ESC oder X
ESC oder X
ESC oder X

Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test

In den letzten Jahren hat der Festplattenhersteller Western Digital den Markt für NAS-Festplatten dominiert. Seagate holt mit der neuen Archive HDD v2 8TB zum Konter aus: Wir haben geschaut ob die neue Festplatte hält was sie verspricht und ob sie Potenzial hat der WD-Red Serie Kunden abzuluchsen.

Mit einem Marktanteil (Stand Ende 2013) von 40% (Seagate) zu 45% (Western Digital) dominieren die beiden Hersteller den Festplattenmarkt. Allerdings hatte Seagate den NAS-Einsatzbereich (sowohl privat als auch im Enterprise-Sektor) eine zu lange Zeit nicht genügend Beachtung geschenkt. Western Digital nutzte dies aus und konnte sich in den letzten Jahren vor allem mit seiner Western Digital Red NAS-Festplattenserie etablieren.

Seagate brachte zwar später mit den STx000VN000 auch NAS-Festplatten auf den Markt, diese konnten sich aber trotz guter Testergebnisse noch nicht wirklich etablieren. Dies lag vor allem auch daran, dass Seagate hier im Vergleich zur WD Red Serie identische Marktpreise abruft.


Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test




Einsatzbereich und NAS Eignung

Den Haupteinsatzbereich sieht Seagate bei der Archive HDD v2 in großen Datencentern oder auch im privaten Bereich für Backup-Lösungen. Die Festplatten verfügen daher über eine spezielle Firmware, die auf die Verwendung als Backup oder Archivlösung optimiert ist. Das garantierte Schreibvolumen liegt beim 8TB Modell bei 180TB/Jahr, bei 3 Jahren Garantie also 540TB. Dies wird wohl kaum ein Heimanwender auch nur ansatzweise erreichen.

Seagate empfiehlt zumindest für den professionellen Bereich den Einsatz von speziellen NAS-Festplatten, die dann in etwa doppelt so teuer sind. Natürlich will man sich vor allem im geschäftlichen Bereich nicht selbst zu viel Konkurrenz machen.

Zudem unterstützen die Seagate Archive HDD v2 nicht das sogenannte ERC (Error Recovery Control). Dieses Feature sorgt in einem Raid-Verbund dafür, dass nach einem Lese- oder Schreibfehler die Festplatte nicht nach einer kurzen Zeit aus dem Raid-Verbund entfernt wird.

Dieses Feature kennen auch Western Digital Festplatten der NAS / Enterprise Serie, dort heißt die Funktion TLER was für Time Limited Error Recovery steht. HGST (Hitachi) nennt das Feature wiederum CCTL (Command Completion Time Limit). Auch wenn dieses Raid-Feature bei allen Herstellen anders heißt, ist es in der Funktionsweise identisch.



Preis pro 1000GB / 1TB

Mit der neuen Archive HDD v2 bietet Seagate nun nicht nur größere Kapazitäten von aktuell bis zu 8TB pro 3,5 Zoll Festplatte an, sondern ruft auch einen deutlich niedrigeren Preis ab:

FestplatteMax. KapazitätPreis pro 1TBRaid-Feature
Seagate Archive HDD v28TB30 EuroNein
Seagate Barracuda3TB33 EuroNein
Seagate NAS4TB40 EuroERC
Seagate Enterprise NAS6TB65 EuroERC
Western Digital Red6TB42 EuroTLER
Western Digital Red Pro4TB50 EuroTLER
Western Digital Green6TB39 EuroNein
HGST UltraStar He88TB78 EuroCCTL




SMR - Shingled Magnetic Recording

Realisierbar ist der günstige Preis auch durch die verwendete Technik: Im Gegensatz zu z.B. HGST kommt keine Heliumfüllung zum Einsatz, Seagate setzt hier auf die SMR-Technik. Um 8TB in ein 3,5 Zoll Gehäuse zu quetschen, bedient sich Seagate der SMR Technik. Die SMR-Technologie (shingled magnetic recording) kann den Speicherplatz einer Festplatte theoretisch um bis zu 28% erhöhen, indem die Abstände zwischen den Datenspuren verkleinert werden.


Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test




Geräuschentwicklung

Die Archive HDD v2 mit 8TB ist definitiv lauter als eine 6TB Western Digital Red - und zwar deutlich. Wirkliche Knack- oder Kratzgeräusche gibt die Festplatte aber nicht von sich. In einem NAS oder Backup-System spielt die Lautstärke natürlich keine so große Rolle, aus einem normalen PC wird man die Festplatte aber wohl heraushören.



Geschwindigkeit

Während die maximale Lesegeschwindigkeit mit 155MB/s identisch zu Western Digital Red Serie ist, liegt die Schreibgeschwindigkeit mit 195MB/s deutlich über den Western Digital Festplatten, die nur mit rund 150MB/s Daten schreiben.

Die Benchmark-Werte haben uns etwas überrascht, weil Seagate selbst eine höhere Lesegeschwindigkeit im Vergleich zur Schreibgeschwindigkeit angibt. Wir vermuten hier den 128MB großen Cache als Ursache. Werden größere Datenmengen geschrieben, sollte die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit auf ca. 150MB/s absinken.

Bilder werden geladen ...
  • Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test
  • Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test
  • Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test Thumbnail
  • Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test Thumbnail




Verbrauch

Die Seagate Archive HDD mit 8TB Kapazität zieht gleich mit den sehr guten Verbrauchswerten der Western Digital Red 6TB. Das sieht auf den ersten Blick zwar nicht so aus, denn die gesamte Leistungsaufnahme ist erst mal höher. Rechnet man die Leistungsaufnahme dann allerdings auf die Kapazität herunter, liegen die Seagate Archive HDD und die Western Digital Red gleichauf.





Technische Daten

Seagate Archive HDD, 8TBWestern Digital Red, 6TBHGST UltraStar He8, 8TB
Zuverlässigkeit
Enterprise (24/7)JaJaJa
Load/Unload cycles*300.000600.000600.000
MTBF (h)800.0001.000.0002.000.000
max. Lesefehler1 pro 10^141 pro 10^141 pro 10^15
Geschwindigkeit
Drehzahl5.900 rpm5.400 rpm7.200 rpm
Cache128MB64MB128MB
Lesegeschwindigkeit190 MB/s175 MB/s195 MB/s
Schreibgeschwindigkeit150 MB/s----
Verbrauch
Last7,5W5,3W7,4W
Idle5,0W3,4W5,1W
Standbykleiner 1,0W0,4W--
Verbrauch pro TB Speicherkapazität
Last0,9W0,9W0,9W
Idle0,6W0,6W0,6W
Standbykleiner 0,1W0,1W--
Sonstiges
Garantie3 Jahre3 Jahre5 Jahre
Preis240 Euro242 Euro740 Euro
Preis/TB30 Euro40 Euro92 Euro

* Maximale Anzahl Parken und Starten der Leseköpfe

Datenblatt: Seagate Archive HDD
Datenblatt: Western Digital Red
Datenblatt: HGST UltraStar He8


Screenshot von CrystalDisk:

Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test




Erste Probleme und Erfahrungen

Obwohl unsere 10 Seagate Archive HDD v2 Festplatten erst am 13.12. bei uns eingetroffen sind, haben wir leider schon Verluste zu beklagen. Folgende Setups hatten wir aufgebaut:

5 Festplatten in einem Software-Raid 6 unter OpenMediaVault
Der Raid 6 Verbund baute sich innerhalb von 18 Stunden ordnungsgemäß auf. Danach sollten 16TB Daten transferiert werden, bereits nach 2,7TB stieg allerdings eine Festplatte aus dem Raid aus. Danach wurde der Raid erneut aufgebaut, was erstmal wieder funktionierte.

