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NAS Advanced 2.0 mit Skylake Pentium Prozessor und 6x SATA

NAS Advanced 2.0 mit Skylake Pentium Prozessor und 6x SATA

Die neuen Intel Pentium Prozessoren auf Skylake Basis sind nun endlich verfügbar. Gefertigt werden die neuen Prozessoren im 14nm Verfahren welches die Energieaufnahme nochmals reduziert. Konkret benutzen wir in unserer Anleitung einen Intel Pentium G4400 mit 2x 3,3 GHz.

Im Vergleich zum Vorgänger auf Haswell Basis (Intel Pentium G3440, 2x 3,3 GHz) konnte Intel die TDP von vormals 54 auf nun 47W leicht reduzieren, was aber keinen direkten Einfluss auf den wirklichen Energieverbrauch haben muss.

Dafür unterstützt der neue Intel Pentium G4400 nun AES-Ni zur Beschleunigung von Verschlüsselung sowie die Virtualisierungsfunktion Vt-d womit PCIe-Hardware dediziert an ein Gastsystem durchgereicht werden kann. Beide Features hatte der Intel Pentium G3440 noch nicht, Vt-d wurde bisher erst ab Core i5 / Xeon E3 unterstützt.

Zudem wird nun neben DDR3-1600 auch neuer DDR4 Arbeitsspeicher (DDR4-2133) unterstützt. Es darf auch wieder ECC-Arbeitsspeicher mit 1bit Fehlerkorrektur verbaut werden, dafür wird allerdings ein Intel Server Chipsatz benötigt. Aus Kostengründen und weil DDR4-Arbeitsspeicher nur sehr geringe Vorteile bietet, setzen wir hier nach wie vor auf DDR3 Arbeitsspeicher.

Auch bei der integrierten Grafik hat sich einiges getan, so besitzt diese nun 12 Ausführungseinheiten, der neue h.265 (HEVC) Videocodec wird via Hardware (8bit De- und Encode, 10bit GPU Decode) ebenfalls stark beschleunigt.



CPU, Mainboard und Arbeitsspeicher

Beim Mainboard haben wir wieder ein möglichst energiesparendes und günstiges Mainboard gesucht und haben uns für das ASUS B150M-K D3 im Micro-ATX Layout entschieden.

Grundlegend darf man einen Nachteil der neuen Skylake Architektur nicht unerwähnt lassen: Intel hat die Spannungswandler aus der CPU verbannt, diese müssen nun wieder auf dem Mainboard selbst verbaut werden - was im Leerlauf meist zu einem geringfügig höheren Verbrauch führt.

Außerdem werden so wieder die Unterschiede zwischen den Mainboards größer weil es eben darauf ankommt welche Wandler verbaut werden. Da die Mainboards auch Intel Core i7 Prozessoren aufnehmen können, sind zudem deutlich mehr bzw. größere Wandler verbaut als wir für unseren Pentium Prozessor benötigen.

Im direkten Vergleich verbraucht das neue NAS Advanced 2.0 mit Skylake Pentium ca. 3W mehr im Idle als der Vorgänger mit Haswell Prozessor. Unter Last kehrt sich dies allerdings um, hier ist dann die neue Skylake Architektur deutlich (bis zu 30%) effizienter.


NAS Advanced 2.0 mit Skylake Pentium Prozessor und 6x SATA


6x SATA 6G - max. 550MB/s pro Port
AES-Ni - Beschleunigung von Ver- und Entschlüsselung
Vt-x, Vt-d - Virtualisierungsfeatures
4x USB 3.0 + 1x Front-USB 3.0
2x USB 2.0 + 1x Front-USB 2.0
1x Gigabit LAN (Realtek RTL8111H, Wake-On-Lan, Wake-On-Wan, 802.3az EEE, PXE)
1x DVI + 1x VGA Display
1x PCIe 3.0 x16, 2x PCIe 3.0 x1

Der Intel Pentium G4400 eignet sich durch sein umfangreiches Featureset und eine hohe Leistung ideal für ein 6-Bay NAS. Während eines Dateitransfers über die LAN-Schnittstelle mit 115MB/s ist der Prozessor nur zu etwa 20% ausgelastet.

