Angepinnt OpenMediaVault 2.2 und neue Kernel

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  • OpenMediaVault 2.2 und neue Kernel

    Hallo,
    habe zufällig auf den Seiten des OpenMediaVault Forum fiolgenden Post gefunden/gelesen:

    OMV 2 Kernel 4.x Image
    Habe bei selber mal den 4.4 Kernel installiert und er läuft soweit gut. Prozessor (Pentium G4400) kennt jetzt alle Powerstates und bewegt sich primär in C8 (mit powertop).
    SW: OMV 4.1.22 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, 3*8TB+6TB SnapRaid (8TB Parity,3+3+2TB Parity2), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804
  • Abend,

    ja, Kernel aus Fremdquellen sind so eine Sache ... wenn jmd im "alten" Debian einen neuen Kernel haben möchte, braucht er ja nur:
    - ihn aus den offiziellen Quellen herunterladen
    - konfigurieren
    - kompilieren
    - installieren

    Und man hat ein offizielles "Produkt". Anleitungen gibt es dafür genug ... die Konsole braucht man ja eh.

    Sc0rp
  • Hallo zusammen,

    wäre es möglich den 4.3.0 Backports Kernel aus der OMV3 Beta zu installieren oder passt dieser nicht?
    Bzw. wenn ich andere Kernel ziehe (siehe link oben): Muss ich Image oder Header auswählen? Sorry, bin Vollnoob bzgl. Linux.
    Und als letztes: Kann ich die .deb nicht auch als Erweiterung hochladen?

    Grüße
    Karva
    Eins ist sicher: Die Platte wird sterben. Mach ein Backup.
  • Tagchen,

    Karva schrieb:

    wäre es möglich den 4.3.0 Backports Kernel aus der OMV3 Beta zu installieren oder passt dieser nicht?
    Passt höchstwahrscheinlich nicht, die Änderungen u.a. an der internen Struktur sind zw. 3er und 4er Serie und zw. Jessy und Wheezy zu gross. Der Kernel selber würde vrmtl. laufen, aber dein Restsystem nicht mehr.

    Karva schrieb:

    Und als letztes: Kann ich die .deb nicht auch als Erweiterung hochladen?
    Nein. *.deb's sind reine Debian Paketmanager-Dateien. OMV-Plugins sind quasi für einen anderen Paketmanager gemacht worden (haben andere "Beschreibungsdateien" und andere Abhängigkeiten).

    Karva schrieb:

    Bzw. wenn ich andere Kernel ziehe (siehe link oben): Muss ich Image oder Header auswählen? Sorry, bin Vollnoob bzgl. Linux.
    Beides. Das Kernel-Image ist eben nur ein Image. Über die Header-Dateien erfolgt die Integration ins Gesamtsystem. Klick.

    Sc0rp
  • Hi Sc0rp,

    so richtig durchsteigen tu ich hier leider noch nicht.
    Ich glaub das Verständnis bzgl. "Kernel" und "Image" mit meinem Windows-Wissen ist nicht einfach. Ich lese mal weiter. Es wird ja schon langsam...aber zurück zu dem Thema.

    Ich erhoffe mir von dem neueren Kernel, dass mein Wifi funktioniert,

    Hier (Klick) sehe ich .deb Files. Ist in dem Paket nicht "alles" enthalten? Bzw. wofür ist das denn?
    Im Post wurde der Installationsbefehl als "Installation with: dpkg -i linux-*.deb" angegeben.
    Leider verstehe ich noch nicht einmal, wo ich die Dateien ablegen muss..."temp"?

    PS: Auf Grund meines Wissen...sollte ich nicht lieber die Finger davon lassen?! *kopfkratz*
    PPS: Hab das gefunden: Klick --> Hier schein ich viel lernen zu können

    Grüße
    Karva
    Eins ist sicher: Die Platte wird sterben. Mach ein Backup.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Karva ()

  • Re,

    Karva schrieb:

    Ich erhoffe mir von dem neueren Kernel, dass mein Wifi funktioniert,
    Das ist sogar sehr wahrscheinlich!

