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ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Mit dem ASRock J4205-ITX testen wir das erste Mainboard auf dem einer von Intels neuen Apollo Lake Prozessoren verbaut ist. Diese basieren auf der Goldmont Architektur und treten die Nachfolge von Braswell an. Schon im Vorfeld sprach Intel von einer enormen Leistungssteigerung bei gleicher Taktfrequenz von bis zu 30%.

Die maximalen Turbo-Taktraten sind zumindest beim ASRock J4205-ITX mit 2,6 GHz identisch mit dem Vorgängermodell, Intel hat aber für die nähere Zukunft Prozessoren mit deutlich höheren Taktraten in Aussicht gestellt.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Das ASRock J4205-ITX löst das ASRock J3710-ITX ab, welches erst kürzlich als Braswell Refresh erschienen war und einen Prozessor mit Taktraten bis zu 2,64 GHz bietet. Im direkten CPU-Vergleich ist der auf dem ASRock J4205-ITX verbaute Intel Pentium J4205 ca. 20% schneller als das Vorgängermodell.

Das kann sich sehen lassen, denn beide Architekturen werden im 14 nm Verfahren gefertigt, so dass die Mehrleistung bei gleichem Takt auf eine reine IPC (Instructions-per-Cycle)-Verbesserung zurückzuführen ist. Dabei besitzt der Intel Pentium J4205 ein TDP-Budget von 10 Watt, wobei der Vorgänger noch mit 6,5 Watt auskommen musste. In der Praxis ist der TDP-Anstieg nicht spürbar, die Abwärme ist ca. identisch mit dem Vorgängermodell auf Braswell Basis.

AES-Ni zum Verschlüsseln von Dateien via Hardware wird wie auch bei der Vorgängerarchitektur unterstützt. Die neue Intel HD Graphics 505 basiert auf Intels 9. GPU-Generation die bereits in den Skylake Prozessoren verbaut wird. Wichtiger Unterschied: h.265 (HEVC) wird nun auch in 10bit voll via Hardware berechnet, ebenso Googles freier VP-9 Codec. Das kann bei den größeren Intel Prozessoren erst die gerade vorgestellte Kaby Lake Architektur, Skylake musste hier passen.



Mainboard mit HDMI 2.0

Das ASRock J4205-ITX verfügt über 6 USB 2.0 und 4 USB 3.0 Anschlüsse, wovon aber nur 2x USB 2.0 und 2x USB 3.0 direkt über die I/O-Blende nutzbar sind.

Das Vorgängermodell ASRock J3710-ITX besaß mit 4 USB 3.0 Ports 2 mehr als der Nachfolger. Immerhin dürfen die Front-USB 3.0 Ports nun parallel zu denen in der I/O-Blende verwendet werden, so dass am Ende wieder 4 USB 3.0 Ports zur Verfügung stehen. Zudem finden sich 4 SATA3 Ports, von denen zwei direkt an die Intel CPU angebunden sind und weitere zwei über einen ASMedia ASM1061 Controller. Alle Ports unterstützen NCQ, AHCI und Hot-Plug.


ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit


Das Highlight des neuen Mainboards ist der HDMI 2.0 Anschluss, der eine Auflösung von 4K x 2K (4096x2160) @ 60Hz ermöglicht. Dabei unterstützen Intels neue Apollo Lake Prozessoren offiziell HDMI 2.0 gar nicht.

ASRock bedient sich hier eines Tricks, den Intel selbst schon bei der Intel NUC6i7KYK angewendet hatte: ein spezieller Display-Port Chip versorgt den HDMI-Port mit Daten. Zusammen mit der Fähigkeit alle neuen Codecs in Hardware zu berechnen, eignet sich das ASRock J4205-ITX daher als Premium-Mediaplayer der nahezu alle Medien flüssig in 4K-Auflösung über HDMI ausgeben kann.

Es lassen sich insgesamt 3 Monitore zeitgleich und digital an die Grafikeinheit anzubinden. Über den M.2 Slot darf bei Bedarf eine W-Lan Karte nachgerüstet werden. In Frage kommt hier z.B. die Intel Dual Band Wireless 8260 mit max. 867 Mbps für 19 Euro.

