J1900 Bay Trail bricht etwa um die Hälfte bei den Dateitransferraten ein) nutze ich in diesem System einen AMD Athlon 5350 (4x 2,05 GHz, 25W TDP) der AES-Ni unterstützt.

Als Mainboard benutze ich das ASRock AM1H-ITX welches vier SATA3 Ports (Intel: 2x SATA2 + 2x ASMedia 106 SATA3) zur Verfügung stellt. Außerdem ist ein Display Port / HDMI Videoeingang vorhanden.

Das ASRock AM1H-ITX verfügt über einen DC-Stromanschluss für ein externes Netzteil sowie über einen normalen ATX-24Pin Anschluss für ein internes Netzteil. Wir testen die Variante mit externem Netzteil, die Dank dem 70W kleinen Netzteil noch einmal bis zu 3W sparsamer ist (siehe Vergleich: Internes Netzteil vs. Externes Netzteil - Was ist sparsamer ?).

Die SATA-Festplatten können direkt vom Mainboard aus mit Strom versorgt werden, ASRock legt allerdings nur ein 2er Kabel bei, hier musste ich mit 2 weiteren Y-Kabeln arbeiten um alle 4 Festplatten mit Strom zu versorgen. Kostenpunkt: Insgesamt 6,40 Euro zusätzlich für ein 3er Pack.


4-Bay NAS mit externem Netzteil, AES-Verschlüsselung und FreeNAS


Es sind 2 USB 2.0 Anschlüssel rückseitig vorhanden, es lassen sich weitere über 2 USB-Header anschließen. Das CoolerMaster Elite 120 Advanced Mini-ITX Gehäuse besitzt weitere 2 USB-Anschlüsse an der Front sowie Platz für 4 3,5 Zoll Festplatten. Die USB 3.0 Ports funktionieren in FreeNAS nicht. Die beiden DDR3 Slots können mit maximal DDR3-1600 bestückt werden, höherwertige Riegel können verwendet werden, werden dann aber auf DDR3-1600 heruntergetaktet.

Der PCIe 2.0 x16 Slot ist mit 4 Lanes angebunden (Intel Bay Trail Board: Nur 1 Lane) und kann daher Raid-Controller aufnehmen. Grafikkarten werden offiziell nicht unterstützt. Der mPCIe Slot kann für eine WiFi Karte genutzt werden.

Die Lüftersteuerung über das Bios funktioniert auch mit dem AMD 3-Pin Boxed Lüfter erstaunlich gut, im "Silent" Modus wird der Boxed-Lüfter mit 1500rpm anstatt 3000rpm betrieben und ist dann wirklich angenehm leise, allerdings bis 2m Entfernung noch wahrnehmbar.



Externes DC-Netzteil

Als externes Netzteil kommt in unserem Test ein Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil für 14 Euro zum Einsatz, das Mainboard erwartet einen 5,5/2,5mm Stecker. Gerade in geringen Lastszenarien unter 60W hat ist ein externes Netzteil deutlich effizienter als z.B. ein internes ATX-80 PLUS Bronze Netzteil welches erst bei höherer Last effizienter ist. Zudem ist das externe Netzteil runde 20 Euro günstiger.



Zusammenbau

Es bietet sich an den AMD Athlon 5350 in der Boxed-Variante, also mit Lüfter und Kühlkörper zu kaufen. Die Montage ist zwar gewöhnungsbedürftig aber machbar. Ansonsten dauert der komplette Zusammenbau maximal 30 Minuten, auch in der Handhabung erweist sich das externe Netzteil als deutlicher Pluspunkt.

Das ZFS-Dateisystem ist sehr Arbeitsspeicher-hungrig. Es sollten mindestens 8GB Arbeitsspeicher verbaut werden. Der Single-Channel Modus des AMDs wirkt sich bei FreeNAS nicht negativ auf die Transferraten über das Netzwerk aus.



Installation von FreeNAS

FreeNAS wird auf einem externen USB-Stick installiert, der mindestens 8GB groß sein sollte. Mein Test-Stick (Intenso Speed Line im Test) hatte 32GB und kostet 18 Euro. Für das gleiche Geld würde ich aber einen SanDisk Extreme USB 3.0 Stick mit 16GB vorziehen.

