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ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Mit dem ASRock J4205-ITX testen wir das erste Mainboard auf dem einer von Intels neuen Apollo Lake Prozessoren verbaut ist. Diese basieren auf der Goldmont Architektur und treten die Nachfolge von Braswell an. Schon im Vorfeld sprach Intel von einer enormen Leistungssteigerung bei gleicher Taktfrequenz von bis zu 30%.

Die maximalen Turbo-Taktraten sind zumindest beim ASRock J4205-ITX mit 2,6 GHz identisch mit dem Vorgängermodell, Intel hat aber für die nähere Zukunft Prozessoren mit deutlich höheren Taktraten in Aussicht gestellt.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Das ASRock J4205-ITX löst das ASRock J3710-ITX ab, welches erst kürzlich als Braswell Refresh erschienen war und einen Prozessor mit Taktraten bis zu 2,64 GHz bietet. Im direkten CPU-Vergleich ist der auf dem ASRock J4205-ITX verbaute Intel Pentium J4205 ca. 20% schneller als das Vorgängermodell.

Das kann sich sehen lassen, denn beide Architekturen werden im 14 nm Verfahren gefertigt, so dass die Mehrleistung bei gleichem Takt auf eine reine IPC (Instructions-per-Cycle)-Verbesserung zurückzuführen ist. Dabei besitzt der Intel Pentium J4205 ein TDP-Budget von 10 Watt, wobei der Vorgänger noch mit 6,5 Watt auskommen musste. In der Praxis ist der TDP-Anstieg nicht spürbar, die Abwärme ist ca. identisch mit dem Vorgängermodell auf Braswell Basis.

AES-Ni zum Verschlüsseln von Dateien via Hardware wird wie auch bei der Vorgängerarchitektur unterstützt. Die neue Intel HD Graphics 505 basiert auf Intels 9. GPU-Generation die bereits in den Skylake Prozessoren verbaut wird. Wichtiger Unterschied: h.265 (HEVC) wird nun auch in 10bit voll via Hardware berechnet, ebenso Googles freier VP-9 Codec. Das kann bei den größeren Intel Prozessoren erst die gerade vorgestellte Kaby Lake Architektur, Skylake musste hier passen.



Mainboard mit HDMI 2.0

Das ASRock J4205-ITX verfügt über 6 USB 2.0 und 4 USB 3.0 Anschlüsse, wovon aber nur 2x USB 2.0 und 2x USB 3.0 direkt über die I/O-Blende nutzbar sind.

Das Vorgängermodell ASRock J3710-ITX besaß mit 4 USB 3.0 Ports 2 mehr als der Nachfolger. Immerhin dürfen die Front-USB 3.0 Ports nun parallel zu denen in der I/O-Blende verwendet werden, so dass am Ende wieder 4 USB 3.0 Ports zur Verfügung stehen. Zudem finden sich 4 SATA3 Ports, von denen zwei direkt an die Intel CPU angebunden sind und weitere zwei über einen ASMedia ASM1061 Controller. Alle Ports unterstützen NCQ, AHCI und Hot-Plug.


ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit


Das Highlight des neuen Mainboards ist der HDMI 2.0 Anschluss, der eine Auflösung von 4K x 2K (4096x2160) @ 60Hz ermöglicht. Dabei unterstützen Intels neue Apollo Lake Prozessoren offiziell HDMI 2.0 gar nicht.

ASRock bedient sich hier eines Tricks, den Intel selbst schon bei der Intel NUC6i7KYK angewendet hatte: ein spezieller Display-Port Chip versorgt den HDMI-Port mit Daten. Zusammen mit der Fähigkeit alle neuen Codecs in Hardware zu berechnen, eignet sich das ASRock J4205-ITX daher als Premium-Mediaplayer der nahezu alle Medien flüssig in 4K-Auflösung über HDMI ausgeben kann.

