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Asus RT-AC66U W-LAN 802.11n + 802.11ac mit 1750 Mbit/s im Test

Wir klären in unserem Test ob der Asus RT-AC66U wirklich hält was er verspricht - und vor allem ob er seine aktuellen 139 Euro wert ist - W-LAN Router gibt es immerhin schon ab knappen 20 Euro. Der Asus RT-AC66U funkt gleichzeitig im 2,4GHz und 5GHZ Netz und kann - sofern es der Client auch unterstützt - theoretische 1750 MBit/s erreichen.

Der W-LAN Standard 802.11ac ermöglicht eine Bruttodatenrate von 1300 MBit/s (also etwas mehr als das doppelte des W-LAN 802.11n Standards der mit MIMO Technik unter Nutzung von 2 oder mehr W-LAN Antennen bei maximal 600 MBit/s liegt). 802.11ac funkt im Gegensatz zu 802.11n ausschließlich im 5GHz Band. Asus setzt hier auf einen Broadcom Chipsatz. Im 802.11n sind 450 MBit/s pro Band möglich.

Asus RT-AC66U W-LAN 802.11n + 802.11ac mit 1750 Mbit/s im Test

Zusätzlich zu dem Gigabit WAN-Port (blau) verfügt der Asus RT-AC66U noch über 4 Gigabit LAN-Ports (gelb). Ein Power-Schalter ist vorhanden. An die 2 USB 2.0 Ports lassen sich USB-Stick (auch Fallback ins 3G Netz bei Ausfall der Internetleitung wird unterstützt), USB-Festplatte oder USB-Drucker (ein Druckserver ist integriert) anschließen. VPN und UPnP Media Streaming sind selbstverständlich mit an Bord.

Der Asus RT-AC66U verfügt über 256MB DDR Arbeitsspeicher sowie 128MB Flash-Speicher, es werden bis zu 6 Gast-Netzwerke unterstützt.

Asus RT-AC66U W-LAN 802.11n + 802.11ac mit 1750 Mbit/s im Test



Reichweite

Der Asus RT-AC66U wird im Internet nicht umsonst als Stahlbetonkiller betitelt. Ich hatte noch keinen W-LAN Router mit einer so kräftigen Sende- und Emfangsleistung in den Händen. Betonwände werden kinderleicht überbrückt. Wer also eine maximale Reichweite ohne zusätzliche Access Points oder W-LAN Repeater erzielen möchte kommt am Asus RT-AC66U quasi nicht vorbei.



Geschwindigkeit

Die sehr hohen Reichweite schlägt sich direkt auch auf die Datenrate nieder. Unser DELL Latitude E7740 verbindet sich mit theoretischen 900 MBit/s und erreicht Netto ca. 600 Mbit/s (ca. 70MB/s). Dies sind für W-LAN sehr gute Werte, viele 802.11n W-LAN Router erreichen nicht mehr als 5-10 MB/s netto.



Die Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet und kann sich auch optisch absetzen. Einzig die nicht immer einwandfreie Übersetzung ins Deutsche trübt ein wenig das Bild. Man kann aber immer erkennen was die falschen Wörter bedeuten sollen. Ein Assistent erleichtert die Einrichtung.

Asus RT-AC66U W-LAN 802.11n + 802.11ac mit 1750 Mbit/s im Test

Asus RT-AC66U W-LAN 802.11n + 802.11ac mit 1750 Mbit/s im Test

Wir betreiben in unserer Firma in einem Teilbereich 4 dieser Router seit 2 Monaten im Access-Points Modus und sind sehr begeistert, vor allem weil im geschäftlichen Bereich der Preis von 139 Euro sehr wenig sind, professionelle Lösungen kosten schnell 4-stellige Summen. Privatanwender werden sich über die umfangreiche Gästenetzwerk Option freuen - hier kann man Freunden Zugriff auf das Internet gewähren ohne sein Netzwerk zu gefährden.