Zum Testzeitpunkt war die aktuellste Version von FreeNAS die 9.2.1.7 (64bit). Ich habe (zu finden unter Alternative Downloads) das FreeNAS USB Image benutzt (zum Download) und mit dem kostenlosen Tool USB Image Writter (Download) das zuvor mit WinRar entpackte Image (.img) auf den USB-Stick geschrieben. Dazu wird ein PC mit Windows 7/8 benötigt.

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Das war auch schon alles, denn FreeNAS muss nicht extra installiert werden. Der fertige USB-Stick wird einfach nur an einen USB 2.0 Port des Mainbiards angesteckt. Damit ist das NAS einsatzbereit. Nach dem ersten Start (ca. 3-5 Minuten) wird dann über das Webinterface von FreeNAS ein eigenes Passwort vergeben. Der Benutzername lautet root.

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Datenfestplatten überprüfen und Energieoptionen konfigurieren

Über den Reiter Speicher (Icon in der oberen FreeNAS Menüleiste) und dann Zeige Festplatten gelangt ihr zur Festplattenverwaltung. Überprüft ob alle Festplatten korrekt erkannt worden sind. Ist dies nicht der Fall, muss ein Anschlussproblem vorliegen.

Sind alle Festplatten korrekt aufgeführt solltet ihr die Energieoptionen für jede Festplatte festlegen. Den Standby-Wert der Festplatten würde ich zwischen 10 und 30 Minuten einstellen. Seit der neusten FreeNAS Version ist es auch bei Western Digital Red Festplatten möglich und sinnvoll die Erweiterte Energieverwaltung im Level 1 zu nutzen.

4-Bay NAS mit externem Netzteil, AES-Verschlüsselung und FreeNAS



Festplatten

Bei den Datenfestplatten würde ich aktuell zur Western Digital Red Serie greifen, die durch eine spezielle Firmware extra auf die Bedürfnisse in einem NAS abgestimmt sind (z.B. sorgt eine Vibrationsverringerung für eine erhöhte Lebensdauer). Die Festplatten sind für den 24/7 Betrieb freigegeben und werden mit 3 Jahren Garantie (sonst sind 2 Jahre üblich) ausgeliefert.

NamePreis pro TBPreis pro Stück
Western Digital NAS
Western Digital Red NAS WD20EFRX 2TB45 Euro90 Euro
Western Digital Red NAS WD30EFRX 3TB37 Euro111 Euro
Western Digital Red NAS WD40EFRX 4TB40 Euro161 Euro
Western Digital Red NAS WD50EFRX 5TB42 Euro208 Euro
Western Digital Red NAS WD60EFRX 6TB41 Euro244 Euro
Western Digital Desktop
Western Digital Green WD20EZRX 2TB37 Euro74 Euro
Western Digital Green WD30EZRX 3TB32 Euro95 Euro
Western Digital Green WD40EZRX 4TB34 Euro135 Euro
Western Digital Green WD50EZRX 5TB38 Euro189 Euro
Western Digital Green WD60EZRX 6TB38 Euro229 Euro
Seagate NAS
Seagate ST2000VN000 NAS 2TB47 Euro94 Euro
Seagate ST3000VN000 NAS 3TB39 Euro117 Euro
Seagate ST4000VN000 NAS 4TB41 Euro165 Euro
Seagate Desktop
Seagate ST2000DM001 Desktop 2TB39 Euro78 Euro
Seagate ST3000DM001 Desktop 3TB32 Euro95 Euro
Seagate ST4000DM000 Desktop 4TB36 Euro142 Euro

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RaidZ (Raid5) Verbund mit AES Verschlüsselung erstellen

Mit Hilfe des ZFS Volume Managers lässt sich ein Raid-Verbund sehr einfach konfigurieren und aufbauen. Dafür empfehle ich den manuellen Modus, der meiner Meinung nach paradoxerweise einfacher zu handhaben ist als der Assistent. Wichtig ist, dass ihr hier die Verschlüsselung direkt anhakt, nachträglich ist dies meiner Erfahrung nach nicht mehr möglich.