Im zweiten Schub sollten dann die restlichen 13,3TB kopiert werden, bereits nach 1,2TB stieg dann aber (diesmal eine andere) Festplatte aus dem Raid aus. 2 der 5 Festplatten waren zudem auffällig laut.


3 Festplatten in einem Software-Raid 5 unter OpenMediaVault
Auch hier ließ sich der Raid 5 Verbund mit Erfolg erstellen. Beim Kopieren von insgesamt 2,7TB Daten stieg dann die erste Festplatte aus und wurde dann auch nach einem Neustart nicht mehr im Bios erkannt. Erst nachdem das System komplett stromlos gemacht wurde, hat das Bios die Festplatte wieder erkannt. Den Test haben wir an dieser Stelle abgebrochen.


2 Festplatten in einem Software-Raid an einem Synology DS214
Läuft bisher ohne Probleme, allerdings wurden noch kaum Daten kopiert. Ein erweiteter S.M.A.R.T. Test zeigte keine Auffälligkeiten.

Bilder werden geladen ...
  • Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test
  • Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test
  • Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test Thumbnail
  • Seagate Archive HDD v2 mit 8TB im Test Thumbnail


Wie man sieht scheint Seagate zumindest mit der aktuellen Charge / Firmware Probleme in einem Raid-Verbund zu machen, so dass wir aktuell die Festplatte nicht für die Verwendung in einem NAS / Raid empfehlen können.



Fazit

So viel Festplatte bekommt man sonst nicht für sein Geld. Mit 240 Euro für das 8TB Modell drückt Seagate den Preis auf 30 Euro pro Terabyte - selbst die günstigen Western Digital Green kosten noch 39 Euro pro Terabyte. Zudem punktet die Seagate Archive HDD v2 mit ihren 8TB Kapazität - alternative Festplatten der gleichen Kapazität kosten sonst das 3-fache.

Allerdings scheint die Festplatte - zumindest in einem Raid-Verbund - Probleme zu machen. Wir können die Festplatte daher nur für die normale Benutzung empfehlen und raten von der Verwendung in einem NAS ab, auch weil die Festplatte das Raid-Feature ERC / TLER nicht unterstützt. Wir bleiben an dem Problem dran und werden den Artikel ggf. später aktualisieren.

Wer jetzt trotzdem Lust auf ein eigenes NAS bekommen hat, dem empfehle ich unsere NAS-Eigenbau-Übersicht.


Artikel zuletzt aktualisiert am 18.02.2015


33 Kommentare

Von Stefan am 04.11.2015
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Lars M.: Solange Du kein Raid erstellen möchtest, kannst Du die Seagate Archive HDD ohne Probleme nehmen.

Von Lars M. am 04.11.2015
Besucher

Moin,

ich habe die Platte für mich ins Auge gefasst, nur bin ich mir nicht so ganz sicher, ob die für meinen Einsatzzweck geeignet ist:

Ich möchte die Platte als Datengrab für meine Mediansammlung (Filme, Serien, Bilder, Musik, usw.) als Datengrab nutzen. Angeschlossen werden soll die Platte in einem USB 3.0 Gehäuse an einen BananaPi, der als Medienserver dient. Meine aktuell angeschlossene HDD (1TB) ist im gleichen Gehäuse eingebaut und schaltet sich nur ein, wenn darauf zugegriffen wird. Also kein 24/7 Betrieb und kein RAID.

Den Löwenanteil an Daten werden die Filme (720-1080p) einnehmen. Nun habe ich aber gelesen, dass die Platte bei größeren Schreib-/Lesezugriffen Performanceeinbrüche haben soll. Passiert das nur bei Schreibzugriffen oder auch bei Lesezugriffen?

Wäre die Platte für diesen Einsatzzweck geeignet? Die Daten, die auf die Platte kommen sollen, wollte ich auch nicht mehr löschen. Soll also wirklich ein "Datengrab" werden.

