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6-Bay Eigenbau NAS mit Windows 7/8/Home Server und Intel Raid

In meiner NAS Übersichtsliste fehlte bisher ein 6-Bay NAS, welches für den Einsatz unter Windows gedacht war. Dies hatte auch seinen Grund: Die meisten Mainboards verfügen nur über 6 SATA3-Anschlüsse und Windows sollte auf einer eigenen Festplatte installiert werden und nicht auf einer Raid-Festplatte.

Da Mainboards mit mehr als 6 SATA3-Anschlüssen zu teuer und zudem noch mit allen möglichen Schnickschnack ausgestattet sind (was meist in einen höheren Verbrauch resultiert), habe ich mich in dieser Bauanleitung für das ASRock H97M Pro4 mit 6 SATA3 Ports und einer zusätzlichen PCIe Erweiterungskarte (2 SATA3-Ports) mit einem ASMedia ASM1061 Chipsatz entschieden, die wenig verbraucht und mit 10 Euro sehr günstig ist.

An diese Erweiterungskarte wird dann unsere SSD für das Betriebssystem angeschlossen. Das bedeutet wir haben alle 6 SATA3 Ports des Mainboards für unsere Datenfestplatten zur Verfügung. Diese Ports hängen am Intel Chipsatz und sind von sich aus Raid 0,1,5 und Raid 10 fähig.

Es handelt sich hierbei um einen FakeRaid. Dieser Raid ist mit einem Software-Raid zu vergleichen - was nicht schlecht sein muss. Ein Hardware-Raid lohnt sich meiner Meinung nach nur bei einer höheren Anzahl von Datenfestplatten oder bei hohen Zugriffen - etwa in einer Firma.

6-Bay Eigenbau NAS mit Windows 7/8/Home Server und Intel Raid

Hinweis: Ich habe ein anderes Mainboard als das von mir empfohlende benutzt, da wir dieses Mainboard noch da hatten. Das Mainboard ist relativ ähnlich, bietet aber eine Übertaktungsfunktion, die in einem NAS natürlich völlig deplaziert ist.



Stromverbrauch

Gerade bei Geräten die eine lange Laufzeit haben, sollte man heutzutage auf den Stromverbrauch achten. Auf den Stromverbrauch habe ich bei dieser Anleitung verstärkt geachtet. Dieses NAS basiert auf Intels Haswell Architektur, die sehr stromsparend ist. Allerdings verbrauchen Festplatten im aktiven Modus zwischen 4-8W (je nach Modell) - bei einem NAS mit 6 Datenfestplatten kommt so schnell ein stattlicher Verbrauch zusammen.

Daher versetzt sich dieses NAS bei Nichtgebrauch automatisch in den Standby (wahlweise Ruhemodus) um möglichst viel Strom zu sparen. Das NAS wird dann per WOL (Wake-On-Lan) automatisch wieder geweckt, sobald ein Client darauf zugreifen möchte.

Wenn ihr lieber den 24/7 Modus bevorzugt oder das NAS nach einem festen Zeitplan automatisch Ein- und Ausschalten wollt, ist auch dieses mit meiner vorgeschlagenen Software problemlos möglich. Der folgende Stromverbrauch gilt für das hier vorgeschlagene NAS mit einem Intel Celeron G1840, 4GB Arbeitsspeicher sowie 6 Festplatten vom Typ WD40EFRX.

SituationStromverbrauch
Idle (ohne Datenfestplatten)25W
Idle (SSD + 3 Festplatten aktiv)34W
Idle (SSD + 6 Festplatten aktiv)44W
Ruhemodus0,1W
Standby2,5W




Prozessor

Der Prozessor soll in unserem NAS dafür sorgen, dass alle Daten ohne Limitierung durch den Prozessor transferiert werden können. Da es sich hier um einen Sockel 1150 handelt, kommt als sinnvollster Prozessor der Intel Celeron G1840 (2x 2,8GHz, 22nm Haswell, 53W TDP) in Frage, der rund 30 Euro kostet. Dieser Prozessor reicht vollkommen aus und hat eigentlich nur einen Nachteil: Er verfügt nicht über die AES-New Instructions, zu Deutsch: Die AES-Verschlüsselung ist nicht Hardware-beschleunigt.

Intel hat nämlich bei den Intel Celeron und Pentium Prozessoren dieses Feature deaktiviert. Dies bleibt den deutlich teureren Intel Core i3/i5/i7 Prozessoren vorbehalten. Da unser Mainboard auch kompatibel zu diesen Prozessoren ist, besteht die Möglichkeit z.B. auch einen Intel Core i3-4130 (2x 3,5GHz, 22nm Haswell, 54W TDP) zu benutzen. Dieser unterstützt die AES-Ni. Ansonsten bietet der Intel Core i3-4130 aber in unserem NAS keinen weiteren Vorteil zu dem Intel Celeron G1840, daher empfehle ich den rund 65 Euro teureren Intel Core i3-4130 nur wenn wirklich viel mit Verschlüsselungen gearbeitet werden soll.