Es lassen sich insgesamt 3 Monitore zeitgleich und digital an die Grafikeinheit anzubinden. Über den M.2 Slot darf bei Bedarf eine W-Lan Karte nachgerüstet werden. In Frage kommt hier z.B. die Intel Dual Band Wireless 8260 mit max. 867 Mbps für 19 Euro.

MainboardHDMIDisplayPortDVIVGA
ASRock J4205-ITX
(Apollo Lake)
1x 2.0
4096x2160 @ 60Hz
--
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
1x D-Sub
2048x1536 @ 60 Hz
ASRock J3710-ITX
(Braswell Refresh)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--
ASRock N3700-ITX
(Braswell)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--


Neben der internen "Gen9" Grafik mit 18 Ausführungseinheiten kann das Mainboard mit DDR3/DDR3L-1866 umgehen. Damit limitiert ASRock den Prozessor unnötig, denn theoretisch können die neuen Apollo Lake Prozessoren auch mit DDR4-2400 Arbeitsspeicher umgehen. Die PCIe Anbindung hat sich von PCIe 2.0 x4 (Braswell) auf PCIe 2.0 x6 nur geringfügig verbessert.



Bios

Die zum Testzeitpunkt aktuellste Version 1.10 lief stabil, das Bios war ASRock typisch klar strukturiert, die Einstellmöglichkeiten sind aber auf ein Minimum reduziert. Alle wichtigen Basiseinstellungen wie z.B. Energiesparstufen oder Wake-On-Lan lassen sich aber festlegen. Besonders hervorzuheben ist die Bios-Update Funktion via Internet. ASRock erlaubt hier das Update des Bios direkt per Funktion aus dem Bios heraus, was sehr komfortabel ist.

Wie bei fast allen ASRock Mainboards muss für das Wake-On-Lan (WOL) Feature die Option "PCIE Devices Power on" aktiviert werden". Diese ist vor allem für NAS Systeme interessant und funktioniert zuverlässig.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Bereits seit Braswell findet sich die "Power Gear" genannte Funktion im Bios. Hier lässt sich neben dem "Normal Mode" auch ein "Eco Mode" bzw. "Sport Mode" auswählen. Während sich die Leistung im "Normal Mode" nicht vom "Sport Mode" unterscheidet, wird im "Eco Mode" die maximale Taktfrequenz im Mehrkernbetrieb reduziert.

Für uns erschließt sich der Sinn des Eco Mode allerdings nicht, da das System dann dementsprechend länger rechnen muss - das wird in der Praxis eventuell sogar mehr Energie verbrauchen als im Normal Mode. So haben wir im Cinebench R15 Mehrkern Benchmark zwar 9% Energie eingespart, die Leistung lag dabei aber ganze 20% unter den zwei anderen Modi. Wir halten Power Gear daher für eine nette Spielerei - einen echten Nutzen konnten wir nicht erkennen.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Möchte man z.B. Linux installieren empfiehlt es sich im Bios das CSM (Compatibility Support Module) zu aktivieren. Ansonsten bootet das Mainboard ausschließlich im UEFI Modus.



Testsystem

Wir nutzen im ASRock J4205-ITX beide Arbeitsspeicherbänke und haben zwei 4GB DDR3L-1600 So-Dimm (1,35V) Riegel von Kingston (KVR16LS11/4) verbaut. So kommen wir in den Genuss des Dual-Channel Modus, der vor allem die Leistung der Prozessorgrafik deutlich erhöht.

Leider erwies sich das ASRock Mainboard beim Einsatz von Dual-Channel Arbeitsspeicher als sehr zickig, daher empfehlen wir hier die Kingston KVR16LS11/4, die sich als sehr zuverlässig und kompatibel erwiesen haben. Diese Erfahrung haben wir auch schon mit den Braswell Mainboards gemacht.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Als Systemfestplatte setzen wir auf eine aktuelle Samsung 850 Pro mit 256GB die wir an einen Intel SATA3-Port angeschlossen haben (2 SATA3 Ports werden über die Southbridge an den Prozessor angebunden, 2 weitere SATA3 Ports über einen ASMedia 106x Controller). Der ASMedia Controller ist ziemlich verbeitet und auch nicht schlecht, erfahrungsgemäß sind die eigenen SATA3-Ports aber noch einen Tick schneller.

