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Sparsamer Gaming PC im Mini-ITX Format in 3 Varianten

In diesem Beispiel wollen wir euch zeigen, wir ihr einen sparsamen Gaming-PC zusammenbaut, der die meisten Spiele in mittleren bis maximalen Details in Full-HD (1920x1080) Auflösung wiedergeben kann. Dabei achten wir auf den Stromverbrauch der im Idle bei unter 30W und unter Last bei weniger als 150W liegen wird. Dieser wird im Folgenden als Level 1 bezeichnet.

Sparsamer Gaming PC im Mini-ITX Format in 3 Varianten

Die meisten Leute denken bei einem Spiele PC sofort an eine starke CPU, z.B. der Intel Core i Serie bzw. an einen AMD-FX Prozessor. Allerdings werden heutige Spiele auf eine große Bandbreite an Systemen entwickelt, der größte Markt für Spiele sind eben Konsolen. Diese sind allerdings meist ziemlich schwach ausgestattet.

Man kommt in Spielen bei Full HD und maximalen Details heute daher immernoch mit einem Dual-Core Prozessor aus, soviel vorweg: In Starcraft 2 oder Diablo 3 bei maximalen Details ist ein Intel Pentium G3220 zu maximal 60% ausgelastet! Richtig Sinn macht ein High-End Prozessor daher nur in AAA-Spielen wie Call of Duty, Crysis oder Battlefield.

Welchen Prozessor man dann nimmt hängt von den Spielen ab, die gespielt werden sollen.

Level 1: Gelegenheitsspieler (z.B. Diablo 3, Starcraft 2, DOTA, Hearthstone) - ab 472 Euro
Level 2: Tägliches zocken (z.B. World of Warcraft, The Eldor Scrolls Online und obige Spieler) - ab 685 Euro
Level 3: Vielspieler (wie oben + AAA Titel wie Battlefield, Call of Duty, Crysis, Grand Theft Auto) - ab 839 Euro


KomponenteLevelNamePreis
CPU1Intel Pentium G3220 (2x 3,0GHz, 65W TDP) (Details)48 Euro
CPU2Intel Core i5-4570 (4x 3,2GHz, 84W TDP) (Details)165 Euro
CPU3Intel Xeon E3-1230v3 (4x 3,3GHz, HyperThreading, 80W TDP) (Details)205 Euro
CPU LüfterSilentScythe Big Shuriken 2 Rev. B 140mm Lüfter, min. 500 rpm37 Euro
Mainboard1ASRock H81M-ITX
2x SATA3, 1x eSATA, 2x USB 3.0, USB 3.0 Header, 4x USB 2.0, HDMI, DVI,
1Gbit LAN, 7.1 Audio, Toslink
61 Euro
Arbeitsspeicher1Kingston KHX1600C9D3B1/4G 4GB DDR3-1600, CL938 Euro
Arbeitsspeicher2/3Kingston 8GB Kit grau (2x4GB) DDR3-1600, CL969 Euro
Netzteil1be quiet! System Power 7, 350W, 80+ Bronze, Haswell C6/C7 Low-Power States
1x PCI Express 6+2pol, 1x 3.5 Zoll, 2x 5.25 Zoll, 4x SATA
35 Euro
Netzteil2be quiet! System Power 7, 500W, 80+ Silber, Haswell C6/C7 Low-Power States
2x PCI Express 6+2pol, 1x 3.5 Zoll, 2x 5.25 Zoll, 6x SATA
55 Euro
Netzteil3be quiet! Pure Power L8, 600W, 80+ Bronze, Haswell C6/C7 Low-Power States
4x PCI Express 6+2pol, 1x 3.5 Zoll, 4x 5.25 Zoll, 5x SATA
65 Euro
SSD1/2/3Samsung 840 Evo Series 120GB (max. 540MB/s lesen, 410MB/s schreiben)70 Euro
SSD1/2/3Samsung 840 Evo Series 250GB (max. 540MB/s lesen, 520MB/s schreiben)120 Euro
Grafik1Zotac GeForce GTX 750 TI 2GB GDDR5, 2x DVI, 1x MHDMI130 Euro
Grafik2Sapphire R9 270X 2GB GDDR5, 2x DVI, 1x HDMI, 1x Display Port175 Euro
Grafik3ASUS R9 280X 3GB GDDR5, 2x DVI, 1x HDMI, 1x Display Port279 Euro
Gehäuse1/2/3Lian Li PC-Q08B, 6x 3.5Zoll (4+2), 1x 5,25 Zoll, Mini-ATX
Geeignet für ATX-Netzteile und Grafikkarten bis 300mm Länge
90 Euro

