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Spiele PC selbst bauen

Hinweis: Dieser Artikel wird regelmässig aktualisiert.
Letztes Update am 14.11.2013
Geändert: Komplette Zusammenstellung überarbeitet


Spiele-PCs gibt es heutzutage zu hauf im Großhandel. Doch meist ist die Zusammenstellung völlig ungeeignet, es wird mit hohen Gigaherz- und Ram Zahlen geworben, doch das wichtigste Element - die Grafikkarte - ist meistens völlig unterdimensioniert. Wir zeigen hier wie man einen Spiele PC selbst zusammenbaut und sich auf die wichtigsten Elemente konzentriert.

Im ersten Abschnitt werde ich alle Komponenten durchgehen und jeweils mehrere Vorschläge nennen. Danach werde ich einen Muster-PC zusammenstellen und auch konfigurieren. So kann sich jeder über Alternativen zu meinem Muster-PC informieren. Ich trenne die Vorschläge in mehrere Preis- und Leistungsklassen.


Einsteiger Spiele PC (490 Euro)

Die neuste Intel Haswell CPU-Technik (10/2013) und brandneue Grafikkarte (10/2013) sorgen für eine flüssige Darstellung in Full HD und mit mittleren bis hohen Details. Eine schnelle SSD-Festplatte beschleunigt das Arbeiten in Windows. Bei Bedarf lässt sich eine zusätzliche externe Festplatte einbauen.

8GB DDR3 Arbeitsspeicher (9-9-9-24) mit 1600MHz sorgen für die notwendigen Reserven und zaubern auch neue Spiele wie Battlefield 4 oder Call of Duty: Ghosts ruckelfrei auf den Bildschirm.

Gehäuse: Xigmatek Asgard Midi-Tower für 37 Euro
Prozessor: Intel Pentium G3220 Dual Core (3GHz, 3MB Cache, 54W TDP, 22nm Haswell) für 59 Euro
Mainboard: Asrock H81M-HDS, Sockel 1150, HDMI, DVI, VGA, USB 3, 2xSATA3, 2xSATA2 für 49 Euro
Grafikkarte: MSI R7 260X für 137 Euro
Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance Blau 8GB (2x4GB) DDR3 (1600Mhz, CL9, 2x 4GB) DDR3 für 72 Euro
Festplatte: 64GB SSD SanDisk SDSSDP-064G-G25 für 57 Euro
Betriebssystem: z.B. Windows 7 Home Premium 64 Bit (gibt es günstig bei PC-Fritz) für 20 Euro
Netzteil: Be quiet! BN141 System Power 7 350W für 35 Euro
Laufwerk: Samsung SH-224DB/BEBE 24x DVD-Brenner, DVD-DL, DVD-RW, CD für 20 Euro



Mainstream / Midrange Spiele PC (730 Euro)

In diesen Spiele-Rechner habe ich einen neuen Intel Core i5 4570 (Haswell) Vierkernprozessor eingebaut. Das Mainboard ist dank zahlreicher Erweiterungsslots und 4 Ram-Bänken sehr zukunftssicher. Die 120GB SSD von Samsung gehört mit zu den schnellsten am Markt. Dank der potenten Grafikkarte lassen sich auch Spiele Highlights in FullHD und maximalen Details flüssig darstellen.

Gehäuse: Xigmatek Asgard Midi-Tower für 37 Euro
Prozessor: Intel Core i5-4570 Quad Core (3,2GHz, 6MB Cache, 84W TDP, 22nm Haswell) für 175 Euro
Mainboard: Gigabyte H87-HD3, Sockel 1150, HDMI, DVI, VGA, USB 3, 6xSATA3 für 89 Euro
Grafikkarte: Sapphire R9 270X für 185 Euro
Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance Blau 8GB (2x4GB) DDR3 (1600Mhz, CL9, 2x 4GB) DDR3 für 72 Euro
Festplatte: 120GB SSD Samsung MZ-7TE120BW Serie 840 EVO Basic für 87 Euro
Betriebssystem: z.B. Windows 7 Home Premium 64 Bit (gibt es günstig bei PC-Fritz) für 20 Euro
Netzteil: Be quiet! BN142 System Power 7 400W für 45 Euro
Laufwerk: Samsung SH-224DB/BEBE 24x DVD-Brenner, DVD-DL, DVD-RW, CD für 20 Euro



Highend / Premium Spiele PC (980 Euro)

Dieser Highend-Spiele Rechner ist mit einem Core i5 Vierkern Prozessor ausgestattet. Ich habe hier bewusst auf die Core i7 Serie verzichtet, da diese außer HyperThreading (welches von den meisten Spielen nicht unterstützt wird) keinen Mehrwert zum Intel Core i5-4570 bietet.

