NAS/Server/Web-Host Eigenbau

  • Moinsen,


    nach viel Leserei und Überlegung habe ich ein System zusammen gestellt, welches die geforderte Leistung sicherlich bringt, aber mir etwas überdimensioniert erscheint.


    Ausgangslage ist der Gedanke ein NAS für zu Hause als Lagerort für Filme, Serien, Dokumente, Fotos usw aufzubauen. Da meine Frau die Fotografie mittlerweile fast professionell betreibt, kommen da einige TB an Fotodaten zusammen. Diese werden händisch 2x im Monat auf ein externes Laufwerk als Backup gespiegelt. Die Serien und Filme werden von Kodi der auf Fire Tv Box und Stick läuft abgerufen. Backup ist dafür nicht nötig. Falls was weg ist wird es neu runter geladen. Dokumente werden 2x im Jahr auf eine externe Platte gespiegelt als Backup. Da passiert nicht viel. Mit Hilfe einer TV Karte (https://geizhals.de/digital-devices-cines2-v7a-a1584485.html) sollen Sendungen aufgezeichnet werden die ich dann über Kodi abrufen will. Ein Kabel zum Multischalter liegt bereit.
    Da ich das alles gerne getrennt ablegen möchte, habe ich dieses Gehäuse (https://geizhals.de/inter-tech…191-a1480037.html)gekauft das dann im Netzwerkschrank im keller verschwindet. Es hat 8 Hot-Swap Buchten. Jeweils eine Platte für Filme, Serien, Dokumente, private Fotos und Filme aus den Urlauben, TV-Aufnahmen und 2 Platten für die Fotos meiner Frau. 1 Platz als Reserve für die spätere Website.
    Als MB dachte ich an ein neues Supermicro (https://geizhals.de/supermicro…4779.html?hloc=at&hloc=de)
    Als RAM 2x (https://geizhals.de/crucial-di…4112.html?hloc=at&hloc=de)
    Als Platte für das OS (https://geizhals.de/intel-opta…1563.html?hloc=at&hloc=de)
    Als CPU (https://geizhals.de/intel-xeon…9202.html?hloc=at&hloc=de)
    Kabel für die Platten vom Gehäuse zum Mainboard (https://www.amazon.de/gp/product/B013G4EQOM/ref=oh_aui_detailpage_o00_s01?ie=UTF8&tag=hardwarelux00-21&tag=hardwarelux00-21&psc=1)


    Als Basis OS dachte ich an Proxmox. Da soll dann OMV drauf laufen. Später möchte ich für meine Frau eine Website erstellen die dann auf diesem Sytem gehostet wird. Diese Website soll wie für einen Fotografen sein. Es wird also Platz für viele Vorschaubilder gebraucht. Geschwindigkeit haben wir. Upload aktuell 38Mbit.


    Jetzt brauche ich Eure Meinungen und Tipps. Wo plane ich zu überdimensioniert? Oder gibt es bessere Hardware? Ich muss dazu sagen, das System soll möglichst die nächsten 10-15 Jahre so bleiben wenn nix kaputt geht ;)


    Wo ich momentan gar nicht weiter weis, ist die Stromversorgung. Was für ein Netzteil nehme ich?

  • Re,


    das Projekt ist schon sehr "ambitioniert" ... aber:

    Da meine Frau die Fotografie mittlerweile fast professionell betreibt, kommen da einige TB an Fotodaten zusammen.

    LoL ... Nope ... xD


    Aber mal abgesehen davon, ist die o.g. Hardware schon recht hoch angesetzt:
    - Xeon ... brauchst du nur, wenn du Transkoden musst, ansonsten reicht auch ein i3, oder ein Pentium Dicke aus
    - Intel Optane 32GB als System-Laufwerk? Für ca. 48€ bekommt man derzeit 120/128GB-M.2-SSDs ... die bieten mit 4x soviel Platz nicht nur mehr Raum für Spielereien (Docker-Container, Caching, ...) sondern auch mehr "Lebenserwartung" durch mehr freie Blöcke für das Wear-Leveling (die TBW sind da nur begrenzt aussagekräftig). Ich würde ja sogar soweit gehen, das eine Samsung EVO immernoch genügend "Endurance" für dein Projekt bietet ... aber auch eine ganz klassische 2,5z SSD würde den Zweck erfüllen und kostet weniger als ein M.2-Modul ...
    - Proxmox als Unterbau? Warum das? Um dann jede Platte auch noch händisch an OMV durchreichen zu müssen?
    - Über den Speicherausbau könnte man auch diskutieren, m.E.n. reicht hier erst Mal ein 16GiB-Modul völlig aus ...