Mainboard

Wie bereits erwähnt habe ich mich hier für das stromsparende ASRock H97M Pro4 entschieden. Das knapp 68 Euro teure Mainboard verfügt über Intels neuen H97 Chipsatz, der neben den 6 SATA3 Ports auch über einen PCI-E 3.0 x16 Slot verfügt, außerdem verwendet ASRock hier einen Intel I218V Netzwerkchip, der u.a. das Energie effiziente Ethernetprotokoll 802.3az unterstützt. Zudem haben Intel Netzwerkkarten einen sehr guten Treibersupport und unterstützen z.B. Link-Aggregation.
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Ansonsten sind 4 DDR3-Slots sowie ein HDMI, DVI und VGA Anschluss vorhanden. Ein USB 3.0 Front-Header steht ebenso zur Verfügung. Die Spannungsversorgung ist besonders effizient und langlebig - ideal also für ein NAS was einige Jahre stabil laufen soll ohne dabei zu viel Strom zu verbrauchen.

Im Bios des Mainboards muss der Intel Chipsatz für die Verwendung als Raid konfiguriert werden. Erst danach ist es möglich den onBoard Raid zu verwenden (hier ein Screenshot von einem anderen Mainboard von ASRock):

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Zusätzliche PCI-E Karte für weitere 2x SATA3

Hier habe ich mich für den knapp 10 Euro teuren CSL PCI-Express (PCIe) 2.0 Controller entschieden, die den neuen ASMedia ASM1061 Chipsatz nutzt. Die Karte kann insgesamt 2 interne oder externe SATA3-Anschlüsse bereitstellen. Besonders wichtig für unser Vorhaben: diese PCI-E Karte ist bootfähig und verbraucht dabei nur knappe 1W.

Die Karte unterstützt auch den Raid0 und Raid1 Modus, so würden sich bei Bedarf auch 2 SSDs im Raid als Systemfestplatte realisieren lassen.



Festplatten

Als Systemfestplatte setze ich auf eine Samsung 840 EVO Serie mit 120GB, die mit 63 Euro nicht viel mehr als eine kleine 320GB Festplatte kostet und dafür sehr sparsam ist. Zudem wird dieses NAS häufig in den Standby versetzt, hier sorgt die SSD-Festplatte für eine schnellere Aufweckzeit.

Wie oben bereits geschrieben, benutze ich hier 6 Festplatten von Western Digital, Typ WD Red WD40EFRX auf die der Hersteller 3 Jahre Garantie gibt und die extra auf den Einsatz im einen NAS optimiert sind. Natürlich könnt ihr auch andere Festplatten benutzen, einen ausführlichen Vergleich von NAS- und Desktop-Festplatten findet ihr hier.



Gehäuse

Hier kommt es vor allen auf euren Geschmack an, ich selber habe schon mehrere PCs / Server mit dem Fractal Design R4 gebaut, dieses ist allerdings mit 92 Euro auch ziemlich teuer. Günstiger geht es z.B. mit dem Xigmatek Asgard Midi-Tower für runde 37 Euro.

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Der größte Unterschied neben der Verarbeitungsqualität und dem Aussehen: Im Fractal Design R4 kümmern sich 2 (im Lieferumfang enthaltene) 140mm Lüfter um die 8 3,5 Zoll Festplattenslots, im Xigmatek Asgard Midi-Tower muss man sich mit einerm 120mm Lüfter für die 7 3,5 Zoll Slots zufriedengeben.

Das Fractal Design R4 ist zudem Schallgedämmt und verfügt über eine eingebaute Lüftersteuerung die mit einem Schalter auf 5, 7 oder 12V eingestellt werden kann. Auch die Lüfter des schwedischen Herstellers Fractal Design spielen in einer ganz anderen Liga als die von Xigmatek. Beide Gehäuse sind für ihren Preis zu empfehlen, lassen sich aber einfach nicht miteinander vergleichen.

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Günstiger NAS-Einstieg mit dem Xigmatek Asgard Midi-Tower und 3x WD Red 3TB Festplatten im Raid5



Betriebssystem

Hier habe ich mich für Windows 7 Professional 64bit entschieden, eine Lizenz ist bei eBay für rund 30 Euro erhältlich. Windows 8/8.1 oder Windows Home Server 2011+ funktionieren auch. Am schlankesten ist meiner Meinung aber immer noch Windows 7 SP1. Allerdings nerven die zu installierenden Updates bei Windows 7: Bei mir waren es 158.

Der Intel Celeron G1840 ist wirklich nicht langsam und erhält immerhin 6,9 von 7,9 Punkten im Prozessortest von Windows 7.

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Windows 7 habe ich per USB-Stick installiert, die Images lassen sich legal aus dem Internet herunterladen. Wie man Windows 7 von einem USB-Stick aus installiert, haben wir in unserer Anleitung: Win 7 Neuinstallation per USB beschrieben.

