Kaufberatung NAS selber bauen vs gekauft

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  • Kaufberatung NAS selber bauen vs gekauft

    Hallo zusammen,

    ich glaube, dass es einigen ähnlich wie mir ergeht, deswegen hier mal ein "Muster Thread" - Kaufberatung.

    Am Anfang steht die externe Festplatte auf die die Daten gesichert werden sollen. Schnell wird klar, das soll automatisiert passieren, aber entkoppelt von Windows . Also muss ein NAS her. Soweit ist es ja auch noch ganz einfach.

    Nachdem dann aber Cloudfunktionen wie Dropbox doch ganz nett sind, aber man die Daten lieber heimisch hat, und zudem mehre Devices im Einsatz (Andoid, iPad, Laptop, Rechner etc.), da will man eine "eigene" Cloud - sprich Owncloud / Nextcloud.

    Letztlich wäre es ja gar nicht so übel eine Medien-Station daraus zu machen, sprich Filme/Musik abzuspielen. Und hey, sicher soll das auch noch sein, also nur per VPN darauf zugreifen.

    Nach kurzer Recherche sieht man, dass sowohl QNAP und Synology das beides halbwegs beherrschen. Der geneigte Bastler sagt "Junge machste selber, zur Hälfte vom Preis, mit vierfacher Leistung und Du bist flexibel OHNE ENDE, was kann ein Mensch mehr wollen?"

    Mensch Recht hat der Bastler. Nach kurzer Zeit des Zusammenstellens sieht man dann aber ein Budget von über 500 EUR, und ja, ganz soviel ist mir der Komfortgewinn, dann doch nicht wert. Streicht man die Ausstattung nun großzügig zusammen, kommt man auf ein Ergebnis, welches in etwas vergleichbar mit einem halbwegs potenten NAS ist.

    In meinem konkreten Fall:

    QNAP TS 253A (358 EUR)

    vs

    Cooltek U1 (44 EUR)
    Intel Pentium 4500T (80 EUR)
    Asus H170I Plus D3 mITX (90 EUR)
    Netzteil (60 EUR)
    System SSD (ca. 40-50 EUR)
    RAM (30 EUR)

    Macht ca 380 EUR

    Sprich man muss abwägen zwischen etwas bessere Leistung vs. "Rundum-Sorglos-Paket".

    Jetzt brüllt der Bastler "Junge, bei QNAP und Synology ist das auch einstellen, nur in Klicki-Bunti, ist de-facto das gleiche OMV. Und wenn Du es wirklich nicht anders haben willst: Nimm halt Xpenology."

    Also ein ESXi aufgesetzt, Xpenology aufgesetzt, funktioniert 1A, und Tatsache eigtl. kann das ja nicht so viel mehr."

    Der Entschluss steht, ich bau selber. Nochmal kurz Xpenology gestartet, hat sich zerschossen, muss man von vorne anfangen.

    Irgendwie, wenn es dann aber an den Masterplan geht, verzag ich leicht. Reicht die gewählte Hardware aus? Kann man dann unter ESXi mehrere VMS parallel betrieben, können die auf die gleichen Daten zugreifen? Wie rede ich mit dem MediaPlayer? Kann ich Spotify betreiben? OpenVPN dann wo? Ein Kumpel schenkt mir ne Windows Server 2012 R2 Lizenz? Was bringt mir das?


    Also Freunde, ich glaub ihr versteht wo der Schuh drückt, ich bin ein semi-ambitionierter Heimanwender, leichte Kenntnisse sind vorhanden, aber Hauptsache es funktioniert.

    Lieber QNAP, was ja auch was kann, Virtualisierung, Docker, Owncloud etc.) oder doch selber Hand anlegen, und wenn ja, gibt es da weitere Anleitungen? Die Technikaffe Anleitungen zu OMV sind mustergültig!!! Abe rich meien für das große Ganze.

    In a nutshell:

    - automatisierte Backups vom System / den Dateien (letzteres zur Not über Robocopy)
    - Zugriff von überall (VPN) für mich und meine Freundin, aber auch externe (Familie)
    - Anschluss an einen AV Receiver zum Musikhören
    - ggf. Drucken

    Ich hab ne Fritzbox 7490.