    Zudem würde ich mir auf jeden Fall ernste Gedanken über das Backup-Konzept machen ... händisch 2x im Monat und keine Redundanz im Speichersubsystem entsprechen ganz sicher nicht dem Anspruch:

    Da meine Frau die Fotografie mittlerweile fast professionell betreibt,

    Da muss auf jeden Fall etwas Anderes her ... im Speichersubsystem als auch im Backup-Konzept.


    TV-Aufnahmen und andere Medien muss man nicht Backuppen, auch Redundanz kann man weglassen, wenn einem das Zeuch nicht wichtig ist - das passt schon, allerdings bei den Dokumenten würde ich das Backup-Konzept auch überarbeiten!


    Ich würde hier vorschlagen, ein Mischkonzept zu fahren - für die Dokumente und Fotos und andere private Sachen würde ich ein RAID5 (oder ZFS-Z1) nehmen - einfache Redundanz schützt einen vor dem Zeitfaktor, besonders wenn man im Lieferzwang ("professionelle Fotografie") ist. Zudem erhöht ein R5 die IOPS (sprich gleichzeitige Zugriffe) und wäre auch erweiterbar. Nachteil wäre hier der erhöhte Strombedarf, weil alle Platten (Memeber) des Verbundes laufen, sobald darauf zugegriffen wird - aber Stromsparen ist jetzt nicht der Fokus deiner Hardware. Auf diesem R5 wird dann auch die Webseite gehostet/abgelegt. Natürlich braucht man hier für verschiedene "Verzeichnisse" zusätzlich verschiedene automatisierte(!) Backup-Konzepte ... rsnapshot/rsync als Lesetipp, zudem es sollte mehrere Ziele geben (lokal einen Wechseldatenträger ala USB-Platte, entfernt ein anderes System (ggf. eine andere Cloud).
    Die anderen Sachen könnte man auf Einzelplatten ablegen und ein Pooling (mergerfs) drüber legen, damit man nicht so viele Mountpoints pflegen muss ... ist aber Ansichtssache.


    Und das Proxmox-Thema solltest du auch noch Mal detailliert darlegen ... einen Hypervisor zu nutzen um dann noch extra die Platten einzeln an eine VM durchzureichen ist kein gutes Konzept, konterkariert es doch total den Virtualisierungsansatz ...
    Zudem laufen u.U. die Platten durch den Hypervisor ständig ...


    Sc0rp

  • @Sc0rp
    Moinsen,



    Du sagst "Aber mal abgesehen davon, ist die o.g. Hardware schon recht hoch angesetzt"


    vielen Dank für Deine Anmerkungen. Dementsprechend habe ich mal etwas angepasst. Denkst Du ich könnte noch mehr verbessern? zB beim strom sparen. Bekomme ich ausreichend Leistung auch für weniger Strom?


    CPU: https://geizhals.de/intel-pent…vl=de&hloc=at&hloc=de&v=e
    OS Platte: https://geizhals.de/samsung-ss…9116.html?hloc=at&hloc=de ne normale SSD will ich eigentlich nicht, da ich die S-ATA Anschlüsse für die Laufwerke brauche.
    RAM dann den genannten, aber nur einmal. Falls es knapp werden sollte, dann kann ich ja nachkaufen.


    Das MB und der Rest bleiben wie oben.


    Bin bei Intertech noch auf interessante Kabel gestoßen. K104AG1 - Inter-Tech GmbH
    Kann ich hier vielleicht über den USB3.1 noch zusätzliche Festplatten einbringen? Sozusagen als "USB Stick" Hätte da noch eine 512GB S-ATA SSD die sich gut als Zwischenspeicher eignen würde. Das Board hat ja genügend Anschlüsse dafür.


