Intel Netzwerkkarte wird nicht gefunden

  • Ich habe mir nach kurzer Beratung hier im Forum folgende Komponenten für ein OMV NAS bestellt:
    Intel Pentium Gold G5500
    Corsair ValueSelect DIMM 16GB, DDR4-2133 (CMV16GX4M1A2133C15)
    Gigabyte B360M D3H
    relevant für mein Problem dürfte eh nur das Board sein. Das Board hat Intel Gigabit LAn onbard. Genauere Informationen als "Intel GbE LAN" finde ich leider auch auf der Gigabyte Seite nicht.
    Ich habe mir (mit Unetbootin) einen USB Stick für die Installation für OMV (openmediavault_4.1.3-amd64) erstellt. Nach einigen Änderungen im BIOS (damit auch "Legacy" nicht UEFI verwendet wird) bootet der Stick auch und die Installation startet.
    Leider wird die Netzwerkkarte nicht erkannt. Kurze Google Suche hat mich auf den Tipp gebracht zuerst ein debia zu installieren) aber auch die debian Installation vom Stick (debian-9.5.0-amd64-netinst) erkennt die Netzkarte nicht.
    Habe versucht im Installationsmenü so ziemlich alles mit Intel auszuwählen, der Installer springt immer wieder zum Screen zurück, dass keine Netzkarte erkannt wurde.

  • Mal checken, ob der PCH LAN Controller im BIOS nicht auf DISABLED steht, relativ unwahrscheinlich, ist aber einen Versuch wert. Falls ENABLED, mal mit einer ganz aktuellen Live-Linux-Distro probieren. Kabel checken, Port am Router/Switch checken. Kann nicht schaden, triviale Fehler hatte wohl schon jeder mal. Auf die schnelle habe ich auch bei Gigabyte zum verwendeten Intel-Chip nix gefunden. Treiber lediglich für [definition=40,0]Windows[/definition], keinerlei Angabe in den Specs, nix im Manual. Das Board ist erst seit April 2018 gelistet, vielleicht zu neu für Linux. Vielleicht mal ein [definition=40,0]Windows[/definition] 10 probieren, ohne Eingabe vom Key. Oder gleich mal den Support von Gigabyte bemühen.


    Mehr fällt mir leider auch nicht ein.

  • Du könntest auch unRAID probieren (kostenloses TRIAL für 4 Wochen). Wird regelmäßig aktualisiert, erst letzten Samstag auf Version 6.6.3, Linux-Kernel 4.18.15. Mag sein, daß dieses Linux (basiert auf Slackware) mit dem besagten Kernel den Treiber für deinen LAN-Chip integriert hat.


    Einen Versuch ist es wert, brauchst ja bloß einen USB-Stick (mindestens 1GB, maximal 32GB). Download der aktuellen Version, mit dem USB Creator das Zip-file auf den Stick braten, in das NAS stecken und booten. Ist in wenigen Minuten erledigt.


    Download hier:


    https://lime-technology.com/wp/download/


    Gibt auch eine neue Seite, ist schicker aber dort findet man den Creator nicht so einfach.


    https://unraid.net/


    Und ich betone, ich möchte niemand zu unRAID drängen.

  • Netzwerkkarte ist eine "Intel Ethernet Connection (7) I219-V". Wird im BIOS angezeigt:


    Enabled ist das ganze, hab ich natürlich 3x gecheckt ;)
    Zuerst dachte ich schon, der Onboard LAN Chip ist defekt, weil im BIOS
    "Verbindungsstatus: Nicht angeschlossen" steht, obwohl das Interface natürlich angeschlossen ist.

    Hab mir dann mit dem Media Creation Toolkit schnell mal einen [definition=40,0]Windows[/definition] Boot Stick erstellt und [definition=40,0]Windows[/definition] 10 installiert. Obwohl das [definition=40,0]Windows[/definition] Medium mit dem April 2018 Update neu erstellt wurde, war auch hier kein Treiber für die LAN Karte dabei (auch ohne Treiber werden noch "SM-Bus Controller, PCI-Gerät und PCI-Datensammlungs und Signalverarbeitungscontroller angezeigt, ich werd mal noch Chipsatz Treiber usw. installieren)
    Ich habe dann auf dem PC den Treiber von der Gigabyte Homepage runtergeladen, per USB Stick transferiert und installiert und siehe da, die Netzkwarte funktioniert dann problemlos, ich komme ins Internet usw. Defekt kann man also ausschließen.
    In dem Treiberdownload zip (Link) ist auch ein Treiber für Linux enthalten. Hilft mir das weiter (wobei die Namen so klingen also hätte ich die ohnehin auswählen können):


