ESC oder X
ESC oder X
ESC oder X

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

In diesem Test des ASRock J3455-ITX werfen wir nicht nur ein Auge auf die Leistung des kleinsten Intel Vierkerners auf Apollo Lake Basis, sondern ermitteln auch wie er sich im direkten Vergleich zu seinem größeren Bruder, dem ASRock J4205-ITX schlägt (Test des ASRock J4205).

Während der im ASRock J4205-ITX verbaute Pentium Prozessor eine maximale Taktfrequenz von 2,6 GHz erreicht, ist beim Intel Celeron J3455 bei 2,3 GHz Schluss. Der detaillierte Blick auf die Technischen Daten der beiden Prozessoren offenbart noch einen weiteren Unterschied: die integrierte Intel HD Graphics taktet mit 0,75 GHz etwas niedriger (0,8 GHz beim J4205) und besitzt statt 18 nur 12 Ausführungseinheiten.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test


Das ASRock J3455-ITX nutzt wie auch das ASRock J4205-ITX Intels neue Apollo Lake Prozessoren, die eine komplette Neuentwicklung gegenüber der Vorgängerarchitektur darstellen. Insgesamt sind die neuen Prozessoren bei gleichem Takt ca. 20-25% schneller als Prozessoren auf Braswell Basis.

AES-Ni zum Verschlüsseln von Dateien via Hardware wird wie auch bei der Vorgängerarchitektur unterstützt. Die neue Intel HD Graphics 500 basiert auf Intels 9. GPU-Generation die bereits in den Skylake Prozessoren verbaut wird. Wichtiger Unterschied: h.265 (HEVC) wird nun auch in 10bit voll via Hardware berechnet, ebenso Googles freier VP-9 Codec. Das kann bei den größeren Intel Prozessoren erst die gerade vorgestellte Kaby Lake Architektur, Skylake musste hier passen.



Mainboard mit HDMI 2.0 und ansonst identischer Ausstattung

Das ASRock J3455-ITX verfügt über 6 USB 2.0 und 4 USB 3.0 Anschlüsse, wovon aber nur 2x USB 2.0 und 2x USB 3.0 direkt über die I/O-Blende nutzbar sind. Damit ist die Ausstattung identisch zum ASRock J4205-ITX.

Die Front-USB 3.0 Ports dürfen parallel zu denen in der I/O-Blende verwendet werden, so dass am Ende wieder 4 USB 3.0 Ports zur Verfügung stehen. Zudem finden sich 4 SATA3 Ports, von denen zwei direkt an die Intel CPU angebunden sind und weitere zwei über einen ASMedia ASM1061 Controller. Alle Ports unterstützen NCQ, AHCI und Hot-Plug.


ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test


Das Highlight des neuen Mainboards ist der HDMI 2.0 Anschluss, der eine Auflösung von 4K x 2K (4096x2160) @ 60Hz ermöglicht. Dabei unterstützen Intels neue Apollo Lake Prozessoren offiziell HDMI 2.0 gar nicht.

ASRock bedient sich hier eines Tricks, den Intel selbst schon bei der Intel NUC6i7KYK angewendet hatte: ein spezieller Display-Port Chip versorgt den HDMI-Port mit Daten. Zusammen mit der Fähigkeit alle neuen Codecs in Hardware zu berechnen, eignet sich das ASRock J3455-ITX daher ideal als Mediaplayer der nahezu alle Medien flüssig in 4K-Auflösung über HDMI ausgeben kann.

Es lassen sich insgesamt 3 Monitore zeitgleich und digital an die Grafikeinheit anzubinden. Über den M.2 Slot darf bei Bedarf eine W-Lan Karte nachgerüstet werden. In Frage kommt hier z.B. die Intel Dual Band Wireless 8260 mit max. 867 Mbps für 19 Euro.