    Was den Aufbau angeht, ich dachte das ich die einzelnen Platten jeweils im Heimnetzwerk verfügbar mache, sodass ich auch vom normalen Hausrechner darauf zugreifen kann. Für die Platte mit den Fotos wird dann eben auch eine zusätzliche Freigabe zum System der Website eingerichtet. Die anderen Platten brauchen da nicht zu erscheinen. Die Platte mit den Dokumenten soll nur für den Hausrechner erreichbar sein. Filme, Serien und Familienfotos für KODi und den Hausrechner. TV-Aufnahmen nur für KODi. usw.


    Aktuell liegen ca 8,5TB an Fotodaten vor. Wenn ich 2x 14TB Platten nehme und die als RAID 5 einrichte für die Fotos, hab da bald auch keinen Platz mehr. So in 2 weiteren Jahren sind die dann auch voll.


    Was die OS´s angeht, ich dachte die verschiedenen VM´s auf einer großen M2 SSD zu installieren, deswegen das Proxmox als Basis weil ich da alles unterbringen kann. Die Platten sollten eigentlich bei nichtnutzung in den Schlaf gehen.


    Automatisierte Backups brauche ich dann nur für die Sytemplatten. Für die Fotos reicht das Raid 5 was du vorgeschlagen hast und das händische sichern aus. Die Dokumente sind wirklich zu vernachlässigen. Liegt auch alles noch als Papier vor :huh:


    Für die Website würde ich dann vielleicht noch die 2te M2 Schnittstelle nutzen und diese dort separat ablegen. Zugriff auf die Fotos kann ich dann einrichten, obwohl es eher um kleiner Vorschaubilder geht. Platz ist da nicht soooo wichtig, eher geschwindigkeit.


    Ich hoffe das kommt nicht alles zu wirr daher. Welcher Aufbau würde Dir denn vorschweben? Also welches Basissystem? Und wie dann die einzelnen Bereiche realisieren?


    Anbei mal noch die aktuelle Zugriff und Geräte Planung. Für die Aufnahmen der Überwachungskameras fehlt mir momentan noch der Platz 8|*kopfkratz*

  • Re,

    Was die OS´s angeht, ich dachte die verschiedenen VM´s auf einer großen M2 SSD zu installieren, deswegen das Proxmox als Basis weil ich da alles unterbringen kann. Die Platten sollten eigentlich bei nichtnutzung in den Schlaf gehen.

    Welche VM's? Ich sehe hier keine Anderen ...


    Du musst dir bei einem NAS als auch bei einem Hypervisor mal die Layer-Struktur vergegenwärtigen:


    Hypervisor (Proxmox):
    L1: Bare-Metal-Hardware
    L2: Hypervisor-OS (virtualisiert ALLES, also eigentlich auch den Festplattenplatz!)
    L3: VMs (die dann ihre Ressourcen inkl. Festplattenplatz vom Hypervisor zugeteilt bekommen)
    (natürlich kann man alles Mögliche noch umkonfigurieren und am Hypervisor vorbeischleusen, aber das bricht eben das Virtualisierungskonzept auf und ist meist suboptimal für das gesamte Konstrukt)


    NAS:
    L1: Bare-Metal-Hardware
    L2: NAS-OS (verwaltet alle Ressourcen inkl. Festplatten(platz))
    L3: Benutzer (bekommen vom NAS-OS ihre "Ressourcen" zugeteilt - meist sind das Verzeichnisse/Freigaben)
    (ich habe das hier bewusst einfach gehalten - das NAS-OS bietet ebenfalls Hypervisoren für VMs an, welche ebenfalls ihre Ressourcen vom NAS-OS bekommen)


    Beide Konzepte haben Vor- und Nachteile aber auch verschiedene Ansprüche/Zielgruppen.


    Im Heimbereich halte ich das "NAS-Konzept" aus Stromspargründen und einfacherer "Mischnutzung" für einfacher aufsetzbar, das "HV-Konzept" ist deutlich professioneller angelegt und erkauft sich seine Flexibilität und Stabilität mit Strom und höheren Anschaffungskosten (größere CPU, mehr RAM, ...).


    Bekomme ich ausreichend Leistung auch für weniger Strom?

    Das kommt darauf an, ob dein NAS transkodieren muss - die Frage hatte ich oben schon gestellt!


