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ASRock J3710-ITX mit Braswell Refresh 4-Kern CPU im Test

ASRock J3710-ITX mit Braswell Refresh 4-Kern CPU im Test

Mit dem ASRock J3710-ITX testen wir den Nachfolger des sehr erfolgreichen ASRock N3700-ITX. Das ASRock J3710-ITX ist aber nur ein kleines Update, welches auf die gleiche CPU-Architektur wie der Vorgänger setzt. Neu ist der eingesetzte Prozessor: der Intel Pentium J3710 taktet im Turbo mit bis zu 2,64 GHz und ist so bis zu 10% schneller als der Intel Pentium N3700.

Wie alle Prozessoren der aktuellen Braswell Architektur unterstützt auch der Intel Pentium J3710 die AES-Ni zum Verschlüsseln von Dateien via Hardware. Die Intel HD Graphics 405 ist Dank einer Takterhöhung von 700 auf 740 MHz und dem Ausbau der Ausführungseinheiten (18 vs. 16 im N3700) runde 5% schneller. Die APU beschleunigt HEVC (h265) in 8bit sowie den aktuell beliebten Codec h264.



Mainboard mit Braswell Refresh Prozessor

Das ASRock J3710-ITX verfügt über 6 USB 2.0 und 4 USB 3.0 Anschlüsse, wovon aber nur 2x USB 2.0 und 4x USB 3.0 direkt über die I/O-Blende nutzbar sind. Möchte man den USB 3.0 Header zum Anschluss von Front-USB 3.0 benutzen, entfallen wie schon beim Vorgängermodell 2 der rückseitigen USB 3.0 Ports.

Zudem finden sich 4 SATA3 Ports, von denen zwei direkt an die Intel CPU angebunden sind und weitere zwei über einen ASMedia ASM1061 Controller. Alle Ports unterstützen NCQ, AHCI und Hot-Plug.

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NCQ optimiert dabei die Anfragen die an die angeschlossenen Festplatten vom Betriebssystem geschickt werden und kann so die Zugriffszeit und Geschwindigkeit erhöhen. AHCI ist seit Jahren obligatorisch und beschreibt einen Komunikationsstandard der in den nächsten Jahren durch NVMe abgelöst wird. Bei Hot-Plug dürfen SATA-Festplatten auch während des Betriebes an oder abgestöpselt werden.

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Es lassen sich insgesamt 3 Monitore zeitgleich und digital an die Grafikeinheit anzubinden. Über den mPCIe Slot darf bei Bedarf wieder eine W-Lan Karte nachgerüstet werden. In Frage kommen hier die Intel Dual Band WIRELESS-AC 3160 mit 433 Mbps für 16 Euro oder die schnellere Intel Dual Band Wireless-AC 7260 mit max. 867 Mbps für 25 Euro.

Theoretisch können auch mPCI SATA Karten eingebaut werden, die dann allerdings durch die Anbindung von PCIe 2.0 x1 auf 500 MB/s begrenzt sind und zudem einen aktiven Controller besitzen müssen, da ein einfacher SATA-Adapter nicht mit PCIe angesprochen werden kann. Zudem muss die Karte dem Half-Size Format mit einer maximalen Länge von 42mm entsprechen. Wir hatten bereits im letzten Jahr eine mögliche Verwendung von aktiven SATA-Erweiterungskarten im mPCIe Slot getestet.


MainboardHDMIDisplayPortDVIVGA
ASRock J3710-ITX
(Braswell Refresh)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--
ASRock N3700-ITX
(Braswell)
1x 1.4
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x 1.1a
3840x2160 @ 30Hz
2560x1600 @ 60Hz
1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
--
ASRock Q2900-ITX
(Bay-Trail)
1x 1.3
1920x1200 @ 60Hz
--1x DVI-D
1920x1200 @ 60Hz
1x D-Sub
1920x1200 @ 60Hz


Neben der internen "Gen8" Grafik mit 18 Ausführungseinheiten kann der Braswell Prozessor mit DDR3/DDR3L-1600 umgehen. Die PCIe Anbindung ist weiterhin auf PCIe 2.0 x4 begrenzt. Bis auf die Erhöhung der Ausführungseinheiten und deren maximalen Takt hat sich hier nichts im Vergleich zum ASRock N3700-ITX geändert.