Wem die 6 SATA Ports nicht ausreichen, der kann den PCI-E 3.0 x16 Slot (max. 15.754 MB/s Bandbreite) nutzen um einen zusätzlichen Controller - auch ein Hardware-Raid ist denkbar - zu verbauen.

Dem Mainboard liegen zwei SATA-Kabel bei. Wer mehr Festplatten anschließen möchte, benötigt weitere SATA Kabel wie z.B. 3x deleyCON SATA 3 Kabel 0,5m für aktuell 6 Euro.



Systemfestplatte - SSD oder SLC-Stick empfehlenswert

Um möglichst keinen der 6 SATA-Ports mit einer System-SSD zu belegen, greife ich auf einen USB-Stick mit SLC-Speicherzellen (wichtig!) wie den WINKOM-USB 3.0 Memory-Stick 16 GB oder den Mach Xtreme MX-ES series MXUB3SES als Systemdatenträger zurück. Dazu bietet sich der SODIAL(R) 8 Zoll USB 3.0 20-Pin (knapp 4 Euro) an, damit man den USB-Stick in das Gehäuse verfrachten kann.

Leider sind USB-Sticks mit SLC-Speicherzellen recht selten und teuer. Warum dies so ist und wo der Unterschied zu einem normalen MLC-USB-Stick ist, könnt ihr hier nachlesen: USB mit SLC-Speicherzellen als Systemfestplatte - Ein SSD Ersatz ?.

Als Alternative - wenn ihr z.B. nicht alle 6 SATA-Ports für Datenfestplatten benötigt - empfehle ich eine kleine SSD wie die Kingston SS200S3/30G (30GB) welche aktuell auch die günstigste Lösung ist.



Das richtige Gehäuse

Hier kommt quasi jedes Micro-ATX kompatible Gehäuse mit einer guten Festplattenkühlung in Frage. Da wir unsere NAS Anleitungen nun seit mehreren Jahren anbieten, haben wir hier ziemlich viel Erfahrung sammeln können.


Fractal Design Define R5
Mein Favorit ist immer noch das Fractal Design Define R5 für rund 110 Euro. Mich hat das Gehäuse durch seine Möglichkeit überzeugt 8 Festplatten (3,5 Zoll) unterzubringen, die von 2 140mm Lüftern optimal gekühlt werden. Zudem habe ich bisher schon 5 Gehäuse verbaut welche alle eine absolut super Verarbeitung hatten.

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Das Fractal Design Define R5 verfügt über eine eingebaute Lüftersteuerung (5/7/12V) an die maximal 3 Lüfter angeschlossen werden können. Die beiden beiliegenden 140mm Lüfter sind angenehm leise.


Xigmatek Asgard
Wem das Fractal Design Define R5 zu teuer ist, dem empfehle ich den Xigmatek Asgard Midi-Tower als günstigere Lösung. Dieser kann sieben 3,5 Zoll Festplatten aufnehmen die von einem 120mm Lüfter gekühlt werden. Zumindest 4 Festplatten können so ausreichend gekühlt werden, ggf. muss dann noch ein zweiter Lüfter zugekauft werden.

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Netzteil

Bei einem NAS für 6 oder mehr Festplatten empfehle ich ein richtiges ATX-Netzteil und keine Pico-PSU, wie wir sie in unserem NAS - Basic Vorschlag empfehlen. Der Grund ist, dass normale ATX-Netzteile erst ab einem bestimmten Leistungsbereich (meistens größer 35W) wirklich effizient arbeiten. Bei der Verwendung von 6 Festplatten wird unser System knapp 50W mit aktiven Festplatten verbrauchen.

Wir benutzen seit längerem Netzteile von Be quiet. Für dieses NAS empfehle ich das Be quiet! BN140 System Power 7. Das kleine 300W-Netzteil ist vollkommend ausreichend. Die Effizienz wird mit guten 87% angegeben, alle gängigen Schutzschaltungen wie Überhitzungsschutz, Überstromschutz, Überspannungsschutz, Unterspannungsschutz sowie ein Kurzschlussschutz sind vorhanden. 36 Euro kostet das Be quiet! BN140 System Power 7 - 300W aktuell.

