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Intel Compute Stick mit Windows 8.1 Bing im Test

Mit dem auf der CES vorgestellten Intel Compute Stick, bringt Intel einen Mini PC im Westentaschenformat auf den Markt. Den Stick gibt es in 2 Varianten. Zum Einen gibt es den Stick mit vorinstalliertem Windows 8.1 Bing 32-bit, 32GB eMMC Speicher und 2GB RAM und zum Anderen mit vorinstalliertem Linux Ubuntu 14.04 64-bit, 8GB eMMC Speicher und 1GB RAM.

Intel Compute Stick mit Windows 8.1 Bing im Test

Im Intel Compute Stick ist ein Intel Atom Quad-Core Prozessor Z3735F verbaut. Dieser Prozessor basiert auf der Bay-Trail Plattform und taktet mit 1,33 GHz (Turbo bis zu 1,83GHz). In der CPU ist Intels HD Graphics Einheit, die mit 311MHz (Turbo 646MHz) läuft, integriert.

Wir haben von Intel ein Testgerät des Intel Compute Stick in der Windows Version zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen. Dementsprechend haben wir den Stick mit dem vorinstallierten Windows 8.1 Bing ausführlich getestet und uns dabei die allgemeine Arbeitsgeschwindigkeit angeschaut, unsere Standard-Benchmarks (sofern möglich) durchgeführt, den Stromverbrauch notiert und die Wärme- und Geräuschentwicklung kritisch beäugt.



Anschlüsse

Viele Anschlüsse hat der Intel Compute Stick aufgrund seiner geringen Bauform natürlich nicht zu bieten. Man findet hier wirklich nur das allernötigste...


Auf der einen Seite befinden sich 1x USB 2.0 Port und 1x Micro-USB Port (für die Stromversorgung).

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Auf der anderen Seite befindet sich lediglich ein Slot für eine Micro-SD Karte.

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Netzwerk

Da die Bauform des Intel Compute Sticks einen Netzwerkanschluss nicht zulässt, ist der Stick nur mit W-LAN ausgestattet. Über den USB Anschluss kann aber ein vollwertiger Netzwerkanschluss, z.B. mit dem von uns getesteten Netzwerkadapter von HooToo (Zum Test), nachgerüstet werden. Mit dem HooToo Adapter hat man gleichzeitig den Vorteil das dort auch ein 3-Fach USB-Hub integriert ist.

Verbaut ist im Intel Compute Stick ein W-LAN/Bluetooth Chipsatz von Realtek (RTL8723BS). Dieser Chipsatz bietet W-LAN nach dem Standard 802.11 b/g/n und Bluetooth 4.0.



Datenträger

Im Intel Compute Stick mit Windows 8.1 Bing ist ein eMMC Speicher mit einer Kapazität von 32GB verbaut. Dieser Speicher ist fest verlötet und lässt sich daher nicht ersetzen.

Wer mehr Speicherplatz benötigt kann entweder den USB 2.0 Port nutzen oder aber den Speicher durch eine Micro-SD-Karte erweitern. Am USB-Port können neben USB-Sticks auch externe 3,5" Festplatten angeschlossen werden. Der Strom des Netzteils reicht aus um Compute Stick und Festplatte parallel betreiben zu können. Mit einer Micro-SD-Karte ist eine Speichererweiterung von bis zu 128GB (SanDisk Ultra microSDXC 128GB) möglich.

Die Geschwindigkeit des verbauten eMMC Speichers ist mit 163 MB/s beim Lesen und 76 MB/s beim Schreiben nicht überragend schnell, für den kleinen Stick aber vollkommen ausreichend.

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Arbeitsspeicher

Der Intel Compute Stick mit Windows 8.1 Bing hat 2GB DDR3L Arbeitsspeicher verbaut. Dieser taktet mit 1333 MHz und wird mit 1,35V betrieben. Auch dieser Chip ist fest verlötet und lässt sich nicht austauschen.



