NAS-Eigenbau Hardware kompatibel

  • Guten Tag Zusammen,


    mein Name ist Jion und versuche mir erneut ein NAS zusammen zustellen.
    Bei meiner ersten Konfiguration konnte ich FreeNAS installieren, jedoch kam immer die Meldung das keine Netzwerkadapter erkannt wurden. Hatte mir "damals" (Ende letzen Jahres Nov/Dez) für das ASRock H170M-ITX/DL entschieden mit einem i3 und m.SATA Speicher.
    Jetzt nutze ich die alte Konfiguration als ESXi Host.


    Jetzt möchte ich gerne einen neuen Versuch wagen und hier mal nachfragen ob meine ausgesuchte Hardware mit FreeNAS kompatibel ist.
    Vorab, ein Gehäuse und Festplatten (WD RED 4 x 3TB) sind schon vorhanden.


    Die restliche gewünschte Hardware schaut wie folgt aus:
    1. ASRock B150 Pro4/D3 Intel B150 So.1151 Dual (75€)
    2. Intel Pentium G4400 2x 3.30GHz So.1151 BOX (60€)
    3. 2 x 8GB G.Skill SNIPER DDR3-1866 DIMM CL9 Dual (85€)
    4. 400 Watt be quiet! Pure Power L8 Non-Modular (50€)
    5. 16 GB Mach Xtreme Technology MX-ES (35€)


    Das Mainboard ist bewusst in der ATX Form gewählt.


    Ich habe mal die Preise dazu geschrieben, evtl gibt es ja auch Kostengründen noch Vorschläge.
    Des Weiteren ist zu sagen das ich gerne unter dem Preis eines Synology NAS 415+ bleiben möchte. Aber gerne versuchen möchte Leistungstechnisch so nah wie möglich dran zu kommen. Die Netzwerk Geschwindigkeit ist nicht so wichtig, da 1Gb Interface ausreicht.


    Ich würde mich über eure Meinungen und Anregungen freuen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Jion

  • Hallo,

    Des Weiteren ist zu sagen das ich gerne unter dem Preis eines Synology NAS 415+ bleiben möchte. Aber gerne versuchen möchte Leistungstechnisch so nah wie möglich dran zu kommen.

    Mit einem guten Desktop-Board, einem 3,3GHz-Prozessor der neuesten Generation und 16GB RAM möchtest du einen "Intel Atom C2538" mit "2 GB DDR3" RAM ausstechen?


    *nachdenk* ... das sollte klappen :)


    Meine Anmerkungen:
    - Deine Konfig ist stimmig, aber schon recht "Office" lastig - wenn du das als NAS einsetzen möchtest, könntest du noch ein bischen mehr Strom sparen indem du 1x16GB DDR3L RAM einsetzt (8GB sollten auch schon reichen), und bei 4 HDDs reicht auch ein 300W Netzteil.
    - Sticks sind nicht mein Fall - die meisten die ich kenne, haben keine Überwachungsmöglichkeiten (SMART). Und ob ein USB3-Stick als Bootmedium funktioniert, weiss ich leider nicht. Schon gar nicht bei FreeNAS.
    - Die auf dem Board verbaute RTL8111 ist eine recht verbreitete und "alte" Netzwerk"karte". Die sollte sowohl in OMV als auch in FreeNAS laufen.


    Was ich komisch finde: das Board hat DD3-RAM-Slots, der Proz. unterstützt aber "nur" DDR4 ... wird aber in der Kompatibilitätsliste von ASRock angezeigt ;)


    Sc0rp

  • Hallo Sc0rp,


    danke für die schnelle Antwort. :)


    Ja, von den Specs her ist die CPU und der RAM natürlich weitaus größer deminsioniert als bei dem Synology NAS. So wie ich das mitbekommen habe, ist FreeNAS dafür sehr Ressourcen hungrig. So ist zumindes mein Eindruck aus anderen Foren. Daher habe ich den Satz mit der Performance mal mit rein genommen :D


    Alternativ kann ich ja eine kleine SSD 60GB TeamGroup Dark L3 2.5" (6.4cm) SATA nehmen. Diese sollte SMART drin haben. Die Frage ist nur, ob die 24/7 oder 18/7 gut haben kann.


