Nextcloud mit MariaDB & phpMyAdmin jeweils im Docker (RasperryPi 3b+) gelöst

  • OMV4

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Nextcloud mit MariaDB & phpMyAdmin jeweils im Docker (RasperryPi 3b+) gelöst

    Hi. Nach mehreren Versuchen, die Tastatur zu zerstören, habe ich nun endlich einen Weg gefunden um Nextcloud, MariaDb & phpMyAdmin am Raspi im Docker zu nutzen. Ich betone, dass ich alles mittels Docker gelöst habe. Keine Installation von MysqL und kein Nginx im OMV4! Das benötigte Zubehör wird alles von den Dockern bereitgestellt! Fangen wir an. Als Erstes in OMV4 die Standard-Ports ändern auf 90 und 446. Das sollte man ohnehin machen.


    Einen Freigegebenen Ordner Namens appdata erstellen und mit SMB/CIFS (Samba) eine Freigabe für euren Rechner erstellen. Da könnt ihr dann weitere Ordner anlegen. Benutzerrechte beachten!

    Dann im Ordner appdata einen Ordner Namens MariaDB und einen Ordner Namens NextcloudConfig und einen Ordner Namens NextcloudData erstellen.


    Im OMV4 die jeweiligen Docker-Images herunterladen:

    lsioarmhf/mariadb
    lsioarmhf/nextcloud
    ebspace/armhf-phpmyadmin

    Für AMD/64-Systeme sind die Sachen anzupassen.

    Wir arbeiten nach der konventionellen Methode, wie man sie auch bei einer normalen Installation verwenden würde.


    Alle Docker Restart: always

    MariaDB-Image zuerst installieren


    Containername: mariadb

    Bridge Mode: Host Port: 3306 | Exposed Port: 3306

    Umgebungsvariablen hinzufügen --------------------------------------------------------------------

    PUID - 1000 (kann bei Euch abweichen – bitte im Terminal überprüfen mit: id pi ), (oder einen selbst angelegten Benutzer)

    PGID - 100

    TZ - Europe/Berlin

    MYSQL_ROOT_PASSWORD - Ein Root-Passwort für die Datenbank (merkt Euch das für immer)

    Volumes and Bind mounts hinzufügen --------------------------------------------------------------

    Host Path: /sharedfolders/appdata/MariaDB | Container Path: /config

    Speichern



    Dann das phpmyadmin-Image installieren



    Containername: mariadb | Netzwerkmodus: Host

    Umgebungsvariablen hinzufügen --------------------------------------------------------------------

    PMA_HOST - IP-Adresse Eures Servers

    PMA_PORT - 3306


    Speichern





    Dann im Browser: h t t p s : / / I P - A d r e s s e - E u r e s - S e r v e r s / p h p m y a d m i n

    (ich musste das so komisch schreiben - also die Leerstellen ignorieren)




    Anmeldung:


    Benutzername: root

    Passwort: Das, welches Ihr Euch für immer merken solltet



    Dann oben links auf „NEU“ klicken


    Neue Datenbank anlegen – Datenbankname nextcloud eingeben und „Anlegen“ drücken


    Dann im unteren Feld die Datenbank suchen und „Rechte überprüfen“ klicken. (Nicht die Datenbank selbst anklicken, sondern nur rechts auf „Rechte überprüfen“)




    NEU – Benutzer hinzufügen


    Benutzername: einen Benutzernamen, der Euch beliebt

    Host: %

    Passwort: Ein Passwort Eurer Wahl

    Passwort: Das Passwort wiederholen

    Runter scrollen und „OK“ klicken


    Fertig. phpMyAdmin kann geschlossen werden und wir gehen wieder zu OMV4-Docker.


    Und zuletzt das Nextcloud-Image installieren:




    Containername: nextcloud

    Bridge Mode: Host Port: 447 | Exposed Port: 443


    Umgebungsvariablen hinzufügen --------------------------------------------------------------------

    PUID - 1000

    PGID - 100

    Volumes and Bind mounts hinzufügen --------------------------------------------------------------

    Host Path: /sharedfolders/appdata/NecxtcloudConfig | Container Path: /config

    Host Path: /sharedfolders/appdata/NextcloudData | Container Path: /data



    Speichern

    Start im Browser: h t t p s : / / I P - A d r e s s e - E u r e s - S e r v e r s : 4 4 7
    (ich musste das so komisch schreiben - also die Leerstellen ignorieren)


    Administratorkonto anlegen

    Benutzername: admin

    Passwort: Ein Passwort Eurer Wahl


    Datenverzeichnis

    /data


    Speicher & Datenbank

    MySQL/MariaDB auswählen


    Datenbankbenutzer: Den Benutzernamen, den ihr vorhin bei phpmyadmin angelegt habt (nicht root!)