    Vielen vielen Dank schon mal.
  • Hallo,
    mal nur zu deinen Komponenten.
    Vergiss den Pentiumg G4500T, das T ist nur Geldverschwendung für einen kastrierten Prozessor mit weniger CPU Leistung und für mehr Geld und bringt nichts. Ich selber hab eine G4400 und gut ist. Dann gewinnst du beim Preis gegen QNAP schon fast. Und bist von den Komponenten haushoch überlegen.
    Beim Netzteil bist du mit 60 Euro schon am guten Ende (bei dir wegen SFX). Eigentlich reichen im Normalfall 300-400 Watt (da ja keine Grafikkarte) und da kannst du schon mind. 6 Festplatten anhängen. Beim RAM 30 Euro klingt wenig (sind vermutlich 8GB DDR3, oder?). Falls du kein HW Raid machst (ist eigentlich in dem Rahmen nie notwendig), reicht auch ein B150 (oder gar H110) Board (und wieder gespart). DDR4 ist preislich gegenüber DDR3 kein Unterschied mehr bzw. auch schon billiger (und schneller). Und M2 für die SSD (die kostet dann aber wirklich) ist bei einem NAS nicht notwendig (und widerspricht irgendwie DDR3). Deine System SSD ist doch sicher SATA, oder?
    Dein Gehäuse ist ja echt mini. Das ist eher ein HTPC und kein NAS (max. 2*2.5 Platten). Und wo kommt dann die SSD hin? Da solltest du auf ein bischen was größeres gehen. Sonst nutzt du deine Möglichkeiten nicht wirklich aus (vor allem bist du nicht erweiterbar, was normalerweise der Hauptvorteil ist). Such dir auch ein Gehäuse aus, was ein ATX Netzteil hat (ist dann auch günstiger).

    Tja, da kommt noch einiges auf dich zu.
    Walter
    SW: OMV 4.1.22 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, 3*8TB+6TB SnapRaid (8TB Parity,3+3+2TB Parity2), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804
  • Tagchen,

    nehmen wir mal alle bereits im Forum beprochenen Sachen extra für dich noch einmal auseinander:

    Cooltek U1 (44 EUR) -> kann man sich darüber streiten, Budget-Lösung aus dem Bauvorschlag: 35€
    Intel Pentium 4500T (80 EUR) -> warum eine T-Variante? Bringt nix, ist nur teurer: für 60€ gibbed den Intel Pentium G4400
    Asus H170I Plus D3 mITX (90 EUR) -> D3 arbeitet mit DDR3-RAM, das sollte man genau abwägen (würde man nur nutzen, wenn man noch alten DDR3-RAM zu Hause rumliegen hat)
    Netzteil (60 EUR) -> das bisher empfohlene be quiet! 300W kostet(e) 35€
    System SSD (ca. 40-50 EUR)
    RAM (30 EUR)

    Macht ca 380 EUR -> macht bei mir schon mal "nur" 300€ ... und das bei a) mehr Platz und b) deutlich mehr Leistung und c) frei bestimmbarer Funktionsumfang

    QNAP:
    - Wenn man allerdings die Leistung des QNAP vergleicht, sollte auch Dicke der Basic-Vorschlag reichen (250€ mit gleichem Prozessor)
    - Wenn man allerdings von der 4G-Variante ausgeht (8G-Variante = 436€) ... kostet der RAM im billigsten Fall 18€ ...
    - Wenn man von Virtualisierung spricht und 4G im System hat ... wird es schnell eng, besonders wenn man MS-BS virtualisieren möchte
    - eine Bare-Metal-Virtualisierungslösung einzusetzen, um eine nicht wirklich freie NAS-Software (DSM) laufen zu lassen, halte ich für suboptimal - das geht auch deutlich Ressourcenschonender

    Und den Hauptvorteil / den Unterschied beider Varianten sieht man schon alleine an deinem Post: man ist variabel - je nach Leistungsanspruch / Budget und Vorlieben kann man sich etwas zusammenstellen. Und wenn man mal von dem mITX-Bauvorschlägen absieht, kann man ab µATX auch noch ordentlich erweitern (4 RAM-Bänke, 3xPCIe-Slots - je nach Chipsatz auch M.2-SSDs möglich, 6 SATA-Ports ... und andere Zusatzfeatures).

