ESC oder X
ESC oder X
ESC oder X

ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake

Mit dem ASRock Rack C236 WSI ist nun ein Skylake Mainboard im Mini-ITX Format verfügbar, welches sich durch 8x SATA3, ECC-DDR4 Arbeitsspeicherunterstützung sowie 2 Intel Gigabit Netzwerkports ideal für ein professionelles NAS eignet. Ausreichend USB 3 Ports sowie ein PCIe x16 Erweiterungsslot sind ebenfalls vorhanden.

Monitore können über Display-Port, HDMI oder VGA angeschlossen werden. Das Mainboard benutzt die interne Grafikeinheit des Prozessors, wer Prozessoren ohne iGPU nutzen möchte, muss auf eine dedizierte Grafikkarte ausweichen.

Da das ASRock Rack C236 WSI offiziell nicht als Server-Mainboard sondern als Workstation-Platine gedacht ist, hat ASRock Rack auf eine IPMI-Schnittstelle verzichtet. Da eine IPMI den Idle- und Standby Verbrauch deutlich (3-5W) erhöht und unser Meinung nach in einem privaten NAS nicht unbedingt notwendig ist, sehen wir dies nicht als Nachteil. Über eine IPMI-Schnittstelle lässt sich das NAS auch ohne Betriebssystem per Remote verwalten.

ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake


Lieferumfang und Ausstattung

Neben dem Mainboard selbst befinden sich sechs schwarze SATA-Kabel (60cm Länge) sowie eine Treiber-CD und eine Bedienungsanleitung im Karton.

Zum Vergleich haben wir das bereits von uns getestete MSI B150M ECO und das ASUS B150M-K D3 mit aufgelistet. Diese beiden Mainboards sind aber nicht wirklich vergleichbar, da sie jeweils nur eine Netzwerkschnittstelle und auch keinen Server-Chipsatz samt ECC-Arbeitsspeicherunterstützung besitzen.

ASRock Rack C236 WSIMSI B150M ECOASUS B150M-K D3
FormatMini-ITXmATXmATX
ChipsatzIntel C236Intel B150Intel B150
Arbeitsspeicher2x DDR4-2133 ECC2x DDR4-21332x DDR3-1866
SATA 6GB/s866
USB 34 + 1 Intern + 2 Front-USB4 + 2 Front-USB4 + 2 Front-USB
USB 22 + 4 Front-USB0 + 4 Front-USB2 + 4 Front-USB
Netzwerk (1Gbit/s)Intel i219 + Intel i210Intel i219VRealtek RTL8111H
PCIe 3.0 x16111
PCIe 3.0 x1022
Video-OutDisplay-Port, HDMI, VGAHDMI, DVI, VGADVI, VGA
AudioRealtek ALC1150Realtek ALC 887Realtek ALC 887
Preis215 Euro80 Euro70 Euro



Bios

In unserem Testsystem kommt ein Intel Pentium G4400 (Details im CPU-Vergleich) zum Einsatz welcher ECC-Arbeitsspeicher unterstützt. ECC-Arbeitsspeicher wird nur von Intel Celeron, Pentium, Core i3 und Xeon Prozessoren unterstützt. Intel Core i5/i7 Prozessoren kommen ohne ECC-Speicherunterstützung daher. Theoretisch lässt sich das ASRock Rack C236 WSI auch mit normalen Arbeitsspeicher benutzen.

Bilder werden geladen ...
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail


Das Bios sieht recht alt aus. ASRock Rack hat hier auf moderne Spielereien verzichtet, schließlich richtet sich das Mainboard an professionelle Anwender. Ein paar neumodische Einflüsse hätten wir aber gerne gesehen, z.B. eine vernünftige Lüftersteuerung.

Erwähnenswert ist das Event-Log. Hier werden alle viele verschiedene Informationen und Fehler zusammengetragen und gespeichert. Das ist von Server-Mainboards so bekannt und sinnvoll um später Fehler zu sichten und auszuwerten. Das Bios unterstützt neben AHCI auch das neue NVMe Protokoll für schnelle SSDs. Außerdem wird das WHEA (Windows Hardware Error Architecture) Feature unterstützt.