Ein internes ATX-Netzteil wäre für die beiden Systeme etwas überdimensioniert, weswegen wir uns für einen PicoPSU-90 Spannungswandler (90W) für 33 Euro und für ein Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit 5,5mm/2,5mm Buchse für knapp 14 Euro entschieden haben. Das System ist dann komplett Lüfter- bzw. lautlos.



Netzteil - Intern oder Extern ?

Möchte man einen kleinen und sparsamen PC bauen ist ein internes ATX-Netzteil meistens nicht sinnvoll. Wir empfehlen bei solch sparsamen PCs dann eine PicoPSU-90 mit einem externem 60 oder 70W Netzteil. Bei geringen Lastzuständen sind nämlich selbst sehr effiziente ATX-Netzteile recht ineffizient. Das hatten wir in der Vergangenheit bereits getestet.

Mit einer PicoPSU-90 mit externem Netzteil wie dem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil lassen sich ca. 4-6 Watt einsparen im direkten Vergleich mit einem be quiet! BN256 300W System Power B8 80+ Netzteil. Allerdings ist die Anschaffung dann 14 Euro teurer und bei 8 Stunden Benutzung pro Tag (~12W) dauert es bei einem Strompreis von 0,3 Euro pro Kilowattstunde dann fast 1,5 Jahre bis sich die Mehrinvestition rein rechnerisch lohnt. Da die Nutzungsdauer aber bei den meisten bei mehr als 1,5 Jahren liegt empfehlen wir trotzdem die etwas teurere Variante.

Netter Nebeneffekt eines externen Netzteiles: es ist absolut geräuschlos, während interne ATX-Netzteile in dieser Preisregion immer aktiv gekühlt werden.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Nicht wundern: die PicoPSU-90 nutzt nur einen ATX-20 Stecker, die 4 zusätzlichen Anschlüsse dienen der redundanten Stromversorgung, welche bei kleineren System nicht benötigt wird.



Windows 10

Für Office Arbeiten wie Word, Excel oder Outlook sowie zum Surfen reicht der Intel Pentium J4205 voll aus. Auch einfache Photoshop Tasks können noch ausreichend schnell bewältigt werden, spätestens beim Einsatz von Filtern stößt dieser allerdings an seine Grenzen. Wer täglich mit Photoshop arbeitet sollte daher eher zu einem Prozessor aus Intels Core i Serie greifen.

Gegenüber dem Vorgängermodell mit Intel Pentium J3710 arbeitet der neue Intel Pentium 4205 ca. 20% schneller. Dies ist aber im Alltag nicht spürbar, denn schon der Vorgänger war für normale Aufgaben ausreichend schnell.

Der Intel Pentium J4205 ist für den normalen Anwender eine gute Wahl und zudem sehr sparsam. Ein Office Rechner mit geringen 11 Watt Verbrauch im Idle ganz ohne zusätzliche Bios Tweaks. Selbst bei maximaler Auslastung stehen nie mehr als 26 Watt auf dem Messgerät.

Windows 7 wird offiziell nicht mehr unterstützt, da bereits beim Vorgänger der verbaute XHCI-Controller nur mit einem abgeänderten Windows 7 Installationsimage korrekt installiert werden konnte. Aufgrund des neuen Prozessors ist es uns nicht möglich gewesen LibreELEC 7 zu starten, auch OpenMediaVault 3 Beta (Debian 8) funktioniert noch nicht einwandfrei mit den Apollo Lake Prozessoren.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

In OMV 3.0 Beta ist die Auslastung des Systems im Leerlauf extrem hoch. Das System ist dabei sehr langsam, schon die Installation dauert ca. 1 Stunde. Hier scheint es noch massiv Probleme zwischen Linux und den neuen Apollo Lake Prozessoren zu geben.



