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ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Mit dem ASRock J4205-ITX testen wir das erste Mainboard auf dem einer von Intels neuen Apollo Lake Prozessoren verbaut ist. Diese basieren auf der Goldmont Architektur und treten die Nachfolge von Braswell an. Schon im Vorfeld sprach Intel von einer enormen Leistungssteigerung bei gleicher Taktfrequenz von bis zu 30%.

Die maximalen Turbo-Taktraten sind zumindest beim ASRock J4205-ITX mit 2,6 GHz identisch mit dem Vorgängermodell, Intel hat aber für die nähere Zukunft Prozessoren mit deutlich höheren Taktraten in Aussicht gestellt.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Das ASRock J4205-ITX löst das ASRock J3710-ITX ab, welches erst kürzlich als Braswell Refresh erschienen war und einen Prozessor mit Taktraten bis zu 2,64 GHz bietet. Im direkten CPU-Vergleich ist der auf dem ASRock J4205-ITX verbaute Intel Pentium J4205 ca. 20% schneller als das Vorgängermodell.

Das kann sich sehen lassen, denn beide Architekturen werden im 14 nm Verfahren gefertigt, so dass die Mehrleistung bei gleichem Takt auf eine reine IPC (Instructions-per-Cycle)-Verbesserung zurückzuführen ist. Dabei besitzt der Intel Pentium J4205 ein TDP-Budget von 10 Watt, wobei der Vorgänger noch mit 6,5 Watt auskommen musste. In der Praxis ist der TDP-Anstieg nicht spürbar, die Abwärme ist ca. identisch mit dem Vorgängermodell auf Braswell Basis.

AES-Ni zum Verschlüsseln von Dateien via Hardware wird wie auch bei der Vorgängerarchitektur unterstützt. Die neue Intel HD Graphics 505 basiert auf Intels 9. GPU-Generation die bereits in den Skylake Prozessoren verbaut wird. Wichtiger Unterschied: h.265 (HEVC) wird nun auch in 10bit voll via Hardware berechnet, ebenso Googles freier VP-9 Codec. Das kann bei den größeren Intel Prozessoren erst die gerade vorgestellte Kaby Lake Architektur, Skylake musste hier passen.



Mainboard mit HDMI 2.0

Das ASRock J4205-ITX verfügt über 6 USB 2.0 und 4 USB 3.0 Anschlüsse, wovon aber nur 2x USB 2.0 und 2x USB 3.0 direkt über die I/O-Blende nutzbar sind.

Das Vorgängermodell ASRock J3710-ITX besaß mit 4 USB 3.0 Ports 2 mehr als der Nachfolger. Immerhin dürfen die Front-USB 3.0 Ports nun parallel zu denen in der I/O-Blende verwendet werden, so dass am Ende wieder 4 USB 3.0 Ports zur Verfügung stehen. Zudem finden sich 4 SATA3 Ports, von denen zwei direkt an die Intel CPU angebunden sind und weitere zwei über einen ASMedia ASM1061 Controller. Alle Ports unterstützen NCQ, AHCI und Hot-Plug.


ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit


Das Highlight des neuen Mainboards ist der HDMI 2.0 Anschluss, der eine Auflösung von 4K x 2K (4096x2160) @ 60Hz ermöglicht. Dabei unterstützen Intels neue Apollo Lake Prozessoren offiziell HDMI 2.0 gar nicht.

ASRock bedient sich hier eines Tricks, den Intel selbst schon bei der Intel NUC6i7KYK angewendet hatte: ein spezieller Display-Port Chip versorgt den HDMI-Port mit Daten. Zusammen mit der Fähigkeit alle neuen Codecs in Hardware zu berechnen, eignet sich das ASRock J4205-ITX daher als Premium-Mediaplayer der nahezu alle Medien flüssig in 4K-Auflösung über HDMI ausgeben kann.