Schönen Gruß

Von Stefan am 01.10.2015
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Roesi: Solange Du keinen Raid aufbauen möchtest ist das kein Problem.

Von Roesi am 01.10.2015
Registrierter Benutzer

2 Beiträge
Hallo, schon ein wenig her der Artikel ich weis.
Wie sieht es aus so eine Festplatte oder 2 in einem HTPC als Datengrab ?
Wäre sie dafür tauglich ?
Für die aktuellen Filmaufnahmen wird weiterhin eine normale 2TB Platte genommen.

Von Stefan am 14.08.2015
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Thomas: Generell würde ich für NAS aktuell keine SMR Festplatten empfehlen, auch wenn Sie sehr viel günstiger sind. Als Einzel-Laufwerk kannst Du die Festplatte aber nutzen.

Von Thomas am 14.08.2015
Besucher

Hat jemand erste Erfahrungen diese 8TB Platten in ein drobo, drobopro, usw einzusetzen ?
Um eine xbmc filmsammlung zu erweitern.
Als zusätzliche Daten Platte in einen Mac pro4,1 dürfte sie aber gehen?

Wie spielt man unter Mac OSX eigentlich eine Firmenware auf.?

Gruß
Tom

Von Max am 19.05.2015
Besucher

Die Platte ist doch nicht sinnvoll in Raid Modi zu benutzen, da Schreibzugriffe in relativ kleinen Sektoren hier zum jeweiligen Neuschreiben des ganzen Track fuehren. Der einzige wirklich sinnvolle Einsatzzweck der Platten ist ein moeglichst lineares Schreiben von Daten (eventuell noch in einem Raid1-Verbund) rein zu Ablagezwecken. In einem Random-Access-Raid haben die nix verloren.

Wenn in dem Raid 5/6 Daten geschrieben werden, dann wird entsprechend der Sektorengroesse des darueberliegenden Filesystems die Daten auf die verschiedenen Platten verteilt. Wenn die Sektoren nicht direkt auf die Trackgroesse passt und dann auch noch vom Filesystem linear geschrieben wird (Inode-Tables etc werden ja regelmaessig an feste Sektoren geschrieben), dann muessen die Daten von der Platte spaeter immer wieder eingelesen und komplett geaenderte Tracks geschrieben werden. Dass kann natuerlich zu Zeitproblemen mit dem Raid fuehren und dann die Platten als "Defekt" markiert werden.

Von Frank am 12.04.2015
Besucher

Hallo, ich habe seit kurzem eine ST8000 8TB im Einsatz. Leider hat erst die dritte Festplatte richig funktioniert, die Gesamtlieferzeit betrug also etwa acht Wochen ... 8-)

Wenn ich größere Mengen Daten auf diese Festplatte kopiere (einige GB), macht sie zwischendurch mehrere längere Pausen mit konstant leuchtender LED, und das Betriebssystem (Ubuntu in meinem Fall) bricht dann den Kopiervorgang irgendwann mit einer Zeitüberschreitung ab. Man kann zwar die Timeout-Werte erhöhen, aber eine Lösung ist das ja nicht.

Das habe ich bisher bei keiner Festplatte so erlebt, ist das ein normales Verhalten für dieses "SMR" Verfahren? Die Pausen können gut und gerne mal 4-5 Minuten lang sein, in dieser Zeit ist die Festplatte nicht ansprechbar. Die Platte ist neu und wurde bisher noch nicht beschrieben (nur formatiert).

Von annihilator am 29.03.2015
Besucher

Ich habe 5x8TB in einem HP Microserver unter Windows 2012R2 und habe diese über einen Storagepool mit Parity zu einem RAID5 zusammengeschlossen und so ca. 30TB Speicherkapazität.

Nach dem ersten Bespielen mit Daten fiel erst eine Festplatte aus, die Seatools gaben einen Fehlercode aus und ich habe diese bei Seagate retourniert, danach habe ich einen (RAID5-)Pool aus 4 gebaut und nach ca 5TB Daten fiel die zweite mit einem anderen Fehlercode aus, die ich auch retourniert habe.

