ASRock N3700-ITX Test und Vergleich mit dem ASRock N3150-ITX

Mit dem ASRock N3700-ITX haben wir uns den größeren Brudes des bereits Ende Juli getesteten ASRock N3150-ITX genauer angeschaut. Das ASRock N3150-ITX konnte uns damals überzeugen. Wir wollen auch klären ob sich die rund 25 Euro Mehrpreis gegenüber dem kleinen Bruder lohnen.

Wie auch bei den Vorjahresmodellen (damals noch auf Intels Bay-Trail Basis), ist auch hier der einzige Unterschied der verbaute Prozessor. Während das ASRock N3150-ITX auf einen Intel Celeron N3150 setzt, verbaut ASRock beim größeren Modell den Intel Pentium N3700.

Der Pentium taktet dabei trotz identischem Basistakt von 1,6 GHz durchgehend mit seinem maximalen Turbo-Takt von 2,4 GHz, also ca. 300 MHz mehr als der Intel Celeron N3150 der im Turbo auf knapp 2,1 GHz limitiert ist. Durch den Taktunterschied ergibt sich ein Geschwindigkeitsplus von etwa 13% (siehe Vergleich).

Im direkten Leistungsvergleich hat sich zwischen der neuen in 14nm gefertigten Braswell Architektur und dessen Vorgängerarchitektur Bay-Trail kaum etwas getan. Im Vordergrund stand eine starke Erhöhung der Grafikleistung und ein Ausbau des Featuresets.

So unterstützen die neuen Braswell Prozessoren jetzt auch im Heimbereich die AES-Ni und können Daten via AES in Hardware ver- und entschlüsseln, was im Vergleich zum Vorgänger zu einer dreimal so hohen Geschwindigkeit führt (817 MB/s vs. 265 MB/s zwischen dem ASRock N3150-ITX und dem ASRock Q1900-ITX). Statt DDR3(L)-1333 wird nun DDR3(L)-1600 unterstützt, die beiden SATA-Ports sind zudem Dank SATA3 nun doppelt so schnell.

Mainboard mit neuem Braswell Prozessor


Das ASRock N3700-ITX verfügt über 6 USB 2.0 und 4 USB 3.0 Anschlüsse, wovon aber nur 2x USB 2.0 und 4x USB 3.0 direkt über die I/O-Blende nutzbar sind. Möchte man den USB 3.0 Header zum Anschluss von Front-USB 3.0 benutzen, entfallen 2 rückseitige USB 3.0 Ports.

Zudem finden sich 4 SATA3 Ports, von denen zwei direkt an die Intel CPU angebunden sind und weitere zwei über einen ASMedia ASM1061 Controller. Alle Ports unterstützen NCQ, AHCI und Hot-Plug.

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NCQ optimiert dabei die Anfragen die an die angeschlossenen Festplatten vom Betriebssystem geschickt werden und kann so die Zugriffszeit und Geschwindigkeit erhöhen. AHCI ist seit Jahren obligatorisch und beschreibt einen Komunikationsstandard der in den nächsten Jahren durch NVMe abgelöst wird. Bei Hot-Plug dürfen SATA-Festplatten auch während des Betriebes an oder abgestöpselt werden.

Neu gegenüber dem Vorgängermodell ist die Möglichkeit nun 3 Monitore digital an die Grafikeinheit anzubinden, welche jetzt übrigens den HEVC h.265 Codec in Hardware dekodieren kann. Das Vorgängermodell ASRock Q2900-ITX konnte nur mit 2 Monitoren gleichzeitg umgehen wovon einer nur via VGA angesprochen werden konnte.

Über den mPCIe Slot darf bei Bedarf wieder eine W-Lan Karte nachgerüstet werden. In Frage kommen hier die Intel Dual Band WIRELESS-AC 3160 mit 433 Mbps für {Intel Dual Band WIRELESS-AC 3160} oder die schnellere Intel Dual Band Wireless-AC 7260 mit max. 867 Mbps für {Intel Dual Band Wireless-AC 7260}.

Theoretisch können auch mPCI SATA Karten eingebaut werden, die dann allerdings durch die Anbindung von PCIe 2.0 x1 auf 500 MB/s begrenzt sind und zudem einen aktiven Controller besitzen müssen, da ein einfacher SATA-Adapter nicht mit PCIe angesprochen werden kann. Zudem muss die Karte dem Half-Size Format mit einer maximalen Länge von 42mm entsprechen. Wir hatten bereits im letzten Jahr eine mögliche Verwendung von aktiven SATA-Erweiterungskarten im mPCIe Slot getestet.





