Frage zur Wiederherstellung nach RAM Fehler

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  • Frage zur Wiederherstellung nach RAM Fehler

    Hallo!

    Ich hoffe hier kann meine Frage schneller beantwortet werden als im Englischsprachigen OpenmediaVault Forum.

    Dort hatte ich diese frage gestellt.

    "Hallo!


    Ich will mir ein NAS mit openmediavault für zu Hause aufbauen. Darin werden 2x4T Festplatten verbaut (Spiegel) und als DateisystemEXT4.
    Es sollen Windows und Linux User darauf zugreifen können und es wird das SMB Protokoll verwendet.
    Ich habe im Moment FreeNAS 11.3 am laufen. Als Dateisystem ist dort ZFS .
    Funktioniert auch alles einwandfrei.
    Jetzt zu meinem eigentlichen Problem.


    Die Hardware der FreeNAS unterstützt kein ECC-RAM. Und so viel ich weiß sind bei einem Speicherfehler die ganzen Daten verloren. Reparaturwerkzeuge gibt es nicht.
    Ich hatte nun die Idee das Ganze unter openmediavault und EXT4 aufzusetzen. Wenn nun unter den EXT4 Dateisystem ein Fehlervorliegt (defekter RAM) könnte ich das doch mit den EXT4 Reparaturmitteln wieder ausbügeln oder? Natürlich mit neuem RAMRiegel. Oder die Festplatte in einen anderen Linux Rechner einbauen und von dort aus die Festplatte reparieren.


    Ist mein Gedankengang so richtig?"


    Des weiteren interessiert mich ob ich meine Einstellungen wie Freigabe Ordner u.s.w. genauso wie in FreeNAS als Datei exportieren und bei Hardwarewechsel wieder importieren kann.

    MfG agima2
  • Wenn bei ZFS und einem Speicherfehler Müll geschrieben wird, so wird das beim Lesen aufgrund der Prüfsummen erkannt und mit hoher Wahrscheinlichkeit passiert nicht mehr als dass eine Datei als Defekt markiert wird, eventuell aus dem Raid repariert wird. Die Platte oder der Pool wird wegen "too many errors" offline gestellt. Tools wie chkdsk gibt es nicht weil ZFS per Design keine unentdeckten Fehler haben sollte und auch bei einem Crash beim Schreiben wegen Copy On Write kein korruptes Dateisystem hinterläßt.

    Worst case ist ein Strukturfehler. Wegen der doppelten Metadaten sehr unwahrscheinlich aber im schlimmsten Fall ist der Pool nicht mehr lesbar.

    Wenn bei ext4 und einem Speicherfehler Müll geschrieben wird, so bleibt das unerkannt da beim Lesen mangels Prüfsummen nichts verifiziert werden kann. Stützt das System beim Schreiben ab, gibt es eventuell ein korruptes Dateisystem. Mit fschck/chkdsk kann man jetzt überprüfen ob die Struktur fehlerfrei ist. Mangels Prüfsummen ist das aber sehr oberflächlich. Eine echte Fehlererkennung auf Datenebene ist nicht möglich.

    Worst case ist ein Strukturfehler. Hatte ich mal bei meinem Mailserver unter ntfs. Nach stundenlangem Reparieren war "Buchstabensalat" das Ergebnis.

    Auch ohne ECC ist ZFS einem ext oder ntfs Dateisystem weit überlegen was Datensicherheit betrifft. Beide können durch RAM Fehler hops gehen und bei beiden sollte man für den Disasterfall ein Backup haben.

    Die Mär vom ZFS Totreparieren ist genau das, eine Mär.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gea ()

  • Re

    sehr gut @gea - hier meine Anmerkungen dazu:

    agima2 schrieb:

    Die Hardware der FreeNAS unterstützt kein ECC-RAM.
    Das ist Quatsch - ECC ist erst Mal reine Hardware-Detection und -Repair, d.h. für jedes Betriebssystem ist ECC transparent, also nicht sichtbar.
    Brauchen tut man ECC im Heimbereich nicht, denn auch wenn ZFS seine Performance aus aggressiver RAM-Nutzung zieht, liegt man damit im Heimbereich noch in der "Kuschelzone" der RAM-Belastung.

    agima2 schrieb:

    Und so viel ich weiß sind bei einem Speicherfehler die ganzen Daten verloren.
    Das ist auch grundsätzlich Quatsch, denn wenn ein Speicherfehler passiert (mal abgesehen davon, Was für ein Fehler das genau ist), betrifft es lediglich einen Datenblock (bei Linux 4KiB). Ob das direkte Auswirkungen auf ein Datei hat, kann man auch erst sagen, wenn Sie vollständig geschrieben wurde, denn auch im Betriebssystem selber gibt es Sicherheits- und Checksummenfunktionen ...

    agima2 schrieb:

    Reparaturwerkzeuge gibt es nicht.
    Auch hier liegst du falsch, bei Linux wird ZFS genauso mit den zfs-tools installiert, wie die anderen Dateisysteme auch (mit ihren Tools).

    Sc0rp