Raid 6 oder Snapraid

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    • Re,

      Michelle_Br schrieb:

      Bei einem Problem und wenn man nicht den Zustand exakt wieder herstellt, ist das Raid verloren.
      *kicher* bist du dir sicher, das du das so stehen lassen möchtest? Obwohl du weisst, das HW-RAID-Controller massenhaft im Firmeneinsatz sind? Warum setzen diese Firmen so eine potentiell "unsichere" Technik dann überhaupt so massenhaft ein? ?(

      Nein im Ernst, HW-RAID-Controller sind keine "Problemstellen". Und ein RAID ist keineswegs verloren, wenn i'was passiert. Das ist hochgradig unlogisch (siehe oben)?

      Michelle_Br schrieb:

      Da die Datenplatten / das Raid am Hardware-Controller hängen, weiß erst einmal nur der Controller davon [...]
      Und genau das ist ein Vorteil davon ...

      Michelle_Br schrieb:

      [...] - das zu Grund liegende OS weiß nichts davon.
      Das ist allerdings auch nicht richtig, denn der Treiber unter Linux gibt die einzelnen Geräte z.B. an's OS weiter:
      smartctl -q noserial -a --device=areca,12 /dev/arcmsr0 (hier werden z.B. die SMART-Werte der Platte am Anschluss 12 des ersten Areca-Controllers im System ausgelesen - DIREKT!)
      ... wie man sieht, legt der Linux-Treiber eine eigene Blockgeräte-Struktur korrekt unter /dev an ...
      (Disclaimer: ich kann das leider derzeit nicht nachstellen, da meine Server aktuell noch nicht wieder im Rack bzw. einsatzfähig sind)

      Sc0rp
    • Michelle_Br schrieb:

      Da die Datenplatten / das Raid am Hardware-Controller hängen, weiß erst einmal nur der Controller davon - das zu Grund liegende OS weiß nichts davon.
      Bei einem Problem und wenn man nicht den Zustand exakt wieder herstellt, ist das Raid verloren.
      Eher genau das gegenteil ist der Fall, beim Hardwareraid werden die Informationen über die Raid-Config auf den Platte direkt geschrieben dadurch kann man die Platte beliebig tauschen und auch den Controller kann man zumindest innerhalb gewissen Serien problemlos tauschen.

      Ein Software Raid macht das zwar auch so und schreibt die Raid Config in dem Superblock rein aber da hat man halt die zusätzliche Schicht des OS noch dazwischen was eine weitere Fehlerquelle ist.
      Also reich von der Verwaltung und sicher ist für mich zumindest ein Hardwareraid ERHEBLICH besser als ein Softwareraid.

      z.B: bei den HP Server kann man mit 'fast jeden' Raidcontroller ein Raid wieder zusammensetzen und muß sich nie Gedanken machen welche Platte muß woran angeschlossen werden und mit welchen Namen muß sie gemountet werden das ja derzeit wohl bei Andre seinen Problem der größte Knackpunkt ist.
    • Minus: Wenn der Controller defekt ist und kein baugleiches Modell aufgetrieben werden kann, wird das RAID zum Datengrab.
      ... keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich das mal so gelesen hatte.
      Es ist ja nicht per sé unsicher.
      Wenn ich mich recht erinnere wohl nur, wenn man Kabel falsch anschließt - so analog zu der anderen Raid-Geschichte hier im Forum.....

      Ich bekomme das auch nicht mehr genau zusammen.....

      Hah.... ich habe was wieder gefunden.....
      praxistipps.chip.de/software-o…egt-der-unterschied_28803
      "..........Minus: Wenn der Controller defekt ist und kein baugleiches Modell aufgetrieben werden kann, wird das RAID zum Datengrab.............."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michelle_Br ()

    • Wie dem auch sei, bei dem Theater wenn man sein Raid 5/6 erweitern möchte, was Scorp nun schon seit wochen beschäftigt, ein klares nogo für mich.
      Ich werde kein R5/6 empfehlen hier.
      Hardware: Asrock H97 Performance, Intel I3 4160, 2x G.Skill F3-1600C11S-8GNT (16gb Ram), be quiet Pure Power L8 300W, Thermalright LeGrande Macho,
      Nanoxia Deep Silence 5 Rev.b, Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 120 GB, Western Digital Red 3x4tb,1x4tb HGST Deskstar Nas

