Backup Hardware - Backup Konzept

  • Hallo zusammen,


    ich beschäftige mich gerade mit Backup meines NAS.


    Dazu gehen wir folgende Fragen durch den Kopf, die mir anhand von einigen Büchern durch den Kopf geschossen sind und ich hoffe, dass ich durch die Antworten zum Ziel gelange, wie ich ein Backup aufsetzen soll.


    Muss die Backupplatte genauso groß sein wie das ganzes NAS? (oder reicht es erst einmal, da nicht alles belegt ist eine kleinere zbsp. USB-Platte zu nutzen?)
    Sollte man das Backup für Datenplatte und Systemplatte auf zwei unterschiedlichen Speichern trennen?
    Ich habe mein NAS in einem Raid5 aufgesetzt mit LVM und mehrere logischen Volumes (verschlüsselt/unverschlüsselt), kann/sollte man den Backupdatenträger noch einmal extra verschlüsseln?


    Die Sicherung wollte ich für mich so einfach wie möglich halten, d.h. möglichst nicht täglich, evtl. wöchentlich. (dürfte aus meiner Sicht auch für die Daten die ich habe, ausreichen)
    Ich habe auch gelesen, dass ein sogenanntes Cold-Backup idealer wäre, was wohl bedeutet, dass diverse Dienste heruntergefahren werden müssten. Was würde dies für Dienste konkret betreffen im OMV? (Derzeit ist bei mir noch ein "jungfräuliches" OMV aufgesetzt, d.h. ich stehe noch am Anfang. Plex und Nextcloud soll zukünftig laufen, Docker/Portainer oder versteht man unter Diensten etwas ganz anderes?)


    Zusätzlich habe ich noch etwas über inkrementelles Backup und differenzielles Backup gelesen wobei ich es so verstehen würde, dass ein differenzielles Backup vorzuziehen ist.


    ddhh

  • also mal zum Anfang:
    Gratulation, dass du dir Überlegungen über ein Backup machst. Machen leider die wenigsten... und verzagen dann im Ernstfall.


    zuerst mal überlegen, wleche Daten für dich wichtig sind und nicht einfach wieder herstellbar.
    z.B. die OMV Installation braucht man nicht sichern, eventuell die Konfigurationsdaten/-einstellungen (sind dann viel kleiner). Ebenso mit Plex usw.
    Cold Backup ist bei Datenbanken wichtig bzw. Dateien, die sich während des Backups ändern. Aber in den meisten Fällen kann man (wie z.B. bei Plex, DLNA, ...) die Datenbanken eh von den Daten wiedergenerieren (braucht also nicht unbedingt gesichert werden).
    Und überleg dir auch, wie kannst du das Backup wieder einspielen (wie einfach soll es gehen)?


    eine einfache Sicherungsmethode ist ein rsync Script (im cron). Sichert in ein Full Backup alle Änderungen (ist nachher also wieder ein Full Backup).
    Verschlüsselung eines Backups ist unabhängig von der Verschlüsselung der Daten. Prinzipiell werden beim Backup die unverschlüsselten Daten abgegriffen.


    inkrementelles Backup: zur letzten Sicherung werden nur geänderte Dateien gesichert. Man braucht also alle Backups davor bis zum letzten Full Backup.
    differenzielles Backup: im Prinzp wie inkrementelles, aber es werden von den Dateien nur die Deltas (Differenz) gesichert und ist deshalb kleiner.

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • Danke dir erstmal für die Rückmeldung.


    D.h. anhand der Überlegung zu den Daten, entscheide ich über die Größe des Backupmediums?
    Solche Daten wie Filme/Musik würden aus meiner Sicht wegfallen, was das Backup betrifft, da diese ja auch schon auf CD´s usw. vorhanden sind. (wäre jetzt so mein Ansatz)
    Die Sicherung der Konfigurationsdaten/-einstellungen des OMV können also einfach mit auf das selbe Medium, ok verstanden.