Beim Booten verhält sich das ASRock Rack C236 WSI wie ein Profi: alle angeschlossenen Festplatten werden nacheinander hochgefahren um einen Spin-Up-Peak zu vermeiden. Die Raid-Initialisierung wartet zudem so lange, bis wirklich alle Festplatten hochgefahren sind. Trotz dieser gewollten Verzögerung geht die Bootzeit absolut in Ordnung.

Das zum Testzeitpunkt aktuellste Bios hatte die Version 1.0. Diese Version hat noch keine Möglichkeit via Bios zu prüfen ob wirklich ECC-Ram erkannt und verwendet wurde. Da es aktuell unmöglich ist über eine Software zuverlässig auszulesen ob ECC aktiv ist, hat uns ASRock Rack ein Bios zur Verfügung gestellt, welches die ECC-Erkennung direkt im Bios ermöglicht.

Dieses Bios (Version 1.08) könnt ihr euch bei Bedarf exklusiv bei uns herunterladen so lange ASRock Rack dies noch nicht offiziell anbietet.



Testsystem

Hier haben wir alle Komponenten unseres Testsystemes aufgelistet. Die Verbrauchswerte wurden mit einem Voltcraft Energy Logger 4000 ermittelt. Als Betriebssysteme kamen OpenMediaVault in der neusten Version 3.0.13 und Windows 10 zum Einsatz.

BiosVersion P1.08
ProzessorIntel Pentium G4400 (2x 3,3 GHz)
ArbeitsspeicherKingston KVR21E15D8/8
Arbeitsspeicher-Typ1x 8GB DDR4-2133 ECC, Single Channel
SSD (nur Win 10)Samsung 850 Pro 256GB
USB-Stick (nur OMV)SanDisk Ultra 32GB
NetzteilBe quiet! BN140 System Power 7, 300W

Datenfestplatten3x Western Digital Red NAS (WD30EFRX), 3TB

Win 10Version 1511 Build 10586.164 (03/2016)
OMV 3.0.13 BetaKernel 3.16.4 + Kernel 4.3.0 Backports



Festplatten für RAID

In einem Raid-Verbund sollten nach Möglichkeit Festplatten mit angepasster Firmware verwendet werden. Diese können besser mit dem Raid-Controller / Software-Raid kommunizieren. Dies äußert sich in einer höheren Stabilität des Raid-Verbunds. Seagate nennt dieses Feature ERC (Error Recovery Control). Dieses Feature sorgt in einem Raid-Verbund dafür, dass nach einem Lese- oder Schreibfehler die Festplatte nicht nach einer kurzen Zeit aus dem Raid-Verbund entfernt wird.

Auch Western Digital Festplatten der NAS / Enterprise Serie unterstützen diese Funktionalität, dort heißt die Funktion allerdings TLER was für Time Limited Error Recovery steht. HGST (Hitachi) nennt das Feature wiederum CCTL (Command Completion Time Limit). Auch wenn dieses Raid-Feature bei allen Herstellen anders heißt, ist es in der Funktionsweise identisch.

Eine ausführliche Auflistung von geeigneten Festplatten findet ihr auch bei uns. Wir haben in diesem Test drei Festplatten vom Typ Western Digital Red NAS (WD30EFRX) mit je 3TB Kapazität verwendet.



OpenMediaVault

Das beliebte NAS Betriebssystem OpenMediaVault basiert in der Version 2.x noch auf einem schon älteren Debian Linux 7, während die neue OpenMediaVault 3.x Beta auf ein aktuelles Debian 8 setzt. Das ASRock Rack C236 WSI ist eines der wenigen Mainboards mit Intel Netzwerkschnittstelle, welches unter beiden Versionen läuft.

Der Grund dafür ist, dass OpenMediaVault 2.x zwar die neue Intel i219-LM Netzwerkkarte noch nicht unterstützt, die ältere i210 Netzwerkkarte funktioniert hingegen einwandfrei. Die Treiber für die zweite Karte können dann später einfach nachinstalliert werden.

Insgesamt läuft aber auch die OpenMediaVault 3.x Beta schon sehr stabil, nur das AutoShutDown Plugin macht hier und da noch etwas Ärger und kann das System nicht immer zuverlässig in den Standby schicken. Dies wird aber sicherlich bald per Update behoben.

ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake



Windows 10

Unseren ersten Test haben wir unter Windows 10 in der aktuellsten Final-Version (Version 1511 Build 10586.164) durchgeführt. Die Installation von Windows 10 lässt sich auch dann problemlos durchführen wenn der SATA-Controller im Bios auf "Raid" eingestellt wurde. Windows lädt während der Installation die Raid-Treiber mittlerweile automatisch.

Nach der Installation der Intel Rapid Storage Technologie für Unternehmen lässt sich der Raid dann auch über Windows verwalten. Der C236-Chipsatz erlaubt Raid 0/1/5/10 mit bis zu 8 Festplatten.

Bilder werden geladen ...
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail


Die Intel RST Software ist auch von Anfängern leicht zu bedienen. Bei Verwendung von 4 oder mehr Festplatten in einem Verbund ist eine Initialisierung der Festplatten erforderlich, was je nach Anzahl/Kapazität der Festplatten auch mal 24 Stunden oder länger dauern kann. Bei 3 oder weniger Festplatten ist eine Initialisierung nicht zwingend erforderlich, so dass man direkt nach dem Erstellen des Raids diesen auch verwenden kann.

Wer den Intel Raid Controller nutzen möchte, sollte sich unbedingt zuvor unseren sehr detaillierten Test zur Performance der unterschiedlichen Sripe/Cluster Größen durchlesen!



Idle Energieverbrauch

In einem NAS ist der Energieverbrauch im Idle sehr interessant, denn in diesem Zustand befindet sich das System die meiste Zeit. Daher haben wir uns den Verbrauch im Leerlauf genauer angeschaut.

ASRock Rack C236 WSIMSI B150M ECOASUS B150M-K D3
Power-off1,0 W0,6 W0,6 W
Standby2,2 W1,5 W1,2 W
Standby + Wake-On-Lan2,2 W1,7 W1,2 W

Win 1015,0 W14,9 W16,2 W
OMV 3.0.13, Kernel 3.16.415,2 W13,7 W15,2 W
OMV 3.0.13, Kernel 4.3.0 BP15,2 W12,1 W14,8 W

Am sparsamsten ist das ASRock Rack C236 WSI unter Windows 10, der Abstand zu Linux beträgt aber nur 0,3 Watt. Wir vermuten eine bessere Treiberunterstützung des Serverchipsatzes unter Windows 10. Bei unseren Vergleichsmainboards mit Consumer-Chipsätzen verhält es sich genau andersherum: hier ist Linux ca. 1 Watt sparsamer.



Windows 10 - Benchmarks

In Cinebench R15 vergleichen wir das ASRock Rack C236 WSI mit einem MSI B150M ECO. Das C236 WSI kann das MSI ECO Mainboard erstaunlicherweise im Stromverbrauch unter Last schlagen. Hier hat sich ASRock Rack scheinbar nicht lumpen lassen und wirklich gute Komponenten verbaut.

Bilder werden geladen ...
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail


ASRock Rack C236 WSIMSI B150M ECO
Leistung in Cinebench R15
Cinebench R15, Einkern138 cb136 cb
Cinebench R15, Mehrkern267 cb262 cb
Cinebench R15, OpenGL25 fps25 fps
Stromverbrauch in Cinebench R15
Cinebench R15, Einkern28,6 W32,5 W
Cinebench R15, Mehrkern32,7 W40,6 W



Gallerie

Bilder werden geladen ...
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail
  • ASRock Rack C236 WSI im Test - 8x SATA und ECC für Skylake Thumbnail


Fazit

Das ASRock Rack C236 WSI ist das aktuell beste Skylake Mainboard für ein NAS welches wir getestet haben. Durch 8 SATA3 Ports sowie der Unterstützung von DDR4-ECC Arbeistsspeicher eignet es sich ideal für ein NAS/Server. Die beiden Intel 1Gbit Netzwerkschnittstellen, 8 statt 6 SATA Ports sowie der interne USB 3.0 Port machen den Unterschied zu einem Consumer-Mainboard aus.

Gepaart mit einem Intel Pentium G4400 oder einem Intel Core i3-6100 lässt sich mit dem ASRock Rack C236 WSI ein wirklich toller Server / NAS kreieren, der auch höheren Ansprüchen gerecht wird.