Das Netzteil besitzt 4x SATA-Power, für 6 Festplatten sind also 2x Wentronic Internes Stromadapterkabel (SATA Kupplung auf 2x SATA Stecker) für je 2,59 Euro erforderlich.



Festplatten

Das wichtigste in einem NAS sind natürlich die Festplatten. Bei mir kommen 6 Festplatten vom Typ Western Digital Red mit je 6TB zum Einsatz, diese Festplatten eignen sich durch eine auf NAS-Systeme optimierte Firmware besonders gut für unser System. So unterstützen die WD Red Festplatten z.B. TLER (Time-Limited-Error-Recovery). Diese Funktion sorgt durch eine Kommunikation mit dem Raid-Controller für eine höhere Stabilität.

Western Digital gibt 3 Jahre Garantie auf die NAS-Serie. Der Preis liegt aktuell bei rund 42 Euro pro TB Kapazität. Generell macht es immer Sinn lieber weniger Festplatten mit hoher Kapazität zu kaufen als viele Festplatten mit geringer Kapazität.



Zusammenbau

Egal für welches Gehäuse ihr euch entscheidet - der Zusammenbau ist denkbar einfach. Der Prozessor wird in den Sockel des Mainboards gesetzt, der beiliegende CPU-Lüfter muss danach nur aufgesteckt werden und rastet in den 4 Löchern des Mainboards ein. Wärmeleitpaste muss nicht installiert werden, da der Intel CPU-Lüfter bereits ein Wärmeleitpad besitzt.

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Selbst wenig versierte Anwender sollten die Komponenten in unter einer Stunde zusammenbauen können. Besondere Bios-Einstellungen müssen nicht vorgenommen werden, das System ist nach dem Zusammenbau direkt einsatzbereit.

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Bios

Das Bios des ASUS B150M-K D3 ist modern und einfach mit Maus und Tastatur zu bedienen. Es lässt sich mittlerweile auch direkt aus dem Bios aktualisieren was sehr komfortabel ist.

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Vergleich der NAS-Betriebssysteme

Ihr könnt auf diesem NAS ein Betriebssystem euer Wahl installieren. Auch Windows 8.1 oder Windows 10 sind möglich, da Microsoft ab Windows 8 mit den Windows Storage Spaces einen eigenen Software-Raid ermöglicht. Windows Home Server ist aktuell nur noch schwer oder gebraucht zu bekommen, ist aber auch eine gute Möglichkeit.

OpenMediaVaultFreeNAS
Basis OSDebian 7 (Wheezy)FreeBSD 9.3
Raid-LevelJBOD, 0, 1, 5, 6, 100, 1, Raid-Z (5), Raid-Z2 (6), Z3
DateisystemeExt3, Ext4, XFS, JFSZFS, UFS
Arbeitsspeichermin. 2GBmin. 8GB
BedienungWeboberfläche, KonsoleWeboberfläche, Konsole
SchwierigkeitEinfachFortgeschritten
AnleitungJa, vollständigJa, vollständig


Wir verwenden in diesem NAS - Advanced Vorschlag das Betriebssystem OpenMediaVault welches auf einen Debian Linux Unterbau setzt. Dadurch ist es fast unbegrenzt erweiterbar und die Bedienung ist über eine Weboberfläche sehr einfach.

Eine vollständige Schritt-für-Schritt Anleitung zur Installation von OpenMediaVault findet ihr auch bei uns.