MainboardHDMIDisplayPortDVIVGA
ASRock J3455-ITX
(Apollo Lake)
1x 2.0
4096x2160 @ 60Hz
--
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
1x D-Sub
2048x1536 @ 60 Hz
ASRock J3710-ITX
(Braswell Refresh)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--
ASRock N3700-ITX
(Braswell)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--


Neben der internen "Gen9" Grafik mit 12 Ausführungseinheiten kann das Mainboard mit DDR3/DDR3L-1866 umgehen. Damit limitiert ASRock den Prozessor unnötig, denn theoretisch können die neuen Apollo Lake Prozessoren auch mit DDR4-2400 Arbeitsspeicher umgehen. Die PCIe Anbindung hat sich von PCIe 2.0 x4 (Braswell) auf PCIe 2.0 x6 nur geringfügig verbessert.



Bios

Die zum Testzeitpunkt aktuellste Version 1.10 lief stabil, das Bios war ASRock typisch klar strukturiert, die Einstellmöglichkeiten sind aber auf ein Minimum reduziert. Alle wichtigen Basiseinstellungen wie z.B. Energiesparstufen oder Wake-On-Lan lassen sich aber festlegen. Besonders hervorzuheben ist die Bios-Update Funktion via Internet. ASRock erlaubt hier das Update des Bios direkt per Funktion aus dem Bios heraus, was sehr komfortabel ist.

Wie bei fast allen ASRock Mainboards muss für das Wake-On-Lan (WOL) Feature die Option "PCIE Devices Power on" aktiviert werden". Diese ist vor allem für NAS Systeme interessant und funktioniert zuverlässig.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Bereits seit Braswell findet sich die "Power Gear" genannte Funktion im Bios. Hier lässt sich neben dem "Normal Mode" auch ein "Eco Mode" bzw. "Sport Mode" auswählen. Während sich die Leistung im "Normal Mode" nicht vom "Sport Mode" unterscheidet, wird im "Eco Mode" die maximale Taktfrequenz im Mehrkernbetrieb reduziert.

Für uns erschließt sich der Sinn des Eco Mode allerdings nicht, da das System dann dementsprechend länger rechnen muss - das wird in der Praxis eventuell sogar mehr Energie verbrauchen als im Normal Mode. So haben wir im Cinebench R15 Mehrkern Benchmark zwar 9% Energie eingespart, die Leistung lag dabei aber ganze 20% unter den zwei anderen Modi. Wir halten Power Gear daher für eine nette Spielerei - einen echten Nutzen konnten wir nicht erkennen.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Möchte man z.B. Linux installieren empfiehlt es sich im Bios das CSM (Compatibility Support Module) zu aktivieren. Ansonsten bootet das Mainboard ausschließlich im UEFI Modus.



Testsystem

Wir nutzen im ASRock J3455-ITX beide Arbeitsspeicherbänke und haben zwei 4GB DDR3L-1600 So-Dimm (1,35V) Riegel von Kingston (KVR16LS11/4) verbaut. So kommen wir in den Genuss des Dual-Channel Modus, der vor allem die Leistung der Prozessorgrafik deutlich erhöht.

Wie der größere Bruder erwies sich auch das ASRock Mainboard beim Einsatz von Dual-Channel Arbeitsspeicher als sehr zickig, daher empfehlen wir hier die Kingston KVR16LS11/4, die sich als sehr zuverlässig und kompatibel erwiesen haben. Diese Erfahrung haben wir auch schon mit den Braswell Mainboards gemacht.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Als Systemfestplatte setzen wir auf eine aktuelle Samsung 850 Pro mit 256GB die wir an einen Intel SATA3-Port angeschlossen haben (2 SATA3 Ports werden über die Southbridge an den Prozessor angebunden, 2 weitere SATA3 Ports über einen ASMedia 106x Controller). Der ASMedia Controller ist ziemlich verbeitet und auch nicht schlecht, erfahrungsgemäß sind die eigenen SATA3-Ports aber noch einen Tick schneller.

Ein internes ATX-Netzteil wäre für die beiden Systeme etwas überdimensioniert, weswegen wir uns für einen PicoPSU-90 Spannungswandler (90W) für 33 Euro und für ein Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit 5,5mm/2,5mm Buchse für knapp 14 Euro entschieden haben. Das System ist dann komplett Lüfter- bzw. lautlos.



