Eilerlegende Wollmilch ... vShpere/ESXi + NAS

  • Hallo zusammen,


    je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto weniger weiß ich was ich nehmen soll ;-)


    Ursprünglich sollte es ein kleines NAS sein, mittlerweile benötige ich aber ohnehin einen ESX-Server, so dass ich dort das NAS mit laufen lassen will (damit ich nicht zwei Boxen habe).


    Zielsetzung in etwa so: die VMs liegen auf einder SSD, eine VM davon ist das NAS. Der NAS Storage dient als quasi Datengrab (Backups etc) und besteht (erstmal) aus 2 SATA HDDs, die vom NAS-OS zum RAID zusammengefasst werden (da ich mir einen HW-RAID-Controller erstmal sparen wollte - aber evtl. nehm ich doch einen ...?). Platz für mind. 2 weitere 3,5"er sollte sein.
    Die Daten auf dem NAS sollten natürlich "für alle Zeiten" sicher sein ... und sehr schön wäre auch Dedublizierung (oder lässt man das eher die Backup-SW machen?) UND vorallem dass man das Ganze an einen 2. Standort/NAS replitzieren kann (falls mal die Bude abbrennt etc)
    Oh - und leise sollte das ganze sein.


    AKtueller Stand wäre in etwa so


    • MB: eigentlich wollte ich ein Mini-ITX, aber wegen den max 32 GB RAM, nur ein PCIe-Slot dachte ich, bin ich mit mATX doch besser dran, zB Intel S1200SPS (Skylake, max 64 GB RAM ECC, 2/3x LAN onboard, 6x SATA III, mATX
    • Gehäuse: s.o. für mITX gibts nette Sachen, mit Hotswap, aber weg. mATX dachte ich an Fractal Design Node 804 oder Lian-Li PC-V358A. So ein Gehäuse würde hier prima in die würfelförmigen IKEA-Regale passen ... technisch sinnvoller wäre aber evtl. ein (gedämmtes) ATX-Gehäuse mit viel Platz ... was meint ihr? Genug Platz für 6+ HDDs ist zwar in o.g., aber evtl wird das doch recht warm und laut?


    • CPU Xeon Skylake (4C/8T)
    • 2x 16 GB RAM
    • 1x SSD (vermutl 480 GB), evtl. ne 2. um die VMs dort zu spiegeln (nicht in Echtzeit - zB 1x am Tag oder bei Änderungen)
    • 2x SATA 4TB im RAID (1) - WD Red oder Seagate Constelation


    Recht unschlüssig bin ich, was das NAS angeht: FreeNAS klingt gut was die da schreiben (Datensicherheit/-Integrität), Replikation etc. Aber ZFS-Recovery/Handling scheint ja nicht so ohne zu sein (?) und ist bei denen auch nicht kompatibel implementiert? AUßerdem las ich, dass FreeNAS nicht mit Skylake geht (weg USB3 Controller) - oder gilt das in o.g. Fall nicht, nur bei direkter USB-Installation?


    PS:
    Option auf eine schnelle Grafikkarte evtl. später (um sie Dinge 'berechnen' zu lassen) - daher auch >1 PCIe Slot und Support für vt-d etc



    Anmerkungen/Erfahrungen willkommen :-)

  • Hi Sc0rp,


    dachte mir schon dass die Frage kommt. Bisher hatte ich meine VMs in VMWare Workstation, um verschiedene Testsysteme zu installieren / laufen zu lassen. Einige VMs sollen künftig aber immer laufen und zweitens möglichst nah an dem, sein, was real zB beim Kunden eingesetzt wird (z.B. auch weil bestimmte SW, Applicances etc eben direkt für ESX/VSphere ist und man statt dessen nicht einfach VBox etc nehmen kann.). Ok - für gelegentliche Tests könnte man ESXi ja mittlerweile auch unter VMWare Workstation installieren ... aber so richtig elegant ist das auch nicht.