Verarbeitung

Das Gehäuse des Intel Compute Sticks besteht komplett aus Kunststoff, dabei ist die Oberseite aus hochglänzendem und die Unterseite aus mattem Kunststoff. Durch den verwendeten Werkstoff ist der Stick sehr leicht, wirkt aber auch wenig robust.

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Die Baugröße ist natürlich hervorragend. Mit seinen Abmessungen von nur 130 x 37 x 12 mm passt der Stick in jede Hosentasche. Allerdings sollte man nicht vergessen das auch Netzteil und Kabel dazu gehören um den Stick betreiben zu können, dafür muss man dann halt seine 2. Hosentasche opfern. ;)

Hier ein kleiner Größenvergleich mit einem USB Stick (SanDisk Extreme) und einer 2,5" SSD (Samsung 850 Pro):

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Kühlkonzept und Wärmeentwicklung

Die Kühlung des Intel Atom Quad-Core Prozessors Z3735F soll überwiegend passiv sein. In dem Fall das alle Prozessorkerne ausgelastet sind, hat der Intel Compute Stick zusätzlich einen kleinen Lüfter verbaut, der dafür sorgt das die CPU nicht runter getaktet werden muss wenn diese droht zu warm zu werden.

Intel Compute Stick mit Windows 8.1 Bing im Test

Der Stick wird im normalen Betrieb schon recht warm, wird er ausgelastet natürlich um so mehr. Runter takten muss er aber aufgrund des verbauten Lüfters nie.



Lautstärke

Ist der Lüfter aus, bleibt die Intel Compute Stick absolut lautlos. Bekommt der Prozessor allerdings etwas zu tun springt der kleine Lüfter an und erzeugt einen sehr unangenehmen hochfrequenten Ton. Während unseres Tests ist der Lüfter auch beim normalen Arbeiten z.B. bei der Installationen von Programmen, immer wieder mal angegangen was sehr störend war. An konzentriertes Arbeiten war hierbei nicht zu denken.



Lieferumfang

Neben dem Intel Compute Stick liegen der Lieferung noch folgende Dinge bei:
1x Netzteil (5V/2A), 1x Micro-USB Kabel für die Stromversorgung (1m), 1x HDMI-Verlängerung (0,2m) und diverse Netzteiladapter.

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Arbeiten unter Windows 8.1 Bing

Nach dem Drücken des Startknopfes dauert es insgesamt 29 Sekunden bis nach der automatischen Anmeldung der Windows 8.1 Startbildschirm erscheint. Das Arbeiten selbst ist ausreichend flüssig für kleinere Büroarbeiten wie E-Mail, Office oder Internet, für alles darüber hinaus ist der Intel Compute Stick aber nicht geeignet.

(Wen interessiert was das "Bing" im Namen des Betriebssystems bedeutet kann das HIER nachlesen.)



Leistungsaufnahme unter Windows 8

Der Stromverbrauch ist erwartungsgemäß sehr niedrig. Ich habe hier einmal die Zotac ZBOX PI320 pico, in welcher der gleiche Prozessor verbaut ist, gegenüber gestellt :

Intel Compute Stick
ZBOX PI320 pico
Verbrauch Idle
2,5W
3,7W
Verbrauch Last (Prime95)
6,0W
6,4W
Verbrauch Last (Heavyload)
6,6W
6,9W
Verbrauch CineBench R11.5 Mehrkern
5,5W
5,6W
Verbrauch WinRar 5 x64 max. Kompr.
5,4W
6,1W
Verbrauch Standby
0,0W
0,8W

(Messgerät: VOLTCRAFT ENERGY-LOGGER 4000)



BIOS Einstellungen

Das BIOS ist sehr übersichtlich gestaltet. Es gibt nur wenige Einstellmöglichkeiten. Wir haben für unseren Test nichts am BIOS verändert.