4-Bay NAS mit externem Netzteil, AES-Verschlüsselung und FreeNAS

Die Erstellung des RaidZ-Verbundes aus 4 Festplatten dauert nur ca. 1 Minute, hier entfällt das Initialisieren weil wie gesagt freie Datenblöcke uninteressant sind - ein wirklicher Vorteil gegenüber einem normalen Software-Raid wo die erste Initialisierung direkt mal 24 oder mehr Stunden dauern kann. Bei FreeNAS könnt ihr den neuen Verbund sofort mit voller Geschwindigkeit nutzen.

Nach jedem Neustart muss der verschlüsselte RaidZ Verbund dann mit einem Passwort entsperrt werden, vorher sind die Daten nicht verfügbar. Eine vollständige Schritt-für-Schritt Anleitung wie man ein Laufwerk unter FreeNAS verschlüsselt findet ihr auch bei uns.

4-Bay NAS mit externem Netzteil, AES-Verschlüsselung und FreeNAS



Defekte Festplatte austauschen

Das Austauschen einer defekten Festplatte ist wie bei allen Raid-Varianten sehr einfach. FreeNAS meldet den Defekt einer Festplatte mit einer Fehlermeldung:

4-Bay NAS mit externem Netzteil, AES-Verschlüsselung und FreeNAS

Notiert euch die Seriennummer der defekten Festplatte, damit ihr wisst welche Festplatte ihr ersetzen müsst. Danach fahrt ihr das NAS wieder hoch, fügt die neue Festplatte dem Verbund hinzu, dadurch wird der Resilver bzw. Rebuild gestartet. Dieser Vorgang kann je nach Belegung der Festplatten bis zu 24 Stunden dauern. Danach entfernt ihr die alte, defekte Festplatte (Detach) aus dem Verbund. Erst danach ist der Verbund wieder komplett wiederhergestellt.



Benchmark Datentransfer und Auswirkung von AES auf die Geschwindigkeit

Dieses NAS soll wie gesagt nicht merklich langsamer werden wenn eine AES-Verschlüsselung zum Einsatz kommt. Der AMD Athlon 5350 kann dies fast ohne Makel realisieren. Getestet habe ich über ein 1Gbit Netzwerk den Transfer von 6,7GB Daten (4 Dateien) zwischen FreeNAS und einem Windows 7 Computer.

4-Bay NAS mit externem Netzteil, AES-Verschlüsselung und FreeNAS

Eine geringe Messungenauigkeit ist sicherlich vorhanden, insgesamt kann man von einem Rückgang der Schreibrate von ca. 9MB/s oder knapp 10% sprechen. Dies ist für ein so sparsames System ein mehr als guter Wert.



Stromverbrauch

Ganz an den Idle-Verbrauch eines Windows System kommt FreeNAS - welches auf FreeBSD basiert - nicht heran. Bei ruhenden Festplatten verbraucht das NAS dann 24W - ein guter Wert. Der AMD Athlon 5350 ist eben auch etwas potenter als Intels Bay Trail Lösungen.

SituationVerbrauch
Ausgeschaltet0,3W
Standby2W
Im Betrieb (ohne Festplatten)21W
Im Betrieb (4 aktive Festplatten)36W
Im Betrieb (4 ruhende Festplatten)24W



Zusammenstellung

CPUPreis
AMD Athlon 535048,00 Euro
Mainboard
ASRock AM1H-ITX52,00 Euro
Arbeitsspeicher
8GB Crucial BLS2CP4G3D1609DS1S00CEU Ballistix DDR3-1600, 1.5V67,00 Euro
Netzteil (extern)
Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil14,00 Euro
Gehäuse
CoolerMaster Elite 120 Advanced, Mini-ITX44,00 Euro
USB-Stick für FreeNAS
SanDisk Extreme 16GB USB 3.018,00 Euro
Zubehör
3 Stück InLine SATA Strom-Y-Kabel, SATA Buchse an 2x SATA Stecker gewinkelt6,40 Euro
5,25 zu 3,5 Zoll Sharkoon SSD Montagerahmen6,00 Euro
Summe (ab)255,00 Euro



Fazit

Der AMD Athlon 5350 eignet sich ideal für ein NAS bei dem Verschlüsselung später einmal eine Rolle spielen soll. Das System ist schnell genug um sich nicht an einer AES-Verschlüsselung zu verschlucken. Aber auch ohne Verschlüsselung gibt das System mit einem geringen Verbrauch eine gute Figur ab.