Ihr solltet am besten in einem Level bleiben, es sind zwar alle Level untereinander kompatibel, aber z.B. macht eine Grafikkarte Level 3 keinen Sinn zusammen mit einem CPU Level 1, da dieser die Grafikkarte gar nicht ausreichend mit Daten versorgen kann.

Das System kann aber später noch beliebig aufgerüstet werden, z.B. lässt sich später eine schnellere CPU einsetzen oder eine bessere Grafikkarte verwenden.



Zusammenbau

Das Zusammenbauen der Komponenten ist einfach, erfordert aber ein gewisses Maß an Geduld, denn das Gehäuse ist eben ein Mini-ITX Gehäuse, jeder Zentimeter muss genutzt werden. Das Lian Li PC-Q08B ist sehr gut verarbeitet und bietet einen modularen Festplattenkäfig. Dieser kann maximal 6 3,5 Zoll Festplatten fassen, beim Einbau einer langen Grafikkarte kann der Festplattenkäfig um 4 Einheiten reduziert werden, wofür nur das Lösen von 1 Schraube notwendig ist.

Zudem sind 2 USB 3.0 Slots an der Front vorhanden, Daten lassen sich so komfortabel und schnell austauschen.

Sparsamer Gaming PC im Mini-ITX Format in 3 Varianten

Wichtig für ein Mini-ITX Gehäuse: Sowohl ein vollwertiges ATX-Netzteil als auch eine Dual-Slot Grafikkarte bis 300mm Länge lässt sich verbauen. Das Gehäuse verfügt in der Front über einen blau beleuchteten 140mm Lüfter, der durch einen weiteren 120mm Lüfter im Deckel unterstützt wird.

Ich habe mir das Level 1 System zusammengestellt und beide Gehäuselüfter aktuell nicht angeschlossen, da ich besonderen Wert auf die Lautstärke lege. Der Scythe Big Shuriken 2 Rev. B CPU Lüfter ist im Silent-Profil des Mainboards unhörbar. Die Zotac GeForce GTX 750 TI 2GB GDDR5 ist leise aber hörbar.



Energieverbrauch

Je mehr Power, desto mehr Energie wird benötigt. In vielen Spielen lässt sich heute aber eine Frame-Grenze einstellen. Anstatt 200 Bilder pro Sekunde zu berechnen (was in den meisten Spielen Unsinn ist), setzt man dort die Bilder-pro-Sekunde Grenze auf 100. Nur in Shootern und mit einem entsprechenden TN-Panel Monitor (z.B. 144Hz) machen höhere Frameraten Sinn.

Für den Gelegenheitsspieler reicht es aus maximal 80-100 Bilder pro Sekunde berechnen zu lassen. Mit einem Standard-Monitor mit 60Hz und aktiviertem V-Sync wird so ein flüssiges Spielen garantiert und man spart dabei noch Energie, zudem bleibt der PC kühler da die Komponenten nicht ständig unter Volllast laufen.

LevelZustandEnergieverbrauch
1Aus / S51W
2Aus / S51W
3Aus / S51W
1Standby / S32W
2Standby / S33W
3Standby / S33W
1Idle22W
2Idle29W
3Idle34W
1100% Last70W
2100% Last180W
3100% Last235W



Level 1 - Benchmarks - Intel Pentium G3220, 2x 3.0GHz, 8GB DDR3

Benchmarks zu Grafikkarten und CPUs gibt es ja wie Sand am Meer im Internet - doch wie schlägt sich der Mini-PC wirklich in Spielen ? Wir haben die reale Leistung zusammen mit dem Energieverbrauch in mehreren Spielen und Anwendungen getestet.