    Anders ausgedückt: ich brauche den ESX nicht für (identische) Funktionen, die auch das NAS ggf über über Plugins anbieten könnte

  • Re,
    naja, man darf halt Evaluation nicht mit einem NAS in einen Topf werfen. Sicher kann man so ziemlich alles mittlerweile virtualisieren, was es gibt - aber muss man das wirklich? Und ergibt das automatisch für Alles Vorteile?


    Die korrekten Antworten lauten: Nein und Nein ;)


    Das Gesamtkonzept muss schon tragfähig sein: das NAS sollte möglichst stabil laufen, und "immer" verfügbar sein. Eine Workstation um System zu evaluieren strebt dem ziemlich entgegen. Und bei der Fehlersuche in solchen Systemen fängt es dann an, richtig haarig zu werden.


    Also:
    - NAS: Konzept aufstellen, zusammenbauen, konfigurieren, in die Ecke stellen ... und machen lassen
    - Workstation: mit ESXi aufziehen und dann dort die Evaluationen durchführen - oder einen extra (fetten) Server dafür beschaffen
    (Ich habe mehrere "fette" Server, Evaluationen mache ich trotzdem auf meiner WS. Die VM's werden auf der WS erstellt und eingestellt, zum Langzeittest "wandern" sie dann auf den Server, Snapshots werden erst lokal gemacht, später gehen sie (direkt) auf den Fileserver ...)


    Die VDisks kann man sicher auch auf das NAS auslagern (iSCSI) - wenn man dafür das entsprechende Speicherkonzept mit ins NAS aufnimmt. Die VM's leben ja erheblich vom üppigen RAM und schneller Disk-Performance (hier speziell hohe IO-Leistung). Ich würde das Evaluationssystem (Workstation) mit einer SSD für die Live-VM's ausstatten und einem lokalen 1st-Level-Backup-Datenträger rotierender Art (Snapshots), das 2nd-Level-Backup geht dann auf's NAS (da reicht dann auch CIFS und ein einfaches (scripgesteuertes) Dateikopiere)
    Das NAS kann sich dann mittels rsync auf andere NAS replizieren, und bietet mit einem redundanten Speichersubsystem genügend Basis-Sicherheit. Ein externes Backup brauchst du du ja eh (NAS-Replikation ... je nach Konzept)


    Sc0rp

  • laß mir doch mein ESX! ;-)


    evtl. habe ich mich mißverständlich ausgedrückt: Primär wären das natürlich schon "produktive" VMs. Da wird also nicht wild rumgetestet.
    Was "immer verfügbar" des NAS angeht: im Prinzip ja, aber da primäre Endlager für Backups+co darf das auch mal ne Stunde nicht erreichbar sein (nur die Daten dürfen nicht pfutsch sein).


    Extra NAS / Server hatte ich auch überlegt, aber das steigert zum einen die Kosten (doppelte HW) und zum anderen den Stromverbraucht (m.E.).
    Das NAS war auch explizit nicht als VM-Storage gedacht (max für Backup der VMs) - daher die SSD(s). Ein richtig schnelles iSCSI-Teil wäre m.E. overkill? (Schnelle Platten + schnelle LAN-Anbindung).


    Also: getestet wird nach wie vor auf der WS - AUSSER es würde garnicht anders gehen ;-)

  • Re,


    also wenn dein NAS mal 'ne Stunde ausfallen darf ... dann sind das abern m.E.n. nicht wirklich "produktive" VM's ... zumindest nicht nach meiner Vorstellung.


    Und meine Frage hast du auch noch nicht beantwortet:

    Welche VM's brauchst du wozu?

    Musst nicht ins Detail gehen, Dienst und Basiskonfig reicht ;)


    laß mir doch mein ESX!

    kannsde behalten!