Nach der Windows Installation solltet ihr zunächst alle Treiber (gibt es zum Download auf der Herstellerseite des Mainboards) und danach alle Windows 7 Updates installieren. Die Intel Rapid Storage Software setzt zudem ein installiertes Microsoft .Net Framework in der Version 4.5 vorraus.



Einen Raid5-Verbund mit der Intel Rapid Storage-Technologie erstellen

Nachdem alle Treiber und Updates installiert sind können wir uns daran machen das Herzstück des NAS - den Raid - zu erstellen. Die Intel Rapid Storage-Software von Intel ist über die letzten Jahre immer besser geworden und mittlerweile sehr einfach zu bedienen.

Zuerst solltet ihr prüfen, ob alle eure Festplatten korrekt erkannt worden sind, für einen Raid5 benötigt ihr mindestens 3 gleich große Festplatten. Die Kapazität einer Festplatte fällt für Paritätsinformationen aus und muss vom nutzbaren Speicherplatz abgezogen werden. D.h. ein Raid5 wird "effizienter" je mehr Festplatten er enthält weil immer nur die Kapazität einer Festplatte abgezogen wird.

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Prüft auch ob das SATA Link Power Management aktiviert ist. Dies sollte der Fall sein.

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Nun können wir einen Raid erstellen, ich habe mich wie gesagt für einen Raid5 Verbund aus 6 Festplatten vom Typ WD40EFRX (Western Digital Red 4TB) entschieden. Brutto ergibt das also 24 TB. Davon fallen 4TB für Paritätsdaten ab, 20TB sind brutto nutzbar. Netto (formatiert mit NTFS) bleiben davon 90%, also gut 18TB übrig.

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Damit ist die Erstellung des Raid-Verbunds abgeschlossen. Der Raid wird nun vom Controller initialisiert, was bis zu 24 Stunden dauern kann. Erst wenn der Raid zu mindestens 10% initialisiert ist, wird automatisch der Schreib-Cache der Festplatten aktiviert. Während der Initialisierung kann zwar der Raid schon verwendet werden, er ist aber sehr langsam. Daher würde ich die Initialisierung abwarten.

Vergesst nach der Initialisierung nicht, den Schreib-Cache der Festplatten zu überprüfen und wenn notwendig zu aktivieren. Dies erhöht die Schreibgeschwindigkeit extrem. Wenn allerdings sehr viele Leute gleichzeitig auf eurem NAS arbeiten, könnt ihr den Schreib Cache auch deaktivieren um bei einem Stromausfall keine Daten aus dem Festplatten-Cache zu verlieren.

Damit der Raid-Verbund auch unter Windows zur Verfügung steht, muss dieser partitioniert und formatiert werden. Öffnet das Windows Startmenü und rechtsklickt auf den Eintrag Computer und wählt Verwalten aus.

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In der Computerverwaltung wählt ihr nun den Eintrag Datenträgerverwaltung aus. Aufgrund der Größe des Raids muss dieser als GPT (GUID-Partitionstabelle) initialisiert werden.

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Formatiert den Datenträger nun, indem ihr darauf rechtsklickt. Wählt hier Neues einfaches Volume aus.

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Benutzt die Standardeinstellung von Windows um den Raid zu formatieren.

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Das Formatieren sollte maximal eine Minute in Anspruch nehmen. Danach erscheint der Raid als ein Laufwerk in Windows.



Defekte Festplatte austauschen

Der Tag wird kommen, an dem ihr eine defekte Festplatte austauschen müsst. Manche Festplatten halten 12 Jahre, andere sind nach 5 Jahren defekt. Ihr solltet euch trotzdem schon jetzt mit dem Austausch einer Festplatte beschäftigen, das Ganze kann sonst sehr stressig werden.

Alle Datenfestplatten in eurem Raid-Verbund solltet ihr entsprechend des Ports beschriften. Meist ist dies Port 0 - Port 5. Schreibt dies mit einem Stift auf die Festplatte selbst oder bringt ein Label auf der Festplatte an, welches ihr sehr gut sehen könnt, auch ohne die Festplatte auszubauen.

Ist nun eine Festplatte defekt, wird euch dies in der Intel Rapid Storage Software angezeigt. Hier wird auch der SATA-Port angezeigt, damit ihr wisst um welche Festplatte es sich handelt. Bevor ihr die Festplatte nun aber blind austauscht, solltet ihr feststellen, ob die Festplatte einen simplen Timeout (kommt sehr selten mal vor) hatte und ansonsten voll funktionsfähig ist. Zwar ist ein Timeout ein Hinweis darauf, dass etwas nicht mit der Festplatte stimmt, beim ersten Auftreten würde ich der Festplatte aber noch eine 2te Chance geben.

Ihr solltet dazu erst einmal das NAS neustarten, ohne die Festplatte auszubauen. Prüft dann, ob die Festplatte wieder funktioniert (der Raid muss sich dann neu aufbauen - dies müsst ihr in der Intel Rapid Storage Software anstarten). Der Rebuild kann auch automatisch erfolgen, die Option hierzu findet ihr in der Verwaltung der Software.