    Karva schrieb:

    Ich glaub das Verständnis bzgl. "Kernel" und "Image" mit meinem Windows-Wissen ist nicht einfach.
    Nun, das ist sicher prizipiell nicht einfach ... weil es ins Programmierumfeld gehört.
    Unter Linux wird der Kernel "gebacken" - diese Umschreibung symbolisiert es recht treffend: aus Zutaten zusammen gemischt, und dann im Ofen als ein fertiges (Gesamt-) Produkt ausgebacken (da verbinden sich dann alle Stoffe ...).
    Der "Backprozess" beim Kernelbacken ist im Programmierumfeld die Kompilierung des Selben, sprich die Umwandlung von Quellcode (meist in C geschrieben) ind Maschinensprache (oder direkt maschinen lesbare Sprache).

    Die Zutaten sind u.a.: die Plattform (ARM, PowerPC, i686, ...) die Verarbeitungsbreite (32bit/64bit) und diverse Module (Treiber) - Alle Zutaten bedingen sich gegenseitig. Daraus wird beim Kompilieren ein Kernel-Image gebaut, also eine solide Datei (siehst du unter /boot z.B.). Diese Datei wird vom Bootloader in den Hauptspeicher geladen (und heuzutage dabei gleich entpackt) und dort ausgeführt - das Betriebssystem läuft jetzt im Kern und bietet den anderen Bestandteilen die Möglichkeite Daten aus zu tauschen.

    In den *.deb-Dateien werden die "Programme" dann mit zusätzlichen Informationen auslieferungsfertig verpackt (u.a. Abhängigkeiten). Und nein - es kann in einer *deb nicht alles enthalten sein. (ich hoffe ich muss das nicht erklären ;))

    Damit der Rest des Systems ("die anderen Bestandteile") weiss, was der Kernel alles kann, oder nicht kann (z.B. welche (programmtechnischen) Schnittstellen er bietet), werden diese Informationen in den sog. Header-Dateien verpackt. Daher müssen immer beide Pakete vorh. sein.

    Karva schrieb:

    Im Post wurde der Installationsbefehl als "Installation with: dpkg -i linux-*.deb" angegeben.
    Leider verstehe ich noch nicht einmal, wo ich die Dateien ablegen muss..."temp"?
    Wo die Installationspakete liegen ist ja auch bei Windows egal, oder? Mittels des Paktemanagers (hier "dpkg") - vergleichbar mit der Windows "setup.exe" - werden die enthaltenen Dateien ordentlich ins System eingepflegt.

    Karva schrieb:

    PS: Auf Grund meines Wissen...sollte ich nicht lieber die Finger davon lassen?!
    Nö ... wieso? Dann lernst du ja nie was ;).
    System-Sicherung machen (am Besten Backup auf Image mit CloneZilla) und Ausprobieren.

    Karva schrieb:

    PPS: Hab das gefunden: Klick --> Hier schein ich viel lernen zu können
    Das ist dann die ganz grosse Schule - eigene Kernel basteln. Das kannst du gerne lesen, aber machen würde ich es nicht als Anfänger.

    Eigene Kernel habe ich auch schon gebaut - damit kann man den Kernel an ganz spezielle Einsatzgebiete anpassen. Alle "embedded" Linuxe sind das z.B., oder Android. Man hat die Wahl modulare oder solide Kernel zu bauen, auch eine Mischung ist möglich. Dann kann man natürlich "eigene" Patche vorher einbauen (z.B. für bestimmte Echtzeit-Anwendungen, oder Exotenhardware). Damit muss man sich aber dann auch recht tief befassen.

    Ich habe hauptsächlich solide Kernel gebaut (also Kernel die keine Module haben), um die Sicherheit des Servers zu maximieren - da muss man natürlich ganz genau wissen, welche Hardware hinterher laufen soll ... und eigene Patche eingebaut (damals z.b. Loop-AES und Mainboard-Monitor-Treiber gepatched). Ganz ... hohe ... Schule ||

    Sc0rp

    EDIT:
    *snarf* das Wichtigste wiedermal vergessen: die Kernel von "Tschoerner" sind vorkompiliert, d.h. die müssen nur noch per Paketmanager installiert werden. Wenn du eigene Kernel erstellst, muss du sie: zusammenstellen, (richtig) kompilieren, (richtig) installieren (und das per Hand, nicht per Paketmanager!) - d.h. der Weg über die *deb's ist deutlich entspannter.