Testsystem

Wir nutzen im ASRock J3710-ITX beide Arbeitsspeicherbänke und haben zwei 4GB DDR3L-1600 So-Dimm (1,35V) Riegel von Kingston (KVR16LS11/4) verbaut. So kommen wir in den Genuss des Dual-Channel Modus, der vor allem die Leistung der Prozessorgrafik deutlich erhöht. Da die Braswell Mainboards vor allem im Dual-Channel Modus etwas zickig sind, empfehlen wir hier die Kingston KVR16LS11/4, die sich als sehr zuverlässig und kompatibel erwiesen haben.

Als Systemfestplatte setzen wir auf eine aktuelle Samsung 850 Pro mit 256GB die wir an einen Intel SATA3-Port angeschlossen haben (2 SATA3 Ports werden über die Southbridge an den Prozessor angebunden, 2 weitere SATA3 Ports über einen ASMedia 106x Controller). Der ASMedia Controller ist ziemlich verbeitet und auch nicht schlecht, erfahrungsgemäß sind die eigenen SATA3-Ports aber noch einen Tick schneller.

Ein internes ATX-Netzteil wäre für die beiden Systeme etwas überdimensioniert, weswegen wir uns für einen PicoPSU-90 Spannungswandler (90W) für 25 Euro und für ein Salcar 60W Trafo Transformator Netzteil mit 5,5mm/2,5mm Buchse für knapp 13 Euro entschieden haben. Das System ist dann komplett Lüfter- bzw. lautlos.



Bios

Die zum Testzeitpunkt aktuellste Version 1.30 lief stabil, das Bios war ASRock typisch klar strukturiert und bietet ausreichende Einstellmöglichkeiten. Besonders hervorzuheben ist die Bios-Update Funktion via Internet. ASRock erlaubt hier das Update des Bios direkt per Funktion aus dem Bios heraus, was sehr komfortabel ist.

Wie bei fast allen ASRock Mainboards muss für das WOL Feature die Option "PCIE Devices Power on" aktiviert werden". Die ist vor allem für NAS Systeme interessant und funktioniert zuverlässig.

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Seit Braswell findet sich die "Power Gear" genannte Funktion im Bios. Hier lässt sich neben dem "Normal Mode" auch ein "Eco Mode" bzw. "Sport Mode" auswählen. Während sich die Leistung im "Normal Mode" nicht vom "Sport Mode" unterscheidet, wird im "Eco Mode" die maximale Taktfrequenz im Mehrkernbetrieb reduziert.

Für uns erschließt sich der Sinn des Eco Mode allerdings nicht, da das System dann dementsprechend länger rechnen muss - das wird in der Praxis eventuell sogar mehr Energie verbrauchen als im Normal Mode. So haben wir im Cinebench R15 Mehrkern Benchmark zwar 9% Energie eingespart, die Leistung lag dabei aber ganze 20% unter den zwei anderen Modi. Wir halten Power Gear daher für eine nette Spielerei - einen echten Nutzen konnten wir nicht erkennen.



Netzteil - Intern oder Extern ?

Möchte man einen kleinen und sparsamen PC bauen ist ein internes ATX-Netzteil meistens nicht sinnvoll. Wir empfehlen bei solch sparsamen PCs dann eine PicoPSU-90 mit externem 60 oder 70W Netzteil. Bei geringen Lastzuständen sind nämlich selbst sehr effiziente ATX-Netzteile recht ineffizient. Das hatten wir in der Vergangenheit bereits getestet.

Mit einer PicoPSU-90 mit externem Netzteil wie dem Salcar 60W Trafo Transformator Netzteil lassen sich ca. 4-6 Watt einsparen im direkten Vergleich mit einem Be quiet! BN140 System Power 7 mit 300 Watt.