Netzteil - Intern oder Extern ?

Möchte man einen kleinen und sparsamen PC bauen ist ein internes ATX-Netzteil meistens nicht sinnvoll. Wir empfehlen bei solch sparsamen PCs dann eine PicoPSU-90 mit einem externem 60 oder 70W Netzteil. Bei geringen Lastzuständen sind nämlich selbst sehr effiziente ATX-Netzteile recht ineffizient. Das hatten wir in der Vergangenheit bereits getestet.

Mit einer PicoPSU-90 mit externem Netzteil wie dem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil lassen sich ca. 4-6 Watt einsparen im direkten Vergleich mit einem be quiet! BN256 300W System Power B8 80+ Netzteil. Allerdings ist die Anschaffung dann 14 Euro teurer und bei 8 Stunden Benutzung pro Tag (~12W) dauert es bei einem Strompreis von 0,3 Euro pro Kilowattstunde dann fast 1,5 Jahre bis sich die Mehrinvestition rein rechnerisch lohnt. Da die Nutzungsdauer aber bei den meisten bei mehr als 1,5 Jahren liegt empfehlen wir trotzdem die etwas teurere Variante.

Netter Nebeneffekt eines externen Netzteiles: es ist absolut geräuschlos, während interne ATX-Netzteile in dieser Preisregion immer aktiv gekühlt werden.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Nicht wundern: die PicoPSU-90 nutzt nur einen ATX-20 Stecker, die 4 zusätzlichen Anschlüsse dienen der redundanten Stromversorgung, welche bei kleineren System nicht benötigt wird.



Windows 10

Für Office Arbeiten wie Word, Excel oder Outlook sowie zum Surfen reicht der Intel Celeron J3455 voll aus, ein Unterschied zum ASRock J4205-ITX lässt sich nicht feststellen. Auch einfache Photoshop Tasks können noch ausreichend schnell bewältigt werden, spätestens beim Einsatz von Filtern stößt dieser allerdings an seine Grenzen. Wer täglich mit Photoshop arbeitet sollte daher eher zu einem Prozessor aus Intels Core i Serie greifen.

Der Intel Celeron J3455 ist für den normalen Anwender eine gute Wahl und zudem sehr sparsam. Ein Office Rechner mit geringen 9 Watt Verbrauch im Idle ganz ohne zusätzliche Bios Tweaks. Selbst bei maximaler Auslastung stehen nie mehr als 23 Watt auf dem Messgerät.

Windows 7 wird offiziell nicht mehr unterstützt, da bereits beim Vorgänger der verbaute XHCI-Controller nur mit einem abgeänderten Windows 7 Installationsimage korrekt installiert werden konnte. Aufgrund des neuen Prozessors muss man bei LibreELEC 7 aktuell noch zu einer Alpha/Beta Version greifen und auch OpenMediaVault 3 Beta (Debian 8) funktioniert noch nicht einwandfrei mit den Apollo Lake Prozessoren.



Benchmarks

Zwischen dem Intel Celeron J3455 und dem Intel Pentium J4205 gibt es in den Benchmarks nur geringe Geschwindigkeitsunterschiede. Im Cinebench R15 ist der Intel Celeron J3455 bei CPU und GPU-Berechnungen knapp 10% langsamer als sein großer Bruder.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Konnten die Vorgänger auf Braswell Basis trotz einer geringeren TDP von 6,5 Watt den Turbotakt im Ein- und Mehrkernbetrieb noch dauerhaft halten, ist bei dem Intel Celeron J3455 im Mehrkernbetrieb bei 2,2 GHz Schluss, dies gilt auch wenn nur ein Kern belastet wird. Der Intel Pentium J4205 taktet mit 2,4 GHz unter Belastung aller Kerne, im Einkernbetrieb sind 2,4 bis 2,6 GHz möglich.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Der AIDA64 Stabilitätstest verlief wie schon beim Intel Pentium J4205 ohne Probleme, die CPU erwärmt sich hier auf maximal 66°C (Kerntemperatur). Der Passive Kühlkörper wird maximal 50°C warm.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Durch die AES-Beschleunigung des Prozessors erzielt der Intel Pentium J3455 1,3 GB/s im Truecrypt Benchmark (J4205: 1,4 GB/s). Der Intel Pentium J3710 (Braswell) schaffte hier 1,0 GB/s.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test