    Ja, also habe sowohl Boards mit DDR3 als auch DDR4 gesehen. Die DDR3 Boards sind scheinbar günstiger. Daher ein DDR3 Board.
    Wie ist es den Performance mäßig. Eigentlich sollten die 4 kleinen RAM Riegel schneller sein oder nicht? Da jeweils zwei als "Paar" laufen?
    Ich meine mal gelesen zu haben das FreeNAS ca. pro TB SPeicher / 1GB Ram haben möchte. Daher habe ich jetzt etwas größer gerechnet. Macht das Sinn oder ehr nicht?


    Ok, das kleinere Netzteil macht Sinn. Wollte irgendwie Puffer haben, aber sollte ja auch damit reichen.


    Gruß Jion

  • Re,

    FreeNAS dafür sehr Ressourcen hungrig

    Das kommt doch darauf an, was Alles laufen soll - und die Ansprüche steigen natürlich mit der verfügbaren Leistung. Die Fertig-NAS basieren auch auf einem (Embedded-) Linux, FreeNAS auf einem FreeBSD (alles Unixe ;)). Die fertig NAS haben für viele gleichzeitige Aufgaben einfach einen zu kleinen Speicher - das merkt man recht schnell, wenn mehrere Zugriffe (zwei Personen) gleichzeitig stattfinden ...


    Die Frage ist nur, ob die 24/7 oder 18/7 gut haben kann.

    Was meinst du denn mit 18/7? 18h am Tag an 7 Tagen die Woche? SSD ist (finde ich) grundsätzlich besser - zumal du den Port auf jeden Fall hast. SSDs nutzen sich nicht durch die Laufzeit ab, sondern durch (wiederholtes) Schreiben - hast du bei FreeNAS kaum. Und du hast eine SMART-Überwachung, kannst also frühzeitig reagieren.


    Eigentlich sollten die 4 kleinen RAM Riegel schneller sein oder nicht? Da jeweils zwei als "Paar" laufen?

    Japp, das nennt sich Dual-Channel ... das brauchst du aber im NAS nicht, da du wenig Aufgaben hast die eine hohe Performance zw. CPU und RAM benötigen. Single-Channel ist hier nicht wirklich negativ spürbar ... nur wenn du dein NAS als echte Rechenmaschine missbrauchen möchtest, solltest du auf Dual-Channel gehen ;). Kommt eben auf deine Ausrichtung an.


    Ich meine mal gelesen zu haben das FreeNAS ca. pro TB SPeicher / 1GB Ram haben möchte.

    Das gilt für ZFS, und da sollte man auch ECC-RAM einsetzen. ZFS ist hoch performant und hat viele Features, und holt sich die Performance eben vom Speicher ;) - uns reagiert empfindlich auf Speicherfehler. Muss man aber nicht einsetzen. Es gibt auch noch Software-RAID, Hardware-RAID und SnapRAID als Ansatz - je nachdem ob und welche Redundanz/Performance du brauchst.


    Daher habe ich jetzt etwas größer gerechnet. Macht das Sinn oder ehr nicht?

    Das macht Sinn. Unixoide Betriebssysteme nutzen den verfügbaren (übrigen, nicht vom System selber genutzten) RAM als Cache für Daten. Das beschleunigt den Durchsatz und verringert die Zugriffe auf die Datenträger ...


    Sc0rp

  • Hey,


    nochmals Danke für die schnelle Antowrt.


    Da gleichzeitige Nutzung vorkommen wird, Streaming etc. hört sich die Idee FreeNAS einzusetzen schon mal richtig und gut an.


    Ja, mit 18/7 meine ich 18 Stunden / 7 Tage die Woche. Ich weiß das die Abnutzung der Speicherzellen durch das Schreiben passiert. Mir geht es ehr um die elektronischen controller die dadurch evtl leiden. Erst recht bei günstigen Varianten. So sind zumindest meine Befürchtungen.


    Ok, dann werden ich anstatt 4 nur 2 Riegel à 8GB (16GB G.Skill SNIPER DDR3-1866 DIMM CL9 ) verbauen. Kommt mir preislich sogar entgegen.


    Also wird bei mir ehr ein Software RAID infrage kommen denke ich. Bin mal gespannt wie die Konfiguration da so von statten geht.


    Dann bringt mir dieser RAM oversize ja noch was. :D


    Also gehst du auch davon aus, dass mit diesen Komponten die ich habe FreeNAS ohne weiteres Installiert werden kann?


    Netten Gruß
    Jion

  • Morschen!

    Also gehst du auch davon aus, dass mit diesen Komponten die ich habe FreeNAS ohne weiteres Installiert werden kann?