Benchmarks

Die Rechenleistung der internen Prozessorgrafik hat sich laut Cinebench R15 um fast 25% erhöht. Die CPU-Leistung konnte Intel im Vergleich zum Vorgänger um ca. 20% erhöhen. Das Benchmarktool AIDA64 unterstützt die neuen Apollo Lake Prozessoren noch nicht.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Konnten die Vorgänger trotz einer geringeren TDP von 6,5 Watt den Turbotakt im Ein- und Mehrkernbetrieb noch dauerhaft halten, ist bei dem Intel Pentium J4205 im Mehrkernbetrieb bei 2,4 GHz Schluss, im Einkernbetrieb schwankt der Turbotakt zwischen 2,4 und 2,6 GHz.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Der AIDA64 Stabilitätstest verlief ohne Probleme, die CPU erwärmt sich hier auf maximal 70°C (Kerntemperatur). Der Passive Kühlkörper wird maximal 52°C warm. Anfassen sollte man den Kühlkörper dann nicht mehr.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Auch die aktuellste Version 1.7.7 von CPU-Z erkannte das System noch nicht fehlerfrei, so zeigte es stets die Taktfrequenz im Leerlauf an. Unter Last veränderte sich die CPU-Z Anzeige nicht.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit


Durch die AES-Beschleunigung des Prozessors erzielt der Intel Pentium J4205 1,4 GB/s im Truecrypt Benchmark. Der Intel Pentium J3710 (Braswell) schaffte hier 1,0 GB/s.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit




Video-Wiedergabe

Das Abspielen von Videos auch mit modernen Codecs bereitet dem System keinerlei Probleme. 4k-Material mit h265 (HEVC) Codec spielt der Intel Pentium J4205 mit maximal 30% Auslastung ab. Alle abgespielten Videos liefen stets ruckel- und fehlerfrei.

Apollo Lake Prozessoren beherrschen neben h264, VC-1 und AVC auch die neuen Codecs h265 (HEVC) in 8 und 10bit sowie Googles freien VP9 Codec. Damit bietet die Plattform Unterstützung für alle modernen Codecs. Während 8bit-Material maximal auf eine Palette 16,7 Millionen Farben (256 Farbabstufungen aller Grundfarben) zurückgreifen kann, sind es bei 10bit-Material 1,07 Milliarden Farben (1024 Farbabstufungen aller Grundfarben).

Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 8bit
ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Kodi 17.0 Beta - h265 HEVC @ 2160p (4K) 10bit - 140 Mbps Max UHD Bandbreite
ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit

Kodi 17.0 Beta - h264 @ 2160p (4K)
ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit



Kühlung und Lautstärke

ASRock verwendet zur Kühlung des Intel Pentium J4205 den gleichen, passiven Kühlkörper wie auch bei den Vorgängern. Obwohl die TDP von 6,5 auf nun 10 Watt angestiegen ist, reicht dieser Kühlkörper aus um den Prozessor ausreichend zu kühlen.

ASRock J4205-ITX im Test - Apollo Lake mit HDMI 2.0 und HEVC 10bit


Da sich auf dem Mainboard kein aktiver Kühlkörper befindet und auch kein Spulenfiepen hörbar ist, agiert das System somit komplett lautlos. Es kommt auf den Verwendungszweck und das gewünschte Gehäuse an ob man zu einem aktiven Gehäuselüfter greifen sollte. Für ein NAS empfiehlt sich z.B. immer eine Kühlung der Datenfestplatten, da Festplatten Temperaturempfindlich sind.