MainboardHDMIDisplayPortDVIVGA
ASRock J4205-ITX
(Apollo Lake)
1x 2.0
4096x2160 @ 60Hz
--
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
1x D-Sub
2048x1536 @ 60 Hz
ASRock J3710-ITX
(Braswell Refresh)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--
ASRock N3700-ITX
(Braswell)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--


Neben der internen "Gen9" Grafik mit 18 Ausführungseinheiten kann das Mainboard mit DDR3/DDR3L-1866 umgehen. Damit limitiert ASRock den Prozessor unnötig, denn theoretisch können die neuen Apollo Lake Prozessoren auch mit DDR4-2400 Arbeitsspeicher umgehen. Die PCIe Anbindung hat sich von PCIe 2.0 x4 (Braswell) auf PCIe 2.0 x6 nur geringfügig verbessert.



Bios

Die zum Testzeitpunkt aktuellste Version 1.10 lief stabil, das Bios war ASRock typisch klar strukturiert, die Einstellmöglichkeiten sind aber auf ein Minimum reduziert. Alle wichtigen Basiseinstellungen wie z.B. Energiesparstufen oder Wake-On-Lan lassen sich aber festlegen. Besonders hervorzuheben ist die Bios-Update Funktion via Internet. ASRock erlaubt hier das Update des Bios direkt per Funktion aus dem Bios heraus, was sehr komfortabel ist.

Wie bei fast allen ASRock Mainboards muss für das Wake-On-Lan (WOL) Feature die Option "PCIE Devices Power on" aktiviert werden". Diese ist vor allem für NAS Systeme interessant und funktioniert zuverlässig.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Bereits seit Braswell findet sich die "Power Gear" genannte Funktion im Bios. Hier lässt sich neben dem "Normal Mode" auch ein "Eco Mode" bzw. "Sport Mode" auswählen. Während sich die Leistung im "Normal Mode" nicht vom "Sport Mode" unterscheidet, wird im "Eco Mode" die maximale Taktfrequenz im Mehrkernbetrieb reduziert.

Für uns erschließt sich der Sinn des Eco Mode allerdings nicht, da das System dann dementsprechend länger rechnen muss - das wird in der Praxis eventuell sogar mehr Energie verbrauchen als im Normal Mode. So haben wir im Cinebench R15 Mehrkern Benchmark zwar 9% Energie eingespart, die Leistung lag dabei aber ganze 20% unter den zwei anderen Modi. Wir halten Power Gear daher für eine nette Spielerei - einen echten Nutzen konnten wir nicht erkennen.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Möchte man z.B. Linux installieren empfiehlt es sich im Bios das CSM (Compatibility Support Module) zu aktivieren. Ansonsten bootet das Mainboard ausschließlich im UEFI Modus.



Testsystem

Wir nutzen im ASRock J4205-ITX beide Arbeitsspeicherbänke und haben zwei 4GB DDR3L-1600 So-Dimm (1,35V) Riegel von Kingston (KVR16LS11/4) verbaut. So kommen wir in den Genuss des Dual-Channel Modus, der vor allem die Leistung der Prozessorgrafik deutlich erhöht.

Leider erwies sich das ASRock Mainboard beim Einsatz von Dual-Channel Arbeitsspeicher als sehr zickig, daher empfehlen wir hier die Kingston KVR16LS11/4, die sich als sehr zuverlässig und kompatibel erwiesen haben. Diese Erfahrung haben wir auch schon mit den Braswell Mainboards gemacht.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Als Systemfestplatte setzen wir auf eine aktuelle Samsung 850 Pro mit 256GB die wir an einen Intel SATA3-Port angeschlossen haben (2 SATA3 Ports werden über die Southbridge an den Prozessor angebunden, 2 weitere SATA3 Ports über einen ASMedia 106x Controller). Der ASMedia Controller ist ziemlich verbeitet und auch nicht schlecht, erfahrungsgemäß sind die eigenen SATA3-Ports aber noch einen Tick schneller.

Ein internes ATX-Netzteil wäre für die beiden Systeme etwas überdimensioniert, weswegen wir uns für einen PicoPSU-90 Spannungswandler (90W) für 33 Euro und für ein Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit 5,5mm/2,5mm Buchse für knapp 14 Euro entschieden haben. Das System ist dann komplett Lüfter- bzw. lautlos.



Netzteil - Intern oder Extern ?