MainboardHDMIDisplayPortDVIVGA
ASRock N3700-ITX1x 1.4
3840×2160 @ 30Hz
2560×1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840×2160 @ 30Hz
2560×1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920×1200 @ 60Hz
ASRock Q2900-ITX1x 1.3
1920×1200 @ 60Hz
1x DVI-D
1920×1200 @ 60Hz
1x D-Sub
1920×1200 @ 60Hz

Neben der neuen internen “Gen8” Grafik mit 16 Ausführungseinheiten (Bay-Trail: 4 Ausführungseinheiten) kann der Braswell Prozessor nun auch mit DDR3/DDR3L-1600 umgehen, bei den Bay-Trails war bei DDR3/DDR3L-1333 Schluss. Die PCIe Anbindung ist weiterhin auf PCIe 2.0 x4 begrenzt.

Hier ist neben der Prozessorleistung ein zweiter Vorteil des Intel Pentiums N3700 zu erwähnen: er besitzt 4 Ausführungseinheiten mehr als der Intel Celeron N3150 (16 vs. 12). Zudem taktet die Grafikeinheit immerhin 100 MHz höher (700 zu 600 MHz). Beides resultiert in einer höheren Grafikleistung des Pentiums. Wie stark diese nachher ausfällt haben wir weiter unten beschrieben.

Testsystem


Zwei 4GB DDR3L-1600 So-Dimm (1,35V) von Kingston (KVR16LS11/4) ergänzen unser ASRock N3700-ITX und ermöglichen uns den Dual-Channel Modus zu nutzen. Der Dual-Channel Modus bewirkt nicht nur eine Erhöhung der Speicherbandbreite sondern beschleunigt auch die Grafikleistung, da diese auch von der Speicherbandbreite abhängig ist. Um einen direkten Vergleich zu ermöglichen, haben wir alle Benchmarks im Single-Channel und im Dual-Channel Modus durchgeführt.

Achtung: Wir haben im Testverlauf mehrere Arbeitsspeicher-Modelle ausprobiert und nur die Kingston KVR16LS11/4 liefen im Dual Channel Modus. Bei allen anderen Modellen wie z.B. den beliebten Crucial CT51264BF160BJ verweigerte das Mainboard seinen Dienst. Im Single Channel Modus liefen durchgehend alle von uns getesteten Arbeitsspeicher.

Als Systemfestplatte setzen wir auf eine aktuelle Samsung 850 Pro mit 256GB die wir an einen Intel SATA3-Port angeschlossen haben (2 SATA3 Ports werden über die Southbridge an den Prozessor angebunden, 2 weitere SATA3 Ports über einen ASMedia 106x Controller). Der ASMedia Controller ist ziemlich verbeitet und auch nicht schlecht, erfahrungsgemäß sind die eigenen SATA3-Ports aber noch einen Tick schneller.

Ein internes ATX-Netzteil wäre für die beiden Systeme etwas überdimensioniert, weswegen wir uns für einen PicoPSU-90 Spannungswandler (90W) für {PicoPSU-90} und für ein Salcar 60W Trafo Transformator Netzteil mit 5,5mm/2,5mm Buchse für knapp {Salcar 60W Trafo Transformator Netzteil} entschieden haben.

Positiver Nebeneffekt ist, dass das ganze System komplett passiv gekühlt wird und auch das Netzteil keinen Laut von sich gibt.

Bios


Das ASRock UEFI Bios ist gut strukturiert. Besonders das automatische Bios-Update direkt aus dem UEFI heraus ist einfach und komfortabel. Für das ASRock N3700-ITX war zum Testzeitpunkt die Version 1.20 die Neuste. Da hier noch einige Kinderkrankheiten des Braswell Boards behoben wurden ist ein Update auf die aktuellste Bios Version empfehlenswert.

Wie bei fast allen ASRock Mainboards muss für das WOL Feature die Option “PCIE Devices Power on” aktiviert werden”. Die ist vor allem für NAS Systeme interessant und funktioniert zuverlässig.

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Neu ist ein das so genannte “Power Gear”. Hier lässt sich neben dem “Normal Mode” auch ein “Eco Mode” bzw. “Sport Mode” auswählen. Während sich die Leistung im “Normal Mode” nicht vom “Sport Mode” unterscheidet, wird im “Eco Mode” die maximale Taktfrequenz im Mehrkernbetrieb reduziert.