Stromverbrauch und Wake-On-Lan

Ein wichtiger Punkt bei einem NAS oder Home-Server ist der Stromverbrauch. Daher sind alle von uns ausgewählten Komponenten sehr sparsam:

SituationVerbrauchBemerkung
Ausgeschaltet, kein Betriebssystem1,2W
Ausgeschaltet, aus OMV0,6W
Standby, WakeOnLan aktiv1,1W(Suspend-to-Ram)
Im Betrieb (ohne Festplatte, Idle)18,4W
Im Betrieb (mit 6 ruhenden WD Red 6TB Festplatten)41W
Im Betrieb (mit 6 aktiven WD Red 6TB Festplatten)57W

Ausgeschaltet, aus Windows 100,5W
Standby, WakeOnLan aktiv (Windows 10)1,0W(Suspend-to-Ram)
Im Betrieb (Windows 10, 1 SSD für OS, Idle)21W

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Wir benutzen in diesem Vorschlag das Wake-On-Lan Feature des Mainboards. OpenMediaVault verfügt über ein Plugin mit dem Namen "AutoShutDown". Dieses Script prüft anhand von speziellen Kriterien ob das NAS automatisch in den Standby-Modus wechseln soll. Ihr könnt z.B. euer Netzwerk alle 5 Minuten nach Clients wie PCs, Notebooks oder Mediaplayer scannen lassen. Ist kein Client mehr aktiv, so wechselt das NAS in den Standby.

Windows, Linux oder Mac Clients oder Mediaplayer z.B. mit Kodi (XBMC) können das NAS dann bei Gebrauch selbst aus dem Standy aufwecken. Dies passiert alles vollautomatisch! Ihr werdet gar nicht merken, dass euer NAS im Standby war. Mit dieser Methode lässt sich eine große Menge an Energie einsparen.

Die vollständige Konfiguration zu Wake-On-Lan und AutoShutDown findet ihr auch in der Installationsanleitung von OpenMediaVault.

Achtung: Aktuell funktioniert unter OpenMediaVault (Debian) der Standby Modus noch nicht zuverlässig mit den neuen Skylake Prozessoren. Hier warten wir auf ein neues Update welches das Problem behebt. Ist dies für euch absolut zwingend, greift ihr am Besten zur Vorgängerarchitektur mit Haswell Prozessor (siehe NAS Advanced 1.0 Anleitung), dort funktioniert alles wie oben beschrieben.



Lautstärke

Sowohl das Be quiet! BN140 System Power 7 als auch der Intel Lüfter sind im Normalbetrieb sehr leise, der Lüfter kann bei Volllast ziemlich laut werden, das kommt aber im NAS Betrieb nie vor. In einem geschlossenen Gehäuse sind beide Komponenten dann ab 2 Meter Entfernung nicht mehr zu hören. Allerdings können sich die Datenfestplatten (je nach Anzahl) zu einem recht lauten Geräusch zusammenaddieren.



Truecrypt

Wer sich für FreeNAS entscheidet, kann auf dessen gute Verschlüsselung zurückgreifen. Zwar lässt sich ZFS auch unter Linux bzw. OpenMediaVault installieren, empfohlen wird dies jedoch nicht. Wer sein NAS mit Linux / OpenMediaVault betrieben möchte, kann aber z.B. einfach einen TrueCrypt Container auf dem Netzwerkshare ablegen (dann übernimmt allerdings der Client die Entschlüsselung). Der Intel Pentium G4400 schafft beachtliche 1,5 GB/s AES-Speed im Truecrypt Benchmark.

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Häufige Fragen rund um OpenMediaVault

NAS Advanced 2.0 mit Skylake Pentium Prozessor und 6x SATA

Da wir eigentlich alles wichtige bereits in unserer Installationsanleitung von OpenMediaVault beantwortet haben, fasse ich mich hier kurz.

Frage: Ist der Raid später erweiterbar ?
Antwort: Ja (Raid 0,5,6)

Frage: Kann man den Raid bei einem Festplattenausfall wiederherstellen ?
Antwort: Ja, defekte Festplatte austauschen und die Wiederherstellungsfunktion in OMV benutzen.

Frage: Kann man den Systemdatenträger austauschen ohne Daten auf dem Raid zu verlieren ?
Antwort: Ja, der Raid ist unabhängig vom Systemdatenträger.

Frage: Kann man die Hardware (CPU, Mainboard, Arbeitsspeicher) austauschen, ohne Daten auf dem Raid zu verlieren ?
Antwort: Ja, der Raid ist unabhängig von der verwendeten Hardware.

