Ext4 + Snapshot oder BTRFS + Snapshot --> mit welchem OS?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ext4 + Snapshot oder BTRFS + Snapshot --> mit welchem OS?

      Hallo liebe Community,

      ich stehe zur Zeit vor der Überlegung mit welchem Datenspeicherungs-/Archivierungssystem ( mir fällt leider die korrekte Benennung dessen nicht ein) ich in meinem NAS realisieren möchte.
      Ich nutze einen Fujitsu Primergy TX1310 M1 als NAS. Dieser hat schon 8GB ECC implementiert auch einen RAID-Controller, den ich aber ignorieren werde.

      Wichtig ist mir nicht die schnelle Verfügbar meiner Daten bei einem Plattenausfall, sondern das NAS sollte performant und zuverlässig laufen (moderate Lese- und Schreibgeschwindigkeiten) und die einfache Integration weiterer Platten. Natürlich gern gesehen, wenn ich auch mit nicht gleich großen Platten meine Speicherkapazität aufrüsten könnte. Ebenfalls wichtig wäre mir die Nutzung meines ohnehin schon verbauten ECC-Rams um Bit-Fehler zu vermeiden oder gar ausschließen zu können.
      Datensicherheit hat für mich natürlich auch eine hohe Priorität, diese möchte ich aber durch ein externes Backup gewährleisten (externer Datenträger, der nur zum Backup an das NAS angeschlossen wird).
      Ich nutze das NAS für den Heimbereich, also quasi um Familienfotos, Familienvideos, Filme im Allgemeinen, Musik, Dokumente und der gleichen meinem Heimnetzwerk einfach zu Verfügung zu stellen.

      Zur Zeit habe ich Zuhause 3x 1 TB Platten (2x WD Re und 1x WD Blue), die ich gerne in das NAS bauen würde, später würde ich die Speicherkapazität durch größere und weitere Platten aufrüsten.
      Habe insgesamt 5-6 SATA Anschlüsse intern zur Verfügung (wenn ich das ODD, welches ich nicht benötige abklemme und keine Platte nutze, die NUR für das OS benutzt wird)

      Ein klassisches RAID möchte ich nicht.
      Interessant wäre für mich die Nutzung von BTRFS + Snapshot zur Datenarchivierung. Durch meine Recherche bin ich auf QNAP gestoßen und eben jener Anbieter von NAS und Serverlösungen verteufelt ja jenes BTRFS und schwört auf Ext4 + Snapshot, genau deshalb wäre dieses System auch für mich interessant.

      Da ich mich leider nicht so sehr mit Linux und Linuxderivaten auskenne, wollte ich euch um euren Rat ersuchen. Denn ich selbst bin nicht so fachlich versiert im NAS Bereich und vertraue hier ganz auf euren Ratschlag.
      Denn zur Zeit habe ich insgesamt 3-4 OS Installationsbereit auf meinem ArbeitsPC und weiß auch nicht ob sich bei eben diese "Archivierungssysteme" realisieren lassen.


      Nas4free ---> XentryNAS = hier weiß ich, dass ZFS Supportet wird, als Notlösung könnte ich hier auch Z1 nutzen
      FreeNAS ---> selbiges wie XentryNAS
      OpenMediaVault ---> nutzt kein ZFS sondern SoftwareRAID
      Rockstor ---> nutzt BTRFS, doch zu jenem OS habe ich leider keine ausreichenden Informationen.


      Wisst ihr vielleicht, bei welchem OS sich BTRFS und oder Ext4 (so wie es QNAP betreibt) sich nachträglich installieren und nutzen lässt?
      Oder aber, vielleicht findet ihr es eher kontraproduktiv auf eben jene Dinge wie BTRFS oder ext4 zu setzen und hättet einen anderen Vorschlag für mich!?
      Wie sieht es denn mit SnapRaid aus? Würde dies auch meinen Anforderungen genügen?