Das ZFS-Dateisystem mit seinen Vor- und Nachteilen ist Dank FreeNAS relativ einfach zu handhaben. In professionellen Umgebungen sollte man übrigens auf ECC-Arbeitsspeicher mit Fehlerkorrektur zurückgreifen, denn ZFS ist nicht nur sehr Arbeitsspeicher-hungrig sondern auch anfällig für Fehler, die z.B. durch einen defekten Arbeitsspeicher ausgelöst werden können. Auf den sparsameren Plattformen ist der Einsatz von ECC fähiger Hardware aber schon aus Kostengründen nicht sinnvoll.

Gegenüber einem Fertig-NAS in dieser Preisregion ist dieses System schneller - auch wenn man die Festplatten per AES 256bit verschlüsselt. Das CoolerMaster Elite 120 Advanced Gehäuse ist sehr gut verarbeitet und eine gute Durchlüftung ist Dank 120mm Front-Lüfter gewährleistet.

Wer auf die AES-Verschlüsselung verzichten kann, der sollte sich alternativ meinen Bauvorschlag für ein 4-Bay NAS mit FreeNAS und einem Intel Celeron J1900 (Bay Trail) einmal anschauen.


44 Kommentare

Von Stefan am 07.02.2016
Technikaffe.de Team

1477 Beiträge
@Max: Müsste gehen, allerdings würde ich lieber zum NAS - Basic greifen, da neuer und sparsamer.

Von Max am 06.02.2016
Besucher

Hallo,

ich wollte nur fragen ob man mit diesem System über Plex 1080p Videos schauen kann.

Von Stefan am 13.09.2015
Technikaffe.de Team

1477 Beiträge
@Main04Eck: Der größte Vorteil ist in der Tat der geringere Stromverbrauch und die HEVC (h.265) Dekodierung in Hardware (falls später mal benötigt). Es ist eben technisch gesehen aktueller.

Von Main04Eck am 13.09.2015
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
@Stefan

helf mir auf die Sprünge , welchen Vorteil hat das NAS Basic , ausser den geringeren Stromverbrauch ?

Von Stefan am 13.09.2015
Technikaffe.de Team

1477 Beiträge
@Main04Eck: OMV läuft auf den Board, ich rate dir aber zu unserem NAS Basic Vorschlag.

Von Main04Eck am 12.09.2015
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
Servus , kann man auf dem System auch Open Media Vault laufen lassen oder gibt es da Probleme? Mir ist bewusst das es aktuell bessere Mainboards bzw sparsamere Kombis gibt. An diesem Mainboard gefallen mir aber vor allem die Vorhandenen SATA Anschlüsse und die Möglichkeit des externen Netzteils. Volt habt ihr ja noch eine Preislich kleinherzige Alternative zum Vorschlag ?

Mit freundlichen Grüßen

Von Dennis am 12.08.2015
Technikaffe.de Team

894 Beiträge
@Hagen:

Ja und ja. :)

Guck mal im BIOS, da muss es eine Einstellungen geben um WOL zu aktivieren.

Von Hagen am 11.08.2015
Besucher

Danke für das tolle Tutorial :)

Ich habe nur eine Frage zu dem Mainboard :

Ist es möglich WOL zu nutzen, wenn es komplett ausgeschaltet ist ?

Weil bis jetzt ging es bei mir nur, wenn das NAS im Bereitschaftsmodus war. oder muss ich etwas hierfür im BIOS ändern ?

Von Stefan am 20.07.2015
Technikaffe.de Team

1477 Beiträge
@Kaist: Das AMD System verbaucht im Leerlauf mit 21W das Doppelte des Braswell Systems. Beide Systeme sind schnell genug um über Gigabit LAN auch verschlüsselte Daten auszutauschen, daher würde ich zum Intel System raten. Wenn Du aber lieber das AMD System vorziehst ist das auch ok, denn wie geschrieben eignen sich beide Systeme - das Intel System ist aber klar moderner, passiv gekühlt und noch sparsamer.

Von Kaist am 20.07.2015
Besucher

@Steffan Hat dies irgendeinen Grund? Hab gerade eure Benchmarks gesehen und nach denen entschlüsselt der AMD 5350 deutlich schneller als der N3150 und scheint auch generell schneller. Während die sich im IDLE Verbrauch nicht viel schenken und erst mit Prime95 größere Unterschiede auftreten.