Schaut euch auch auf jeden Fall die S.M.A.R.T. Werte der Festplatte mit einem Tool wie CrystalDiskinfo (Download) an. Wird hier eine kritische Warnung für eure Festplatte angezeigt, solltet ihr diese schnellstmöglichst ersetzen.

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Raid um eine weitere Festplatte erweitern

Wenn ihr euch für einen Raid5 entschieden habt und noch nicht die maximal mögliche Anzahl von Festplatten am Intel Raid Controller benutzt (6 Stück), könnt ihr euren Raid Verbund jederzeit um weitere Festplatten erweitern. Fahrt dazu euer NAS herunter, baut die neue Festplatte ein, beschriftet diese wieder mit dem SATA-Port und startet dann das NAS.

In Windows wechselt ihr in die Intel Rapid Storage Software. Hier muss die neue Festplatte jetzt angezeigt werden. Diese kann nun dem bestehenden Raid5-Verbund hinzugefügt werden, im Anschluss wird eine Migration durchgeführt, die mehrere Stunden dauern kann. Wenn die Migration abgeschlossen ist, sollte die Kapazität des Raids um die von euch hinzugefügte angestiegen sein. Möchtet ihr den Raid um mehrere Festplatten erweitern, muss trotzdem der Raid immer erst um eine Festplatte erweitert werden. Also von 3 auf 4, danach von 4 auf 5, danach von 5 auf 6. Direkt von 3 auf 6 geht nicht.



Mainboard, Prozessor oder Systemfestplatte kaputt

Da wir einen onBoard Raid benutzen, stellt sich die Frage was bei einem Defekt des Mainboards, Prozessors oder der Systemfestplatte passiert: Nix. Der Prozessor hat mit unserem Raid nichts zu tun, dieser kann jederzeit ausgetauscht werden. Ähnlich sieht es mit dem Mainboard aus, alle Raid-Informationen befinden sich auf den Datenfestplatten. Ist das Mainboard defekt, kann dieses ausgetauscht werden - Vorraussetzung ist, dass das neue Mainboard auch über einen Intel onBoard Raid verfügt.

Die Systemfestplatte hat auch nichts mit dem Raid zu tun und Windows kann jederzeit auf eine neue Festplatte aufgespielt werden. Danach steht dann der Raid wie gewohnt zur Verfügung.



Intel Rapid Storage - E-Mail Benachrichtigung einstellen

Ein Raid bringt gegenüber einer einzelnen Festplatte viele Vorteile. Zwar verkraftet ein Raid5-Verbund den Ausfall einer Festplatte ohne Datenverlust, spätestens die zweite Festplatte die gleichzeitig ausfällt macht das Chaos dann aber perfekt. Um dieses Risiko zu vermindern, sollte man eine defekte Festplatte sofort austauschen.

Um sofort mitzubekommen wenn eine Festplatte ausfällt, bietet die Intel Rapid Storage Software die Möglichkeit eine Fehlermeldung nicht nur lokal auf dem NAS anzuzeigen sondern gleichzeitig auch eine E-Mail zu versenden, z.B. an eure E-Mail Adresse die ihr im besten Fall mehrmals täglich abruft (z.B. mit einem Smartphone).

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Wenn euer Mailserver im lokalen Netzwerk steht (wie es z.b. in Firmen der Fall ist), könnt ihr euren Mailserver und eure Absender-Adresse einfach eintragen und fertig. Wenn ihr aber einen Mailserver außerhalb eures Netzwerkes nutzen möchtet, dann werdet ihr das Problem bekommen, dass ein externer Mailserver eine Authentifikation durch Benutzernamen und Passwort beim Versenden einer E-Mail fordert (ansonsten könnte ja jeder eine E-Mail mit eurer Adresse versenden).

Leider unterstützt die Intel Rapid Storage Software (warum auch immer) nicht die Eingabe von Benutzernamen und Passwort. Dies lässt sich aber durch die Installation einer kostenlos erhältlichen Software lösen. Die benötigte Software heißt SMTPAuth (Download).

Ladet euch die Software (falls benötigt) herunter und installiert diese. Folgt dazu einfach den Anweisungen des Installationsassistenten. Startet danach die Software. Auf der ersten Seite wählt ihr bei "Save data to" den Eintrag Registry (HKLM) aus.

Unter dem Reiter Accounts könnt ihr nun euren E-Mail Account eingeben. Dazu müsst ihr den Add Button klicken und den SMTP Server, den Port, sowie euren E-Mail Benutzernamen und euer Passwort eingeben.

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Klickt nun auf den Reiter Windows Service, hakt Use the Windows service an, installiert den Service und Startet diesen.

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Damit stellt ihr sicher, dass SMTPAuth wirklich immer läuft, auch wenn gerade kein Benutzer am NAS angemeldet ist. Die Software leitet nun alle Anfragen auf Port 25 automatisch an euren eingegebenen Account weiter. Es handelt sich also nicht um einen eigenen E-Mail Server sondern nur um eine Weiterleitung.