Energieverbrauch

In unserem Testsystem ist ein Intel Pentium J4205 sowie 2 4GB große DDR3L-Arbeitsspeichermodule (1.35V) von Kingston (KVR16LS11/4) sowie eine 256GB große Samsung 850 Pro verbaut. Die PicoPSU-90 wird von einem Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil mit Energie versorgt.

Um euch einen schnellen Eindruck über den Verbrauch zu geben, haben wir das Vorgängermodell ASRock N3710-ITX mit aufgenommen. Die Energieaufnahme gegenüber dem Vorgängermodell hat sich in allen Punkten verbessert. Vor allem der Verbrauch im Leerlauf hat sich durch den nochmals reduzierten Basistakt deutlich verbessert.

SituationASRock J4205-ITXASRock N3710-ITX
Windows 10 - Ausgeschaltet2,4 W3,1 W
Windows 10 - Standby2,6 W3,6 W
Windows 10 - Desktop / Leerlauf (Bios-Defaults)8,2 W11,4 W
Windows 10 - Maximale Auslastung32,5 W--
Windows 10 - Kodi 17.0 Beta h265 HEVC Max18,0 W--



Fazit

Mit dem ASRock J4205-ITX haben wir das erste Mainboard auf dem ein Intel Apollo Lake Prozessor verbaut ist, getestet. Neben einer CPU-Mehrleistung von ca. 20% sowie einer GPU-Verbesserung von runden 25% verglichen mit dem Vorgänger auf Braswell Architektur hat sich zusätzlich auch die Energieaufnahme im Leerlauf um ca. 3 Watt verbessert.

Zusätzlich beherrschen die neuen Apollo Lake Prozessoren nun Dank aufgebohrter Gen. 9 Intel Grafik auch h265 (HEVC) 10bit sowie Googles VP9 Codec komplett in Hardware und geben so alle modernen Medien auch in 4K-Auflösung flüssig wieder. Außerdem ist die Videoausgabe nun endlich auch via HDMI 2.0 (4K @ 60 Hz) möglich. Das ASRock dafür einen DisplayPort 1.2 auf HDMI 2.0 Konverterchip verbauen musste, zeigt das Intel dieses Thema massiv verschlafen hat. Zum Glück hat ASRock hier mitgedacht und war sich der Notwendigkeit von HDMI 2.0 auf dieser Plattform bewusst.

Wer sich einen modernen Mediaplayer zusammenbauen möchte und dabei auf zukunftssicherheit Wert legt, der macht mit dem ASRock J4205-ITX unser Meinung nach nichts falsch. Auch All-In-One Systeme (z.B. NAS und Mediaplayer in einem System) sind Dank der 4 SATA3-Ports problemlos mit dem neuen ASRock J4205-ITX realisierbar. Allerdings muss dazu zuerst sichergestellt sein, dass Linux die neuen Apollo Lake Prozessoren voll unterstützt.

Alternativ empfehlen wir euch unseren Test zum ASRock J3455-ITX mit Intel Celeron J3455 Apollo Lake Prozessor. Dieses System ist bis auf den Prozessor identisch zum ASRock J4205.



Komponenten in diesem Test

Hier haben wir noch einmal alle von uns verwendeten Komponenten zusammengefasst.

KomponenteNamePreis
MainboardASRock J4205-ITX 131 Euro
Mainboard (Alternative)ASRock J3455-ITX 100 Euro

Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4)je 25 Euro

SSDSamsung 850 Pro 256GB135 Euro

SpannungswandlerPicoPSU-9033 Euro
Externes NetzteilSalcar 72W Trafo Transformator Netzteil14 Euro
Internes Netzteil (alternativ)be quiet! BN256 300W System Power B8 80+32 Euro

Gehäuse (Mini-ITX)Cooler Master Elite 120 Advanced49 Euro
ATX-BlendeATX Blende schwarz, aus eloxiertem Aluminium15 Euro
ATX-Blende (alternativ)ATX Blende silber, aus eloxiertem Aluminium15 Euro




104 Kommentare

Von Stefan am 16.01.2017
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@Raphael: Ich glaube das Problem von Martin ist ein anderes gewesen, da sein Board gar nicht gebootet hat. Bei dir hört es sich nach einem Softwareproblem an. Hast Du Windows 10 im Einsatz oder welches OS benutzt Du ?