Allerdings ist die Anschaffung dann 13 Euro teurer und bei 8 Stunden Benutzung pro Tag (~12W) dauert es bei einem Strompreis von 0,3 Euro pro Kilowattstunde dann fast 1,5 Jahre bis sich die Mehrinvestition rein rechnerisch lohnt. Da die Nutzungsdauer aber bei den meisten bei mehr als 1,5 Jahren liegt empfehlen wir trotzdem die etwas teurere Variante.

Netter Nebeneffekt eines externen Netzteiles: es ist absolut geräuschlos, während interne ATX-Netzteile in dieser Preisregion immer aktiv gekühlt werden.

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Nicht wundern: die PicoPSU-90 nutzt nur einen ATX-20 Stecker, die 4 zusätzlichen Anschlüsse dienen der redundanten Stromversorgung die bei kleineren System nicht benötigt wird.



Windows 7: Nach wie vor keine Empfehlung

Die neuen Braswell Boards können nicht mit einem Standard- Windows 7 Installationsimage installiert werden, da die USB-Ports während der Installation nicht funktionieren. Auch ein PS2-Adapter schaffte hier keine Abhilfe. Das Problem taucht sowohl über den normalen USB-Boot als auch über UEFI auf.

ASRock hat uns dazu erklärt, dass die neuen Braswell Boards USB schon per xHCI ansteuern. Da Windows 7 noch keinen nativen xHCI Support besitzt, muss vor der Installation von Windows das Installationsimage manuell mit den xHCI USB 3 Treibern versehen werden. Dies betrifft das ASRock J3710-ITX sowie dessen Vorgänger ASRock N3050-ITX, ASRock N3150-ITX und ASRock N3700-ITX. Der genaue Vorgang ist in der Anleitung ab Seite 25 beschrieben.

Trotzdem berichten Besucher von uns, dass die Befolgung der Anleitung zwar ermöglicht Windows 7 zu installieren, nach der Installation fehlen dem Betriebssystem die USB xHCI Treiber allerdings wieder. Diese müssen dann mit einer PS2-Tastatur nachträglich installiert werden. Da dies ein zeitaufreibendes und kompliziertes Vorgehen ist, können wir die Benutzung von Windows 7 aktuell nicht auf den Braswell Boards empfehlen.

Das Problem tritt aber nicht nur bei ASRock Mainboards sondern bei allen Braswell Systemen auf. Als Beispiel kann man hier die Braswell NUCs (Intel NUC5CPYH und Intel NUC5PPYH) nennen, die das gleiche Problem haben.

Update vom 12.10.2016: Mittlerweile soll das Patchen des Windows 7 ISOs fehlerfrei funktionieren, getestet haben wir dies allerdings nicht.



Windows 10

Für Office Arbeiten wie Word, Excel oder Outlook sowie zum Surfen reicht der Intel Pentium J3710 voll aus. Auch einfache Photoshop Tasks können noch ausreichend schnell bewältigt werden, spätestens beim Einsatz von Filtern stößt dieser allerdings an seine Grenzen. Wer täglich mit Photoshop arbeitet sollte daher eher zu einem Prozessor aus Intels Core i Serie greifen. Die 10% Mehrleistung zum Vorgänger nimmt man hier gerne mit.

Der Intel Pentium J3710 ist für den normalen Anwender eine gute Wahl und zudem sehr sparsam. Ein Office Rechner mit geringen 11 Watt Verbrauch im Idle ganz ohne zusätzliche Bios Tweaks. Selbst bei maximaler Auslastung stehen nie mehr als 26 Watt auf dem Messgerät.

Windows 10 lässt sich übrigens genau wie Windows 8.1 probemlos und ohne Änderungen am Installationsimage via UEFI-Boot auf den Braswell Mainboards installieren.