Möchte man einen kleinen und sparsamen PC bauen ist ein internes ATX-Netzteil meistens nicht sinnvoll. Wir empfehlen bei solch sparsamen PCs dann eine PicoPSU-90 mit einem externem 60 oder 70W Netzteil. Bei geringen Lastzuständen sind nämlich selbst sehr effiziente ATX-Netzteile recht ineffizient. Das hatten wir in der Vergangenheit bereits getestet.

Mit einer PicoPSU-90 mit externem Netzteil wie dem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil lassen sich ca. 4-6 Watt einsparen im direkten Vergleich mit einem be quiet! BN256 300W System Power B8 80+ Netzteil. Allerdings ist die Anschaffung dann 14 Euro teurer und bei 8 Stunden Benutzung pro Tag (~12W) dauert es bei einem Strompreis von 0,3 Euro pro Kilowattstunde dann fast 1,5 Jahre bis sich die Mehrinvestition rein rechnerisch lohnt. Da die Nutzungsdauer aber bei den meisten bei mehr als 1,5 Jahren liegt empfehlen wir trotzdem die etwas teurere Variante.

Netter Nebeneffekt eines externen Netzteiles: es ist absolut geräuschlos, während interne ATX-Netzteile in dieser Preisregion immer aktiv gekühlt werden.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Nicht wundern: die PicoPSU-90 nutzt nur einen ATX-20 Stecker, die 4 zusätzlichen Anschlüsse dienen der redundanten Stromversorgung, welche bei kleineren System nicht benötigt wird.



Windows 10

Für Office Arbeiten wie Word, Excel oder Outlook sowie zum Surfen reicht der Intel Pentium J4205 voll aus. Auch einfache Photoshop Tasks können noch ausreichend schnell bewältigt werden, spätestens beim Einsatz von Filtern stößt dieser allerdings an seine Grenzen. Wer täglich mit Photoshop arbeitet sollte daher eher zu einem Prozessor aus Intels Core i Serie greifen.

Gegenüber dem Vorgängermodell mit Intel Pentium J3710 arbeitet der neue Intel Pentium 4205 ca. 20% schneller. Dies ist aber im Alltag nicht spürbar, denn schon der Vorgänger war für normale Aufgaben ausreichend schnell.

Der Intel Pentium J4205 ist für den normalen Anwender eine gute Wahl und zudem sehr sparsam. Ein Office Rechner mit geringen 11 Watt Verbrauch im Idle ganz ohne zusätzliche Bios Tweaks. Selbst bei maximaler Auslastung stehen nie mehr als 26 Watt auf dem Messgerät.

Windows 7 wird offiziell nicht mehr unterstützt, da bereits beim Vorgänger der verbaute XHCI-Controller nur mit einem abgeänderten Windows 7 Installationsimage korrekt installiert werden konnte. Aufgrund des neuen Prozessors ist es uns nicht möglich gewesen LibreELEC 7 zu starten, auch OpenMediaVault 3 Beta (Debian 8) funktioniert noch nicht einwandfrei mit den Apollo Lake Prozessoren.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

In OMV 3.0 Beta ist die Auslastung des Systems im Leerlauf extrem hoch. Das System ist dabei sehr langsam, schon die Installation dauert ca. 1 Stunde. Hier scheint es noch massiv Probleme zwischen Linux und den neuen Apollo Lake Prozessoren zu geben.



Benchmarks

Die Rechenleistung der internen Prozessorgrafik hat sich laut Cinebench R15 um fast 25% erhöht. Die CPU-Leistung konnte Intel im Vergleich zum Vorgänger um ca. 20% erhöhen. Das Benchmarktool AIDA64 unterstützt die neuen Apollo Lake Prozessoren noch nicht.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Konnten die Vorgänger trotz einer geringeren TDP von 6,5 Watt den Turbotakt im Ein- und Mehrkernbetrieb noch dauerhaft halten, ist bei dem Intel Pentium J4205 im Mehrkernbetrieb bei 2,4 GHz Schluss, im Einkernbetrieb schwankt der Turbotakt zwischen 2,4 und 2,6 GHz.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Der AIDA64 Stabilitätstest verlief ohne Probleme, die CPU erwärmt sich hier auf maximal 70°C (Kerntemperatur). Der Passive Kühlkörper wird maximal 52°C warm. Anfassen sollte man den Kühlkörper dann nicht mehr.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Auch die aktuellste Version 1.7.7 von CPU-Z erkannte das System noch nicht fehlerfrei, so zeigte es stets die Taktfrequenz im Leerlauf an. Unter Last veränderte sich die CPU-Z Anzeige nicht.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit


Durch die AES-Beschleunigung des Prozessors erzielt der Intel Pentium J4205 1,4 GB/s im Truecrypt Benchmark. Der Intel Pentium J3710 (Braswell) schaffte hier 1,0 GB/s.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit




Video-Wiedergabe

Das Abspielen von Videos auch mit modernen Codecs bereitet dem System keinerlei Probleme. 4k-Material mit h265 (HEVC) Codec spielt der Intel Pentium J4205 mit maximal 30% Auslastung ab. Alle abgespielten Videos liefen stets ruckel- und fehlerfrei.

Apollo Lake Prozessoren beherrschen neben h264, VC-1 und AVC auch die neuen Codecs h265 (HEVC) in 8 und 10bit sowie Googles freien VP9 Codec. Damit bietet die Plattform Unterstützung für alle modernen Codecs. Während 8bit-Material maximal auf eine Palette 16,7 Millionen Farben (256 Farbabstufungen aller Grundfarben) zurückgreifen kann, sind es bei 10bit-Material 1,07 Milliarden Farben (1024 Farbabstufungen aller Grundfarben).

Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 8bit
ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 10bit - 140 Mbps Max UHD Bandbreite
ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Kodi 17.0 Beta - h264 @ 2160p (4K)
ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit



Kühlung und Lautstärke

ASRock verwendet zur Kühlung des Intel Pentium J4205 den gleichen, passiven Kühlkörper wie auch bei den Vorgängern. Obwohl die TDP von 6,5 auf nun 10 Watt angestiegen ist, reicht dieser Kühlkörper aus um den Prozessor ausreichend zu kühlen.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit


Da sich auf dem Mainboard kein aktiver Kühlkörper befindet und auch kein Spulenfiepen hörbar ist, agiert das System somit komplett lautlos. Es kommt auf den Verwendungszweck und das gewünschte Gehäuse an ob man zu einem aktiven Gehäuselüfter greifen sollte. Für ein NAS empfiehlt sich z.B. immer eine Kühlung der Datenfestplatten, da Festplatten Temperaturempfindlich sind.



Energieverbrauch

In unserem Testsystem ist ein Intel Pentium J4205 sowie 2 4GB große DDR3L-Arbeitsspeichermodule (1.35V) von Kingston (KVR16LS11/4) sowie eine 256GB große Samsung 850 Pro verbaut. Die PicoPSU-90 wird von einem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit Energie versorgt.

Um euch einen schnellen Eindruck über den Verbrauch zu geben, haben wir das Vorgängermodell ASRock N3710-ITX mit aufgenommen. Die Energieaufnahme gegenüber dem Vorgängermodell hat sich in allen Punkten verbessert. Vor allem der Verbrauch im Leerlauf hat sich durch den nochmals reduzierten Basistakt deutlich verbessert.

SituationASRock J4205-ITXASRock N3710-ITX
Windows 10 - Ausgeschaltet2,4 W3,1 W
Windows 10 - Standby2,6 W3,6 W
Windows 10 - Desktop / Leerlauf (Bios-Defaults)8,2 W11,4 W
Windows 10 - Maximale Auslastung32,5 W--
Windows 10 - Kodi 17.0 Beta h265 HEVC Max18,0 W--



Fazit

Mit dem ASRock J4205-ITX haben wir das erste Mainboard auf dem ein Intel Apollo Lake Prozessor verbaut ist, getestet. Neben einer CPU-Mehrleistung von ca. 20% sowie einer GPU-Verbesserung von runden 25% verglichen mit dem Vorgänger auf Braswell Architektur hat sich zusätzlich auch die Energieaufnahme im Leerlauf um ca. 3 Watt verbessert.

