Mein NAS / Server

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  • Mein NAS / Server

    Hallo zusammen,

    ich bin neu im forum unterwegs und wollte mien System kurz vorstellen!
    Ich habe mich vor kurzem dazu entschlossen meine eigene NAS respektive Server zuzulegen und nach dem vergleich aller gängigen Hersteller bin ich zu dem entschluss gekommen, dass ich es evtl. doch etwas besser hinbekommen kann. Dazu habe ich mir folgende Hardware zugelegt!

    Gehäuse: Chenbro Mini-ITX ES34169 inkl. 120 Watt Netzteil doch schon etwas laut für das Wohnzimmer
    Mainboard: Asrock C236 WSi
    CPU: Intel Xeon E3-1235L inkl. Grafik Intel P530
    RAM; 2 x 16GB Samsung ECC
    SSD: SansDisk 512 GB
    HDD: 4 x 4 TB Seagate Ironwolf
    CPU Kühler: Dynatron K129 passiv

    Hierzu möchte ich noch anmerken, dass ich das Netzteil gegen eine Pico PSU austauschen möchte und daher die Frage welche Pico PSU sollte ich dazu nehmen? Doch 120 W Pico PSU oder eher 150 W um auf alle Fälle sicherzugehen!

    Ich spiele jetzt mit dem Gedanken das Amahi OS aufzuspielen und zu konfigurieren oder aber das OpenMediaVault. Welches würdet ihr empfehlen?
    Ich möchte die 4 x 4 TB HDDs im RAID 5 betreiben dabei dient die SSD für das OS. Es soll Hauptsächlich als Meidenzentrale für Familenvideos, Fotos, Dokumentenablage, etc. dienen. Die direkte Anbindung an das TV wird durch die HDMI Schnittstelle bewerkstelligt. Das ganze ist an einem Speedport 2 über das LAN angeschlossen.

    Grüß

    demirg77
  • Ich halte die CPU für ein (Home-)NAS, selbst wenn du auch Medien abspielen willst, für etwas hoch gesteckt. Normalerweise sollte da ein Pentium Gold reichen. Dein Board ist auch ein Serverboard.
    beim Netzteil würde ich keine Pico PSU mehr nehmen.
    RAID5 bringt keine Vorteile für dich, die Datensicherheit bei großen Platten ist mit RAID5 fraglich. Eventuell auch SnapRAID für dich gut, auf jeden ein Backup schadet nicht.
    SW: OMV 4.1.22 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, 3*8TB+6TB SnapRaid (8TB Parity,3+3+2TB Parity2), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804
  • Re,

    ... kommt halt ganz drauf an, was man damit vor hat ... die L-Serien der Xeons haben alle eine recht geringe TDP, was darauf schließen lässt, das sie tatsächlich recht sparsam sind ... und man kann sie angeblich auch noch undervolten.

    Ich weiß zwar nicht, welche Anwendungen 4+4 Kerne auslasten/gebrauchen können, aber das Setup ist insgesamt stimmig, wenn auch schon ganz schön "ambitioniert".

    Von einer PicoPSU würde ich bei diesem Setup auch auf jeden Fall abraten, vier "große" HDDs erzeugen mit dem Xeon zuviel Crossload-Szenarien, welche das Pico nicht verträgt ... und bei Einsatz von RAID ist ein Pico sowieso ein NoGo!

    Der Einsatz von RAID ist auch zu Zeiten von ZFS, BTRFS, rsync und SnapRAID noch durchaus akzeptabel, weder BTRFS noch ZFS skalieren wie RAID5 in Performance und Plattenanzahl, haben dafür aber andere "Benefits". Allerdings ersetzt RAID kein Backup - das sollte man IN JEDEM FALL machen/haben und am BEsten auch automatisiert aktuell halten!