    Mein Medienarchiv hat mit seinem Pentium G4400 ausreichend Leistung für den (reinen) Dateitransfer, mein NAS mit einem i3-6100 langweilt sich meist, hätte aber Luft für 1-2 Transkodings ... je nach Auflösung. Es ist übrigens völlig in Ordnung, wenn die CPU-Last eines Systems mehrere Stunden 100% hat - solange du weißt warum (!) und es nicht außerhalb der "Wartungszeit" ist (bzw. deine Arbeit behindert) ... mein Medien-Archiv schwitz sich regelmäßig mehrere Stunden voll, wenn es die SnapRAID-Parität überprüft, aber erstens habe ich die Zeit so gelegt, das es niemanden beeinträchtigt (Montags ab 6:00 Uhr ist eh keiner zH) und zweitens könnte ich Datein trotzdem "kopieren" (Job-Prio = niedrig)


    "Ausreichend Leistung" bezieht sich ja auch auf das Feature-Set bzw. dessen (intensive) Nutzung der CPU, gff. auch iGPU ... zusätzliche Feature-Einheiten verbrauchen auch im Prozessor zusätzlichen Strom. Vorteil an gesockelten CPUs ist, das man sie tauschen kann - und das würde ich auch machen (klein anfangen und schauen).


    Bin bei Intertech noch auf interessante Kabel gestoßen. K104AG1 - Inter-Tech GmbH
    Kann ich hier vielleicht über den USB3.1 noch zusätzliche Festplatten einbringen? Sozusagen als "USB Stick" Hätte da noch eine 512GB S-ATA SSD die sich gut als Zwischenspeicher eignen würde. Das Board hat ja genügend Anschlüsse dafür.

    Würde ich nicht machen ... die USB zu SATA Geschichte ist voller leidhafter Erfahrungen. Besser einen SATA-Controller einbauen: SI-PEX40064, oder SI-PEX40071 (Achtung: PCIe x2-Slot!) laufen hervorragend (habe Beide im Einsatz).


    Für die Website würde ich dann vielleicht noch die 2te M2 Schnittstelle nutzen und diese dort separat ablegen. Zugriff auf die Fotos kann ich dann einrichten, obwohl es eher um kleiner Vorschaubilder geht. Platz ist da nicht soooo wichtig, eher geschwindigkeit.

    Davon wird eh das Meiste im RAM zwischengespeichert, von daher könnte man die Webseite auch auf einer normalen HDD ablegen. Meine Cloud liegt auf einem 4xHDD-R5, und da merkt man keine "Verzögerung". Da ist viel wichtiger, wie die Webseite intern aufgebaut ist!


    Anbei mal noch die aktuelle Zugriff und Geräte Planung. Für die Aufnahmen der Überwachungskameras fehlt mir momentan noch der Platz

    Sehr schön visualisiert - damit kann man arbeiten.


    Warum darf dein Windows-PC und deine Mobiles nicht auf die Musik zugreifen?
    Schaust du keine Filme/Serien auf deinem Windows-PC?


    Ich sehe auf dem "unteren" Balken aber nur "klassische Freigaben" (denke daran, das das NAS-OS das Mapping zw. "Hardware" = HDD und Freigabe übernimmt, welches Du konfigurierst). Insofern könnte man den "oberen" Balken auch als verschiedene "Benutzer" sehen, Beides richtet man auf dem NAS ein und verteilt die Rechte entsprechend.
    Es gibt insbesondere bei den Freigaben im Samba auch die Option "valid users = <Benutzer1>, <Benutzer2>" ... sowie natürlich sämtliche Linux-Rechte und ACL-Tricks ...


    Ich würde versuchen, das Bild mal auf "Benutzer" und "Freigabe" umzubauen, dann findest du auch ganz leicht den Platz für die Ü-Cams ;)


    Sc0rp


    ps / Edit: Axo, ganz vergessen, wenn der "Benutzer" ein Recht auf eine Freigabe hat, ist es dann auch egal, von welcher Hardware er kommt! D.h. mit den gleichen Credentials (= Benutzer) darfst du dann von überall "lesend" auf die Freigabe "Musik" zugreifen.

  • @Sc0rp


    zum Betriebssystem: also OMV als Basis und über die Plugins dann die diversen Anwendungen.


    Anschlüsse: also eine Controller Card mit 4 S-ATA Ports reicht aus. Da kommen 3 HDD´s dran für verschmerzbares und eine SSD als Cache


    Website: kommt auf eine partitionierte 512GB SSD zusammen mit den Dokumenten. Die Dokumente sind aktuell keine 2GB an Platz


    Musik hören wir hier fast nur Radio. Ab und zu über iTunes auf dem PC von der Platte, aber selten. Filme und Serien nur auf dem TV und ab und zu Tablet.