      Ich wäre euch wirklich sehr dankbar, wenn ihr mir diesbezüglich weiterhelfen könntet.

      LG
      Andy

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hpoperator ()

    • Re,

      hpoperator schrieb:

      OpenMediaVault ---> nutzt kein ZFS sondern SoftwareRAID
      Das ist per se falsch, OMV kann mit so ziemlich Allem umgehen, was man haben möchte - u.A. HW-RAID, SW-RAID, ZFS (ZoL), BRTFS, SnapRAID/mergerfs wenn man den Blocklayer betrachtet, als auch XFS, EXT[2,3,4], ReiserFS, ZFS (ZoL) und BTRFS ... bis hin zum NTFS wenn man das Dateisystem betrachtet. Man könnte hier auch noch LVM2 und sämtliche "Distributed FS" anbringen, Die kommen aber im Heimbereich nicht zur Anwendung.

      Unter OMV liegt ein vollwertiges Debian Linux (mit allen Vor- als auch Nachteilen) - da kann man dann auch die wildesten Kombinationen "ausprobieren".

      Diese Auswahl hat man bei anderen NAS-Oberflächen nicht (allerdings basieren Alle mir bekannten NAS-BS eh auf Unix (Linux, xBSD, ...).

      hpoperator schrieb:

      Ein klassisches RAID möchte ich nicht.
      Warum nicht?

      hpoperator schrieb:

      Interessant wäre für mich die Nutzung von BTRFS + Snapshot zur Datenarchivierung.
      Kennst du dich mit BTRFS und dessen Snapshots gut aus? Das Gleiche gilt für ZFS ... inkl. Z1.

      Ich würde Dir empfehlen:
      - wenn du dich nicht so gut auskennst: besser auf ein Fertig-NAS zu gehen (da ist keine Schande - immerhin kauft man da auch den Support mit ein)
      - wenn du bereit bist, Zeit und Schmerz zu investieren ... es am Anfang mit OMV zu versuchen (einfach weil es einfach ist, Debian insgesamt gut dokumentiert ist und die größte Variabilität bietet)
      - Finger von komplizierten Sachen zu lassen ... EXT4 ist ein super Dateisystem, und Snapshots muss man erst Mal verstehen - klassische Backup-Strategien sind mit rsync (rsnapshot) nicht weniger effizient, dafür aber deutlich einfacher zu handhaben / zu verstehen

      ECC ist ein passives System - es arbeitet im Hintergrund und rein auf Hardware für dich, ohne eine Steuerungsmöglichkeit ... ja selbst die Prüfmöglichkeiten sind praktisch nicht vorhanden :D. Im Heimbereich, sofern du nicht wie ein Irrer dockerst oder exzessiv/massenhaft "In-Memory Datenbanken" benutzt, ist es eine nette aber teure Beigabe ... kann man haben, muss man aber nicht!

      Richtige Backups (und das sind insbesondere Solche, mit denen man ohne großen Aufwand zu betreiben, auch umgehen kann) sind dagegen essentiell ... die richtige Backup-Strategie entscheidet über Frust und Lust beim Datenverlust!

      Sc0rp
    • Zu aller erst danke ich dir VIELMALS für deine ausführliche Antwort.

      Im Nachgang habe ich nun auch festgestellt, dass man in OMV ZFS durch ein "PlugIn" hinzufügen kann, dass war mir bei Threaderstellung nicht bewusst und verließ mich da nur auf die wenigen deutschen Quellen, die mir zur Verfügung standen. Hab hier vorangegangen wohl auch nicht ordentlich recherchiert ||