Von Raphael am 16.01.2017
Besucher

@Martin (Beitrag vom 17.11)
Ich hab ziemlich genau das gleiche Problem...
Hast du eine Lösung dazu gefunden?
Bei mir sehe ich beim boot das ASRock logo (also BIOS mit Motherboard VGA Treiber), sobald aber der Intel Graphik Treiber aktiv werden sollte (also Login Screen), verliert HDMI das Signal.
Ich hab schon mehrfach den Intel Treiber neu installiert, ohne Verbesserung. (meines Wissens gibt es leider auch nur den einen, der Apollo Lake unterstützt)
Interessanterweise komm ich aber manchmal ganz normal zum Login, wenn ich aber den TV ausschalte und dann wieder anmach, ist das Signal auch weg. (Ton spielt weiter und lässt sich auch normal über die Tastatur steuern.
RAM hab ich den empfohlenen von diesem Test hier verwendet...

Von J4205-ITX Keine echte 4k wiedergabe am 10.01.2017
Besucher

Im Test als HTPC mit 4k Wiedergabe blieb der LG 49UF8519 dunkel.
Auch der Austausch von hochwertigen HDMI UHD kabel brachte nichts.
Erst das Mainboard ASRock Fatal1ty Z170 Gaming-ITX/ mit Displayport und einen aktiven DP to HDMI 2.0 Adapter brachte der TV ein Bild und Ton und auch am HDMI 2.0.
Nach recharche verlangen UHD TV ein Pixelverhältnis bei 4K von 4:4:4 alles andere bleibt dunkel.
Über weitere Erfahrungen bin ich offen, da ich ein neuen sparsamen HTPC zusammen bauen möchte.
Das ASRock Fatal1ty Z170 Gaming-ITX ist mir als HTPC einfach zu teuer.

Von Stefan am 09.01.2017
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@Stefan: Nein ist ein eigenes Format. Allerdings ist dies auch nciht notwendig, da würde es eher Sinn machen einen Gehäuselüfter zu verbauen der für einen guten Luftstrom im Gehäuse sorgt.

Von Stefan am 09.01.2017
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Hallo,

ist es theoretisch auch möglich, den passiven Kühler gegen einen aktiven zu tauschen? Entsprechen die Bohrungen des Passivkühlers den Löchern für einen regulären Standard-S1151-Kühler?

Viele Grüße

Stefan

Von Stefan am 05.01.2017
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Da liegt ja das Problem.Soweit mir bekannt, unterstützen erst die neuen Desktop-Kaby-Lakes den HDCP 2.2-Standard, Skylake nicht und auch nicht die bereits erschienenen Mobil-Kaby-Lakes. Wenn der hier verbaute Prozessor eine Skylake-IGP hat, so werden Netflix-UHD oder 4K Blue Ray wohl nicht funktionieren. Dann muss ich wohl auf die nächste Generation warten :-(

Von Stefan am 05.01.2017
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@Stefan: ASRock gibt hier nur "Supports HDCP with DVI-D and HDMI Ports" an. Intel selbst schreibt "Ja, wird für alle Intel® Core™-Prozessoren mit Intel® Iris™ und Intel® HD-Grafik HDCP von HDMI-Schnittstelle unterstützt. Dies ist auch für alle Intel® Pentium® und Celeron® Prozessoren mit Intel® HD-Grafik unterstützt." Eine Version findet man nicht.

Von Stefan am 05.01.2017
Besucher

Ihr preist dieses Board als gute Basis für einen HD-Mediaplayer an. Mir fehlt dabei die Info, ob denn auch der HD-Kopierschutz HDCP 2.2 unterstützt wird. Gibt es da irgendwelche Erkenntnisse?