Für uns erschließt sich der Sinn des Eco Mode allerdings nicht, da das System dann dementsprechend länger rechnen muss - das wird in der Praxis eventuell sogar mehr Energie verbrauchen als im Normal Mode. So haben wir im Cinebench R15 Mehrkern Benchmark zwar 9% Energie eingespart, die Leistung lag dabei aber ganze 20% unter den zwei anderen Modi. Wir halten Power Gear daher für eine nette Spielerei - einen echten Nutzen konnten wir nicht erkennen. Identisch verhält sich dies übrigens beim kleinen Bruder, dem Intel Celeron N3150 auf dem ASRock N3150-ITX.

Netzteil - Intern oder Extern ?


Möchte man einen kleinen und sparsamen PC bauen ist ein internes ATX-Netzteil meistens nicht sinnvoll. Wir empfehlen bei solch sparsamen PCs dann eine PicoPSU-90 mit externem 60 oder 70W Netzteil. Bei geringen Lastzuständen sind nämlich selbst sehr effiziente ATX-Netzteile recht ineffizient. Das hatten wir in der Vergangenheit bereits getestet.

Mit einer PicoPSU-90 mit externem Netzteil wie dem Salcar 60W Trafo Transformator Netzteil lassen sich ca. 4-6 Watt einsparen im direkten Vergleich mit einem Be quiet! BN140 System Power 7 mit 300 Watt.

Allerdings ist die Anschaffung dann 13 Euro teurer und bei 8 Stunden Benutzung pro Tag (~12W) dauert es bei einem Strompreis von 0,3 Euro pro Kilowattstunde dann fast 1,5 Jahre bis sich die Mehrinvestition rein rechnerisch lohnt. Da die Nutzungsdauer aber bei den meisten bei mehr als 1,5 Jahren liegt empfehlen wir trotzdem die etwas teurere Variante.

Netter Nebeneffekt eines externen Netzteiles: es ist absolut geräuschlos, während interne ATX-Netzteile in dieser Preisregion immer aktiv gekühlt werden.

Nicht wundern: die PicoPSU-90 nutzt nur einen ATX-20 Stecker, die 4 zusätzlichen Anschlüsse dienen der redundanten Stromversorgung die bei kleineren System nicht benötigt wird.

Windows 7: Keine Empfehlung


Die neuen Braswell Boards können nicht mit einem Standard- Windows 7 Installationimage installiert werden, da die USB-Ports während der Installation nicht funktionieren. Auch ein PS2-Adapter schaffte hier keine Abhilfe. Das Problem taucht sowohl über den normalen USB-Boot als auch über UEFI auf.

ASRock hat uns dazu erklärt, dass die neuen Braswell Boards USB schon per xHCI ansteuern. Da Windows 7 noch keinen nativen xHCI Support besitzt, muss vor der Installation von Windows das Installationsimage manuell mit den xHCI USB 3 Treibern versehen werden. Dies betrifft das ASRock N3050-ITX, das ASRock N3150-ITX und auch das ASRock N3700-ITX. Der genaue Vorgang ist in der Anleitung ab Seite 25 beschrieben.

Trotzdem berichten Besucher von uns, dass die Befolgung der Anleitung zwar ermöglicht Windows 7 zu installieren, nach der Installation fehlen dem Betriebssystem die USB xHCI Treiber allerdings wieder. Diese müssen dann mit einer PS2-Tastatur nachträglich installiert werden. Da dies ein zeitaufreibendes und kompliziertes Vorgehen ist, können wir die Benutzung von Windows 7 aktuell nicht auf den Braswell Boards empfehlen.

Arbeiten in Windows 10


Für Office Arbeiten wie Word, Excel oder Outlook sowie zum Surfen reicht der Intel Pentium N3700 voll aus. Auch einfache Photoshop Tasks können noch ausreichend schnell bewältigt werden, spätestens beim Einsatz von Filtern stößt dieser allerdings an seine Grenzen. Wer täglich mit Photoshop arbeitet sollte daher eher zu einem Prozessor aus Intels Core i Serie greifen.

Das kleinere ASRock N3150-ITX ist zwar nur 13% langsamer, aber auf die Mehrleistung des Intel Pentiums möchte man ungern verzichten zumal auch die Grafikeinheit schneller arbeitet, wovon man auch in Anwendungen wie Adobe Photoshop profitiert da hier einige Berechnungen in der Grafikeinheit verlagert werden.

Der Intel Pentium N3700 ist für den normalen Anwender eine gute Wahl und zudem sehr sparsam. Ein Office Rechner mit geringen 10 Watt Verbrauch im Idle ganz ohne zusätzliche Bios Tweaks. Selbst bei maximaler Auslastung stehen nie mehr als 25 Watt auf dem Messgerät.