    Btw. habe ich mein NAS auch erst vor kurzem auf 64GiB ECC-RAM hochgerüstet, ob ich noch von meinem i3-6100 auf einen Xeon wechsle, müssen jetzt die beiden Gameserver-VMs zeigen ;), evtl. virtualisiere ich dann auch noch andere Sachen gleich mit :P.

    Sc0rp
  • Re,

    Niemand schrieb:

    Naja, ZFS hat mit "ZFS Raidz1" ja auch sowas wie ein RAID 5.
    Wenn du damit eine einfache Redundanz und den Verlust einer Datenplatte meinst, dann hast du Recht - beim Rest funktioniert ZFS-Z1 komplett anders, vor Allem was die Skalierfähigkeit angeht ... und es ist "langsamer" als RAID5.

    Sc0rp
  • Ich würde als System unRAID nehmen. Kostet zwar je nach Anzahl der Laufwerke eine Kleinigkeit, ist aber für Dein Vorhaben das perfekte System.

    Bei unRAID können die Platten alle so groß sein, wie sie wollen. Wenn Du Parität nutzen möchtest, kannst Du max. 2 Platten dafür definieren, welche so groß sein müssen, wie die größte Platte im Array.

    Ich würde als Abspielgerät eine billige China-Android-Box mit S905X Chipsatz nehmen und dort Coreelec drauf flashen.

    So ungefähr habe ich das bei mir auch laufen. Habe vorher auch alle NAS-Systeme ausprobiert - seit ich unRAID betreibe, muss ich mich nur noch um meine Daten kümmern, da das System einfach nur läuft. ;)
  • Re,

    b0mb schrieb:

    seit ich unRAID betreibe, muss ich mich nur noch um meine Daten kümmern, da das System einfach nur läuft
    Seit ich OMV auf meinem NAS betreibe, läuft es auch nur noch ... weiß jetzt nicht, was da das Problem oder der große Unterschied zu unRAID sein soll?

    ;)

    Sc0rp

    ps: solange man die Kiste einmal eingerichtet hat und danach nicht permanent dran rumspielt, gibt es bei keinem System Probleme ...
  • Sc0rp schrieb:

    Seit ich OMV auf meinem NAS betreibe, läuft es auch nur noch ... weiß jetzt nicht, was da das Problem oder der große Unterschied zu unRAID sein soll?
    Ich weiss ja, dass Du nicht von Gestern bist und ich habe auch lange Zeit OMV im Einsatz gehabt und die meisten anderen System auch ausprobiert.

    Unraid läuft mit Abstand am stabilsten, hat ein nettes Interface und Virtualisierung via KVM an Board.

    Wenn Du mal Lust und Zeit findest, solltest Du es Dir einfach mal ansehen. ;)

    Ich möchte OMV und Co. jetzt auch nicht schlechtreden, sondern nur meine pers. Erfahrungen teilen. ;)
  • b0mb schrieb:

    Sc0rp schrieb:

    Seit ich OMV auf meinem NAS betreibe, läuft es auch nur noch ... weiß jetzt nicht, was da das Problem oder der große Unterschied zu unRAID sein soll?
    Ich weiss ja, dass Du nicht von Gestern bist und ich habe auch lange Zeit OMV im Einsatz gehabt und die meisten anderen System auch ausprobiert.
    Unraid läuft mit Abstand am stabilsten, hat ein nettes Interface und Virtualisierung via KVM an Board.
    Hab auch alle durchprobiert (OMV, FreeNAS, Rockstor) und unRAID machte bei weitem die wenigsten Probleme. Besonders cool ist das problemlose Durchreichen von Hardware (z. B. TV-Karten, GPUs) in die virtuellen Maschinen, das kann so stabil und kinderleicht keine andere Plattform.
  • das stimmt so nicht. Mit Proxmox ist das Durchreichen von Grafikkarten oder ähnliches auch kinderleicht zu bewerkstelligen. Und ich mag es absolut nicht, wenn mein Fileserver auch zugleich der Hypervisor ist. Der größte Nachteil von Unraid ist, neben den unrealistischen Preisen, dass kein ZFS unterstützt wird.
    Da OMV aber irgendwie immer mehr den Anschein hegt, dass man keine Zusatzprogramme wie Plex, Vbox oder so mehr weiterentwickeln möchte, tendiere ich auch eher dazu auf was anderes umzusteigen. Denkbar wäre auch hier Proxmox zu nutzen und dann nur einen Plex-CT zu installieren und die SMB/NFS Freigaben per Hand zu machen.
  • Niemand schrieb:

    unrealistischen Preisen
    Willkommmen bei Geiz ist geil. Preise für eine Lifetime Lizenz von $59-$129 kann man doch kaum unrealistisch nennen. Das ist genau die gleiche Jammerei über Synology, QNAP oder andere NAS-Hersteller, wie können die bloß so unverschämt viel Geld für ihre Boxen verlangen, DIY ist immer soviel billiger.

    Wenn ein Freund etwas für mich macht und er kein Geld dafür nimmt, ist das okay. Macht eine Firma etwas für mich und will auch noch Geld haben, ganz böse Sache.
  • Niemand schrieb:

    das stimmt so nicht. Mit Proxmox ist das Durchreichen von Grafikkarten oder ähnliches auch kinderleicht zu bewerkstelligen.
    Mag sein, dass es kinderleicht zu bewerkstelligen ist, das heisst aber noch lange nicht, dass es problemfrei läuft und mir keine endlose Admin-Arbeit beschert.

    Und von wegen "unrealistischen Preisen", unter 100 USD ist man bei unRAID dabei. Für Hardware, auf der ZFS überhaupt was bringt (z. B. min. 1 GB ECC-RAM pro TB Disk), muss man einiges mehr ausgeben, nebst der Tatsache, dass Storage-Ausbau nur in ganzen VDEVs geht. Hat man schon 5 Platten in einem RAIDZ1, kann man nicht etwa einfach eine weitere Platte dazuhängen, sondern muss nochmal 5 Platten für eine Erweiterung dazukaufen... Geht ordentlich ins Geld und ist das Gegenteil von dem, was man im SOHO-Bereich an Flexibiliät braucht. Nicht falsch verstehen, ZFS ist das ultimative Filesystem, aber es ist wirklich nicht so, als dass es überall Sinn macht.
  • Niemand schrieb:

    unrealistischen Preisen
    proxmox.com/de/proxmox-ve/preise

    Ganz umsonst ist Proxmox ja auch nicht, zwar kostenlos für den Privatanwender, aber dafür keinerlei Lifetime-Lizenzen. Und das günstigste Angebot für Community ist mit 79,90€ / CPU-Sockel & Jahr ja auch kein Schnäppchen. Da erscheinen die "unrealistischen Preise" von unRAID ja geradezu lächerlich.
  • drdebian schrieb:

    Niemand schrieb:

    das stimmt so nicht. Mit Proxmox ist das Durchreichen von Grafikkarten oder ähnliches auch kinderleicht zu bewerkstelligen.
    Mag sein, dass es kinderleicht zu bewerkstelligen ist, das heisst aber noch lange nicht, dass es problemfrei läuft und mir keine endlose Admin-Arbeit beschert.
    Und von wegen "unrealistischen Preisen", unter 100 USD ist man bei unRAID dabei. Für Hardware, auf der ZFS überhaupt was bringt (z. B. min. 1 GB ECC-RAM pro TB Disk), muss man einiges mehr ausgeben, nebst der Tatsache, dass Storage-Ausbau nur in ganzen VDEVs geht. Hat man schon 5 Platten in einem RAIDZ1, kann man nicht etwa einfach eine weitere Platte dazuhängen, sondern muss nochmal 5 Platten für eine Erweiterung dazukaufen... Geht ordentlich ins Geld und ist das Gegenteil von dem, was man im SOHO-Bereich an Flexibiliät braucht. Nicht falsch verstehen, ZFS ist das ultimative Filesystem, aber es ist wirklich nicht so, als dass es überall Sinn macht.
    dann hast du wohl was falsch gemacht. ich wähle aus, fertig.
    und über die Voraussetzungen von ZFS solltest du dich auch mal genauer schlau machen:
    1. ECC ist zwar sinnvoll, aber nicht notwendig. mein Fileserver läuft prima ohne ECC.
    2. Das 1GB Ram/ TB ist auch ein Mythos, der sich hartnäckig hält. mein Fileserver (24 TB) kommt mit seinen 16GB auch sehr gut klar. ZFS cached halt lesend in den RAM, so würde das auch mit 4 GB funktionieren, wenn auch langsamer ist als es sein könnte. Dass man nur komplette vdevs hinzufügen kann stimmt zwar, nichtsdestotrotz muss der zweite vdev nicht identisch groß zum ersten sein. Deshalb ist es meistens eh sinnvoll auf striped mirror zu setzen. Und wenn man sinnvoll und gescheit 10G mit mehreren Zugriffen realisieren möchte, ist ZFS mMn unabdingbar.