    Aber bitte nicht falsch verstehen: ein Selbstbau-NAS ist kein Klicki-Bunti-Fertig-Spielzeug, man muss eine gewisse Portion Eigeninitiative mitbringen und anfangs recht Frustresistent sein ;).
    Man tauscht also Geld gegen "Nerven" und/oder private Zeit. Das sollte Jedem klar sein.

    Sc0rp
  • Hallo zusammen,

    vielen Dank erstmal für die Antworten!!

    Was ich vergessen hatte zu erwähnen: Ich hab schon zwei Samsung EVO 850 500 GB Platten rumliegen, und das System soll möglichst klein und silent laufen (da im Schlafzimmer) - da fehlt in der Rechnung noch ein Lüfter (Alpenföhn Silvretta), daher auch die "kastrierten" T Prozessoren.

    Als System-SSD dachte ich an eine M.2 Intel 540S mit 128 GB, da könnte man dann über ESXi auch genügend VMs parallel betreiben (sofern notwendig). Mir gehts jetzt auch nicht mal so ums Geld, ich sag mal unter 400 EUR sollte man bleiben, damit kann ich leben.

    Im nächsten Schritt gehts halt um die Umsetzung, respektive Architektur und da stehen halt doch bedeutend mehr Fragen im Raum. Braucht man dann unter gewissen Szenarien IP Masquerade? Können verschiedene VMS auf die gleichen Datenbestände zugreifen? Hat man bei openvpn wirklich nur zwei Clients inkl. ? Muss man eigtl. virtualisieren für das angedachte Szenario?

    Und hier hören dann die allgemeinen Antworten im Netz eher auf. Da stellt man sich dann die Frage, will ich Kapazitäten lassen für Szenarien die ich eh nicht brauche, oder reicht mir als Otto-Normal ein QTS vollkommen aus, und das Verhältnis "Nerven zu Geld" ist noch vertretbar?

    Für die Frage, wäre es halt schön, wenn es da "Anleitungen" gäbe, wie man die verschiedenen Anforderungen unter einen Hut gebracht hat...
  • Tagchen,

    DFFVB schrieb:

    Braucht man dann unter gewissen Szenarien IP Masquerade
    An welcher Stelle genau? Und wozu? Maquerade oder (NAT/PAT) finden ja heute auf jedem IAD statt ...

    DFFVB schrieb:

    Können verschiedene VMS auf die gleichen Datenbestände zugreifen?
    Naürlich. Man kann in die VM's einen Host-Ordner einbinden (auch immer den Selben).

    DFFVB schrieb:

    Muss man eigtl. virtualisieren für das angedachte Szenario?
    Das ist eine der wichtigsten Fragen heut zu Tage ... jeder Depp fühlt sich derzeit dazu gemüsigt, unbedingt auf den Virtualisierungs-Hype aufspringen zu müssen. (Bitte nicht falsch verstehen, oder persönlich nehmen! Ich meine das globalgalaktisch.) - was in den seltensten Fällen im SOHO-/Privatbereich zutreffend ist. Das Szenario gilt es erstmal komplett zu skizzieren, dann kann man die Frage beantworten. Natürlich kann man Virtualisierung auch als Hobby deklarieren - aber dann sollte man es auch richtig machen!

    DFFVB schrieb:

    Hat man bei openvpn wirklich nur zwei Clients inkl. ?
    Woher hast du diese Info? Bitte verlinken! Soweit ich weiss, gibt es dafür keine Limitierung an sich, nur Fallstricke ;)

    DFFVB schrieb:

    Für die Frage, wäre es halt schön, wenn es da "Anleitungen" gäbe, wie man die verschiedenen Anforderungen unter einen Hut gebracht hat...
    Ja, das wäre schön ... aber wie man alleine an diesem Forum (mit überschaubarer Nutzeranzahl) sieht, gibt es keinerlei Generallösung. Die Anforderungen sind aufgrund der Möglichkeiten hochgradig komplex und daher sehr verschieden. Eine gute Basis sind natürlich die Bauvorschläge ... damit kann man schon eine Menge machen.

