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Erste Info zu OpenMediaVault 3.0 auf Debian 8 (Jessie) Basis

In seinem Blog hat OpenMediaVault Entwickler Volker Theile einen ersten Screenshot von OpenMediaVault 3 (Erasmus) veröffentlicht. OpenMediaVault 3 basiert auf der neusten Debian Version 8 (Jessie) und scheint erstmal keine neuen Features mitzubringen.

Erste Info zu OpenMediaVault 3.0 auf Debian 8 (Jessie) Basis

Auf dem Screenshot ist auch eine noch recht alte Kernel Version (3.16.0-4) zu erkennen, wir hoffen das OpenMediaVault 3 entweder mit dem Backports-Kernel als Default oder einem neuen Standard-Longtherm-Kernel veröffentlicht wird, der aktuellste Longtherm-Kernel trägt die Version 4.1.15, der neuste Stable-Kernel sogar die Version 4.3.3.

Debian 8 bietet neben einer großen Menge an Performance- und Sicherheitsoptimierungen folgende neue Features:

  • 12253 neue Packages (43512 total)
  • systmd ist nun das Default init system
  • MariaDB 10.0
  • Erweiterte PHP Anwendungen wie das Horde-Framework
  • OpenJDK 7 als Default Java runtime
  • OpenJDK 8 via jessie-backports

PackageVersion Debian 7Version Debian 8
Apache Webserver2.22.4
Linux Kernel Image3.23.16
OpenSSH6.06.7
Perl5.145.20
PHP5.45.6
Samba3.64.1

Wann OpenMediaVault 3 veröffentlicht wird ist noch unbekannt, wir vermuten ein Release im Laufe des 1. Quartals 2016. Ob mit OpenMediaVault 3 auch ein neuer Installer Einzug hält, der endlich den /sda Bug behebt, bleibt abzuwarten.



12 Kommentare

Von Stefan am 28.02.2016
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Spot: Ich denke Samba 4.3.x lässt sich via Konsole nachinstallieren. Ich weiß jetzt nicht ob es schon "Stable" ist, ansonsten das Test/Experimental Repository einbinden.

Von Spot am 28.02.2016
Besucher

Für Macuser ist es schade, dass offenbar Samba 4.3.x noch nicht unterstützt wird. Damit geht z.B. serverseitige Indizierung für Spotlight.

Von Stefan am 27.12.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Christian0P: Ist korrigiert, Danke.

Von Christian0P am 26.12.2015
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
@TechnikAffe

Der Kollege von OMV nennt sich Volker Theile, nicht Volker Thiele :)

http://www.openmediavault.org/imprint.html

Von Robert am 26.12.2015
Besucher

@BIOHAZARD: Ja richtig, bei Verschlüsselung direkt im Dateisystem entfällt ein zusätzlicher "Layer", eine zusätzliche Schicht. Kann man als Vorteil betrachten, ist aber IMHO in der Praxis noch ein gewisses Kompatibilitätsrisiko (wie viele Dateisysteme - ausser ZFS - können das denn derzeit, welche zuverlässigen Recovery- oder Rettungsoptionen existieren?). Ausserdem beschränkt es auch die Flexibilität bei der Auswahl des Kryptoalgorithmus (oder unterstützt ZFS da augenblicklich mehr als nur AES wie z.B. Serpent oder Twofish?) und des Dateisystems an sich, sprich wo kann man das nach der Entsperrung überall mounjten..

Das ein AMD oder INTEL wesentlich schneller als ein ARM, Marvell Armada oder Annapurna Alpine ist, dürfte allen klar sein. Aber trotz AES-NI-Featureset, sehe ich in aller Regel 30% Geschwindigkeitsverlust egal ob Dual-Core oder sogar Quad-Core. Und der "Geschwindigkeitsvorteil" bezieht sich ja dann auch ausschliesslich und explizit nur auf AES - alle anderen Kryptoalgorithmen (siehe oben) brechen hier geschwindigkeitsmässig betrachtet genauso ein.

Hier mal ein paar Beispiele:
http://www.xbitlabs.com/images/networking/qnap-ts469pro/graph-3.png
http://www.qnapworks.com/images/Storage/TS-253-Pro/TS-253-Pro_AES.jpg
http://images.anandtech.com/graphs/graph8298/65908.png
http://www.qnap.com/images/products/NAS/vsseries/TS-453-Pro_AES.jpg
http://media.memoryexpress.com/Assets/Products/MX54486/qnap_ts653_pro_1.jpg

Selbst bei nur reiner AES-Verschlüsselung sehe ich kein einziges System an der "normalen" 90 oder bis 100MB/s Marke kratzen.

Aber auch gut zu wissen ist, dass sich bei QNAP -genau wie Du es selbst berichtest, danke für den Praxistipp- mit Portbündelung anscheinend höhere Transferraten bei AES erreichen lassen. Habe da auch eine Qnap-Grafik gesehen, die bei 1 Port nur 70/MB und bei 2 Ports aber gleich 200/MB (fast 3-fach!) zeigte. Komisch, das sollte doch keinen Einfluss auf die Verschlüsselungsgeschwindigkeit haben, oder rechnet der zusätzliche NIC etwa mit?

