Docker Pfad

  • Hallo zusammen,


    ich versuche nach und nach meine angestaubte OMV3 Umgebung auf eine neue ssd mit sauberem Debian 10 und OMV5 Install zu übertragen.
    Inkl. der Umstellung von 2 Tools (FHEM und zigbee2mqtt) in Docker container.


    Ich lese viel und bin als 2000er FISI der Materie nicht gänzlich fremd, stoße dennoch an Verständnisgrenzen.
    Meine Idee war, alles so zu installieren, daß man im Zweifelsfall meine Container mit den Daten leicht auf eine andere Maschine umziehen kann.
    Debian10 mit OMV5 läuft auf einer 120GB SSD, Daten liegen auf einem großen Snapraid mit Unionfs (mergerfs) zu einem Share.


    Sollte ich den Pfad der Docker Installation vorher auf ein Verzeichnis auf dem Share legen?
    Oder trennt man Installation und laufende Container hinterher?
    Was ist zu sichern wenn man "umziehen" möchte?


    Danke im Voraus,


    Gruß Marco

  • Hi. Ich glaube, hier könnten verschiedenen Antworten kommen. Ich gebe Dir meine :-)


    Ich belasse den Dockerpfad in OMV5 dort, wo er original angegeben ist. Das wäre das Verzeichnis /var/lib/Docker . Allerdings gebe ich auf dem Share, was Du auch erstellt hast, eine Hauptfreigabe Namens dockerfiles. Ich glaube, die Meisten verwenden hierfür appdata. Aber egal. In dieser Freigabe lege ich dann per SMB weitere Ordner an, worauf sich dann später die Dockerdaten befinden werden. Jetzt wird's etwas Tricky. Die Configs der Dockerfiles lege ich ebenfalls auf /var/lib ab.


    Ein Beispiel: Der Nextclouddocker wird in den vorgegeben Verzeichnis automatisch unter /var/lib/Docker installiert, aber die Nextclouddaten, was man in der Nextcloud-Dockerfile angeben kann, wo die liegen sollen, liegen dann auf dem Share und die Config-Dateien des Dockers gebe ich auf /var/lib/NextcloudConfig an. Hier habe ich einen Vorteil. Sollte OMV einmal abschmieren, muss ich nach einem Restore meines CloneZilla-Backups Nichts machen. Viele Versuche, die ich einst machte, den kompletten Docker zu sichern, habe ich nicht weiter verfolgt, weil selbst das Installieren des Dockers, wenn man es benötigt, sehr schnell geht. Warum sollte man Docker neu installieren? Wenn man kein Systembackup hat und doch neu aufsetzen muss. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du Docker oder Docker-Compose verwendest. Bei Docker-Compose kannst Du auch die *-yml-Datei sichern. Somit sparst Du Dir sogar das Neukonfigurieren, weil in der yml alles drinsteht.


    Und einen weiteren Vorteil dieser Konfiguration siehst Du bei Plex oder Emby. Stöberst Du nur eine halbe Stunde im Menu umher und suchst Dir Filme aus, fährt keine Platte hoch. Erst, wenn Du dann einen Film anschaust. Warum? Weil die Config's nicht auf dem Share liegen, sondern auf der SSD. Tolle Sache :-). Allerdings findest Du in den meisten Beschreibungen, ganz besonders in den VideoGuides, die Erklärung, dass alles, auch die Configs, auf dem Share liegen. Ich zeige Dir hier nur meine eigene Konfiguration.


    Zum Backup: Hier kommt es darauf an, ob Du ein x64- oder ein ARM-System verwendest. In beiden Fällen solltest Du auf alle Fälle regelmäßige Backups Deines Ordners "dockerfiles" oder "appdata" oder was auch immer Du verwendest, machen. Ich setze dieses Backup per rsync, täglich auf einem Backupserver ab.
    Auf dem x64-System setzte ich zusätzlich aller 2 Wochen ein CloneZilla-Backup. Das ist das Backup Deiner Systemplatte. Somit sparst Du Dir das Neuaufsetzen von OMV im Falle eines SSD-Crash's.
    Auf dem Raspi3 setze ich aller 2 Wochen ein "dd-Backup" von der SSD auf die externe Platte ab und lege dieses per Script auf einem Backupserver ab. Aber ich glaube, Du hast ein x64-System. Snapraid funktioniert auf dem ARM immer noch nicht zufriedenstellend.


    Und was die meisten Leute vergessen, ist , dass man auch ein Backup seiner Datenbanken machen sollte. Wie das, inkl. Restore funktioniert, kannst Du auf meiner OMV5-Website unter Backups & Raid sehen. Schau mal in meiner Signatur. Allerdings sind die Erklärungen, was das Raid angeht, sagen wir mal diplomatisch, etwas überholt. Ich lernte halt auch im laufe der Zeit dazu :-)


    Übrigens kannst Du vieles auf meiner Website übernehmen. Ich empfehle aber jedem, sich erst einmal in Ruhe, alles durchzulesen. Ich musste aber auch feststellen, dass sich hier und da, doch kleine Fehler eingeschlichen haben. Manchmal gibt es auch Änderungen, sei es an OMV selbst oder auch an den Dockerfiles. Ich korrigiere aber das weitgehend, sobald ich dort etwas bemerke.


    LG Berti

    BS: UNRAID
    HW: MSI B350M MORTAR, Athlon 200GE, 32Gb Ram, 500 GB NVMe als Cache, 2x 8TB HDD, 1x 4TB HDD
    Docker: adguard, duckdns, emby, nginx, nextcloud, owncloud, wordpress, calibre, calibre-web, 2x heimdall, glances, bitwardenrs, mariadb, phpmyadmin, portainer
    Apps: Auto Update, db backup, SSD Trim, WireGuard, Unassigned Devices
    VM: OMV5, Macinabox, Proxmox, MX, 3x Debian Server, 1x Ubuntu Server
    Website Übersicht: https://knilixblog.wordpress.com
    Website OMV5: https://knilix.home.blog

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