Das Mainboard ist Ende März / Anfang April 2016 für rund 215 Euro erhältlich. Der Preis ist in unseren Augen gerechtfertigt, auch wenn der ein oder andere Heimanwender sicherlich mit einem normalen Consumer-Mainboard wie dem MSI B150M ECO oder dem ASUS B150M-K D3 auch gut beraten ist.



31 Kommentare

Von linkplayer am 10.01.2017
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
Danke. Dann benutze ich meine SSD weiter. Wirklich tolles Board. Benutze es im Silverstone DS 380. Die SSD hängt mit einem Adapter am 3.0 Port auf dem Board. Jetzt habe ich alles 8 Sata Steckplätze für die 8 Hot-Swap Bays frei.
Danke für die tollen Artikel und Tutorials

Von Stefan am 10.01.2017
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@linkplayer: Nein der SanDisk Ultra 32GB hat kein SLC-Speicher. Eventuell nimmst Du lieber eine SSD, je nachdem wie viel Du mit dem NAS machst. Das Bios kannst Du dir bei uns herunterladen. Anschließend die ZIP-Datei auf einen USB-Stick entpacken und dann über das Bios ein Bios Update ausführen.

Von linkplayer am 10.01.2017
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
Hat der SanDisk Ultra 32GB denn SLC Chips? Weil in einem anderen Artikel wird bei OMV USB Sticks mit SLC empfohlen wegen der grossen Schreibleistung. Und wie installier ich euer Bios(Version 1.08) habe 16 GB ECC Ram.

Von Stefan am 17.12.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Hondaracer: Ja das sollte gehen.

Von Hondaracer am 17.12.2016
Besucher

Danke für den Test. Momentan bin ich noch schwer am überlegen was ich mir zulege. Habe im moment noch den alten E3-1240erV3 auf Sockel 1150 am laufen.
Mal noch ne dummer Frage? Wenn ich zb den E3-1220V5 da drauf setzte ist ja die Grafik nicht in funktion, Das Verstehe ich doch Richtig oder? Aber ich kann doch zum Installieren einfach so billig sagen wir alte GT210 die ich hier noch rum liegen habe draufstopfen und später wieder rausmachen und dann zb noch einen HBA drauf machen falls mir die 8 Ports nichts reichen ;-) Habt ihr damit schon Erfahrung gesammelt.

Von zip am 11.08.2016
Besucher

@Stefan, vielen Dank, dann bin ich beruhigt.

Von Stefan am 11.08.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@zip: Dieses Verhalten ist "normal" und war bei uns im Test auch zu beobachten.

Von zip am 11.08.2016
Besucher

Hallo zusammen,
ich habe ein NAS mit selber Mainboard/CPU-Kombination zusammengeschraubt.
Ich habe eine Frage zum CPU-Kühler-Verhalten. Bei mir läuft der CPU-Kühler erst nach zwei "Zuckungen" an.
Allerdings läuft er dann kurzfristig auf 100%, drosselt dann aber auf ~2000rpm runter.
Habt ihr ein ähnliches Verhalten beobachten können?
Vielen Dank
- zip

Von Stefan am 28.07.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Kanti: Du musst im Bios den Raid Modus aktivieren und Windows auch auf diesen installieren. Ein nachträgliches Umschalten für immer dazu das Windows nicht mehr bootet.

Von Kanti am 28.07.2016
Besucher

Kurze frage noch. Ich habe Windows 10 installiert aber im Bios steht nicht der Raid Modus, kann ich trotzdem im Windows die Intel Raidsoftware benutzen? Wenn ich im Bios auf Raid umschalte fährt Windows nicht hoch

Von Stefan am 28.07.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Kanti: Schau mal bei uns im Forum vorbei, dort gibt es einen extra Bereich für OpenMediaVault.

Von Kanti am 28.07.2016
Besucher

Wie installiere ich den Treiber für die 2te Netzwerkkarte nach ?

Von Stefan am 24.07.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Kanti70: Ich favorisiere ganz klar OpenMediaVault.

Von Kanti70 am 23.07.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hallo
Habe da mal ne frage, ist es besser Windows 10 oder Openmediavault als NAS zu benutzen?

Von Robert am 16.05.2016
Besucher

Bin auch noch hierüber gestolpert.