    @hitman: Dass Proxmox unabdingbar Geld kostet ist humbug. Ja, man kann sich Support erkaufen und ja, man erhält dann neue Funktionen früher. Die kommen aber auch später zum "normalen" proxmox und das Forum ist auch so eine gute Anlaufstelle. Ich nutze Proxmox nun seit 4 Jahren und habe bisher keine einzige Lizenz benötigt.

    Ich habe mir Unraid angeschaut, ist mir aber aus vielen Gründen nicht ausreichend:
    - wie gesagt zu teuer
    - kein ZFS
    - kein RAID, d.h. lesend limitiert die HDD und schreibend eine absolute Katastrohpe (50mb/s und sowas).
    - Es gibt zwar SSD-Caching, aber auch hier: Ist der einmal voll, wird es sau langsam. und nur 1x pro Nacht auf die HDDs transferrieren? No-Go.
    Ich nutze meinen Fileserver nicht nur für Mediendateien, sondern hier werden auch Programme etc installiert. 10G kann man mMn nicht sinnvoll mit Unraid nutzen, es sei denn, man kauft sich ein viele kleine oder wenige große, teure Enterprise-SSDs.
    Ich habe in meiner Konfiguration lesend 600 MB/s bzw 970 MB/s (cached) und schreibend zwischen 400 und 600 MB/s. Und das ohne eine einzige SSD.
  • Niemand schrieb:

    10G kann man mMn nicht sinnvoll mit Unraid nutzen
    Naja, da tummeln sich im Forum durchaus sehr viele User, die damit kein Problem haben. Und um die von dir besagten Raten von 400-970MB/s zu erreichen, muss sowohl Quelle, Ziel und Switch dieses unterstützen. Muss aber jeder für sich entscheiden, ob er das in der Heimumgebung braucht. Mir persönlich ist das zu teuer.

    Niemand schrieb:

    absolute Katastrohpe (50mb/s und sowas)
    Ein Mythos, kaum jemand nutzt es ohne Cache-SSD. Und wie bitte bekommt man z.B. einen Cache von 480 oder mehr GB voll? Wenn ich Daten auf den Server schiebe, dann meistens höchstens mal eine Mediendatei (BR-Rip mit vielleicht 30GB).

    Niemand schrieb:

    kein RAID
    Humbug, möglich mit 1-2 Parity-Platten

    unRAID agiert hier ähnlich wie SnapRAID. Üblich legen sich die Platten schlafen, auf Anforderung läuft nur die an, auf der sich die Daten befinden. Hier mal ein Vergleich:

    snapraid.it/compare


    Niemand schrieb:

    hier werden auch Programme etc installiert
    Bei mir auch mittels Docker und VM.

    Ich denke nicht, dass das hier in Streit ausarten soll. Ausgangspunkt war doch die Frage vom User demirg77. Soll doch hier kein Glaubenskrieg entstehen.