    Und solange du keine wirklich produktiven VM's auf deinem System laufen hast, kannsde auch VBox nehmen - dafür gibt es ein Plugin unter OMV! Man kann es mit der Virtualisierung auch übertreiben - solange du keine Features nutzt, die VBox nicht hat, ist es sinnfrei ein NAS auf einem Bare-Metal-Hypervisor aufzusetzen (ehrlich gesagt ergibt das überhaupt keinen Sinn). Besser ein ordentliches NAS bauen und Virtualisierung als Service laufen lassen ...


    Vllt. lies du auchmal den Thread quer: HomeServer


    Sc0rp

  • Zitat von Sc0rp

    also wenn dein NAS mal 'ne Stunde ausfallen darf ... dann sind das abern m.E.n. nicht wirklich "produktive" VM's ... zumindest nicht nach meiner Vorstellung.


    Das war nur drauf bezogen, falls ich mal den ganzen Server zB neu starten müsste (und damit auch das NAS). Die VMs liegen doch garnicht auf dem "NAS" sondern extra - nur alles zusammen auf der selben HW.
    Aber im Prinzip stimmt es für beides (VMs und NAS). Wäre zwar produktiv, aber nicht so zeitkritisch. Dh klar wäre 1h Ausfall nicht toll, aber davon würde die Welt nicht untergehen.


    VMs wären 1-x Soft-Appliances, die nur für ESX/vSphere freigegeben sind (ggf noch Hyper-V). Daneben dann mind. 1 [definition=40,0]Windows[/definition] 2008 o 2012 Server, der bestimmte Konfigs, Updates zur Verfügung stellt. Firewall natürlich.
    Sicher - die ein oder adere VM (zB Windows-Server) würde auch mit VBox laufen ... aber NAS-OS ... darauf VB ... darauf dann WinServer ... klingt für mich nicht so toll (von Security in zB OMV mal abgesehen - 'falls' da mal was sein sollte). Dann lieber die NAS-VM mit den anderen VMs parallel. Was spricht da dagegen? Performance? Die HDDs kann man doch sicher direkt durchreichen.


    Evtl. habe ich da auch ein Verständnisproblem. "NAS" ist bei mir mal primär ein Netzwerkspeicher, der je nach verwendetem System, ggf. noch um diverse Komfortmerkmale ergänzt ist (im Gegensatz zu einer einfachen Freigabe) - also z.B. Zugriff auf mehere Arten möglich, Synchronisation von Dateien (ala Dopbox o.ä.), etc,.
    VMs, eine Warenwirtschaft, Mailserver oder sonstwas gehört nach meinem Verständnis da nicht dazu (obwohl man das natürlich auf den div. NAS-Boxen findet - aber das ist eben auch die Eierlegende ...).

  • Re,
    zum Thema NAS vs. SAN vs. QNAP-/Synology-NAS habe ich schon viel (zuviel) geschrieben.


    Hier im Technikaffe-Forum (und besonders hier im Unterforum "NAS Hardware / Hardware zum Selbstbau") geht es hauptsächlich um Selbstbau-NAS, die äquivalent zu den o.g. Herstellern zu sehen sind, nur eben selbstgebaut und damit erweiterbar und ggf. preiswerter.


    Daher der Ansatz, Virtualisierung auf einem NAS als Service zu machen und nicht mehrere produktive Maschinen parallel auf Desktop-Hardware zum Schnäppchenpreis laufen zu lassen.


    Versteh mich bitte nicht falsch, du darfst alles machen worauf du Lust hast - ich möchte dich keinesfalls bremsen - aber ich versuche hier erstmal den Ball flach zu halten. Nicht jeder braucht Virtualisierung - da muss man nämlich auch ganz schön (dazu) lernen. Und die meisten Konzepte sind einfach sinnfrei.


    Warum willst du ein echtes Serverbetriebssystem (2k8/2k12) virtualisieren und gleichzeitig ein NAS-BS virtualisieren? Ergibt (für mich) keinen Sinn. Den NAS-Krempel (Dateiservice und andere Services) auf ein natives [definition=40,0]Windows[/definition] Server BS zu packen, und dann ggf. Exoten zu virtualisieren - ja da gehe ich mit. Aber warum muss man unbedingt VM's basteln um dann die Platten extra noch durchreichen zu müssen?