@Stefan: Du bestätigst also meinen Gesamteindruck, Danke! Allerdings bin ich überzeugt, dass es ein sehr lukrativer Wachstumsmarkt ist weil zukünftig immer mehr Kunden Interesse an solchen transparenten (funktionierenden) ECC-Speicher-Lösungen zeigen werden. Auch im "Consumer-Bereich". Die ECC-Nachfrage wird allein deshalb schwunghaft wachsen, weil mit den stetig ansteigenden Datenmengen (von Megabytes 80er Jahre , über Gigabytes 90er Jahre und Terabytes 00er Jahre - jetzt), wir demnächst in der Lage sein werden Petabytes zu Hause zu verwalten. Nicht mehr allzu lange und wir haben standardmässig 32, 64 oder 128 Gigabyte Arbeitsspeicher auf einem Mainboard.

TLDR: Das Datenvolumen wird sehr bald so gross sein, dass der ECC-Einsatz als Vorsorgemassnahme gegen Bitfehler zur Pflicht werden wird!

Am CERN beispielsweise ist man schon vor fast 3 Jahren zu dieser Erkenntnis gekommen: http://indico.cern.ch/event/278015/contributions/627690/attachments/507334/700394/German-Science-Foundation-15102013.pdf

Ausserdem gibt es schon seit Jahren einige sehr interessante Ansätze einer reinen SOFTWARE-basierten Error Correction im normalen Arbeitsspeicher:
http://stackoverflow.com/questions/23587591/software-memory-bit-flip-detection-for-platforms-without-ecc
https://pdos.csail.mit.edu/papers/softecc:ddopson-meng/softecc_ddopson-meng.pdf
http://ieeexplore.ieee.org/xpl/login.jsp?tp=&arnumber=6132897
Als sehr vereinfachtes Beispiel stelle man sich vor, dass der gesamte RAM-Speicher einfach in 2 gleichgrosse Teile aufgeteilt wird und dann darin alle Prozesse doppelt laufen. Dann kann man mit Hilfe von Checksummen überprüfen, ob beide RAM-Speicher die gleichen Ergebnisse liefern oder nicht. Eine Abweichung würde nun auf einen Bitfehler hinweisen. Man bräuchte dazu keinen ECC-Speicher, kein ECC-fähiges Mainboard und auch keinen ECC-fähigen Prozessor! Derzeit ist aber wohl das Hauptproblem, dass leider kein Betriebssystem mit einer derartigen Funkionalität existiert.

Von Stefan am 15.05.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@Robert: Ja Du hast schon recht, die ECC Kontrolle ist für den Benutzer kaum nachvollziehbar. Die Hersteller (wir haben teilweise einen guten Kontakt, z.B. zu ASRock Rack) scheinen sich dessen aber nicht bewusst zu sein bzw. ist das Interesse seitens der Kunden kaum vorhanden.

Gerade im FreeNAS Forum wird immer wieder geschrieben das ECC ja soooo wichtig sei, wie ECC funktioniert weiß dort aber kaum jemand. So weit ich das verstanden habe, wird ECC ausschließlich (auf jeden Fall zuverlässig) im Bios protokolliert, denn ECC arbeitet auf Harware-Ebene (das ist ja der Sinn an ECC). Ob ein Serverbetriebssystem (z.B. Windows 2012 Server) von der Hardware benachrichtigt wird weiß ich nicht, ich kann es mir aber kaum vorstellen!

Auch die Prüfung ob ECC aktiviert ist bzw. ob es auch wirklich Fehler findet und ggf. behebt ist kaum nachprüfbar, denn die wenigen Tools (Du hast ja oben auf einige Seiten verlinkt) funktionieren nicht oder nur eingeschränkt mit der neuen Intel Skylake Architektur.

Ich hatte daher schon beim schreiben dieses Berichtes darüber nachgedacht hier nachzuhaken, habe dann aber frustriert aufgehört weiter zu recherchieren, da (wie Du ja auch schon festgestellt hast) viele Quellen unterschiedliche Meinungen vertreten. Das ganze ist einfach (auch Mangels wissen der Hersteller) kaum nachvollziehbar.

Einzig die wirklich großen Server (DELL oder HP z.B.), die in Firmen eingesetzt werden, sind für mich nachvollziehbar und auch recht einheitlich bei den Protokollen.