Zusätzlich beherrschen die neuen Apollo Lake Prozessoren nun Dank aufgebohrter Gen. 9 Intel Grafik auch h265 (HEVC) 10bit sowie Googles VP9 Codec komplett in Hardware und geben so alle modernen Medien auch in 4K-Auflösung flüssig wieder. Außerdem ist die Videoausgabe nun endlich auch via HDMI 2.0 (4K @ 60 Hz) möglich. Das ASRock dafür einen DisplayPort 1.2 auf HDMI 2.0 Konverterchip verbauen musste, zeigt das Intel dieses Thema massiv verschlafen hat. Zum Glück hat ASRock hier mitgedacht und war sich der Notwendigkeit von HDMI 2.0 auf dieser Plattform bewusst.

Wer sich einen modernen Mediaplayer zusammenbauen möchte und dabei auf zukunftssicherheit Wert legt, der macht mit dem ASRock J4205-ITX unser Meinung nach nichts falsch. Auch All-In-One Systeme (z.B. NAS und Mediaplayer in einem System) sind Dank der 4 SATA3-Ports problemlos mit dem neuen ASRock J4205-ITX realisierbar. Allerdings muss dazu zuerst sichergestellt sein, dass Linux die neuen Apollo Lake Prozessoren voll unterstützt.

Alternativ empfehlen wir euch unseren Test zum ASRock J3455-ITX mit Intel Celeron J3455 Apollo Lake Prozessor. Dieses System ist bis auf den Prozessor identisch zum ASRock J4205.



Komponenten in diesem Test

Hier haben wir noch einmal alle von uns verwendeten Komponenten zusammengefasst.

KomponenteNamePreis
MainboardASRock J4205-ITX 117 Euro
Mainboard (Alternative)ASRock J3455-ITX 94 Euro

Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4)je 30 Euro

SSDSamsung 850 Pro 256GB139 Euro

SpannungswandlerPicoPSU-9033 Euro
Externes NetzteilSalcar 72W Trafo Transformator Netzteil14 Euro
Internes Netzteil (alternativ)be quiet! BN256 300W System Power B8 80+34 Euro

Gehäuse (Mini-ITX)Cooler Master Elite 120 Advanced48 Euro
ATX-BlendeATX Blende schwarz, aus eloxiertem Aluminium15 Euro
ATX-Blende (alternativ)ATX Blende silber, aus eloxiertem Aluminium15 Euro




145 Kommentare

Von Stefan am 26.03.2017
Technikaffe.de Team

1826 Beiträge
@Christian: Ich würde dir zum ASRock J4205-ITX raten wenn Du mehr als Office benutzen möchtest. Die Soundkarte müsste passen (PCIe x1), Erfahrung habe ich damit aber nicht.

Von Christian am 25.03.2017
Besucher

Hoi!

Wow! Das ist eine tolle Webseite!

Ich bin schon seit Jahren "raus" aus dem Thema, möchte mir aber nun einen sparsamen Musik-Server mit Ubuntu und einem LMS aufbauen.
So bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Board und über die Suche nach Infos zu dem J3710-ITX sowohl zu dem J4205 und zu dem J3455 gekommen. Ersteres habe ich nun schon von der Liste gestrichen. Bei der Auswahl der beiden anderen bin ich noch nicht so sicher. Ein wichtiges Kriterium ist der 7.1 Sound onboard, den ich allerdings noch durch weitere Kanäle ergänzen muss.

Meine Fragen an die Fachleute hier wären folgende:

1. Welches Board würdet Ihr vorziehen: 4205 oder 3455?
2. Ich kenne mich mit den PCI Slot-Formaten nicht mehr aus. Würde eine ASUSXonar DX auf beide Boards passen?

Danke und schöne Grüße,

Christian

Von Daniel am 06.03.2017
Besucher

Mich würde immer noch interessieren wie sich der J4205 bei einem Cryptsetup Benchmark wie hier https://wiki.debianforum.de/Benchmark_f%C3%BCr_Festplattenverschl%C3%BCsselung schläg und zwar auf Debian Jessie (stable) und cryptsetup-1.6.6 _ohne_ multi core Unterstützung und auf Debian Stretch (Testing) und cryptsetup-1.7.3 mit multi core Unterstützung.

Von Dennis am 02.03.2017
Technikaffe.de Team

1029 Beiträge
@buju:

Ich habe auch nicht gemeint das es einen Defekt gibt, sondern eine Inkompatibilität zwischen den beiden Geräten. Das ist in heutigen Zeiten nicht ungewöhnlich und kann einfach vorkommen.

