No network interface(s) available nach SATA Karten einbau

  • Hallo zusammen,
    ich betreibe ein NAS das genau dem hier entspricht.
    Verbaut als Systemplatte ist der Mach Xtreme MX-ES series MXUB3SES 16GB.
    CPU ist der Celeron
    OS ist eine OMV 4
    Betrieb ist Raid 5 mit 6xHDD 3TB


    Das NAS läuft perfekt ohne fehler.
    Da nun der Speicher knapp wird, habe ich mir 2 weiter HDD's mit 3TB zugelegt.
    Als SATA-Controller habe ich mir einen SYBA "SI-PEX40062" zugelegt.
    Wenn dieser eingebaut ist, erkennt OMV den Netzwerkcontroller nicht mehr.
    Nach dem Booten steht da nicht mehr die zugehörige IP, sondern "No network interfaces) available"
    Nach einigen Tests, habe ich herausgefunden, das wenn ich ihn wieder ausbaue, das das Interface wieder normal geht.
    Habe auch mit und ohne HDD's geteset, immer das selbe Resultat.
    Mit eingebauter Karte geht es nicht, nach ausbau geht es normal.
    Da ich angst um meine Daten und OS habe, habe ich das ganze ohne Platten mit einer Neuinstallation von OMV (anderen Stick, habe zwei) ohne erfolg getestet.


    Kennt jemand solch ein Problem, bzw. kann mir Helfen?


    Danke
    Michael

  • Re,


    sicher das es der SYBA SI-PEX40062 ist und nicht der SI-PEX40064 ist? Bei dem 62er müsstest du ja den PCIe x16 "verschwenden" ...


    Ich kenne das Problem nicht, habe auch keinerlei Ansatzpunkt dafür, außer das entweder der Controller das Problem mitbringt, oder das Mainboard 'ne Macke hat (wobei hier auch eine BIOS/UEFI-Einstellung dran Schuld sein könnte).


    Ich weiß nicht genau, ob der Controller mit sowas wie "Busmastering" dem Netzwerkcontroller eine Lane klauen könnte ... da bin ich überfragt.


    Ich setze den 62er nicht ein, dafür den 64er massenhaft (1x im NAS, 4x im Medienarchiv) ... da gab es noch nie Probleme.


    Sc0rp

  • kannst du mal ein lspci -v posten. Vielleicht sieht man ja da schon etwas bezuüglich der PCI devices.

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • Hallo zusammen,
    ja es ist der SI-PEX40062, den PCIe x16 hatte ich ja eh nicht belegt, von daher ist es erst mal zu verkraften.
    Das System wurde bis jetzt ja ohne Probleme betrieben und es war auch alles neu (beim erstellen), von daher hoffe ich erstmal nicht auf einen Defekt.
    BIOS ist auf dem letzten Stand, aber Einstellungen könnten sicher ein Grund sein.


    Die Ausgabe von lspci -v
    Bild der Ausgabe


    Da das System ja nicht mehr im Netzwerk ist, habe ich die Ausgabe als Bild angehängt (Link)
    Es hängt nur ein kleiner Bildschirm am NAS, wo die komplette Ausgabe nicht drauf passte.
    Gibt es einen Befehl, der nur seitenweise die Ausgabe bringt?


    Michael

  • Das Bild zeigt schon die wichtige Information.
    Beide Controller, der SI-PEX40062, als auch das Ethernet von RealTek wird am PCIe erkannt. Das ist schon mal gut. Die Frage ist, wieso dann das Ethernet nicht funktioniert (gestartet wird)? Hat ja sogar einen Interrupt zugewiesen und der Kernel Driver dafür wurde geladen.
    was sagt ifconfig -a|more? (diesmal gleich seitenweise)
    wegen Interrupts bitte mal cat /proc/cpuinfo|more.


    eventuell dieselben Ausgaben, wenn es funktioniert (also ohne SATA Controller).

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • und bei Bild 2 vs. 6 sehen wir schon einen ganz wichtigen Unterschied:

    • Gutfall: device enp2s0
    • Fehlerfall: device enp3s0

    dann ist klar, was passiert ist. Die Installation ist auf enp2s0 gemacht worden. Auch in den Netzwerkdateien ist dieses Interface augeführt. Nach Einbau der neuen Karte, heisst es jedoch enp3s0. Das ist natürlich mehr als blöd, denn dann sind alle Initscripts falsch....
    Dazu gibt es aber wieder viel im WWW, siehe z,B. hier und hier.
    Das ganze scheint ein Problem zu sein, dass die Ethernetkarte über PICe angeschlossen ist (und nicht intern wie bei modernen Boards). Dadurch verschiebt sich die verwendete PCIe ID, wenn etwas gesteckt wird.


    damit kannst du theoretisch durch ersetzen des Devicenames alles wieder zum funktionieren bringen (dann muss die Karte aber drinnen bleiben, sonst hast du dasselbe Problem in der anderen Richtung). Eventuell reicht die Datei /etc/network/interfaces zu modifizieren. Ich würde mal diesen Weg gehen und mir es merken. Oder eventuell dort sogar beide Namen eintragen...
    Der zweite Link von oben zeigt eine andere Lösungmöglichkeit, nämlich wieder auf alten "eth0" Namen zu gehen. Der bleibt dann konstant.

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • Hallo zusammen,
    ich bin super Glücklich :)
    Du hast den Fehler gefunden.
    Ich habe in /etc/network/interfaces den namen angepasst.
    Nach einem Reboot kam die direkte Zuordnung der Karte.
    Das es zu solch einen Fehler kam, wundere ich mich aber doch.


    Auf jeden fall, euch beiden ein recht Herzliches Dank für die super Unterstützung. :thumbsup:


    Vielen Dank
    Michael

  • macht einem doch immer glücklich, wenn man jemanden hellfen kann.
    und dann umso mehr, wenn der dann so nett danke sagt.

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

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