Von Robert am 14.05.2016
Besucher

Über einen grösseren, praxisorientierten Artikel bezüglich der realen Verwendung von ECC-Speicher (wo und wie werden die Speicher-Fehler eigentlich angezeigt) würde ich mich wirklich sehr freuen.

Mir ist schon klar, dass die eigentliche Korrektur automatisiert im ECC-RAM stattfindet, doch wird der Anwender eigentlich bei jedem Fehler-Vorfall benachrichtigt? Im Netz findet man kaum Hinweise darauf, und es scheint so als ob dort jeder Hersteller das ganze etwas anders umgesetzt hat (BIOS-Anzeige ja/nein, BIOS-Log ja/nein). Da das ganze ja am Ende ein Zusammenspiel der RAM-Module mit dem BIOS und dem Betriebssystem ist (letzteres müsste doch wohl in der Lage sein auftretende Fehler zentral zu überwachen?), wäre hier ein kleiner Leitfaden schon recht hilfreich.

Das Ganze fängt schon damit an, wie man überhaupt sicher sagen kann ob ein System über ECC-Speicher verfügt oder ob dieser richtig installiert worden ist:
http://superuser.com/questions/893560/how-do-i-tell-if-my-memory-is-ecc-or-non-ecc/
https://www.pugetsystems.com/labs/articles/How-to-Check-ECC-RAM-Functionality-462/
http://unix.stackexchange.com/questions/139319/how-to-tell-whether-ram-ecc-is-working
Das es dazu, wie dort beschrieben, auch Windows 7-Kommandos gibt war mir bis dato neu.

Und hier heisst es, NUR das Betriebssystem protokolliert die Fehler...
http://serverfault.com/questions/624016/where-are-the-ecc-memory-error-counters-stored
http://serverfault.com/questions/144151/how-seriously-should-i-take-ecc-correctable-error-warnings

Hier wird dann aber gesagt, die (Art der) Fehlermeldung ist abhängig von der Server-HARDware:
http://serverfault.com/questions/643542/how-do-i-get-notified-of-ecc-errors-in-linux

Also das Thema ECC ist wirklich reichlich verwirrend und keine "Einfacher-Einbau-und-funktioniert-Lösung", obwohl genau letzteres immer als bleibender Eindruck vermittelt wird.

Von troehl am 29.04.2016
Besucher

vielen Dank für die Antwort.
Habe das BIOS 1.08 geflusht, bringt aber was das Datum nach Standby betrifft, leider keine Änderung.
Nun wird im BIOS aber wenigstens angezeigt, dass ECC Speicher installiert ist und die Korrektur eingeschaltet ist.

Von Stefan am 29.04.2016
Technikaffe.de Team

1789 Beiträge
@troehl: Ich hatte das Problem unter OMV 3 nicht. Hast Du mal das Testbios welches ich oben verlinkt habe ausprobiert ?

Von troehl am 29.04.2016
Besucher

Habe das Board gestern in Betrieb genommen. Leider gibt es da wohl ein Problem mit dem Standby. Nach dem Aufwachen, was wirklich sehr schnell geht, stimmt das Datum nicht mehr. Es wird 1 bis 2 Tage vorgestellt und kann dann auch nicht mehr per nlp korrigiert werden, weil die Differenz zu groß ist.
Ist das ein Windows 10 oder, wie ich eher vermute, ein BIOS Problem.
Mit Aasrock Mainboards hatte ich schon öfter Probleme im Zusammenhang mit S3 Powerstate.

Weitere 11 Kommentare anzeigen
Diesen Artikel kommentieren:



  • Feedback
  • kurze, artikelbezogene Fragen





  • Hilfestellung bei Problemen
  • Fragen zu ähnlichen Themen




Ähnliche Artikel
Für das NAS - Basic 3.0 nutzen wir wieder ein Mainboard von ASRock. Konkret handelt es sich um das ASRock J3455-ITX, welches mit einem neuen Intel Apollo Lake Vier..
Es geht wieder los, die neue Generation der Mini PCs kommt nach und nach auf den Markt und wir werden in den kommenden Wochen die beliebtesten Vertreter testen. Starten tun wir heu..
Die neuen Intel Kaby-Lake Prozessoren sind jetzt auch für den Desktop erhältlich. Zeitgleich wurden auch die neuen Intel H/Z270 Chipsätze vorgestellt. Wir möcht..
Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.