    Ich stelle das Gesamtkonzept in Frage! Wenn du ESXi einsetzen möchtest, dann mache es richtig:
    - ordentliche Hardware (Xeon(s)) plus ECC-RAM auf einem ordentlichen Board, meinetwegen Single-Socket ;)
    - ordentliches Speichersubsystem, am Besten mit Hardware-RAID-Controller und (schneller) SSD
    - VDisks für die jeweiligen Live-BS auf die SSD, Speicherpool des RAID-Verbundes als "Langzeitspeicher" und Snapshot-Ziel (RAID gestützte Speicherpools bilden!)
    - ordentliche Ressourcenverteilung im Hypervisor mit entsprechende Firewall-Anpassung (kein Any2Any!)


    Wobei ich halt immernoch nicht den Sinn sehe, NAS-BS und Windows-Server-BS parallel laufen zu lassen, bieten ja beide die gleichen Services ... Dienste in einzelne VM's aufzuteilen ergibt im Heimbereich auch keinen Sinn - erzeugt "nur" Ressourcen- und damit Geldverschwendung. Ich kenne niemanden bisher, der ein Virtualisierungskonzept bis auf (Application-/bzw. Hypervisor-) Firewall-Ebene hinunter gebrochen hat - wenn man das aber nicht macht, ergibt Virtualisierung keinen Sinn. Sämtliche Services lassen sich auch auf Einzel-BS hinreichend gut absichern, und man muss keine Sonderlocken kämmen (Speichersubsystem, Extra-Pooling ...). Einen WSUS kann man auch anders aufsetzen ;), wenn man ihn denn tatsächlich braucht ...


    Sc0rp

  • hi,


    danke für die ausführliche Erklärung.


    Mag sein, dass mein Konzept nicht ganz stimmig ist - evtl. auch dem Umstand geschuldet, dass ich ursprünglich nur ein NAS wollte.
    Vermutl. kann man auf [definition=40,0]Windows[/definition] Server die selben Dienste zur Verfügung stellen, dachte aber, es geht ggf. einfacher/günstiger (Lizenzen?) und flexibler mit einem dedizierten System ("dediziert" bezieht sich hier auf die Software nicht HW). z.B. weiß ich nicht ob [definition=40,0]Windows[/definition] out-of-the Box eine Replikation zu einem weiteren (externen) Storage kann, sogfern es sich dabei NICHT ebenfalls um einen Windows-Server handelt bzw. ob man da dann nicht eine entspechende größere Lizenz (Datacenter o.ä.) braucht). Für das zusätzliche/externe Ziel hätte ich dann wirklich gerne ein reines NAS genommen, so in der Art wie hier die kleinen Bauvorschläge.


    Außerdem wollte ich gerne das (langzeit) Speicher-Thema tatsächlich vom Windows-Server getrennt haben (ist übrigens kein WSUS ;-) ). UND: die anderen VMs kommen ja noch dazu.


    Unterm Strich wären zwei getrennte Systeme (1x ESX, 1x NAS) sicher sinnvoller/besser - aber halt auch teurer. Ich war der Meinung dass ich ggf. das Ganze bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt immer noch trennen kann (so in der Art: NAS-HDDs umbauen, NAS aufsetzen, ggf. Config rücksichern oder neu -> da sind deine Daten).