    Fotos jetzt auf einem RAID 5 mit 4 x 6TB HDD. Ergibt 18TB nutzbaren Platz.


    Habe die Grafik mal neu gemacht. Die Freigaben kommen dann von OMV für die einzelnen Nutzer bzw Plugins. Korrekt?


    Wichtig ist mir noch das verschieben der neuen Fotos. Aktuell ist geplant im Wohnzimmer nur einen kleinen Mini-PC per Vesa Halterung am Desktop anzubringen. Für surfen und die Browserzugriffe aufs NAS. Nun will ich nicht jedesmal in den Keller wenn neue Fotos da sind um die zu verschieben. Ich könnte eine direkt Leitung von einem USB am Mainboard ins Wohnzimmer legen. Da gibt es ein altes Leerrohr. Sind ca 8-10m. Da dann einen SD Cardreader dran. Geht das? Lohnt das? Oder besser den Cardreader an den Mini-PC und dann übers Netzwerk verschieben?



  • Re,

    Die Freigaben kommen dann von OMV für die einzelnen Nutzer bzw Plugins. Korrekt?

    Ja. Du bestimmst das aber konfigurativ in der WebGUI ...


    Habe die Grafik mal neu gemacht.

    Jo. Auf den ersten Blick verwirrend ... aber passt.
    Ganz schön viele Einzellaufwerke ... ich würde auf jeden Fall I noch gegen H tauschen. Mainboard-Anschlüsse sind zu bevorzugen.


    Ich würde aber das Layout ein wenig "straffen":
    A) bleibt
    B) Cache-SSD (nicht wirklich benötigt, ggf. einfach freihalten)
    C-F) R5 für "Fotos", "OwnCloud" und "Privates/Dokumente" nehmen, bei Bedarf dann auf G und H erweitern. Die entsprechenden Use-Cases durch Freigaben und entsprechende Rechte trennen.
    I-K) dann für "Medien-Sammlungen" nutzen (Pooling via mergerfs mit "mfs" inkl. TV-Aufnahmen) - auch hier könntest du mit 1-2x 8TB starten und sukzessive erweitern.


    Ob du dann die Ü-Cam auf das R5 schreiben lässt (sicherer Store / eigene Freigabe) oder auf die "Medien-Sammlung" (weniger sicherer Store) musst dir da noch überlegen ... Beides ist möglich, Beides hat Vor- und Nachteile:
    Ü-Cam @ Einzel-HDD: hält das R5 nicht ständig am Laufen aber die Aufnahmen sind nicht redundant
    Ü-Cam @ R5: wahrscheinlich hält die Aufnahme das R5 ständig am Laufen (was natürlich die anderen Freigaben ebenfalls am Laufen hält), dafür haben die Aufnahmen Redundanz ...


    Wahrscheinlich müsstest du für die vier zusätzlichen Platten (SATA-Controller) noch Einschübe generieren, oder auf das Inter-Tech 4U-4410 wechseln ... oder günstiger auf das Inter-Tech IPC 4U-4129-N.


    Sc0rp

  • @Sc0rp


    ich hatte gedacht das was verschmerzbar ist, an den Controller zu hängen. ok, den Cache würde ich dann vielleicht noch als M2-SSD einbauen. Es sind auf dem Board 2 M2 Anschlüsse. 1x shared mit PCIe x4 (den will ich nicht nehmen. An diesem hängt ja die TV karte) und 1x M.2#2 is shared with U.2 (was ist U.2???? Finde dazu nix in der Beschreibung vom Board. Ist das einer der USB internen Anschlüsse??)