Asus RT-AC66U W-LAN 802.11n + 802.11ac mit 1750 Mbit/s im Test



Stromverbrauch

Der Stromverbrauch geht mit 9W in Ordnung für ein Gerät dieser Leistungsklasse. Allerdings gibt es aktuell Geräte die teilweise nur 1W verbrauchen - allerdings mit 150 MBit/s maximaler Sende- und Empfangsleistung über nur 1 Antenne. Dies muss man berücksichtigen. Für die gebotene Leistung ist der Stromverbrauch des Asus RT-AC66U wirklich in Ordnung.

Asus RT-AC66U W-LAN 802.11n + 802.11ac mit 1750 Mbit/s im Test



Fazit

Mit dem Asus RT-AC66U demonstriert Asus das sie auch W-LAN Router der Spitzenklasse bauen können. Der recht hohe Preis von 139 Euro ist definitiv gerechtfertigt. Einziger Kritikpunkt ist die nicht immer passende Übersetzung der Benutzeroberfläche. Datenrate und Reichweite sind auf absoluten TOP-Niveau und stellen die meisten anderen Router in den Schatten. Auch die Verarbeitung und Haptik ist über jeden Zweifel erhaben.

Wer mehr über das Einrichten eines W-LAN Netzwerkes lesen möchte, dem empfehle ich meinen Artikel 2 W-LAN Router in einem Haus verbinden - Access Points Mode und Repeating erklärt.



5 Kommentare

Von Frosch am 04.12.2016
Besucher

W-LAN ist eine bidirektionale Verbindungen, heißt man kann die dicksten und größten Antennen am Acces Point / Router haben und kommt trotzdem nicht ins W-LAN weil auch der Client Daten zurückschicken muss. Die Antennen in Smartphone und Tablets, die auf den Platinen druff sind überzeugen nicht gerade mit viel Sendeleistung. ;)

Von Stefan am 29.01.2015
Technikaffe.de Team

1826 Beiträge
@Alex: Versprechen tun wir gar nichts, wir haben den ASUS Router aber in 2 Häusern und einer Fabrikhalle getestet. In allen Szenarien hat der Asus RT-AC66U die besten Ergebnisse erzielt, z.B. in einem Mehrfamilienhaus bis ins 2 OG noch ca 100Mbit/s netto - eine FritzBox 7390 hatte bereits im 1 OG ihr Limit erreicht.

Von Alex am 29.01.2015
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Bin zufällig über diesen Beitrag gestoßen...

Zu Stahlbetonkiller:

Wir haben hier ein Haus aus den 70ern, dessen Decken aus einem Stahlträger Gerippe besteht (ca. jeder Meter ein Stahlträger, dazwischen Steine und Beton). Im Stockwerk darunter funkte bisher ein Speedport W921V (bzw immer noch), der keine Chance hatte ein Stockwerk zu überbrücken, weder im 2,4 noch im 5Ghz Netz.

Leider ist der Asus RT AC66U da kein Sonderfall, er schafft gerade mal im Raum unter ihm -85dbm mit meinem Sony Xperia Z1 im 2,4Ghz Netz. Im 5Ghz kommt nichts mehr an. Das iPhone 4 sieht das Netzwerk nicht mal.

Für meinen Einsatzweck ist es genügend (Accesspoint für das obere Stockwerk sowie 802.11ac), jedoch sollte man doch hier nicht das goldene vom Himmel versprechen.

Von Stefan am 08.01.2014
Technikaffe.de Team

1826 Beiträge
@Zehner Hans: Du hast Recht, da hat sich die letzte 0 verabschiedet, sollte 70MB/s heißen, 600Mbits sind genau 72MB/s. Danke für die Info.

Von Zehner Hans am 08.01.2014
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Beträgt die Bandbreite bei 600MBit/s nicht etwa 75MByte/s ?

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Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.