In der Intel Rapid Storage Software gebt ihr bei SMTP-Host nun nicht direkt euren E-Mail Hoster ein, sondern localhost. Die E-Mail Anfrage wird dann durch die Software SMTPAuth an euren wirklichen E-Mail Hoster weitergeleitet. Ist das alles eingerichtet, solltet ihr die Einstellungen prüfen. Klickt dazu auf "Eine Test E-Mail senden". Ihr solltet nun eine kurze E-Mail von der Intel Rapid Storage Software erhalten.



Datenkonsitenz mit dem Planer regelmässig überprüfen

Die Intel Rapid Storage Software bietet auch die Möglichkeit euren Raid automatisch und regelmässig zu überprüfen. Dies solltet ihr auch konfigurieren:

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Mein NAS überprüft den Raid-Verbund einmal im Monat (am 1. des Monats) um 05:00 Morgens selbstständig. Das NAS muss dazu natürlich eingeschaltet sein. Dies konfigurieren wir später in einer anderen Software: Lights-Out.



Das Raid5-Problem mit dem Intel Rapid Storage Controller und 6 Festplatten

Seit ca. 4 Jahren (Quelle) gibt es ein bekanntes Problem: Im Raid5 Modus kann die Schreibgeschwindigkeit extrem langsam sein. Der Grund scheint hier ein schlecht optimierter Treiber des Raid Controllers zu sein. Solange ihr 3,4 oder 5 Festplatten benutzt ist dieses Problem einfach zu beheben. Für die Nutzung mit 6 Festplatten gibt es aktuell noch keinen Lösungsweg, hier muss man aktuell noch mit relativ langsamen Schreibraten (um die 60MB/s) leben.

Weitere Informationen hierzu findet ihr in meiner Liste: Intel RST - Beste Kombination aus Stripe und Clustergröße.

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Lights-Out unter Windows 7/8/Home Server

Lights-Out ist eine Software, die überwacht ob bestimmte Kriterien erfüllt werden (z.B. ob ein Client mit dem NAS verbunden ist). Wird keines der Kriterien erfüllt, versetzt Lights-Out das NAS in den Standby um Strom zu sparen. Das NAS kann dann später per WakeOnLan von einem beliebigen Client wieder geweckt werden. Es ist aber auch möglich, dass NAS zu einer bestimmten Zeit automatisch aufzuwecken ohne das ein Client beteiligt sein muss.

Die Aufweckzeit aus dem Standby liegt bei ca. 20 Sekunden. Im Standby verbraucht das NAS etwa 2,5W. Etwas länger dauer das Aufwecken us dem Ruhemodus, hier lässt sich dann noch mehr Strom sparen, das NAS verbraucht im Ruhemodus nämlich nur noch 0,1W.

Welchen Modus (Standby oder Ruhemodus) ihr benutzt, liegt natürlich bei euch, ich habe allerdings mit dem Standby sehr gute Erfahrung sammeln können. Seit meinem ersten größeren NAS vor ca. 2 Jahren nutze ich durchgängig Lights-Out.

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Lights-Out kann voll umfänglich 30 Tage getestet werden, danach wandelt sich die Software in die Community Edition (Freeware) um, die unendlich lange kostenlos genutzt werden kann, allerdings im Funktionsumfang beschnitten ist. Die Vollversion der Software kostet rund 18 Euro. Lights-Out könnt ihr hier herunterladen.

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In den Einstellungen lässt sich auch festlegen, wie viel Strom das NAS verbraucht. Diese Angabe wird später von Lights-Out benutzt um die Stromersparnis (auch in Euro) zu errechnen. Über einen längeren Zeitraum kann so einiges zusammenkommen.

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Lights-Out verfügt auch über einen Kalender. Hier könnt ihr z.B. das NAS zeitgesteuert aufwecken lassen. Zum Beispiel kann jeden Sonntag die Konsistenzprüfung über die Intel Rapid Storage Software vorgenommen werden. Dazu wecken wir das NAS kurz vorher auf, führen dann die Konsistenzprüfung durch und fahren das NAS danach automatisch wieder in den Ruhezustand herunter. Natürlich nur wenn kein aktiver Client mit dem NAS verbunden ist.

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Ihr könnt das NAS auch aktiv halten, wenn bestimmte Netzwerkgeräte (etwa euer Mediaplayer oder TV) aktiv sind. Das NAS fährt dann erst in den Ruhezustand herunter wenn diese Netzwerkgeräte nicht mehr an sind. Es können auch Netzwerkgeräte von dieser Regel ausgenommen werden, z.B. Smartphones oder Router die ja immer aktiv sind.



Die Windows Energieoptionen korrekt einstellen

Da wir die Windows Energiesparmaßnahmen durch Lights-Out ersetzen, müssen diese deaktiviert werden, da diese sonst mit Lights-Out kollidieren. Ursache sind dann z.B. Festplatten die viel zu oft in den Ruhezustand versetzt werden und wieder geweckt werden müssen. Dies kostet nicht nur unnötig Strom sondern erhöht auch den Verschleiß der Festplatten.