    Passwort: Das dazugehörige Passwort

    Datenbank-Name: nextcloud

    Localhost: ip-adresse-des-servers:3306


    Starten



    Achtung! Bei den Raspi’s kommt hier oft nach ca. 30 Sekunden die Fehlermeldung „504 Gataway Time-out“. Bitte lasst einfach die Fehlermeldung paar Minuten stehen! Die Festplatte schreibt im Hintergrund munter weiter und legt die Daten trotzdem an. An der Festplattenkontrollleuchte erkennt ihr, wann das System fertig ist. Für alle, die keine Anzeige haben, macht Euch `nen Kaffe oder so. Nach einigen Minuten könnt ihr das Browserfenster aktualisieren und der Login-Bildschirm von Nextcloud erscheint.

    Entdeckter Fehler: Ich konnte mich nur mit admin und dem Admin-Passwort anmelden und musste meinen Benutzer in Nextcloud nochmals anlegen. Das hatte ich, soweit ich mich erinnern kann, auf meinem Hauptsystem nicht. Könnte am Docker selbst liegen oder ich habe was übersehen. Wichtig ist, dass das so in der Zusammenstellung überhaupt erstmal funktioniert.



    Fazit: Es war ein Krampf, das Ganze zum Laufen zu bringen. Hat es sich gelohnt? Antwort ganz klar: Ja – eh – Nein – ich mein Jein :)



    Ich persönlich würde ganz speziell bei Nextcloud auf die Dockervariante verzichten (siehe übernächsten Post - das hier bezieht sich ganz speziell auf den Raspi und der gemachten Ersterfahrung). Allein, dass der Seitenaufbau im Browser immer paar Millisekunden bis Sekunden benötigt, nervt mich tierisch. Kann natürlich am Raspi selbst liegen. Und der Aufwand, bis alles funktioniert, ist auch nicht ganz ohne. Ich greife da lieber zu einer „LAMP“-Installation, wie sie meines Erachtens auf jedem Server gehört und setze Nextcloud ganz normal auf. Das sind aber nur meine eigenen Vorstellungen. Natürlich hat die Docker-Variante auch einen entscheidenden Vorteil. Das System bleibt „Sauber“, Und so lange die Community die Docker pflegt, ist das doch schon für einige Personen eine Alternative. Nur noch mal zur Info. Ich spreche hier nur allein von Nextcloud. An meinem Hauptsystem nutze ich Emby, Calibre-Web, Heimdall und Watchtower als Docker und demnächst versuche ich mich an "Smart-Home" auf Docker. Und das ist gut so. Nur bei Nextcloud habe ich da so meine bedenken...





    Ich hoffe, ich konnte den einen oder anderen einen Anstoß geben.








    LG Berti
    BS: OMV4 auf Debian Stretch
    SW: UnionFilesystem mfs, Snapraid, LEMP-Stack, rsync, Rsnapshot, Duplicati, SMB/CIFS, Fail2ban
    HW: MSI B350M MORTAR, Athlon 200GE, MSI Core Frozr L -Lüfter, IN WIN 301C Micro-ATX Gehäuse, 2x 4Gb Ram, be quiiet! Straight Power 10, Transcend 64Gb M.2 SSD als Cache, 64 GB SSD für System, 3x 4TB WD Red
    Docker: emby/embyserver, linuxserver/nextcloud, 3x wordpress, linuxserver/calibre-web, linuxserver/heimdall, vimagick/glances, v2tec/watchtower, mprasil/bitwarden

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Berti ()

  • Re,

    Berti schrieb:

    Ich persönlich würde ganz speziell bei Nextcloud auf die Dockervariante verzichten. Allein, dass der Seitenaufbau im Browser immer paar Millisekunden bis Sekunden benötigt, nervt mich tierisch.
    Ich habe NextCloud auf einem recht potenten System mit massig RAM nativ laufen - da dauert der Seitenaufbau auch. Liegt am System NextCloud (ist halt ne riesen App mit massig DB dran).

    Btw. - ich würde NextCloud immer versuchen zu dockern - nach meiner Aktualisierung von OMV3 (max. NC v13 möglich!) auf OMV4 bin ich nur am frickeln, meine Cloud wieder zum Laufen zu bekommen - bisher kein Erfolg. Das Problem hat man mit Docker nicht, zudem ist man dann Versionsunabhängig vom darunter liegenden System!

    Sc0rp
  • Hi Sc0rp.