Es lassen sich insgesamt 3 Monitore zeitgleich und digital an die Grafikeinheit anzubinden. Über den M.2 Slot darf bei Bedarf eine W-Lan Karte nachgerüstet werden. In Frage kommt hier z.B. die Intel Dual Band Wireless 8260 mit max. 867 Mbps für 19 Euro.

MainboardHDMIDisplayPortDVIVGA
ASRock J4205-ITX
(Apollo Lake)
1x 2.0
4096x2160 @ 60Hz
--
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
1x D-Sub
2048x1536 @ 60 Hz
ASRock J3710-ITX
(Braswell Refresh)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--
ASRock N3700-ITX
(Braswell)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--


Neben der internen "Gen9" Grafik mit 18 Ausführungseinheiten kann das Mainboard mit DDR3/DDR3L-1866 umgehen. Damit limitiert ASRock den Prozessor unnötig, denn theoretisch können die neuen Apollo Lake Prozessoren auch mit DDR4-2400 Arbeitsspeicher umgehen. Die PCIe Anbindung hat sich von PCIe 2.0 x4 (Braswell) auf PCIe 2.0 x6 nur geringfügig verbessert.



Bios

Die zum Testzeitpunkt aktuellste Version 1.10 lief stabil, das Bios war ASRock typisch klar strukturiert, die Einstellmöglichkeiten sind aber auf ein Minimum reduziert. Alle wichtigen Basiseinstellungen wie z.B. Energiesparstufen oder Wake-On-Lan lassen sich aber festlegen. Besonders hervorzuheben ist die Bios-Update Funktion via Internet. ASRock erlaubt hier das Update des Bios direkt per Funktion aus dem Bios heraus, was sehr komfortabel ist.

Wie bei fast allen ASRock Mainboards muss für das Wake-On-Lan (WOL) Feature die Option "PCIE Devices Power on" aktiviert werden". Diese ist vor allem für NAS Systeme interessant und funktioniert zuverlässig.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Bereits seit Braswell findet sich die "Power Gear" genannte Funktion im Bios. Hier lässt sich neben dem "Normal Mode" auch ein "Eco Mode" bzw. "Sport Mode" auswählen. Während sich die Leistung im "Normal Mode" nicht vom "Sport Mode" unterscheidet, wird im "Eco Mode" die maximale Taktfrequenz im Mehrkernbetrieb reduziert.

Für uns erschließt sich der Sinn des Eco Mode allerdings nicht, da das System dann dementsprechend länger rechnen muss - das wird in der Praxis eventuell sogar mehr Energie verbrauchen als im Normal Mode. So haben wir im Cinebench R15 Mehrkern Benchmark zwar 9% Energie eingespart, die Leistung lag dabei aber ganze 20% unter den zwei anderen Modi. Wir halten Power Gear daher für eine nette Spielerei - einen echten Nutzen konnten wir nicht erkennen.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Möchte man z.B. Linux installieren empfiehlt es sich im Bios das CSM (Compatibility Support Module) zu aktivieren. Ansonsten bootet das Mainboard ausschließlich im UEFI Modus.



Testsystem

Wir nutzen im ASRock J4205-ITX beide Arbeitsspeicherbänke und haben zwei 4GB DDR3L-1600 So-Dimm (1,35V) Riegel von Kingston (KVR16LS11/4) verbaut. So kommen wir in den Genuss des Dual-Channel Modus, der vor allem die Leistung der Prozessorgrafik deutlich erhöht.

Leider erwies sich das ASRock Mainboard beim Einsatz von Dual-Channel Arbeitsspeicher als sehr zickig, daher empfehlen wir hier die Kingston KVR16LS11/4, die sich als sehr zuverlässig und kompatibel erwiesen haben. Diese Erfahrung haben wir auch schon mit den Braswell Mainboards gemacht.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Als Systemfestplatte setzen wir auf eine aktuelle Samsung 850 Pro mit 256GB die wir an einen Intel SATA3-Port angeschlossen haben (2 SATA3 Ports werden über die Southbridge an den Prozessor angebunden, 2 weitere SATA3 Ports über einen ASMedia 106x Controller). Der ASMedia Controller ist ziemlich verbeitet und auch nicht schlecht, erfahrungsgemäß sind die eigenen SATA3-Ports aber noch einen Tick schneller.

