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40 Prozent mehr IPC bei AMDs neuen FX-Prozessoren auf Zen-Basis

Nach sehr langer Pause scheint sich AMD im Desktop-CPU Sektor zurückzumelden: Die 2016 erscheinenden FX-Prozessoren sollen den entstandenen Rückstand zu Intel eliminieren. Die neuen FX-Prozessoren basieren auf AMDs neuer Zen-Architektur und erscheinen für den neuen AM4 Sockel. Diese Architektur hat nichts mehr mit dem modularen Bulldozer Aufbau zu tun, sondern ist der Intel Architektur sehr ähnlich und wird neben sehr schnellem Cache auch ein Hyperthreading ähnliches Feature bieten.

Damit sollen die neuen AMD Prozessoren auch bei Anwendungen die wenig oder nur einen CPU-Kern ansprechen können schnell unterwegs sein - dies war unter anderem eine große Schwäche der Bulldozer Architektur. Die Zen-Architektur soll 40% mehr IPC (Instructions per cycle, also Anweisungen die pro Takt) bieten als die letzte Ausbaustufe von Bulldozer. Als Vergleich: Die IPC-Steigerung zwischen Intel Broadwell und Intel Skylake soll zwischen 12-15% liegen, bei den vorherigen Architekturen lag diese sogar deutlich unterhalb von 10%.

AMDs Aussage ist daher eine ziemliche Kampfansage - schon bei der Bulldozer Architektur hatte AMD mit bis zu 50% mehr Leistung geworben, konnte die Erwartungen letztendlich aber nicht erfüllen. Zudem ist noch unklar wie sich die 40 prozentige IPC-Steigerung auf die tatsächliche Leistung der Prozessoren auswirkt, denn hier zählt dann vor allem die Taktfrequenz und die Anzahl der CPU-Kerne.

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Hoffnungen das es diesmal besser als bei Bulldozer läuft darf man sich aber schon aus dem Grund machen, dass AMD nun wieder Jim Keller mit an Board hat, der damals maßgeblich an der Entwicklung der sehr erfolgreichen Athlon64 Prozessoren mitwirkte und 2008 zu Apple wechselte wo er für die Prozessoren der iPhones (4. und 5. Gen) verantwortlich war. Seit 2012 arbeitet Keller nun bei AMD an der Zen-Architektur.

Um auch bei der Effizienz wieder konkurrenzfähig zu sein, wird die Zen-Architektur im 14nm FinFet Verfahren gefertigt. Sollte AMD die neue Architektur bereits Anfang 2016 als Konkurrenz zu Intels Skylake auf dem Markt bringen, könnte dies endlich wieder frischen Wind in den Desktop CPU-Markt bringen, den Intel in den letzten Jahren dominiert.

Sowohl AMD als auch Intel setzen bei ihren neuen Prozessoren auf DDR4 Speicher, der zwar nicht viel schneller, dafür aber nochmal effizienter arbeitet. Gefertigt werden die neuen FX-Prozessoren wohl wieder bei Globalfoundries, der ehemaligen Halbleitersparte von AMD.



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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.