Heute hielt der Kopiervorgang auf 3 alte und 2 neue Festplatten wieder im Parity-Storagepool ca. 24h bei Datenbefüllung, danach stiegen direkt 3(!) Platten aus, wovon eine sich noch nicht einmal mehr im BIOS meldet.

Ich glaube, wenn die für irgendetwas nicht geeignet sind, ist das RAID :-) Ich wollte den Storagepool nur bilden um dort Daten abzulegen, also wirklich zu archivieren und das ist mir auf einer einzelnen Platte einfach zu kritisch.

Die Errorcodes der noch verbliebenen erkannten habe ich noch nicht gecheckt, mal sehen was die so ergeben.

Von THomas am 27.03.2015
Besucher

Wenn ich schon solche Festplattengrößen benötige möchte ich auch Sicherheit. Und die bekomme ich hier definitiv NICHT!
Dann bleibe ich bei meine REDs die seit 2 Jahren problemlos 24/7 laufen.

Von Klaus am 28.02.2015
Besucher

Habe mal 4 Stück von den ST8000AS0002 geordert, eine kam DOA an und wurde sofort zurückgeschickt. Seit etwa einer Woche werkeln die nun in meinem NAS, jetzt hat sich gestern Abend wieder eine verabschiedet. Solche Ausfallraten machen mich hochgradig panisch, noch dazu bei diesen Datenmengen. Da mir nur noch 2 Tage Widerrufsfrist verbleiben, geht jetzt die komplette Charge zurück, man will ja noch ruhig schlafen können ;-)

Von Lothar Rhein am 21.02.2015
Besucher

Zum Thema Seagate und Smartwerte:
http://www.users.on.net/~fzabkar/HDD/Seagate_SER_RRER_HEC.html

@Stefan und Dennis

Habt Ihr denn die Platten die aus dem Raid geflogen mal eingehender untersucht?
Dafür wären dann auch die Seatools durchaus geeignet - sofern sie schon für diese Platten freigegeben sind. Ansonsten auch gerne mal die Smartwerte der Pllatten anschauen/veröffentlichen.

Von Stefan am 21.02.2015
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Lothar Rhein:
- Der Screenshot ist von einer Festplatte die bisher keine Probleme gemacht hat
- Einen Burn-In-Test habe ich nicht gemacht, werde dies beim nächsten Festplattentest machen.

Danke für dein Feedback, Festplattentests sind für uns auch neu. Wir betreiben Technikaffe nebenberuflich als Hobby und haben daher in einigen Gebieten sicherlich noch Potenzial nach oben.

Von Lothar Rhein am 21.02.2015
Besucher

@networker
Die Smartwerte bei Seagate Platten lassen sich nicht so einfach interpretieren, da Seagate den Smart Standard nach eigenem Gutdünken verbiegt und für eigene Werte missbraucht.

http://www.nickles.de/forum/festplatten-pruefen-optimieren-probleme-loesen/2008/seagate-gibt-smart-inkompatibilitaet-zu-538335157.html

Von Daniel am 20.02.2015
Besucher

@networker: Bei Seagateplatte sind die von Dir benannten S.M.A.R.T.-Werte anders zu betrachten. Ich bin da auch nicht der Fachmann, aber dass, was ich gerade gegoogelt habe, deutet daraufhin, dass dort 0 Fehler drin stehen, weil in dem Rohwert 2 Werte versteckt sind, den man splitten muss!?
Vielleicht kann jemand anderes mal noch was dazu sagen, der sich damit besser auskennt!?
Grüße Daniel

Von Lothar Rhein am 20.02.2015
Besucher

Interesssant wäre jetzt noch die Info, von welcher der Platten der CDI Screenshot ist, zumindest 3 Platten sind bei den Kurztest ja negativ aufgefallen, gehört der CDI Screnn zu einer dieser Platten, oder doch zu einer der nicht auffälig gewordenen Platten.