Diablo 3 (v2.0.3)1920x1080, maximale Detailstufe, Reflexionen ein, V-Sync ein

GrafikkarteBilder pro SekundeCPU-AuslastungEnergieverbrauch
Intel HD Graphics13-1825-45%37W
ASUS R7 260X OC 2GB GDDR552-11040-65%105-130W
Zotac GeForce GTX 750 1GB GDDR550-9040-65%65-70W

Sparsamer Gaming PC im Mini-ITX Format in 3 Varianten
Sparsamer Gaming PC im Mini-ITX Format in 3 Varianten
Sparsamer Gaming PC im Mini-ITX Format in 3 Varianten


3D Mark 11 Performance (P) Test, 720p

GrafikkartePunktzahlGrafikPhysikCPU+GPU
ASUS R7 260X OC 2GB GDDR55065609233543381
Zotac GeForce GTX 750 1GB GDDR54037458329662988
Zotac GeForce GTX 750 TI 2GB GDDR56043702238743911



Fazit

Manchmal muss es eben kein Core i-Prozessor sein. Mich hat das Ergebnis selbst überrascht, ich hatte damit gerechnet, dass der Level 1 PC in Diablo 3 keine maximalen Details darstellen kann - und wurde eines Besseren belehrt. Eigentlich Wahnsinn, dass in vielen Spiele-PCs immer ein Core-i7 Prozessor steckt.

Für TOP-Titel reicht der Level 1 PC natürlich nicht und ein Core i5 Prozessor kann für Vielspieler sinnvoll sein. Man sollte sich vor dem Kauf Gedanken darüber machen, was man mit dem PC anfangen möchte. Wer keine Shooter spielt oder auch mal mit mittleren bis hohen Details zufrieden ist oder wer selten spielt, der kann bedenkenlos zu dem Level 1 PC greifen und dabei viel Geld sparen.

Noch mehr Energie lässt sich sparen, wenn man auf eine externe Grafikkarte verzichtet. Denn die Grafikkarte ist der größte Energieverbraucher im PC. Ohne dedizierte Grafik verbraucht der Level 1 PC in Diablo 3 zum Beispiel gerade einmal 37W unter Volllast - anstatt 70W mit zusätzlicher Grafikkarte. Dafür läuft das Spiel bei 18 Bildern pro Sekunde und reduzierten Details aber nicht mehr flüssig und sieht nicht so schön aus.



29 Kommentare

Von Stefan am 27.08.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Burak: Bei 600 Euro ist vielleicht ein Intel Core i5-4590 (200 Euro) mit passendem H97 Mainboard (~80) drin. Dazu eine GeForce 960 GTX. Musst Du mal schauen ob das wirklich für 600 Euro machbar ist.

Von Burak am 27.08.2015
Besucher

@Stefan: könntest du mir eine Empfehlung geben, was für Komponenten ich bräuchte (auf aktuellem stand) für ein Level 2 Rechner? Budget hab ich so ca. 600 €.

Vielen Dank :)

Von Stefan am 27.08.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Burak: Ja, ich wollte damit aber noch auf die normalen Skylake Prozessoren warten - also noch 1-2 Monate.

Von Burak am 27.08.2015
Besucher

Danke für diesen tollen Beitrag.

Wäre es eventuell möglich eine Version 2.0 von diesem Beitrag zu machen? Vielleicht auch mit aktuellen Komponenten.

Vielen Dank

Von Bodo am 03.09.2014
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.... Fantastisch .... Cooler Artikel ....

Von Stefan am 05.08.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Fritz: Da hast Du Recht, allerdings kostet das Asus G750JS auch nicht gerade wenig :)

Von Fritz am 05.08.2014
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Ach, hatte ich glatt vergessen: Im Idle unter 20 Watt mit mittelhellem Bildschirm (schwankt so zwischen 15 und etwas über 20 Watt)! Ich glaube, stromsparender geht es zurzeit kaum.

Von Fritz am 04.08.2014
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So, liebe Leute, es ist jetzt am Ende doch ein Asus G750JS geworden, als Mediamarkt diese 19%-Aktion startete. War mehr zufällig. Das Ergebnis: i7 CPU, 870m-GraKa, ich habe noch meine "alte" SSD eingebaut als einzige Festplatte, so dass das Notebook wirklich fast völlig geräuschlos ist, wenn ich surfe usw. Ganz, ganz leise hört man ein sehr leichtes Rauschen, vor allem nachts, wenn sonst keine Geräusche zu verzeichnen sind. Ich glaube, noch leiser ist in einem Notebook kaum möglich, schon gar nicht mit dieser Leistung.
Ich bin aber trotzdem mal auf die angekündigten ASUS ROG R8 und R20 gespannt, die klingen viel versprechend.