Ein internes ATX-Netzteil wäre für die beiden Systeme etwas überdimensioniert, weswegen wir uns für einen PicoPSU-90 Spannungswandler (90W) für 33 Euro und für ein Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit 5,5mm/2,5mm Buchse für knapp 14 Euro entschieden haben. Das System ist dann komplett Lüfter- bzw. lautlos.



Netzteil - Intern oder Extern ?

Möchte man einen kleinen und sparsamen PC bauen ist ein internes ATX-Netzteil meistens nicht sinnvoll. Wir empfehlen bei solch sparsamen PCs dann eine PicoPSU-90 mit einem externem 60 oder 70W Netzteil. Bei geringen Lastzuständen sind nämlich selbst sehr effiziente ATX-Netzteile recht ineffizient. Das hatten wir in der Vergangenheit bereits getestet.

Mit einer PicoPSU-90 mit externem Netzteil wie dem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil lassen sich ca. 4-6 Watt einsparen im direkten Vergleich mit einem be quiet! BN256 300W System Power B8 80+ Netzteil. Allerdings ist die Anschaffung dann 14 Euro teurer und bei 8 Stunden Benutzung pro Tag (~12W) dauert es bei einem Strompreis von 0,3 Euro pro Kilowattstunde dann fast 1,5 Jahre bis sich die Mehrinvestition rein rechnerisch lohnt. Da die Nutzungsdauer aber bei den meisten bei mehr als 1,5 Jahren liegt empfehlen wir trotzdem die etwas teurere Variante.

Netter Nebeneffekt eines externen Netzteiles: es ist absolut geräuschlos, während interne ATX-Netzteile in dieser Preisregion immer aktiv gekühlt werden.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Nicht wundern: die PicoPSU-90 nutzt nur einen ATX-20 Stecker, die 4 zusätzlichen Anschlüsse dienen der redundanten Stromversorgung, welche bei kleineren System nicht benötigt wird.



Windows 10

Für Office Arbeiten wie Word, Excel oder Outlook sowie zum Surfen reicht der Intel Pentium J4205 voll aus. Auch einfache Photoshop Tasks können noch ausreichend schnell bewältigt werden, spätestens beim Einsatz von Filtern stößt dieser allerdings an seine Grenzen. Wer täglich mit Photoshop arbeitet sollte daher eher zu einem Prozessor aus Intels Core i Serie greifen.

Gegenüber dem Vorgängermodell mit Intel Pentium J3710 arbeitet der neue Intel Pentium 4205 ca. 20% schneller. Dies ist aber im Alltag nicht spürbar, denn schon der Vorgänger war für normale Aufgaben ausreichend schnell.

Der Intel Pentium J4205 ist für den normalen Anwender eine gute Wahl und zudem sehr sparsam. Ein Office Rechner mit geringen 11 Watt Verbrauch im Idle ganz ohne zusätzliche Bios Tweaks. Selbst bei maximaler Auslastung stehen nie mehr als 26 Watt auf dem Messgerät.

Windows 7 wird offiziell nicht mehr unterstützt, da bereits beim Vorgänger der verbaute XHCI-Controller nur mit einem abgeänderten Windows 7 Installationsimage korrekt installiert werden konnte. Aufgrund des neuen Prozessors ist es uns nicht möglich gewesen LibreELEC 7 zu starten, auch OpenMediaVault 3 Beta (Debian 8) funktioniert noch nicht einwandfrei mit den Apollo Lake Prozessoren.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

In OMV 3.0 Beta ist die Auslastung des Systems im Leerlauf extrem hoch. Das System ist dabei sehr langsam, schon die Installation dauert ca. 1 Stunde. Hier scheint es noch massiv Probleme zwischen Linux und den neuen Apollo Lake Prozessoren zu geben.