Benchmarks


AIDA64 CPUID (links im Idle, rechts unter Last)

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Dieses mal konnten wir leider nur die Ergebnisse von Cinebench 11.5 ermitteln, da von Cinebench 15 keine 32 Bit-Version existiert.

Cinebench 11.5Ergebnis
OpenGLNicht unterstützt
CPU SC0.29
CPU MC1.08


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Um eine 1,565GB große MKV-Datei zu packen (Rar-Format, Max. Kompression) benötigte der Intel Compute Stick 8:38 Minuten (518 Sekunden) was einer Geschwindigkeit von 3,09MB/s entspricht.

Zum Vergleich: Die Zotac ZBOX PI320 pico kommt auf eine Geschwindigkeit von 2,95MB/s.

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An dieser Stelle kommen normalerweise die Testergebnisse unserer Video Tests, leider ließ sich mit dem Intel Compute Stick keines unserer bekannten Testvideos abspielen.



Technische Daten

Typ
Intel Compute Stick
Version
Linux Ubuntu 14.04
Speicher
2GB RAM DDR3L 1,35V 1333MHz
1GB RAM DDR3L 1,35V 1333MHz
Festplatte
32GB eMMC
8GB eMMC
CPU
GPU
Intel HD Graphics 311MHz (Turbo 646MHz)
Video Ports
1x HDMI 1.4a
WiFi
802.11 b/g/n & Bluetooth 4.0
USB Ports
1x USB 2.0, 1x Micro-USB (Stromversorgung)
Kartenleser
Micro SD-Karten Slot
Audio
Intel HD Audio via HDMI
Betriebssystem
Linux Ubuntu 14.04



Vergleich mit Alternativen

Hier noch mal der komplette Vergleich mit der Zotac ZBOX pico.

Intel Compute Stick
ZBOX PI320 pico
CPU
Architektur
Bay-Trail-T
GPU
Intel© HD Graphics
Video Ports
1x HDMI 1.4a
Audio
Intel HD Audio via HDMI
8-ch via HDMI, Analog output
WiFi
802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0
Arbeitsspeicher
2GB DDR3L 1333
2GB DDR3L-RS 1333
Festplatte
32GB eMMC Speicher
Verbrauch Idle
2,5W
3,7W
Eignung Windows
***
****
Eignung OpenELEC
-
-
Release
Q2/2015
Q3/2014
Preis
ca. 160,00 EUR
ca. 200,00 EUR



Galerie

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Fazit

Wunderdinge darf man aufgrund der verbauten Hardware vom Intel Compute Stick nicht erwarten und auch was die Anschlüsse angeht ist der Stick sehr begrenzt.

Der verbaute Lüfter lässt einen zwar die komplette Performance des Prozessors ausnutzen, leider ist das Geräusch welches Dieser erzeugt sehr störend. Unschön ist vor allem das der Lüfter auch bei normalen Aufgaben gerne mal anspringt.

Was bleibt ist ein PC im Kleinstformat, der nicht viel Platz weg nimmt und absolut mobil ist. Der Intel Compute Stick wird sicher seine Anwendungen finden, einen richtigen Arbeits-PC kann dieser aber nicht ersetzen.



2 Kommentare

Von Dennis am 19.05.2015
Technikaffe.de Team

1045 Beiträge
@Dom:

Ich habe keine Ahnung warum das nicht lief, wie du schon sagst ist es ja die gleiche CPU wie in der ZBOX pico.

An Bing liegt es nicht, es handelt sich hierbei ja um eine ganz normale Windows Version und die war auch auf der ZBOX drauf.

Gruß
Dennis

Von Dom am 18.05.2015
Besucher

Kodi lief auch nicht? Das ja merkwürdig, die gleiche CPU wie in der ZBox, liegt es an der Bing Version von Windows? Da müsste doch irgendwo ne Software-Handbremse an sein die Mediawiedergabe unterbindet?!

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