    Wichtig ist, das man sich vorher mit den Anforderungen beschäftigt - das gilt auch für Fertig-NAS!

    Sc0rp
  • @DFFVB

    Guck Dir mal die HP Proliant Server Gen7 und Gen8 an.

    Die neuen bekommst Du für 200 Euro neu und kannst da problemlos ne Pentium oder Xenon CPU draufsetzen - Platz hat man für 4 Platten.

    Ich habe mich auch lange mit dem Thema beschäftigt und habe mir letztendlich für 75,- € einen gebrauchten HP Microserver mit AMD Turion CPU gekauft. Glücklicherweise fand sich der Verkäufer bei Ebay Kleinanzeigen auch noch hier im Ort.

    Das Teil verbraucht im Leerlauf ca. 20 Watt und beim Streamen ca. 26 Watt.

    Aktuelle Systeme machen das auch nicht unbedingt viel besser und da das NAS bei mir nur 24/7 läuft, tangiert mich das auch nicht wirklich.

    Ich wollte auch erst selber bauen, aber warum die Arbeit machen und so viel Geld ausgeben?

    ESXI läuft auf der Kiste auch, aber ich musste doch einsehen, dass ich keine Virtualisierung brauche.

    Habe OMV mit diversen Addons laufen, so dass ich den überwiegenden Teil meiner Aktivitäten über den Server abwickeln kann.

  • @Sc0rp

    Danke für die detaillierte Antwort und dass Du auf die einzelnen Punkte eingegangen bist.

    Das mit "masquerade" hatte ich glaube ich, als ich selber einen owncloud - Testserver aufsetzen wollte? Hab mir dann ein fertiges Image von bitnami gezogen, da gings dann.

    Danke für die Info mit derselben Host-Datei für alle, das erleichtert die Planung.

    Virtualisierung: Ja da stimme ich Dir zu... Ist halt fraglich, ob man es braucht. Ich denke, wenn man Owncloud und Datensicherung (System-Image) parallel laufen lassen will, dann schon?

    OpenVPN: Das steht auf der Homepage, aber vlt. gilt das nur für Enterprise-Kunden?

    Anwendungsszenario: Das hatte ich ja eingangs skizziert:

    - tägliche Datensicherung (robocopy/ syncback / acronis)
    - Owncloud
    - Netzwerk-Musikplayer (Spotify / Clementine)
    - openvpn

    Dazu würde man dann ein ESXI aufsetzen, mit zwei VMs: 1. Windows Server: Netzlaufwerk, Spotify, Openvpn 2. Owncloud. Bzw. ggf. kann man auch direkt den Windows Server installieren und auf ihm VM Ware laufen lassen?

    Würde das so in etwas hinhauen?

    @bomb:
    Danke für den Hinweis, aber die HO Microserver sollen ein bisschen laut sein --> silent.
  • Hallo,

    DFFVB schrieb:

    Virtualisierung: Ja da stimme ich Dir zu... Ist halt fraglich, ob man es braucht. Ich denke, wenn man Owncloud und Datensicherung (System-Image) parallel laufen lassen will, dann schon?
    Was hat das damit zu tun? -> Nicht wirklich. Linux ist ein stabiles und ordentliches System, da braucht man keine Angst haben ...

    DFFVB schrieb:

    OpenVPN: Das steht auf der Homepage, aber vlt. gilt das nur für Enterprise-Kunden?
    Habe ich nirgends gefunden -> bitte verlinke die Seite!

    DFFVB schrieb:

    Dazu würde man dann ein ESXI aufsetzen, mit zwei VMs: 1. Windows Server: Netzlaufwerk, Spotify, Openvpn 2. Owncloud. Bzw. ggf. kann man auch direkt den Windows Server installieren und auf ihm VM Ware laufen lassen?
    Warum so komplizierrt? Und was soll das bringen? Owncloud ist kein Betriebssystem, sondern eine (Web-) Anwendung ... Anwendungsvirtualisierung macht man z.B. mit Docker.
    Es bringt überhaupt nix, in deinem Szenario mit VM's zu arbeiten. Alle o.g. Funktionen können mit Windows als auch mit Linux abgebildet werden.
    Warum denkst du, OwnCloud "virtualisieren" zu müssen?