Benchmarks

Die Rechenleistung der internen Prozessorgrafik hat sich laut Cinebench R15 um fast 25% erhöht. Die CPU-Leistung konnte Intel im Vergleich zum Vorgänger um ca. 20% erhöhen. Das Benchmarktool AIDA64 unterstützt die neuen Apollo Lake Prozessoren noch nicht.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Konnten die Vorgänger trotz einer geringeren TDP von 6,5 Watt den Turbotakt im Ein- und Mehrkernbetrieb noch dauerhaft halten, ist bei dem Intel Pentium J4205 im Mehrkernbetrieb bei 2,4 GHz Schluss, im Einkernbetrieb schwankt der Turbotakt zwischen 2,4 und 2,6 GHz.

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Der AIDA64 Stabilitätstest verlief ohne Probleme, die CPU erwärmt sich hier auf maximal 70°C (Kerntemperatur). Der Passive Kühlkörper wird maximal 52°C warm. Anfassen sollte man den Kühlkörper dann nicht mehr.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Auch die aktuellste Version 1.7.7 von CPU-Z erkannte das System noch nicht fehlerfrei, so zeigte es stets die Taktfrequenz im Leerlauf an. Unter Last veränderte sich die CPU-Z Anzeige nicht.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit


Durch die AES-Beschleunigung des Prozessors erzielt der Intel Pentium J4205 1,4 GB/s im Truecrypt Benchmark. Der Intel Pentium J3710 (Braswell) schaffte hier 1,0 GB/s.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit




Video-Wiedergabe

Das Abspielen von Videos auch mit modernen Codecs bereitet dem System keinerlei Probleme. 4k-Material mit h265 (HEVC) Codec spielt der Intel Pentium J4205 mit maximal 30% Auslastung ab. Alle abgespielten Videos liefen stets ruckel- und fehlerfrei.

Apollo Lake Prozessoren beherrschen neben h264, VC-1 und AVC auch die neuen Codecs h265 (HEVC) in 8 und 10bit sowie Googles freien VP9 Codec. Damit bietet die Plattform Unterstützung für alle modernen Codecs. Während 8bit-Material maximal auf eine Palette 16,7 Millionen Farben (256 Farbabstufungen aller Grundfarben) zurückgreifen kann, sind es bei 10bit-Material 1,07 Milliarden Farben (1024 Farbabstufungen aller Grundfarben).

Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 8bit
ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 10bit - 140 Mbps Max UHD Bandbreite
ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Kodi 17.0 Beta - h264 @ 2160p (4K)
ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit



Kühlung und Lautstärke

ASRock verwendet zur Kühlung des Intel Pentium J4205 den gleichen, passiven Kühlkörper wie auch bei den Vorgängern. Obwohl die TDP von 6,5 auf nun 10 Watt angestiegen ist, reicht dieser Kühlkörper aus um den Prozessor ausreichend zu kühlen.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit


Da sich auf dem Mainboard kein aktiver Kühlkörper befindet und auch kein Spulenfiepen hörbar ist, agiert das System somit komplett lautlos. Es kommt auf den Verwendungszweck und das gewünschte Gehäuse an ob man zu einem aktiven Gehäuselüfter greifen sollte. Für ein NAS empfiehlt sich z.B. immer eine Kühlung der Datenfestplatten, da Festplatten Temperaturempfindlich sind.



Energieverbrauch

In unserem Testsystem ist ein Intel Pentium J4205 sowie 2 4GB große DDR3L-Arbeitsspeichermodule (1.35V) von Kingston (KVR16LS11/4) sowie eine 256GB große Samsung 850 Pro verbaut. Die PicoPSU-90 wird von einem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit Energie versorgt.

Um euch einen schnellen Eindruck über den Verbrauch zu geben, haben wir das Vorgängermodell ASRock N3710-ITX mit aufgenommen. Die Energieaufnahme gegenüber dem Vorgängermodell hat sich in allen Punkten verbessert. Vor allem der Verbrauch im Leerlauf hat sich durch den nochmals reduzierten Basistakt deutlich verbessert.