    Ich habe allerdings ein Sicherheitsproblem mit den den Kerneln von "Tschoerner" - keiner weiss, was der Autor da reingepackt hat. Und die Doku bzw. der "Quellcode" fehlt (sollte zur Überprüfung immer dabei sein). Nicht mal ein MD5-Hash gibt es ...

    Besser wäre es natürlich, diese Backport-Kernel würde es als Plugins geben, direkt vom Entwickler ...

    Es gibt natürlich die Möglichkeit, über die Debian-Repo's originale Backport-Kernel zu installieren, damit habe ich mich aus Zeitmangel noch nicht befasst. Kannst das aber mal probieren und berichten ;)
  • Re,

    b0mb schrieb:

    Gibt doch auch die Funktion über Extras.
    und da ich grad dabei bin: nein

    Über die "Extras" installiert man ein Plugin, also ein spezielles Paket. Man könnte das (OMV) als einen anderen Paketmanager ansehen, der auch ein anderes Repository bedient. D.h. der Entwickler muss dafür den Kernel backen, ihn paketieren und ihn dann repositorieren (also nochmal anders verpacken) ... sonst geht der Weg über die "Extras" nicht.

    Ich würde den Weg über die offiziellen Quellen bevorzugen und dabei kräftig die Suchmaschine deines Vetrauens malträtieren ;)
    (linux-image-4.5.0-0.bpo.1-amd64 scheint der derzeit Aktuellste zu sein ...)

    Sc0rp
  • Danke Sc0rp für den Link.

    Ich hab jetzt auch ein wenig weiter gelesen und wollte herausfinden, für welche OMV Version der Kernel verwendet werden kann (auch hier habe ich mal wieder keine Ahnung wie blamabel die Frage eigentlich ist). :D
    Leider habe ich dazu keine Info erhalten. Lediglich, dass es Leute gibt, die den auf OMV 1.19 installieren wollen. Aber auch hier keine konkrete Aussage auf Erfolg.

    PS: Wie lange dauert eigentlich ein Booten von euren OMV Kisten? Bei mir sind es MInuten. Paßt das?

    EDIT:
    Hab noch was gelesen:
    Also Kernel scheint eine Basis zu sein (???) und diese kann ich tauschen. Jessie ist das aktuellste und Whezzy der Vorgänger. Passt soweit.
    Jetzt wollte ich den Versuch starten und auf 4.5 nach der Anleitung gehen. Leider oder zum Glück wird der Befehl "aptitude" nicht ausgeführt, da nicht vorhanden.
    Nach weiterem lesen kam die Aussage an den Tag, dass OMV2.x nicht mit Jessie funktioniert und das owohl andere Foren (u. a. siehe ersten Beitrag hier) dies schon tun.

    ahahaha....schon wieder zu spät. Man...auch wenn es mir ja Spaß macht mich hier einzuarbeiten ist es doch zeitintensiver als gedacht.

    Grüße
    Karva
    Eins ist sicher: Die Platte wird sterben. Mach ein Backup.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Karva ()

  • Tagchen,

    Karva schrieb:

    Also Kernel scheint eine Basis zu sein (???) und diese kann ich tauschen.
    Der Kernel ist der Betriebssystemkern, er regelt den Datenfluss zw. Hardware und Software. Jedes Betriebssystem hat Einen, auch Windows ;). Unter Linux kann man den Kern "tauschen", mittlerweile könnte man ihn sogar zur Laufzeit patchen ... und noch Einiges mehr.

    Karva schrieb:

    Jessie ist das aktuellste und Whezzy der Vorgänger. Passt soweit.
    Jessie ist der Beiname der aktuellsten Debian-Version (Hauptversionsnummer 8), derzeit aktuellste "Jessie"-Ausgabe ist 8.4. Whezzy (v7.x) war der Beiname des Vorgänger-Releases. Auch andere Distributionen haben lustige und/oder klangvolle Beinamen ...

    Karva schrieb:

    Jetzt wollte ich den Versuch starten und auf 4.5 nach der Anleitung gehen. Leider oder zum Glück wird der Befehl "aptitude" nicht ausgeführt, da nicht vorhanden.
    "aptitude" ist eine weitere Applikation für das Paketmanagement. Genauso wie "apt-get" benutzt es aber auch die API bzw. Routinen von "dpkg". Theoretisch sind alle gleich, praktisch heissen die Schalten/Optionen/Befehle immer anders :P. Versuche es mit "apt-get", das sollte "aptitude" am nahesten sein. Ansonsten mit wget <URL/vom/Kernelpaket> das Paket holen (egal wohin) und mit den schon vorgenannten "dpkg"-Befehlen arbeiten.