Video-Wiedergabe

Das Abspielen von Videos auch mit modernen Codecs bereitet dem System keinerlei Probleme. 4k-Material mit h265 (HEVC) Codec spielt der Intel Celeron J3455 mit maximal 35% Auslastung ab. Alle abgespielten Videos liefen stets ruckel- und fehlerfrei.

Apollo Lake Prozessoren beherrschen neben h264, VC-1 und AVC auch die neuen Codecs h265 (HEVC) in 8 und 10bit sowie Googles freien VP9 Codec. Damit bietet die Plattform Unterstützung für alle modernen Codecs. Während 8bit-Material maximal auf eine Palette 16,7 Millionen Farben (256 Farbabstufungen aller Grundfarben) zurückgreifen kann, sind es bei 10bit-Material 1,07 Milliarden Farben (1024 Farbabstufungen aller Grundfarben).

Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 8bit
ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 10bit - 140 Mbps Max UHD Bandbreite
ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Kodi 17.0 Beta - h264 @ 2160p (4K)
ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test

Bei der Videowiedergabe konnten wir keinen Unterschied zum ASRock J4205-ITX feststellen, weder die auf 12 reduzierten Ausführungseinheiten noch die geringere Taktfrequenz des Prozessors scheinen sich hier negativ auszuwirken. Die maximale Auslastung liegt mit 35% in der Spitze um ca. 5% höher als beim Intel Pentium J4205.



Kühlung und Lautstärke

ASRock verwendet zur Kühlung des Intel Celeron J3455 den gleichen, passiven Kühlkörper wie auch bei den Vorgängern. Obwohl die TDP von 6,5 auf nun 10 Watt angestiegen ist, reicht dieser Kühlkörper aus um den Prozessor ausreichend zu kühlen. Verglichen mit dem ASRock J4205-ITX bleibt das System ca. 3-4 Grad kühler.

ASRock J3455-ITX mit kleinem Apollo Lake Vierkern Prozessor im Test


Da sich auf dem Mainboard kein aktiver Kühlkörper befindet und auch kein Spulenfiepen hörbar ist, agiert das System somit komplett lautlos. Es kommt auf den Verwendungszweck und das gewünschte Gehäuse an ob man zu einem aktiven Gehäuselüfter greifen sollte. Für ein NAS empfiehlt sich z.B. immer eine Kühlung der Datenfestplatten, da Festplatten Temperaturempfindlich sind.



Energieverbrauch

In unserem Testsystem ist ein Intel CeleronJ3455 sowie 2 4GB große DDR3L-Arbeitsspeichermodule (1.35V) von Kingston (KVR16LS11/4) sowie eine 256GB große Samsung 850 Pro verbaut. Die PicoPSU-90 wird von einem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit Energie versorgt.

Zusätzlich haben wir unsere Messwerte aus dem Test des ASRock J4205-ITX gegenübergestellt. Durch die etwas kleinere Grafikeinheit und den reduzierten Takt ist das System ca. 10% langsamer, dafür aber bei maximaler Auslastung auch rund 30% sparsamer !

SituationASRock J3455-ITXASRock J4205-ITX
Windows 10 - Ausgeschaltet2,4 W2,4 W
Windows 10 - Standby2,6 W2,6 W
Windows 10 - Desktop / Leerlauf (Bios-Defaults)8,2 W8,2 W
Windows 10 - Maximale Auslastung22,4 W32,5 W
Windows 10 - Kodi 17.0 Beta h265 HEVC Max13,1 W18,0 W



Fazit

Das ASRock J3455-ITX hat sich im Test so verhalten wie man es erwarten darf: knapp 10% langsamer als das ASRock J4205-ITX und dabei ca. 20 Euro günstiger. Positiv fällt der um 30% geringere Energiebedarf unter maximaler Last auf, bei niedrigen Taktraten sind die Apollo Lake Prozessoren also nochmal deutlich effizienter. Auch bei der Wiedergabe eines h265 HEVC @ 2160p (4K) 10bit Videos mit 140 Mbps Bandbreite in Kodi 17.0 Beta liegt der Energiebedarf des Systemes 30% unter dem des ASRock J4205-ITX.