SituationASRock J4205-ITXASRock N3710-ITX
Windows 10 - Ausgeschaltet2,4 W3,1 W
Windows 10 - Standby2,6 W3,6 W
Windows 10 - Desktop / Leerlauf (Bios-Defaults)8,2 W11,4 W
Windows 10 - Maximale Auslastung32,5 W--
Windows 10 - Kodi 17.0 Beta h265 HEVC Max18,0 W--



Fazit

Mit dem ASRock J4205-ITX haben wir das erste Mainboard auf dem ein Intel Apollo Lake Prozessor verbaut ist, getestet. Neben einer CPU-Mehrleistung von ca. 20% sowie einer GPU-Verbesserung von runden 25% verglichen mit dem Vorgänger auf Braswell Architektur hat sich zusätzlich auch die Energieaufnahme im Leerlauf um ca. 3 Watt verbessert.

Zusätzlich beherrschen die neuen Apollo Lake Prozessoren nun Dank aufgebohrter Gen. 9 Intel Grafik auch h265 (HEVC) 10bit sowie Googles VP9 Codec komplett in Hardware und geben so alle modernen Medien auch in 4K-Auflösung flüssig wieder. Außerdem ist die Videoausgabe nun endlich auch via HDMI 2.0 (4K @ 60 Hz) möglich. Das ASRock dafür einen DisplayPort 1.2 auf HDMI 2.0 Konverterchip verbauen musste, zeigt das Intel dieses Thema massiv verschlafen hat. Zum Glück hat ASRock hier mitgedacht und war sich der Notwendigkeit von HDMI 2.0 auf dieser Plattform bewusst.

Wer sich einen modernen Mediaplayer zusammenbauen möchte und dabei auf zukunftssicherheit Wert legt, der macht mit dem ASRock J4205-ITX unser Meinung nach nichts falsch. Auch All-In-One Systeme (z.B. NAS und Mediaplayer in einem System) sind Dank der 4 SATA3-Ports problemlos mit dem neuen ASRock J4205-ITX realisierbar. Allerdings muss dazu zuerst sichergestellt sein, dass Linux die neuen Apollo Lake Prozessoren voll unterstützt.

Alternativ empfehlen wir euch unseren Test zum ASRock J3455-ITX mit Intel Celeron J3455 Apollo Lake Prozessor. Dieses System ist bis auf den Prozessor identisch zum ASRock J4205.



Komponenten in diesem Test

Hier haben wir noch einmal alle von uns verwendeten Komponenten zusammengefasst.

KomponenteNamePreis
MainboardASRock J4205-ITX 125 Euro
Mainboard (Alternative)ASRock J3455-ITX 96 Euro

Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4)je 32 Euro

SSDSamsung 850 Pro 256GB144 Euro

SpannungswandlerPicoPSU-9033 Euro
Externes NetzteilSalcar 72W Trafo Transformator Netzteil14 Euro
Internes Netzteil (alternativ)be quiet! BN256 300W System Power B8 80+34 Euro

Gehäuse (Mini-ITX)Cooler Master Elite 120 Advanced48 Euro
ATX-BlendeATX Blende schwarz, aus eloxiertem Aluminium15 Euro
ATX-Blende (alternativ)ATX Blende silber, aus eloxiertem Aluminium15 Euro




128 Kommentare

Von backslash am 26.02.2017
Registrierter Benutzer

3 Beiträge
@Vienna: Lösche mal die BIOS (CMOS) Einstellungen über den Jumper auf dem Mainboard wie im Handbuch beschrieben. Bei mir hat das geholfen. Das BIOS/BOARD scheint jetzt stabil zu laufen. Ich konnte davor trotz korrekter Einstellungen im BIOS nicht den Rechner über die Fernbedienung aus dem Standby wecken. Nun geht das trotz identischer Einstellungen.

