RAID Level wechseln

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  • RAID Level wechseln

    Hallo,
    Ist es möglich das Raidlevel zu wechseln?
    Ziel wäre mit einer 6tb HDD zu starten, dann eine Zweite zu installieren und das ganze im RAID 1.
    Dann eine dritte zu installieren und dann auf 5 zu wechseln. Und ab 4 HDD auf 6.
    Die vorhandenen Daten können nicht zwischengespeichert werden.

    Danke
  • Hi,

    das ist mit mdadm möglich, dazu fehlt mir aber leider die Erfahrung. Eine automatische Möglichkeit hierzu bietet Synology mit ihren Diskstations (auch die Mitbewerber wie Asustor, Onap und dergleichen) mit deren DSM, DiskStationManger.

    Ich habe eine DS212+ (2-bay) ursprünglich mit 2x2 TB bestückt, später mit 2x4 TB hochgerüstet. Der DSM verwendet mdadm.

    Schau einfach mal bei Synology vorbei, um dich zu informieren.
    synology.com/de-de/

    Falls du OMV (Openmediavault) verwenden willst, geht es auch mit mdadm. Hier wirst du um manuelle Eingaben Web-Interface nicht herumkommen.
    openmediavault.org/

    OMV kann aber auch SnapRaid, nähere Infos siehe hier:

    snapraid.it/

    In meinem DIY-Home-NAS mit OMV (die DS212+ ist für wichtige Daten) verwende ich SnapRaid, bin sehr zufrieden.

    Gruß aus Bayern
  • Nein keine Chance. Du musst die Daten zwischenspeichern. Beim neu Erstellen eines RAID Verbundes, sei es RAID0, RAID1 oder RAID5 werden die Informationen auf die Platte geschrieben (bei RAID1 findet nur eine reine Spiegelung statt, aber auch dieser RAID-Verbund muss zuerst erstellt werden). Bei jedem Vorgang werden die Platten platt gemacht.

    Wenn du es so machen möchtest, wie oben beschrieben, dann bleibt dir eigentlich nur die Möglichkeit die Daten beim Wechsel auf RAID5 auf eine externe USB Platte zu ziehen, oder von mir aus auf dem PC zwischen zu speichern. Oder du wartest, bis das Geld langt und holst dir gleich 3 Platten ;)

    EDIT: hitman war schneller ;) MDADM halte ich nicht für eine saubere Lösung. Man holt sich mit solchen Sachen immer auf die Dauer irgendwelche Probleme rein. Die können dir im übrigen auch nicht garantieren, dass deine Daten nach dem Wechsel zu 100% da sind. Bei einer Kopie weiß man es ja (dafür empfehle ich Beyond and Compare).

    vg
  • Das sehe ich sogar noch strenger.

    JEDER Eingriff in einem Raid kann den Verbund stören und crashen.
    Deshalb empfiehlt sich, egal bei welchem Raid-Level die Daten vorher zu backuppen.
    Besonders wenn es wichtige und mit viel Zeitaufwand geschaffene pers. Daten sind.

    Moderne Mainboards haben ja einige SATA-Ports an Board, da ist man vlt. ohne Raid
    und grossen Platten für einige Zeit mit ausreichend Speicherkapazität versorgt.
    Da braucht es auch keinen Raid, Vmax ist zwar ein Kriterium, aber nicht das Wichtigste.

    In manchen Foren liest man inzwischen oft,
    dass für gecrashte RAID 5 Einheiten kein Backup möglich war, weil man keine freien Platten hatte.
    Dumm gelaufen, wenn Fotos, Videos und Gesänge von der Hochzeit im Nirwana sind.

    Meine Kundschaft hatte schon erstellte Werbekataloge printfertig und dann ein halbes Jahr Arbeit verloren,
    weil nur mal schnell am Sa. eine neue Platte kaufen und im Raid einbauen, ist ja ganz einfach.^^

    In punkto Ausfallsicherheit ist es relativ zweitrangig, ob Soft- oder HW-Raid eingesetzt ist.
    Die HW-Raid-CTR sind eher noch anfälliger bei Datenmanipulation und Eingriffen in den Verbund.
    Selbst bei einem reinen Mirror (Raid 1) können Hashwerte abgelegt sein, die beim Reboot gecheckt werden.
    Jeder Hersteller hat da so seine Tücken und Geheimnisse in der Firmware und wenn ein dirty bit vagabundiert,
    ist alles denkbar, auch das Schlimmste.