Gegenüber der Vorgängerarchitektur auf Braswell Basis leisten die Apollo Lake Prozessoren 20-25%, die interne Grafikeinheit sogar durchgängig 25% mehr. Dabei konnte Intel auch die Energieaufnahme im Leerlauf um ca. 3 Watt verbessern.

Zusätzlich beherrschen die neuen Apollo Lake Prozessoren nun Dank aufgebohrter Gen. 9 Intel Grafik auch h265 (HEVC) 10bit sowie Googles VP9 Codec komplett in Hardware und geben so alle modernen Medien auch in 4K-Auflösung flüssig wieder. Außerdem ist die Videoausgabe nun endlich auch via HDMI 2.0 (4K @ 60 Hz) möglich. Das ASRock dafür einen DisplayPort 1.2 auf HDMI 2.0 Konverterchip verbauen musste, zeigt das Intel dieses Thema massiv verschlafen hat. Zum Glück hat ASRock hier mitgedacht und war sich der Notwendigkeit von HDMI 2.0 auf dieser Plattform bewusst.

Wer sich einen modernen Mediaplayer zusammenbauen möchte und dabei auf zukunftssicherheit Wert legt, der macht mit dem ASRock J3455-ITX defintiv nichts falsch. Auch All-In-One Systeme (z.B. NAS und Mediaplayer in einem System) sind Dank der 4 SATA3-Ports problemlos mit dem neuen ASRock J3455-ITX realisierbar. Allerdings muss dazu zuerst sichergestellt sein, dass Linux die neuen Apollo Lake Prozessoren voll unterstützt.

Wir zeigen in unserer neuen Anleitung wie man Ubuntu Linux Server 16.10 installiert und die wichtigsten NAS Grundfunktionen über ein Webinterface konfiguriert. Ubuntu Linux Server 16.10 funktioniert im Gegensatz zu Debian 8.6 Linux auch mit Apollo Lake Systemen einwandfrei.

Den Testbericht des größeren Bruders mit Intel Pentium J4205 Prozessor findet ihr hier.



Komponenten in diesem Test

Hier haben wir noch einmal alle von uns verwendeten Komponenten zusammengefasst.

KomponenteNamePreis
MainboardASRock J3455-ITX 95 Euro
Mainboard (Alternativ)ASRock J4205-ITX 130 Euro

Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4)je 34 Euro

SSDSamsung 850 Pro 256GB134 Euro

SpannungswandlerPicoPSU-9033 Euro
Externes NetzteilSalcar 72W Trafo Transformator Netzteil14 Euro
Internes Netzteil (alternativ)be quiet! BN256 300W System Power B8 80+34 Euro

Gehäuse (Mini-ITX)Cooler Master Elite 120 Advanced48 Euro
ATX-BlendeATX Blende schwarz, aus eloxiertem Aluminium15 Euro
ATX-Blende (alternativ)ATX Blende silber, aus eloxiertem Aluminium15 Euro




37 Kommentare

Von Stefan am 16.02.2017
Technikaffe.de Team

1783 Beiträge
@Loïc: Die Beebox hat einen Kaby-Lake Prozessor.

Von Loïc am 16.02.2017
Registrierter Benutzer

41 Beiträge
Stefan, welche Version der Beebox wird getestet? Wird es von der Beebox auch eine mit Apollo Lake geben?
Freue mich schon auf die Test. Die sind immer sehr detailliert und spannend mit vielen netten Extras.