Von Vienna am 23.02.2017
Registrierter Benutzer

7 Beiträge
@backslash
Ich habe das gleiche problem with bios wie due es beschrieben hast, letzte bios update,
Gr vienna

Von Stefan am 23.02.2017
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@backslash: Die Accounts sind unterschiedlich.

Von backslash am 23.02.2017
Registrierter Benutzer

3 Beiträge
Eine Frage: Hängt sich das BIOS von dem Board bei euch auch manchmal auf wenn ihr die ein oder andere Einstellungen verändert? Ich habe das aktuellste BIOS installiert...

Andre Frage: Die Accounts für die Kommentare und das Forum sind unterschiedlich? D.h. für das Forum benötige ich einen zusätzlichen Account?

Von Dennis am 18.02.2017
Technikaffe.de Team

1006 Beiträge
@Andrew:

Nein, dies ist nur ein Ausgang.

Gruß
Dennis

Von Andrew am 18.02.2017
Besucher

Super ausführlicher Artikel!

Kann der Toslink Anschluss an der Soundkarte auch zum Empfangen verwendet werden ?

lg
Andre

Von Stefan am 13.02.2017
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Martin: Die Grafikkarte wird dir sicherlich eine ordentliche Verbesserung bescheren. Ich habe allerdings bisher keine dedizierte Grafikkarte auf den Apollo-Lake Boards benutzt, kann dazu also leider nicht mehr schreiben.

Von Martin am 13.02.2017
Besucher

@Raphael. (16.01)
Bei mir lag es am RAM. Beide Sticks neu gekauft und beide leider defekt gewesen. Hat mich viel Zeit gekostet da ich keinen alternativen RAM hatte und echt nicht davon ausgegangen bin das direkt beide defekt sind.

Eine andere Frage. Das Teil läuft. Bin auch soweit zufrieden. Ein Paar games laufen, leider ist eins meiner Lieblingsspile nur in Low Detail Bereich spielbar. Ich weiß es ist kein gaming PC aber ich wollte Mal nachfragen ob diese Grafikkarte https://www.zotac.com/us/product/graphics_card/gt-710-1gb-pcie-x-1 eventuell doch noch was herausholen könnte. Hier Mal die Systemanforderungen vom Spiel:
Minimale Systemanforderungen

Betriebssystem: Windows Vita / 7 / 8
Prozessor: Core i7 870 oder besser
Arbeitsspeicher: 2 GByte
Grafikkarte: Karte mit mindestens 1 GByte Videospeicher
Festplatte: 10 GByte freier Platz
DirectX: 9.0c
Empfohlene Systemanforderungen

Betriebssystem: Windows Vita / 7 / 8
Prozessor: Core i7 2600 oder besser
Arbeitsspeicher: 4 GByte
Grafikkarte: Karte mit mindestens 1,5 GByte Videospeicher
Festplatte: 10 GByte freier Platz
DirectX: 9.0c

Vielen Dank für den Super Support von allen und vorallem dir Stefan

Von backslash am 11.02.2017
Registrierter Benutzer

3 Beiträge
Was für ein Brett! Dank euch bin ich auf dieses geniale Board aufmerksam geworden und bin gerade dabei meinen vorhandenen HTPC/Fileserver damit zu aktualisieren. Im Grunde hat das ASRock J4205 mein sieben Jahre altes Gigabyte GA-MA785GMT-UDH2 samt Athlon II X2 x240e abgelöst welches bis zuletzt einwandfrei funktioniert hat. Das vorhandene Gehäuse samt 330 Watt Netzteil und Platten verwende ich erstmal weiter, auch wenn das Netzteil überdimensioniert ist für die Konfiguration. Zusätzlich habe ich Windows 7 samt Windows Media Center durch LibreELEC ersetzt, welches mit der aktuell vorliegenden Beta v7.95.3 das ASRock J4205 einwandfrei unterstützt. Sämtliche Videoformate werden hardwarebeschleunigt und völlig flüssig wiedergegeben. Die Unterstützung hängt einfach am Linux Kernel und jede Linux Distribution welche auf einen recht aktuellen Kernel setzt, dürfte auf dem Board einwandfrei laufen. Das ist leider weder bei OMV noch bei OpenELEC der Fall. Tvheadend läuft auch schon mit der vorhandenen Dual DVB-T PCIe-Karte reibungslos. Die DVB-T Karte fliegt aber die Tage raus und wird dann durch zwei DVB-T2 Sticks abgelöst. Perspektivisch hätte ich gerne eine Kombination aus LibreELEC und einem vollwertigen NAS. Aktuell bin ich damit beschäftigt die Platten bzw. LibreELEC an sich zum schlafen bzw. zum selbstständigen Aufwachen zu bewegen sobald eine Aufzeichnung ansteht, aber da ich absoluter Linux Noob bin, stehe ich hier noch völlig am Anfang. Danke für die tollen Anleitungen und die super Seite!