Frage: Ich habe Probleme mit der Installation von OMV (Grub-Bootloader)!
Antwort: Der OMV Systemdatenträger muss als erstes Laufwerk angeschlossen sein (/sda). Alle Datenfestplatten sollten während der Installation abgeklemmt werden.



Zusammenstellung

Hier haben wir alle Komponenten noch einmal zusammen aufgelistet.

KomponenteNamePreis
ProzessorIntel Pentium G4400 (2x 3,3GHz)67 Euro
MainboardASUS B150M-K D374 Euro
ArbeitsspeicherKingston KVR16N11S8/4 4GB DDR3-1600 CL11 1.5V15 Euro
System-StickMach Xtreme MX-ES series MXUB3SES44 Euro
System-SSD (alternativ)Kingston SS200S3/30G (30GB)39 Euro
NetzteilBe quiet! BN140 System Power 7, 300W35 Euro
GehäuseFractal Design Define R590 Euro
Gehäuse (alternativ)Xigmatek Asgard Midi-Tower35 Euro

Zubehör3x deleyCON SATA 3 Kabel 0,5m6 Euro
Zubehör (optional)SODIAL(R) 8 Zoll USB 3.0 20-Pin4 Euro
Zubehör (ab 5 Festplatten)SATA Kupplung auf 2x SATA Stecker3 Euro

DatenfestplattenWestern Digital Red, Preis je TB Kapazität42 Euro

SummeGünstigste Zusammenstellung ohne Datenfestplatten271 Euro



Fazit

Unser NAS - Advanced 2.0 bekommt man ohne Datenfestplatten bereits ab 271 Euro. Gegenüber der vorherigen Bauanleitung mit Haswell-Prozessor sind dies 21 Euro mehr. Dieser Aufschlag ist der Tatsache geschuldet, dass wir nun einen Intel Pentium anstatt einem Intel Celeron Prozessor benutzen. Ein neuer Intel Celeron Prozessor auf Skylake Basis würde allerdings vollkommen ausreichen, ist aktuell aber einfach noch nicht verfügbar.

Das System ist durch die freie Betriebssystemwahl sehr flexibel und kann später einfach aufgerüstet werden. Wem unser NAS Basic 2.0 Bauvorschlag für 4 Festplatten nicht ausreicht oder nicht Zukunftssicher genug ist, für den könnte unser NAS Advanced 2.0 genau richtig sein.


185 Kommentare

Von Stefan am 22.07.2016
Technikaffe.de Team

1472 Beiträge
@mmx: Bei deinen Anforderungen würde ich die CPU gegen einen Intel Core i3-6100 austauschen, den Rest kannst Du so lassen denke ich.

ZFS unter Linux habe ich kaum Erfahrungen, es ist aber richtig das sich ein Pool kaum (schwer) erweitern lässt. Warum muss es unbedingt ZFS sein ? Wäre FreeNAS dann eventuell eine Option ?

Ubuntu Server läuft natürlich am schnellsten auf einer SSD, gerade wenn Du noch VMs erstellen möchtest, wäre eine SSD die deutlich bessere Wahl.

Von Stefan am 22.07.2016
Technikaffe.de Team

1472 Beiträge
@Nessi: Danke für den Hinweis.

Von Nessi am 21.07.2016
Besucher

Preisliste: ich vermute, beim Netzteil sollte 35 drin stehen, nicht 384. Sonst kommt man nicht auf die 271EUR ;)

Von mmx am 20.07.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hi,

erstmal besten Dank für die sehr übersichtlichen und gut strukturierten Aufbauvorschläge. Echt super gemacht!

Bin momentan auf der Suche nach einer geeigneten Konfiguration für einen privaten Ubuntu Server und dabei auf diese NAS Advanced 2.0 Variante gestossen.
Die Hauptanwendung wäre natürlich NAS / Fileserver (Samba) für Netzlaufwerke (Windows PCs), Backups, Aufnahmen vom Sat-Receiver (Enigma / OpenPli) sowie Ablage für die private Video- und Musiksammlung. Wichtige Dateien werden täglich verschlüsselt mit der Cloud synchronisiert sowie monatlich auf externe USB-Festplatte gespeichert.