    Ordentliches Board (?), ECC hatte ich doch vorgesehen :) Bei HW-RAID war ich mir unschlüssig ob da das SW-RAID des NAS-OS nicht ebenso gut ist oder zumindest flexibler+günstiger (da ja auch nicht so performance-kritisch)


    Frage: du würdest die HDDs an den HW-RAID hängen, nicht die SSDs? hätte eher gedacht umgekehrt (weil ESX den onboard nicht mit RAID unterstützt, aber das NAS ja schon bzw. sein eigenes RAID macht).
    Frage2: Was für ein Netzteil (Leistung)? 300/350 kommt mit etwas wenig vor ... oder packt das noch 4 HDDs, 2 SSDs? (spätestens bei einer GFX970/980 bräuchte ich aber dann wohl ohnehin ein stärkeres)
    Frage 3: die kleinen Gehäuse (s.o.) taugen für die Ausstattung nicht oder doch? Wie sind da die Erfahrungswerte (Geräuschpegel + Wärme)

  • Abend,


    ich geh mal von oben durch:


    Replikation:
    Es gibt auch rsync für [definition=40,0]Windows[/definition], und sicher auch andere "Backup-Software" (z.B. Clonezilla), welche Bare-Metal-Images erstellen können (für die Systempladde). Die anderen Daten sichern man auch per Script/Systemtools.


    Linzenzen:
    Für Windows-Server-BS kenne ich nur "CAL's" (Client Access Licences) - aber wenn du dir schon unsicher üner Lizenzen bist, warum dann überhaupt ein solches BS?


    Update-Server:
    Wad gibbed denn noch außer WSUS, was den Begriff "Server, der bestimmte Konfigs, Updates zur Verfügung stellt" - das hört sich für mich ehr nach einem Dateiservice an.


    Unterm Strich wären zwei getrennte Systeme (1x ESX, 1x NAS) sicher sinnvoller/besser - aber halt auch teurer. Ich war der Meinung dass ich ggf. das Ganze bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt immer noch trennen kann (so in der Art: NAS-HDDs umbauen, NAS aufsetzen, ggf. Config rücksichern oder neu -> da sind deine Daten).

    Du möchtest mit ESXi in die Leistungskrone der Virtualisierung einsteigen und das zum Schnäppchenpreis, verstehe ... Ob du das später trennen kannst, weiss ich nicht - k.A. ob der Hypervisor die Daten auch bei PassThrough i'wie virtualisiert (aka Hardware-Anonymisiert). Mir wäre das zu heiss ... trennen heisst Hardware basteln - das ist die größte Gefahr für ein laufendes/lauffähiges System.


    Ordentliches Board (?), ECC hatte ich doch vorgesehen Bei HW-RAID war ich mir unschlüssig ob da das SW-RAID des NAS-OS nicht ebenso gut ist oder zumindest flexibler+günstiger (da ja auch nicht so performance-kritisch)

    Das Software-RAID des OMV (Debian / Linux-md-Treiber) ist sehr performant - "klaut" sich seine Leistung aber halt von der CPU - wenn deine V-Maschinen ordentlich brummen, dann schleift auch dein RAID (ist ja in der VM!). Wenn du ein HW-RAID unter ESXi laufen lässt, hast du a) keine Probleme mit der CPU-Zuteilung, b) kein Problem mit dem Cache im Hauptspeicher und c) kein Passthrough-Gefummel. Wenn die Platten erst durch den Hypervisor zum NAS-BS müssen, kann das nicht performanter sein, als anders herum.




    Frage: du würdest die HDDs an den HW-RAID hängen, nicht die SSDs? hätte eher gedacht umgekehrt (weil ESX den onboard nicht mit RAID unterstützt, aber das NAS ja schon bzw. sein eigenes RAID macht).

    Du hast doch nur zwei SSD's eingeplant - Eine für's System und Eine für die VM's - wenn die SSDs an einen RAID-Controller hängen möchtest wird's richtig teuer. Dafür braucht man schon einen recht modernen Controller, die kosten selbst gebraucht noch recht viel. Die SSD's haben für dein Vorhaben außerdem genügend Leistung - 70k IOPS (lesend) müssen erstmal gefordert werden. HW-RAID brauchst du nur, wenn du ESXi (richtig) einsetzen möchtest. Dann "poolst" du von dem RAID 70% für's NAS ab, 20% für dein 2k8/2k12 und 10% Snapshot-Space ... alles unter ESXi.