    Karva schrieb:

    Nach weiterem lesen kam die Aussage an den Tag, dass OMV2.x nicht mit Jessie funktioniert und das owohl andere Foren (u. a. siehe ersten Beitrag hier) dies schon tun.
    Nix durcheinander bringen. OMV 2.x funktioniert auch nicht auf "Jessie" (aka Debian v8.4). Weil die Codebasis sehr unterschiedlich ist - u.a. wird ja bei Jessie ein neuerer Compiler und andere Optionen eingesetzt. Daher brauchst du unter Wheezy einen Kernel für Wheezy (daher Backport -> auf eine ältere Version zurück portiert) und unter Jessy einen Kernel für Jessy.

    Man sollte die Anleitung natürlich verstehen, bevor man loslegt - im Anleitungsartikel wird ein Jessie-Backport-Repo angegeben, das kann natürlich unter Wheezy schief gehen ... ich weiss nicht ob der Kernel dafür geeignet ist :(.

    Asche auf mein Haupt - ich habe die Artikel recht unkommentiert ins Forum geworfen, um überhaupt mal die Möglichkeiten aufzuzeigen. Zudem bin ich wohl mit den Beinamen durcheinander gekommen - Sorry dafür!

    So wie es aussieht, gibt es für OMV 2.x (unter Debian 7 "Wheezy") nur die Backport-Kernel von Tschörner als fertige Pakete ... deren Installation sollte allerdings problemfrei funktionieren!

    Sc0rp
  • Hi Sc0rp

    und vielen Dank für deine Geduld mit mir. :thumbup:
    Das Thema Linux ist zwar an vielen Stellen sehr schick (z. B. die Hierarchische Baumstruktur), aber als Windows User doch eine extreme Umstellung.
    Auch merke ich, dass das Wording mir nicht geläufig ist. Daran hapert es glaub ich am meisten. Wenn man die Fachbegriffe nicht kennt, aber sein Problem versucht zu beschreiben.
    Zusätzlich erschwert sich durch die "fehlenden Begriffe" die Googlesuche ungemein.

    Sc0rp schrieb:

    So wie es aussieht, gibt es für OMV 2.x (unter Debian 7 "Wheezy") nur die Backport-Kernel von Tschörner als fertige Pakete ... deren Installation sollte allerdings problemfrei funktionieren!
    OK, aber davon wurde abgeraten, da man nicht weiß was der Herr in den Kernel einbaut.
    Ich gehe davon aus, dass OMV 3.x wohl erst Richtung Q3/4 released werden wird. Wahrscheinlich muss ich erstmal auf mein Wifi verzichten.
    Kein Weltuntergang, aber ich hätte es doch sehr gerne funktionsfähig. Eigentlich erhoffe ich mir auch noch eine Reduzierung der Leistungsaufnahme durch die bessere Hardwareansteuerung (siehe ersten Poste - ich habe ja auch den G4400). :/

    Nochmals zum Tschörner Kernel / Image / Header:
    Ich hab verstanden, dass der Kernel (als Kern des OS) alle Treiber und Funktionen zur Verfügung stellt (das erinnert ein wenig an NTlite um sein eigenes Embedded Windows zu kreieren) und der Header ist eine Art "Inhaltsverzeichnis", dass dem System sagt, was der Kernel kann.

    Aber was ist jetzt das Image? Da in den Dateinahmen immer Header steht und sich Kernel und Image abwechselt, gehe ich davon aus, dass Kernel = Image ist. OK?

    Sc0rp schrieb:

    Wo die Installationspakete liegen ist ja auch bei Windows egal, oder? Mittels des Paktemanagers (hier "dpkg") - vergleichbar mit der Windows "setup.exe" - werden die enthaltenen Dateien ordentlich ins System eingepflegt.
    Ich würde jetzt via Putty mich als root einlocken. Dann wäre ich im Homeverzeichnis und könnte via wget mir die Dateien ziehen (Image und Header).
    Dann via dpkg -i linux-*.deb die Installation vornehmen.