Von Stefan am 20.07.2015
Technikaffe.de Team

1477 Beiträge
@Kaist: Ich würde dir jetzt zu einem Intel Braswell System raten wie z.B. unserem NAS Basic 2.0 Bauvorschlag.

Von Kaist am 19.07.2015
Besucher

Moin,

wollte mal fragen ob man einen AES NAS immer noch mit der AMD CPU aufbauen sollte. Würde mir gerne einen NAS mit Verschlüsselung bauen und mittlerweile gibt es ja auch noch mit Braswell günstige Vertreter von Intel. Allerdings habe ich bis jetzt keine wirklich aussagekräftigen Benchmarks dafür gefunden. Wisst ihr da zufällig mehr?


Mit freundlichen Grüßen

Von Hagen am 11.07.2015
Besucher

Hallo,
erstmal danke für die schön Anleitung. Ich habe sie im wesentlichen befolgt mit der empfohlenen Hardware und 4x 4 TB WD RED Festplatten.
Ich habe ein verschlüsseltes RaidZ erstellt mit den 4 Disks, eine CIFS Freigabe erstellt und angefangen Daten darauf zu schaufeln.
In den letzten 24 Stunden ist es nun 3x vorgekommen, dass ich den Alarm bekommen habe:
"The volume DatenRaid1 (ZFS) state is DEGRADED: One or more devices has been removed by the administrator. Sufficient replicas exist for the pool to continue functioning in a degraded state."
Ein Blick in den Pool Status zeigt mir, dass eine Platte als "Removed" markiert war. Ich konnte sie einfach wieder hinzufügen und der Resilvering Prozess startete und war nach kurzer Zeit wieder abgeschlossen.
Smart Test bei allen Platten zeigte keine Fehler.
Dann sind vorhin gleich 2 Festplatten auf dem Raid "rausgesprungen" und damit war der Pool dahin.

Hat jemand eine Idee was der Grund dafür ist, dass die Festplatten spontan auf dem Raid-Verbund entfernt werden? Festplatten oder Software Fehler?

Danke für Antworten.

Von Dennis am 02.04.2015
Technikaffe.de Team

894 Beiträge
@Patrick:

Üer HDMI, Passthrough, geht auch 7.1.

Gruß
Dennis

Von Patrick am 01.04.2015
Besucher

Hallo,

ich hätte eine Frage zu dieser Zusammenstellung. Bin am überlegen mir so etwas zusammen zubasteln. Jedoch als Kodi/NAS. Ich würde mir Kodibuntu installieren und danach Samba installieren und meine Freigaben etc. einrichten. Als Prozessor hatte ich den "AMD Athlon 5350" und als Mainboard das "ASRock AM1B-ITX" gedacht. Jetzt hätte ich nur eine kleine Frage und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Beim Mainboard wird angegeben das die Soundkarte "HD Audio (6-Kanal)" besitzt. Da der HTPC jedoch über HDMI am AV-Receiver hängen wird sollte das doch egal sein, da dann alles über Passthrough weitergeleitet wird. Also sollte auch ein 7.1 Film keine Probleme darstellen oder? Oder funktionieren dann wirklich nur 6 Channel, bedeutet 5.1?

Gruß Patrick

Von Stefan am 04.03.2015
Technikaffe.de Team

1477 Beiträge
@Philipp: Wurde bereits von einem anderen Besucher vermutet, daraufhin habe ich mehrere Benchmarks durchgeführt, es sind keine Instabilitäten aufgetreten, die Benchmark-Resultate waren zudem identisch. Garantieren kann ich natürlich nicht, dass es auf einen sehr langen Zeitraum ausreicht, wenn Du sichergehen möchtest, halte dich an die Herstellervorgaben.

Von Philipp am 04.03.2015
Besucher

Hallo,

@Stefan: danke für die Antwort. Wie lange hat ihr das System so betrieben? Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwo zu Instabilitäten kommen könnte.