Ich bin der Meinung das es dann zu Problemen mit dem HDCP Handshake kommt, das ist aber nur eine Vermutung.

Ist natürlich dein gutes Recht kein ASRock Board mehr zu kaufen, nur an ASRock liegt es mMn aber nicht.

Gruß
Dennis

Von backslash am 02.03.2017
Registrierter Benutzer

7 Beiträge
@buju: Ich nutze 1.20 und seit dem CMOS Reset über den Jumper auf dem Mainboard funktioniert das BIOS ok.

Von buju am 02.03.2017
Besucher

@backslash
Nein, Ich hatte mit dem Vorgängerboard Asrock 3160 hatte keine Probleme, den TV mit voller 4K Auflösung zu erkennen. Selbst der Pi sagt freundlich hallo mit Full HD...also ich bezweifle einen Defekt am TV. Andere User im Asrock Forum zeigen mir, dass ich nicht alleine bin.

Ich werde dann mal auf ein anständiges Board warten. Asrock steht nicht mehr oben auf meiner Favoritenliste.

Von Dennis am 01.03.2017
Technikaffe.de Team

1029 Beiträge
@buju:

Hast du mal einen anderen Bildschirm getestet?

Für mich hört sich das nach einem Problem mit deinem Samsung TV an.

Von buju am 01.03.2017
Besucher

@backslash. das klingt spannend. ich habe gestern Abend noch einmal LibreElec neu installiert, nur über den HDMI TV (da war doch tatsächlich schon Bild auf dem TV beim Setupscreen) leider mit dem gleichen Ergebnis. 1024er Auflösung und kein Sound. Nutzt du das 1.20 oder das 1.20d Bios? 4k TV? Samsung?

Von backslash am 01.03.2017
Registrierter Benutzer

7 Beiträge
@buju: Ich habe LE an einem PC-Display installiert mit ausgestecktem HDMI Kabel. Nach der Installation habe ich den Rechner runtergefahren das VGA-Kabel abgesteckt und das HDMI Kabel eingesteckt und die Auflösung von meinem Fernseher wurde beim booten automatisch erkannt.

Von buju am 28.02.2017
Besucher

@backslash: schade schokolade. LibreElec erkennt nur einen Monitor mit 1020x768 Auflösung und lässt keine höheren Auflösungen zu. das sieht nur bescheiden aus...
Dafür eine Verbesserung gegenüber Win10....der TV bekommt überhaupt ein Signal auch wenn er schon eingesteckt ist bei Einschalten des HTPC...aber eben nur eine zu kleine Auflösung......ach ja, der Sound funktioniert auch nicht.
Eine Hoffuung bleibt mir. Ich habe mit Hilfe eines Standard PC Monitors LibreElec installiert. Habe die Einstellungen aber noch einmal resetet - bleiben trotzdem Reste der Erstinitialisierung der HW in irgendeiner config? kenne ich so zwar nicht von openelec, aber wer weiss.
Also wer einen guten Tip hat, ich wäre dankbar!

Von buju am 28.02.2017
Besucher

hi,
ich weiss nicht, ob meine letzte antwort noch im freigabeprozeß hängt, oder sie verloren gegangen ist...deswegen ganz kurz

ja Board hängt am TV

hatte kurz LibreElec 8 versucht aber Problem mit Lesbarkeit der USB Sticks. Ich war schon total genervt von den glücklosen Ubuntu und OpenElec versuchen. Hatte zwischendurch auch ein neues Board schicken lassen. Bin dann mit Win 10 auf Nummer sicher gegangen.

Ich teste heute Abend noch einmal. Allerdings wird LibreElec nicht das Biosproblem lösen. Ich hatte in der noch fehlenden Antwort beschrieben, das es ein Reihe von weiteren Problemen gibt, von wegen Microrucklern und plötzliche Auslastung bei einem der vier CPU-Kerne...je nach Erfahrung mit LibreElec schaue ich mal, wie viel Frust ich hier noch raus lasse.

Von backslash am 28.02.2017
Registrierter Benutzer

7 Beiträge
@buju: Hast Du es denn mal mit dem aktuellen LibreELEC 8 versucht? Das unterstützt das Board bedingt durch den aktuellen Kernel sehr gut. Vielleicht bekommst Du damit das Problem in den Griff. OpenELEC ist praktisch tot, da sich wohl fast alle Entwickler nun bei LibreELEC engagieren.