Von webhost am 23.12.2015
Besucher

Ziehmlich warscheinlich bleibt es bei dem 3.16. kernel. Vermute mal das man einen neueren über die omv-extras installieren kann.

Von BIOHAZARD am 22.12.2015
Besucher

@ Robert: Soweit ich es verstanden habe, bringt die Verschlüsselung auf Dateisystemebene Performance-Vorteile, da dann die Verschlüsselung nicht über ein zusätzliches "Securitylayer" (ich bezeichne das mal so) erfolgen muss. Aus diesem Grund habe ich bis vor Kurzem auch Freenas mit ZFS eingesetzt, da das Dateisystem ZFS u.a. die Verschlüsselung auch direkt im Dateisystem erledigen kann.

Wie gesagt "bis vor Kurzen", ich habe wieder zurück auf QNAP gewechselt, da ich mit der Benutzer-, Rechte- und Diensteverwaltung von Freenas nicht wirklich klarkam und viel Zeit verbraten habe. Bei QNAP ist es auch mit LUKS gelöst. Geräte mit Prozessoren, welche über die AES-NI-Festures verfügen (z.B. mein ehem. Freenas-Server oder mein neuer QNAP TS-563), können Gigabit ohne Probleme ausreizen und mit Porttrunk auch um ein vielfaches übertreffen, ich hatte meine 4 Gbit-Anschlüsse fast komplett ausgelastet.

Falls dein System mit Verschlüsselung also etwas lahmt, würde ich nach Möglichkeit darüber nachdenken, einen AMD/Intel-Prozessor anzuschaffen, welcher AES-NI kann oder ein neues Gerät mit diesem Feature anzuschaffen, dann sollten die Geschwindigkeitsprobleme der Vergangenheit angehören.

Greez BIOHAZARD

Von Robert am 20.12.2015
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Derzeit funktioniert Verschlüsselung unter OMV anscheinend nur mit einem recht neuen und noch weitgehend unerprobten Plugin:
http://forums.openmediavault.org/index.php/Thread/11592-LUKS-disk-encryption-plugin/
@ghost: Welchen Vorteil hat Verschlüsselung mit ext4? Hat LUKS etwa Nachteile?

Verschlüsselung ist seit Snowden & NSA auf jeden Fall ein Killerfeature (und natürlich ganz besonders auf NAS-Geräten). Synology bietet leider nur die Verschlüsselung einzelner Ordner an und die allermeisten Synology-NAS verlieren dann beim Dateitransfer mal eben locker 40 und teilweise bis zu 80 Prozent ihrer normalen Übertragungsgeschwindigkeit, womit eigentlich niemand arbeiten kann und will. Bei QNAP gibt es immerhin Vollverschlüsselung (komplette Festplatte bzw. RAID), aber ebenfalls einen Geschwindigkeitseinbruch von mindestens 30 Prozent, wenn nicht grösser.

Auf dem NAS-Markt hat sich hier anscheinend noch kein einziger Anbieter mal richtig Gedanken gemacht ein "ENCRYPT&FORGET"-System anzubieten, dass ausreichend Rechenpower hat um 100% Ethernet-Speed durchreichen zu können - von Selbstbaulösungen, die meist ein vielfaches an Strom verbraten, einmal abgesehen. Ich sehe da einen Markt mit grosser Nachfrage.

Es wäre toll, wenn Ihr da demnächst mal einen etwas grösseren Blick auf gute, einfache aber sichere und vor allen Dingen schnelle Verschlüsselungslösungen bei euren NAS-Zusammenstellungen und auch bei OpenMediaVault, NAS4Free oder FreeNAS werfen könntet. Danke!

Von Stefan am 19.12.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@-ghost-: Ob und wann Ext4 Verschlüsselung unterstützt wird weiß ich leider nicht, hoffe aber auch darauf!

Von Stefan am 19.12.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@127001: Sorry, da kann ich dir keine weiteren Infos geben. Bei OpenMediaVault 1.x war es zumindest so, dass die alte Version auch nach dem Release von 2.x noch eine gewissen Zeit unterstützt wurde. Wie es sich jetzt mit 3.0 verhält muss man schauen.

Von -ghost- am 19.12.2015
Besucher

Wird dann auch endlich ext4 mit Verschlüsselung kommen, so dass man sich den Weg über LUKS ersparen kann?

Ruhige Feiertage !
-ghost-

Von 127001 am 19.12.2015
Registrierter Benutzer

4 Beiträge
Wann folgen nach Deiner Erfahrung konkrete Release-Termine nach einer Ankündigung im Blog?
QU 1/2016 sind doch 3 Monate (+ t unbekannt), sind auch sehr dehnbare Zeitspanne.
Würde meine Kundschaft gerne darauf warten lassen oder dann eben doch System Update.
Die letzten 5% Entwicklung zu Optimal brauchen immer 95% der Ressourcen.

Grundsätzlich aber sehr gut, es wird weiter entwickelt.

LG
127.0.0.1
local horst

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.