    Mit der Menge an Laufwerken wollte ich auch die Ablage physisch trennen. Die Fotos sollen ganz alleine liegen. Nix anderes dazwischen. Den Rest dann mal entsprechend Deiner Vorschläge aufgeteilt. Die beiden Gehäuse die Du empfiehlst sind zu tief für meinen Schrank im Keller. Auserdem hab ich das 4U-4408 schon gekauft :rofl::rofl: Wie ich die nun noch 2 Platten am Controller unterbringe muss ich mal schauen. Intern hab ich Platz für mindestens 1x 3,5" plus 1x 2,5" (Bauhhöhe max 9.5mm) So könnte ich die System Platte als 2,5" mit max 9.5mm nehmen und hab dann einen Schacht vorne und 1 Platz intern für 3,5"
    Oder 2x SSD intern, also A und F und die restlichen in die Hotswap-Buchten. Muss ich nur bei der Verkabelung aufpassen =O


    Was denkst Du zu dem verschieben der Fotos? Cardreader direkt über langes Kabel zum USB oder per Netzwerk?




  • Re,

    Mit der Menge an Laufwerken wollte ich auch die Ablage physisch trennen. Die Fotos sollen ganz alleine liegen.

    Warum? Das ergibt aus der Sicht des Systems keinen Sinn ... und somit auch für niemand Anderen. Daher ist es besser, die Ablage (das Speichersubsystem) nach den "benötigten" Features zu gruppieren - hier Redundanz und IO-Skalierung durch einen RAID-Verbund, wenn du es ganz sicher magst, geht auch ZFS-Z1 (muss man aber viel lernen :P).


    Aufbau mal theoretisch:


    Wo die Daten liegen ist dem System egal ... auch dem Hacker ;), von daher sind viele einzelne Platten nur mehr Aufwand - weder mehr Sicherheit noch Redundanz.


    Wie ich die nun noch 2 Platten am Controller unterbringe muss ich mal schauen.

    aus einem alten ATX-Gehäuse die 3,5z-Schächte raustrennen oder entsprechende Rahmen kaufen ("3in2") - die könnten noch vor das Mainboard (hochkant?) passen?


    Was denkst Du zu dem verschieben der Fotos? Cardreader direkt über langes Kabel zum USB oder per Netzwerk?

    Naja, normalerweise hat man ja eine "Workstation" für das Postprocessing der Bilder ... mit Cardreader. Und damit kopiert man zuerst die RAW's 1x auf den Server und 1x auf die Workstation ... dann startet man das Postprocessing, kopiert die fertigen Bilder zusätzlich auf den Server und startet das Backup (RAW's und fertige Bilder -> Backup-Ziel(e).


    Also ja, Cardreader sollte per Netzwerk (Freigabe + Rechte!) angebunden sein, nicht per USB ... mit USB muddu ja jedesmal den Server/NAS zur Workstation machen ... und dann noch "remote" kontrollieren, ob die Bilder alle korrekt rüber gekommen sind :P


    1x shared mit PCIe x4 (den will ich nicht nehmen. An diesem hängt ja die TV karte) und 1x M.2#2 is shared with U.2 (was ist U.2???? Finde dazu nix in der Beschreibung vom Board. Ist das einer der USB internen Anschlüsse??)

    Ist quasi die moderne SATA-Buchse ... nur eben für NVME_Datenträger ... also ein "externer" Anschluss für PCIe 3.0 x4 ... siehe:
    - https://de.wikipedia.org/wiki/NVM_Express
    - https://de.wikipedia.org/wiki/U.2


    Sc0rp

  • Guten Morgen @Sc0rp,


    Du schreibst: "Warum? Das ergibt aus der Sicht des Systems keinen Sinn ... und somit auch für niemand Anderen."
    Ich habe das Gehäuse explizit wegen der Hot-Swap Buchten gekauft. Wenn ich alle Fotos NUR auf diesen bestimmten Festplatten ablege und nichts anderes darauf ist, kann ich im Falle des Falles diese 4 Platten ziehen und habe alle Fotos auf einmal. Deswegen auch die physische Trennung. Dokumente und privates legen auch in der Cloudsicherung von Tante G. Die Fotos sind hier das wichtigste.


    "aus einem alten ATX-Gehäuse die 3,5z-Schächte raustrennen oder entsprechende Rahmen kaufen ("3in2") - die könnten noch vor das Mainboard (hochkant?) passen?"
    Das ist ne gute Idee. Schaue ich mir an wen ich mit dem zusammenbau anfange.


    "Naja, normalerweise hat man ja eine "Workstation" für das Postprocessing der Bilder ... mit Cardreader." Das wird in diesem Fall ein MacBook sein. Also verschieben übers Netzwerk. Dachte das das direkte Verschieben schneller geht *kopfkratz*


    Den U2 brauche ich momentan nicht, also kann die M2 an diesen Anschluss.