    So langsam revidiere ich auch meine Ansicht. Ich habe mal auf die Schnelle (nach deinem Post) ein älteres Image auf meinen Hauptserver geladen, was noch unangetastet war. Alles geupdadet und dort die Docker installiert. Und da gibt es fast keine Unterschiede zur normalen Installation. Oder sagen wir mal so. Die Unterschiede sind vertretbar. Bei dem wichtigsten Argument für mich, dem Upload der Daten auf die Cloud, kann ich Geschwindigkeitstechnisch keine Unterschiede feststellen. Beide hantieren da mit 112Mb/s. Und der Seitenaufbau im Browser ist, wie ich schon anmerkte, vertretbar. Da merkt man dann doch den Unterschied zu dem Raspi. Das da der Upload bedeutend länger dauert, als beim Hauptsystem, ist eigentlich logisch. Nur USB2, der Controller bearbeitet gleichzeitig USB und LAN und 1GB Ram fordern Tribut. Ich werde mir die Tage mal Gedanken machen. Vielleicht doch auf den Raspi 4 warten oder gleich den ODROID-XU4Q ordern. Mal schauen. Ich teste halt gern Systeme.



    Gruß Berti
    BS: OMV4 auf Debian Stretch
    SW: UnionFilesystem mfs, Snapraid, LEMP-Stack, rsync, Rsnapshot, Duplicati, SMB/CIFS, Fail2ban
    HW: MSI B350M MORTAR, Athlon 200GE, MSI Core Frozr L -Lüfter, IN WIN 301C Micro-ATX Gehäuse, 2x 4Gb Ram, be quiiet! Straight Power 10, Transcend 64Gb M.2 SSD als Cache, 64 GB SSD für System, 3x 4TB WD Red
    Docker: emby/embyserver, linuxserver/nextcloud, 3x wordpress, linuxserver/calibre-web, linuxserver/heimdall, vimagick/glances, v2tec/watchtower, mprasil/bitwarden
  • Re,

    naja, "Performance" ist beim RaspPi ja eh kein (Diskussions-) Thema ... :D

    Btw. finde ich eh ziemlich krass, das man 'ne private Cloud auf einem 40€-Gerät VOLLSTÄNDIG laufen lassen kann ... das ist schon ein ordentlicher technologischer Fortschritt! Man sollte auch niemals vergessen, das der RaspPi eine Bastelplatine ist - und da erfüllt gerade auch in solchen Szenarien voll und ganz seinen "Bildungsauftrag".

    Was die Performance vom RaspPi angeht, kann man aber durchaus mittlerweile auf jede Menge potentere Systeme zurück greifen - da ist fleißend nach oben (klassische x86 Hardware) ja keine Grenze gesetzt.

    Und das einzige Problem, was ich derzeit mit dem Dockern von NextCloud habe, beschränkt sich darauf, wie man die Browser-Konfig im Container "härten" kann ... mein damals zusätzlich installierter Apache2 wurde ja von mir auf Sicherheit getuned.

    Sc0rp
  • Danke für die Super Anleitung, leider habe ich ein Problem nach der Installation.

    Nach der Abschließung der Installation kam folgender Fehler:

    Fehler

    • Dein Datenverzeichnis kann von anderen Benutzern gelesen werden Bitte ändere die Berechtigungen auf 0770, sodass das Verzeichnis nicht von anderen Benutzern angezeigt werden kann.
    Bin leider neu und stehe nun an wie ich die Rechte änder. Könnt ihr mir da weiterhelfen?


    Danke im vorraus
    Schmidt
  • Oder im Freigegeben Ordner, wo du die Nextcloud-Freigabe liegen hast, über ACL bei andere einfach "keine" wählen. Siehe Bild.




    LG Berti
    BS: OMV4 auf Debian Stretch
    SW: UnionFilesystem mfs, Snapraid, LEMP-Stack, rsync, Rsnapshot, Duplicati, SMB/CIFS, Fail2ban
    HW: MSI B350M MORTAR, Athlon 200GE, MSI Core Frozr L -Lüfter, IN WIN 301C Micro-ATX Gehäuse, 2x 4Gb Ram, be quiiet! Straight Power 10, Transcend 64Gb M.2 SSD als Cache, 64 GB SSD für System, 3x 4TB WD Red
    Docker: emby/embyserver, linuxserver/nextcloud, 3x wordpress, linuxserver/calibre-web, linuxserver/heimdall, vimagick/glances, v2tec/watchtower, mprasil/bitwarden
  • Dafür bräuchte man etwas nähere Informationen, was du von wo nach wo und wie/womit verschoben hast. Ich kann dir grad nicht so richtig folgen, was du genau gemacht hast.

    LG Berti
    BS: OMV4 auf Debian Stretch
    SW: UnionFilesystem mfs, Snapraid, LEMP-Stack, rsync, Rsnapshot, Duplicati, SMB/CIFS, Fail2ban
    HW: MSI B350M MORTAR, Athlon 200GE, MSI Core Frozr L -Lüfter, IN WIN 301C Micro-ATX Gehäuse, 2x 4Gb Ram, be quiiet! Straight Power 10, Transcend 64Gb M.2 SSD als Cache, 64 GB SSD für System, 3x 4TB WD Red
    Docker: emby/embyserver, linuxserver/nextcloud, 3x wordpress, linuxserver/calibre-web, linuxserver/heimdall, vimagick/glances, v2tec/watchtower, mprasil/bitwarden