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Erste Intel Braswell CPUs mit 2 und 4 Kernen in 14nm gesichtet

Erste Intel Braswell CPUs mit 2 und 4 Kernen in 14nm gesichtet

Intels neue Braswell Prozessoren waren grob für Anfang 2015 angekündigt. Marktstart wird nun das 2. Quartal 2015 sein. In Intels offizieller Preisliste sind die ersten 4 Braswell Prozessoren aufgeführt. Braswell ist der kleine Bruder der neuen Broadwell Prozessoren und direkter Nachfolger der Intel Bay-Trail Prozessoren, die Intel Ende 2013 eingeführt hatte.

Schon die Bay-Trail Prozessoren waren nochmal etwas sparsamer als die Intel Haswell Prozessoren, daher erwarten wir ein leicht besseres Leistung-zu-Watt Verhältnis bei Braswell im Vergleich zu Broadwell. Beide aktuellen Architekturen werden im 14nm Prozess gefertigt.

Die Bay-Trail Prozessoren deckten eine TDP von 4,3W (Intel Celeron N2805, 2x 1,46GHz) bis 10W (Intel Celeron J1900, 4x 2,42GHz) ab, Braswell sollte Dank der kleineren Strukturbreite nochmal rund 25% sparsamer sein. Intel gibt für den größten Braswell (Intel Pentium N3700, 4x 2,4GHz) eine TDP von 6W an.

Der Unterschied zwischen den Basistakt und dem Turbo sind deutlich angestiegen - so verbraucht das System bei geringer Auslastung deutlich weniger. Passiv gekühlte Systeme waren bereits mit Bay-Trail möglich, daher kann man sicher davon ausgehen das auch Braswell wieder komplett ohne Lüfter auskommt.

Zumindest die integrierte Grafikeinheit des Intel Pentium N3700, 4x 2,4Ghz kann diesmal neben HDMI und DVI auch per Display-Port Monitore ansteuern und zwar auch in 4K Auflösung bei 60Hz. Via HMDI 1.4a sind 4K nur bei 24Hz möglich. Die Grafikeinheit selbst taktet mit 400 MHz und kann über einen GPU-Turbo bis zu 700 MHz schnell werden. Statt 2 Bildschirme dürfen nun bis zu 3 Bildschirme parallel angeschlossen werden.

Die Geschwindigkeit der nun auch DirectX 12 fähigen Grafikeinheit wird sich im Vergleich zu Bay-Trail in etwa verdoppeln. Anstatt DDR3L-1333 kann Braswell nun mit DDR3L-1600 Arbeitsspeicher umgehen. Leider unterstützt auch Braswell kein PCI-E 3.0, hier stehen wie auch bei Bay-Trail nur 4 Lanes bei PCI-E 2.0 zur Verfügung. Das bedeutet es sind wieder nur 2x SATA3 (6Gbps) nativ möglich. Allerdings wird nun endlich USB 3.0 nativ unterstützt.

Braswell CPUKerneBasistaktTurboL3-CacheArbeitsspeicher
Intel Celeron N300021,04GHz2,08GHz2MBDDR3L-1600
Intel Celeron N305021,6GHz2,16GHz2MBDDR3L-1600
Intel Celeron N315041,6GHz2,08GHz2MBDDR3L-1600
Intel Pentium N370041,6GHz2,40GHz2MBDDR3L-1600


Erste Intel Braswell CPUs mit 2 und 4 Kernen in 14nm gesichtet
Quelle: Intels Preisliste


Wie auch bei Bay-Trail werden zumindest für den Desktop-Bereich wieder fertige Prozessor+Mainboard Kombinationen verfügbar sein, das ASRock Q1900-ITX ist bei uns die zur Zeit beliebteste Kombination die wir z.B. in unserer Basic NAS Eigenbau-Anleitung benutzen. Schon mit dieser Kombination waren Windows-Idle Verbrauchswerte von 10W ohne Probleme realisierbar.

Die hohe Nachfrage nach sparsamen Desktop Prozessoren ist Intel bewusst: Braswell kommt diesmal zuerst für den Desktop-Markt, die mobilen Varianten werden erst ein Quartal später verfügbar sein.

Wir hoffen das wir euch in den nächsten Wochen einen ersten Test mit einer Braswell Kombination präsentieren können. Die Preise für eine 4-Kern CPU + Mini-ITX Mainboard Kombination sollten bei rund 100 Euro liegen.



4 Kommentare

Von Dennis am 16.04.2015
Technikaffe.de Team

1045 Beiträge
@Foolius:

Ich glaube nicht. Stefan ging es aber darum auszudrücken das im professionellen Bereich nicht auf die Consumer Hardware zurück gegriffen wird.

Gruß
Dennis

Von Foolius am 16.04.2015
Besucher

Kann man diese Enterpriseboards privat kaufen?

Von Stefan am 04.04.2015
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Interessiert394754: Ja die Boards werden wieder mit den (mittlerweile echt guten) ASMedia Zusatzcontrollern kommen. Erhöht dadurch leider den Energieverbrauch der Mainboards leicht. Intel will sich eben keine eigene Konkurrenz zu ihren Enterprise Boards machen.

Von Interessiert394754 am 04.04.2015
Besucher

Das mit PCIE 3.0 bzw nur 4 PCIE 2.0 Lanes ist halt echt schade. Was ist denn Intels Antwort auf dieses Problem? Avoton/Rangeley? Sind da auch Nachfolger geplant? Sind halt eh um ein Vielfaches teurer.
Also warten wir wieder auf oboard 3rd party sata controllers... richtig?

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Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.