      Nunja, RAID zu nutzen war der anfängliche Plan, doch es schien mir nicht das richtige, in Bezug auf meine Anforderungen, zu sein.
      Wie quasi 70% der Neulinge, die in diese Thematik einsteigen, dachte ich, RAID sei für die Datensicherheit zuständig bzw gewährleistet diese. Doch da war ich absolut auf dem Holzweg. Sie sichert nur die Bereitstellung der Daten (und ich glaube das ist nun auch sehr schwammig von mir formuliert)….
      Ich wollte mit mehreren Platten unterschiedlicher Größe in meinem NAS arbeiten und da ist mir RAID leider zu unflexibel.
      Auch die Tatsache, das mir bei der Nutzung eines RAIDS (ganz gleich welch in welcher Form), MINDESTENS eine Platte verloren geht und TROTZ allem, immer noch, zwecks Datensicherung (wenn man diese richtig machen möchte), eine, bestenfalls externe, HDD benötigt, brachte mich hier gedanklich ins "straucheln".
      Wenn bei meinem NAS eine Platte ausfallen sollte, dann habe ich die externe Datensicherung und für mich spielt es keine große Rolle, WANN mir diese Daten wieder zur Verfügung stehen (so lange es im "Rahmen" bleibt...und ein Neukauf einer evtl. Gleichgroßen Platte bzw das warten darauf und die Installation nach erhalt, wäre für mich noch im zeitlichen Rahmen).

      Überdies wäre der Performancegewinn den ich durch das RAID-System hätte, zumindest für mich als Heimanwender eher marginal. Bzw gibt es deshalb ja BTRFS (mit dem ich "liebäugelte" --> weil es eigentlich, erlesen, recht positiv wirkte) und ext4.

      Ein fertiges NAS würde ich mir nun jetzt ungern kaufen, aber auch nur weil ich ja bereits die dafür passende Hardware Zuhause habe und es schade wäre, die zu veräußern oder ungenutzt "in ner Ecke" stehen zu haben.

      Prinzipiell macht mir das "rumtüfteln" und dazulernen Spaß und deshalb versuche ich mich an diesem Projekt. Doch ist dies wohl eher ein kleineres Hobby, welches aus Beruflichen und damit einhergehenden zeitlichen Gründen auch nur ein kleines Hobby bleiben darf und bleiben muss.
      Zielführend und wünschenswert wäre eine SICHERE und EINFACHE Inbetriebnahme.
      Ich möchte diesen NAS in unser Heimnetzwerk integrieren, um zum einen die wichtigen Dokumente, Familienfotos/ und Videos dem Heimnetzwerk ganzheitlich zur Verfügung zu stellen, EINEN Speicherort für meine zukünftig erstellten Dokumente zu haben, um meine erstellten CAD-Konstruktionen ebenfalls dort zu speichern, damit ich an diesen mit meinen 2 Endgeräten (ArbeitsPC und Laptop) weiter daran arbeiten kann (deshalb wäre eine moderate Lese- und Schreibgeschwindigkeit von nöten) und zum anderen, damit meine Kinder auch in Ihrem Zimmer, Zugang, über den bereits konfigurierten RaspberryPi/LibreElec/Kodi, zu Ihren Kinderfilmen haben und diese dort schauen können (Bislang ist dies über eine externe HDD realisiert worden und wenn der NAS steht, sollte hier dann SMB oder dergleichen zum Einsatz kommen, zwecks Übertragung).

      Beratungsresistent bin ich keineswegs und auch sehr sehr dankbar für eben jene Ratschläge / Verbesserungsvorschläge.
      Wenn du jetzt anrätst, hier, der Einfachheit- und Zwecksmäßigkeit- wegen ext4 zu nutzen (Sprich alle Datenplatten in ext4 zu "formatieren" und in einem JBOD-Pool / Linear zusammenzufügen....oder mit SnapRaid….oder was auch immer) , Backups auf ne externe HDD durch "Cronjobs" mit dem Programm "BeispielXY" durchzuführen. Dann werde ich dies auch sehr gerne tun.
      Denn gerade in dieser "Linuxwelt" bin ich der Neuankömmling und höre deshalb gerne auf eben jene Personen wie dich, die wissen was sie tun.
      Natürlich kann es sein (und es wird wahrscheinlich so sein :rolleyes: ), dass ich bei etwaigen Dingen genauer nachfragen muss.... denn Dinge, die für einen versierten Selbstverständlich sind, sind für mich, als absoluter "Noop" etwas außergewöhnliches ?(