    Ja da ich auf dem Gebiet ein Anfänger bin, sollte es natürlich so einfach wie möglich sein. (dann klingt ja rsync halbwegs simpel :-) )

  • rsync ist ja zum Synchronisieren zwischen Rechner (auch zweimal derselbe) gedacht. Man kann Dateien ausnehmen. Hat viele Optionen (auch ob gelöschte Source-Dateien auch auf der Destination gelöscht werden sollten).
    wenn du Musik und Filme ausnimmst, werden die Daten nicht mehr so riesig sein.

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • Nachdem ich mir nun eine USB-HDD gekauft habe, wollte ich die letzten Tage mein Backup angehen um es einzurichten und zu testen.

    Es wurden mir aber mehrere Steine in den Weg gelegt. :)


    Erst wollte ich der Platte ein neues Dateisystem vergeben und verschlüsseln. Nach mehreren Versuchen habe ich es geschafft.

    Wenn ich aber über die WebGui im OMV die Platte mounte kommt eine Fehlermeldung aber erst, wenn ich "apply" drücke:

    Wenn ich abbreche, steht merkwürdigerweise danach doch da, dass mounten funktioniert hat.

    Ehe ich jetzt die ersten Versuche mit dem Backup starte, kurze Frage:

    Ist das etwas schwerwiegendes, was ich erstmal lösen sollte?


    Zweite Frage:

    Nach ein bisschen durchlesen, sieht es wieder nach mehreren Möglichkeiten beim Backup aus.

    Rsync, wie oben empfohlen oder auch Clonezilla möglich, jedenfalls, wenn man die ganze Systemplatte sichern möchte.

    Bei Clonezilla gibt es wohl die Möglichkeit dies über Docker zu installieren als auch einfach im Kernel. Gibt es da einen Unterschied vom Funktionsumfang oder sonstigem?


    Kann ich das Backup der Systemplatte und das Backup meines Raid-Datenplatten auf einen Datenträger sichern?

  • Hat jemand zu meinen beiden Fragen noch eine Idee?


    Habe es noch einmal versucht, die HDD platt zu machen und neu formatiert/verschlüsselt mit Luks.

    Kann es sein, dass die obere Meldung bei allen USB Festplatten kommt, wenn man sie mountet?

  • ist eher eine Fehlermeldung von einem OMV Script. Der Fehler tritt vermutlich erst auf, nachdem das Mounten schon durchgeführt wurde.

    aber nein, keine wirkliche Idee


    Backup verwende ich persönlich rsync. Vom OS werden nur die wichtigsten Einstellungen gesichert, bei Fehlerfall wird sicher dann eine neuere Version installiert.

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • Es kommt darauf an, wie wichtig deine Daten sind.

    Mein Snapraid besteht aus 3x3tb + 1x2TB +1x3TB Parität.

    Somit ist die Parität meine erste "Sicherung" - die am häufigsten aktualisiert wird.

    Von der gesamten NAS Kapazität wird "regelmäßig" ein komplette Backup auf 2 USB Platten gemacht.

    Zudem Erfolg ein weiteres, zweites. Backup der aller wichtigsten Daten, auf eine eine weitere USB Platte.


    Die Sicherung erfolgt mit FreeFileSync unter Windows.


    Entscheiden ist, WO die Backups GELAGERT werden. Es nutzt nichts, ein Backup im gleichen Raum, oder in der gleichen Wohnung aufzubewahren, in der die NAS steht. Diebstahl, Feuer und weiteres können deine NAS sowie und zugleich deine Backups vernichten.

  • die wirklich wichtigen Daten (sind nur einige GB), habe ich mehrmals am Rechner, am NAS, am Router, am Handy, am Firmenrechner und dortigen NAS, sowie einmal in der NextCloud bei meinem Hoster.

    aber das sind die Daten, die für mich wirklich wichtig sind...


    ansonsten alles einmal am Rechner, einmal am NAS, wobei NAS 2 Parities hat (SnapRAID).

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

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