CPU-Z, Cinebench 11.5 (64bit) / R15, Prime95

Die Rechenleistung der internen Prozessorgrafik hat sich laut dem AIDA64 GPGPU Benchmark um 5,4% erhöht, in Cinebench konnten wir diese Erhöhung allerdings nicht verifizieren, hier ist die Grafik sogar etwas langsamer als beim Intel Pentium N3700. Die CPU-Leistung konnte Intel im Vergleich zum Vorgänger je nach Benchmark um 2-10% erhöhen. Diese geringe Verbesserung ist alleine auf die Takterhöhung zurückzuführen.

Wie auch bei den direkten Vorgängern der Braswell-Architektur kann die CPU den maximalen Turbotakt von 2,64 GHz auf allen vier Kernen durchgehend nutzen. Damit dies möglich ist, hat Intel die TDP von 6W auf 6,5W erhöht.

BenchmarkASRock J3710-ITXASRock N3700-ITX
Cinebench 11.5 Einkern0,510,47
Cinebench 11.5 Mehrkern1,931,78
Cinebench R15 Einkern4238
Cinebench R15 Mehrkern148145
Cinebench R15 OpenGL iGPU (Dual Channel)16,4 fps16,8 fps

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Das der Intel Pentium J3710 noch sehr neu ist, merkt man: das Benchmark-Tool AIDA64 kommt noch nicht ganz mit dem Intel Pentium J3710 klar und zeigt uns Single statt Dual Channel an. Die gemessene Leistung besagt aber defintiv, dass der Dual-Channel Modus aktiv ist und funktioniert. Auch die Execution Units (Ausführungseinheiten) der Grafikeinheit werden falsch ausgelesen (16 statt 18). Auch CPU-Z zeigt teilweise noch falsche Informationen an.

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Videowiedergabe h264 / h265 bis 4K

Während der VLC-Player immer noch nicht h265 HEVC per Hardware beschleunigen kann (h265 Videos lassen sich nicht flüssig abspielen), ist Kodi 16.1 unter Windows in der Lage HEVC (h265) Videos in 4k (8bit) bei 10-15% Auslastung absolut flüssig abzuspielen.

Kodi 16.1 - h.264 @ 720p
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Kodi 16.1 - h.264 @ 1080p
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Kodi 16.1 - h265 HEVC @ 1080p
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Kodi 16.1 - h265 HEVC @ 2160p (4K)
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Auch das aktuelle Stable Release von LibreELEC (7.0.1) gibt alle unsere Test-Videos Einwandfrei wieder.



Audiowiedergabe

Das ASRock J3710-ITX bietet insgesamt 3 Möglichkeiten den Ton auszugeben. Als Analoge Variante verfügt das Board über einen Klinkenausgang an der Rückseite. Digital lässt sich der Ton über die ebenfalls an der Rückseite befindlichen Toslink-Buchse oder über die Videoports (HDMI / Display-Port) ausgeben.

Wer in den Genuss der neuen HD-Tonspuren kommen möchte, der muss einen der Videoports (HDMI / Display-Port) nutzen. Leider muss man unter Windows aber auf HD-Audio verzichten. Die Hardware ist theoretisch dazu in der Lage, trotz aktuellster Treiber ließen sich die HD-Tonspuren leider nicht aktivieren. Alle anderen Tonformate wurden jedoch einwandfrei wiedergegeben.

Unter LibreELEC hingegen konnten auch die HD-Tonspuren einwandfrei wiedergegeben werden.



4K HTML5 / YouTube

Youtube Videos lassen sich in 1080p/2160p (4K) flüssig in der aktuellsten Version von Microsofts Browser Edge wiedergeben.

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AES Verschlüsselung unter TrueCrypt 7.1a

Wie alle Braswell Prozessoren verfügt auch der Intel Pentium J3710 über die AES-Ni Hardwarebeschleunigung. Dies macht sich in einer Verdreifachung der Ent- bzw. Verschlüsselungsgeschwindigkeit bemerkbar. Damit eignen sich die neuen Braswell Prozessoren auch für den Einsatz in NAS-Systemen in denen Verschlüsselung eine Rolle spielt. Der Arbeitsspeicher (Single oder Dual Channel) macht hier keinen Unterschied.