      Nur um kurz zu erklären, weshalb ich BTRFS so "favoritisierte":
      Ich laß, dass sowohl durch BTRFS, als auch durch ZFS, der ECC-Ram sinnvoll genutzt werden würde und auch das diese zwei "Systeme" recht performant seinen. Da mir ZFS mit seinen Ablegern "Z1, Z2, Z3" zu sehr in Richtung RAID ginge, habe ich davon auch automatisch abstand genommen.
      Wichtig war/ist mir "nur", dass es performant, einfach, einfach erweiterbar, sicher ist und das meine Hardware, in dem Fall der ECC-Ram, auch wirklich genutzt wird um Bitfehler zu vermeiden.
      Kann auch sein, dass ich da etwas durcheinander "schmeiße" / verwechsele und/oder falsch verstanden habe.... doch ich bin nun knapp ne Woche am "werkeln" und musste mich in jede Thematik und Unterthematik einlesen und aufgrund der Fülle an Informationen fällt mir ein "sortieren" dieser leider nicht all zu leicht.

      liebe Grüße
      Andy
    • Re,

      hpoperator schrieb:

      Prinzipiell macht mir das "rumtüfteln" und dazulernen Spaß und deshalb versuche ich mich an diesem Projekt. Doch ist dies wohl eher ein kleineres Hobby, welches aus Beruflichen und damit einhergehenden zeitlichen Gründen auch nur ein kleines Hobby bleiben darf und bleiben muss.
      Dann KiSS ;)

      hpoperator schrieb:

      Wie quasi 70% der Neulinge, die in diese Thematik einsteigen, dachte ich, RAID sei für die Datensicherheit zuständig bzw gewährleistet diese.
      Ja und Nein, kommt auf das Setup und den "Level" an ...

      hpoperator schrieb:

      Auch die Tatsache, das mir bei der Nutzung eines RAIDS (ganz gleich welch in welcher Form), MINDESTENS eine Platte verloren geht und TROTZ allem, immer noch, zwecks Datensicherung (wenn man diese richtig machen möchte), eine, bestenfalls externe, HDD benötigt, brachte mich hier gedanklich ins "straucheln".
      Redundanz ist nicht Backup ... mit einer (sehr) guten Backup-Strategie braucht man keine Redundanz, hängt aber vom jeweiligen Einsatzzweck ab.

      hpoperator schrieb:

      Überdies wäre der Performancegewinn den ich durch das RAID-System hätte, zumindest für mich als Heimanwender eher marginal. Bzw gibt es deshalb ja BTRFS (mit dem ich "liebäugelte" --> weil es eigentlich, erlesen, recht positiv wirkte) und ext4.
      Korrekt. Hier wäre eine etwaige Redundanz das wichtigere Merkmal, wenn man sie überhaupt braucht.
      BTRFS ist derzeit noch nicht vollkommen fertig, der Basislayer ist zum Testen und vorsichtigen Einsatz freigegeben, aber laut meinem letzten Stand offiziell noch nicht für Produktivsysteme freigegeben ...
      BTRFS kann man mit ZFS vergleichen - gleiche Komplexität und gleiches Featureset, aber für den Heimanwender ziemlich "overpowered" (wenn man denn nicht eines oder mehrere dieser Features benötigt).
      EXT4 ist hingegen "einfach", gestanden und robust ... KiSS eben.

      hpoperator schrieb:

      Ich laß, dass sowohl durch BTRFS, als auch durch ZFS, der ECC-Ram sinnvoll genutzt werden würde und auch das diese zwei "Systeme" recht performant seinen.
      ECC "sinnvoll" nutzen kann man nur, wenn man aggressiv mit dem Ressource RAM umgeht ... das schafft man als Heimanwender m.E.n. niemals ...