    Frage2: Was für ein Netzteil (Leistung)? 300/350 kommt mit etwas wenig vor ... oder packt das noch 4 HDDs, 2 SSDs? (spätestens bei einer GFX970/980 bräuchte ich aber dann wohl ohnehin ein stärkeres)

    Locker, selbst wenn dein Proz. unter Vollast 90W nimmt. GraKa's haben nix im NAS zu suchen - die gehören entweder in den Server (HPC) oder in die WS.



    Frage 3: die kleinen Gehäuse (s.o.) taugen für die Ausstattung nicht oder doch? Wie sind da die Erfahrungswerte (Geräuschpegel + Wärme)

    Bei deinem Anwendungsportfolio läuft das Ding rund um die Uhr ... da wäre mind. ein Define R5 (eingebaute Dämmung) angeraten - wenn es denn leise werden soll. Meine Rackgehäuse sind allesamt krachelaut - meine WS ist unhörbar (passiv WaKü'ed, solange die GTX780 und mein 4,5GHz-Proz nix zu tun haben :P)


    Wenn du dein Anwendungsportfolio in einem Konzept zusammengefasst hast, sprechen wir nochmal detailliert über die Hardware.
    Ich würde mir an deiner Stelle erstmal überlegen, welche Dienste ich in welchem BS unterbekomme und dann das mit den meisten Treffern als Basis nehmen. Mach mal 'ne Tabelle und Kreuze ;).
    Ich habe noch keine Anwendung unter Linux vermisst - manchmal etwas länger gesucht/gewartet - aber noch nie etwas vermisst. Und VMware (-Player) gibt es auch für Linux - also auch unter OMV (Debian) installierbar ;)


    Sc0rp

  • Ich nutze VMs, jedoch reicht mir da das Virtualbox-Plugin von OMV dicke aus. Auch sehe ich keinen Sinn darin, NAS-Dienste in unterschiedliche VMs zu packen. Das wird nur zu immer mehr Flaschenhälsen.
    Esxi fand ich zwar ganz nett, aber mal ehrlich: braucht kein Mensch @home. Und wenn dir OMV wegen des fehlenden Desktops nicht zusagt, dann installier dir OMV einfach auf Debian drauf. Dann kannste die Kiste sogar als normalen Rechner noch nutzen ;)


    Achja: das Fractal Design Node 804 solltest du nicht nehmen. Die Festplattenhalter sind aufgebaut wie Stimmgabeln, und was machen Stimmgabeln, wenn sie in Schwingungen versetzt werden? ;)
    Schau dir doch mal den Fujitsu Primergy MX130 S2 an. Den gibt es gerade bei Ebay für n' Appel und n' Ei. Hat 8 Kerne und kann wohl bis zu 16GB (bzw 32GB inoffiziell) DDR3 ECC aufnehmen. Hat Platz für 4 HDDs und ist auch recht kompakt.
    Alternativ schau dir mal den [definition=58,0]HP Microserver Gen8[/definition] an. Ist zwar auch was älter, aber mit nem Celeron aktuell auch recht günstig.

  • Re,

    Und wenn dir OMV wegen des fehlenden Desktops nicht zusagt, dann installier dir OMV einfach auf Debian drauf. Dann kannste die Kiste sogar als normalen Rechner noch nutzen

    Dann bruacht man aber auch kein OMV mehr - da kann man gleich die (grafischen) Systemtools benutzen, um die entsprechende Funktion (den Service/Dienst) zu konfigurieren - denn das allerwichtigste am OMV ist ja die WebGUI ;)


    Sc0rp

  • Erstmal danke für die vielen Antworten - OBWOHL - es nicht um ein reines NAS geht ;-)


    @Sc0rp:
    weg Lizenzen: war nur am Rande / hab mich nicht damit befasst welche Features in welchen Windows-Server-Editionen freigeschaltet sind, weil ich das ja nicht für diesen Zweck vorgesehen hatte.
    Was es außer WSUS noch gibt? z.B. div. Software/zentrale Management im Security-Bereich