16GB Arbeitsspeicher, eine 250GB SSD Festplatte und die brandneue Sapphire R9 280X 3GB Vapor-X runden das Bild ab und ermöglichen auch oberhalb von FullHD einen flüssigen Spielebetrieb.

Gehäuse: Xigmatek Asgard Midi-Tower für 37 Euro
Prozessor: Intel Core i5-4570 Quad Core (3,2GHz, 6MB Cache, 84W TDP, 22nm Haswell) für 175 Euro
Alternativ: Intel Xeon 1230v3 Quad Core (3,3GHz, 8MB Cache, 80W TDP, 22nm Haswell) für 230 Euro
Mainboard: Gigabyte H87-HD3, Sockel 1150, HDMI, DVI, VGA, USB 3, 6xSATA3 für 89 Euro
Grafikkarte: Sapphire R9 280X 3GB Vapor-X für 299 Euro
Arbeitsspeicher: 2x Corsair Vengeance Blau 8GB (2x4GB) DDR3 (1600Mhz, CL9, 2x 4GB) DDR3 für 144 Euro
Festplatte: 250GB SSD Samsung MZ-7TE250BW Serie 840 EVO Basic für 151 Euro
Betriebssystem: z.B. Windows 7 Home Premium 64 Bit (gibt es günstig bei PC-Fritz) für 20 Euro
Netzteil: Be quiet! BN142 System Power 7 400W für 45 Euro
Laufwerk: Samsung SH-224DB/BEBE 24x DVD-Brenner, DVD-DL, DVD-RW, CD für 20 Euro



Weiterführende Erklärungen

Hier gehe ich nochmal auf die einzelnen Komponenten ein.


Prozessor

Generell gilt: Eine schnelle Grafikkarte benötigt auch einen guten Prozessor um diese auch auszulasten. In Spielen macht Hyperthreading immer noch keinen Sinn, daher empfehle ich die Intel Core i7 Serie hier nicht. Nicht das die Intel Core i7 Prozessoren schlecht sind - das sind sie keinesfalls - es rechnet sich aktuell einfach nur nicht.

Spiele PC selbst bauen


Grafikkarten

Hier bieten sich aktuell die neuen AMD Grafikkarten (R7 270X, R9 280, R9 280X, R9 290 und R9 290X) an, da diese meist das beste Preis-Leistungsverhältnis haben. Einen Vergleich zwischen der AMD Radeon HD 7950 und der R9 270X und der habe ich bereits hier durchgeführt.


Netzteil

Ein Netzteil dient dazu, die benötigten Spannungen (3,3V, 5V und 12V) in einem Computer bereitzustellen. Markennetzteile verfügen zusätzlich über verschiedene Sicherheitsmechanismen, die bei Stromschwankungen oder Stromspitzen die Hardware im Computer schützen soll. Die Leistung eines Netzteiles sollte berechnet werden, häufig werden 1000W- Monster in PCs eingebaut, in denen auch ein 300W Netzteil genügt hätte. Markennetzteile verfügen heutzutage über einen Wirkungsgrad von 81-96%. Dieser Wirkungsgrad wird aber nur in einem bestimmten Bereich (z.B. 20% Last) erreicht.

Es gibt folgende Effizienz-Zertifizierungen:

80 PLUS Bronze: 20% Last = min. 81%, 50% = min. 85%, 100% = min. 81% Effizienz
80 PLUS Silber: 20% Last = min. 85%, 50% = min. 89%, 100% = min. 85% Effizienz
80 PLUS Gold: 20% Last = min. 88%, 50% = min. 92%, 100% = min. 88% Effizienz
80 PLUS Platinum: 20% Last = min. 90%, 50% = min. 94%, 100% = min. 91% Effizienz
80 PLUS Titanium: 20% Last = min. 94%, 50% = min. 96%, 100% = min. 91% Effizienz


Spiele PC selbst bauen


Festplatten

Bei Festplatten für einen Spiele-PC ist eine gute Lösung eine schnelle SSD für das System und vielleicht die beliebtesten Anwendungen und Spiele zu verwenden, die zwischen 128GB und 256GB groß ist. Mehr ist natürlich immer besser aber über 256GB wird es relativ teuer. Dazu kauft man dann eine normale 3,5" Festplatte mit 5400-7200 Umdrehungen als Datenspeicher. Viele Spiele werden nicht besonders beschleunigt, auch wenn diese auf einer SSD liegen. Bei anderen lohnt sich das Ausführen über eine SSD.