Von Dennis am 17.07.2014
Technikaffe.de Team

1045 Beiträge
@Fritz:

Schau dann doch mal in unser Forum. Da lässt es sich leichter schreiben und formatieren.

Gruß
Dennis

Von Fritz am 17.07.2014
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@Stefan

Also, nochmal herzlichen Dank für die äußerst sinnvollen Tipps. Werde mich in den Ferien dran machen, das System zusammenzubauen und dann hier berichten.

Von Ruben am 16.07.2014
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@ Stefan werde dann lieber zum Z97E-ITX greifen.

Von Stefan am 16.07.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Ruben: Das kommt natürlich auch auf deine Anforderung an. Das ASRock Z87E-ITX ist ein schönes Mini-ITX Board mit OC-Fähigkeiten und W-Lan. Es gibt mit dem ASRock H97M-ITX/ac allerdings schon eine neuere Version mit schnellem 802.11ac W-Lan - falls das für dich wichtig ist.

Von Ruben am 16.07.2014
Besucher

Würde das ASRock Z87E-ITX in einer Level 2 konfiguration sinn machen oder gibt es ne bessere alternative?

Von Fritz am 15.07.2014
Besucher

Flimmern ist klar. Ich denke aber auch an den Blaulichtanteil, der recht hoch ist und im Verdacht steht, die Makuladegeneration zu begünstigen. Also, lieber warten, bis es mehr Monitore gibt, die den Blaulichtanteil senken. Iiayama macht was in dieser Hinsicht und auch die AIO-PCs von MSI haben dieses Feature.

Von Stefan am 15.07.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Fritz: Beim Gehäuse kann ich dir z.B. das CoolerMaster Elite 120 Advanced empfehlen. Das Gehäuse haben wir in dieser Anleitung benutzt.

Es gibt aktuell übrigens einen sehr augenschonenden Monitor auf dem Markt, den DELL U2414H (siehe Testbericht). Dieser nutzt für die LED-Hintergrundbeleuchtung des IPS-Panels keine PWM sondern DCM. Das bedeutet, dass der Monitor absolut flimmerfrei arbeitet. Ich selbst habe 2 Stück davon und bin begeistert, Dennis hat sich auch einen gekauft.

Windows 7 würde ich immer vom USB-Stick installieren, ist einfach schneller. Eine Anleitung dazu findest Du hier.

Von Fritz am 15.07.2014
Besucher

Klingt sehr gut. Hättet ihr noch eine Empfehlung für ein kleineres Gehäuse? Dann wäre der PC tatsächlich ziemlich komplett. Festplatte habe ich noch und auch ein DVD-Laufwerk. Auch mein alter 19-Zöller Monitor reicht erstmal, bis es vernünftige und augenschonende neuere gibt (siehe IIayama, die das Blaulicht reduzieren wollen).
Als Betriebssystem habe ich noch eine Lizenz für Windows 7 in 64bit in der Ultimate Edition, glaube ich. Allerdings nur als Dateien und nicht als DVD. Das sollte aber kein Problem sein, oder?

Von Stefan am 15.07.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Fritz: Das sollte funktionieren. Als Mainboard würde sich das ASRock H81TM-ITX anbieten wenn dir 2x SATA reichen. Das hat den kleinen H81 Chipsatz der dann auch wieder nicht so viel verbraucht. Dazu dann die PicoPSU-160-XT und als Netzteil das LEICKE Netzteil 120 Watt 12V. Eigentlich würde auch die PicoPSU-150-XT reichen, aber bei dem geringen Mehrpreis und der Tatsache, das die Wandler im Teillastbereich effizienter sind als unter Volllast, würde ich zur größeren Version greifen.

Arbeitsspeicher dann So-Dimms DDR3/DDR3L-1600. Als Grafikkarte die sehr leise Asus 90YV05J0-M0NA00 GRA PCX GTX750TI OC.

