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HGST Ultrastar Archive Ha10 nutzt als erste Festplatte Helium und SMR

HGST bringt mit der Ultrastar Archive Ha10 die erste 10 TB Festplatte im 3,5 Zoll Format auf den Markt und beliefert erste OEM Kunden sowie Cloud Provider. Durch die gleichzeitige Nutzung von Helium und der Shingled Magnetic Recording (SMR) Technik in einem Festplattengehäuse gelingt die Steigerung von 8 TB auf nun 10 TB. Bisher nutzt HGST für die 8 TB Festplatten ausschließlich eine Helium-Füllung, während Seagate ausschließlich auf die Shingled Magnetic Recording Technik setzt.

Die Helium Lösung nutzt die geringere Dichte gegenüber Luft und ermöglicht so, eine höhere Anzahl von Magnetscheiben (Platter) in einem herkömmlichen 3,5 Zoll Festplattengehäuse unterzubringen.

Laut HGST ist die Ultrastar Archive Ha10 explizit für Archiv Zwecke geeignet. Dies ist einer Einschränkung der SMR Technik geschuldet, da beim Schreiben einer neuen Spur, die anliegenden Spuren neu organisiert werden müssen - bei der Seagate Archive HDD mit 8TB hatte sich dies schon als Flaschenhals herausgestellt.

Die Zielgruppe sind Backup- und Cloud-Anbieter sowie soziale Medien, bei denen es nicht auf zahlreiche wahlfreie Schreibzugriffe pro Sekunde ankommt.

HGST Ultrastar Archive Ha10 nutzt als erste Festplatte Helium und SMR



Wie funktioniert die SMR Technik ?

Die SMR Technik wurde entwickelt, da man bei der Größe von Lese- und Schreibköpfen an die physikalischen Grenzen stößt und nicht durch kleinere Köpfe und schmalere Spuren die Spurdichte erhöhen kann. Bei der SMR Technik wird dieses Problem dadurch umgangen, indem die Spuren überlappend in eine Richtung geschrieben werden. Die Überlappung ist durch den schmaleren Lesekopf im Vergleich zum Schreibkopf möglich.

Der Nachteil, wie oben schon beschrieben ist, dass beim erneuten Beschreiben einer Spur alle darauffolgenden Spuren aktualisiert werden müssen. Dazu müssten alle Daten gesammelt und neu organisiert werden. Dies verhindert man, indem die Spuren in Bändern angeordnet werden und somit die Überlappung regelmäßig durch kleine "Gräben" unterbrochen wird.



Technische Details

Nach dem kleinen Exkurs in die eingesetzten Techniken kommen wir zu den technischen Details der neuen 10 TB Festplatte mit der Bezeichnung HGST Ultrastar Archive HA10. Sie verspricht eine mittlere fehlerfreie Betriebszeit (MTBF) von 2 Millionen Stunden auf eine Garantiezeit von fünf Jahren. Die UER liegt bei 10^-15 zwischen typischen Desktopfestplatten (10^-14) und Server Festplatten (10^-16).

Die Ultrastar Archive Ha10 von HGST wird es als SAS- und SATA-Version geben, die mit 7200 Umdrehungen pro Minute drehen wird. Die SAS Variante wird ausschließlich als 4Kn-Platte erscheinen, die SATA Variante bietet alternativ 512 Byte große emulierte Sektoren.

Der Cache beträgt 256 Mbyte und laut HGST beträgt die maximale Datenübertragungsrate beim Schreiben bei 68 Mbyte/s und beim Lesen 157 Mbyte/s. Ob die Fehlerkorrektur TLER für Raid-Setups zur Verfügung steht, konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen.

InterfaceSATA 6Gb/s SAS 6Gb/s
Kapazität10 TB10 TB
Sector size (variable, Bytes/sector)
512e: 512 ; 4Kn: 4096
4Kn: 4096, 4112, 4160, 4224
Data Buffer (MB)256256
Rotational Speed (RPM) 7.2007.200
Sustained transfer rate (MB/sec, typ.) 157 (read), 68 (write)157 (read), 68 (write)
Error Rate (non-recoverable, bits read) 1 in 10^15 1 in 10^15
Availability (hrs/day x days/wk) 24x7 24x7
Power Requirement +5 VDC, +12 VDC +5 VDC, +12 VDC
Operating (W, typical) 7,68,4
Idle (W) 5,15,7

Quelle: HGST Datenblatt



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