    So, dann also die folgende Hardware mit 2x RAID5 an den S-ATA Ports (1x 4 Platten, 1x 3 Platten), separater Platte für OS am S-ATA (512GB SSD), 1xSSD als Cache am M2 (512GB Samsung), Festplattenpool via mergerfs am Controller (2x HDDa 8TB) und OMV als OS
    Arbeitsspeicher wird bei Bedarf nachgerüstet. CPU bei Bedarf aufgerüstet. PCIe Plätze belegt mit S-ATA Controller und TV-Karte. Bleibt Platz für zukünftige Aufrüstung, zB mit 10GB LAN Karte.


    Vielen Dank an @Sc0rp für seine Hilfe und Geduld. Werde mich jetzt mal auf die Suche nach der Hardware machen. Schnäppchenjagd beginnt :thumbsup:


    Frohe Weinachten und einen guten Rutsch!!!! Ich melde mich mit updates. Aber erst nächstes Jahr.


    https://geizhals.de/inter-tech…08-88887191-a1480037.html
    https://geizhals.de/supermicro…4779.html?hloc=at&hloc=de
    https://geizhals.de/intel-pent…vl=de&hloc=at&hloc=de&v=e
    https://geizhals.de/crucial-di…4112.html?hloc=at&hloc=de
    https://geizhals.de/digital-devices-cines2-v7a-a1584485.html
    https://geizhals.de/syba-si-pex40064-a1398471.html
    https://geizhals.de/samsung-ss…9116.html?hloc=at&hloc=de
    https://geizhals.de/be-quiet-s…3697.html?hloc=at&hloc=de

  • Re,

    Dachte das das direkte Verschieben schneller geht

    Möglicherweise, aber du musst ja die Steuerung vom NAS aus machen - und auf 8-10m Kabel ist USB deutlich einem Cat.5+-Kabel unterlegen, ob du da den "vollen" Speed über das USB-Kabel bekommst, könnte sein, muss aber nicht. Bei LAN bekommst du immer den vollen Speed über das Kabel!


    Ich habe das Gehäuse explizit wegen der Hot-Swap Buchten gekauft.

    Ja. Das kenne ich ... die Mär vom "dringend benötigten HotSwap". Hab ich selber auch durch, kostet viel - bringt aber nicht wirklich Etwas für unser Nutzungsszenario ... der Anwendungsfall ist viel zu selten. Und daher halte ich "Auseinanderschrauben" für deutlich zielführender, weil man dann auch gleich Mal die Kiste einer Sichtprüfung und einer Reinigung unterziehen kann :D. Ist ein Erfahrungswert ... siehe mein Fuhrpark.


    Wenn ich alle Fotos NUR auf diesen bestimmten Festplatten ablege und nichts anderes darauf ist, kann ich im Falle des Falles diese 4 Platten ziehen und habe alle Fotos auf einmal.

    Warum sollte man im Falle des Falles nur diese vier Platten ziehen - und warum sollten dann nicht auch gleich alle anderen Sachen mit drauf sein? Und warum können im Falle des Falles nicht auch 6 Platten gezogen werden? Raff ich nicht ...


    EDIT: natürlich sollte man sich IMMER die Zuordnung SATA-Port <-> Festplatte (ID und Seriennummer) merken und ggf. die SN auch außen auf die Platte kleben/schreiben ... das macht ein Festplattentausch relativ einfach, ansonsten muss man alle HDDs rausnehmen um die "Kaputte" "auszuschließen".


    Im Falle des Falles solltes du zuerst dein Leib und Leben sichern und die Daten sollten in einem schneller transportablen Backup liegen, Welches man dann gleich schnappen kann, ohne erst in den Keller rennen zu müssen ... wer Wert auf seine Daten legt, sollte beim Backup ganz besonders diszipliniert sein, ggf. auch georedundant sichern ... (Cloud wäre ein Möglichkeit, aber Root-Server, zweites (Billig-) NAS und mehrere USB-Festplatten bei Freunden/Familie gehen auch) - aber Festplatten erst aus dem Server pullen ist keine Lösung!


    Sc0rp


    ps: ich habe einen eigenen Backup-Server im Keller, als auch eine georedundante Sicherung (NAS in der Familie). Einen Festplattenkoffer habe ich auch ...