      Software: Openmediavault 3.0.99 Erasmus, 4.9.0-0.bpo.6-amd64, Snapraid mit mergerfs Pool, Minidlna, Plex, MySql, ClaimAV, Powertop und Sonstiges
    • Re,

      es liegt eben, wie immer, an dem unvollständigen Wissen: wie ich schon so oft ... gebetsmühlenartig ... geschrieben habe: erst mit dem Konzept befassen, dann einsetzen.

      RAID-Verbünde brauchen natürlich eine stabile Umgebung:
      - eine USV ist Pflicht (das gilt allerdings auch und ganz besonders für ZFS/BTRFS Konstrukte und andere Sachen, Stichwort RAM-Cache)
      - Änderungen am RAID-Verbund sind "on-the-fly" in einer besonders stabilen Umgebung zu machen (also keine Reboots zwischendurch, saubere Platten, wenn möglich mit Backup-File) oder eben "dezentral" (über ein Backup) zu lösen.

      Das saubere Hoch- und Runterfahren ist für einen RAID-Verbund absolut kein Problem, weder im HW- noch im SW-Bereich, man muss beiden Konstrukten aber schon die Umgebung und die Zeit geben ...

      Btw. Software-RAIDs sind ja derzeit auch im Enterprise-Bereich wieder schwer im Kommen ... die Technik an sich ist ja hochgradig ausgereift, auch die Software ist fantastisch ... nur die Schicht 8 ... mit ihrem "gefährlichen Halbwissen", die bringt immer die tollsten Konzepte zum Absturz :D.
      Außerdem werden in jedem Fertig-NAS Software-RAIDs gebaut (ebenfalls mit md) ... und u.U. hat man da dann die gleichen Probleme, wenn man die "stabile Umgebung" vernachlässigt ...

      @Andre hat eben gleich mehrere Fehler auf einmal gemacht, und zum Glück ist md so "stur", kritische Änderungen am RAID-Verbund gar nicht erst zu zu lassen - das hat natürlich auch Nachteile, wie man im Thread nachlesen kann. Aber mit Geduld und Ruhe schaffen wir das da schon noch ... ich habe nie solche Probleme mit Software-RAIDs gehabt ... und setze sie in diversen Konstellationen schon seit Jahren ein.

      Sc0rp
    • Re,

      Ergänzend möchte ich noch auf @falo999s Absatz eingehen:

      falo999 schrieb:

      z.B: bei den HP Server kann man mit 'fast jeden' Raidcontroller ein Raid wieder zusammensetzen und muß sich nie Gedanken machen welche Platte muß woran angeschlossen werden und mit welchen Namen muß sie gemountet werden das ja derzeit wohl bei Andre seinen Problem der größte Knackpunkt ist.
      Das geht beim Software-RAID genauso, man ist sogar gänzlich "Hardware" unabhängig. @Andres Problem ist nicht, das er die Kabel vertauscht hat, sondern das eine Platte nicht richtig sauber (bzw. vorbereitet) war.

      Auslöser des Schlamassels ist, das man bei bestimmten Platten den Superblock 30x Schreiben kann, die Infos aber nicht auf den Sektoren landen, also nicht wirklich geschrieben werden - das hatten wir schon 2x im Forum. "md" schreibt aber dann in alle anderen DCB's, das die neue (unsaubere) Platte erfolgreich ins RAID aufgenommen wurde ... das führt dann zu diesen "removed" Einträgen, die man i'wie nicht mehr los wird. Ich habe keine Examen auf "md" und "mdadm" geschrieben, daher besteht der Thread hauptsächlich auch Trial&Error Einträgen ... wir haben das ordentlich ausgelutscht, aber nun kann Jeder in Zukunft in dem Thread die entsprechenden Befehle nachlesen ... :D

      Aber auch in @Andres Fall beweist es sich: BACKUP IST PFLICHT - zumindest von den wichtigen Daten!

      Sc0rp