Windows 10 lässt sich übrigens genau wie Windows 8.1 probemlos und ohne Änderungen am Installationsimage via UEFI-Boot auf den Braswell Mainboards installieren.

CPU-Z, Cinebench 11.5 (64bit) / R15, Prime95


Schon in unserem Test des ASRock N3150-ITX haben wir festgestellt, dass Intel die reine CPU-Leistung nicht erhöht hat. Augenmerk lag hier auf der deutlich stärkeren Grafikeinheit und einer leicht verbesserten Energieeffizienz. Die Leistung der 4-Kerner liegt eben auch schon im Bereich von Intels kleineren Haswell 2-Kern-Prozessoren - hier scheint man sich keine Konkurrenz aus dem eigenen Haus schaffen zu wollen.

Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger des Intel Pentium N3700, dem Intel Pentium J2900, ist der Nachfolger sogar 6-8% langsamer was an einer geringen Verringerung der maximalen Taktfrequenz (2,4 zu 2,67 GHz) liegt. Durch diese Verringerung konnte Intel die TDP des Prozessors von 10 auf nun 6W absenken. Merkbar ist dies aber nicht, beide Prozessoren können problemlos passiv gekühlt werden.









BenchmarkASRock N3700-ITXASRock N3150-ITX
Cinebench 11.5 Einkern0,470,41
Cinebench 11.5 Mehrkern1,781,55
Cinebench R15 Einkern3835
Cinebench R15 Mehrkern145126
Cinebench R15 OpenGL iGPU (Single Channel)12,9 fps12,4 fps
Cinebench R15 OpenGL iGPU (Dual Channel)16,8 fps16,1 fps
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Beim Einsatz von 2 Arbeitsspeichermodulen erhöht sich der maximale Durchsatz um 30%. Bei den großen Haswell-Prozessoren bringt das deutlich mehr: hier sind Zuwächse von bis zu 100% (also einer Verdopplung) möglich. Trotzdem ist der Unterschied auch bei Braswell messbar (aber nicht spürbar).

Videowiedergabe h264 / h265 bis 4K


Während ffmpeg (und damit der VLC Player sowie das Kodi Mediacenter) noch nicht die per Hardware beschleunigte Wiedergabe von Videos mit HEVC (h265) Codec unterstützt, beherrscht PowerDVD 15 in der “Ultra Edition” dies bereits.

Selbst h265 4K Videos laufen bei unter 10% CPU-Auslastung absolut flüssig, der Intel Pentium N3700 taktet sich während der Wiedergabe sogar auf 0,5 GHz herunter (2,4 GHz wären mit Turbo theoretisch möglich). Der ältere h264 Codec wird natürlich auch in Hardware dekodiert und läuft ebenso absolut flüssig. Hier ist es übrigens egal ob ein oder zwei Arbeitsspeichermodule benutzt werden.

[youtube=d5ZsbM61ozc]

Ältere i7 Prozessoren ohne Hardwaredekodierung benötigen rund 3Ghz bei 100% Auslastung um das gleiche Video flüssig abzuspielen. Der kleine Braswell tut dies quasi im Schlaf und reicht als Mediaplayer CPU absolut aus. Dazu muss allerdings die Abspielsoftware in der Lage sein die Dekodierung via Hardware durchzuführen. Man darf davon ausgehen, dass auch ffmpeg bzw. Kodi bald diese Unterstützung bieten.

4K HTML5 / YouTube


Es läuft. Allerdings nur in Microsofts Browser Edge - dieser spielt Videos bis 4k @ 25 (Trailer) flüssig ab bei einer CPU-Last von 50-100%. Googles Chrome war (Stand 07.10.2015) nicht in der Lage 4K Videos flüssig wiederzugeben. 1080p lief aber auch in Googles Browser flüssig.






Microsoft Edge (v20.10240)Google Chrome (v45.0.2454)
1080p (FHD)Flüssig, CPU 25-70%Meist flüssig, CPU 85-100%
2160p (4K)Flüssig, CPU 60-100%Ruckelt / nicht flüssig

AES Verschlüsselung unter TrueCrypt 7.1a


Wie oben bereits erwähnt verfügen die Braswell Prozessoren nun über die AES-Ni Hardwarebeschleunigung. Dies macht sich in einer Verdreifachung der Ent- bzw. Verschlüsselungsgeschwindigkeit bemerkbar. Damit eignen sich die neuen Braswell Prozessoren auch für den Einsatz in NAS-Systemen in denen Verschlüsselung eine Rolle spielt. Der Arbeitsspeicher (Single oder Dual Channel) macht hier keinen Unterschied.