Von PMShodan am 07.02.2017
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Ich habe mir einen Rechner auf Basis des J4205 gebaut, mit den empfohlenen 2x Kingston KVR16LS11/4 und einer SSD (Crucial MX300) und einer normalen Harddisk (Seagate Barracuda ST2000LM015).

Soweit geht alles, aber ich habe ein Problem: Die normale Harddisk geht unter Windows 10 nicht in den Standby! Egal welche Werte ich ich im Energiesparplan unter "Festplatte ausschalten nach" einstelle, die Platte geht niemals schlafen.

Das BIOS ist aktuell (1.20), im BIOS finde ich keinen Eintrag, um den SATA Standby irgendwie zu beeinflussen. Ich habe bereits SATA2 und SATA3 ausprobiert, da SATA1-2 und SATA3-4 ja unterschiedliche Controller sind. Unter Windows ist der "Standardmäßige SATA AHCI-Controller" aktiv, einen anderen Treiber gibts es anscheinend nicht. Ich habe all Treiber der Asrock Seite probiert, alle Treiber in Windows aktualisiert und am Ende sogar in meiner Verzweiflung auf der Intel Seite die passenden Treiber des ebenfalls Apollo Lake basierten NUC (NUC6CAYH) ausprobiert. Es gibt keine Prozesse, die auf das Laufwerk zugreifen und daher auch keinen Grund, warum die Festplatte nicht in den Standby geht.

HELP! Kann mir noch jemand eine Idee liefern, das ganze selbst ausprobieren oder bestätigen?

Von Marc am 04.02.2017
Besucher

@Joshua: Ja das Cooler Master Elite 110 geht definitiv, ich habe mit damit letzte Woche mit diesem Board, 2 HDDs und 1 SSD eine Debian-Server aufgebaut. Für Deinen Zweck ist da Platz genug.

Von Stefan am 29.01.2017
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Joshua: Ja das Cooler Master Elite 110 sollte auch gehen.

Von Joshua am 29.01.2017
Besucher

Hallo Technikaffe Team,

wäre das Cooler Master Elite 110 bei geplanter Verwendung als Mediaplayer (Libreelec/Windows10), "nur" einer SSD und Einsatz des BeQuiet ATX Netzteils nicht auch geeignet? Oder muss es aus irgendwelchen Gründen das Elite 120 sein?

Vielen Dank im Voraus!

Von Vienna am 28.01.2017
Registrierter Benutzer

7 Beiträge
Hallo an all Besitzer und user von Asrock j4205,
Bitte um support, da ich mehr über die Problemen mit dem MB lesen kann als üblich ist, deshalb bin noch immer nich ganz entschlossen HTPC auf basis von J4205 zu bauen.


1. Kann ein dualboot eingerichtet werden; Ubuntu 16.04 LTS und danach W7 (ohne Problematik mit der Treiber für USB Maus, Tastatur, etc.)?