      Die Diskussion, ob man für ZFS nun ECC-RAM braucht oder nicht ist so alt, wie ZFS selber ... m.E.n. braucht man für die Heimanwendung (selbst mit Z1-3) keinen ECC-RAM. Ja, ZFS und BTRFS gewinnen ihre Performance über aggressives RAM-Caching (u.U. sogar mit SSD-Unterstützung), aber in der Heimanwendung hat das keinerlei praktische Bedeutung, so viele Daten verändern sich da nicht in kurzer Zeit im RAM, das ein nicht korrigierbarer Bitflip passiert ... zudem ist ECC eh rein passiv, läuft also immer - und weder ZFS noch BTRFS fragen "aktiv" danach, oder würden gar ihre Arbeit ohne ECC-RAM verweigern. In diesem Sinne würde auch ein EXT4 den ECC-RAM nutzen, sowie eben sämtliche anderen Sachen auch, die sich im RAM befinden.

      weitere Anmerkungen:
      - SnapRAID erzeugt ähnlich RAID, ZFS und BTRFS mit zusätzlichen Platten eine Redundanz, im Gegensatz zu diesen Techniken aber "offline"
      - mergerfs ist ein Vertreter der UnionFS, macht also einzelne HDDs zu einem großen Block zusammen - es sind versch. Modi nutzbar, welche die Verteilung neuer Daten regeln
      - JBOD wird sowhl als "concatinating" verkauft, als auch als "echtes" JBOD - muss man aufpassen, wenn man einen Controller (Soft- oder Hardware) als JBOD konfiguriert, schreibt er je nach Gusto trotzdem DCBs auf die HDDs ... das kann problematisch sein/werden.

      Ich würde dir ein ganz simples Konstrukt empfehlen:
      - Einzelplatten mit EXT4 unter OMV einbinden
      - entsprechende Ordnerstruktur anlegen (damit kann man steuern, welche Daten auf welcher HDD landen)
      - Benutzerrechte auf diese "Freigabe-Ordner" legen und dann SMB/CIFS einrichten
      - Backup-Strategie entwickeln, am Besten mehrstufig, mit rsync/rsnapshot "cronjobben"
      (das Backup wäre dann die Kernarbeit, Die zu leisten ist - hier würde ich evtl. eine "interen" HDD als "Schnell"-Backupplatz nehmen und zusätzlich extern sichern. Bei entsprechender Konfiguration könnte man z.B. dann die "Full-Backups" als Archiv ("gepackt" inkl. Verschlüsselung und großem Wiederherstellungsblock) auf den externen Datenträger legen, und den eben i'wo anders unterbringen, während der "Schnell-Backupplatz" in wesentlich kürzeren Zeitabständen aktualisiert wird - da sind auch durchaus Minuten machbar)

      Stink normale Konsumerhardware schafft heute problemlos Gigabit-Netzwerk-Geschwindigkeit, auch rotierende Platten sind heute durch die Bank weg schnell genug - Performance sollte da für deine Heimanwendung ausreichen.

      Problematisch für dieses Setup ist der gleichzeitige Zugriff mehrer Anwender auf eine HDD - das kann man entweder durch RAID lösen, oder eben durch eine entsprechende Ordnerstruktur/Organisationsstruktur ;)

      Sc0rp
    • Nochmal, DANKE DIR VIELMALS für deine ausführlichen Antworten! Respekt!
      Deine Antworten bringen Licht in die dunkle und furchteinflößende Linuxwelt :D

      Alles sehr Interessant, besonders die KISS-Thematik :D *Spaß*
      Deine Ausführungen inkl. die nachfolgenden Anmerkungen rücken einige meiner recht instabilien Sichtweisen wieder gerade und dieser Thread landet nun postwendend in meinen NAS-Favoriten.