Insgesamt ist dein Test für einen ersten Eindruck auf die Schnelle ganz OK, aber es fehlen einfach wesentliche Details.
Nochmsl die Frage, sind die Platten einem "Burn In" unterzogen worden - als Einzelplatten, Zur Zeit muss ich davon ausgehen, daß dies nicht der Fall ist, und somit ist dein "Raidtest" eigentlich wertlos, da der Fehler bereits in DOA-Platten liegt.

Platten die bereits beim Einbau über ein gewisses Maß vibrieren werden sofort reklamiert, da hier die Platter mit deutlicher Unwucht montiert sind, ein Lagerschaden ist über kurz oder lang vorprogrammiert - eher kürzer.

Von networker am 19.02.2015
Besucher

Danke für den Crystal Disk Info,...um diese Seagate Plate werde ich einen großen Bogen machen und die nächste 6TB RED ordern. Bereits jetzt Lesefehler, ECC Fehler und Suchfehler in den Rohdaten. Erstaunlich dass noch kein übergeordneter Schreibvorgang (HighFlyWrite) dabei ist. Meine Seagates haben alle Fehler ohne Ende, die HighFlyRates sind beim SMART innerhalb kürzester Zeit auf 1 runter, habe aber bisher noch keinen Datenverlust bemerkt. Vorsorglich habe ich bereits alles auf WD RED & PURPLE gesichert.

Von Lothar Rhein am 19.02.2015
Besucher

"Hummel,Hummel" :-)
Schade, daß ihr bislang nur OMV und ein Fertig NAS getestet habt.
Interessant wäre auch ein ZFS basiertes System (FreNAS, NAS4Free, OmniOS, ZoL o.ä.), da ZFS kein ERC (TLER etc.) benötigt.
Es wäre auch eine Frage, ob Ihr die Platten einem "Burn In" unterzogen habt, das geht aus dem Bericht nicht hervor (z.B. mit h2wtest vollschreiben und Prüfen, Oberflächenprüfung etc.), dauert natürlich bei 8TB Platten etwas.
Dies insbesondere vor dem Hintergrund, daß 2 von 5 Laufwerken im Raid 6 auffällig laut sind, was bereits auf einen Lagerschaden hinweisen könnte und eine der Platten aus dem Raid 5 Verbund komplett ausgestiegen war.

Von Stefan am 18.02.2015
Technikaffe.de Team

1401 Beiträge
@Loïc: Ja, jetzt haben wir leider Gewissheit. Ich bin mir nur immer noch nicht sicher ob es nicht an einer fehlerhaften Charge oder Firmware liegt.

Von Loïc am 18.02.2015
Registrierter Benutzer

28 Beiträge
@ Stefan

Ich hatte ja gesagt, als du deinen Beitrag vor ein paar Monaten zur neuen ARCHIVE gemacht hast. Diese sei nicht geeignet. Du spracht vom Gegenteil :-))

Weitere 13 Kommentare anzeigen
Diesen Artikel kommentieren:



  • Feedback
  • kurze, artikelbezogene Fragen





  • Hilfestellung bei Problemen
  • Fragen zu ähnlichen Themen




Ähnliche Artikel
Nachdem wir mit unseren NAS-Basic und NAS-Advanced Anleitungen den Linux / FreeBSD Bereich abdecken, haben wir immer wieder Anfragen bekommen, die eine NAS-Anleitun..
Mit dem passiv gekühlten NGC-1 von Minix testen wir heute unseren ersten Mini PC eines chinesischen Herstellers. Bisher haben wir uns ja hauptsächlich mit den Platzhirschen im Mi..
Heute testen wir mit den LG 27UD68-W mal wieder einen 4k / Ultra HD Monitor aus dem Hause LG. -- Der LG 27UD68-W Monitor verfügt über eine Auflösung von 3840x2160..
Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.