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Über die Windows Systemsteuerung gelangt ihr zu den Energieoptionen. Standardmässig ist hier Ausbalanciert aktiv, was auch so belassen werden sollte. Klickt hier auf Energiesparplaneinstellungen ändern und deaktiviert den Energiesparmodus von Windows. Klickt danach auf Erweiterte Energieeinstellungen ändern.

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Überprüft hier, dass die Festplatten nie ausgeschaltet werden und das der Rechner nicht in den Energiesparmodus geht.

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Damit sind wir in den Energieoptionen fertig. Das NAS sollte nun ohne Client Zugriff 10 Minuten aktiv bleiben, danach versetzt Lights-Out das NAS in den Ruhemodus. Möchte ein Client (z.B. ein anderer Windows 7 Computer) nun auf das NAS zugreifen (etwa weil ihr den Raid als Windows-Freigabe gesetzt habt), wird das NAS automatisch wieder aufgeweckt, denn der Windows 7 Computer sendet dann ein Wake-On-Lan Signal an das NAS. Android kann auch WOL-Signale senden ebenso wie Linux - dies funktioniert auch mit XBMC seit Version 13 sehr zuverlässig (vorher benötigte man unter XBMC ein Addon).



Backup von wichtigen Daten

Denkt bitte daran, dass ein Raid-Verbund keine Datensicherung ersetzt. Klar ist es - gerade bei großen Raids - schon aufgrund der Kosten nicht immer möglich alle Daten nochmals zu sichern. Sichert dann wenigstens eure wichtigsten Daten auf einer externen USB-Festplatte in regelmäßigen Abständen. Das geht auch automatisiert, z.B. mit SyncToy (Anleitung), einer kostenlosen Software von Microsoft.



Zusammenstellung

KomponenteNameBemerkungPreis
CPUIntel Celeron G1840 (2x 2,8GHz)36 Euro
CPU (alternativ)Intel Core i3-4130 (2x 3,5GHz, HT)AES-Ni für Verschlüsselung95 Euro
MainboardASRock H97M Pro476 Euro
ArbeitsspeicherKingston KVR13N9S8/4 4GB DDR3-133334 Euro
GehäuseXigmatek Asgard Midi-Tower1x 120mm Lüfter37 Euro
Gehäuse (alternativ)Fractal Design R42x 140mm Lüfter, Lüftersteuerung92 Euro
SATA-KarteCSL PCI-Express (PCIe) 2.0 Controller2x SATA3, ASM106 Chipsatz10 Euro
SystemfestplatteSamsung 840 EVO Serie, 120GB63 Euro
NetzteilBe quiet! BN140 System Power 780PLUS bronze, bis zu 87%34 Euro
Zubehör2x DELOCK Adapter Power SATA HDD2x zu 4PinNetzteil hat nur 4x SATA4 Euro
BetriebssystemWindows 7eventuell günstig bei eBay32 Euro
SoftwareLights-Out Lizenzfür vollen Funktionsumfang18 Euro
Summe (ab)326 Euro

Zusätzlich benötigt ihr natürlich noch die Datenfestplatten, ich habe 6 Festplatten vom Typ WD40EFRX für je 156 Euro benutzt. Insgesamt kostet mein NAS aus dieser Anleitung 1280 Euro. Natürlich sind aber auch kleinere oder weniger Festplatten möglich.



Fazit

Das hier vorgestellte NAS ist durch die Verwendung von Lights-Out und Wake-On-Lan sehr energiesparend. Es lassen sich aktuell bis zu 6 Datenfestplatten mit je bis zu 6TB verbauen. Damit kommt das NAS auf eine maximal mögliche Brutto-Kapazität von 36TB, im Raid5 bleiben davon nach Formatierung mit NTFS immerhin noch 27TB übrig. Mein NAS habe ich aber "nur" mit sechs 4TB Festplatten ausgestattet, immerhin bleiben dann noch 18TB übrig.

Das NAS kann aber auch zuerst mit 3 Datenfestplatten aufgebaut und später erweitert werden um Kosten und Energie zu sparen sofern man den Speicherplatz nicht sofort benötigt. Ich würde allerdings mindestens 3TB Festplatten einbauen, darunter ist das Speicherplatz-zu-Energiebedarf-Verhältnis nicht mehr so gut.

Ich habe dieses Windows NAS gebaut, weil mich viele danach gefragt hatten und weil FreeNAS eben dann doch nicht so flexibel ist, das ZFS-Dateisystem von FreeNAS ist zwar gut aber wirft gerade bei Anfängern schnell Fragen auf. Dieses NAS hier ist sehr einfach aufzusetzen und auch für Anfänger geeignet. Weitere NAS-Anleitungen findet ihr in unserer stets aktuellen NAS-Übersicht.