Von Stefan am 31.12.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@Michael: Bei Kaby-Lake (Veröffentlichung im Januar 2017) gibt es einen i3/i5/i7. Mainboards sind noch nicht alle bekannt. Ich würde dir aber eher zu Apollo Lake hier raten, da Kaby-Lake für einen Mediaplayer nicht notwendig ist.

Von Michael am 30.12.2016
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Ich möchte mir auch so einen Mediaplayer zusammenbauen, allerdings mit einem Kaby Lake i3 oder i4. Welches ITX-Mainboard nehme ich denn da?

Von Jörg am 26.12.2016
Besucher

Vielen Dank an Stefan für das gelungene Review. Ich kann noch zusätzlich zum genannten Kingston KVR16LS11/4 den HX318LS11IBK2/16 positiv bestätigen. Beide laufen im J3710-ITX als auch im J4205-ITX. Als Gehäuse verwende ich für den J4205 ein In Win Chopin, ein ausgeschlachtetes Röhrenradio Holzgehäuse für den J3710 und als Display ein Tontec 10.1". OK - Hobby halt ;-)

Die Linux Installation wollte beim J4205 zuerst nicht starten, weder von DVD noch vom Stick -> da war im BIOS die Option "CSM = Enabled" das Zauberwort. Steht ja auch im Artikel. Allen einen guten Start ins neue Jahr und weiterhin viel Spass beim Basteln

Von Stefan am 26.12.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@Micha: Benutze eine Ubuntu 16.10 Live und starte daraus dann GParted.

Von Micha am 26.12.2016
Besucher

Ahoi,
hab mir jetzt die ganze Hardware bestellt und zusammengebaut da ich ein Dualboot mit libreelec und ubuntu anstrebe versuch ich verzweifelt seit 2 tagen GParted zum laufen zu kriegen
jedesmal wennich vom stick boote kommt das GParted menue und beim starten von GParted life bekomm ich dann oben links im Bild einen blinkenden cursor und das wars

hat jmd ne idee woran das liegen könnte ?
mfg

Von Gastleser am 23.12.2016
Besucher

Hi, bei meinen Mainboard wurde in den letzten Tagen ein paar Mal die UEFI-Einstellung "Ultra Fastt Boot" ohne erkennbare Ursache ausgeschaltet.
Trat das auch schon bei jemand anderen auf?

Von elrik__ am 18.12.2016
Besucher

Great news!!

Von Stefan am 18.12.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@elrik__: Die ATX-Blende in schwarz wird bald wieder verfügbar sein!

Von elrik__ am 18.12.2016
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Hallo, ich möchte wissen, ob Lager wieder zu nehmen schwarz Aluminiumabdeckung atx, ich bin sehr daran interessiert, bekommen es aber nicht sehen Sie den Link auf Amazon

Von Stefan am 16.12.2016
Technikaffe.de Team

1717 Beiträge
@Micha: 8Gb sollten locker ausreichen.

Von Micha am 15.12.2016
Besucher

Ein super Bericht mit vielen Infos und Anregungen
Danke dafür

Ich würde es mir gerne nachbauen und hätte 2 fragen

Reichen die 8 GB RAM oder währe es mit 16 flüssiger bzw schneller was handling und seitenaufbau angeht?

Wie hoch ist der kühlkörper vom MB?
Ich suche das kleinstmögliche gehäuse mit pico su
Da es nur als mediaplayer und zum surfen benutzt werden soll
Müssten eine ssd und eine 3.5 Zoll Platte reinpassen
Finde aber nur ewig grosse oder zu kleine gehäuse
Wenn wer nicht super Tipp hätte währs klasse

Lg

Von Vienna am 15.12.2016
Registrierter Benutzer

4 Beiträge
Hallo Stefan,
Vielen Dank, ich werde es mal ausprobieren,
Grüsse aus Wien
Anton

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.