    Bei einer rein privaten Spielerei kann man das Motto leben: No risk, no fun.
    Mit einem Backup ist man immer auf der sicheren Seite und das ist schneller aufgespielt als ein Raid-Rebuild fertig wird.
    Wir rödeln z.Z. an einem Rebuild für einen Blumenhändler, das geht schon 8 Tage für ein Raid5 mit 15 TB Daten
    unter Win7.

    LG
    127.0.0.1
    "Meine Meinung steht bereits fest, verwirren Sie mich also nicht mit Tatsachen!"
  • Hallo Leute,

    ihr habt sicherlich Recht mit euren Einwänden zwecks Datensicherung, bevor man ein Raid erweitert, keine Frage.

    Mein Gedanke war, dem Fragesteller eine adäquate Antwort zu geben, ich bezog mich dabei auf Synology (eben eigene Erfahrung), habe mal eben aus einem anderen Thread meine Erläuterung herausgesucht, siehe hier:
    --------------------------------------------------------
    Privat habe ich vor ein paar Jahren mit einer Synology DS212+ begonnen, Kostenpunkt damals etwa 300 €. Das ist natürlich eine feine Sache, das OS, der DSM (Disk Station Manager) wird auf die montierten Platten gebracht (nimmt kaum Platz weg), Zugriff über eine Weboberfläche, alles funzt relativ easy. Besonders das erweitern des Volumes geht super einfach. In meinem Fall von 2x2 TB auf 2x4TB mittels SHR (Synology Hybrid Raid, die verwenden einfach mdadm in ihrem angepassten Linux) lief es wie folgt:

    1) 1x2TB ziehen
    2) 1x4TB stecken
    3) Im DSM Volume reparieren lassen, kann ein paar Stunden dauern
    4) 1x2TB ziehen
    5) 1x4TB stecken
    6) Im DSM Volume reparieren lassen, kann ein paar Stunden dauern, danach Volume erweitern, nochmal ein paar Stunden

    Dauer der Reparatur und Erweiterung hängt von der Größe und der Belegung der Platten ab, und ob man währenddessen auf dem Volume noch weiterarbeitet.
    --------------------------------------------------------

    In meinem Fall waren das bei ca. 1 TB Daten jeweils mehrere Stunden. Die DS212+ kann natürlich maximal SHR1 (ist ein RAID1), da nur 2-Bay. Ein SHR2 (RAID6) ist eben erst mit größeren Geräten möglich.

    Erläuterung SHR, siehe hier:

    synology.com/de-de/knowledgebase/tutorials/492

    Zum rumspielen mit unterschiedlichen Plattengrößen, siehe hier:

    synology.com/de-de/support/RAID_calculator

    Nochmal ganz wichtig: Ein RAID ersetzt kein Backup! Es ermöglicht lediglich größere Volumes bei ein-oder mehrfacher Redundanz mit teilweisen Geschwindigkeitsvorteilen.

    Ach ja,

    auch SnapRaid kann RAID6, es müssen halt 2 Parityplatten definiert werden.

    Falls Wolf359 sich für ein fertiges NAS entscheidet, mit dem erklärten Ziel von möglichem RAID6, muss er sich mindestens für ein 4-Bay-Gerät entscheiden, eher mehr. Ab 6-Bay sind schon etwa mindestens 550 € fällig, bei 8-Bay ab 700 €.

    Oder er zieht sich mal den von Michelle_Br erstellten Thread rein, siehe:

    ich bin verwirrt - Auswahl des geeigneten mainboards für NAS

    Also viel Spaß

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hitman2158 ()

  • Hallo,
    Danke für die bisherigen Antworten.
    Ich dachte eher an das Selbstbau NAS für bis zu 6 HDDs, das ganze mit OMV.
    Problem ist halt die Investition von 275€ für das NAS und 750€ für 3x6TB für das RAID 5.
    3tb kosten ca. 100€
    6tb sind aktuell ca. 250€
    3tb und 6tb zu kombinieren bringt auch null Punkte.
  • Du hast halt nur den nachteil beim Snapraid, das du keine Echtzeit Snapshots hast. Mich stört es nicht da die Vorteile überwiegen.
    Was mir etwas mißfällt am "normalem" Raid5, Raid6, das dauert ewig bis es initialisiert ist.
    Genau das geht mit Zfs oder Snapraid in Sekunden.
    Vorteil beim Snapraid bleibt nach wie vor, die Plattengröße ist quasi egal, nur die Parity Platte muß gleichgroß oder Größer der größten Platte im Verbund.
    Das ist mit Zfs leider nicht möglich, sonst wäre es die 1. Wahl.
    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas

    Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges
  • Wolf359 schrieb:

    Hallo,
    Ist es möglich das Raidlevel zu wechseln?
    Ziel wäre mit einer 6tb HDD zu starten, dann eine Zweite zu installieren und das ganze im RAID 1.
    Dann eine dritte zu installieren und dann auf 5 zu wechseln. Und ab 4 HDD auf 6.
    Die vorhandenen Daten können nicht zwischengespeichert werden.

    Danke
    Ja, ist es und zwar genauso wie Sie es beschrieben haben.

    Alle RAID1-Implementationen die ich kenne, können ohne Datenverlust aus einer Platte generiert werden, theoretisch.
    (ich habe DAS noch nicht selber gemacht, aber ein BACKUP ist IMMER erforderlich!)
    Und dann eben aus RAID1 in RAID5 migrieren, dann aus RAID5 zu RAID6 migrieren ... das habe ich beides schon gemacht - mit Hardware-RAID-Controllern ...

    Sc0rp
  • Wolf359 schrieb:

    Hallo,
    Ist es möglich das Raidlevel zu wechseln?
    Hm. Keine Antwort die sich auf BTRFS bezieht.

    - damit geht das und zwar ganz einfach so. Die Frage ist ob du deine Daten einem so neuen Dateisystem anvertrauen möchtest. (Ich vermeide jetzt das Wort "experimentell", weil es den Status seit einiger Zeit wohl m.o.w. verloren hat).

    BTRFS erlaubt dir vergleichsweise flexible Möglichkeiten mit deinen Festplatten- unterschiedliche Größen, dynamischer Wechsel des Raidlevels, Erhöhung der Redundanz, inkrementelle Schnappschüsse- alles Mögliche. Was dabei rauskommt kannst du hier sehen.

    Als NAS-Betriebssystem hatte TA vorkurzem einen Artikel zu RockStor.
    Es gelten die dort genannten Einschränkungen.


    Das ist vermutlich was du dir vorstellst, aber als Linux-Anfänger (?) würde ich dir derzeit wahrscheinlich nicht dazu raten. Vielleicht kann jemand auch ein Wort zu den Pseudo Windows Raids verlieren? Da kenne ich mich nicht so aus, aber von dem was ich gehört habe sind die Möglichkeiten auch recht verlockend.

    Bleibt noch der wiederholt gefallene Hinweis auf ein Backup- ein Raid ersetzt kein Backup, es erhöht nur die Verfügbarkeit. Es schützt dich nicht vor Verlust der Daten. (Auch wenn es die Wahrscheinlichkeit dafür etwas senkt).
  • Besucher2 schrieb:

    Hm. Keine Antwort die sich auf BTRFS bezieht.
    Wird noch nicht von OMV unterstützt, von dem her, was soll man schreiben ohne erfahrung?
    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas

    Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges
  • Ist ja nicht das OMV-Forum, sondern "Sonstiges". Deshalb habe ich die Frage des OP so gedeutet, dass er die Möglichkeiten der verschiedenen Systeme ausloten möchte. Ich fänd es tatsächlich selbst interessant wenn jemand ein paar Wörter zu der Windows-Lösung "Storage Spaces" verlieren könnte, die für den OP sicherlich auch in die engere Auswahl fallen dürfte.

    Hat das hier schonmal jemand getestet? Wäre ja auch mal einen Artikel wert @Technikaffe ;-D
  • Was möchtest du zu den Storage Spaces wissen ... und in welchem BS von MS?

    Letztendlich sind "Storage Spaces" nix anderes als SnapRAID mit LVM-Pooling - nur eben in der Interpretation von MS ... und deren Firmenphilosophie/-politik.

    Stell mal eine konkrete Frage ;) - aber denke daran, das weder Win 10 noch Win Server 2kxx adäquate NAS-Betriebssysteme sind!

    Sc0rp