    Sc0rp
  • So leicht verspätet, aber dennoch:

    Das mit openvpn hatte ich hierher:

    openvpn.net/index.php/access-server/pricing.html

    Hätte aber vermutlich bei der Community Edition schauen müssen ;)

    Ad Virtualisierung:
    Wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du, das ist unnötig kompliziert, und ich sollte direkt über einen Windows / Linux Server arbeiten? Das klingt erst mal gut, aber owncloud und windows sind glaube ich nciht die besten freunde, andererseits wird spotify nicht von linux unterstützt....

    Wenn ich da also nochmal an die Architektur denke:

    da ich nicht so der Linux Fan,

    - Windows Server
    - hier dann per Backup-Software tägliche Back-Ups (Acronis das beste?)
    -vm mit owncloud (gemeinsame host-datei)
    - openvpn
    - spotify / clementine

    Ergibt das so Sinn?

    Danke für kurze Info :)
  • Abend,
    ob das Sinn ergibt ... also für mich nicht.

    OwnCloud ist immernoch eine Web-App, also nicht abhängig vom Betriebssystem, sondern von einem Webserver! Da würde ich auch nicht unbedingt den IIS nehmen, aber Apache sollte ja laufen. OwnCloud baut eh seinen eigenen (verschlüsselten) Daten-Container ... da muss das Speichersubsystem entsprechend vorbereitet sein. Zur Not kannst du für den Webserver XAMPP nehmen, ist aber hochgradig ungeschützt.

    Also ein BS zu installieren, um dann extra einen Hypervisor noch zu benutzen, um eine einzige Anwendung inkl. einem anderen BS laufen zu lassen ... ergibt das wirklich Sinn für dich?

    Sc0rp
  • Abend Sc0rp,

    Danke erstmal für die Antwort! Ob das für mich Sinn ergibt? Nun ja, da ich nicht so viel Ahnung habe schon ;) Für Dich der Ahnung hat. vlt. nicht so sehr... von daher können wir vlt. den Spieß umdrehen und Du sagst was die richtige Lösung wäre?

    Anforderung:
    • ca. 1 mal im Monat Image-Back-Up ([definition=40,0]Windows[/definition] inkl. installierter Programme), um im Recovery Fall schnell das System wiederherzustellen
    • täglich Back-Up von verschiedenen Ordnern (Bilder, Musik, Downloads, Videos, Dokumente) - ggf. von zwei Laptops (dem meiner Freundin auch noch, ist aber keine Prio, eh kaum Daten)
    • diese Back-Ups sollen dann per Own-Cloud zur Verfügung stehen. Bei Own-Cloud hatte ich mal geschaut das unter [definition=40,0]Windows[/definition] Server zu installieren, das sah mir aber ein wenig umständlich aus...
    • Spotify / Clementine - Zugriff: Das NAS / der Server soll an einen AV-Receiver angeschlossen werden, damit das Abspielen vonMusik von allen möglichen Devices (iPhone, iPad, Android) gesteuert werden kann.
    • Absicherung: Zugriff von außerhalb nur per VPN


    Wie würdest Du das aufsetzen? Ich verstehe, dass gerade der virtualisierte Own-Cloud Part wenig Sinn ergibt in Deinen Augen, gleichzeitig finde ich fertige Images (Bitnami) recht charmant, und wenig eigener Aufwand(MY SQL vs SQLlite etc.).

    Danke für kurze Info :)
  • Tagchen,

    naja, einen Server absolut ohne Aufwand ... Den gibt es nicht. Nicht Stromsparend und auch nicht einfach zu warten. Solche Geräte schleppen allerhand Ballast mit sich rum, der auch Fehler verursachen kann, obwohl man ihn nicht benutzt. Zudem ist Ballast auch immer ein potentielles Einfallstor für allerhand Gesindel.