Von Stefan am 14.02.2017
Technikaffe.de Team

1783 Beiträge
@Loïc: Dennis testet gerade die neue ASRock Beebox. Dort funktioniert HD-Ton sowie 4k unter Kodi Windows einwandfrei, unter LibreELEC gibt es wohl noch Probleme. Er hat ein Firmware-Update des HDMI-Converters durchgeführt (wird von ASRock angeboten), vielleicht gibt es sowas auch für die Apollo Lake NUC. Diese haben wir auch schon da, kommt dann nach der Beebox dran :)

Von Loïc am 14.02.2017
Registrierter Benutzer

41 Beiträge
Hallo Stefan
Habe heute meinen Nuc mit J3455 erhalten.
Leider funktioniert keiner meiner 4K Filme. ff-HEVC wird nur als Software decodiert und das lastest den Kleinen zu 100% aus. Habe die Beta von Libreelec auf NUC.
HD-Ton geht auch (noch?) nicht.

Von Stefan am 18.01.2017
Technikaffe.de Team

1783 Beiträge
@Loïc: Danke für den Link. Also doch der LSPcon Chipsatz. Im Test wurde ja schon erwähnt das HD-Audio aktuell weder unter Windows noch unter LibreELEC / Linux funktioniert. Was mich persönlich etwas enttäuscht ist die eingeschränkte CEC-Funktionalität, so komme ich doch nicht um den PulseEight Adapter herum.

Von Loïc am 18.01.2017
Besucher

Der neue Intel Nuc mit J3455 wurde im englischen Raum schon getestet.

Viel Spass :-)

Von Stefan am 18.01.2017
Technikaffe.de Team

1783 Beiträge
@Loïc: ASRock untersucht das Problem gerade, ich habe da noch keine finale Antwort bekommen.

Neben dem LSPcon Chipsatz den ASRock verbaut, gibt es ja noch den Paradetech PS175 den Intel in der NUC6i7KYK verbaut hat und der wohl auch in den neuen Apollo Lake NUCs drin sein wird. Auch der Paradetech PS175 kann wohl nur normales 5.1 aber kein HD-Audio - so war es jedenfalls bei der NUC6i7KYK.

Von Loïc am 17.01.2017
Besucher

Hallo Stefan
Betreffend dem HDMI 2.0 und HD-Tonformate hast du mal gesagt du würdest es nicht mehr vor Weihnachten schaffen diesem Mangel nach zu gehen. Hast du unterdessen etwas testen bzw herausfinden können? Ab nächster Woche werden ja die neuen NUCS Al lieferbar gemeldet. Wäre echt schade wenns Probleme auch dort gebem würde.

Danke im voraus für deine Hilfe

Von ASRock BEEBOX-S am 09.01.2017
Besucher

@ Rob 87
hier wie Versrochen der Typ der BEEBOX. ASRock BEEBOX-S 1 7200U/B/BB(KBL-U) Mehr steht da nicht drauf, außer die Seriennummer. Die möchte ich aber nicht öffentlich machen.

Gruß
Will

Von Loïc am 07.01.2017
Registrierter Benutzer

41 Beiträge
Hallo

Noch ein Frage betreffend HDMI2.0. Wird HDR-Film in Kodi richtig ausgegeben und vom TV als solchen erkannt und auch dargestellt? Mein MiniX hat da gewisse Probleme.

Hoffentlich wird es mit den HD-Tonspuren und 4k gleichzeitig gehen.

Im Club3D DP-HDMI2.0 Adapter ist doch der gleiche LS-Pcon (MC2800) verbaut und dort funktioniert es

Von ChristianB am 04.01.2017
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
Hallo,
ich habe das Board gekauft, Daphile ausprobiert und möchte meine Erfahrung weiter geben.
Vielleicht kann diese Information später noch jemand gebrauchen.

Beide Versionen von Daphile funktionieren einwandfrei:

16.07-x86_64-rt  ( 64-Bit - mit Echtzeit - Kernel  ?)
sowie
16.12-b171040-x86_64 beta ( 64-Bit - mit Echtzeit - Kernel 4.8)

Andere/ältere Versionen habe ich nicht getestet

Es war notwendig CSM im Bios einzuschalten.