      Deiner Empfehlung bin ich schon, teilweise, nachgekommen... habe nun die Platten in ext4 erstellt.
      Nur damit ich es richtig verstanden habe:

      Nach dem ich die Platten (Daten1 und Daten2) in ext4 erstellt und in eingebunden habe, lasse ich sie so wie sie sind im System (also erstelle keinen Verbund in den ich sie implemtiere).
      Folglich habe ich keine große simulierte "Platte", die aus mehreren einzelnen besteht, sondern schlicht zwei separate "Laufwerke". (verzeih, meinerseits etwas umständlich formuliert).

      - erwähnenswert wäre es vielleicht noch, dass sich mein OS auf einer internen 256GB SSD befindet, die ebenfalls in ext4 im Sytem hinterlegt ist, die ich aber sonst "unberührt" lasse.

      Dann erstelle ich auf diesen Patten Ordnerstrukturen... jetzt weiß ich leider nicht, was du unter "entsprechend" und/oder unter einer "Organisationsstruktur" verstehst, ob du hier eine ordentlich aufgeräumte und übersichtlich gestaltete Archivierung verstehst, oder vielleicht doch etwas anderes.

      Jedenfalls würde das bei mir dann wahrscheinlich so (oder so ähnlich aussehen):

      Daten1
      - Bilder
      -- (etliche Unterordner benannant nach Events und Personen)
      - Dokumente
      --(auch hier Unterordner für die Themenbereiche)
      - eBooks
      --(etliche Unterordner bezogen auf einzelne Themenbereiche)
      - Inventor Projekte (CAD)
      --(etliche Unterordner bezogen auf einzelne Themenbereiche
      - Musik
      -- (Unterodner nach Bandnamen)
      - Programme
      -- (etliche Unterordner bezogen auf einzelne Themenbereiche)

      Daten2
      - PC-Games
      -- (etliche Unterordner bezogen auf einzelne Themenbereiche)
      - Verschiedenes
      --(etliche Unterordner bezogen auf einzelne Themenbereiche)
      - Filme und Serien
      -- Kinderfilme
      -- Filme
      ---Ordnernenennung nach Filmtitel
      -- Serien
      --- Ordnerbennenung nach Serientitel
      ---- Ordnerbennenung nach den jeweiligen Staffeln
      ----- Ordnerbennenung nach den jeweiligen Episoden
      -- Kinderserien
      usw.

      Überdies wird in den nächsten Tagen von mir noch eine weitere HDD ins System intergriert (1TB WD Blue) = Daten3
      Werde dann wohl die Dateistruktur darauf verteilen und weiter/übersichtlicher aufgliedern.

      Meinen Kindern gewähre ich dann über RaspberryPi/LibreElec/Kodi nur Benutzerrechte für die Ordner "Kinderserien" und "Kinderfilme", damit diese auf dem dortigen System eingepflegt werden können und mir und meiner Frau gewähre ich dann ganzheitliche, einzeln auf jede Platte bezogene, Benutzerrechte.

      In rsync/rsnapshot und das diesbezügliche "cronjobben" muss/werde ich mich dann noch einarbeiten, denn bislang hatte ich noch nichts mit diesen "PlugIns" zu tun und weiß deshalb nicht um deren Einstellmöglichkeiten. Deshalb weiß ich auch nicht, was du mit mehrstufig meinst (inkremental? ---> also neuere Bearbeitungsstände und den automatischen Abgleich a la "ah, dass hab ich schon gesichert, ich muss dann nur die geänderten und neuhinzugefügten Dateien überspielen")?

      In Punkto "SchnellBackUpPlatz" muss ich auch noch Recherchearbeit betreiben, da ich aber durch deine Hilfe die Gesamtproblematik, mein System und mein Vorhaben betreffend, in einzelne Themengebiete aufspalten konnte und sie deshalb auch definieren kann, sollte dies keine unüberwindbare Hürde darstellen.