Von Fritz am 15.07.2014
Besucher

Wie wäre es denn dann mit deiner vorgeschlagenen Geforce GTX 750 Ti und einem Intel Core i7 4790T oder 4770T? Die sollen laut
http://www.pc-erfahrung.de/hardware/prozessor/desktop-prozessoren/intel-core-i3i5i7-4-generation-haswell.html

bis 45 Watt verbraten. Dann sollte ein externes Netzteil reichen, oder? Das würde mich schon reizen, da der PC doch die meiste Zeit zum Schreiben und Surfen genutzt wird, also nahe am Idle-Betrieb. Und dann sind eurer Messung zufolge die externen PSU effizienter. Der PC ist ja doch den ganzen Tag in Betrieb, da lohnt sich das schon (abgesehen vom unguten Gefühl, für nichts und wieder nichts Strom zu ziehen).
Schaltet eigentlich der Prozessor bei geringer Grafiklast automatisch auf die interne Grafikberechnung um oder das Motherboard oder wer und wie steuert das?

Der Gigabyte Gaming Brix ist wahrscheinlich auch viel zu laut für meine Ansprüche.

Was meint ihr? Das Ganze soll dann möglichst leise seinen Dienst verrichten. Welche anderen Komponenten schlagt ihr vor, vor allem welches Motherboard ist sinnvoll und welche externe PSU?

Von Stefan am 15.07.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Fritz: In Notebooks sind die Mobil-Versionen der Grafikkarten verbaut, statt einer GeForce 750 dann z.B. eine GeForce 750M, die dann deutlich langsamer ist und noch auf der alten Kepler Architektur basiert, während die GeForce 750 schon die neue Maxwell Architektur inne hat.

Damit kommen wir zu deiner nächsten Frage bzw. Aussage: Es gibt mit der GeForce 750 bzw. GeForce 750 Ti schon 2 Grafikkarten mit Maxwell Architektur zu kaufen, ich selber habe die GeForce 750 Ti und bin sehr zufrieden - ordentliche Leistung bei sehr geringem Verbrauch - dadurch auch sehr leise.

Der Mehrverbrauch im Idle durch eine neue!, dedizierte Grafiklösung liegt bei 5-8W, ältere Karten verbrauchen deutlich mehr. Unter Last verbraucht eine GeForce 750 Ti maximal 65W, kommt daher auch ohne zusätzliche Stromversorgung aus.

Für ein externes Netzteil ist dies aber trotzdem zuviel. Da müsste man dann schon auf einen Quad-Core verzichten und einen Dual Core nehmen mit maximal 45W Verbrauch unter Last. Habe ich aber noch nicht ausprobiert und in dem Lastbereich sind dann die internen Netzteile auch nicht viel schlechter!

Ansonsten auf diese neue Gigabyte Brix mit Notebook-Grafik warten - allerdings ist diese dann auch Leistungstechnisch nicht vergleichbar mit einem echten Quad-Core und einer GeForce 750 Ti!

Von Fritz am 15.07.2014
Besucher

Danke für die prompte Antwort!

Hm, ich wundere mich ein wenig, da es ja durchaus spieletaugliche Notebooks mit externem Netzteil gibt. Da sollte das auch für ein selbstzusammengestelltes System möglich sein? Mir schwebt so etwas vor wie ein Notebook ohne Bildschirm. Da das Gehäuse ja durchaus größer sein kann, kann man dann mit weniger Geräuschemissionen rechnen bzw. das eine oder andere Bauteil einbauen, das etwas größer ist als im Notebook.

Sehe ich das richtig, dass der erhöhte Strombedarf, v.a. bei Spielen usw., von der Desktop-CPU und der Desktop-Grafikkarte herrührt? Und dann schafft das wohl keine externe PSU mehr. Schade.

Dann also halbwegs stromsparende Desktop-Bauteile. Hm, die neuen Maxwell-Chips für Desktops gibt es ja leider noch nicht, für den Notebook-Bereich aber schon. Vielleicht warte ich noch, bis es die neuen Grakas gibt, bevor ich mich in 3 Monaten ärgere...
Schön wäre eben ein Mainboard mit SO-DIMM, Notebook-CPU usw., dann ist die ganze Sache ja sogar mit externer PSU möglich.

Gruß
Fritz

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.