Daneben sollen noch Media Streaming (Kodi Datenbank) und VMs (für kleine Programmierprojekte während des Studiums) laufen. Dazu kämen noch ein paar Unix Applikationen, auf die dann von verschiedenen Windows PCs (z.Zt. WinXP, Win7, Win 8.1) z.B. per Remote Desktop zugegriffen werden soll. Remote Desktop wird von max. 3 Benutzern angewendet, z.B. für Videoschnitt direkt auf dem Server.

Laufzeit wäre eher 10/5 statt 24/7, Speicherbedarf netto ca. 3-4 TB, Datentransfer eher ( 200 MB pro Tag. Gleichzeitig wären i.d.R. nicht mehr als 2 VMs aktiv.

Wegen der VMs würde ich aber eher 16MB Ram installieren. ECC wäre eine Option, aber kein Muss. Hier entscheidet wohl das Budget.

Es bleiben noch ein paar Fragen:

1) Reichen für die obigen Anforderungen CPU und MoBo aus oder sollte man besser gleich einen stärkeren Prozessor einplanen (z.B. Xeon E3-1225 V5 mit integr. Grafik)?

2) Als FS wäre ZFS angedacht, mit dem ich aber noch keine Erfahrung habe. Habe schon erfahren, dass ein Nachteil von ZFS die umständliche Erweiterung des Pools um zusätzliche Festplatten sein kann. Sollte ich daher eher mit z.B. 4 * 2TB starten statt 2 * 4TB? Möchte halt vermeiden, dass ich später nur erweitern kann, wenn ich ALLE Daten vorher sichere und danach wieder zurückspiele.

3) Da ich damit rechne in Zukunft (3 Jahre+) mehr Speicherbedarf zu haben, könnte ich so bei Ausfall einer 2TB Platten sukzessive auf 4 TB oder 6TB Platten wechseln und die Ausgaben für HDD ein bisschen strecken. Oder denke ich hier komplett falsch?

4) Sollte man beim Ubuntu Server statt des USB-SLC-Sticks für das OS besser eine SSD einsetzen? Oder funktioniert Ubuntu Server auch mit SLC-Stick, sodass ich keinen SATA Port belegen muss?

Gruß,

Michael

Von Stefan am 19.07.2016
Technikaffe.de Team

1472 Beiträge
@naikon: Langfristig ist sicherlich eine Neuanschaffung sinnvoller, der Q6600 genehmigt sich deutlich mehr als moderne Prozessoren, auch im Leerlauf, wo sich ein NAS ja häufig befindet.

Es gibt auch reichlich Mini-ITX für den aktuellen Sockell 1151. Wir haben hier ein Micro ATX Mainboard benutzt weil der Energieverbrauch niedrig ist und es 6x SATA 3 besitzt.

Von naikon am 19.07.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hallo,

ich bin auf diesen Artikel gestoßen, da ich momentan vor folgendem Problem stehe:

Der Usb-Systemstick meines bestehenden, selbstgebauten NAS ist defekt, sodass ich auf das neue FreeNAS updaten wollte. Dieses benötigt allerdings in der neuen Version 8GB RAM.

Mein bestehendes System (ASUS PQ5 Deluxe, Intel Core2Quad Q6600 und die WD Red HDDs) hat derzeit aber nur 4GB (nur DDR2 möglich)

Nun die Frage: Lohnt sich die Investition in alten DDR2 Speicher oder wäre der NAS Advanced langfristig die bessere Lösung?
Gibt es auch preisgünstige mini-itx-Boards für den G4400 um die Kiste kleiner zu bekommen?

Grüße und Danke!

Von Stefan am 17.07.2016
Technikaffe.de Team

1472 Beiträge
@Benedikt: Theoretisch ja, das führt dann das ZFS-Dateisystem aber ad-absurdum. Es wird dann in der Lage sein Fehler auf deiner Festplatte zu finden aber nicht zu beheben (weil Du ja keine Redundanz hast). Wenn Du dich für ein NAS entscheidest, würde ich zumindest einen Raid1 / ZFS-Mirror empfehlen, also 2 Festplatten.