    Einen Server zu betreiben erfordert auf jeden Fall zu Allererst Verantwortungsbewusstsein, gepaart mit dem Wissen, was das Ding eigentlich tut. Mit super schnellen und fertigen Lösung schaufelt man nur sein eigenes (digitales) Grab und man nur noch leidige Kontrolle über seine Sachen. Das würde ich heutzutage unter gar keinen Umständen mehr machen. Lieber "blute" ich vorher ordetnlich :D - das schulde ich der gesamten Sache. Aber das ist nur meine Meinung.

    Ein richtiges Konzept muss man entwickeln, das gibbed auch nicht fertig - auch nicht von Microsoft ;). Jede Serverumgebung ist anders.

    Nehmen wir deine Anforderungen mal auseinander:

    Backup
    - das einzige richtig schnelle Backup (inkl. Wiederherstellung, das wird gerne vergessen) ist die Clientsicherung vom Windows-Server
    - Die funktioniert Out-of-the-Box und ist mehrfach (auch persönlich) getestet
    - erfordert aber mind. ein Windos Server Betriebssystem ...
    - weitere Möglichkeit ist alelrdings, sich einen anderen "Bare-Metal" Imager zu holen - auf meist auf Linux-Basis, die können heutzutage auch Alles und sind unabhängig vom M$-Space
    - allerdings erfordern beide Lösungen auch Disziplin am PC selber, und intelligenterweise eine Trennung der Systemplatte von der Datenplatte (Partitionen reichen)

    Daten-Backup
    - da hast du das Prinzip einer Cloud nicht verstanden!
    - die "Cloud" ist immer synchron - Daten werden so schnell wie eben möglich ausgetauscht - das muss man sicher auch vielfältig konfigurieren
    - D.h. aber auch, das eine OwnCloud-Instanz am Besten immer laufen sollte ... oder man bastelt sich ein anderes Konzept (kann man ja Alles konfigurieren)
    - für jede Cloud-Lösung hat man einen speziellen Client auf dem Gerät, mit welchem man die Synchronisierung regeln kann (und auch automatisieren kann)

    Spotify/Clementine
    - Spotify kenn ich/hab ich ... Clementine sagt mir erstmal nix - aber GIDF ;)
    - und siehe Da: den gibt es auch für Linux (zur Not über den Quelltext)
    - die Frage ist hier nur, ob das Stückchen Software überhaupt als "Serverdienst" konzipiert wurde - das sieht nämlich ehr nach eienr Desktop-Anwendung aus (kein Webfrontend!)

    Das bedeutet, du versuchst in deinem Konzept Desktop- und Serveranwendungen zu mischen ... das halte ich für ein suboptimales Konzept.

    VPN
    - VPN wird am Besten auf dem IAD geregelt, Fritz!Box oder auch die meisten Anderen Geräte unterstützen VPN
    - zur Not geht auch ein VPN-AS auf dem "NAS"

    Fazit
    - alle Serverdienste lassen sich auch ordentlich unter Linux abbilden, könntest also auch OMV nehmen
    - Desktop- und Serveranwendungen nicht mischen, daher besser einen anderen Player nehmen - oder heraus finden wie man Clementine "Headless" betreibt
    - Serverdienste sollte man nicht unter Desktop-BS laufen lassen ( Windows 7/8/10)
    - bei der Auswahl der Hardware aufpassen - HDMI und/oder einen optischen Audioausgang einplanen

    Sc0rp
  • Hallo,

    ich habe dein Thema gesehen und wollte meine Meinung auch teilen. Wie funktioniert dein NAS jetzt, brauchst du immer noch Hilfe? Für einen Server benötigst du auch ein Betriebssystem und vielleicht kann ich dir da ein wenig behilflich sein. Die Microsoft Windows Server 2012 Version ist doch alt und du kannst eine neuere ganz günstig online bekommen. Vor kurzem brauchte ich auch eine neue Software und habe sie auf Soft&Cloud gekauft. Der Anbieter verkauft Gebrauchte Software ganz günstig und sicherlich wirst du etwas Passendes auf ihrer Seite finden. Neben Software bieten sie auch Cloudlösungen und du kannst ihre Seite für mehr Infos besuchen, falls du interessiert bist.

    Hoffentlich habe ich dir ein wenig weitergeholfen und viel Glück mit deinem Server!

    Mit freundlichen Grüßen