    Ich hab jetzt 2 Annahmen:
    Ich gehe davon aus, dass durch "*.deb" dpkg automatisch alle deb-Dateien entsprechend updated / installiert (so jedenfalls hört es sich hier an: Klick)
    Oder:
    Ich gehe davon aus, dass ich "*" mit der aktuellen Version (Dateiname) ersetzen muss.
    Muss ich den Befehl dann zweimal ausführen (1x Image und dann 1x Header) oder erkennt es dpkg schon automatisch?
    Bzw. wenn 2mal: Erst Image und dann Header?

    Kurz nebenbei:
    Wohin installiert dpkg dann die Dateien? Wenn es wie setup.exe ist würde es doch die Standardverzeichnisse geben ("usr").
    Nach diesem Beitrag scheint in der *.deb dieser Standardpfad bereits drin zu stehen und sollte bei "usr" sein, oder?!

    Ist apt-get eine Mischung aus wget und dpkg?

    Sc0rp schrieb:

    Asche auf mein Haupt - ich habe die Artikel recht unkommentiert ins Forum geworfen, um überhaupt mal die Möglichkeiten aufzuzeigen. Zudem bin ich wohl mit den Beinamen durcheinander gekommen - Sorry dafür!
    Absolut kein Problem. Ich freue mich ja über jede Hilfestellung. Ich will ja nicht alles vorgekaut in den Hals gespuckt bekommen. Ein wenig Eigeninitiative darf es ja auch noch sein.

    Grüße
    Karva
    Eins ist sicher: Die Platte wird sterben. Mach ein Backup.
  • Re,

    Karva schrieb:

    Aber was ist jetzt das Image? Da in den Dateinahmen immer Header steht und sich Kernel und Image abwechselt, gehe ich davon aus, dass Kernel = Image ist. OK?
    Also der Kernel an sich ist ja eine maschinenlesbare und daher direkt ausführbare Datei. Diese Datei besteht aber in ihrer inneren Struktur auch aus mehreren Teilen ... aber weil "Alles" zusammengehört, werden alle Teile in ein "Image" verbastelt, man könnte sich als eine Art fertige ISO vorstellen, die in eine RAM-Disk kopiert wird. (Dieses Image / diese Datei wird in den RAM kopiert und dort direkt ausgeführt.)

    Wenn der Kernel modularisiert gebaut wird, lädt er dann während des Bootvorgangs die Treiber nach, für die er Hardware gefunden hat (und zuordnen konnte).

    Ähnlich funktioniert das auch unter Windows - nur bekommt man davon nix mit.

    Karva schrieb:

    Ist apt-get eine Mischung aus wget und dpkg?
    Könnte man so sagen ;)

    Karva schrieb:

    Ich gehe davon aus, dass ich "*" mit der aktuellen Version (Dateiname) ersetzen muss.
    Nein, der Stern ist wie unter Windows auch ein Platzhalter (Wildcard). Die BASH (also deine Shell) löst das entsprechend auf:
    Bei dpkg -i linux-*.deb würde die BASH dann alle Dateien nacheineinander dem dpkg-Befehl zuführen, welche auf "linux-[egal was hier steht].deb" passen. Also passen alle folgende Dateien (bitte nicht bierernst nehmen):
    linux-headers.v23.54.67.deb
    linux-image.deb
    linux-.deb (wäre das Minimum)
    linux-mag.i.ned.deb
    linux-i_bin-a_totaler.deb
    linux-ich_koennte_ewig_so_weitermachen_weil_es_unheimlich_spasz_macht.v0815.doedeldiedeldei.ramtamtam.deb
    (kleine Auswahl *fg*)

    Sc0rp
  • Re2,

    Karva schrieb:

    Kurz nebenbei:
    Wohin installiert dpkg dann die Dateien? Wenn es wie setup.exe ist würde es doch die Standardverzeichnisse geben ("usr").
    Nach diesem Beitrag scheint in der *.deb dieser Standardpfad bereits drin zu stehen und sollte bei "usr" sein, oder?!
    Japp, genau ... das ist der Sinn einer Paketverwaltung und damit das nicht total unübersichtlich wird, gibt es als "Überpaket" die Distribution, welche den Außenrahmen für den Paketmanager definiert.