Temperatur


Der passive Kühlkörper reicht Dank der kleinen TDP von 6W aus um das ASRock N3700-ITX kühl zu halten. Bei 21°C Raumtemperatur erreichte die Kerntemperatur auf dem Windows Desktop maximale 47°C, bei Volllast unter Prime95 LargeFFTS blieb die Kerntemperatur dauerhaft unter 60°C - ein sehr guter Wert. Die Vorgängerarchitektur wird mit maximal 65°C nur unwesentlich wärmer, im Idle liegt die Temperatur ca. 5°C höher als beim neuen Braswell Pendant.

Stromverbrauch


Hier haben wir den Stromverbrauch unseres Testsystems in verschiedenen Situationen vermerkt. Gemessen haben wir den Energieverbrauch mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.













SituationASRock N3700-ITXASRock N3150-ITX
Ausgeschaltet (PicoPSU, nach 5min gemessen)3,1W3,1W
Standby mit WOL (PicoPSU, nach 5min gemessen)3,4W3,5W
Standby mit WOL (PicoPSU, nach 300min gemessen)2,7W2,7W
Standby mit WOL (be Quiet System Power 7 300W, nach 5min gemessen)3,0W-
Standby mit WOL (be Quiet System Power 7 300W, nach 300min gemessen)1,6W-
Win 8.1 Desktop Single Channel-11,3W
Win 10 Desktop Single Channel (PicoPSU)10,3W-
Win 10 Desktop Dual Channel (PicoPSU)11,3W-
Win 10 Desktop Single Channel (be Quiet System Power 7 300W)16,7W-
Win 10 Desktop Dual Channel (be Quiet System Power 7 300W)17,5W-

Fazit


Das ASRock N3700-ITX ist ein würdiger Nachfolger der schon sehr guten Bay-Trail Mainboards. Während die reine CPU-Leistung nicht erhöht wurde, hat Intel den Fokus auf zusätzliche Features wie AES-Ni oder die schnellere Anbindung des Arbeitsspeichers gesetzt.

Auch die deutlich stärkere interne “Gen8” Grafik weiß zu überzeugen und glänzt Dank Dekodierung via Hardware mit einer absolut flüssigen 4K-Videowiedergabe (h264 + h265). Damit ist das ASRock N3700-ITX auch eine gute Wahl für einen zukunftssicheren Mediaplayer oder HTPC bis 4K @ 30Hz. Das funktioniert mit PowerDVD 15 in der teuren “Ultra Edition” schon jetzt sehr gut, ist aber in ffmpeg (Kodi, VLC) noch nicht verfügbar.

Und auch für einen kleinen Homeserver oder NAS können wir das ASRock N3700-ITX empfehlen, hier haben wir bereits eine Bauanleitung für das kleinere ASRock N3150-ITX welche 1:1 für das ASRock N3700-ITX übernommen werden kann.

Ob sich die 20% Mehrkosten zum ASRock N3150-ITX lohnen ? Das muss jeder individuell für sich entscheiden. Soll das Mainboard als Office PC oder für mehrere Aufgaben eingesetzt werden, raten wir zum ASRock N3700-ITX. Für den reinen Mediaplayer-Betrieb reicht der kleinere Bruder locker aus.

Zumindest im Idle auf dem Desktop ist Windows 10 übrigens noch einmal 1W sparsamer als Windows 8.1. Dabei sind Windows 7 und 8.1 von sich aus schon sehr sparsam (meist sogar etwas sparsamer als Linux).

Komponenten in diesem Test


Hier haben wir noch einmal alle von uns verwendeten Komponenten zusammengefasst.

















KomponenteNamePreis
MainboardASRock N3700-ITX{ASRock N3700-ITX}
Mainboard (alternativ)ASRock N3150-ITX{ASRock N3150-ITX}

Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4)je {KVR16LS11/4}

SSDSamsung 850 Pro 256GB{Samsung 850 Pro 256GB}

SpannungswandlerPicoPSU-90{PicoPSU-90}
Externes NetzteilSalcar 60W Trafo Transformator Netzteil{Salcar 60W Trafo Transformator Netzteil}
Internes Netzteil (alternativ)Be quiet! BN140 System Power 7 mit 300 Watt{Be quiet! BN140 System Power 7}

Gehäuse (Mini-ITX)Cooler Master Elite 120 Advanced{Cooler Master Elite 120 Advanced}
ATX-BlendeATX Blende schwarz, aus eloxiertem Aluminium{ATX Blende schwarz}
ATX-Blende (alternativ)ATX Blende silber, aus eloxiertem Aluminium{ATX Blende silber}