118 Kommentare

Von Jens am 11.02.2018
Besucher

Hallo Stefan,

Ich habe leider durch ein Bios Update mein Raid verloren habe danach nicht aufgepasst und nicht wieder auf Raid gestellt dadurch hat Windows gebootet und mein Raid zerschossen. Du schreibst von R-Studio wie funktioniert das Programm das ich damit Daten wiederherstellen kann ?

Grüsse aus Hamburg
Jens

Von Stefan am 27.02.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Mario K.: Beim Bios Reset hat sich wohl der Modus von RAID auf AHCI umgestellt und dabei den RAID zerstört. Zumindest vermute ich das. Zukünftig immer zuerst alle Festplatten abziehen, dann den Bios Reset durchführen und erst nachdem Du im Bios auf RAID umgeschaltet hast dürfen die Festplatten wieder angeschlossen werden. Den RAID kannst Du so leider nicht mehr initialisieren, mit R-Studio kommst Du aber an deine Daten.

Von Mario K. am 27.02.2017
Besucher

Hallo Stefan, ich habe nochmal alle Kabel geprüft und auch im BIOS ist RAID aktiviert. Vorher war 2012R2 auf installiert. Das NAS war dann ein halbes Jahr nicht mehr im Betrieb, hing davor am Internet (Virenschutz etc war vorhanden). Ich wollte es dann starten und das NAS hat sich immer wieder nach wenigen Sekunden Windowsbootscreen neugestartet, reparatur systemwiederherstellung ..halfen nichts. Hab dann die BIOS Einstellung auf default gesetzt und es nochmal versucht, wieder nichts. Habe dann Windows 7 installiert, aber vorher wieder auf Raid umgeschaltet. Jetzt hab ich den ganzen Vorgang mal geschildert. Komischerweise wird die eine spezielle Platte immer als 14 TB Laufwerk angezeigt, selbst wenn die alleine am Controller hängt. Gibt es über den Intel RST keine Möglichkeit das RAID neu zu initialisieren?

Von Stefan am 10.02.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Mario K.: Deine Intel RST Software erkennt ja deinen RAID nicht mehr korrekt. Ist im Bios der Modus der SATA Ports auf RAID eingestellt ? Sieht mir irgendwie danach aus das dort was nicht stimmt, allerdings lief es ja vorher bei dir.. Notfalls kannst Du versuchen deine Daten mit R-Studio wiederherzustellen.

Von Mario K. am 10.02.2017
Besucher

Hallo Stefan,

könnte natürlich sein, dass die Festplatte defekt ist. Ich hab dir mal ein paar Screenshots bereitgestellt.
Vielleicht erkennst du darauf, woran es liegen könnte... hoffe es ist irgendwie lösbar, die Platten waren schon recht voll :(

http://www.zwei-quadrat.de/temp/nas/laufwerk-d.jpg
http://www.zwei-quadrat.de/temp/nas/diskpart.jpg
http://www.zwei-quadrat.de/temp/nas/ist.jpg
http://www.zwei-quadrat.de/temp/nas/hdds.jpg

Komischerweise wird bei diskpart bei dem Datenträger 0 (welcher als 15TB Raid Volume im Windows erkannt wird), das bei der Kapazität 3.726 TB angezeigt wird, bei frei aber 0. Bei den anderen Platten ist das unterschiedlich....

Danke dir für deine Mühe

Von Stefan am 03.02.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Mario K.: Das deine SSD in der Intel RST Software auftaucht ist normal. So wie Du schreibst erkennt Windows eine deiner Datenfestplatten nicht mehr ? Ist diese defekt ? Wenn die RST Software alle Festplatten als online erkennt, kann ja was in der Windowsanzeige nicht stimmen. Normalerweise musst Du in der Windows Datenträgerverwaltung den RAID nur noch einmal initialisieren.

Von Mario K. am 03.02.2017
Besucher

Hallo Stefan,

nach einem Windows Systemfehler habe ich Windows 7 neu installiert. Nun wird in der Datenträgerverwaltung das Raid 5 Volume (5 Platten) als RAW angezeigt. Im Intel Rapid werden alle Platten erkannt (im Bios auch), die SSD taucht aber aber auch im Intel Rapid auf. Ich weiß nicht ob das vorher auch so war.

In der Datenträgerverwaltung fehlt ein Datenträger (sind nur 4 da, + 1 SSD und das 14TB Volume).
Wie komme ich denn nun an meine Daten?

Grüße Mario

Von Stefan am 22.09.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Cisto: Nein, dafür reicht der Pentium locker aus.

Von Cisto am 22.09.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hallo Stefan,

Frage: hab einen Intel i5 4570T hier, der aber für meine Belange völlig überdimensioniert ist - würde ihn gegen einen günstigen Intel® Pentium® Processor G3240 tauschen. Siehst Du dadurch erhebliche Nachteile?
Das NAS benutzen höchstens 2-3 User, hauptsächlich als Datenbackup.

Von Stefan am 02.05.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Willi: Ja das gilt natürlich auch für das NAS. Habs bei Windows 10 selbst noch nicht über die Policy gemacht, sollte aber gehen.