Hat sonst noch jemand dieses System in Betrieb? Ich überlege es mit einem anderen Gehäuse und mehr HDDs zu nutzen. Fürs erste sollen 3x3TB WD Red im SnapRaid + System SSD mit OMV zum Einsatz kommen. Über den PCIe wird noch ein zusätzlicher SATA-Controller mit 3-4 Anschlüssen hinzugefügt. Über die Zeit soll das System dann 6 HDD + System SSD beherbergen, wobei 2 Stück ParityDisks für SNAP Raid werden. Ich habe bei Amazon dieses Netzteil für die PicoPSU mit 120W gefunden. Das sollte doch eigentlich locker reichen? Laut Datenblatt brauchen die WD Red ca. 4-5Watt beim schreiben, also 60Watt für 6, wobei 2 ja nur für Sync ankiviert werden.

Von Stefan am 04.03.2015
Technikaffe.de Team

1477 Beiträge
@Philipp: Funktioniert ohne Nachteile auch mit 12V, habe beides getestet.

Von Philipp am 03.03.2015
Besucher

Hallo,

in der Mainboard Spezifikation steht, dass an den PowerJack ein 19V Netzteil angeschlossen werden sollte. Funktioniert das trotzdem mit 12V oder sollte man das 12V Netzeil lieber über das PicoPSU angeschlossen werden?

Lg
Philipp

Von Stefan am 23.01.2015
Technikaffe.de Team

1477 Beiträge
@zfs-addicted: ZFS und ECC fähige Hardware ist ein ewiges Thema, das nicht nur bei uns intensiv diskutiert wird. Dazu mal ein kleiner Auszug aus dem folgenden Artikel:

"Ist ECC Ram für ein ZFS Dateisystem zwingend notwendig ?

ECC (Error Checking & Correction - zu Deutsch Fehlerprüfung und Behebung) Ram wird meist in Servern (mittlerweile auch nicht mehr in allen) eingesetzt, wo es darauf ankommt Rechenfehler schnell zu finden bevor diese größeren Schaden anrichten können. Da ZFS ein sehr speicherintensives Dateisystem ist, kann ECC-Ram hier dazu beitragen, dass eventuelle Speicherfehler früh entdeckt oder sogar automatisch korrigiert werden, wobei ECC Ram allerdings nur Single-Bit Fehler beheben kann.

Auf Systemen ohne ECC-Ram könnte ein Fehler unentdeckt bleiben und so eventuell den Datenbestand korrumpieren. Es gibt mehrere Studien und die Parteien sind sich gerade bei ZFS-Systemen nicht einig welche Art von Speicher man nun einsetzen sollte. Viele pochen auf ECC-Ram, andere halten es für sinnlos, weil auch normaler Arbeitsspeicher keine Fehler (sog. Bit-Dreher) produziert, es sei denn er ist übertaktet oder defekt.

Ein ECC-Fähiges NAS kostet in ähnlicher Ausstattung aufgrund des teureren Rams und des sehr teuren Serverboards ca. 115 Euro mehr. Dafür bietet es aber nur 4 SATA Ports anstatt 6 SATA Ports des Non-ECC Mainboards. Ich halte den Kauf von ECC fähiger Hardware in Heimgeräten aktuell für nicht sinnvoll - aber dies sollte jeder anhand der Art der gespeicherten Daten entscheiden. "


In unserer Firma setzen wir nur ECC fähige Hardware ein, im privaten Umfeld halte ich dies (und dies ist meine persönliche Meinung) einfach für einen Overkill. Wenn Du nun schlechte Erfahrungen gemacht hast und für dich zu dem Entschluss gekommen bist das ohne ECC für dich nicht mehr geht ist das ja in Ordnung.

Zu behaupten dass alle die kein (im privaten Umfeld) ECC benutzen auch automatisch keine Ahnung haben und sich nicht ausreichend informiert hätten finde ich hingegen etwas überheblich.

Möchte sich jemand für ein ECC-System und FreeNAS (auch dazu gibt es bei uns eine Zusammenstellung) entscheiden, muss eben deutlich mehr Geld ausgegeben werden, denn nicht nur der Core i3 ist dann teurer sondern auch das Mainboard und ggf. der Speicher - da liegen wir dann ca. 160-200 Euro über den hier genannten Kosten für ein günstiges NAS mit AES Verschlüsselung.

Zu dem Punkt AMD und ECC: Magst Du Recht mit haben, wir setzen weder in unserer Firma noch ich privat AMD Systeme ein, daher kann ich dazu nichts sagen.

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.