Gruß
Christian

Von Daphile auf J3455-ITX am 02.01.2017
Besucher

Danke Stefan für deine Rückmeldung.
Die Daphile-Version hat den Kernel 4.8. Möglicherweise wird das somit funktioonieren.
Ich habe das Board heute besteltt und werde es testen.
Von dem Ergebnis werde ich dann später berichten. Evtl.wird das jemanden noch interessieren.
Grüße
Christian

Von Stefan am 02.01.2017
Technikaffe.de Team

1783 Beiträge
@ChristianB: Ich selbst kenne Daphile nicht, aber es kommt hier vor allem auf den verwendeten Linux Kernel an. Dieser sollte 4.8 oder neuer sein.

Von ChristianB am 01.01.2017
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
Hallo zusammen,
ich würde gerne auf Besis dieses Boardes bzw. alternativ j3455 einen Musikserver mit Daphile aufbauen.
Wie hoch stehen die Chancen, dass Daphile auf dem Board läuft. Dem Bericht ist zu entnehmen
, dass es mit Linux Probleme geben kann.
Danke und Grüße
Christian

Von Willi am 28.12.2016
Besucher

@ Rob 87
Hi, ich bin erst in zwei Wochen wieder zu Hause. Werde dann mal nachsehen.
Gruß
Willi

Von Scheuni am 28.12.2016
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
@Dennis
Hab es dank eines Tipps im Computerbase Forum hinbekommen.

Der Monitor hat im OSD unter Picture Adjust eine Einstellung "ULTRA HD Deep Color"
Das musste ich Aktivieren.
Wundert mich das ich diese Einstellung bei Signalzuspielung über Display Port bei dem Monitor nicht vornehmen musste um auf 60 hz zu kommen.

Von Rob87 am 28.12.2016
Besucher

Hallo Willi,

"Ich habe an meiner Beebox-s am DisplayPort mal einen Club Adapter "DisplayPort 1.2 auf HDMI 2.0 (4K 60Hz UHD)" angeschlossen und siehe da, alle Tonformate gehen, auch DTS DH und Dolby True HD Atmos."

Ich hoffe du liest das nochmal und kannst den genauen Typ deiner beebox Posten?

Von Dennis am 21.12.2016
Technikaffe.de Team

998 Beiträge
@Scheuni:

Ich habe die Geräte auch hier und gucke mir das an, vor Weihnachten wird das aber wohl nichts mehr.

Gruß
Dennis

Von Scheuni am 21.12.2016
Besucher

Ich bekomme unter Windows 10 64bit nur 30hz zur Auswahl.
Intel Treiber 21.20.16.4534
Über HDMI an einem LG 27UD68-W bei 3840 x 2160

Gibt es da nen Trick um auf 60hz Stellen zu können?
Geht das bei irgend jemandem?

Von smack am 20.12.2016
Besucher

@fritsch:

Man spricht deutsch ;) .... Bringst Du mehr Builds raus? Milhouse ist ja schon auf Kodi 18 ausgewischen.... Und Libreelec hat die neueste Beta von Kodi 17 noch nicht veröffentlicht....

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Kodi 18 und 17? Macht es Sinn da auf die Builds von Milhouse zu gehen?

@Technikaffe:

wie immer top bericht

Weitere 17 Kommentare anzeigen
Diesen Artikel kommentieren:



  • Feedback
  • kurze, artikelbezogene Fragen





  • Hilfestellung bei Problemen
  • Fragen zu ähnlichen Themen




Ähnliche Artikel
Es geht wieder los, die neue Generation der Mini PCs kommt nach und nach auf den Markt und wir werden in den kommenden Wochen die beliebtesten Vertreter testen. Starten tun wir heu..
Die neuen Intel Kaby-Lake Prozessoren sind jetzt auch für den Desktop erhältlich. Zeitgleich wurden auch die neuen Intel H/Z270 Chipsätze vorgestellt. Wir möcht..
Heute mal wieder etwas aus dem Bereich Türklingeln. Mit der SIMBR Funk-Türklingel BD-009 testen wir heute eine kleine günstige Türklingel, die Dank der Verbindung über Funk an..
Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.