    Japp. Ich würde es so auf jeden Fall mal probieren ... garantieren kann ich natürlich nix.


    Anmerkungen:
    - SSDs sterben (noch) nicht weil die Elektronik versagt, sondern bisher immer weil die Speicherzellen versagen ;)
    - die Boot-SSD sollte auch in regelmäßigen Abständen mal auf dein Datenplatz "kopiert" werden (natürlich als Image)
    - 2x8GB erhöhen den Stromverbrauch um 2-3W (grob geschätzt)


    Fragen:
    - Streaming ... was ist für dich "Streaming"?


    Sc0rp

  • SSDs sterben (noch) nicht weil die Elektronik versagt, sondern bisher immer weil die Speicherzellen versagen

    Und das dauert ewig, Hardwareluxx hat es versucht im letztem Jahr diverse SSD's kapput zu schreiben, ohne erfolg.
    Denen ist der Rechner dann kapputgegangen, die SSD's schrieben fast 1ptb. Also nur keine Sorge wegen dem bissl rümrödeln von omv ;)


    Selbst wenn speicherzellen versagen, jede SSD hat reservezellen an board.

    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas


    Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges

  • Hallo,


    ich habe die größte Angst vor inkompatibler Hardware um ehrlich zu sein.


    Streaming ist für mich, etliche .mkv Dateien auf dem NAS zu haben und von mehreren Endgeräten gleichzeitig darauf zu zugreifen.


    Bisher hat sich meine Angst etwas gelegt. Bin mal gespannt.
    Wieso erhöht sich der Stromverbrauch wenn ich anstatt 4 x 4 GB Riegel, 2 x 8 GB Riegel nehme?


    Gruß Jion

  • Bei mir liegt auch zu 75% alles im .mkv format auf dem Nas.


    4 40 watt leuchten brauchen ja auch mehr als nur 2^^, da ist es bei dir unerheblich ob 4gb, oder 8gb per Riegel.

    Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
    Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas


    Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges

  • Hallo,


    ok. Also nehme ich die Konfiguration mit der SSD und 2 x 8 GB RAM.


    Ich versuche alles Fertig zubekommen und schreibe hier auch, ob alles so funktioniert hat.


    Ich bedanke mich erstmal recht herzlich für die schnellen und hilfreichen Antworten :)


    Kostenpunkt sind immerhin 300 €. Wenn ich dafür ein NAS habe was einem DS415+ das Wasser reichen kann, bin ich super zufrieden.


    Gruß
    Jion

  • Re,

    Kostenpunkt sind immerhin 300 €. Wenn ich dafür ein NAS habe was einem DS415+ das Wasser reichen kann, bin ich super zufrieden.

    Na klar, vor allen kannst du gezielt nachregeln!
    - zu wenig RAM? -> nochmal zwei Riegel nachgesteckt - fertsch!
    - zu wenig Festplatten(platz) -> Sybex-Controller nachgekauft und Platten nachgesteckt (auf's Netzteil aufpassen) -> fertsch!
    - zu wenig CPU-Power? -> andere CPU nachgesteckt - fertsch!
    - zu wenig LAN-Bandbreite? -> NIC nachgesteckt -> fertsch! (ja auch das kommende 10GBit kann als Karte nachgesteckt werden)
    - dir fehlt eine bestimmte Schnittstelle am NAS? (Thunderbolt z.B.) -> Karte nachgesteckt - fertsch!
    ... usw. usf.


    Streaming ist für mich, etliche .mkv Dateien auf dem NAS zu haben und von mehreren Endgeräten gleichzeitig darauf zu zugreifen.

    Das ist aber kein Streaming ... das ist File-Servicing ;), dafür braucht man keine (derbe) Rechneleistung oder gar schnelleren RAM, dafür braucht man "nur" viel RAM und einen entsprechendes Speichersubsystem (ich empfehle Software-RAID bei mehr als 2 gleichzeitigen Zugriffen = bei zwei gleichzeitig an unterschiedlichen Clients abgespielten Mediendateien).


    Sc0rp

  • Hey,


    ja, aufrüsten kann ich immer, und die Hardware könnte ich zur Not auch so erweitern das ich mir daraus einen normalen Rechner oder der Gleichen basteln kann.


    Habe sogar noch Netzwerkkarten, könnte die ja mal ausprobieren.


    Ok, dann File-Servicing :D


    Danke für deine Hilfe. Melde mich dann wieder hier :)


    Gruß Jion

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