2. Funktioniert das WOL, Scenario:

a) Filme abspielen - Kodi/HDMI/TV oder Kodi/HDMI/Oppo 105D/split to TV/Video/HDMI und HIFI/Audio/XLR

b) Musik abspielen - Jriver/USB oder LAN/Oppo 105D/XLR/Parasound

Kodi und Jriver über Ipad per app steuern, anschließend HTPC auf standbby umschalten.

c) HDD für das interne Netzwerk (3 PC´s) freigeben, OS (W7 oder Ubuntu 16.04) soll sich selbst auf standby umschalten wenn nicht mehr im Netzwerk angesprochen wird

Anschließend den HTPC, per Ipad (Kodi, Jriver app), im Netzwerk Zugriff auf HDD, oder Maus/Tastatur Verwendung, aus dem Standby Modus erwecken.

3. Im welchen Modus S? Modus kann das realiziert werden?

4. Werde ich durch WOL das Problem mit dem HDMI Handshake (TV, Oppo) haben (einige User haben berichtet dass ein zweites cold startup (boot) notwendig wird.

Vielen Dank und Grüße
Anton

Von Stefan am 27.01.2017
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Trutz: Das kann ich dir nicht beantworten, sobald wir die NUC da haben wird aber natürlich alles getestet.

Von Trutz am 27.01.2017
Besucher

@Stefan, all: Es ist ein trauerspiel mit dem HDMI-CEC. Wenn die NUC das Ein- und Aus-schalten unterstützt, dann müssten doch alle anderen Funktionen per Software nachgerüstet werden können. Bei CEC handelt es sich doch um ein Single-Wire Bus sprich, alle Funktionen werden in ein Protokoll gesteckt und übertragen. Und solch eine Software müsste doch im GraKa-Treiber zu finden sein, oder sehe ich hier irgendetwas falsch?
Grüße,Trutz

Von Stefan am 26.01.2017
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Trutz: Nein es wird kein HDMI-CEC unterstützt. Die neue Intel Apollo Lake NUC hat auch nur ein sehr limitiertes CEC, nämlich ein- und ausschalten (ansonsten werden keine Tasten weitergeleitet).

Von Trutz am 26.01.2017
Besucher

Hi Stefan, auch wenn hier die Frage schon mal gestellt wurde und für nicht alle so interessant, unterstützen die Asrock HDMI 2.0 Boards HDMI CEC? So wie laut nucbolg das neue Apollo Lake NUC tuen solle? Könnte die Antwort in den Kommentaren nicht finden.
Grüße

Von Vienna am 22.01.2017
Registrierter Benutzer

7 Beiträge
Hallo,
bitte um Meinung.
1. Kann ein dualboot eingerichtet werden; Ubuntu 16.04 LTS und danach W7 (ohne Problematik mit der Treiber für USB Maus, Tastatur, etc.)?

2. Funktioniert das WOL, Scenario:

a) Filme abspielen - Kodi/HDMI/TV oder Kodi/HDMI/Oppo 105D/split to TV/Video/HDMI und HIFI/Audio/XLR

b) Musik abspielen - Jriver/USB oder LAN/Oppo 105D/XLR/Parasound

Kodi und Jriver über Ipad per app steuern, anschließend HTPC auf standbby umschalten.

c) HDD für das interne Netzwerk (3 PC´s) freigeben, OS (W7 oder Ubuntu 16.04) soll sich selbst auf standby umschalten wenn nicht mehr im Netzwerk angesprochen wird

Anschließend den HTPC, per Ipad (Kodi, Jriver app), im Netzwerk Zugriff auf HDD, oder Maus/Tastatur Verwendung, aus dem Standby Modus erwecken.

3. Im welchen Modus S? Modus kann das realiziert werden?

4. Werde ich durch WOL das Problem mit dem HDMI Handshake (TV, Oppo) haben (einige User haben berichtet dass ein zweites cold startup (boot) notwendig wird.

Vielen Dank und Grüße
Anton

Von Stefan am 17.01.2017
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Viamaster: Ja ich habe das Board noch hier (wir kaufen schon seit geraumer Zeit 95% der hier vorgestellten Hardware selbst und verzichten auf Testmuster).

Lochabstand: 56 x 44 mm

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.