LE funktioniert bei mir 1A wobei ich die Ausgabe von 4K mangels passendem Fernseher nicht testen kann. Das abspielen von 4K Material funktioniert aber tadellos bei mir und mit dem HDMI Handshake gibts bei mir auch keine Probleme.

Von buju am 28.02.2017
Besucher

Ja, habe ich. Das System installiert mit PC Monitor über VGA - geht leider nicht anders - und dann soll der HTPC direkt am TV betrieben werden. HDMI 2.0 Kabel. Betreibe darauf aktuell Win 10 mit Kodi 17.1 mit TV Headend PVR Client - ich habe einen TV Headend Server. Damit hat das Board im Betrieb auch erhebliche Probleme. Microruckler.. Du kannst beobachten, wie im Betrieb immer einer der vier CPU-kerne auf 100% hochschnellt und dann kommen Störungen wie Microruckler, Verpixelungen usw.
Das ist alles total frustierend.
Meine Pi3 Clients laufen da deutlich besser.

Von Dennis am 27.02.2017
Technikaffe.de Team

1029 Beiträge
@buju:

Hast du das Board direkt am TV angeschlossen?

Von buju am 27.02.2017
Besucher

hi,
ich sehe, ich bin nicht alleine...
habe das Board um volle 4k Performane auf meinen Samsung 4K TV zu bekommen. Ich hatte schon erwartet so eine Art Betatester für ASROCK zu sein, bin aber doch ziemlich irrtierit. Nutze normalerweise OpenElec mit Kodi. In diesem Fall bin ich auf Windows 10 ausgewichen.
Es gibt erheblich Probleme mit TV über HDMI connected - ich (und der ein oder andere im WWW) bekomme das Bild nur dann auf den TV wenn das HDMI Kabel bei Boot nicht eingesteckt ist und erst wenn win10 komplett hochgefahren ist wieder eingesteckt wird - der TV ist dann schon eingeschaltet...Wenn man sich dann den aktuellsten Graka-Treiber bei Intel zieht, ist mit Kodi alles abspielbar- ach ja es gibt ein Beta Bios 1.20D, das soll helfen bei diesem Problem - tut es aber nicht. ASROCK hat dazu in seinem Forum vor einem Monat das letzet Mal etwas geposted - den Hinweis auf die Beta Bios Version - das war es....
Ich hoffe weiter und alle 4K Monitor Leute können happy sein - aber nicht wer seinen TV connecten möchte.

Von backslash am 27.02.2017
Registrierter Benutzer

7 Beiträge
@Vienna: Ich habe die ASMedia Anschlüsse leider noch nicht getestet. Ich habe nur zwei Platten im System und die betreibe ich am Intel Controller. Ich kann aber gerne mal eine Platte an den ASMedia Controller hängen. Ich empfehle Dir auf jeden Fall mal das CMOS zu löschen, da ich viele andere Probleme mit dem Board hatte bevor ich den Reset gemacht.

Von Vienna am 27.02.2017
Registrierter Benutzer

8 Beiträge
@backslash
Ich werde es ausprobieren, Danke für den Hinweis.
Die Sata3 header am MB, A1und A2 von ASMedia, es sind die 2xhdd angeschlossen aber ich kann die nicht ansprechen, "bus device is not ....."
OS ist Ubuntu 16.04 LTS,
Irgendwelche ideen?
Vielen Dank und Grüsse
Vienna

Von backslash am 26.02.2017
Registrierter Benutzer

7 Beiträge
@Vienna: Lösche mal die BIOS (CMOS) Einstellungen über den Jumper auf dem Mainboard wie im Handbuch beschrieben. Bei mir hat das geholfen. Das BIOS/BOARD scheint jetzt stabil zu laufen. Ich konnte davor trotz korrekter Einstellungen im BIOS nicht den Rechner über die Fernbedienung aus dem Standby wecken. Nun geht das trotz identischer Einstellungen.

Von Vienna am 23.02.2017
Registrierter Benutzer

8 Beiträge
@backslash
Ich habe das gleiche problem with bios wie due es beschrieben hast, letzte bios update,
Gr vienna

Von Stefan am 23.02.2017
Technikaffe.de Team

1826 Beiträge
@backslash: Die Accounts sind unterschiedlich.

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.