      Ein Paralellzugriff würde nur stattfinden, wenn WIR (die Eltern) auf unserem RaspberryPi/LibreElec/Kodi im Wohnzimmer ein Film vom NAS streamen würden und selbiges die Kinder in Ihrem Kinderzimmer tun würden. Bislang sind nur zwei dieser RaspberryPi-Systeme im Einsatz. Hier sollte ich dann wohl bestenfalls die FIlme, die die Eltern schauen auf die HDD "Daten1" packen und die Kinderfilme auf die HDD "Daten2"?
      Oder könnte die NAS so etwas verkraften? (Denn auch wenn wir so Splitten würden käme es ab und an zu Parallelzugriffen, beispielsweise wenn wir z.B. im Wohnzimmer für den Junior ebenfalls einen Kinderfilm anmachen, während eines unserer Mädels in Ihren Kinderzimmer schaut).

      Liebe Grüße und noch einen schönen Abend
    • Re,

      hpoperator schrieb:

      Nur damit ich es richtig verstanden habe:
      ... Beides korrekt - das ist das einfachste Setup und solange du dein(e) Backup(s) diszipliniert durchführst, sollte auch kein Daten-GAU statt finden.

      hpoperator schrieb:

      - erwähnenswert wäre es vielleicht noch, dass sich mein OS auf einer internen 256GB SSD befindet, die ebenfalls in ext4 im Sytem hinterlegt ist, die ich aber sonst "unberührt" lasse.
      Das ist auch erst Mal völlig okay so - hier vielleicht nachdem Du dein NAS komplett konfiguriert hast ein Image mit CloneZilla (gibt es auch als Plugin!) durchführen und auf eine der Datenplatten ablegen.
      EDIT: hier kann man später auch noch eine Partition "abknapsen", falls man "ultraschnellen" Datenspeicher braucht ... i.d.R. baucht man das aber nicht, mit dem übrigen Platz arbeitet die SSD ja auch länger ...

      hpoperator schrieb:

      Dann erstelle ich auf diesen Patten Ordnerstrukturen... jetzt weiß ich leider nicht, was du unter "entsprechend" und/oder unter einer "Organisationsstruktur" verstehst, ob du hier eine ordentlich aufgeräumte und übersichtlich gestaltete Archivierung verstehst, oder vielleicht doch etwas anderes.
      Mit dieser Ordnerstruktur steuerst du, welche Daten wo hin kommen, sprich auf welcher deiner Datenplatten Diese letztendlich liegen - das dient vor Allem bei dir dazu, die Zugriffe auf diese Daten auf verschiedene Festplatten "aufzuteilen". Alle rotierenden Datenträger haben das "Problem" des gleichzeitigen Zugriffes - da skaliert die Technologie einfach nicht. Daher ist es wichtig, z.B. Video-Material vom "echten" Datenmaterial" zu trennen, damit eben Video guggen und Arbeiten nicht auf der gleichen Festplatte laufen muss.

      Deine o.g. Ordnerstruktur kommt dem schon sehr nahe, mit der dritten HDD würde ich dann evtl. eBooks und Musik von der Datenplatte abtrennen ...

      hpoperator schrieb:

      In rsync/rsnapshot und das diesbezügliche "cronjobben" muss/werde ich mich dann noch einarbeiten,
      Ja, das musst du :D
      Mehrstufig bedeutet, das ein gutes Backupkonzept immer aus mehreren "Schichten" besteht - habe ich im Forum schon mal ausführlich erklärt, daher spare ich mir den langen Text.

      hpoperator schrieb:

      Ein Paralellzugriff würde nur stattfinden, wenn [...]
      Zwei Streams müssten eigentlich gehen, wenn es da doch zu Rucklern kommt, einfach den Puffer im Kodi hochdrehen ... die RasPi schaffen ja eh nur 30MiB/s über die LAN-Schnittstelle. Drei bis vier gleichzeitige Zugriffe auf eine physikalische Festplatte schätze ich als das Maximum ein, mit dem man noch leben könnte, allerdings fängt ja auch viel der RAM-Cache von Linux ab ... einfach ausprobieren.

      Sc0rp