Wer noch etwas Geld übrig hat, dem empfehle ich eine SSD + ein Raid1-Verbund aus 2 identischen 3,5" Festplatten. Auf dem Raid1 werden dann kritische Daten gespeichert. Geht eine der beiden Festplatten kaputt, sind die Daten nicht verloren, die kaputte Festplatte wird dann einfach durch eine neue ersetzt. Alternativ verzichtet man auf den Raid1-Verbund und setzt auf eine 256GB - 512GB SSD.

Solid-State-Drives (SSD)

- Samsung 840 Series Basic - 120GB (530MB/s lesen, 130MB/s schreiben) für 85 Euro
- Samsung 840 Series Basic - 250GB (540MB/s lesen, 250MB/s schreiben) für 148 Euro
- Samsung 840 Series Pro - 128GB (530MB/s lesen, 390MB/s schreiben) für 116 Euro
- Samsung 840 Series Pro - 256GB (540MB/s lesen, 520MB/s schreiben) für 195 Euro
- Samsung 840 Series Pro - 512GB (540MB/s lesen, 520MB/s schreiben) für 397 Euro


3,5" Datenfestplatten (HDD)

- Seagate Barracuda ST2000DM001 - 2000GB, (7200rpm, 210MB/s lesen, 145MB/s schreiben) für 83 Euro
- Seagate Barracuda ST3000DM001 - 3000GB, (7200rpm, 210MB/s lesen, 145MB/s schreiben) für 109 Euro
- Western Digital Green - 3000GB, (5400rpm, 110MB/s lesen, 70MB/s schreiben) für 105 Euro



Optische Laufwerke

Optische Laufwerke sind DVD- und/oder BluRay Laufwerke. Heutzutage sind diese Laufwerke nicht mehr zwingend erforderlich, da die meisten PC-Spiele auch online als Digital Download erworben werden können und die USB-Sticks heute so groß sind, das sich ein brennen von Daten-DVDs kaum noch lohnt. Für alle die dennoch ein optisches Laufwerk einbauen möchten, habe ich hier einmal ein paar herausgesucht:

DVD und BluRay Laufwerke

- LG GH22NS SATA bulk, 24x DVD+-R, DVD-Ram, schwarz für 21 Euro
- Samsung SH-224BB/BEBE SATA, 24x DVD+-R, DVD-Ram, schwarz für 21 Euro
- Plextor PX-891SA SATA, 24x DVD+-R, DVD-Ram, schwarz für 31 Euro
- LG CH10LS28 SATA, Blu-ray Combo Leselaufwerk mit DVD/CD Brenner (16x DVD, 10x BluRay SATA) schwarz für 65 Euro



Gehäuse

Ein Gehäuse ist natürlich vor allem einmal Geschmackssache. Es sollte auf eine ausreichende Größe (Stichwort: Grafikkartenlänge) und gute Belüftung geachtet werden.

Gehäusevorschläge
- Sharkoon Vaya Midi-Tower für 31 Euro
- Thermaltake Commander Midi Tower für 45 Euro
- Aerocool X-Warrior Midi-Tower für 47 Euro
- Sharkoon T9 Value Midi-Tower für 58 Euro
- Aerocool Strike-X Advance Midi-Tower für 62 Euro
- Zalman Z11 Plus Midi-Tower für 67 Euro
- Fractal Design Define R4 Midi-Tower Silent für 105 Euro




2 Kommentare

Von Stefan am 26.12.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Anfänger: Hi. Ich würde lieber die Intel Komponenten nehmen. Ansonsten ist aber auch das AMD System zum Spielen gut geeignet.

Von Anfänger am 26.12.2014
Besucher

Hallo,
ich möchte von meinen Weihnachtsgeld mir einen Gamer-PC zusammen bauen.

Mein Bruder hat die folgenden Teile:
AMD FX 8350
Asus M5A99FX Pro R 2.0
16 GB RAM 2 x 8 GB
PC - LC 600 Watt
Asus VS248H
Zotac Geforce GTX 770
HDD 2 TB WD Black
ca. 370 Watt ohne Monitor - Verbrauch

Gibts Ihrer Erfahrung nach Komponenten, die weniger verbrauchen?
Oder wo könnte man Energieeinsparungen vornehmen?

Oder - sind die Komponenten eine bessere Alternative???
Intel Xeon 1231
AsRock Z97 Extreme3
WD 1 TB Blue
Gigabyte Geforce GTX 970

Ich bedanke mich für Ihre Antwort und wünsche Ihnen alles Gute für das Jahr 2015.

Mit freundlichem Gruß
Lawrence Schlichtmann

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.