  • Warum? Das ergibt aus der Sicht des Systems keinen Sinn ... und somit auch für niemand Anderen.

    Ist ehrlich gesagt ein Spleen meiner Frau. Aktuell habe ich alle ihre Fotos zusätzlich DREI mal gespeichert auf 2 externen Festplatten und einem NAS bei den Schwiegereltern. Sie will es so. Soll sie. Und ich bekomme was ich will. Niemand meckert bei 1200-1500 für einen Speicher :rofl::rofl:

  • Re,

    Aktuell habe ich alle ihre Fotos zusätzlich DREI mal gespeichert auf 2 externen Festplatten und einem NAS bei den Schwiegereltern.

    Na das sind doch beste Voraussetzungen:
    - 1x rsync/rsnapshot auf das NAS bei den Schwiegereltern (via ssh) -> 2x/Tag
    - 1x rsync/rsnapshot/(händisch) auf eine NAS-lokale externe Festplatte -> 1x/h
    - 1x händisches Backup auf eine zweite externe Festplatte (z.B. am MAC) -> 1x/Woche


    Backup-Konzept fertig ... :D (ggf. Zeiten feiner granulieren)


    Sc0rp

  • Re,


    um welche Bandbreiten geht des denn Konkret? (dein DL/UL und das Familien-DL/UL reicht mir als Angabe)


    Musst halt dann mal rechnen, ob ihr einen "normalen Workload" (aka Fotosession) in einer Nacht über die Leitungen bekommt (so 22-6 Uhr i.d.R., evtl. abends etwas später und/oder morgens etwas länger :P) ... schnellere Leitung ist immer gut.


    Sc0rp

  • Moinsen @Sc0rp und ein frohes neues Jahr,


    ich habe nun dank deiner Mithilfe das NAS zusammengebaut. Aktuell ist nur die folgende Hardware drin.


    Board: Supermicro X11SCA-F
    CPU: Intel bx80684g5400 Prozessor Pentium G5400 Coffee Lake 3,7 GHz/3MO lga1151
    RAM: Crucial CT16G4WFD8266 16GB DDR4 2666MHz ECC Speichermodul, CT16G4WFD8266
    1. Platte: Samsung MZ-V7E500BW 970 EVO Interne SSD, 500GB NVMe M.2
    Stick für OS: Samsung MUF-64AB/EU FIT Plus USB Flash Drive Speicherstick 64GB (USB 3.1, abwärtskompatibel zu USB 3.0 und 2.0, bis zu 200MB/S)
    Strom: be quiet! Straight Power 11 PC Netzteil ATX 450W mit Kabelmanagement BN280 schwarz
    Peripherie: Asus U2000 Set Tastatur und Optische Maus (Deutsches Layout, QWERTZ Tastatur, 3 Tasten Maus) schwarz und ein Samsung Bildschirm mit VGA und DVI


    Habe nach Anleitung OMV in der neusten Version drauf gespielt. Lief auch durch. Hatte zwar Probleme beim partitionieren des Sticks, aber beim zweiten Versuch ging es. Als Speicher für das OS ist ein USB Stick (siehe HW Konfig) am Board internen USB 3 Typ A eingesteckt. Nun startet das Board ganz normal, IPMI ist erreichbar, nur bekomme ich keinerlei Bild, also schwarzen Bildschirm. Sonst nix. Bildschirm funzt aber. Habe vorher Supermicro Bild usw.


    Wollte das ganze erst mal fertig zum laufen bringen bevor ich den aktuellen Rechner auseinander nehme um an die Platten zu kommen. Deswegen das OS auf dem Stick statt der alten SSD wie angekündigt.
    Die LAN Ports vom Board sind momentan von den 8 Schächten des Gehäuses besetzt. Bin da unsicher ob die Board Controller mit dem SAS zurecht kommen wenn ich die über die von die empfohlene Syba-Si-pex Karte anbinde. Muss ich wohl mal ausprobieren, aber dafür muss es erst mal laufen.


    Würde auch gerne das Board auf den aktuellsten Stand bringen. Habe dazu von Supermicro die aktuelle Treiber-CD gezogen. Nur wie kann ich die ganzen Sachen installieren? Fragen über Fragen. Ich hoffe Du und eine Kollegen hier können mir helfen.

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