Von Benedikt am 17.07.2016
Besucher

Kann man das NAS auch ohne RAID (bei FreeNAS) laufen lassen?

Von Stefan am 16.07.2016
Technikaffe.de Team

1472 Beiträge
@Tom: Es gibt keinen spürbaren Unterschied zwischen DDR3-1600 und DDR4-2133. Daher reicht auch DDR3.

Von Tom am 16.07.2016
Besucher

Ist DDR4-RAM empfehlenswert, oder reicht DDR3 aus?

Von Benedikt am 10.07.2016
Besucher

Ich überlege mir schon seit geraumer Zeit ein NAS-System zuzulegen. Grund dafür ist, dass mein PC mit eingebauten Festplatten von 7 TB irgendwie ziemlich langsam geworden ist. Ich möchte deshalb die Festplatten samt Daten in ein neues NAS verpacken und gleichzeitig den PC mit SSD und neuer Grafikkarte ausrüsten. Im Umgang mit dem PC bin ich an sich sehr geübt, mit Hardware hab ich allerdings bisher wenig zu tun gehabt.

Zunächst hab ich mir überlegt ein fertig NAS zu kaufen (Synology). Diese waren aber im Preis-Leistungs-Verhältnis ziemlich teuer. Außerdem wollte ich mich (aus Interesse/Hobby) mit dem Hardware-Zusammenbau auseinandersetzen. Ich tendiere deshalb gerade zu diesem NAS (Advanced), da es günstig ist und 6 Festplatten aufnehmen kann. Allerdings habe ich noch einige Fragen, bevor ich anfange die einzelnen Teile zu kaufen:

1) Kann man das NAS auch ohne RAID (bei FreeNAS) laufen lassen?
Ich möchte nämlich nicht nur die Hälfte der Kapazität haben. Raid 0 erscheint mir auch nicht klug, da bei Ausfall einer Platte alle Daten verloren sind (wenn ich das richtig verstanden hab, dass die Daten auf alle Platten aufgeteilt werden, um mehr Speed zu haben). Deshalb hätte ich lieber kein RAID. Fällt eine Platte aus, sind zumindest die anderen Daten der anderen Festplatten noch da.

2) Kann ich nachträglich noch Platten hinzufügen? Also erst mit einer Platte anfangen und dann, wenn die anderen voll sind, eine neue dazukaufen. Das konnte ich aus dem Artikel nicht genau herauslesen, vor allem nicht wenn Frage 1 möglich ist.

3) Ich möchte ja die Festplatten aus dem PC herausnehmen und direkt in das NAS stecken. Ist das ohne Datenverlust möglich, oder muss ich die Platte erst formatieren und dann die Daten wieder rauf ziehn?

Danke schon mal für die Antwort; hoffe die Fragen sind nicht allzu doof :)

Von Stefan am 04.07.2016
Technikaffe.de Team

1472 Beiträge
@Tobi: Ja, korrekt. Für OMV 3.x wäre das MSI daher die bessere Wahl.

Von Tobi am 04.07.2016
Registrierter Benutzer

3 Beiträge
sprich es gibt also keinen Unterschied zwischen dem ASUS B150M-K D3 und dem MSI B150M ECO, wenn es mir v.a. um die Autoshutdown/WOL/Standby-Features geht. Bei beiden Boards funktioniert das nur unter OMV 3.x zuverlässig, oder?

Davon abgesehen spricht
- für das MSI B150M ECO der geringere Stromverbrauch und
- für das ASUS B150M-K D3, dass hier auch OMV 2.x problemlos läuft?

Hab ich das so richtig verstanden?

Von Stefan am 03.07.2016
Technikaffe.de Team

1472 Beiträge
@Tobi: Problem ist, dass das MSI B150M ECO eine Intel LAN Karte hat und sich diese nur problemlos mit OMV 3.x benutzen lässt. Das ist der einzige Grund. Wenn Du also die OMV 3.x Beta verwenden möchtest, kannst Du direkt zum MSI Mainboard greifen.