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Temperatur

Der passive Kühlkörper reicht aus um den Intel Pentium J3710 mit seinen 6,5W TDP ausreichend zu kühlen. Bei 23°C Raumtemperatur erreichte die Kerntemperatur auf dem Windows Desktop maximale 52°C, bei Volllast unter Prime95 LargeFFTS blieb die Kerntemperatur dauerhaft unter 65°C. Möchte man das ASRock J3710-ITX in einem kleinen Gehäuse verbauen und häufiger unter hoher Auslastung arbeiten, empfehlen wir einen leisen Gehäuselüfter um etwas Luftzug zu erzeugen.



Stromverbrauch

Hier haben wir den Stromverbrauch unseres Testsystems in verschiedenen Situationen vermerkt. Gemessen haben wir den Energieverbrauch mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.

SituationASRock J3710-ITXASRock N3700-ITX
Ausgeschaltet (PicoPSU, nach 5min gemessen)3,1W3,1W
Standby mit WOL (PicoPSU, nach 5min gemessen)3,6W3,4W
Standby mit WOL (PicoPSU, nach 300min gemessen)2,8W2,7W
Win 10 Desktop Dual Channel (PicoPSU)11,4W11,3W

Der Energieverbrauch ist im Idle (also im Leerlauf) identisch mit dem des ASRock N3700-ITX. Unter Volllast ist der Verbrauch geringfügig höher (25,3W zu 24,8W). Dies ist der höheren Taktfrequenz geschuldet.



Fazit

Die Unterschiede zum ASRock N3700-ITX sind gering. Zwar liefert das ASRock J3710-ITX Dank der höherer Taktfrequenz von CPU und GPU durch die Bank bessere Ergebnisse ab, der Unterschied beläuft sich aber auf Zuwächse kleiner 10 Prozent. Wer jetzt vor der Wahl steht ein neues Mainboard in diesem sparsamen Segment kaufen zu wollen, dem können wir das ASRock J3710-ITX auf jeden Fall empfehlen. Besitzer des Vorgängermodells können sich ein Upgrade aber sparen.

Moderne Videos im h264 und h265 (8bit) Format lassen sich bis in die 4K-Auflösung flüssig abspielen. Die passive Kühlung ist auch für den stärkeren Intel Pentium J3710 ausreichend bemessen, im Stresstest lag die maximale Kühlertemperatur bei knappen 60°C.

Das ASRock J3710-ITX eignet sich neben der Nutzung für einen Office PC auch ideal als Mediaplayer-Basis oder als Mini-Server / NAS. Unsere NAS Basic Bauanleitung basiert z.B. auf dem kleinen Bruder des Vorgängermodells, dem ASRock N3150-ITX. Das ASRock J3710-ITX kann problemlos 1:1 in diese Bauanleitung übernommen werden.



Komponenten in diesem Test

Hier haben wir noch einmal alle von uns verwendeten Komponenten zusammengefasst.

KomponenteNamePreis
MainboardASRock J3710-ITX 108 Euro

Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston DDR3L-1600 1,35V (KVR16LS11/4)je 27 Euro

SSDSamsung 850 Pro 256GB137 Euro

SpannungswandlerPicoPSU-9025 Euro
Externes NetzteilSalcar 60W Trafo Transformator Netzteil13 Euro
Internes Netzteil (alternativ)Be quiet! BN140 System Power 7 mit 300 Watt384 Euro

Gehäuse (Mini-ITX)Cooler Master Elite 120 Advanced47 Euro
ATX-BlendeATX Blende schwarz, aus eloxiertem Aluminium15 Euro
ATX-Blende (alternativ)ATX Blende silber, aus eloxiertem Aluminium15 Euro




45 Kommentare

Von Stefan am 05.03.2017
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Daniel: Wir haben den besagten Prozessor leider nicht mehr. Nachfolgermodelle sind das ASRock J3455-ITX und das ASRock J4205-ITX.