    Die Installation warnt ja auch, da der Stick mit Unetbootin erstellt ist. Aber kann das wirklich die Ursache für eine nicht gefundene Netzkarte sein?
    Ich kann unRAID gern testen, solange das NAS nicht produktiv läuft wollte ich mir eh einiges ansehen. Ich plane aber keinen SSD Cache und ohne ist mir die Performace vermutlich zu schlecht, weshalb es später wohl eher OMV werden wird. D.h. selbst wenn unRAID die Karte erkennt, bringts mir nicht viel

  • Naja, Cache mit SSD ist ja nicht zwingend vorgeschrieben. Kann ja auch eine HDD sein. Und Cache selbst ist auch nicht zwingend, genauso wenig wie Parity. Aber wozu baut man sich ein NAS und verwendet dann kein Parity?

    Intel Ethernet Connection (7) I219-V

    Dann lag ich ja nicht so falsch, zu neu eben. Aber ich meine, diesen I219-V entweder hier oder im offiziellen OMV-Forum schon mal gelesen zu haben. Vielleicht mal auf die Cracks hier warten, Sc0rp und Konsorten. Vielleicht wissen die mehr.

  • Hab inzwischen weiter gegoogelt.
    Den Treiber würde man im Prinzip wohl so installieren:
    tar zxf e1000e-<x.x.x>.tar.gz
    cd e1000e-<x.x.x>/src/
    make install


    Über USB hab ich den Treiber auch rüber bekommen, absolute Basics krieg ich in Linux noch hin, aber "make" zum kompilieren scheint nicht mitinstalliert und wie ich das über USB drauf kriege, da beissts dann aus...


    Nachtrag: Habe jetzt noch einen uralten WLAN-Stick mir Realtek Chipsatz rausgekramt um erstmal Netz zu bekommen. Bei der Installation wird er erkannt, ich kann das WLAN konfigurieren und er lädt auch Dateien vom Spiegelserver.
    Nach dem ersten Boot des installierten OMV meldet dieses jedoch wieder "Not network interfaces available". In omv-firstaid wird mir komischerweise auch ein Intel Adapter angezeigt.
    Wenn ich dort aber versuche den Intel oder auch den Realtek WLAN Adapter zu konfigurieren kommt hinterher immer die Fehlermeldung cannot create socket - connection refused



    Nachtrag 2: unRAID erkennt die Intel Karte sofort und ohne murren. Hätte ich nicht gedacht!

  • Habs hinbekommen. Vermutlich keine sehr saubere Lösung, läuft aber erstmal.
    Unter unRAID gings ja. Also hab ich mir dort den Treiber von /lib/modules/<kernelversion>/kernel/drivers/net/ethernet/intel/e1000e/e1000e.ko.xz auf nen Stick kopiert, entpackt (CentOS von unRAID scheint das wohl zu komprimieren) und die entpackte e1000e.ko an die selbe Stelle in OMV kopiert. Danach noch "modprobe e1000e insmod e1000e" (keine Ahnung ob das notwendig ist), reboot, Interface läuft

  • installier mal im OMV den Backport Kernel. Sollte eigentlich auch dein Problem lösen. Die Intel I219-V ist seit 2015 unterstützt (im e1000e Treiber).
    Aber Superidee mit dem WLAN Stick.


    ach ja, auch OMV updaten, du hast 4.1.3, aktuell ist 4.1.12.
    und mit dem OMV Forum lagst du richtig.

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • noch mal zur Intel I219-V. Der LAN Controller ist auch auf meinem Board ([definition=50,0]MSI B150M Eco[/definition]) drauf und ich habe damit (mittels Backport Kernel) OVM 2.2 zum Laufen gekriegt.
    Allerdings hab ich zuerst auf einem alten Mainboard (AMD statt Intel Prozessor, Realtek LAN) installiert, dann den Backport Kernel drauf und die SSD in das neue System eingebaut. Hat schon damals perfekt funktioniert.