    Zitat von Sc0rp

    Du möchtest mit ESXi in die Leistungskrone der Virtualisierung einsteigen und das zum Schnäppchenpreis, verstehe


    so war der Plan ;-) aber leider scheint das mit dem Schnäppchen nichts zu werden ... aber zumindest günstiger als fertig kaufen



    Zitat von Sc0rp

    Das Software-RAID des OMV (Debian / Linux-md-Treiber) ist sehr performant - "klaut" sich seine Leistung aber halt von der CPU - wenn deine V-Maschinen ordentlich brummen, dann schleift auch dein RAID (ist ja in der VM!)
    [...]
    Du hast doch nur zwei SSD's eingeplant - Eine für's System und Eine für die VM's - wenn die SSDs an einen RAID-Controller hängen möchtest wird's richtig teuer. Dafür braucht man schon einen recht modernen Controller, die kosten selbst gebraucht noch recht viel. Die SSD's haben für dein Vorhaben außerdem genügend Leistung - 70k IOPS (lesend) müssen erstmal gefordert werden.


    ok, dachte bei einem akt. Xeon 4c/8t sollte da schon genug Leistung da sein - zumal das NAS (oder besser: das SW-RAID) ja primär zur Ablage von Sicherungen etc gedacht ist - also sollte das doch die meiste Zeit schlafen?


    Ursprünglich hatte ich ja ohne HW-Raid geplant. Daher war der Plan


    - boot von USB
    - VMs auf einer SSD am C232/C236 SATA-Controller (ohne RAID, da der ESX den Controller kennt, aber nur ohne RAID)
    - (Option: 2. SSD, auf die man ggf. die VMs spiegeln kann, falls die 1. ausfällt) (evtl wäre Ablage auf NAS + ggf. Rücksichern auch möglich)
    - die HDDs im SW-RAID, da wie gesagt der ESX bei dem Onboard-SATA kein RAID kann


    Ich käme evtl relativ günstig an einen passenden 12 GBit/s SATA/SAS Controller ran - mit 4 oder 8 Ports. Wäre natürlich schon nett, aber treibt Kosten+Energie nach oben und ich bin mir nicht sicher ob's nicht overkill ist.




    Zitat von Sc0rp

    GraKa's haben nix im NAS zu suchen - die gehören entweder in den Server (HPC) oder in die WS.


    Der Server ist ja in *diesem* Fall der gleiche Kasten wie das NAS ;-)
    War auch nur mal so eine Überlegung als Option für später ... dann kann die Graka im Hintergrund / über Nacht etc durchrechnen ohne dass es einen Arbeitsplatz beeinflußt btw man überhaupt da sein muss.





    Zitat von Niemand


    Achja: das Fractal Design Node 804 solltest du nicht nehmen. Die Festplattenhalter sind aufgebaut wie Stimmgabeln, und was machen Stimmgabeln, wenn sie in Schwingungen versetzt werden? ;)
    Schau dir doch mal den Fujitsu Primergy MX130 S2 an. Den gibt es gerade bei Ebay für n' Appel und n' Ei. Hat 8 Kerne und kann wohl bis zu 16GB (bzw 32GB inoffiziell) DDR3 ECC aufnehmen. Hat Platz für 4 HDDs und ist auch recht kompakt.
    Alternativ schau dir mal den [definition=58,0]HP Microserver Gen8[/definition] an. Ist zwar auch was älter, aber mit nem Celeron aktuell auch recht günstig.


    Danke für die Warnung. Hast du das selbst erlebt, oder ist das nur eine Vermutung. Wäre natürlich dann ein K.O.
    Ich wollte eigentlich keinen so großen Kasten mehr haben, aber ich denke das Define R5 wäre schon vernünftig (hab schon das R4 - evtl könnte ich das auch einfach nehmen).