Von Tobi am 02.07.2016
Registrierter Benutzer

3 Beiträge
Vielen Dank für die ganzen hilfreichen Hinweise.
Nach einer längeren Bedenkphase möchte ich mir die Komponenten langsam doch zulegen. Da ich leider noch keinerlei Erfahrungen im NAS-Bau gesammelt habe, bin ich noch etwas hilflos und unentschlossen in den Entscheidungen.

Verstehe ich es also richtig, dass das von Stefan im Beitrag vom 02.06. vorgeschlagene MSI B150M ECO doch keine Vorteile mit sich bringt (insb. in Bezug auf WOL), wenn also inzwischen die Erkenntnis ist:
"Die Hardware ist nicht das Problem, sondern die Software. OpenMediaVault 2.x basiert noch auf dem alten Debian 7 Wheezy. Ab OpenMediaVault 3.x wird das Wake-On-Lan / Standby dann fehlerfrei unterstützt. OMV 3.x ist aktuell in der Beta-Phase." (Beitrag Stefan 23.06.)
Oder kurzum: zu welchem Mainboard ratet ihr mir und aus welchem Grund?
(Für den Fall des MSI B150M ECO: wie würde ich da vorgehen beim Installieren? Brauche ich hierzu zwingend ein passendes Zweitsystem, so dass ich die nicht unterstützten Netzwerkkarte nachinstallieren kann oder geht das mit jedem beliebigen Zweitrechner?)

Hab ich irgendeinen nennenswerten Zugewinn in Sachen Performance oder Zukunftssicherheit, wenn ich statt dem Vorschlag mit 4GB (DDR3) aus diesem Artikel gleich zu Beginn 8GB Arbeitsspeicher verbaue (ich dachte da evtl. an den HyperX FURY HX421C14FB/8 aus dem Artikel "MSI B150M ECO im Test") oder ist das nur unnötig Geld ausgegeben bei einem NAS mit OMV?

Entschuldigt meine recht blauäugigen Fragen, aber ich will ungern auf die harte Tour nach dem Kauf der Komponenten feststellen müssen, dass ich doch noch zu wenig verstanden hab... und mangels eigener Erfahrung bleibt mir nur übrig mein Glück hier zu versuchen und mich zu erkundigen.
Vielen Dank schon mal...

Von Stefan am 30.06.2016
Technikaffe.de Team

1472 Beiträge
@Sascha: Das hört sich gut an. Strom wirst Du allerdings gegenüber dem G4400 nicht einsparen, da es sich um die gleiche Architektur handelt. Die Taktfrequenz im Idle sollte nahezu identisch sein, die TDP spielt hier keine Rolle.

Von Sascha am 30.06.2016
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Ich werde mir das, wie hier beschrieben, jedoch mit einem Intel Celeron G3900T 2.60GHz zusammenbauen. Spart nochmal ein paar €. Aber vor allem spart es wahrscheinlich nochmal etwas Strom (TDP 35W). Es wird ja beschrieben, das ein solcher Prozessor völlig reichen soll.
Möchte allerdings OMV, Zoneminder (oder andere Surveillance-SW) und FHEM drauf laufen lassen.

Von Stefan am 23.06.2016
Technikaffe.de Team

1472 Beiträge
@Sascha: Die Hardware ist nicht das Problem, sondern die Software. OpenMediaVault 2.x basiert noch auf dem alten Debian 7 Wheezy. Ab OpenMediaVault 3.x wird das Wake-On-Lan / Standby dann fehlerfrei unterstützt. OMV 3.x ist aktuell in der Beta-Phase.

Von Sascha am 23.06.2016
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Funktioniert der Skylake Prozessor mittlerweile problemlos mit "Wake-On-LAN" ?
Es sollte da ja ein Update geben. Ist das schon der Fall?

Von Janek am 22.06.2016
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Danke! Mir ging es genauso bei der Suche im Internet.. Ich werde berichten wenn ich es versucht habe.
Gruß
Janek

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.