    Sc0rp

    EDIT: natürlich macht der Paketmanager auch noch mehr:
    - er prüft Abhängigkeiten und Voraussetzunegn
    - er führt Vorher-/Nachher-Scripte aus
    - er führt u.U. eine Basiskonfiguration durch
  • Hallo,

    ich hab mich jetzt mal getraut den 4.5 Kernel und Header zu installieren. Leider ging dadurch das WLAN immer noch nicht.
    Dann habe ich weiter gesucht und den Befehl "update-pciids" gefunden. Daraufhin wurde mir wenigstens die WLAN Karte jetzt mal mit dem richtigen Namen angezeigt. Aber funktioniert hat sie immer noch nicht.

    Dann weiter gesucht und folgendes gefunden
    Suchen und Finden 1
    Das klang erstmal gut, aber ich habe mich nicht getraut.
    Dann habe ich dies gefunden
    Siehe Post 7
    Jetzt wollte ich es doch mal probieren. Leider hing es dann am "make" Befehl. Dieser scheint nicht zu existieren.

    Jemand eine Idee?

    Grüße
    Karva

    PS: Ich war mir nicht sicher, ob ich einen eigenen Thread machen sollte. ?(
    Eins ist sicher: Die Platte wird sterben. Mach ein Backup.
  • Tagchen,

    Karva schrieb:

    Daraufhin wurde mir wenigstens die WLAN Karte jetzt mal mit dem richtigen Namen angezeigt.
    Bitte belege deine Aussagen mal mit Befehlsausgaben oder Screenshots ... man kann dir sonst nicht wirklich folgen: WO wurde das angezeigt?

    Karva schrieb:

    PS: Ich war mir nicht sicher, ob ich einen eigenen Thread machen sollte.
    Wäre für das WiFi-Problem vermutlich besser ...

    Sc0rp
  • Karva schrieb:

    Jetzt wollte ich es doch mal probieren. Leider hing es dann am "make" Befehl. Dieser scheint nicht zu existieren.
    Der existiert schon, nur mußt du wissen was du machst.
    Z.b. befindest du dich in einem ordner, und möchtest nur eine Datei erstellen, dann tippst du <make>dateiname> .txt beispielsweise ein für eine Textdatei.
    Möchstest du aber einen Ordner erstellen, lautet der befehlt <makedir>

    Habe mir den kernel auch grad mal installiert, völlig problemlos. Header und Image runterziehen, installieren, dann erscheint der kernel in der webgui.
    kurzes update mittels apt-get update, neustart.

    Allerdings selbes Problem wie bei omv3, das union File System muß umgestellt werden auf mergerfs. Aufs ist scheinbar nicht kompatibel. Stört aber nicht, mergerfs einstellen auf "meisten freien speicherplatz" und der effekt bleibt gleich.

    Bin mal gespannt ob ich mit dem Stromverbrauch runterkomme wie bei omv3. Mit omv2 und backport waren es doch +7W
    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas

    Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges
  • Abend,

    Joogie schrieb:

    Der existiert schon, nur mußt du wissen was du machst.
    Z.b. befindest du dich in einem ordner, und möchtest nur eine Datei erstellen, dann tippst du <make>dateiname> .txt beispielsweise ein für eine Textdatei.
    Möchstest du aber einen Ordner erstellen, lautet der befehlt <makedir>
    1. dieser Befehl existiert nur dann, wenn man sich die Basisentwicklungsumgebung installiert hat ("build-essential")
    2. make dateiname.txt ... gibt es nicht / geht nicht (das Kommandu zum anlegen heisst touch <Dateiname>)
    3. makedir ... gibt es auch nicht (der Befehl zum Anlegen eines Verzeichnisses heisst mkdir)

    make steht erstmal für sich selber und versteht hauptsächlich Optionen. Man kann auch einen Dateinamen angeben, dieser Dateiname ist aber der Name eines "makefiles", welches als Beschreibungsdatei dient.
    Soweit ich weiß, kann man den Namen auch weglassen, dann nimmt make alle auffindbaren "makefiles" und beackert sie nacheinander:

    Wikipedia schrieb:

    make (englisch für machen, erstellen) ist ein Build-Management-Tool, das Kommandos in Abhängigkeit von Bedingungen ausführt.

    Sc0rp
  • Sc0rp schrieb:

    3. makedir ... gibt es auch nicht (der Befehl zum Anlegen eines Verzeichnisses heisst mkdir)
    genau so mit <makedir> hab ich mir den Ordner angelegt, also wird es den schon geben ;)
    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas

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