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • Die Idee mit dem WLAN Stick mag gut gewesen sein, hat aber letzlich nix gebracht. Damit hatte ich zwar während der Installation Netz, aber danach auch nicht mehr.
    Lösung war ja letzlich die e1000e.ko vom unRAID Stick auf die OMV Installation zu kopieren.
    Update hatte ich nach der Installation natürlich als erstes angestartet.
    Habe jetzt mal den Backports Kernel 4.18.0-0.bpo.1-amd64 installiert. Da ich die e1000e.ko ja im Unterverzeichnis des alten Kernels getauscht hatte und ich mit dem Backports Kernel (auch nach einem Neustart) ebenfalls Netz habe, scheint es darin unterstützt zu werden.
    So ganz verstehen tu ich das ganze aber ehrlich gesagt nicht, wenn die Intel I219-V seit 2015 vom e1000e Treiber unterstützt wird. Heißt dass, OMV benutzt (ohne Backports) immer noch einen Kernel der älter als 2015 ist? Und das debian-9.5.0-amd64-netinst (frisch runtergeladen) ebenso?

  • deshalb habe ich ja zuerst auf einem anderen Board installiert. Im Gegensatz zu [definition=40,0]Windows[/definition] hat Linux danach keine Probleme (es werden alle Treiber/Module installiert).
    Hättest du einen anderen Rechner gehabt?
    Debian 9 sollte eigentlich mit Kernel 4.9 kommen und der kann I219-V. Allerdings machen viele Chip Hersteller Modifikationen zu Chips (neue Revisions), ohne sie umzubenennen. Und dann müssen die Treiber angepasst werden...

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • Ja, ich hätte noch meinen [definition=40,0]Windows[/definition] 10 PC gehabt (ca. 5 Jahre alt, Qualcomm Atheros AR8161 Netzkarte). Auf dem hatte ich auch OMV schon mal in einer HyperV VM getestet. Theoretisch hätte man dann ja sogar die Installation auf den OMV Stick packen können. Nur nebenbei: bei [definition=40,0]Windows[/definition] klappt das inzwischen auch schon besser. Ich habe z.B. ein zweites (Test)-Windows 10 in einer .vhdx installiert, die ich auf meiner echten Hardware oder auch in einer VM boote.

  • Hallo zusammen,


    ich habe mir die gleiche Hardware wie unser TE gekauft und stehe natürlich nun vor dem gleichen Problem.


    Ich habe keinen WLAN stick oder extra Netzwerkkarte im Haus, um den umweg zu gehen.


    Alle sagen immer "Treiberprobleme wirst du mit Linux nicht haben, da ist immer alles dabei", und nun versuche ich es einmal und komme direkt nicht weiter ...


    Kannst du mir deinen Ordner mit der "e1000e.ko" eventuell zippen und hier Hochladen, ich muss die doch irgendwie mit usb stick ins systemverzeichniss kopiert bekommen?!



    Gruß

  • hast du noch einen anderen Rechner (mus nur schon 64bit fähig sein), kann auch älter sein. =>
    Dann OMV auf diesem Rechner installieren, Kernel Up0date und schließlich dann das Bootmedium in den neuen Rechner und schon funktioniert es.


    Ich hab das auch mit meinem Rechner gemacht mit OMV2 (alter Rechner AMD, NAS dann Intel) und das hat funktioniert.

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • Re,


    Kernel-Update macht man etweder mit:
    apt-get update (holt die neuesten Paket-Informationen)
    apt-get-get upgrade (holt die neuesten Pakete und installiert sie)
    apt-get dist-upgrade (holt u.A. die neuesten Kernel und installiert sie *1) )


    *1) Achtung: das bezieht sich nur auf Kernel, die in der jeweiligen Distribution als "Mainline-Kernel" gepflegt werden, die "allerneuesten" Kernel bekommt man über sog. Backports!


    Sc0rp

  • nachdem er OKMV4 installiert, hat er ja dann die GUI von OMV dafür zur Verfügung (backport kernel einspielen). Sollte doch gehen, oder?

    SW: OMV 4.1.35 (Arrakis), Snapraid mit mergerfs, Minidlna
    MSI B150M ECO, Intel Pentium G4400, 16GB Kingston DDR4, SSD 250GB, 4TB Daten, SnapRAID: 4*8TB (Seagate Archive)+6TB, 2*8TB Parity (WD White), FSP Aurum S 400W, Fractal Node 804

  • Also aktuell bin ich noch keinen schritt weiter.


    Ich habe die SSD jetzt an meinem Desktop PC dran und hatte auch das OMV image installiert. (Keine Fehler während der Installation, Netzwerkkarte wurde erkannt und updates wurden aus dem Netz geladen).
    Beim ersten Starten nach der Installation ist dann aufeinmal keine Netzwerkkarte mehr da.


    "ip r s" bringt keine ausgabe


    Fehlerbild


    Die letzte möglichkeit die ich jetzt noch habe ist das debian mini iso, und dann aus der konsole heraus OMV nachinstallieren. Das versuche ich aber erst morgen.


    ||


    Gruß

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