    Den Micro Gen8 hatte ich auf mal überlegt - wäre an sich perfekt (außer angeblich was das Geräusch angeht). Aber der Celeron ist mir zu schwach, und mit Xeon zu teuer. Um-/Aufrüsten scheint auch nur bedingt zu gehen - zumindest hab ich neu keinen Xeon 4-Kerner gefunden. Als NAS wäre der evtl wirklich sehr preiswert, aber für mein All-in-One eher nicht.

  • Das mit dem Node habe ich öfters gehört. Wollte das auch mal haben :)
    Du kannst doch einen Xeon gebraucht kaufen? Passt doch in n Microserver rein. (Sockel 1155).


    Alternativ schau mal bei Ebay, da gibt es noch den Fujistu Primergy MX130 S2 für 95 Taler. Da ist ein Octacore Opteron verbaut und das Gehäuse ist so groß wie ein Din A4-Ordner. Das Ding sollte genug bumms haben :)

  • Das mit dem Node habe ich öfters gehört. Wollte das auch mal haben :)
    Du kannst doch einen Xeon gebraucht kaufen? Passt doch in n Microserver rein. (Sockel 1155).


    Alternativ schau mal bei Ebay, da gibt es noch den Fujistu Primergy MX130 S2 für 95 Taler. Da ist ein Octacore Opteron verbaut und das Gehäuse ist so groß wie ein Din A4-Ordner. Das Ding sollte genug bumms haben :)

    Was den Opteron betrifft: gibts das auch in sparsam + leise? ;-)
    ok - ist ne Unterstellung ... ich seh's mir aber nochmal an, danke.


    Nachtrag: http://www.cpubenchmark.net/high_end_cpus.html
    wenn ich mir das so ansehe dürfte "meien" aktuelle CPU doch da deutlich drüber liegen ...? Hab aber die Skylake dort nicht gefunden.

  • Re,

    Was es außer WSUS noch gibt? z.B. div. Software/zentrale Management im Security-Bereich

    Das ist aber keine Konfig-/Update-Sache - das ist ein Rollout-Managment ... *sigh* - gibbed sicher auch für andere BS.


    Und immernoch: Virtualisieren auf Teufel komm raus ist kein Konzept ... und billig wird das trotzdem nicht. Auch ein aktueller Xeon kostet schon ordentlich Geld.


    Wer drüber nachdenkt, GraKa's "über Nacht durchrechnen" zu lassen, sollte sich außerdem keine Gedanken über Stromkosten machen - oder über Lautstärke.


    Und wie genau werden GraKa's vom Hypervisor ESXi durchgereicht?


    Meine Empfehlung steht immernoch: baue zwei Systeme auf! (und trenne dann sinnvoll). Besonders wenn die GraKa ins Spiel kommt, wird deine eierlegende Wollmichsau "auseinanderbrechen".


    Sc0rp

  • Was den Opteron betrifft: gibts das auch in sparsam + leise? ;-)ok - ist ne Unterstellung ... ich seh's mir aber nochmal an, danke.


    Nachtrag: http://www.cpubenchmark.net/high_end_cpus.html
    wenn ich mir das so ansehe dürfte "meien" aktuelle CPU doch da deutlich drüber liegen ...? Hab aber die Skylake dort nicht gefunden.

    Der Opteron ist die 65W TDP-Variante und ist jetzt kein riesen Stromfresser. Und leise: die Kühlung könnte etwas überarbeitet werden, dennoch bist du da mit 95€für CPU, Mainboard, NT und Case ca 350€ günstiger als ein Intelsystem. Und Leistungstechnisch interessieren die Passmark-Gummipunkte da jetzt nicht wirklich. Sofern du jetzt da nicht die Hardcore-Simulationen drauf laufen lassen willst, ist das wurscht. Willst du virtualisieren, ist die Anzahl der Kerne und die Größe das RAMs am wichtigsten.
    Ich würde @home auch kein ESXI einrichten.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!