Von Daniel am 04.03.2017
Besucher

Mich würde interessieren wie sich der J3710 oder ähnlicher Prozessor bei einem Cryptsetup Benchmark wie hier https://wiki.debianforum.de/Benchmark_f%C3%BCr_Festplattenverschl%C3%BCsselung schläg und zwar auf Debian Jessie (stable) und cryptsetup-1.6.6 _ohne_ multi core Unterstützung und auf Debian Stretch (Testing) und cryptsetup-1.7.3 mit multi core Unterstützung.

Von Stefan am 23.11.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@kingtope: Der von dir verwendete Speicher ist nicht in der Memory Support List für das ASRock N3700-ITX aufgeführt. Ich vermute das Problem hier. Ein Problem mit einem Netzteil ist meiner Meinung nach unwahrscheinlich.

Von kingtope am 23.11.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hallo,

ersteinmal ein herzliches Dankeschön für die tolle Website und ich hoffe auf weitere Artikel von euch.

Ich bekomme das Board einfach nicht zum Laufen. Ich verwende aber ein stinknormales ATX Netzteil mit 500 Watt.
Ich habe irgendwo gelesen, dass die "großen" Netzteile eine zu hohe Spannungsschwelle haben um zu starten?
Ich hab das Phänomen gehabt, dass ich beim einschalten des Netzteils keine eine Leistung von ca 10,5 Watt gemessen habe und der Kühlkörper warm wurde, aber der Lüfter des Netzteil sich nicht gedreht hat und auch kein Bild auf dem Monitor erscheint (Anschluss über DVI).

Habt ihr vielleicht einen Tipp, wie ich weiter vorgehen kann?

VG
Alex

Von Higgs am 06.11.2016
Besucher

Danke für deine Antwort, den Test habe ich soeben gesehen. Dieses
Mainboard hat ebenso nur einen PCIe 2.0 x1 :(
Bei einer quad Netzwerkkarte mit x4 wurde es vllt einen Engpass
geben und zudem passt die Karte nicht in einem x1. Muss ich doch zu
Einem microBoard greifen, folglich wird das Gehäuse größer -_-

Von Stefan am 06.11.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Higgs: Es ist nur ein PCIe 2.0 x1 Slot. Zwar löst das dein Problem nicht (denn der Slot ist identisch angebunden) aber ich würde dir den Nachfolger empfehlen, der gerade erschienen ist (siehe Test).

Von Higgs am 06.11.2016
Besucher

Hallo,

besitzt das Mainboard nun ein PCIe 2.0 x4 oder PCIe 2.0 x1?
Auf dem Bild ist nur ein PCIe 2.0 x1 zu sehen.
Ich bräuchte ein mini-ITX Board mit mindestens PCIe 2.0 x4, sind aber im onboard CPU-Segment rar. :(
Ich möchte das teil als Firewall und DHCP-Server nutzen.

Grüße

Von Stefan am 31.10.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@WS: Wir haben den Test mit Windows 10 durchgeführt. Mit Windows 7 haben wir das Mainboard nicht getestet.

Von WS am 30.10.2016
Besucher

Hallo,

auf Grund des sehr ordentlichen Tests hebe ich mir das I3710-ITX gekauft. Win 7 - Installation hat funktioniert. Beim Installieren der Treiber scherte der Intel HD - Treiber aus: nach dem Booten schwarzer Bildschirm.
Per Remotedesktop konnte ich auf den laufenden PC zugreifen und feststellen, es ist soweit alles in Ordnung nur eben die fehlende Wiedergabe am DVI; HDMI konnte ich noch nicht prüfen.
Ist dies nun ein individueller Fehler meines Boards oder ein gennerelles Problem mit der integrierten Grafik?

Von Manuel am 15.10.2016
Besucher

Hallo,
ich habe mir auf Basis dieses Tests nun das Board gekauft und habe nun das eigenartige Problem, dass der Sound bei Ausgabe über HDMI extrem leise ist. Dies ist sowohl bei der Openelec 6.0.3, bei Libreelec 7.0.2 als auch bei den jeweiligen Betas der Fall. Auf meinem Raspberry Pi hatte ich das Problem nicht. Irgendeine Idee?
Dank und Gruß, Manuel

Von Stefan am 12.10.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Markus Klimt: Danke für die Info, habe den Artikel angepasst.