Von Willi am 01.05.2016
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Danke für Dein Feedback.

Irgendwie habe ich den Ehrgeiz das mein Server ohne kontinuierlichen Eingriff funktioniert (war beim WHS auch so, inkl. Updates) sollte. Ansonsten sollte er sich melden ;-)

In den Gruppenrichtlinien / Automatische Updates sollte doch die Option 4 das Richtige sein ??


Beschreibung:
####################################
4 = Updates automatisch herunterladen und laut angegebenem Zeitplan installieren.

Geben Sie den Zeitplan mithilfe der Optionen in der Gruppenrichtlinieneinstellung an. Standardmäßig sind Installationen täglich für 3 Uhr morgens geplant, falls kein Zeitplan angegeben wird. Wenn zum Abschluss der Updateinstallation ein Neustart erforderlich ist, startet Windows den Computer automatisch neu. (Falls ein Benutzer am Computer angemeldet ist, wenn Windows neu gestartet werden soll, wird der Benutzer benachrichtigt und kann den Neustart verzögern.)
####################################

Sollte doch nicht nur für die Clients gelten (habe keine angemeldet) sondern auch für den Server!!??

Werde es mal testen.

Von Stefan am 01.05.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Willi: Die Updates kann man auch "Planen", d.h. aber das Du jedesmal manuell eingreifen musst um Windows zu sagen wann Du das Update und ggf. den Neustart durchführen möchtest.

Die Freigaben würde ich auch über Windows direkt erledigen.

Von Willi am 01.05.2016
Besucher

Hallo, ich habe einige Fragen zu Win10 ( pro oder Home) als Basis für die NAS bzw. den Server.

Lights-Out habe bereits im WHS genutzt und für die Festplatten-Überwachung werde ich wohl "Acronis Drive Monitor" nutzen, verschickt ggf. Mails.

Mir fehlt noch eine Lösung für das Win-Update. Das Update soll heruntergeladen werden, aber immer um 3.00 Uhr oder ähnlich installiert werden, ggf. mit Neustart usw.
Es gibt die Gruppenrichtlinien für das Update, aber das ist gerade harte Kost für mich. Habt Ihr eine Vorlage, Hinweise oder ...?

Für die notwendigen Freigaben für die Benutzer und Ordner nutze ich die "normalen" Win-Tools in der Systemsteuerung; bzw. die Ordner-Freigaben. Ist für max. 5-8 User noch tragbar. Oder habt Ihr eine andere Lösung?

Gruß Willi

Von Stefan am 26.04.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Skulli: DNLA fähige Geräte wie TVs sollten den Server automatisch finden. Klappt bei mir sogar auf einem fast 4 Jahre alten LG TV.

Von Skulli am 25.04.2016
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Hi,

danke das sieht wirklich sehr gut aus und war auch schnell installiert. Aber am Fernseher zeigt er mir kein NAS Laufwerk an und auch sonst nicht. Der Server läuft lokal auf 127.0.0.1 (im Browser). Wie bringe ich Ihn nun dazu erreichbar zu sein ?

Von Stefan am 25.04.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Skulli: Probier mal den Twonky Server aus. 30 Tage Testversion, danach einmalig 14,95 ist es meiner Meinung nach wert.

Von Skulli am 25.04.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Erstmal vielen Dank für die ganzen tollen Anleitungen. Besonders Lights Out fand ich wirklich super. Ich habe mir nun einen NAS Server erstellt über Windows 7. Das hat auch alles gut geklappt meine Netzlaufwerke sind verbunden, Rechte stimmen und der Server wird auch am TV erkannt und spielt Inhalte ab.
Leider werden mir aber keine .mkv Dateien abgespielt, was das ganze bisher nur zu einer netten Spielerei macht.

Könnt ihr mir sagen wie ich das noch hinkriege das auch mkv gestreamt werden ?

Von Stefan am 13.04.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Chris: Für ein NAS mit Intel RAID würde ich aktuell zu einem Board mit 6x SATA und H170 Chipsatz greifen. Dazu eine Sockel 1151 CPU, z.B. den Intel Pentium G4400.

Von Chris am 13.04.2016
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Super Anleitung - danke dafür!

Kurze Frage: Wäre aktuell, bei sonst gleichen Randbedingungen, noch immer das o. g. Board (ASRock H97M Pro4) zum empfehlen, oder inzwischen ein Nachfolger?

Von Mike am 14.03.2016
Besucher

Super Anleitung.
Bin eben gerade an dem Punkt an dem mein aktuelles NAS voll ist (4x1 TB im Raid 5) und habe mich deswegen wieder mit der Thematik befasst und Preise verglichen.
Muss sagen ich muss mir mal ein solchen PC zusammenstellen und schauen wie das preislich aussieht.
Aber günstiger und mehr Power als die zu kaufndenen NAS Systeme wie von Synlogy sind sie allemals hab ich so das gefühl...
Danke

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.