Von Markus Klimt am 10.10.2016
Besucher

Windows 7 läuft mittlerweile problemlos auf den ASRock J3710 Boards mit der angepassten Windows 7 DVD für xHCI Unterstützung, auch nach der Installation bleibt der Treiber im System. Habe mittlerweile mehrere Systeme mit dieser DVD aufgesetzt, ohne PS/2 Tastatur/Maus.

Sollte ggf. im Artikel ergänzt werden.

Von Stefan am 09.09.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@rmk60: Für Linux (OpenMediaVault) gibt es einen Boot-Fix. Für Windows 10 ist mir so etwas allerdings nicht bekannt. Mit dem Dummy hast Du Recht, die sind recht teuer (CompuLab fit-Headless).

Von rmk60 am 07.09.2016
Besucher

Ich habe jetzt doch leider einen Wehrmutstropfen gefunden und der ist nicht mal so klein.
Ich betreibe das Board mit Win10 Prof. Das Gerät im Ausseneinsatz ohne Monitor sollte eigentlich kein Problem sein. Doch wenn ich das Monitorkabel abziehe, so geht nix mehr. Stecke ich einen HDMI-VGA Adapter an die HDMi-Buchse so läuft das Board wieder.

Meine Frage nun: Welche Einstellungen müssen im BIOS vorgenommen werden (oder in Win10) damit das Board auch ohne Monitor startet und läuft???

PS: Ein extra "Dummy Stecker" (HDMI Emulator) kostet min. 21 Euro beim billigsten Anbieter auf Amazon. Das finde ich einerseits ziemlich teuer, andererseits wird die Grafikkarte unnötig belastet.

Von Stefan am 30.08.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Mullan: Platinenunterseite bis Kühleroberseite sind 4,1 cm.

Von Mullan am 29.08.2016
Besucher

Kann mir jemand sagen wie hoch das Board ist also 17 X 17 X ?. Ich finde es nirgendwo im Netz :(

Von Stefan am 28.08.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@rmk60: Den Kühlkörper bekommt man ohne Probleme ab. Die Wärmeleitpaste brennt sich nicht ein, trocknet aber ggf. aus. Am besten wäre es dann einfach die alte Wärmeleitpaste zu entfernen und durch eine beliebige neue zu ersetzen.

Von rmk60 am 27.08.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Insgesamt ein recht guter Artikel des Authors über das Board. Daraufhin habe ich mich ebenfalls für dieses Board entschieden und muß sagen, exzellentes Teil - wunderbar ruhig und im offenen Zustand wird das Board nicht wirklich heiß. Win10 Prof. konnte ich ohne irgendein Problem installieren.
Allerdings wird mein Board luftdicht im Aussenbereich eingesetzt und ohne Wärmeabfuhr geht es dann leider nicht mehr.

Frage 1:
Wie kann man den Kühlkörper "schonend" abmontieren insb. berücksichtigend dass wohl die Leitpaste sich bereits eingebrannt hat? Vielleicht könnte man hierzu mal eine bebilderte Anleitung geben - wäre toll denn ich mache das zum ersten mal...

Frage 2:
Für das Raspberian PI gibt es bereits ein Alu-Gehäuse mit hineinragenden Klotz der direkt auf dem Prozessor aufsitzt. Soetwas schwebt mir hier auch vor. Allerdings wäre es mir lieber den montierten Kühlkörper draufzulassen und anderweitig die Wärme aus dem Gehäuse zu leiten. Mir fehlen etwa 15°K.
Irgendeine Idee die auch funktioniert - bitte nur mechanische Vorschläge...

Von Stefan am 23.08.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@0-.-0: Habe ich leider nicht getestet und wir haben das Board nicht mehr da.

Von 0-.-0 am 21.08.2016
Besucher

Passt bei dem Board der MiniPCIe Sata Adapter aus dem anderen Beitrag, oder stoßt er an die PS/2 USB Buchse?

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.